LOKALE AGENDA 21 MA-Neckarau e.V.
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Pressespiegel

Index

25.01.2012


Verkehrsforum weist auf neuen Haltepunkt Mannheim Arena-Maimarkt hin
-auch billiger, da weniger Waben durchfahren werden-
Über neue S-Bahn-Station schneller nach Heidelberg
(Mannheimer Morgen)
30.09.2011


Zaunwettbewerb fördert Attraktivität des Aufeldes -
Jury verteilt ausnahmsweise Preise an alle Teilnehmer
(Mannheimer Morgen)
30.09.2011


Günter Stöckl, Regina Baro und Verein Germania / Sturmvogel ernten Preise beim Zaunwettbewerb
Jury lobt freien Blick in private Gärten
(Mannheimer Morgen)
28.09.2011


Aufeld zeigt sich Besuchern von seiner schönsten Seite - Lokale Agenda, Naturschutzvereine und Aufeldkümmerer geben Informationen rund um die grüne Oase
(Mannheimer Morgen)
18.09.2011

Infos rund ums Aufeld - "Tag des offenen Gartens" mit Informationen
(Mannheimer Morgen)
06.10.2010

Klimaschonend unterwegs - Lokale Agenda überreicht Preise für Quiz
(Mannheimer Morgen)
09.06.2010

Nach Eppingen mit dem Verkehrsforum
(Mannheimer Morgen)
19.02.2010

Situation für Fußgänger und Radfahrer am Marktplatz verbessert
(Neckarau Almenhof Nachrichten)
21.11.2008

Verkehrsforum setzt sich intensiv für Kompaktbahnhof ein
(Mannheimer Morgen)
19.11.2008

Stadt beteiligt Bürger bei Aufeld-Plänen
(Mannheimer Morgen)
12.11.2008

Stadt sucht neue Wege für das Aufeld
(Mannheimer Morgen)
24.09.2008

Mit Verkehrsforum zu Pfalz-Bahnhöfen
(Mannheimer Morgen)
19.09.2008


Klaus Eberle beim Verkehrsforum:
Fachmann gibt Rat zum Parken
(Mannheimer Morgen)
22.02.2008

RNV stellt größere Bahnen für die Linie 7 in Aussicht
(Mannheimer Morgen)
25.01.2008
25.12.2007

Rolf DIETER und das Eigentor mit der "Mogelpackung"
Leserbriefe zum Thema Aufeld als Landschaftsschutzgebiet

in den genannten NAN-Ausgaben
19.10.2007

Verkehrsforum und Vorort fordern Kompaktbahnhof
(Mannheimer Morgen)
17.10.2007 Radler vor der Tankstelle sicherer (Mannheimer Morgen)
08.08.2007 Rudolf Höcker erhält die Radler-Ehrennadel  (Mannheimer Morgen)
14.07.2007 Umweltpreis 2007: Ein Jubiläum, eine Premiere und jede Menge Preise
18.05.2007   Eltern-Engagement von Petrus belohnt (Mannheimer Morgen)
30.03.2007   Wanderer folgen Vogelgesang (Mannheimer Morgen)
21.03.2007   Spaziergänger hören Vogelgesang zu (Mannheimer Morgen)
03.11.2006   Wer zu Fuß geht, wird mit einer Bahnfahrt belohnt (Mannheimer Morgen)
21.10.2006   Am Strandbad werden die Karten neu gemischt (Mannheimer Morgen, mit Kommentar von Jan Cerny)
20.09.2006   Mädchen und Jungen auf eigene Füße stellen (Mannheimer Morgen)
09.08.2006   Verkehrsforum ausgezeichnet (Mannheimer Morgen)
01.06.2006   Mannheim macht mobil! (Lindenhof aktuell Nr. 5, Juni/2006)
06.02.2006   Wir-Gefühl (Mannheimer Morgen)
06.02.2006   Radler machen zur Fußball-WM mobil (Mannheimer Morgen)






Neckarau: Verkehrsforum weist auf neuen Haltepunkt "Mannheim Arena-Maimarkt" hin / Auch billiger, da weniger Waben durchfahren werden

Über neue S-Bahn-Station schneller nach HeidelbergBeschreibung: http://ad.doubleclick.net/activity;src=2900901;dcnet=6485;boom=45576;sz=1x1;ord=1?

Seit Dezember ist die neue S-Bahn-Station "Mannheim Arena/Maimarkt" in Betrieb und ersetzt den bisherigen Haltepunkt "Rangierbahnhof". Damit eröffnen sich auch neue Möglichkeiten für die Neckrauer, auf die das Verkehrsforum hinweist. Der neue Haltepunkt biete eine bequemere Verbindung Richtung Heidelberg. Die RNV-Buslinie 50 weise jetzt kurze Umsteigewege zur S-Bahn auf. Je Richtung verkehren die S-Bahnen werktags in der Regel dreimal und sonntags zweimal pro Stunde, der 50er Bus ist Montag bis Freitag im 20-Minuten-Takt unterwegs und am Wochenende jede halbe Stunde.

Aus Neckarau könne der Heidelberger Hauptbahnhof so in rund 30 Minuten erreicht werden. Tariflich sei der Weg über Mannheim Arena/Maimarkt anstelle über den Mannheimer Hauptbahnhof deshalb interessant, da so nach Heidelberg nur drei Waben durchfahren werden. Nach den neuen VRN-Tarifen 2012 liegt der Enzelfahrschein bei 3,60 Euro, mit Ticket 24 plus fahren aber bis zu fünf Personen für 24 Stunden oder das ganze Wochenende für nur 9,60 Euro.

Einen Wermutstropfen sieht Verkehrsforum-Mitglied Dr. Gerd Hüttmann in der Notwendigkeit eines Umweges bis Februar 2012 für Fußgänger und Radfahrer aus Richtung Neckarau/Mallau. Bei der Stadt hat er erfahren, dass mit Inbetriebnahme der neuen S-Bahn-Station die Treppenabgänge von der Überführung zu den alten Bahnsteigen gesperrt würden. Dadurch ergebe sich ein Umweg für Fußgänger und Radfahrer zum S-Bahnhof von rund 800 Metern, rechnet Hüttmann vor.

"Es ist bedauerlich, dass die Errichtung des neuen, vom Verkehrsforum geforderten Abgangs erst nach der Inbetriebnahme des neuen Haltepunktes erfolgen kann und dabei den bisherigen Weg verstellt, den zeitlich beschränkten Umweg halten wir für Radfahrende für akzeptabel", erklärt Dr. Hüttmann. Eine Rampe sei von der Bahn aufgrund des hohen Aufwandes abgelehnt worden. Das Verkehrsforum regte die Platzvorhaltung für einen späteren Aufzug an. zg

Mannheimer Morgen
25. Januar 2012





Neckarau: Jury verteilt ausnahmsweise Preise an alle Teilnehmer

Zaunwettbewerb fördert Attraktivität des Aufeldes

Üblicherweise trennen Zäune Bereiche voneinander ab, teilen in "innen" und "außen", schützen das Innenliegende. Je höher und massiver sie sind, desto mehr schließen sie Andere aus, wirken manchmal gar wie Barrikaden oder Burgeinfriedungen. Zäune können aber auch Einblicke ermöglichen. Im Neckarauer Aufeld sind viele Zäune auch dazu da, den Spaziergängern den interessierten Blick in die Gärten zu ermöglichen. Je durchlässiger so ein Zaun ist, desto abwechslungsreicher und grüner wird der Sonntagsspaziergang für die Besucher.

Initiiert von Aufeld-Kümmerer Torsten Kliesch, wurde im Frühjahr dieses Jahres ein Zaunwettbewerb ausgeschrieben. Ziel war es, die Attraktivität des Aufelds auch für Nicht-Gartenbesitzer zu erhöhen und einen Anreiz zu schaffen für "freundlichere, weniger blickdichte oder auch ökologisch sinnvollere Einfriedungen". Eine Gartenbegrenzung muss schließlich nicht immer nur aus Holzbrettern oder Metall bestehen. Ausdrücklich wurde in der Ausschreibung auf Alternativen hingewiesen: "So bietet eine Hecke aus heimischen Sträuchern möglichst in verschiedenen Wuchshöhen Lebensraum für zahlreiche Insekten, Vögel und Igel."

„Zwei Stunden Rasenmähen ist wie zwei Wochen
Urlaub“: Regina Baro.

Insgesamt acht Garten- und dadurch natürlich auch Zaunbesitzer nahmen am Wettbewerb teil. Und alle acht beeindruckten die Jury, bestehend aus Vertretern aus Politik, Verwaltung und Ehrenamtlichen. Das Gremium kam deshalb zu dem Entschluss, in diesem Jahr alle Bewerber zu prämieren. Die Gewinner erhielten Preise zwischen 150 und 250 Euro, die der Neckarauer Bezirksbeirat zur Verfügung stellte.

Es müssen nicht immer Gartenzwerge sein, auch eine Hexe kann einen Garten „beleben“.
Im Aufeld begrüßen allerlei Kobolde den Spaziergänger.

Stadträtin Gabriele Thirion-Brenneisen würdigte die gelungene Zaungestaltung und überreichte die Auszeichnungen am "Tag des offenen Gartens" im Aufeld. Die drei ersten Preise erhielten Elke und Günther Stöckl, Regina Baro und die Sängerhalle Germania/ Verein Sturmvögel. Die zweiten Preise gingen an Ernst Kausmann, Oliver Stadter, Matthias Heim und Familie Raab. Einen Sonderpreis erhielt Thomas Weiß für seinen besonders niedrigen Zaun. Für nächstes Jahr ist ein erneuter Zaunwettbewerb geplant.

Wer sich vorbereiten will: Der BUND Mannheim/Umweltforum bietet am 23. Oktober einen Workshop zur Zaungestaltung an. tia

Mannheimer Morgen
30. September 2011




Neckarau: Günter Stöckl, Regina Baro und Verein Germania/Sturmvogel ernten Preise beim Zaunwettbewerb

Jury lobt freien Blick in private Gärten

Von unserer Mitarbeiterin Sabine Tahi

Sie erinnern an langhalsige Giraffen, wie sie so mit hoch erhobenem Haupt langbeinig durch das Grün staksen. Doch außer der auffälligen Körperhaltung haben sie wenig mit dem gelb-gemusterten Steppentier gemein. Bei einem Gewicht bis zu zwei Kilogramm sind sie, im Vergleich, eher Leichtgewichte. Zwar brauchen auch sie Auslauf und Bewegung, doch ihre Nahrung ist nicht vegetarisch. Sie wollen Fleisch. Bevorzugte Spezialität: Glibberige Schnecken und Schneckeneier. Der Name: Indische Laufente. Wohnort: Im Aufeldweg IV.

Seit 1997 sind die laufenden Langhälse heimisch bei Familie Stöckl. Zur Zeit acht Exemplare leben in dem großzügigen Garten; der älteste Erpel ist elf Jahre alt. "Die Spaziergänger kennen die Enten praktisch persönlich. Da stehen oft Oma, Opa und Enkel am Zaun. Die wissen sogar immer, wenn wir Nachwuchs hatten, welche der Laufenten wir weggegeben haben und welche noch da sind", erzählt Familienvater Günther Stöckl.

Außen am großmaschigen Drahtzaun hat die Familie eine Infotafel angebracht, auf der sie über die Besonderheiten der Laufenten informiert. Einen der drei ersten Preise des Zaunwettbewerbs bekamen die Stöckls verliehen. Grund: Ein Zaun, "durch den man drüber und durch gucken kann, Einblick in den Garten erhält und Teich, Bachlauf und die Laufenten sehen kann. Eine kleine Infotafel, die beschreibt, was die Enten sind und was sie tun. "Das ist eine Interaktion mit dem Gebiet, die auszeichnungswürdig ist", begründet Stadträtin Gabriele Thirion-Brenneisen die Entscheidung der Jury.

Im Aufeldweg II steht ebenfalls eine Infotafel. Der Glaskasten ist liebevoll mit Fotos und handschriftlichen Texten über das Aufeld bestückt. Daneben, an einer alten Holzpforte, ein eingeschweißtes Schild mit dem Text: "Hier beginnt der Magische Garten von Ragna und Regina!" Und wirklich, dieser Garten hat etwas Verwunschenes: Viel wucherndes Grün, rankender Efeu, Fallobst auf der Erde. Muscheln, leere Schneckenhäuser und kleine Ziergegenstände sind spielerisch auf Mäuerchen aufgereiht. Eine Katze aus Ton späht zwischen Grashalmen hindurch. Von einem Baum aus wacht eine kleine Hexe mit frechem Grinsen über den Garten.

Zum Glück gewährt Familie Stöckl einen freien Blick in ihren Garten im Aufeld. Spaziergänger bleiben gern stehen und bewundern
die exotischen Schönheiten: Indische Laufenten.

Regina Baro liebt dieses zum Teil naturbelassene Gartengrundstück sehr, um das sie sich zusammen mit Freundin Ragna kümmert. "Das ist mein Rückzugsort. Für mich ist dieser Garten magisch. Bin ich hier, fängt für mich so was wie Urlaub an. Zwei Stunden Rasenmähen ist gleichbedeutend wie zwei Wochen Urlaub. Man kriegt den Kopf frei und kann entspannen," schwärmt Regina Baro. Für ihre Infotafel über das Aufeld, den Holzzaun mit rankendem Efeu, der Bienen Nahrung bietet, den Metallzaun, der Einblicke ermöglicht, erhält das Freundinnen-Team ebenfalls einen ersten Preis.

Den dritten ersten Preis bei dem Zaunwettbewerb nahm Wolfram Arnold für die Sängerhalle Germania/Verein Sturmvogel in Empfang. Auf das Besondere an diesem Garten weist Aufeld-Kümmerer Torsten Kliesch hin: "Es gibt keinen richtigen Zaun, der Garten ist einfach offen und von beiden Seiten einsehbar. Er ist mit unterschiedlich hohen Hecken ausgestattet, und eine Infotafel informiert über die Streuobstwiesen." So gut klappt die Nachbarschaft zu den angrenzenden Grundstücken, dass man zwar weiß, wo die Grenzen verlaufen, aber keine sichtbare Begrenzung notwendig ist. Mehrmals im Jahr nutzt der Verein seinen großen Garten sogar für Freiluft-Singstunden.

Mannheimer Morgen
30. September 2011





Neckarau: Lokale Agenda, Naturschutzvereine und Aufeldkümmerer geben Informationen rund um die grüne Oase

Aufeld zeigt sich Besuchern von seiner schönster Seite

Über dem Festplatz "Niederbrückl" hingen regenschwere Wolken, es war windig. In eine Ecke des Platzes gedrängt, einige wenige Informationsstände. Doch geboten wurde trotzdem einiges. Am Stand des BUND Mannheim konnten die Besucher bei Gabriele Baier etwas über Naturnahes Gärtnern erfahren. Der NABU Mannheim informierte über ornithologische Themen. Rosie Krämer unterstrich die besondere Bedeutung des Aufeldes, das "inmitten der Stadt eine Oase für die ganzen Gartenvögel" sei.

Naturschutzwart Wolfgang Dreyer wies darauf hin, dass das Virus, das aktuell Amseln befällt, nicht über Futterstellen oder Vogeltränken übertragen wird, sondern ausschließlich über Stechmücken. Gartenbesitzer können also unbesorgt sein und weiterhin allen Vögeln diese Nahrungsquellen zur Verfügung stellen.

Kindern bot die Veranstaltung verschiedene Mal- und Bastelaktionen. Das Verkehrsforum Neckarau und die Lokale Agenda 21 erläuterten ihre aktuellen Projekte. Nach der Prämierung der besten beziehungsweise naturnahesten Zäune im Aufeld durch Stadträtin Gabriele Thirion-Brenneisen gab es so einige Leckerbissen fernab vom Festplatz.

Viele Gartenbesitzer hatten an diesem Tag ihre Gärten geöffnet und luden die Besucher zu einer Besichtigung ein. Mancherorts wurde intensiv über Anpflanzungen gefachsimpelt, Tipps gegeben oder ob der Größe der Gärten gestaunt. Doch nicht nur naturnahe Gärten waren an diesem Sonntag "zum Greifen nah": auch der nahe Kontakt zu Schafen, Pferden, Eseln, Hühnern und Tauben war geboten.

Wer nicht allein durch die Gärten der Aufeldwege II und III spazieren wollte, konnte sich Altstadtrat Helmut Wetzel und Aufeldkümmerer Torsten Kliesch anschließen. Die beiden boten eine informative geschichtlich-naturkundliche Wanderung an. Für müde Wanderer gab es im Übrigen die Möglichkeit, sich beim Umweltschutzverein Ökostadt Rhein-Neckar ein Elektrorad auszuleihen, oder an einer Kutschfahrt teilzunehmen.

Organisiert wurde das Fest von der Lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau und vom Aufeldkümmerer Torsten Kliesch. Dieser ist von der Stadt beauftragt und kümmert sich seit März 2010 einige Stunden die Woche um die grüne Oase in Neckarau. Diplom-Ökonom Kliesch freut sich über die gelungene Veranstaltung: "Meine persönlichen Highlights waren die Gartenidylle bei der Familie Raab mit ihren Schafen und Hühnern sowie die Kutschfahrten durch das Aufeld, die Heinz Scheidel ermöglicht hat. Gefreut hat mich das Interesse der Besucher an den Umweltschutzvereinen".

(Bericht über den Zaunwettbewerb folgt.)

Mannheimer Morgen
28. September 2011





Neckarau: "Tag des offenen Gartens" mit Informationen

Infos rund ums Aufeld

Die Lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau und der von der Stadt Mannheim beauftragte Aufeld-Kümmerer Torsten Kliesch laden am Sonntag, 18. September, von 14 bis 17 Uhr, zum Tag des offenen Gartens im Aufeld ein. Die Besucher können einige Gärten der Aufeldwege II und III besichtigen und die schöne Natur hinter den Gartenzäunen und -pforten entdecken. Kinder können Schafe streicheln, die Tauben- und Kleintierzucht kennen lernen, einen naturnahen Garten erkunden, sich Pferden nähern oder über eine Streuobstwiese spazieren. Der Nachmittag wird durch ein umfangreiches Programm für Jung und Alt abgerundet.

Die Programmpunkte im Einzelnen: Um 14 Uhr wird die Veranstaltung auf dem Festplatz "Niederbrückl" eröffnet; um 14.30 Uhr verleiht Stadträtin Gabriele Thirion-Brenneisen Preise des Zaunwettbewerbs im Aufeld; um 15.30 Uhr folgt eine Wanderung durch die Geschichte des Aufelds mit Altstadtrat Helmut Wetzel und Aufeld-Kümmerer Torsten Kliesch (Treffpunkt vor dem Kleintierzüchterverein 1902 e.V., Marguerrestr. 15).

Von 14 bis 17 Uhr erhalten die Besucher an den Infoständen der Lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau und des Aufeld-Kümmerers auf dem Festplatz "Niederbrückl" Tipps rund um die natürliche Gartenpflege. Kinder können am Stand des NABU Mannheim Insektenhotels basteln und Tiere des Aufelds malen. Angeboten wwerden zudem eine Aufeld-Rallye für Kinder und Erwachsene sowie Kuchen und Getränke vom Café-Restaurant Talhaus. Für Gartenbesitzer des Aufelds ist ein weiterer Tisch eingerichtet, an dem sie überschüssiges Obst, Gemüse oder aus ihren Gartenfrüchten selbst gemachte Marmeladen an Neckarauer Bürger verkaufen können. red

Mannheimer Morgen
16. September 2011




Neckarau: Lokale Agenda überreicht Preise für Quiz

Klimaschonend unterwegs

"Ich fahre klimaschonend zum Einkaufen", steht deutlich sichtbar auf einer kleinen Tafel, fest angeschraubt auf dem Fahrradkorb. 30 Stück verteilte die Neckarauer Lokale Agenda 21 an die Gewinner des Quiz, mit dem die engagierten Umweltschützer auf der Leistungsschau der Gemeinschaft der Selbstständigen in der Rheingoldhalle auftraten.

Rund 70 Besucher hatten die gestellten Fragen beantwortet. Fast alle wussten, wie man durch Neckarau am besten mit dem Fahrrad fährt oder was CarSharing ist. Am Ende musste das Los über die Gewinner entscheiden.

Der erste Preis fiel auf den pensionierten Polizeibeamten Hans-Peter Keller. Das neu eröffnete Geschäft "Grüne Wiese Naturkost" in der Friedrichstraße 31 füllte seinen Korb reichlich mit Lebensmitteln, allesamt biologische Produkte aus den Regalen des Ladens. Überreicht hatten die Preise Anita Hirsch-Sanden und Rolf Weber von der Lokalen Agenda 21. jan

Mannheimer Morgen
06. Oktober 2010



Nach Eppingen mit dem Verkehrsforum

Zum Sonntagsausflug nach Eppingen lädt das Verkehrsforum Neckarau ein.
Treffpunkt für die Abfahrt ist am Sonntag, 13. Juni, 10.30 Uhr, an der Stadtbahn-Haltestelle Neckarau-West. Wer am Hauptbahnhof dazustoßen will, kann dies um 11 Uhr auf Gleis 10 tun. Von dort geht es mit der S-Bahn nach Heidelberg und weiter nach Eppingen. Die Stadt ist reich an Sehenswürdigkeiten, darunter der Fachwerkpfad. An neun Stationen sind Elemente aus dem Fachwerkbau dargestellt sowie Funktionen und technische Feinheiten der Elemente erklärt. Das Wahrzeichen der Stadt, der Pfeifferturm aus dem 13. Jahrhundert, ist eine weitere Sehenswürdigkeit. Nach einer gemütlichen Besichtigungstour durch die Stadt und Gelegenheit zum Einkehren geht es gegen 17 Uhr wieder zurück nach Mannheim.

Für die Fahrt mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln können Kosten in Höhe von bis zu 2,70 Euro entstehen. Sonst ist die Tour kostenlos. Eine Anmeldung ist erwünscht, aber nicht zwingend notwendig. Sie kann telefonisch unter Tel. 0621/54 05 03 37 oder per E-Mail an verkehrsforum-neckarau@web.de vorgenommen werden. red

Mannheimer Morgen
09. Juni 2010




Neckarau Almenhof Nachrichten vom 19.02.2010

Situation für Fußgänger und Radfahrer am Marktplatz verbessert

Komfortabler und sicherer sind jetzt Fußgänger und Radfahrer am Marktplatz unterwegs.
Auf Anregung des Verkehrsforums Neckarau und mit Unterstützung des Bezirksbeirates
wurden von der Stadt vor dem Drogeriemarkt in der Friedrichstraße die Bordsteine
abgesenkt und Fahrradständer aufgestellt.
Damit wird an dieser Stelle, an der jetzt auch nicht mehr geparkt werden darf, die
Überquerung der Straße durch Fußgänger sicherer und komfortabler.
Auch in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen kommen an dieser Stelle besser über die Straße,
denn durch die Bordsteinabsenkung entfällt die Überwindung der Kante.
Das ermöglicht auch Rollstuhlfahrern die Querung der Straße an dieser Stelle.
Auch die Zugänglichkeit des Marktplatzes wurde damit verbessert.
Das Aufstellen der vier Fahrradbügel bringt mehr Ordnung.
Räder können von ihren Besitzern jetzt an den Bügeln angeschlossen werden und müssen
nicht mehr neben halb auf dem Gehweg parkenden Autos abgestellt werden.
Damit gibt es mehr Platz für die Fußgänger.
Ein positiver Nebeneffekt der Fahrradständer ist, dass querende Fußgänger von Autofahrern
besser wahrgenommen werden und nicht mehr unerwartet zwischen zwei parkenden Autos auftauchen.
Auch die Autofahrer profitieren von der Maßnahme.
Auf der Fahrbahn wurde ein Parkstreifen eingezeichnet, der die Parkfläche deutlich markiert.
Die Aktiven des Verkehrsforums freuen sich über die Verbesserung.
Der Sprecher des Forums, Markus Rebmann, bedankte sich für die Unterstützung durch den Bezirksbeirat
und die unbürokratische Umsetzung durch die Stadtverwaltung.
In seinem Dank hebt das Verkehrsforum insbesondere Bezirksbeirätin Brigitte Müller-Steim hervor, die sich
nicht nur an dieser Stelle für die Belange der Fußgänger im Vorort einsetzt. pm/red

Fahrradständer am DM
Die Fahrradständer vor dem Drogeriemarkt in der Friedrichstraße werden rege genutzt. Foto: Hüttmann




Mannheimer Morgen, 21.11.2008

Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny

Neckarau: Seit fünf Jahren engagieren sich Bewohner für einen Umweltverbund

Verkehrsforum setzt sich intensiv für Kompaktbahnhof ein

Erst fünf Jahre alt ist das Neckarauer Verkehrsforum, und doch kann es auf eine beachtliche Bilanz zurückblicken: Verbesserungen für Fußgänger und Radfahrer, Informationen für Rad- und Autofahrer, Aktionen mit Schulen, Beteiligung am Verkehrsentwicklungsplan - bei der jüngsten Zusammenkunft im Volkshaus Neckarau listete Markus Rebmann, Sprecher des Forums, zahlreiche Aktivitäten auf.

Das Engagement und den Sachverstand der Bürger vor Ort schätzt auch die Stadtverwaltung. Fast jedes Jahr würdigt sie die Arbeit des Forums mit einem Preis. Nun hoffen die Aktiven, dass sie auch mit ihrer Idee eines Kompaktbahnhofs in Neckarau Gehör finden.

"Der Anlass zur Bildung des Verkehrsforums war der Verkehrsentwicklungsplan für Neckarau", erinnert sich Rebemann. Die Verwaltung war an der Meinung der Bewohner im Stadtteil interessiert. Und so bildeten Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), der Verkehrsclubs Deutschland, der Lokalen Agenda MA-Neckarau 21 sowie einige weitere Bürger im März 2003 einen Kreis, in dem Vorschläge für Verkehrsführungen und vor allem Berücksichtigung von Personennahverkehr, Radfahrern und Fußgängern erarbeitet wurden. Denn: "Die Akteure wollen im Stadtteil den sogenannten Umweltverbund fördern. Das heißt, das zu Fuß Gehen, das Radfahren und die Nutzung von Bussen und Bahnen wird unterstützt, ohne dass Autofahren verteufelt wird", lautet das Programm des Verkehrsforums.

Ihre Ziele verfolgen die Mitglieder auch mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen wie Info-Ständen mitten im Stadtteil in der Rheingoldstraße. Dabei informieren sie darüber, wie einfach es sein kann, mit dem Fahrrad statt mit dem Auto Einkäufe zu erledigen, oder wie man Kinder sicher im Fahrradanhänger transportiert. Auf ein breites Echo stieß die Aktion "Zu Fuß zur Schule", an der sich Grundschüler der Wilhelm-Wundt-, der Schiller- und der Almenhofschule beteiligten. Eine Säule der Arbeit bildet auch die Information der Bevölkerung über das CarSharing. Und das mit einigem Erfolg, Inzwischen sind in Neckarau sechs Fahrzeuge stationiert, ein siebtes soll demnächst dazu kommen.

Einen Schwerpunkt bildet derzeit der so genannte Kompaktbahnhof. Die Bahnsteige des Neckarauer Bahnhofs sollen - so die Idee - um rund 250 Meter weiter südlich versetzt werden, um so die Haltestellen von S-Bahn, Straßenbahn und Bus zu bündeln. Einen ersten Erfolg verzeichnete das Forum bereits: Die Deutsche Bahn AG prüft die technische Machbarkeit und die Kosten der Maßnahme. Im Frühjahr nächsten Jahres soll das Ergebnis bekannt gegeben werden.






Mannheimer Morgen,19.11.2008

Neckarau: Workshop mit Grundstückbesitzern, Aktivisten, Kommunalpolitiken und Landschaftsplanern

Stadt beteiligt Bürger bei Aufeld-Plänen

Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny


Der erste Anlauf, Voraussetzungen für eine viel versprechende ökologische Entwicklung des Aufeldes zu schaffen, ist gescheitert (wir berichteten). Jetzt nimmt die Stadt einen zweiten Anlauf, beschreitet dabei einen Weg, der sich bei der Planung am Strandbad bewährte: "Kooperatives Planungsverfahren".

Das "Kooperative" bezieht sich auf Nutzer des Aufeldes, Grundstückbesitzer, sogenannte Schlüssel-Akteure, Lokalpolitiker und Vertreter der Verwaltung. Sie alle sollen helfen, ein schlüssiges Konzept für die Erhaltung des Aufeldes als Naherholungsgebiet zu finden. Dazu trafen sich rund 70 Frauen und Männer im St. Jakobussaal zu einem Workshop. Nach vierstündigen Beratungen fasste der Landschaftsplaner Dr. Dietrich Nährig zusammen: "Das Aufeld hat ein großes Potential, es wird keine leichte Aufgabe sein, die vielen Anregungen unter einen Hut zu bringen".

Das lag wohl an dem systematischen Vorgehen der Gesellschaft "memo-consultig", die im Auftrag der Stadt die Zusammenkunft veranstaltete. Zunächst galt es herauszufinden, was die Teilnehmer am Aufeld gut finden und was sie dort stört. In einem zweiten Schritt trugen sie Anregungen zusammen, wie das Areal entwickelt werden könnte, und wem es in erster Linie nutzen sollte.

Deutlich wurde während der Stellungnahmen, dass unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft des Aufeldes herrschen. Auf der einen Seite stehen die ökologisch engagierten Bürger im Stadtteil, die das Areal am liebsten unter Naturschutz stellen und es umfassend renaturieren würden. Auf der anderen Seite plädieren vor allem die Nutzer - Grundstückbesitzer und Pächter - dafür, es weitgehend so zu belassen wie es ist, allenfalls solle die Stadt mehr darauf achten, dass im Aufeld kein wilder Müll abgeladen wird. Trotz zum Teil sehr konträrer Meinungen lief die Diskussion überaus sachlich. Die Teilnehmer waren sichtlich daran interessiert, einen Ausweg aus die verfahrene Situation im Aufeld zu finden.

Als besonders störend empfanden zahlreiche Teilnehmer Zäune, Schrott auf Grundstücken, wilde Müllablagerungen, jugendliche Gelage, Bauten, Mangel an Parkplätzen und Verschmutzungen durch Hunde. Positiv herausgestellt wurde dagegen das Klima im Aufeld, das Vorhandensein zahlreicher geschützter Tiere, die autofreien Wege, die Freiräume, die fußläufige Erreichbarkeit und die Ruhe.

Nachdem zahlreiche Vorschläge gemacht wurden, was mit dem Aufeld geschehen soll, durften die Versammelten abstimmen. Ganz oben landeten die Vorschläge "So lassen wie es ist", und "Erhaltung als Freizeitgebiet", gefolgt von einer Stärkung der Besitzer mit ihren Bauten.

Keine leichte Aufgabe für die Stadtverwaltung, die gerade das Landschaftsschutzverfahren für das Aufeld ruhen lässt, dennoch aber das das Gebiet ökologisch aufwerten will. Davon konnten sich die Stadträte Professor Dr. Jörg Schmidt und Karin Steffan von der SPD sowie Wolfgang Raufelder und Gabriele Thirion-Brenneisen überzeugen, die sich ebenfalls intensiv an dem von Joachim Fahrwald geleiteten Workshop beteiligten.






Mannheimer Morgen, 12.11.2008

Neckarau: Kooperative Planungsgruppe, in der auch Bürger mitwirken,
berät über die Erhaltung des beliebten Grünstreifens

Stadt sucht neue Wege für das Aufeld

Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny

Das Aufeld soll als Grünanlage auf jeden Fall erhalten bleiben, daran
will die Stadtverwaltung festhalten. Wie berichtet wollte die Stadt das
Areal zwischen dem Neckarauer Waldweg und dem Großkraftwerk als
Landschaftsschutzgebiet ausweisen. Nach einer Besichtigung durch einen
Fachmann lehnte das Regierungspräsidium das Vorhaben ab. Nun treffen
sich am morgigen Donnerstag Aktivisten der unterschiedlichen
Naturschutzgruppen, Nutzer, Grundstückbesitzer sowie Vertreter aus
Politik und Verwaltung zu einem "konsensorientierten Workshop" und
beraten gemeinsame Strategien und Maßnahmen für die Zukunft des
Aufeldes.

In der gestrigen Sitzung des gemeinderätlichen Ausschusses für Umwelt
und Technik einigten sich die Stadträte darauf, das
Ausweisungsverfahren des Aufeldes zum Landschaftsschutzgebiet vorläufig
auszusetzen. Dabei beugt sich die Stadt dem Beschluss des
Regierungspräsidiums, das zu dem Ergebnis gekommen war, dass "aus
fachlicher Sicht das vorgesehene Gebiet die Kriterien zur Ausweisung
als Landschaftsschutz nicht erfüllt".

Der Beauftragte des Regierungspräsidiums monierte vor allem die
"massiven Einfriedungen, die intensiv genutzten Kleingartenanlagen und
den Anteil an Kleinbauten". Sie sprächen gegen die "notwendige
Erholungsfunktion für die Allgemeinheit". Es handele sich weder um ein
"Gebiet mit ausgewogenem Naturhaushalt" noch um ein "Gebiet mit einer
ökologischen Vielfalt", die des besonderen Schutzes bedürfe. Das Gebiet
sei weiträumig für den Besucher nicht erlebbar.

Einen Wink gibt das Regierungspräsidium immerhin: Das Aufeld habe ohne
Zweifel ein Entwicklungspotential, die Verordnung für das
Landschaftsschutzgebiet erscheine jedoch als "zu schwaches
ordnungspolitisches Instrument", um die weitere Schädigung des
Naturhaushaltes zu verhindern.

Inzwischen hat sich auch Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz in das
Verfahren eingeschaltet. In einem Informationsgespräch mit den Bürgern
legte er fest, dass "eine konsensfähige, einvernehmliche Lösung zum
weiteren Schutz des Aufeldes" auf den Weg zu bringen sei. Der erste
Anlauf soll morgen im Jakobussaal genommen werden.

Die Stadt bringt in das Gespräch auch einen Vorschlag. Bis zu einer
endgültigen Entscheidung dienen die Bestimmungen des Baugesetzbuches
als Grundlage. So sollen zum Beispiel die Gartenhäuser unter bestimmten
Voraussetzungen zugelassen werden. Gerätehütten mit maximal 20
Kubikmetern umbauten Raum sollen zulässig sein, und je Grundstück will
die Stadt nur ein Gartenhaus oder eine Gerätehütte tolerieren.
Unzulässig sollen dagegen auf jeden Fall Abstellanlagen für Wohnmobil,
Wohnwagen und Bauwagen sein. All das ist freilich an verschiedene
Voraussetzungen geknüpft, über die das Gremium morgen beraten soll.





Mannheimer Morgen, 24. September 2008

Mit Verkehrsforum zu Pfalz-Bahnhöfen

Am kommenden Samstag, 27. September, steuert das Verkehrsforum Neckarau die Umweltbahnhöfe Monsheim und Grünstadt an. Dort will man sich darüber informieren, was die Erneuerung dieser Bahnhöfe den beiden Orten an Vorteilen beschert hat und ob die daran geknüpften Erwartungen erfüllt wurden. In beiden Orten gewann das Forum kompetente Ansprechpartner für Erläuterungen. An die Besichtigung der Bahnhöfe schließt sich eine kleine Wanderung nach Freinsheim und der Besuch des Freinsheimer Herbstes an, bevor es mit dem Zug wieder zurück nach Mannheim geht.

Planungen für die Rheintalbahn

Hintergrund für die Fahrt in die Pfalz ist der geplante Nord-Süd Ausbau der S-Bahn Rhein-Neckar. Zum Südast gehört auch die so genannte Rheintalbahn durch den Neckarauer Bahnhof Richtung Karlsruhe. Der Neckarauer Bahnhof soll beim Ausbau erneuert werden. Das Verkehrsforum setzt sich für eine Verschiebung der Bahnsteige ein, so dass auf Höhe der FRiedrichstraße ein Kompaktbahnhof entstünde. Damit würden sich die Wege Kompaktbahnhof zwischen den Haltestellen der S-Bahn, der Stadtbahn und des Stadtbusses stark verkürzen.

Treffpunkte für die Abfahrt sind am Samstag, 27. September, um 9.45 Uhr, Haltestelle Neckarau-West, oder um 10, Gleis 5 des Hauptbahnhofs Mannheim.
Weitere Informationen zur Arbeit des Verkehrsforums Neckarau gibt es unter www.neckarau21.de/partner.

Im Verkehrsforum Neckarau arbeiten der ADFC, die Lokale Agenda 21 Neckarau, und der VCD Neckarau mit dem Ziel zusammen, für mehr umweltfreundliche und nachhaltige Mobilität im Stadtteil zu werben. zg




Mannheimer Morgen, 19. September 2008

Klaus Eberle beim Verkehrsforum

Fachmann gibt Rat zum Parken

Der ruhende Verkehr bildete den Schwerpunkt des letzten Treffens des Verkehrsforums Neckarau mit Klaus Eberle, dem Leiter des städtischen Fachbereichs Sicherheit und Ordnung. Vor zahlreichen interessierten Bürgern erklärte der Fachmann, dass sich die Polizei um den fließenden Verkehr kümmere, der Kommunale Ordnungsdienst dagegen um den ruhenden.
Noch gäbe es zum Teil parallele Zuständigkeiten, aber "Knöllchen" für falsches Parken würden kaum noch von der Polizei verteilt. Auch 90 Prozent aller Geschwindigkeitskontrollen würden von der Stadt durchgeführt.

Nach Aussagen des Sprechers des Verkehrsforums, Markus Rebmann, stelle das Gehwegparken ein großes Problem in Neckarau dar. Immer wieder gäbe es Beschwerden darüber, dass radfahrende Kinder, Eltern mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer auf die Straße ausweichen müssen, weil Gehwege zugeparkt seinen.

Laut Eberle sind fehlende Parkmöglichkeiten ein Problem in allen Stadtteilen. Vor hundert Jahren hätte eben noch kein Stadtplaner den heutigen Bedarf erkennen können. Rechtlich sei aber eindeutig geregelt, dass nur am Straßenrand und nicht auf Geh- und Radwegen geparkt werden dürfe.

Allerdings werde vielerorts ein Parken halb auf dem Gehweg geduldet.
Eberle machte aber deutlich, dass dabei unbedingt eine Mindestgehwegbreite von 1,20 Meter eingehalten werden müsse. Das sichere Passieren von Kindern und Fußgängern sei oberste Priorität bei der Kontrolle. Auch radfahrende Kinder bis zum Alter von acht Jahren müssen auf dem Gehweg fahren, zwischen acht und zehn Jahren dürfen sie es noch.

Zur möglichst gefahrlosen Fahrbahnquerung gehöre auch die Einhaltung von fünf Metern Abstand zur Kreuzung, erklärte Eberle den Anwesenden auf Nachfrage eines Bürgers. Innerhalb dieser fünf Meter dürfe nicht geparkt werden. Neben der Mindest-Gehwegbreite müsse auch auf eine Mindestfahrbahnbreite von drei Metern für Rettungsfahrzeuge geachtet werden, beantwortete er eine andere Frage.

Grundsätzlich verboten sei auch das Parken in verkehrsberuhigten Bereichen, sofern dort keine Parkstände ausgezeichnet seien. In diesen landläufig Spielstraßen genannten Bereichen sei nur das Halten zum Be- und Entladen erlaubt.

Bei Problemen und Beschwerden sei die Marktplatzwache, Telefon 293-2933, zentrale Anlaufstelle. Bisher seien Mitarbeiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung drei Mal die Woche in Neckarau, mit der vorgesehenen Personalaufstockung demnächst vier Mal. Auch wenn nicht bei jeder Beschwerde sofort eingegriffen werde, so werde doch ein Raster erstellt, damit Problembereiche in den nächsten Arbeitsaufträgen Eingang fänden. zg





Mannheimer Morgen, 22. Februar 2008

Neckarau: Verkehrsforum holt Fachleute zu einer öffentlichen Diskussion

RNV stellt größere Bahnen für die Linie 7 in Aussicht

Beim öffentlichen Treffen des Verkehrsforums Neckarau standen Stephan Heidenreich und Günter Gutmann von der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) den Besuchern Rede und Antwort. Als Nachfolgegesellschaft der MVV Verkehr AG betreibt der RNV den Öffentlichen Personennahverkehr in Mannheim.

Die beiden Fachmänner beantworteten die Fragen rund um die Stadtbahnen und Busse im Stadtteil. Zwar erkannten die Aktiven des Verkehrsforums an, dass die Stadtbahnlinien 1 und 7 Neckarau gut an die Mannheimer City anbinden, es gab aber auch kritische Anmerkungen. Diese betrafen die Fensterwerbung auf Stadtbahnen, die Sauberkeit der Bahnen und der Haltestellen und die Anschlusspünktlichkeit. Kritisiert wurde der Einsatz von Bussen statt Bahnen am Wochenende im Frühverkehr der Linie 7 bis gegen 8 Uhr. Bis die Busse den Lindenhof erreichten seien sie teilweise voll besetzt und damit anfällig für Verspätungen. Stephan Heidenreich versprach zu prüfen, ob größere Busse eingesetzt werden können. Aus Sicht des Verkehrsforums sollte zumindest die bisher letzte Busfahrt wieder auf eine Stadtbahn umgestellt werden, da Fahrgäste mit dem Ziel Hauptbahnhof zur ICE-Knotenzeit um 8.30 Uhr oft mit viel Gepäck unterwegs seien.

Ein größeres Platzangebot in den Bahnen der Linie 7 stellt der RNV ab Dezember 2008 in Aussicht. Die Planungen sähen vor, die Linie 7 ab der Haltestelle Neckartor nach Sandhofen weiterfahren zu lassen. Bei diesem Linienast sei das Fahrgastaufkommen höher als das nach Vogelstang und gewährleiste eine gleichmäßigere Auslastung. Dann könnten längere Stadtbahnen eingesetzt werden. Damit wäre es laut Heidenreich auch wieder möglich, die Stadtbahnen abends halbstündlich zur Rheingoldhalle fahren zu lassen. Er reagierte damit auf die Kritik, dass die derzeitige stündliche Anbindung unattraktiv sei.

Anregungen zur Tarifgestaltung wie zum Beispiel die Kindermitnahme auf Einzelfahrscheinen wurden von Günter Gutmann entgegengenommen. Allerdings sieht Gutmann beim Verkehrsverbund (VRN) die Tendenz, Einzelfahrscheine nicht attraktiver zu machen, sogar die Mehrfahrtenkarten stünden zur Disposition. Der RNV setze sich aber dafür ein, dass nicht zu teuere Tarifangebote für Gelegenheitsfahrer erhalten bleiben.

Auch der Neckarauer Bahnhof wurde thematisiert. Ein Kompaktbahnhof am Ortseingang auf Höhe der Friedrichstraße, der auf frühere Planungen der MVG/MVV Verkehr zurückgeht, findet beim RNV nach wie vor Unterstützung. Die Erneuerung der Stadtbahn/Bus-Haltestelle Friedrichstraße könne vorangetrieben werden, wenn die genaue Bahnsteiglage der zukünftigen S-Bahn-Station feststünde, so die Vertreter des RNV. Das Verkehrsforum hatte im letzten Jahr im Rahmen einer Veranstaltung über die Chancen dieses ÖPNV-Knotens für den Stadtteil informiert. Nun freut man sich, dass der VRN den Kompaktbahnhof in seinem jüngsten Sachstandsbericht über den S-Bahn-Ausbau aufgenommen hat.

Zuletzt dankte Markus Rebmann den beiden Gästen vom RNV. Der Sprecher des Verkehrsforums hofft, dass man auch zukünftig in "einem produktiven Austausch" für ein besseres Nahverkehrsangebot im Stadtteil im Gespräch bleibe. zg





L e s e r b r i e f e :

Achtung Mogelpackung


Zurzeit läuft der politische Entscheidungsprozess auf eine Ausweisung des Aufelds
als Landschaftsschutzgebiet hinaus. Die von der Mannheimer Liste favorisierte
Alternative der Erstellung eines Bebauungsplanes mit kurzfristigem Erlass einer Veränderungssperre hat derzeit keine Mehrheit im Gemeinderat.
Allerdings wird den Bürgern in Neckarau und insbesondere den Grundstückseigentümern und Nutzern im Aufeld über die Konsequenzen
dieser Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet Sand in die Augen gestreut.
Das Ziel, das Aufeld zwischen Aufeldweg 1 und 5 als Freizeitzone und grüne
Lunge zu erhalten und jede Veränderung dieses Status quo künftig auszuschließen,
wird mit diesem Vorgehen nicht erreicht, sondern gefährdet.
Der Charakter des Aufelds mit Wiesen, Hecken und vielen zum Teil gefährdeten Tierarten ist schutzwürdig. Ca. 50 Menschen wohnen in diesem Gebiet. Sportanlangen, Lokale und Tierhaltung sind ebenfalls vertreten.
Zum einen hat selbst die Verwaltung Zweifel, ob das Aufeld angesichts der
Zersiedelung des Gebietes die Anforderungen für ein Landschaftsschutzgebiet
erfüllt und das Regierungspräsidium einem entsprechenden Antrag stattgeben
wird. Dies wird viel Zeit in Anspruch nehmen. In der Zwischenzeit können Bauanträge gestellt und andere Veränderungen umgesetzt werden. Dies zu verhindern geht nur durch den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan mit Veränderungssperre.
Zum anderen werden viele Aktivitäten, die jetzt dort zugelassen sind, nach der
Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet nicht mehr möglich sein. Eine Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet ist also nicht Erhaltung des Status
quo, sondern verordnet Abstriche. Dies wird wissentlich verschwiegen. Das könnte bedeuten, dass Teilerschließungen des Gebietes wie gepfl asterte Straßen und die
Kleingärten verschwinden müssten, dass Sportanlagen mit ihren Lokalen (Kleintierzüchter) nicht mehr genutzt werden dürfen und Tierhalter ihre Ponys oder
Schafe nicht mehr unterbringen können.
Wir fordern deshalb alle bisherigen Nutzer des Aufelds auf, sich gegen diese
Veränderungen zu wehren und werden unseren Teil im Gemeinderat dazu beitragen.

Rolf Dieter ML im Gemeinderat


Reaktionen:

Das Aufeld als

Landschaftsschutzgebiet

Herr Rolf Dieter von der Mannheimer Liste scheint Sommer- und/oder Winterschlaf gehalten zu haben, denn der politische Entscheidungsprozess fürs Landschaftsschutzgebiet Aufeld, an dem sich die Neckarauer Bürger übrigens sehr engagiert und aktiv beteiligt haben, läuft seit nunmehr über fünf (!) Jahren!

Etliche öffentliche Veranstaltungen fanden bereits zu diesem Thema statt, die Mehrheit der Neckarauer befürwortet eine Ausweisung zum LSG, weil ihnen das Aufeld als ortsnahes Erholungsgebiet wichtig ist.

Es ist Herrn Dieter sehr wohl bekannt, dass aufgrund des Naturschutzgesetzes des Landes Baden-Württemberg die bestehenden Nutzungen (Gartenhäuschen, Kleintierzüchter, Sportanlagen und selbstverständlich auch die Kleingärten) einen besonderen Schutz genießen – keinesfalls werden sie, wie Herr Dieter uns weismachen will, „verschwinden“ (Paragraph 6, zulässige Handlungen)!

Im übrigen hat sich Herr Rolf Dieter vor einiger Zeit in einem Gespräch mit mehreren Aktiven der Lokalen Agenda, bei dem ich selbst anwesend war, ganz explizit FÜR den Erhalt des Aufelds ausgesprochen, insofern ist der Vorwurf „Mogelpackung“ nicht wirklich nachzuvollziehen.

Was kann und muss ein Bürger von dieser Art Politik halten?

Eine Frage, die sich von selbst beantwortet...

Regina Baro,

Katharinenstraße



Antwort auf
„Achtung Mogelpackung“

Das Mitglied des Gemeinderats, Herr Stadtrat Rolf Dieter (ML), hat sich im Zusammenhang mit der vorgesehenen Ausweisung des Aufelds als Landschaftsschutzgebiet zu Wort gemeldet, mit dem Hinweis „Achtung Mogelpackung“.

In seinen Ausführungen versteigt er sich zum Schluss zu einem Aufruf, dass die Nutzer des Aufelds sich zur Wehr setzen sollten, um das Landschaftsschutzgebiet zu verhindern.

Bevor sich Herr Dieter zu solchen Äußerungen hinreißen lässt, sollte er die Verwaltungsvorlage der Stadt Mannheim zu diesem Thema genau studieren. Es ist Herrn Dieter zu Gute zu halten, dass aufgrund seiner vielen Funktionen und der Fülle von Informationen durch die Verwaltung, nicht alles so intensiv gelesen werden kann, um den vollen Umfang des tatsächlichen Sachverhalts wahrzunehmen. In diesem Fall wäre es schon in seinem eigenen Interesse besser gewesen, den Entwurf der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet Aufeld genauer zu lesen, um nicht die Nutzer des Aufelds mit falschen Behauptungen in die Irre zu führen.

Im Einzelnen werden folgende Punkte unrichtig dargestellt:

1. „Viele Aktivitäten sind nach Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet nicht mehr möglich“. Diese Aussage ist falsch! In der Verordnung findet sich ein Passus, der keine Einschränkung der bisherigen Aktivitäten vorsieht.

2. „Kleingärten und die entsprechenden Zufahrten müssten verschwinden, Sportanlagen mit ihren Lokalen können nicht mehr genutzt werden und Tierhalter können ihre Tiere nicht mehr unterbringen“. Auch diese Aussagen sind falsch! In § 5 der Verordnung “Erlaubnisvorbehalt“ ist unter Nr. 13 festgelegt, dass auf den Straßen mit Kraftfahrzeugen oder Krafträdern gefahren werden kann und Fahrzeuge, die zur Bewirtschaftung und zulässige Nutzung des Grundstücks notwendig sind, eingesetzt werden können. In § 6 der Verordnung „Zulässige Handlungen“ ist in Abs. 1 Nr. 3 die Nutzung von Kleingartenanlagen im Sinne des Bundeskleingartengesetzes und gemäß der Kleingartenverordnung der Stadt Mannheim ausdrücklich zugelassen.

Wenn Herr Dieter den Sachverhalt zur Informationsvorlage richtig gelesen hätte, wäre ihm aufgefallen, dass der Kleingartenverein Süd keine Einwendungen gegen die Ausweisung des Aufelds als Landschaftsschutzgebiet hat.

Zum Schluss stellt sich noch die Frage, welche Nutzer des Aufelds Herr Dieter vor dem Landschaftsschutzgebiet bewahren will. Bisher ist es noch sein Geheimnis.

Als Mitglied des Arbeitskreises Aufeld fände ich es gut, wenn Herr Dieter die verängstigten Nutzer nennen würde. Die Mitglieder des Arbeitskreises sind gerne bereit, diesen Personenkreis durch eine faire Information über den wahren Sachverhalt zu unterrichten.

Rolf Weber


„Denn sie wissen nicht, was sie tun..“ oder
„Wen vertritt die Mannheimer Liste?“

Wenn getroffene Aussagen auf den Kopf gestellt werden, geht nicht nur Glaubwürdigkeit verloren, sondern sorgt dies zudem für heftige Irritation.

So geschehen durch den Leserbrief des Herrn Dieter, Mitglied der Mannheimer Liste (ML).

Herr Dieter wirft der Lokalen Agenda 21 eine wissentliche Irreführung in Bezug auf das Aufeld vor. Dagegen verwahren wir uns eindeutig. Grundlage hierfür sind glasklare Fakten, die Herr Dieter entweder nicht sehen will oder kann.

Es geht um die Erklärung des Aufelds zum Landschaftsschutzgebiet.

Der Lokalen Agenda 21 liegen zwei Briefe der ML vor, in denen sie – genau wie wir und die Mehrheit der Neckarauer Bürgerinnen und Bürger – das Landschaftsschutzgebiet (LSG) Aufeld befürworten (beide Schreiben können auf Wunsch vorgelegt werden).

Und zwar eindeutig mit dem Bestandsschutz, wie er im § 6 des Naturschutzgesetzes des Landes Baden-Württemberg festgeschrieben ist.

Die Aussage von Herrn Dieter, den Status Quo durch die Unterschutzstellung zu gefährden, ist falsch. Ebenso falsch ist es, dass Kleingärten nicht mehr genutzt werden könnten oder Tierhaltung verboten sein soll. Im Verordnungsentwurf, der Herrn Dieter seit Juli 2007 vorliegt, sind derartige Verbote nicht vorgesehen.

Welches Volk vertritt Herr Dieter, was will er mit seinem Leserbrief erreichen?

Es ist weder fair gegenüber den Bewohnern und Nutzern des Aufelds, noch politisch korrekt, jetzt auf diese Art und Weise gegen den Landschaftsschutz zu agieren und mit falschen Behauptungen eine negative Stimmung schüren zu wollen.

Eines hat Herr Dieter nun auf jeden Fall erreicht: Die Neckarauerinnen und Neckarauer, denen das Aufeld am Herzen liegt, sind verunsichert. Somit hat Herr Dieter einen weiteren Stein in den Tümpel der Politikverdrossenheit geworfen.

Vielleicht fällt es auch deswegen schwer, „naturverbundene“ Absichten in seiner aktuellen Haltung nachzuvollziehen, da es noch gar nicht so lange her ist, dass er als Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald der Fällung der 150 Jahre alten Blutbuche auf dem Lindenhof zugestimmt hat und so das Bauvorhaben „Lanzgarten“ bauunternehmerfreundlich realisiert werden konnte.

Wer sich noch näher über das Thema LSG Aufeld informieren möchte, kann dies gerne bei einem unserer regelmäßig stattfindenden Treffen tun.

Nächster Termin ist der 13. Februar 2008, 20.00 Uhr im Besprechungsraum des Volkshauses Neckarau, Rheingoldstr. 47-49 (Eingang durch den Hof). Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Anita Hirsch-Sanden

Lokale Agenda 21

MA-Neckarau e.V.

Sprecherin AK Aufeld





Verkehrsforum und Vorort fordern Kompaktbahnhof

NECKARAU: Verlegung der Bahnsteige für die S-Bahn könnte Nahverkehr noch attraktiver machen

Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny

Die Idee ist bestechend: Die Bahn verlegt die Bahnsteige des Neckarauer Bahnhofs weiter in den Süden. An der neuen Stelle entsteht ein Kompaktbahnhof mit kurzen Umsteigewegen zwischen S-Bahn, Straßenbahn und Bussen. Tatsächlich hatte das Verkehrsforum Neckarau bei seiner Informationsveranstaltung im Jakobussaal keine Mühe, die zahlreichen Zuhörer für den Vorschlag zu begeistern. Doch bis zur Verwirklichung, dass wissen die engagierten Verkehrsleute, ist es noch ein langer Weg, so sie denn überhaupt gelingt. Das größte Hindernis ist einmal mehr der Geldmangel.

Doch zunächst stellte Markus Rebmann vom Verkehrsclub Deutschland, der neben dem Algemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC), der Lokalen Agenda 21 Neckarau sowie interessierten Bürgern dem Verkehrsforum Neckarau angehört, die Möglichkeiten der Bahnhofsverlegung vor. Neu sei die Idee eines Kompaktbahnhofs indes nicht. Sie tauchte bereits im Gutachten von Professor Dr. Hartmut Topp vor rund zehn Jahren auf. Durch das Zusammenlegen der Haltestellen wollte er die Umsteigewege verkürzen und damit schließlich auch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel fördern.

Nun ist die Bahn dabei, die Linie Mannheim-Schwetzingen S-Bahn tauglich einzurichten. Dazu zählt auch die Umgestaltung der Bahnhöfe entlang der Strecke. So rückt denn auch der Neckarauer Bahnhof in den Blickpunkt. Seit Jahren fristet das Gebäude ein trauriges Dasein. Es wird kaum oder gar nicht genutzt. Dennoch ist die Bahnstation unabdingbar. Besonders in den Morgenstunden und abends wird sie stark von Schülern und Pendlern frequentiert. Für den Ausbau des Haltepunktes Neckarau zur S-Bahn-Station sei bisher nur die Erhöhung der Bahnsteige und der Einbau von Aufzügen vorgesehen, berichtete Rebmann.

Bahnhof NeckarauBild: zg
Ruhe vor dem Betrieb: Der Neckarauer Bahnhof wird rege genutzt.
Deswegen wünschen die Neckarauer eine Verlegung der Bahnsteige
weiter nach Süden, womit ein Kompaktbahnhof mit kurzen Wegen  zur
Straßenbahn und zu den Bussen entstünde.

Ein weiteres Argument der Neckarauer bezieht sich auf die Gestaltung des Eingangsbereichs in den Stadtteil. Im Zuge der Errichtung des Seilwolff-Centers baut die Stadt die Rampen zur Morchfeldunterführung unter anderem behindertengerecht um. Ein neues Gesicht soll auch der Platz zwischen dem Eingang zum Seilwolff-Center und der Friedrichstraße erhalten. Und der Anfang der Friedrichstraße wird ebenfalls neu gestaltet. Wenn alles gelingt, entsteht ein attraktives Entrée, ein Knotenpunkt zwischen dem Ortskern und dem Gewerbegebiet, der auch mit der S-Bahn direkt angefahren werden sollte.

Das wissen auch die Planer bei der Stadt. Sie streckten inzwischen die Fühler in Richtung Deutsche Bahn aus. Dort wird natürlich der Wunsch geprüft, weiß Erster Bürgermeister Christian Specht. Allerdings erfuhr er, dass mit der Verlegung der Gleise auch eine aufwändige Verlegung von Signalmasten verbunden sei. Und die ist nicht billig. Die Frage ist nun, ob sie überhaupt machbar ist, und wer es bezahlt. Das Verkehrsforum will jedenfalls an die Stadtverwaltung und den Gemeinderat appellieren, alles zu unternehmen, damit der Kompaktbahnhof verwirklicht werden kann. Aus der Veranstaltung im Jakobussaal erhielt Rebmann, der auch verschiedene Möglichkeiten der Bahnsteigverlegung vorstellte, eine breite Unterstützung. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Verlegung der Bahnsteige eine "sinnvolle Investition in die Zukunft des Stadtteils" darstelle.


Mannheimer Morgen
19. Oktober 2007




Radler vor der Tankstelle sicherer

NECKARAU: Verkehrsforum und Pächter sorgen für Hinweise

Sicherer sind Radfahrer jetzt entlang der Steubenstraße unterwegs. Auf Bitte des Verkehrsforums Neckarau ließ Pächter Volker Hartinger an den beiden Ausfahrten seiner Tankstelle an der Steubenstraße Schilder anbringen, die ausfahrende Autofahrer auf die querenden Radfahrer aufmerksam machen. Damit wird an dieser Stelle die Gefährdung von Radlern reduziert. Auf Initiative von Volker Hartung wiederum brachte die Stadtverwaltung in Höhe der Ausfahrten zusätzlich Piktogramme auf dem Radweg auf, so dass auch einfahrende Autofahrer auf die Radler aufmerksam gemacht werden.

Die Aktiven des Verkehrsforums freuen sich, "dass sich in Neckarau ein weiteres Mal ein Unternehmer aktiv und unbürokratisch für die Förderung des umweltfreundlichen und gesundheitsfördernden Fortbewegungsmittels Fahrrad einsetzte". Bei einem kleinen Treffen vor Ort, bedankten sich einige Mitglieder und der Sprecher des Verkehrsforums, Markus Rebmann, persönlich beim Tankstellenpächter.

Radler vor der Tankstelle

Seit dem Sommer 2003 arbeiten im Verkehrsforum Neckarau Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), der lokalen Agenda 21 MA-Neckarau, des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) und Neckarauer Bürger zusammen an der Verbesserung der Verkehrssituation in Neckarau. Die Akteure wollen mit ihren Aktivitäten den sogenannten Umweltverbund im Stadtteil fördern. Das heißt, das zu Fuß Gehen, das Radfahren, die Nutzung von Bussen und Bahnen und der Umstieg vom eigenen Auto auf CarSharing wird unterstützt, ohne dass die restlichen Autofahrer verteufelt werden. zg

Mannheimer Morgen
17. Oktober 2007





Rudolf Höcker erhält die Radler-Ehrennadel

RHEINAU/NECKARAU: ADFC ehrt Organisator der Drais-Fahrt

Gut Ding will Weile haben: Rund ein Jahr nach dem großen Ereignis

erhielt der Neckarauer Rudolf Höcker (Verein Lokale Agenda 21) jetzt

für seinen Einsatz bei der Drais-Gedächtnisfahrt im Sommer 2006 die

erstmalig in Mannheim verliehene Ehrennadel des Allgemeinen Deutschen

Fahrradclubs (ADFC). Wie der Vorsitzende des ADFC, Dr. Gerd Hüttmann

erläuterte, war die Memoriale für Karl Drais und Carl Benz auf der

historischen Strecke zwischen Schloss und Karlsplatz einer der

besonderen Tage im Rahmen der bundesweiten Initiative "Deutschland

-Land der Ideen". Hüttmann: "Rudolf Höcker war treibende Kraft und

Zugpferd zugleich, wenn es darum ging, die gemeinsame Veranstaltung

des (ADFC) Mannheim und der Lokalen Agenda 21 in Neckarau voranzubringen.“



Nach der Übergabe der "Land der Ideen"-Urkunde des Bundespräsidenten

erhielt Höcker jetzt die Anerkennung des ADFC: "Die Ehrennadel des

Fahrradclubs, die Rudolf Höcker als Erster in Mannheim erhält, ist ein

kleines, aber aufrichtiges Zeichen unseres Dankes" so Hüttmann bei der

Verleihung auf dem Rheinauer Stadtteilfest.

 

Die Gedächtnisfahrt mit rund 2000 Teilnehmern wirke vor allem in den

Schulen weit über den Tag hinaus, wie Hüttmann feststellte. So finde

sich die Erfindung von Fahrrad und Auto häufig als Thema auf Würfeln

der "400 Mannheimer Geschichten" (wir berichteten). Die von Schülern

gestalteten Würfel zum Stadtjubiläum können im unteren Luisenpark

besichtigt werden, eine Auswahl davon hat der ADFC für seine

Karl-Drais-Sonderseite im Internet fotografiert. lang

 

Mannheimer Morgen

08. August 2007

 

Weitere Informationen

Karl Drais und die Gedächtnisfahrt 2006 im Internet: www.karl-drais.de

 


Umweltpreis 2007: Ein Jubiläum, eine Premiere und jede Menge Preise


[14.07.2007 Mannheimer Morgen, has] 
Ein Jubiläum, eine Premiere und jede Menge Preise, das erwartete die Teilnehmer und Gäste der Preisverleihung zum Mannheim Umweltpreis 2007, die am Donnerstag, 12. Juli, ab 17 Uhr in der Alten Feuerwache stattfand.

Bürgermeister Quast begrüßte alle Bewerber des diesjährigen Umweltpreises sowie zahlreiche Gäste zu der Veranstaltung, die in diesem Jahr mit einem Jubiläum aufwarten konnte: im Rahmen des diesjährigen Wettbewerbs ging die 500. Bewerbung um den Umweltpreis der Stadt Mannheim ein. „Darauf dürfen alle Bewerberinnen und Bewerber stolz sein, denn sie sind es, die mit der Vielzahl von vorbildlichen Aktivitäten dafür gesorgt haben, dass diese fantastische Größenordnung erreicht wurde“, so Bürgermeister Quast. Er freute sich, den 500. Bewerber, die Naturfreunde Mannheim e.V., mit einem Blumenstrauß überraschen zu können.

Die zweite Besonderheit bei der Preisverleihung: die Gäste erlebten die Premiere des Mannheim-Lieds, entstanden nach der Idee des Mannheimer Jubiläums-Songs, getextet von den Erzieherinnen und bei dieser Veranstaltung erstmals vorgetragen von den Kindern der Städtischen Kindertagesstätten des Bezirks Mannheim-Mitte.

Nicht zuletzt gab es für die eingereichten Projekte wieder jede Menge Preise. „Die Jury bescheinigt den Bewerbern im diesjährigen Wettbewerb eine beeindruckende Vielfalt der Ideen, großartiges Engagement und ansteckende Begeisterung“, berichtet Dorothea Baur, Projektleiterin des Umweltpreises, von der schwierigen Aufgabe des Gremiums. Insgesamt wurden 47 Preise in sieben Kategorien vergeben, darunter fünf Hauptpreise.

Erster Preis: Betreuungsangebot der Friedrichsfeldschule

Mit dem ersten Preis und einem Preisgeld in Höhe von 600 Euro zeichnete die Jury das Betreuungsangebot der Friedrichsfeldschule unter der Regie von Frau Gisela Haas aus. Im Rahmen des Projekts „Wetterbeobachtungen rund um den Apfelbaum“ wurden an konkreten Beispielen komplexe und oft auch abstrakte Sachverhalte wie beispielsweise Wasserkreislauf, Luftdruck und Atmosphäre begreifbar gemacht. Das Projekt vereint alle wichtigen Elemente der Naturpädagogik: genaues Beobachten, exaktes Aufzeichnen, komplexe Zusammenhänge aufspüren und erforschen, malen und basteln, spielen und Spiele gestalten, bis hin zum Erstellen einer Dokumentation in Form eines sehenswerten Buches und einer ansprechenden Diaschau.

Zweiter Preis: Strandgarten am Verbindungskanal

Über den zweiten Preis in Höhe von 550 Euro dürfen sich Albert Huber und die Umwelt-AG der Jungbuschschule unter der Leitung von Frau Hängelage freuen. Albert Huber und die Umwelt-AG der Jungbuschschule haben den Strandgarten am Verbindungskanal gestaltet und bepflanzt und sorgen auch für die Pflege und Weiterentwicklung. Ökologische Aspekte, Quartiersentwicklung, Identifikation mit dem selbst Geschaffenen und mit dem Stadtteil – all diese Kriterien werden in diesem Projekt erfüllt. Wer die Aktivitäten vor Ort miterleben konnte, war tief beeindruckt von der Begeisterung, mit der insbesondere die jungen Akteure hier bei der Sache waren. Sie alle dürfen stolz sein auf ihren nachhaltigen Beitrag zur Lebensqualität im Stadtteil Jungbusch.

Den dritte Preis und 500 Euro Preisgeld erhielten das Verkehrsforum Neckarau und der AK Kinder und Jugendliche des Vereins Lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau. Hinter dem schlichten Titel „Zu Fuß zur Schule“ verbirgt sich eine gewaltige Leistung des Verkehrsforums und des Agenda-Arbeitskreises. Vorbildlich vorbereitet durch Infobriefe an Lehrer und Eltern, Pressemitteilungen und eine Plakataktion startete man in den bundesweiten Aktionstag. Laufgemeinschaften wurden gebildet, das Thema wurde in den Unterricht eingebunden und ein Klassenwettbewerb wurde durchgeführt. vier Grundschulen waren einbezogen und 1200 Schüler – und nicht zu vergessen auch deren Eltern, das ist ja in diesem Fall besonders wichtig – wurden mit dieser Aktion erreicht.


Eltern-Engagement von Petrus belohnt

ALMENHOF: 11. Spiel- und Sportfest auf dem 48-er Platz ein Erfolg / 3500 Euro für Vereinszweck

[18.05.2007 Mannheimer Morgen, von dem Redaktionsmitglied Konstantin Groß] Im vergangenen Jahr, da hatte es ein böses Erwachen gegeben: Als Bänke und Spiele abgebaut, die Kassen eingesammelt waren, merkten die Organisatoren: Eine Kasse war verschwunden, was den Gesamterlös natürlich schmälerte. Umso verdienter war der große Erfolg, den die Elterninitiative in diesem Jahr verbuchen konnte: 3500 Euro beträgt der Erlös des 11. Spiel- und Sportfestes im Herzen des Almenhofs und soll der Attraktivierung des bei Jung und Alt beliebten Freizeitareals zufließen.

Dabei war ein solcher Erfolg diesmal gar nicht erwartet worden, ja nicht einmal sicher, ob das Fest an diesem Tag überhaupt stattfinden würde. "Bei Regen eine Woche später" hieß es in der Einladung vorsichtig, ist doch keine Veranstaltung so auf trockene Witterung angewiesen wie diese. Am Festtag ging denn auch der Blick besorgt gen Himmel. Die Lage war nicht eindeutig, doch das Orga-Team entschied am frühen Morgen: Wir machen's!

Und dieser Mut wurde belohnt. Am Mittag kam die Sonne heraus und hielt den Regenwolken wacker stand, bot damit das notwendige Ambiente für die vielen Aktivitäten, die auf der Wiese und dem Hartplatz stattfanden: unter anderem Kasperletheater und Flohmarkt, Ponyreiten und Ballonflug-Wettbewerb, Kinder-Olympiade und Kletterturm. Diese vom Kletterzentrum "Extrem" Ludwigshafen kostenlos zur Verfügung gestellte künstliche Steilwand war naturgemäß die Attraktion.

Als heiß begehrt erwies sich aber auch das vom Verkehrsforum veranstaltete Rikscha-Fahren rund um den 48-er Platz, das immerhin 180 Euro für die gute Sache einbrachte. Ein großes Feuerwehrauto und der Streifenwagen von Polizeihauptkommissar Roland Wehrling sind längst Stammgäste auf dem 48-er Platz. Ansonsten legten die Organisatoren diesmal bewusst einen größeren Schwerpunkt auf Kreativität statt Konsumieren, konkret: Sie ersetzten die Hüpfburg durch Angebote zum Basteln - Tanja Gabdiel etwa begeisterte die kreativen Kleinen mit ihrer Servietentechnik.

Auf dem Hartplatz stieg ein temporeiches Streetball-Turnier, an dem immerhin 50 Jugendliche teilnahmen. Die dafür notwendigen mobilen Basketball-Körbe stammten übrigens von der Polizei, die sie im Rahmen ihrer Präventionsaktivitäten gegen Jugendgewalt angeschafft hatte. Wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln verkauften sich die 3000 Lose mit immerhin 950 Gewinnen, für die Sabine Knecht-Altmann verantwortlich zeichnete.

Als die Eltern abends um halb neun abgebaut und aufgeräumt hatten und noch erschöpft, aber glücklich zusammensaßen, kamen zwei Jungs mit Gitarren vorbei. "Ihr kommt zu spät zum Spielen, das Fest ist aus", scherzten die Organisatorinnen. Doch da hatten sie die Jugendlichen unterschätzt, die ihnen ein spontanes Konzert gaben - schöne Belohnung für wochenlangen Einsatz. "Erleichtert wird uns der aber dadurch, dass unsere Kinder inzwischen so groß sind, dass sie uns helfen können", meint die Vorsitzende Annette Knapp-Wallenwein: "Vielleicht übernehmen sie ja irgendwann einmal unsere Arbeit."

Wichtig wäre es. Denn bereits in den letzten zehn Jahren haben die Mütter der Initiative 27 000 Euro in die Attraktivierung des 48-er Platzes investiert oder die Jugendarbeit Dritter gefördert. Auch der Erlös des 2007-er Festes fließt natürlich in die weitere Gestaltung des Areals: Auf der Wunschliste stehen ein Holzpferd für den kleinen Spielplatz, eine Kletterwand am Bunker und ein Beach-Volleyballfeld.

Wanderer folgen Vogelgesang

NECKARAU: Naturkundliche Führung durch das Aufeld

[30.03.2007 Mannheimer Morgen] Der Grünspecht lacht, der Zilpzalp singt seinen Namen und der Girlitz piepst mit hohen Tönen von Baumwipfeln: Soviel konnte die Gruppe von Tierfreunden hören, die sich mit Arnold Cullmann vom BUND auf die Pirsch durch das Aufeld begab. Zusammen mit der Lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau veranstaltete die Naturschutz-Organisation eine morgendliche Wanderung, bei er es galt, die Ohren zu spitzen, um die unterschiedlichen Vogelgesänge mitzubekommen. Arnold Cullmann erklärte die Arten.

Erst unlängst hat ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten festgestellt, dass das Aufeld im Vergleich zu ähnlichen Flächen in Mannheim zu den artenreichsten Gebieten gehört. Davon bekamen die Spaziergänger allerdings wenig mit. „Es ist leider noch kalt, die Vögel halten sich etwas bedeckt“, stellte Cullmann fest. Der Verkehr am Neckarauer Waldweg und die Kirchenglocken erschwerten zudem das konzentrierte Lauschen auf die Vogelstimmen. Dennoch konnten die Freizeit-Vogelkundler mehrere gefiederte Sänger wahrnehmen. Und wer gar erriet, um welchen Vogel es sich handelte, den belohnte Cullmann mit einem Päckchen Blumensamen oder einem stärkenden Schokoriegel. Klar, dass die Kinder unter den Wanderern besonders eifrig lauschten und rieten.

Nebenbei erfuhr die Gruppe die Sorgen der Lokalen Agenda und des BUND um das Aufeld. Die Organisationen setzen sich dafür ein, dass es als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen wird. Dabei zerstreuen sie Befürchtungen der Kleingärtner, die befürchten, dass sie ihre Parzellen aufgeben müssten. „Davon kann keine Rede sein“, versichert Anita Hirsch-Sanden, Leiterin des Arbeitskreises Aufeld in der Lokalen Agenda. Von solchen Sorgen schienen die Vögel unbeeindruckt, deren zunehmendes Zwitschern darauf hindeutete, dass sie langsam erwachen. jan

Spaziergänger hören Vogelgesang zu

[21.03.2007 Mannheimer Morgen] Am Sonntag, 25. März, lädt die Lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau zu einem Vogelstimmen-Spaziergang ein. Treffpunkt ist Ecke Aufeldweg III/Neckarauer Waldweg. Die Besucher des Wanderkonzerts treffen sich bereits um 9 Uhr, um in den Genuss der frühen Töne zu kommen. "Ich freue mich, wenn auch dieses Jahr wieder viele interessierte Vogelkundler zu unserem Vogelstimmen-Spaziergang kommen", wünscht sich Anita Hirsch-Sanden, Leiterin des Arbeitskreises Aufeld.

Um die eifrigen Sänger zu identifizieren, wird sich Hirsch-Sanden kompetente Verstärkung holen: Arnold Cullmann vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V.) begleitet die Tour des Hörens und Sehens. Der frühe Termin im März wurde bewusst so gewählt, da es so für "Vogelstimmen-Anfänger" einfacher ist, die einzelnen Vögel herauszuhören. Zudem sind die Vögel besser zu erkennen, da die Bäume noch nicht so belaubt sind. Wer jetzt schon in der Neckarauer Natur unterwegs ist, der wird sicherlich unter dem einen oder anderen Baum den hingebungsvollen Sängerproben lauschen können. red

Wer zu Fuß geht, wird mit einer Bahnfahrt belohnt

NECKARAU/LINDENHOF: Grundschüler machen bei Aktion der Lokalen Agenda begeistert mit

Mit solch einem großen Erfolg hatten selbst die Organisatoren nicht gerechnet. Die Aktion "zu Fuß zur Schule", die zum ersten Mal in Mannheim stattfand, hat die Grundschüler aus dem Lindenhof und aus Neckarau vollends begeistert. Engagierte Eltern und Lehrer taten alles, damit das Laufen der Grundschüler belohnt wurde. Initiiert wurde diese Aktion in der ersten Woche nach den Sommerferien vom Verkehrsforum Neckarau und dem Arbeitskreis Kinder und Jugendliche der Lokalen Agenda Mannheim Neckarau. Nun galt es die kleinen Fußgänger zu belohnen.

"Es ist 7.45 Uhr - und es ist anders als sonst um diese Uhrzeit. Kaum ein Auto, in der Funktion als Eltern-Taxi, ist vor dem Schulhof zu sehen. Einfach klasse!", so eine begeisterte Lehrerin der Almenhofschule. Ab 7.30 Uhr standen bereits Eltern an den verschiedenen Stationen auf den Schulwegen zur Almenhof-, Diesterweg-, Schiller- und Wilhelm-Wundt-Schule. Jeder Grundschüler, der sich am bundesweiten Aktionstag, dem 22. September, zu Fuß auf seinen Schulweg machte, konnte sich einen "Fußabdruck-Stempel" auf die Hand drücken lassen.

Begeistert rief man sich über die Straße hinweg den Standort der Stempelstationen zu und leitete Schulkameraden zur richtigen Stelle. In der großen Pause gab es dann für jeden Stempel einen knackigen Apfel, gestiftet vom Großmarkt Mannheim, und einen Luftballon. Auch die Gmünder Ersatzkasse (GEK) trug mit ihrer Spende von 200 Euro zum Gelingen der Veranstaltung bei.

In der gesamten Aktionswoche waren die Kinder mit Leib und Seele bei der Sache. Die Ergebnisse der Schulen waren verblüffend: Die meisten Gewinnerklassen kamen eine Woche lang jeden Tag zu Fuß zur Schule. Es war sicherlich nicht nur der attraktive Preis von sechs VRN-Tickets 24-Plus für jede Gewinnerklasse pro Grundschule.

Teamgeist, Spaß an der Sache und der Beitrag der Eltern zum gesunden Schulweg haben zusätzlich zum Erfolg der Aktion beigetragen. Gewonnen haben: in der Almenhofschule die Klasse 4d, in der Diesterwegschule die Klasse 4a, in der Wilhelm-Wundt-Schule die Klasse 4c und in der Schillerschule die Klassen 3a, 4b und 4c als gemeinsamer Sieger mit je drei Tickets pro Klasse.

Auch bei der Einschulung fand die "zu Fuß zur Schule"-Aktion regen Anklang. Auf dem Schulhof konnten sich die Eltern in Listen eintragen, um so Laufgemeinschaften zu fördern. Die Luftballons fanden reißenden Absatz bei den Erstklässlern.

"Wir würden uns freuen, wenn unsere Aktion noch lange nachwirkt und auch im weiteren Stadtgebiet Nachahmer fände", erklärten Kathrin Axt von der Lokale Agenda Mannheim-Neckarau und Markus Rebmann vom Verkehrsforum. Für die Zukunft sind in Neckarau bereits weiterere Schritte geplant, um die Kinder schon früh zur Bewegung zu motivieren. red

Am Strandbad werden die Karten neu gemischt

NECKARAU: Stadt schreibt die Gestaltung der Gastronomie neu aus / Säulenkonstruktion soll erhalten bleiben

Protest am Strandbad

Bild: Erfolgreicher Protest: Mehrere Initiativen setzten sich in Neckarau für die Erhaltung und Sanierung des Gaststtättengebäudes am Strandbad ein. Obwohl es zunächst so ausgesehen hatte, dass es dennoch abgerissen wird, verbuchen die Neckarauer nun einen Erfolg. Bild: Rittelmann

[20.09.2006 Mannheimer Morgen, von dem Redaktionsmitglied Jan Cerny] Die Mitteilung des Oberbürgermeisters Gerhard Widder an mehrere Adressaten ist knapp, aber sie hat es in sich: "Die Stadt leitet daher eine Ausschreibung bezüglich der Strandbadgaststätte in die Wege, die die bekannten Eckpunkte sowie die Erhaltung der derzeitigen Säulenkonstruktion zum Inhalt haben wird." Damit wird klar, dass die Stadt einen vorläufigen Schlussstrich unter eine sich inzwischen mehrere Jahre hinziehende Debatte um die Gestaltung der Gaststätte zieht und gleichzeitig einen gänzlich neuen Anlauf zu der Sanierung des Gebäudes und des Areals nimmt.

Nicht jeder Adressat wird sich über das Schreiben freuen. Da ist einerseits die Eichbaum Brauereien AG, die im Vertrauen auf den Zuschlag einiges an Planungen investiert hat. Wie berichtet, wollte das Unternehmen zuletzt das heruntergekommene Gebäude abreißen und an dessen Stelle in der warmen Zeit Pavillons aufstellen, diese aber vor dem Winter abtransportieren, um sie dann im Frühjahr wieder aufzustellen. Und da ist die Bürgeraktion um Günther Kirchner, die eine erfolgreiche Unterschriftensammlung - nach eigenen Angaben 1500 Signaturen - für den Erhalt und die Sanierung des Gebäudes initiierte.

Doch nicht nur Kirchner und seine Sympathisanten wandten sich vehement gegen das Vorhaben der Eichbaum. Zuvor hatten sich bereits mehrere Initiativen gebildet, die sich teils einzeln, teils gemeinsam in Sachen Strandbad engagierten. Ihnen ging es vor allem darum, das Strandbad und die Bewirtung für breite Bevölkerungsschichten zu erhalten, mithin eine gehobene Gastronomie mit aufwändigen Veranstaltungen zu verhindern.

Sie stützten sich zunächst nur auf sporadische Informationen. Als dann die Eichbaum ihre detaillierten Pläne, mit denen sie die vorausgegangene Ausschreibung für sich entscheiden konnte, vorgestellt hatte, erhob sich massiver Protest. Die Brauerei wollte das heutige Gebäude abreißen und an seiner Stelle ein neues errichten. Ein Plan, mit dem sich nach Auskunft von Wolf-Martin Kögel, Leiter des Fachbereichs Liegenschaften, Stadträte und Bezirksbeiräte angefreundet hatten.

Die Initiativen wähnten dagegen eine gehobene Gastronomie mit Großveranstaltungen und mobilisierten Protest. Nach ihrer Überzeugung würde das Vorhaben nicht in die Tradition des Strandbades passen. Die Eichbaum speckte daraufhin ab. Sie berief sich auf ein von ihr in Auftrag gegebenes Gutachten, wonach die bestehende Konstruktion nicht zu erhalten sei. Wenn also kein neues Gebäude gewünscht sei, so sollten künftig mobile Pavillons aufgestellt werden. Damit hat sich der Bezirksbeirat abgefunden. Erneut bildete sich eine Initiative, diesmal mit dem Ziel, das bestehende Gebäude zu erhalten.

Inzwischen nahm die Stadtverwaltung die Gutachten der Eichbaum genauer unter die Lupe und kam zu der Erkenntnis, dass die Schlussfolgerung, wonach das Gebäude abgerissen werden müsste, doch nicht überzeugend sei. Ob sich die Eichbaum erneut an einer Ausschreibung beteiligt, muss der Vorstand erst noch entscheiden. Pressesprecher Volker Dressler: "Wir haben zwei Gutachten abgegeben und gehen davon aus, dass ein Erhalt des alten Gebäudes unter wirtschaftlichen Gesichtpunkten nicht möglich ist." Und die Stadtverwaltung? Wolf-Martin-Kögel: "Wir warten nun ab, ob sich jemand findet, der die Säulenkonstruktion erhalten kann." Schon früher hat Bürgermeister Rolf Schmidt klar gestellt, dass sich die Stadt da nicht finanziell engagieren könne.

Kommentar: Die Lehre am Strand

[von Jan Cerny] Fast sah es so aus, als könnte das Strandbad im Jubiläumsjahr der Stadt im neuen Glanz erstrahlen. Nichts war es. Nachdem der Oberbürgermeister Widder die Notbremse gezogen hat, beginnt alles wieder von vorn: Ausschreibung, Bewertung, Diskussionen im Stadtteil und irgendwann die Sanierung des bestehenden Gebäudes. Mit Sicherheit dauert im kommenden Sommer das wenig repräsentative Provisorium an.

Das ist schade, und dennoch kann man der Entscheidung des OB eine positive Seite abgewinnen. Von den Plänen der Stadt, das Gelände, auf dem die Gaststätte steht, neu und langfristig zu verpachten, erfuhren die Neckarauer zunächst gerüchteweise, und auch später flossen die Informationen sporadisch. Die konkreten Planungen - da war schon die Eichbaum so gut wie am Zug - wurden erst während einer turbulenten Bezirksbeiratssitzung bekannt. Nun ist das "Mannheimer Lido" in der Bürgerschaft auf eine besonders symbolhafte Weise verhaftet, als dass man über ihren Kopf dessen Zukunft planen kann. Die Stadt hat ihre Lehre bekommen: Hier geht ohne die Einbeziehung der Bürger nichts.

Mädchen und Jungen auf eigene Füße stellen

NECKARAU/LINDENHOF: Verkehrsforum und Lokale Agenda 21 starten Aktion "Zu Fuß zur Schule"

[20.09.2006 Mannheimer Morgen] Das Verkehrsforum und die Lokale Agenda 21 wollen den Kindern im Mannheimer Süden das Laufen schmackhaft machen. Um dem Bewegungsmangel des Nachwuchses entgegenzuwirken, stellen beide die Aktion "Zu Fuß zur Schule" auf die Beine. Insgesamt vier Schulen aus Neckarau und dem Lindenhof beteiligen sich an der Aktion, die zum Schuljahresbeginn startet.

Der Fachbereich Gesundheit der Stadt Mannheim schlägt Alarm: "Die Zahl der übergewichtigen Schulanfänger hat sich in den letzten zehn Jahren in Deutschland verdoppelt. Etwa 14 Prozent der sechsjährigen Mädchen und Jungen sind übergewichtig, und rund zehn Prozent der Abc-Schützen haben große Schwierigkeiten, dreimal nacheinander auf einem Bein zu hüpfen. Die mangelhafte motorische Leistungsfähigkeit und die Zunahme des Übergewichtes hängen unmittelbar zusammen", heißt es dort. In Zeiten, in denen Spielen immer öfter sitzend vor den unterschiedlichen Medien stattfinde, werde ein Ausgleich des Bewegungsmangels dringend notwendig, um die Gesundheit der Kinder auf Dauer stabil zu halten. Die deutschlandweite Kampagne "Zu Fuß zur Schule", die ihre Wurzeln in der internationalen Aktion "I walk to school" hat, startet offiziell am Freitag, 22. September.

Pünktlich zum Schulanfang machen deshalb auch das Verkehrsforum Neckarau und die Lokale Agenda 21 mit Lehrern und Elternbeiräten der Almenhof-, Diesterweg-, Schiller- und Wilhelm-Wundt-Schule den Schulweg zum Thema. "Starke Kinder auf eigenen Füßen - Sicher. Gesund. Selbstbewusst." Unter diesem Motto erfahren die Jüngsten, dass Laufen Spaß macht, ihnen mehr Kontakte zu ihren Schulkameraden bringt, und sie sich so fit machen für den Straßenverkehr. Hier bitten die Veranstalter auch die Eltern um Unterstützung, indem sie ihre Sprösslinge zum Laufen motivieren und vielleicht das "Elterntaxi" in der Garage stehen lassen.

Am Tag der Einschulung, am Samstag, 23. September, können sich die Eltern der Erstklässler im Schulhof ausführlich über diese Aktion informieren und ihren Wohnort im Schulwegplan markieren, um Laufgemeinschaften zu fördern. Für die Kinder der zweiten bis vierten Klassen werden am Freitag, 22. September, auf dem Schulweg Stationen aufgestellt. Alle Schüler, die dort vorbeikommen, bekommen einen Stempel auf den Handrücken, für den sie anschließend einen kleinen Bonus im Klassenzimmer erhalten. In der darauf folgenden Woche vom 25. bis 29. September startet ein kleiner Wettbewerb an jeder Schule: Die Klasse mit der höchsten Zu-Fuß-Quote erhält je einen attraktiven Preis in Form eines 24-Plus-Tickets für einen Klassenausflug, das der VRN für alle teilnehmenden Schulen zur Verfügung stellt. Die Großmarkt Mannheim GmbH spendet mit Unterstützung ihrer Händler etwa 1000 Äpfel als gesunde Belohnung für die Schüler, die sich zu Fuß auf ihren Schulweg gemacht haben. Der Großmarkt hat sich schon seit Jahren als Einkaufsquelle für viele Anbieter auf dem Wochenmarkt im Lindenhof, am Rheingoldcenter und in Neckarau bewährt. So feiert der Neckarauer Wochenmarkt dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen.

Nur ehrenamtliches Engagement hat diese Aktion, die Kinder wieder in Bewegung bringt, möglich gemacht. Unterstützung gab es auch von der Gmünder Ersatzkasse sowie dem Staatlichen Schulamt für die Stadt Mannheim und dem städtischen Fachbereich Gesundheit. baum/zg

Verkehrsforum ausgezeichnet

[09.08.2006 Mannheimer Morgen] Freude löste beim Verkehrsforum Neckarau der erneute Gewinn eines Umweltpreises der Stadt Mannheim aus. Für die Aktion "Einkaufen mit dem Fahrrad" erhielt das Verkehrsforum aus der Hand von Bürgermeister Lothar Quast die Urkunde und das Preisgeld von 200 Euro. "Ziel ist", erklärt Markus Rebmann vom Verkehrsclub Deutschland in Neckarau, "dass noch mehr Bürger im Stadtteil gesund und umweltfreundlich mehr Wege, auch zum Einkaufen, mit dem Rad zurücklegen." Das Verkehrsforum besteht seit dem Sommer 2003. Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), der lokalen Agenda 21 MA-Neckarau und des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) engagieren sich mit interessierten Neckarauer Bürgern und Vertretern der Parteien für nachhaltige Mobilität im Stadtteil. Auch der Arbeitskreis Kinder und Jugendliche der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau wurde beim Umweltpreis mit einem Preisgeld in Höhe von 150 Euro bedacht. "Ausflüge in die Zukunft" nennt sich der preisgekrönte Ausflugsführer, der acht "nachhaltige" Ausflugsziele aus den Bereichen Arbeiten, Leben und Wirtschaften in Neckarau und Umgebung präsentiert. Der Ausflugsführer kann übrigens kostenlos im Internet unter www.neckarau21.de heruntergeladen werden.

Verkehrsforum und AK Kinder und Jugendliche tagen öffentlich und laden zur Mitarbeit alle Bürger ein. Die nächsten Treffen des Verkehrsforums: Montag, 18. September, und Montag, 20. November.

Treffen des AK Kinder und Jugendliche: am Mittwoch, 4. Oktober, und Mittwoch 22. November. Alle Treffen finden jeweils um 20 Uhr im Volkshaus Neckarau, Rheingoldstraße 47-49, statt. zg

Mannheim macht mobil!

Am 20.Juni 2006 wird an die Erfindung von Karl Drais (Laufmaschine) und Carl Benz (Tricycle) erinnert. Quasi vor unserer Haustür werden sich mehrere hundert, meist jugendliche Fahrradfahrer zusammen mit den Draisinenreitern und dem Patentmotorwagen auf den Weg zum Drais-Denkmal in Rheinau machen.

[01.06.2006 Lindenhof aktuell Nr. 5, Juni/2006] Die gemeinsame Fahrt des Korsos beginnt um 09.30 Uhr im Ehrenhof des Schlosses und wird auf ihrem Weg nach Rheinau soweit möglich den Originalstrecken von 1817 (1. Fahrt der Drais’schen Laufmaschine) und 1888 (Tricycle-Motorwagen-Fahrt von Bertha Benz) folgen. Die Rückkehr zum Schloss ist für 13 Uhr vorgesehen. Organisatoren dieses lokalen Beitrages zur Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ sind der ADFC Mannheim und die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau mit Unterstützung von Stadtmarketing Mannheim und der Deutschen Bank. Besonders hervorheben muss man dabei den immensen persönlichen Einsatz von Rudolf Höcker (Lokale Agenda), ohne dessen Engagement die Veranstaltung in dieser Größenordnung nicht möglich gewesen wäre. Viele Mannheimer Schüler bilden das „Gerippe“ des Korsos. Sogar aus Karlsruhe und Koblenz werden Schulen vertreten sein, die die Namen der Erfinder tragen. Lokale Prominenz aus Sport und Politik, angeführt vom Schirmherrn OB Gerhard Widder, hat ebenfalls ihre aktive Teilnahme angekündigt. Insgesamt werden über tausend Mitfahrer erwartet. Auf diese Art und Weise soll eindrucksvoll an die Pionierarbeiten der beiden Mannheimer Erfinder erinnert werden. Ihre Maschinen galten damals als die Wegbereiter moderner Mobilität und leiteten die Phase des mechanisierten Individualverkehrs ein. Zum ersten Mal war man nicht mehr auf die Zugkraft der Pferde angewiesen. Außerdem waren Fahrrad und Automobil in wesentlichen Teilen baugleich konstruiert und rechtfertigen auch dadurch ihren gemeinsamen Auftritt!. Im Korso werden auch zahlreiche „Hingucker“ mitfahren. Die Draisinenreiter übernehmen die Spitze und werden sie auch bis zur Zielankunft halten. Die Veranstaltung wird bei jeder Witterung durchgeführt. Im Mittelpunkt steht die Sache und die hoffentlich zahlreichen Zuschauer sind herzlich willkommen.

Wir-Gefühl

[06.02.2006 Mannheimer Morgen, von Thorsten Langenscheid] Gute Werbung, so lautet ein alter Grundsatz, fängt im eigenen Hause an. Für die Stadtwerbung heißt das: Mannheim muss in erster Linie einmal den Mannheimern Spaß machen. Etwas trockener ausgedrückt: Wir brauchen ein positives Wir-Gefühl. Wenn wir Mannheimer unsere Stadt gut finden, dann gefällt sie anderen mit Sicherheit auch. Was das Fahrrad-Duo Hüttmann/Höcker in dieser Hinsicht mit der Drais-Memoriale vor drei Jahren auf die Beine gestellt hat, ist Stadt-Marketing allererster Qualität und praktisch unbezahlbar. Wie könnten wir unsere Stadt aus dem faden Einerlei der "Toblerone"-Kommunen - die viele kleine Gipfel, aber keinen echten Höhepunkt zu bieten haben - besser herausheben als mit einem trendigen, absolut massenattraktiven Fun-Event, das auch noch pädagogischen, historischen, umwelt- und verkehrspolitischen Mehrwert zu bieten hat? Mannheim ist die Stadt der Innovationen, in Mannheim bewegt sich was, und die Mannheimer strampeln sich dafür ab - Botschaften, welche die erste Drais-Gedächtnisfahrt 2003 vor allem für die Mannheimer selbst ausstrahlte. Im Sommer 2006 schaut ganz Deutschland zu, und die Chancen, dass dabei eine ganze Menge Mannheim-Fans von außerhalb geworben werden können, stehen nicht schlecht. Anmeldungen und Anfragen prasseln bereits auf die Veranstalter ein. Dass die Memoriale im Juni ein Riesenerfolg wird, ist daher heute schon so gut wie sicher. Mitradeln ist Ehrensache!

Radler machen zur Fußball-WM mobil

Massenbewegung für Karl Drais: Mannheim "ausgewählter Ort" im Land der Ideen

[06.02.2006 Mannheimer Morgen, von Thorsten Langenscheid] Vor drei Jahren holten sie den wohl größten Sohn Mannheims, den genialen Ingenieur und Erfinder Karl Drais (1785-1851), der vor 198 Jahren mit seiner Laufmaschine die weltweite Massen-Mobilisierung einläutete und nebenbei den ältesten Trendsport des Planeten erfand, aus der Mottenkiste der Lokalgeschichte und verschafften ihm einen stadtweiten Achtungserfolg. In diesem Jahr gehen sie als Teil der größten Veranstaltungsreihe aller Zeiten unter dem Titel "Deutschland, Land der Ideen" sogar mit bundes- und weltweiter Werbewirkung während der Fußball-Weltmeisterschaft an den Start. Rudolf Höcker und Dr. Gerd Hüttmann, zwei tatkräftige Neckarauer, laden zur zweiten Drais-Memoriale am 20. Juni ein, einer Gedächtnisfahrt für den Erfinder, ohne den kein Fahrrad und kein Motorrad, aber vor allem kein Automobil möglich wäre.

Wie im Sommer 2003 will das Duo Höcker/Hüttmann, beide im Neckarauer Verein Lokale Agenda 21 engagiert, alle Fahrrad-Begeisterten - besser noch: alle Mannheim-Begeisterten - zum Mitmachen bei der Massenbewegung bringen: Schon bei der Erstauflage schlossen sich Vereine, die Gewerbetreibenden in Neckarau und auf der Rheinau, Schulen und viele Privatpersonen dem Fahrradtross auf der historischen Strecke an. Vom Mannheimer Schloss zum Stengelhof und wieder zurück ritt der Erfinder im Juni 1817, und auf seinen Spuren sollen wieder Hunderte, vielleicht sogar ein paar Tausend Räder rollen - allen voran Oberbürgermeister Gerhard Widder, der als Schirmherr der großen Drais-Sause und passionierter Radfahrer natürlich mit von der Partie sein will, wenn die Stadt sich unter dem Motto "Mannheim macht mobil" im besten Lichte präsentiert. Das Benz-Automobil und der Lanzbulldogg sind übrigens auf dem Rückweg von der Rheinau in die Stadt mit von der Partie. Höcker: "Wir nehmen alle Mannheimer Erfindungen mit!"

Und dass die Region an diesem Tag im Blickpunkt steht, dafür dürfte die Fußball-Weltmeisterschaft garantieren. Am Abend der Drais-Memoriale findet in Kaiserslautern das Gruppenspiel Paraguay gegen Trinidad und Tobago statt, eine Mannheimer Massenbewegung als Rahmenprogramm passt natürlich hervorragend zu dem Sport-Großereignis auf dem Betzenberg.

Die Drais-Tour als Verbeugung der Mannheimer vor dem Erfinder Drais, aber auch als verkehrs- und umweltpolitische Demonstration gefiel der prominent besetzten Jury des Wettbewerbs "Land der Ideen", die Teil der Standort-Initiative der Bundesregierung und der deutschen Industrie ist, so gut, dass sie die Memoriale als "ausgewählten Ort" neben einer bereits im März stattfindenden Tagung des Instituts für Deutsche Sprache in die Reihe "365 Orte im Land der Ideen" aufnahm. Schirmherr ist Bundespräsident Horst Köhler, im Kuratorium des Wettbewerbs sitzt unter anderen der stellvertretende BASF-Vorstandsvorsitzende Eggert Voscherau. Beworben hatten sich fast 1300 Initiativen und Institutionen aus ganz Deutschland, 365 sind auf den Internet-Seiten und in einem neuen Deutschland-Reiseführer aufgelistet.

Die technikhistorische Würdigung des Karl Drais liefert übrigens der als Fahrrad-Professor bekannte Dr. Hans-Erhard Lessing in seiner 2003 erschienenen Biografie des Freiherren, der als überzeugter Demokrat 1849 seinen Adelstitel abgelegt hatte und deswegen von Politikern und Beamten der preußischen Restauration später als psychisch krank diffamiert und sogar enteignet wurde. Seiner Erfindung tat dies keinen Abbruch - im Gegenteil: Das Fahrrad trat seinen Siegeszug rund um die Welt an und ist seit gut 100 Jahren in seiner heutigen Form (Luftreifen, Rohr-Rahmen, Gangschaltung) millionenfach verbreitet.

weitere informationen:
www.land-der-ideen.de; "Land der Ideen - Der Reiseführer", 392 Seiten, DuMont-Reiseverlag, Ostfildern, 9,95 Euro; "Automobilität - Karl Drais und die unglaublichen Anfänge", 562 Seiten, Maxime-Verlag, Leipzig, 32 Euro; Anmeldungen zur Drais-Memoriale am 20. Juni unter Telefon 0621/82 42 75.

 
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