LOKALE AGENDA 21 MA-Neckarau e.V.
Download
Links
Impressum
Webmaster
 

Pressemitteilungen

Index

26.03.2010Gegen den Fluglärm und für Sicherheit und Umweltschutz
21.03.2010Neubürgertour Neckarau & Innenstadt
23.02.2009 Zukunft gestalten - Einladung Lokale Agenda 21
09.10.2008 Landschaftsschutzgebiet Aufeld zu Grabe getragen?
05.06.2008 Bau einer Reithalle gefährdet das Aufeld
16.01.2008 Lokale Agenda 21 mit neuem Vorstand
03.11.2007 Fragen und Antworten zum Stromanbieterwechsel
15.10.2007 Bahnhofsverlegung findet Unterstützung
23.07.2007 Umweltpreis für Lokale Agenda 21 und Verkehrsforum
13.05.2007   Kleine Verkehrsdetektive unterwegs
02.05.2007   OB-Kandidaten im Volkshaus Neckarau
01.03.2007   Einladung zum Vogelkonzert
24.11.2006   Skulpturen für den Friedhof Neckarau
13.11.2006   Wo drückt der Schuh im Stadtteil: Verkehrsforum Neckarau will Fußwege frei machen
29.09.2006   Autos gemeinsam fahren senkt Kosten
14.09.2006   Zu Fuß zur Schule – Kinder auf eigene Füße stellen
03.06.2006   Ehrlichkeit geht am Strandbad baden
13.05.2006   2. Sponsorenlauf für „Tres Soles“
26.04.2006   MetropolSolar Rhein-Neckar
07.04.2006   Frühlingskonzert für Vogelkundler
14.03.2006   Mit Kindern im Fahrradanhänger an die frische Luft
03.03.2006   Neckarauer Autofahrer steigen um
11.02.2006   Lokale Agenda 21 Neckarau lädt zum Bürgerengagement
11.02.2006   Stadträte der Mannheimer Liste enttäuschen Aufeldfreunde
01.02.2006   Faustlos im städtischen Kinderhaus Sentapark

Gegen Lärmbelästigung für Sicherheit und Umweltschutz

Die Stadt Mannheim ist 1998 der Charta der Europäischen Städte und Gemeinden auf dem Weg zur Zukunftsbeständigkeit (Charta von Aalborg) beigetreten und hat sich damit verpflichtet, für ihren Verantwortungsbereich, die in der Charta genannten Ziele zu verwirklichen. Die Leitmotive sind, die Lebensqualität zu verbessern und den Umweltschutz nachhaltig zu fördern. Diese Ziele können u.a. nur dadurch erreicht werden, wenn auf liebgewordene Bequemlichkeiten verzichtet wird. Aufgrund der Verpflichtungen aus der Charta hat sich die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau im Jahre 2000 gegründet, um die Stadt Mannheim bei der Verwirklichung der Vorgaben zu unterstützen.

So halten wir es z.B. für erforderlich, die Frage aufzuwerfen, ob ein zentrumsnaher Flugplatz noch mit den Zielen der Charta im Einklang steht. Es sollen hier drei Punkte angesprochen werden, die im krassen Gegensatz zu den von der Stadt Mannheim eingegangenen Verpflichtungen zu sehen sind.

 

1. Sicherheit:              Seit 2006 haben sich jährlich Flugunfälle ereignet, z. B. Notlandungen 2006 und 2007 sowie eine Bruchlandung 2008. 2009 kam es im Frühjahr zum Absturz eines Hubschraubers der Flugschule auf freiem Feld und im November verpasste ein Kleinflugzeug die Landebahn und raste in den Schutzwall.

                                   Durch die in geringer Höhe absolvierten Platzrunden der Flugschulen, sowie die inzwischen auch von den Verkehrsflugzeugen in letzter Zeit ausgeübte Praxis in geringer Höhe über Wohngebiete den Flugplatz anzufliegen, ist es nur eine Frage der Zeit, wann es in den Wohngebieten zu einer „Notlandung“ kommt.

 

2. Lärmbelastung:      Das Überfliegen der Wohngebiete in geringer Höhe und den dadurch verursachten Fluglärm, belasten die Menschen in hohem Maße. In Deutschland leiden etwa 13 Mio. Menschen unter Lärmbelastungen. Im Gegensatz zum Straßen- und Eisenbahnlärm gibt es keine baulichen Möglichkeiten den Fluglärm beim Überfliegen der Wohngebiete einzudämmen.

 

                                   Die großangelegte Studie des Bremer Mediziners und Epidemiologen Eberhard Greiser, die im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt wurde, belegt einen starken Anstieg von gefährlichen Herz- Kreislauferkrankungen und Schlaganfällen durch den Fluglärm. Dabei reichen bereits 60 Dezibel aus, um diese Krankheiten hervorzurufen. 60 Dezibel sind etwa vergleichbar mit lebhaften Gesprächen in einer Kneipe. Maßgebend ist bei diesem niedrigen Lärmniveau, wenn es dauerhaft stresst. (s. Spiegel Online vom 12.12.2009). Diese Voraussetzung ist durch die ständigen Platzrunden der Flugschulen gegeben.

 

3. Umwelt:                  Die Umwelt wird durch den Ausstoß von CO2 durch die Flugzeuge nicht unerheblich belastet. In der heutigen Zeit, in der die Reduktion von Kohlendioxid zwingend erforderlich ist, um das Klima zu schützen, sollte diese Umweltbelastung nicht weiter unterstützt werden.

Eine Studie der Deutschen Umwelthilfe kommt zu dem Ergebnis, dass durch jede Tonne Kohlendioxid, die nicht in die Atmosphäre gelangt, Schäden durch den Klimawandel in Höhe von 70€ vermieden werden.

 

Wir denken, dass die angeführten Gründe ausreichend sein dürften, den Flugverkehr der Flugschulen sofort und in absehbarer Zeit den Flugbetrieb komplett einzustellen. Mit Blick auf die zu erwartenden EU-Richtlinien, wäre die endgültige Einstellung des Flugbetriebs 2013 der richtige Zeitpunkt.

 

 Rolf Weber




Neubürgertour Neckarau & Innenstadt

Am Sonntag, dem 21. März um 14.30  Uhr startet das Verkehrsforum Neckarau auf dem Marktplatz seine erste Fahrradtour für Neubürger in Neckarau. Auf einer ca. 20 km langen Rundfahrt mit vielen Stopps werden die Teilnehmenden auf eigenen Rädern wichtige Einrichtungen im Stadtteil anfahren. Bei einem Abstecher in die Innenstadt werden Wege abseits der Hauptverkehrsstraßen vorgestellt. Je nach Wissensdurst der Mitfahrenden endet die Tour nach 2 – 3 Stunden mit einer Schlusseinkehr.

Das Verkehrsforum Neckarau, eine Arbeitsgemeinschaft des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club ( ADFC), der Lokale Agenda 21 Neckarau und des Verkehrsclub Deutschland (VCD) sowie andere engagierte Bürger will mit diesem Angebot vor allem Bürgerinnen und Bürgern, die noch nicht lange in Neckarau wohnen, das Radfahren als Alternative zur Autofahrt im Ort nahebringen. Die öffentlichen Treffen des Verkehrsforums finden in der Regel am dritten Montag an ungeraden Monaten um 20 Uhr im Sitzungszimmer der Volkshauses Neckarau (Eingang im Hof) statt.

Die Tour findet bei jedem Wetter statt. Ein Teilnehmerbeitrag wird nicht erhoben,  eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen nur bei den Tourenleitern Markus Rebmann (8547540) und Dr. Gerd Hüttmann (81099318). 

Neubürgertour Neckarau
Treff: Sonntag, 21. März, 14.30 Uhr
Marktplatz Neckarau




Zukunft gestalten – Einladung Lokale Agenda 21

Mannheim, im März 2009 – die Hauptversammlung der Lokalen Agenda 21 am 18.03.2009 steht diesmal unter dem energiegeladenen Thema „Strom“. Als Tagesordnungspunkt 2 erwartet die Mitglieder ein Vortrag darüber, wie jeder in seinem Haushalt aktiv Strom sparen kann.

Block 9 – ja oder nein? Atomstrom oder Regenerative Energien? Die Kernfrage lebhafter Diskussionen um die geeignete Energieversorgung basiert auf der Tatsache, dass unser Energieverbrauch ständig steigt. Der beste Strom ist eindeutig der, der erst gar nicht erzeugt wird. „Und was kann ich dazu beitragen, um den Energieverbrauch zu senken?“. Meist ist es einfacher als man denkt – und effektiver, als man ahnt. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Lokalen Agenda 21 zeigt Oliver Decken vom Umweltforum: „Strom sparen lohnt sich doppelt – für Klima und Geldbeutel.“ Wie Sie heimlichen Stromfressern auf die Spur kommen, welche Elektrogeräte den geringsten Strom verbrauchen oder wie Sie clever und mit wenig Aufwand viel Energie sparen können – all das bringt Oliver Decken auf den Punkt.

Was erwartet den Besucher noch? Die einzelnen Arbeitskreise berichten von ihren Aktivitäten. So erfahren Interessierte auch Genaueres über den aktuellen Stand zum Thema Aufeld. „Zukunft gestalten – heute bewegen.“ In diesem Sinne lädt die Lokale Agenda alle Mitglieder zur diesjährigen Jahreshauptversammlung ein. „Was können wir dazu beitragen, dass wir unsere Umwelt, speziell in unserem Lebensumfeld Neckarau, nachhaltig erhalten oder gar verbessern?“. Vorschläge, Initiativen und persönliches Engagement sind willkommen. Nicht nur, dass der direkte Einsatz eines Jeden wichtig ist, es macht auch Spaß, im Team engagierter Menschen zu arbeiten und Schritt für Schritt Sinnvolles für sich selbst und nachfolgende Generationen zu tun. Deshalb: 

Die Lokale Agenda 21 freut sich über zahlreiches Erscheinen aller interessierten Bürgerinnen und Bürger 

am

18.03.2009, um 19.30 Uhr im 

Konferenzraum im Volkshaus, 

Rheingoldstraße 47-49.





Landschaftsschutzgebiet Aufeld zu Grabe getragen?

Ende September bot sich den Spaziergängern im Neckarauer Aufeld
ein seltsames Schauspiel. Eine grosse Grube wurde ausgehoben.

vorher:


nachher:

Eine Nachfrage ergab, dass es sich jedoch, entgegen der Befürchtungen, nicht
um das zukünftige Grab des Aufelds als Landschaftsschutzgebiet handle. Die
Baugenehmigung für eine private Pferdereithalle ist erteilt worden. Und prompt rollten die Baumaschinen.

Andere, unter Naturschutz und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten klopfen bereits seit langem bei den zuständigen Behörden in Stadt und Land an, um einen dauerhaften Aufenthaltsraum bewilligt zu bekommen. Doch ihnen fehlt der richtige Fürsprecher - trotz 7.300 Unterschriften für Ihr Gebiet. Ihr Begehren wurde dieser Tage wieder einmal abgewiesen. Begründung hierfür waren, siehe da, die bereits bestehenden Bauten im Aufeld.

Also: keine grosse Bestattung; der Naturschutz wird klammheimlich begraben. Aufeld - quo vadis? Wird dich das gleiche Schicksal wie das einstige Naturdenkmal Blutbuche ereilen? Ein Sargnagel wurde dieser Tage eingeschlagen.

Beileidsbekundungen bitte an die Lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau e.V., Arbeitskreis Aufeld, Anita Hirsch-Sanden unter info@neckarau21.de.
Ansprechpartner, Termine und weitere Informationen für Interessierte hier auf unserer Webseite.

Nächster Sitzungstermin des AK Aufeld am
Mittwoch, 12.11.08, um 20 Uhr im
Konferenzraum des Volkshauses
Rheingoldstr. 47-49





Bau einer Reithalle gefährdet das Aufeld

 

Am 10. Juni entscheidet der Ausschuss für Umwelt und Technik über den erneuten Bauantrag für eine Reithalle im Aufeld.

 

Mannheim-Neckarau, 05.06.08 Das Neckarauer Aufeld liegt zwischen der Wohnbebauung Alt-Neckaraus, dem südlichen Niederfeld und dem Rheindamm. Viele Neckarauer haben dort Gärten, auch eine Kleingartenanlage gibt es. Die Aufeldwege, die das Gebiet mit seinen Gärten, Pferdekoppeln und Obstwiesen durchziehen, werden rege von Spaziergängern genutzt. Zahlreiche Untersuchungen belegen den Wert des Aufelds für die Natur und für die Erholung suchenden Menschen. Kein Wunder, dass sich die Neckarauer wehrten, als durch das Gebiet eine Umgehungsstraße gebaut werden sollte. Organisiert vom Verein Lokale Agenda 21 Neckarau verlangten im Jahr 2000 mehr als 7.500 Menschen mit ihren Unterschriften, dass das Aufeld geschützt werden soll. Damit lagen sie auf der Linie des Umweltamtes der Stadt Mannheim, die eine Ausweisung zum Landschaftsschutzgebiet schon Anfang der neunziger Jahre empfohlen hatte, nachdem zahlreiche Gutachten die Schutzwürdigkeit immer wieder bestätigen. Dem Auftrag des Gemeinderates, die Ausweisung vorzunehmen, kommt die Stadtverwaltung leider nur sehr schleppend nach. Im Vergleich zu anderen Ausweisungsverfahren gleicht die Ausweisung des Aufelds einer unendlichen Geschichte und man wird den Verdacht nicht los, dass hier engagierte Bürger ausgebremst werden sollen.

 

Als wenn das nicht ausreichen würde, taucht nun zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre ein Hindernis auf. Der Stadtverwaltung liegt erneut ein Bauantrag für den Bau einer so genannten Bewegungshalle im Aufeld vor. Die Halle soll dem Training von Pferden dienen, welche die Kutschen eines örtlichen Bauunternehmers und Kutschenliebhabers ziehen sollen.

 

Die Lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau spricht sich gegen die Erteilung einer Baugenehmigung aus. Anita Hirsch-Sanden, Vorstand und Sprecherin des Arbeitskreises zum Erhalt des Aufelds, begründet das folgendermaßen: „Die Bebauung widerspricht nicht nur dem Baugesetzbuch, sondern auch dem vorhandenen Flächennutzungsplan. Der Bau dieser Halle“ ist sie sich sicher, „würde der schon vorhandenen Splitterbebauung Vorschub leisten und die vom Gemeinderat beschlossene Schutzgebietsausweisung schleichend unterlaufen. Dass jede weitere Bebauung der Schutzgebietsausweisung entgegensteht, bestätigte auch schon das Regierungspräsidium. Außerdem dient die Bewegungshalle nicht der landwirtschaftlichen Nutzung sondern einem Hobby“, somit läge ihrer Meinung nach auch keine vom Baugesetz vorgesehene Privilegierung vor.

 

Daneben stellt die Lokale Agenda fest, dass der Antragsteller schon seit Jahren Pferde zum Ziehen von Kutschen hält und diese bisher wohl an anderer Stelle bewegt. Die geplante Halle scheint also nicht unbedingt notwendig zu sein, zudem nur wenige hundert Meter entfernt der Reiterverein Hallen zum Bewegen von Pferden hat. Aus den genannten Gründen, übrigens dieselben wie beim ersten Bauantrag 2005, fordert der Verein den Gemeinderat auf, den Bauantrag des Antragstellers abzulehnen und die Verwaltung zu beauftragen, das Aufeld endlich als Landschaftsschutzgebiet auszuweisen, damit der Entscheid über derartige Bauanträge in Zukunft keine Ermessensfrage mehr ist.





Lokale Agenda 21 mit neuem Vorstand

Bericht von der Jahreshauptversammlung mit dem Ergebnis der Vorstandswahlen

Mannheim, im Januar 2008 – Auf der Jahreshauptversammlung am 16. Januar 2008 wählten die Mitglieder der Lokalen Agenda 21 Mannheim Neckarau e. V. einen neuen Vorstand. Ein Resümee der einzelnen Arbeitskreise zeigte, dass sich der Einsatz im letzten Jahr gelohnt hat und in Neckarau einiges in Bewegung gesetzt werden konnte. Hierzu trug das Engagement der Bürger und der Mitglieder der Lokalen Agenda wesentlich bei. Die intensive Zusammenarbeit mit Stadt und Vereinen unterstützte den Fortschritt der Projekte.

Im Rückblick auf das Jahr 2007 kann das Verkehrsforum zusammen mit dem Arbeitskreis (AK) Kinder auf den zweiten Umweltpreis der Stadt Mannheim für das Projekt „Zu Fuß zur Schule“ zurückschauen. Der AK Aufeld lud im März zum Vogelstimmenspaziergang ein, der wie immer gut besucht war. Nachdem die Würdigung für das geplante Landschaftsschutzgebiet vorlag und die Stadt Mannheim einen Verordnungsentwurf erstellt hatte, war der Arbeitskreis aufgefordert, seine Stellungnahme abzugeben, was er auch gerne tat. Das Thema Biotopvernetzung ist nach wie vor ein Agendaprojekt. Dazu ist man noch mit den Friedhöfen Rheinau und Neckarau und mit den Kleingärtnern im Gespräch. Der AK Eine Welt zeigte sowohl soziales als auch ökologisches Engagement. So kann das Kinderhaus Tres Soles in Bolivien auch in diesem Jahr mit Unterstützung rechnen. Die Filmvorführung „Eine unbequeme Wahrheit“ war hervorragend besucht und gab Anlass zu anschließendem Meinungsaustausch.
„Woher kommt die Kohle im GKM?“ – auch dieser Frage ging der Arbeitskreis nach. Der AK Kinder führt das forstpädagogische Programm, das im letzten Jahr gut angenommen wurde, dieses Jahr weiter.

Bei der Wahl zum Vorstand gab es einige Veränderungen. Kathrin Axt, die bisherige Schatzmeisterin, wurde neue Vorsitzende des Vereins. Dieter Netter, der früher schon einmal dem Vorstand angehört hatte, wurde zu Ihrem Stellvertreter gewählt. An dieser Stelle geht der herzliche Dank aller Mitglieder an Bernd Landmann und Rudolf Höcker, die mit unermüdlichem Engagement die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau sechs Jahre lang angeführt haben.
Axt und Netter sind sich einig: „Unser Ziel ist es, die Projekte, die für die Bürgerinnen und Bürger in Neckarau wichtig sind, mit Leidenschaft und Sachverstand auch in Zukunft voranzubringen. Hierzu zählen auch mehr Informationsveranstaltungen und die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts für Neckarau.“ Um den zahlreichen Herausforderungen des Stadtteils gerecht zu werden, gehört auch die Werbung neuer Mitglieder zu den Zielen der Lokalen Agende. Ideen, Engagement und Sachverstand können so dazu beitragen, dass Neckarau ein lebenswerter Stadtteil bleibt.

Für den weiteren Vorstand wurde wie folgt gewählt:
Schatzmeisterin: Anita Hirsch-Sanden
Schriftführerin: Regina Baro
Beisitzer: Helmut Arnold, Daniel Bannasch, Hans-Joachim Fenzke, Markus Rebmann, Reinhold Schuster, Gabriele Thirion-Brenneisen
Kassenprüfer: Sybille Walden, Bernd Landmann
Neuer Vorstand 2008 der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau
Im Bild von links nach rechts:
Markus Rebmann, Regina Baro, Helmut Arnold, Kathrin Axt, Reinhold Schuster, Dieter Netter, Daniel Bannasch, Anita Hirsch-Sanden, Gabriele Thirion-Brenneisen, Hans-Joachim Fenzke




Fragen und Antworten zum Stromanbieterwechsel

Auch der Strom der MVV Energie AG wird zum 1. Januar 2008 teurer. Damit folgt der hiesige Anbieter wenige Wochen später der Linie, die derzeit die anderen großen Energieversorger beschreiten. Weniger beschäftigt die Lokale Agenda 21 Neckarau die bevorstehende Preiserhöhung als vielmehr die Sorge darüber, dass die MVV mit dem geplanten Ausbau des Großkraftwerks umwelt- und klimapolitisch den falschen Weg einschlägt. „Mit einem neuen Kohleblock wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien in der Region erschwert, wenn nicht gar verhindert“, meint Bernd Landmann, Vorstand der Lokalen Agenda 21. Am Stromwechsel interessierte Bürger sind eingeladen, sich am Samstag, den 3. November am Stand der Lokalen Agenda 21 Neckarau zu informieren und beraten lassen. Vor dem REWE-Markt gegenüber der Jakobuskirche in der Rheingoldstraße stehen die Aktiven der Lokalen Agenda von 10 Uhr bis 13 Uhr für Fragen und Tipps zur Verfügung.

Bürger, die nicht selbst vorbeischauen können, finden weitere Informationen zum Umstieg auf Ökostrom im Internet auf den Seiten der Lokalen Agenda www.neckarau21.de mit Link zu www.atomausstieg-selber-machen.de und www.verivox.de

Die Agenda 21 steht für eine nachhaltige Entwicklung und ist ein weltweites Handlungsprogramm, das 1992 in Rio de Janeiro von rund 180 Staaten unterzeichnet wurde. Hierbei steht die Verträglichkeit im Hinblick auf die wirtschaftliche, ökologische und soziale Entwicklung im Vordergrund. Leitlinie des Vertrags ist es, „nicht das Kapital aufzubrauchen, sondern von den Zinsen zu leben“, und so Verantwortung für die nachfolgenden Generationen zu übernehmen. Der Verein Lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau wurde im Jahr 2000 gegründet und setzt sich seitdem dafür ein, dass möglichst viele BürgerInnen an einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort mitarbeiten, vom einzelnen Projekt bis zum Handlungsprogramm für den Stadtteil Neckarau.


Bahnhofsverlegung findet Unterstützung
Viele waren ins Gemeindezentrum St. Jakobus gekommen, wo am Donnerstag, dem 11. Oktober zu den Planungen für den Neckarauer Bahnhof informiert wurde.
Unter den zahlreichen Gästen waren auch Mitglieder des Bezirksbeirates, des Gemeinderates und Günter Stegmüller von der Gemeinschaft der Selbständigen (GdS). Markus Rebmann vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) referierte für das Verkehrsforum Neckarau über die Chancen und Risiken einer Verlegung des geplanten S-Bahnhofs nach Süden.

Die Idee eines Kompaktbahnhofes für Neckarau ist nicht neu, betonte Rebmann:
„schon im Verkehrsgutachten von Prof. Dr. Topp in den Neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde das Zusammenlegen der Haltestellen von Eisenbahn, Straßenbahn und Bus empfohlen, um durch kurze Umsteigewege und abgestimmte Fahrpläne die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zu fördern.“

Für den Ausbau des Haltepunktes Neckarau zur S-Bahn-Station ist bisher indes nur die Erhöhung der Bahnsteige und der Einbau von Aufzügen vorgesehen. An den zum Teil mehreren Hundert Metern Abstand zwischen den verschiedenen Haltestellen am Bahnhof und der Friedrichstraße würde sich nichts ändern.

Das Verkehrsforum Neckarau wirbt intensiv für die Verlegung der Bahnsteige nach Süden und einen barrierefreien Anschluss an die Morchfeldunterführung.
Die Vorteile liegen auf der Hand: die künftig barrierefreie Unterführung ist ein wichtiges Scharnier zwischen dem Neckarauer Ortskern und dem Gewerbegebiet, bindet das neue Seilwolff-Center optimal an den S-Bahn-Haltepunkt an und ermöglicht kurze Wege beim Umstieg auf Stadtbahn sowie Regional- und Stadtbus. Die vorhandene Unterführung würde dann am Nordende der Bahnsteige anschließen und Fahrgästen auch aus diesem Bereich kurze Wege zum Gleis bieten.

Ein Kompaktbahnhof würde nicht nur Neckarau und das Gewerbegebiet erschließen, sondern auch wichtige Mannheimer Freizeitziele besser bedienen.
Durch einen optimierten Umstieg von S-Bahn auf die Buslinie 50 kämen Fahrgäste etwa aus Schwetzingen oder Hockenheim bequem zur SAP-Arena und zum Maimarkt.

Gleich nachdem Markus Rebmann seinen Vortrage beendet hatte, meldete sich Günter Stegmüller für die GdS zu Wort. Verbunden mit einer Aufwertung des Ortseinganges und des Seilwolff-Geländes könne er sich vorstellen, dass es mit dem Kompaktbahnhof für Pendler interessant werde, in Neckarau aus- oder umzusteigen. Der eine oder andere würde dann die Gelegenheit zum Einkaufen nutzen, meinte er.

Der Umbau zum Kompaktbahnhof erfordert natürlich höhere Investitionen als eine reine Bahnsteigerhöhung. Rebmann stellte verschiedene Möglichkeiten der Bahnsteigverlegung vor, die rege diskutiert wurden. Alle Redner waren sich dabei einig: die Optionen eines Kompaktbahnhofes und deren Kosten müssen vor Planungsbeginn geprüft und im Gemeinderat entschieden werden. Die Neckarauer jedenfalls, so das Resümee der Veranstaltung, sind begeistert von der Idee eines Kompaktbahnhofs. Sie sehen die Verlegung der Bahnsteige nach Süden als sinnvolle Investition in die Zukunft des Stadtteils.

Das Verkehrsforum Neckarau ist eine Arbeitsgemeinschaft von ADFC, Lokaler Agenda 21 MA-Neckarau, VCD sowie weiteren interessierten Bürgern. Das Forum diskutiert über Verkehrsfragen im Stadtteil und wirbt mit Aktionen für nachhaltige Mobilität. Das nächste Treffen findet am Montag, dem 19.
November um 20 Uhr im Volkshaus, Rheingoldstraße 47-49, statt.

Bei den PDF-Dateien im Downloadbereich zum Verkehrsforum wird die Bedeutung der Zusammenlegung der Haltestellen der verschiedenden Verkehrsträger Bus, Stadtbahn und S-Bahn zu einem Kompaktbahnhof zusammen mit ergänzenden Informationen zum Bahnhof Neckarau dargestellt.



Das Laufen hat sich gelohnt

Umweltpreis für Lokale Agenda 21 und Verkehrsforum

 

Auch dieses Jahr ist die Freude groß bei der Lokalen Agenda 21 Mannheim Neckarau und dem Verkehrsforum Neckarau. Zum wiederholten Mal ist es beiden gelungen, durch Idee und Engagement den Umweltpreis der Stadt Mannheim zu gewinnen. Am 12. Juli ab 17 Uhr fand die Preisverleihung in der Alten Feuerwache statt. Besonders erfreulich: Im Rahmen dieses Wettbewerbs ging die 500. Bewerbung um den Umweltpreis ein. Ein klares Zeugnis für die Vielzahl vorbildlicher Aktivitäten der Mannheimer Bürger.

 

Den dritten Preis und 500 Euro Preisgeld konnten die Vertreter beider Vereine aus den Händen von Bürgermeister Lothar Quast entgegennehmen. Mit ihrem Projekt „Zu Fuß zur Schule“ schafften sie es – zusammen mit Eltern und Lehrern -  1 200 Grundschulkinder in Neckarau und im Lindenhof zum Laufen zu bringen. Hinter dieser Aktion verbirgt sich eine gewaltige Leistung des Verkehrsforums und des Agenda-Arbeitskreises. Vorbildlich vorbereitet durch Infobriefe an Lehrer und Eltern, Pressemitteilungen und Plakataktionen starteten sie in den bundesweiten Aktionstag. Laufgemeinschaften wurden gebildet, das Thema wurde in den Unterricht eingebunden und ein Klassenwettbewerb durchgeführt. Erfreulich auch, dass die Schülervertreter aus den Siegerklassen der jeweiligen Schulen mit zur Preisverleihung in der Feuerwache kamen und mithalfen, die Idee von „Zu Fuß zur Schule“ weiterzutragen.

 

Das Preisgeld von 500 Euro übersteigt die Auslagen der beiden Vereine. Das gibt der Agenda 21 und dem Verkehrsforum wieder Luft für weitere Aktivitäten im Sinne von Umwelt und Nachhaltigkeit. Sicherlich wird da auch wieder eine Aktion für Kinder und Jugendliche mit dabei sein. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten und an die Mannheimer Bürger, die mit konstruktiven Ideen und ihrem Engagement zur Umsetzung des Umweltgedankens beitragen.


Kleine Verkehrsdetektive unterwegs

Am Dienstag, 12. Juni heißt es in Mannheim-Neckarau „Achtung – die Verkehrsdetektive sind unterwegs!“ Mit Stoppuhr, Maßband und Fragebogen ausgerüstet untersuchen Kinder zwischen acht und zwölf Jahren wie sicher und tauglich Geh- und Radwege, Ampeln und Fußgängerquerungen sind. Sie beobachten wie andere Verkehrsteilnehmer sich verhalten und testen ihre eigene Wahrnehmung. Dabei werden alle Sinne eingesetzt. Die Verkehrspolizei führt mit den Kids Radarkontrollen durch und zeigt ihnen, wie man Geschwindigkeiten von Autos abschätzen lernt.

Mit dieser Aktion beteiligt sich der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland (VCD) schon seit zwei Jahren am Mannheimer Agenda-Diplom, einer Veranstaltung des Agenda 21 Büros Mannheim.

Das Verkehrsforum Neckarau freut sich, dass diese Aktion zum Start in die diesjährige Agenda-Saison erstmals im Stadtteil stattfinden kann. Das Forum aus ADFC, der Lokalen Agenda 21 Neckarau, dem VCD sowie interessiertern Bürgern setzt sich für nachhaltige Mobilität ein. In Neckarau ist der Agenda-Gedanke schon weit verbreitet und es bietet sich für die Kinder mit dem Baustein "Verkehrsdetektive" eine gute Gelegenheit, den ersten der fünf erforderlichen Prüfsteine für das Mannheimer Agenda-Diplom zu erwerben.

Treffpunkt der Verkehrsdetektive ist um 16 Uhr in der Wilhelm-Wundt-Bücherei am August-Bebel-Park, Dauer etwa bis 18 Uhr. Es wird um eine Anmeldung bei Dieter Konrad, Tel. 06202-25912, e-mail: dieter@konradnet.de gebeten. In allen Stadtteilbüchereien liegen die neuen Broschüren mit allen weiteren Aktionen und Informationen zum Agenda-Diplom bereit. Weitere Informationen auch im auf den Seiten des Agendabüros im Internet unter www.mannheim.de/agenda21

OB-Kandidaten im Volkshaus Neckarau

Mannheim-Neckarau, 02.05.07 – Eine gute Gelegenheit, die OB-Kandidaten kennen zu lernen, bietet die Podiumsdiskussion am Mittwoch, den 23. Mai um 20.00 Uhr im Volkshaus Neckarau in der Rheingoldstraße 47. Veranstalter ist die Lokale Agenda 21 in Mannheim-Neckarau, die alle Interessierten herzlich zu diesem Abend einlädt. Mit dabei sind die drei Oberbürgermeister-Kandidaten Dr. Peter Kurz (SPD), Wolfgang Raufelder (Grüne) und Ingo Wellenreuther (CDU, MdB). Daniel Bannasch, Mitglied des Vorstands der Lokalen Agenda 21, übernimmt die Moderation. Themenschwerpunkte werden sein: Energie und Klimaschutz, Nachhaltigkeit in der Kommunalpolitik, Verkehr, Bürgerbeteiligung, Aufeld und Strandbad. Die Besucher sind eingeladen, mit den Kandidaten zu diskutieren und so Genaueres über deren Positionen und Vorstellungen für die Zukunft Mannheims zu erfahren.

Die Agenda 21 steht für eine nachhaltige Entwicklung und ist ein weltweites Handlungsprogramm, das 1992 in Rio de Janeiro von rund 180 Staaten unterzeichnet wurde. Hierbei steht die Verträglichkeit im Hinblick auf die wirtschaftliche, ökologische und soziale Entwicklung im Vordergrund. Leitlinie des Vertrags ist es, „nicht das Kapital aufzubrauchen, sondern von den Zinsen zu leben“, und so Verantwortung für die nachfolgenden Generationen zu übernehmen. Der Verein Lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau wurde im Jahr 2000 gegründet und setzt sich seitdem dafür ein, dass möglichst viele BürgerInnen an einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort mitarbeiten, vom einzelnen Projekt bis zum Handlungsprogramm für den Stadtteil Neckarau.

Einladung zum Vogelkonzert

Mannheim-Neckarau, 01.03.06 – Am Sonntag, den 25. März lädt die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau zu einem Vogelstimmen-Spaziergang ein. Die Besucher des Wanderkonzerts treffen sich bereits um 9.00 Uhr, um in den Genuss der frühen Töne zu kommen. „Ich freue mich, wenn auch dieses Jahr wieder viele interessierte Vogelkundler zu unserem Vogelstimmen-Spaziergang kommen.“, wünscht sich Anita Hirsch-Sanden, Leiterin des Arbeitskreises Aufeld. Um die eifrigen Sänger zu identifizieren, wird sich Hirsch-Sanden kompetente Verstärkung holen: Arnold Cullmann vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V.) begleitet gerne die Tour des >Hörens und Sehens<. Der frühe Termin im März wurde bewusst so gewählt, da es so für >Vogelstimmen-Anfänger< einfacher ist, die einzelnen Vögel herauszuhören. Zudem sind die Vögel besser zu erkennen, da die Bäume noch nicht so belaubt sind. Wer jetzt schon in der Neckarauer Natur unterwegs ist, der wird sicherlich unter dem einen oder anderen Baum den hingebungsvollen Sängerproben lauschen können.

Info: 25.03.2007, Treffpunkt ist Ecke Aufeldweg III / Neckarauer Waldweg, 9.00 Uhr.

Skulpturen für den Friedhof Neckarau

Mannheim, November 2006 – Zu einem eher außergewöhnlichen Termin laden die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V. und die Freizeitschule Neckarau ein: Neun Holzskulpturen warten am 12. November von 11.00 bis 12.30 Uhr auf dem Friedhof Neckarau in aller Stille auf viele interessierte Betrachter. Rudolf Höcker von der Lokalen Agenda 21 eröffnet die Vernissage, anschließend erläutert Hartmut Brunnenkant, Leiter des Bildhauerkurses der Freizeitschule, die einzelnen Werke.

"Gelassenheit" lautete das Thema, unter dem neun Künstler und Künstlerinnen in der Freizeitschule am Neckarauer Waldweg individuelle Figuren aus Baumstämmen schufen. In zweijähriger Arbeit entstanden so Skulpturen, die jede für sich ein Ausdruck des Menschseins darstellt: Offen oder in sich schauend, den Blick in die Ferne gerichtet oder das Gesicht auf eine Fläche reduziert und so offen für individuelle Interpretationen – ein Reigen von Gefühlen, Assoziationen und Persönlichkeiten, der den Betrachter einlädt. Gerade ein Friedhof ist ein Ort des Innehaltens und Besinnens auf das Wesentliche. Diese Figuren beleben ein Terrain, das bisher durch Leere gekennzeichnet war. Vielleicht bilden sie für den einen oder anderen Trauergast einen Anker, der den Abschied mit tröstenden Gedanken begleiten lässt.

Die Vernissage findet vor der neuen Trauerhalle des Friedhofs Neckarau an der Altmühlstraße statt. Neben den handwerklich künstlerischen Arbeiten erwarten den Besucher wohltuende Cello-Klänge. Regina Trösch, CDU-Stadträtin und Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Technik, wird die Grüße der Stadt Mannheim übermitteln. Jeder ist herzlich eingeladen, an diesem Sonntagmorgen, den Friedhof mit seinen neun neuen Persönlichkeiten in Augenschein zu nehmen.

Wo drückt der Schuh im Stadtteil

Verkehrsforum Neckarau will Fußwege frei machen

Aktive des Verkehrsforum am Infostand zum CarSharing

Bild: Aktive des Verkehrsforum am Infostand zum CarSharing

Die Aktion "Zu Fuß zur Schule" war der Startschuss des Verkehrsforums Neckarau für einen Herbst, in dem das Zufußgehen beworben werden soll. Zum Schulanfang konnten durch die Aktion an Grundschulen in Neckarau und im Lindenhof ganze Schulklassen dazu bewegt werden, den Schulweg per Pedes zu meistern. Viele Kinder liefen begeistert mit und merkten dabei wohl auch, dass vor allem das Gehen in der Gruppe viel Spaß macht. Das Elterntaxi konnte in dieser Zeit getrost in der Garage bleiben.

Warum will das Verkehrsforum Neckarau das Gehen fördern? "Nun, Gehen ist nachweislich gesund, da es dem Bewegungsmangel entgegenwirkt", meint der Sprecher des Sprecher des Verkehrsforums, Markus Rebmann. Mehr zu Fuß bewältige Strecken könnten Verkehrsprobleme mildern, die durch allzu viele im Auto zurückgelegte Kurzstrecken verursacht sind, erklärt er weiter. Daneben würde der örtliche Einzelhandel profitieren, denn wer laufe zum Einkaufen schon zum Supermarkt auf der oft zitierten Grünen Wiese? Mehr zu Fuß gehende Menschen tun nicht nur etwas für ihre Gesundheit, sie halten damit auch den Stadtteil lebendig.

Um das Gehen im Stadtbezirk attraktiver und angenehmer zu machen will das Verkehrsforum Hindernisse auflisten und aufnehmen, an welchen Stellen Unfallgefahren lauern. Alle Neckarauer sind eingeladen mit Ihren Anregungen und Beschwerden dabei zu helfen. Die Aktiven des Verkehrsforums werden eine Auflistung machen und Verbesserungsvorschläge erarbeiten. Anschließend sollen die Vorschläge mit den Kommunalpolitikern und der Verwaltung besprochen und nach Möglichkeit zeitnah umgesetzt werden.

Ihre Anregungen können die Neckarauer kundtun, indem sie am 20. November zur Sitzung des Verkehrsforums ins Volkshaus kommen oder an einem Spaziergang durch den Stadtteil teilnehmen, der am Sonntag, dem 26. November um 14 Uhr am Rathaus Neckarau beginnt. Vorschläge können aber auch schriftlich eingereicht werden. Das geht per E-Mail an verkehrsforum-neckarau@web.de oder per Brief an das Verkehrsforum Neckarau, Postfach 24 07 54, 68177 Mannheim. Vorschläge können auch in den Briefkasten des Volkshauses eingeworfen werden.

Im Verkehrsforum Neckarau arbeiten der ADFC, die Lokale Agenda 21 Neckarau und der VCD Neckarau mit dem Ziel zusammen, für mehr umweltfreundliche und nachhaltige Mobilität im Stadtteil zu werben.

Die Termine: Öffentliche Sitzung der Aktiven des Verkehrsforums Neckarau: Montag, 20.November 2006 um 20 Uhr im Besprechungsraum des Volkshauses in der Rheingoldstraße 47-49.

Spaziergang durch den Stadtteil am Sonntag, dem 26. November. Teilnehmer treffen sich um 14 Uhr am Rathaus Neckarau.

Autos gemeinsam fahren senkt Kosten

NECKARAU: Verkehrsforum informiert über CarSharing

Kann CarSharing eine sinnvolle Alternative zum eigenen Auto sein? Informationen dazu gibt es von den Verbänden des Verkehrsforums Neckarau am Samstag, 14. Oktober, 10 bis 14 Uhr. An der Haltestelle Neckarau-West am Rheingoldcenter stellen Mitglieder des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) und der Lokalen Agenda 21 Neckarau die Möglichkeiten vor.

Nicht nur angesichts der steigenden Kraftstoffpreise suchen immer mehr Autofahrer nach Alternativen zum eigenen Fahrzeug. Anlässlich des vom "Klima-Bündnis", einem Zusammenschluss aus europaweit mehr als 1.200 Kommunen und Organisationen, ausgerufenen autofreien Tags am 22. September hatte das Statistische Bundesamt gemeldet, dass die Preise für den Kauf und die Unterhaltung von Kraftfahrzeugen von August 2000 bis August 2006 um 17,1 Prozent gestiegen seien, während sich die durchschnittlichen Verbraucherpreise in dieser Zeit um 10,5 Prozent erhöht hätten. In dieser Situation könnte CarSharing helfen Kosten fürs Auto zu sparen, ohne auf Automobilität verzichten zu müssen. Nach Berechnungen der Verbände lohnt sich CarSharing für Autofahrer, die weniger als 12.000 Kilometer im Jahr fahren.

Am Informationsstand werden CarSharing-Nutzer anwesend sein und an einem Fahrzeug von Stadtmobil Rhein-Neckar erklären, wie die CarSharing funktioniert. Erfahrungen können Interessenten in den nächsten Wochen bis Weihnachten während der Schnupperzeit bei Stadtmobil machen. In Neckarau gibt es an zwei Stationen bisher vier Autos unterschiedlicher Fahrzeugklassen. Eines steht in der Rheingoldstraße gegenüber dem Rathaus und drei am Sennteichplatz, nicht weit von der Haltestelle Neckarau-West. Weitere Informationen: www.stadtmobil.de und www.carsharing.de

Die Termine und die Arbeitsergebnisse des Verkehrsforums kann man sich auch im Internet ansehen. Auf den Seiten der lokalen Agenda 21 MA-Neckarau (www.neckarau21.de) und des VCD Rhein-Neckar (www.vcd.org/Rhein-Neckar) sind die aktuellen Informationen zu finden.

Zu Fuß zur Schule – Kinder auf eigene Füße stellen

Mannheim, im September 2006 – Um dem Bewegungsmangel vieler Kinder entgegenzuwirken, veranstalten das Verkehrsforum Neckarau und die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V. die Aktion >Zu Fuß zur Schule<. Insgesamt vier Schulen aus Neckarau und dem Lindenhof beteiligen sich an diesem Projekt, das Kindern das Laufen schmackhaft machen soll. Pünktlich zum Schuljahresbeginn können sich Eltern informieren und Kinder mitmachen.

"Die Zahl der übergewichtigen Schulanfänger hat sich in den letzten 10 Jahren in Deutschland verdoppelt. Etwa 14% der sechsjährigen Mädchen und Jungen sind übergewichtig und rund 10% der ABC-Schützen haben große Schwierigkeiten, dreimal nacheinander auf einem Bein zu hüpfen. Die mangelhafte motorische Leistungsfähigkeit und die Zunahme des Übergewichtes hängen unmittelbar zusammen.", so der Fachbereich Gesundheit der Stadt Mannheim. In Zeiten, in denen Spielen immer öfter sitzend vor den unterschiedlichen Medien stattfindet, wird ein Ausgleich des Bewegungsmangels dringend notwendig, um die Gesundheit der Kinder auf Dauer stabil zu halten. Die deutschlandweite Kampagne >Zu Fuß zur Schule<, die ihre Wurzeln in der internationalen Aktion >I walk to school< hat, startet offiziell am 22. September 2006.

Pünktlich zum Schulanfang machen das Verkehrsforum Neckarau und die Lokale Agenda 21 zusammen mit Lehrern und Elternbeiräten der Almenhof-, Diesterweg-, Schiller- und Wilhelm-Wundt-Schule den Schulweg zum Thema. >Starke Kinder auf eigenen Füßen – Sicher. Gesund. Selbstbewusst.< - unter diesem Motto erfahren die Kinder, dass Laufen Spaß macht, ihnen mehr Kontakte zu ihren Schulkameraden bringt und sie sich so fit machen für den Straßenverkehr. Hier bitten die Veranstalter auch die Eltern um die entsprechende Unterstützung, indem sie ihre Sprösslinge zum Laufen motivieren und vielleicht das >Elterntaxi< in der Garage stehen lassen.

Am Tag der Einschulung, am Samstag, den 23.09.06 können sich die Eltern der Erstklässler im Schulhof ausführlich über diese Aktion informieren und ihren Wohnort im Schulwegplan markieren, um Laufgemeinschaften zu fördern. Für die Kinder der zweiten bis vierten Klassen werden am Freitag, den 22. September 2006 auf dem Schulweg Stationen aufgestellt. Alle Schülerinnen und Schüler, die dort vorbeikommen, bekommen einen Stempel auf den Handrücken, für den sie anschließend einen kleinen Bonus im Klassenzimmer bekommen. In der darauffolgenden Woche vom 25. bis 29.06.09 findet ein kleiner Wettbewerb je Schule statt: Die Klasse mit der höchsten Zu-Fuß-Quote erhält je einen attraktiven Preis in Form eines 24-Plus-Tickets für einen Klassenausflug, das der VRN für alle teilnehmenden Schulen zur Verfügung stellt.

Der Großmarkt Mannheim GmbH sponsert mit Unterstützung ihrer Händler etwa 1.000 Äpfel als gesunde Belohnung für die Schüler, die sich zu Fuß auf ihren Schulweg gemacht haben. Der Großmarkt hat sich schon seit Jahren als Einkaufsquelle für viele Anbieter auf dem Wochenmarkt im Lindenhof, am Rheingoldcenter und in Neckarau bewährt. So feiert der Neckarauer Wochenmarkt dieses Jahr sein 25-jähriges Jubiläum.

Nur ehrenamtliches Engagement hat diese Aktion, die Kinder wieder in Bewegung bringt, möglich gemacht. Großer Dank geht auch an die Gmünder Ersatzkasse, die diese Aktion finanziell unterstützt, sowie das Staatliche Schulamt für die Stadt Mannheim und den Fachbereich Gesundheit der Stadt Mannheim.

Ehrlichkeit geht am Strandbad baden

Mannheim, 03.06.06 – Das Tauziehen um die Sanierung oder den Neubau des Strandbades geht weiter. Zwar sah es in der Bezirksbeiratssitzung am 29.03. 2006 so aus, als würde die Firma Eichbaum als Betreiber der Gastronomie nun bald gemeinsam mit der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau und der Bürgerinitiative Freunde des Strandbades im gleichen Fahrwasser schwimmen – doch weit gefehlt.

Grundlage für die Beschlüsse der Lokalen Agenda, die auf der Bezirksbeiratssitzung vorgelegt wurden, waren der Verweis von Eichbaum auf „mehrere Gutachten in zahlreichen Ordnern“, in denen die Bausubstanz des bestehenden Gebäudes gründlich in Augenschein genommen worden sein sollte. Dass diese Ordner nicht existieren, sondern lediglich nur zwei DIN A4- Schreiben von zwei Ingenieurbüros vorliegen, hat für neue Turbulenzen gesorgt. Die Lokale Agenda sieht sich aufs Heftigste getäuscht und zieht mit sofortiger Wirkung seine Beschlüsse zum vorgestellten Gastronomiekonzept für das Strandbad zurück. Es gelten nun wieder die Eckpunktforderungen der Lokalen Agenda als Grundlage für neue Verhandlungen.

Leitlinie für ein natur- und bürgerfreundliches Strandbad ist der Stifterwille von Carl Reiß, in dem der Schwerpunkt auf der ökologischen und sozialen Verträglichkeit liegt. Sowohl die Lokale Agenda als auch die Strandbad Initiative sehen ihre Aufgabe darin, diesem Gedanken Rechnung zu tragen. Eine effiziente und offene Zusammenarbeit aller Beteiligten wäre wünschenswert, um das „Kleinod des Mannheimer Südens“ wieder durch nachhaltige Entscheidungen zum Strahlen zu bringen.

2. Sponsorenlauf für „Tres Soles“
Unterstützung für Straßenkinderhaus in Bolivien

Am 13. Mai 2006 findet von 12.00-18.00 Uhr der 2. Sponsorenlauf zugunsten des bolivianischen Straßenkinderhauses „Tres Soles“ statt. Es geht darum, Spenden für das Kinderhaus zu erlaufen, die dem Projekt direkt zugute kommen. Den Rahmen für den Lauf bildet das Fest zum 10-jährigen Jubiläum der Elterninitiative 48er-Spiel- und Sportplatz Mannheim-Almenhof e.V.

Poster zum 2. Sponsorenlauf für Tres Soles Bereits im vergangenen Jahr wurde ein „Tres Soles“-Sponsorenlauf in Zusammenarbeit mit dem städtischen Kinderhaus Sentapark im Niederfeld durchgeführt, bei dem über 4.000 EUR zusammen kamen. „Diesen Erfolg wollen wir wiederholen und vielleicht sogar noch übertreffen,“ hofft die Initiatorin des Laufs Andrea Rhein vom Pflegedienst Rheingold. Bürgerdienstleiter Peter Rosenberger, Stadträtin Gabriele Thirion- Brenneisen, Stadtrat Wolfgang Raufelder und Bezirksbeirätin Brigitte Müller-Steim haben bereits ihre Teilnahme zugesagt. Unterstützt wird die Aktion auch vom Neckarauer Bezirksbeirat Hans-Joachim Fenzke und dem Vorsitzenden der Lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau e.V. Bernd Landmann.

Jeder, der beim Sponsorenlauf mitmachen will, kann sich bei Andrea Rhein unter der Nummer 84 14 040 melden. Dort bekommt er eine Läuferliste, mit der er sich im Vorfeld des Laufs Sponsoren (Verwandte, Nachbarn, Freunde, Firmen, etc.) sucht, die ihm pro gelaufener Runde (eine 48er-Meile, ca. 400 m) einen bestimmten Betrag zahlen (50 Cent, 1 Euro oder mehr). Es kann auch ein Fix- oder Maximalbetrag festgelegt werden. Sponsoren können nach dem Lauf den Spendenbetrag entweder bar bezahlen oder auf das „Tres Soles“-Spendenkonto überweisen (St. Konrad Eine-Welt-Kreis, Volksbank Rhein-Neckar, Kto.-Nr. 32 48 313, BLZ 670 900 00). Es werden Spendenquittungen ausgestellt.

Das Kinderhaus Tres Soles wurde von dem Schweizer Stefan Gurtner gegründet, der seit 1987 in einem kirchlichen Projekt in La Paz/El Alto arbeitete. Dort war er vom Elend der Kinder so betroffen, dass er 1989 ein einfaches Haus eröffnete: Tres Soles (Drei Sonnen) - Heimat für 30-35 Kinder im Alter von 8-19 Jahren. Für völlig verwahrloste Kinder ohne Hoffnung auf Zukunft entstand ein Ort der Geborgenheit. 1998 erfolgte der Umzug nach Quillacollo/Cochabamba. Ziel des Kinderhauses ist, das Selbstwertgefühl der Kinder zu entwickeln und sie insgesamt so zu fördern, dass sie später selbstverantwortlich ihr Leben meistern können. Inzwischen besuchen alle Kinder die öffentlichen Schulen, erlernen einen Beruf oder bekommen eine Starthilfe in die Selbständigkeit.

"Wir sind überwältigt von der Unterstützung, die wir in den vergangenen beiden Jahren aus Neckarau erfahren haben, vor allem durch den Arbeitskreis Eine Welt der Lokalen Agenda Mannheim-Neckarau", sagt die Leiterin des Eine-Welt-Kreises der St. Konrad-Gemeinde in Rheinau-Casterfeld, Magda Keller, die die Unterstützung für das Kinderhaus mit ihren Mitstreitern seit Jahren ehrenamtlich organisiert. "So wichtig für die Finanzierung von Tres Soles Flohmärkte, Einzel-Spenden und Benefizveranstaltungen sind, suchen wir für eine gesicherte Finanzierung des Hauses (insgesamt rund 30.000 EUR im Jahr) in den nächsten Monaten verstärkt auch weitere Dauerspender."

Der Lauf ist ein Kooperationsprojekt mit folgenden AnsprechpartnerInnen:

  • Andrea Rhein, Tel: 84 14 040 (von 9 – 16 Uhr) (Initiatorin des Sponsorenlaufs)
  • Magda Keller, Tel: 80 61 589 (Katholische Kirchengemeinde St. Konrad)
  • Brigitte Müller-Steim, Tel: 82 20 03 (AK Eine Welt Neckarau)
  • Daniel Bannasch, Tel: 85 57 93 (Lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau e.V.)
  • Elterninitiative 48er-Spiel- und Sportplatz Mannheim-Almenhof e.V.

Wir freuen uns über Anregungen und stehen Ihnen für Rückfragen gerne zur Verfügung.

MetropolSolar Rhein-Neckar

Gründung eines regionalen Netzwerks für Erneuerbare Energien

Gründungsposter für MetropolSolarAm 20. Mai werden Energie-Akteure aus der Region einen Dachverband für erneuerbare Energien im Rhein-Neckar-Raum gründen: den Verein “MetropolSolar Rhein-Neckar’. Hauptziel des Vereins ist die vollständige Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien.

“Wer die ständig steigenden Preise an den Tankstellen, die aktuellen Konflikte um Öl- und Gaslieferungen aus Russland, oder die durch die Menschen verursachten Naturkatastrophen verfolgt, dem muss eigentlich klar sein, wohin die Reise geht,’ meint Erhard Renz, Initiator der weltgrößten Dachsolaranlage in Bürstadt und eine der treibenden Kräfte bei der Gründung des Vereins “MetropolSolar Rhein-Neckar’.

Dass die vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien nur gelingen kann, wenn die Potentiale im Bereich von Energieeffizienz und Energieeinsparung ausgeschöpft werden, ist für die Vereinsgründer eine Selbstverständlichkeit. Sie sind sich einig, dass ein wichtiger Teil der konkreten Verwirklichung dieser globalen Aufgabe auf lokaler und regionaler Ebene stattfinden muss. Der Verein will dafür eine regionale Wissens-, Austausch- und Öffentlichkeitsplattform bereitstellen, bestehende Initiativen stärken und die Gründung neuer Initiativen für eine zukunftsfähige Energieversorgung unterstützen.

“Häufig sind ehrenamtliche Akteure der stärkste Motor der Entwicklung. Es ist an der Zeit, dass sich gerade auch diese Akteure in der Region stärker vernetzen, damit die Energiewende ins 2. Solarzeitalter schneller vorankommt.’ meint Stephan Pucher vom BUND-Umweltzentrum in Heidelberg.

Der Verein MetropolSolar Rhein-Neckar will seine Ziele auch in Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit in der Region propagieren. “100% Energieversorgung durch erneuerbare Energien soll ein politisches Ziel werden, das es schrittweise zu verwirklichen gilt. Das wollen wir mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen, Vorträgen, Veranstaltungen und Messen, wie wir sie seit Jahren organisieren, unterstützen’, sagt die Vorsitzende des Vereins S.U.N., Christine Denz aus Mosbach. Und der Geschäftsführer des Umweltvereins Ecolog, Guido Dahm aus Ebertsheim in der Pfalz ergänzt: „Regenerative Energie ist in der Region genügend vorhanden. Statt Neubau von Kohlekraftwerken oder Verlängerungen von Atomkraftwerklaufzeiten in Biblis und Philipsburg setzen wir auf Biomasse, Sonne, Wind und Geothermie“.

Die Ankündigung der Vereinsgründung kommt gerade rechtzeitig zum 20. Jahrestag des Reaktorunglücks in Tschernobyl am 26. April 2006 und dem damit verbundenen “Tag der Erneuerbaren Energien’ am Samstag, den 29. April 2006, der mit zahlreichen Veranstaltungen in der Region begangen wird. In Biblis ist Erhard Renz als Redner bei einer großen Demonstration neben Hermann Scheer, dem Präsidenten des Weltrates für erneuerbare Energien, zu hören. Im Raum Grünstadt organisiert Guido Dahm mit Ecolog mehrere Veranstaltungen. Und auch Stephan Pucher hat in Heidelberg ein volles Veranstaltungsprogramm im Rahmen des „Tags der erneuerbaren Energien“ zu bieten.

Unterstützt wird die Vereinsgründung von weiteren Machern mit großer Projekterfahrung, wie Karl Breiner und Georg Haas, die gemeinsam zahlreiche erfolgreiche Projekte in der Verbandsgemeinde Lambrecht umgesetzt haben, oder Clemens Middendorf aus Römerberg in Speyer, der sich seit Jahren im Rahmen der lokalen Agenda 21 und auch beruflich für die erneuerbaren Energien engagiert.

Die Vereinsgründer wollen mit anderen Initiativen und Verbänden aus dem Rhein-Neckar-Raum kooperieren und laden alle Interessierten dazu ein, den Verein zu unterstützen. Bei aller regionalen Verwurzelung soll der Blick über den Tellerrand aber nicht vergessen werden. “Selbstverständlich suchen wir Kooperationen mit anderen Initiativen und Verbänden nicht nur im Rhein-Neckar-Raum, sondern auch außerhalb der Region. Denn viele wichtige Rahmenbedingungen sind das Ergebnis landes- und bundespolitischer Entscheidungen.’ meint Daniel Bannasch, Autor der Veröffentlichung „Neue Energie-Region Rhein-Neckar“ aus Mannheim und Koordinator der Vereinsgründung.

Wer die Gründung und die Arbeit des Vereins unterstützen möchte, kann sich an folgende Adresse wenden:

MetropolSolar Rhein-Neckar
c/o ecorema - Daniel Bannasch
Naumannstr. 13
68199 Mannheim
Tel: 06 21/85 57 93
Mail: daniel.bannasch@gmx.de

Frühlingskonzert für Vogelkundler

Mannheim-Neckarau, 07.04.06 – Am Sonntag, den 2. April lud die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau zu einem Vogelstimmen-Spaziergang in das Neckarauer Aufeld ein. Etwa 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger trafen sich pünktlich um 9.00 Uhr auf dem Festplatz am Aufeldweg III zu einer Tour des "Hörens und Sehens".

„Ich bin positiv überrascht, dass so viele Menschen unserer Einladung gefolgt sind“, freut sich Anita Hirsch-Sanden, Leiterin des Arbeitskreises Aufeld. „Denn wer weiß schon genau, welche Vögel mit welcher Stimme zu dem großen Konzert in den Baumkronen beitragen?“ Um die eifrigen Sänger zu identifizieren, hat sich Hirsch-Sanden kompetente Verstärkung geholt: Arnold Cullmann und Klaus Fischer vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V.) begleiteten gerne die neugierigen Vogelkundler, die sich mit offenen Ohren und scharfem Fernglas auf den Weg machten. Amsel, Buchfink, Kormoran begrüßten die Gruppe gleich voller Elan. Rabenkrähe, Elster und Girlitz stimmten gleich in das Konzert ein. Um zu demonstrieren, dass eine Schwalbe noch keinen Sommer – aber einen Frühling – macht, präsentierte sich die Rauchschwalbe in klaren Tönen. Insgesamt waren 20 unterschiedliche Vogelarten zu hören. „Dies klingt zwar nicht besonders viel, hängt aber mit der frühen Jahreszeit zusammen, da noch das Gezwitscher der Zugvögel fehlt“, beantwortete Fischer die Frage eines Besuchers. Der Zeitpunkt wurde bewusst so gewählt, da es für >Vogelstimmen- Anfänger< einfacher ist, die einzelnen Vögel herauszuhören. Zudem konnte man die Vögel besser erkennen, da die Bäume noch nicht so belaubt sind. Cullmann hob hervor, wie konstruktiv die Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda 21 sei. In enger Zusammenarbeit können so die gemeinsamen Ziele, die immer unter dem Gedanken der Nachhaltigkeit stehen, verfolgt werden. Gegen 11.00 Uhr löste sich die sichtlich zufriedene Gruppe auf und ein jeder ging mit seiner persönlichen Lieblingsmelodie im Ohr seines Weges.

Die nächste Veranstaltung der Lokalen Agenda 21 findet im Mai auf dem 48er Sportplatzfest statt. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.

Mit Kindern im Fahrradanhänger an die frische Luft

Verkehrsforum berät junge Familien zum praktischen wie umweltfreundlichen Kindertransport in Neckarau

Probesitzen in zwei ausgestellten Fahrradtanhaenger vor dem St. Jakobus Gemeindesaal Der Jakobus-Flohmarkt für Kindersachen und Spielzeug am vergangen Samstag in Neckarau war Anlass für das Verkehrsforum Neckarau mit einem Info-Stand zum Thema Kinder-Fahrradanhänger präsent zu sein. Junge Familien, die für das Frühjahr noch ein geeignetes Gefährt zur Mitnahme ihrer Sprösslinge suchen, konnten bewährte Anhänger in Augenschein nehmen und ihre Kinder auch mal Probe sitzen lassen. Zahlreiche Eltern ließen sich Details wie Schiebebügel und ausklappbares drittes Rad erläutern, die sich gerade in Neckarau als äußerst praktisch erweisen: am Fahrtziel angekommen kann der Anhänger samt Kind und Picknick-Ausrüstung wie ein Kinderwagen auf die Liegewiesen des Stollenwörthweihers oder des Strandbades geschoben werden.

Das Verkehrsforum Neckarau mit Aktiven aus ADFC, Lokaler Agenda 21 Mannheim-Neckarau und Verkehrsclub Deutschland versteht sich als offene Arbeitsgemeinschaft zu Verkehrsfragen vor Ort. Mit verschiedenen Aktionen möchte sie für nachhaltige Mobiltität werben, um die Verkehrsbelastungen im Stadtteil zu reduzieren. Zum Thema Kinder-Fahrradanhänger hat sie ein neues Informationsblatt zusammengestellt, das praktische Tipps und Verweise auf Tests und weitere Informationsmöglichkeiten enthält. Wer sich nicht selbst am Stand des Verkehrsforums informieren konnte, kann das Infoblatt unter der Internet-Adresse der Lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau www.neckarau21.de/partner21.html abrufen.

Neckarauer Autofahrer steigen um

CarSharing Station Sennteichplatz Einen schönen Erfolg meldet der regionale CarSharing Anbieter Stadtmobil Rhein-Neckar für Neckarau. Im Jahr 2005 stiegen 24 Autofahrer im Stadtteil auf CarSharing um, was einem Kundenwachstum von stolzen 32% entspricht. Es bedeutet außerdem, dass die vier in Neckarau stehenden CarSharing Autos in der Rheingoldstraße und am Sennteichplatz dem Stadtteil bis zu 40 parkende Privatfahrzeuge ersparen. Denn Untersuchungen zufolge ersetzt ein CarSharing Auto 6-10 private Pkw.

Damit macht sich bemerkbar, dass sowohl Stadtmobil, als auch das Verkehrsforum Neckarau im letzten Jahr für CarSharing geworben haben. Das Verkehrsforum, ein Zusammenschluss von ADFC, VCD, der Lokalen Agenda 21 Neckarau und interessierten Bürgern, hatte im letzen Herbst mehrere gut besuchte Informationsstände zur ökoeffizienten Dienstleistung CarSharing angeboten. Das führte insbesondere dazu, dass die von September bis Weihnachten angebotenen Schnupperwochen von Neckarauern intensiv genutzt wurden. Das nächste Ziel von Stadtmobil ist nach Angaben des Anbieters der Hundertste Kunde in Neckarau. Bei anhaltendem Wachstum dürfte dieses Ziel schon in den nächsten Wochen erreicht werden. In Neckarau wohnen dann etwa 4% der insgesamt 2.500 Kunden von Stadtmobil Rhein Neckar.

Das Bild zeigt die CarSharing Station "Sennteichplatz" in Neckarau mit den dort stehenden Fahrzeugen.
Weitere informationen unter www.stadtmobil.de/rhein-neckar und als PDF-Dokument CarSharingRheinNeckar.pdf auf unserer Download-Seite.
Dieter Netter.

Lokale Agenda 21 Neckarau lädt zum Bürgerengagement

Durchweg einstimmig haben die Mitglieder der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau e. V. am Mittwoch, 15.02.2006 bei der Jahreshauptversammlung den Vorstand gewählt. Bestätigt wurden dabei jeweils in geheimer Wahl Bernd Landmann als Vorsitzender, Rudolf Höcker als Stellvertreter, Kathrin Axt als Schatzmeisterin und Gabriele Thirion-Brenneisen als Schriftführerin. Die Beisitzerinnen und Beisitzer setzen sich zusammen aus Helmut Arnold, Daniel Bannasch, Hans-Joachim Fenzke, Regina Hassing-Baro, Anita Hirsch-Sanden, Günther Kirchner und Klaus-Peter Mütsch. Die Kassenrevision übernehmen Sibylle Walden und Reinhard Schuster.

Schwerpunkte der Rechenschaftsberichte waren bei dieser Generalversammlung ganz eindeutig die Themenbereiche der Arbeitskreise Aufeld und Strandbad. Anita Hirsch-Sanden schilderte die Geschehnisse, die schließlich im Beschluss des Gemeinderatsausschusses für Umwelt und Technik zur Einführung eines Landschaftsschutzgebietes Aufeld führten. Dies zusammen mit dem Bemühen des Agenda-Arbeitskreises, mit der Verwaltung der Stadt Mannheim eine für die Bürger tragbare Satzung des Landschaftsschutzgebietes zu entwickeln. Die in der Presse vorgetragenen Einwendungen einiger Stadträte der Mannheimer Liste, die von Enteignung, Schließung von Vereinslokalen und ähnlichen Horrorszenarien sprachen, riefen allgemeine Heiterkeit hervor.

Rudolf Höcker hatte als Leiter des Arbeitskreises Strandbad ausführlich zu berichten: Nach dem Organisieren von Gesprächen zwischen protestierenden bürgerschaftlichen Vereinigungen und Stadtverwaltung sowie möglichen Investoren durch die Lokale Agenda 21 MA-N´au e. V. sind die festgefahrenen Fronten wieder in Bewegung gekommen. Allem Anschein nach könnte es bei jetzt endlich auch durch die Stadtverwaltung anberaumten Gesprächen zur weiteren Annäherung oder gar Einigung kommen. Die bürgerschaftlichen Vertreter bedauern jedoch schon im Vorfeld dieser Termine, dass die angeregte Bündelung der Kompetenzen für das Strandbad in einem maßgeblichen Dezernat nicht aufgegriffen wurde und ausschließlich das Gastronomiekonzept zur Entscheidung heran steht. Zum Beispiel Verkehrsprobleme wurden in den jetzt vorliegenden Lösungskonzepten gänzlich ausgeklammert. Eine öffentliche Bürgerversammlung zum Thema Gastronomiekonzept birgt jedoch trotzdem die Chance auf Einigung zumindest für diesen Teilbereich.

Eher in Stillen aber trotzdem sehr effektiv arbeiten bisher die Arbeitskreise "Kinder und Jugend" und "Eine Welt" mit Kathrin Axt und Daniel Bannasch als Arbeitskreis-Verantwortliche. Als Kernpunkte der Aktivitäten sollte jedoch das forstpädagogische Programm für Vorschulkinder sowie die Vernetzung der Eine Welt-Aktiven in Neckarau nicht unerwähnt bleiben.

Energiesparprojekte mit Sportvereinen und Förderung von erneuerbarer Energie stehen zwar auf der "Agenda", konnten jedoch durch zehrende aktuelle Geschehnisse in der Tagespolitik nicht realisiert werden. Deshalb wird die Mitgliederwerbung zunächst mal als wichtigster Arbeitsschwerpunkt im Jahr 2006 erhoben. Denn nur mit weiteren Aktiven können die zahlreichen Herausforderungen gemeistert werden. Frau Barbara Höcker wird der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau e.V. dabei als Projektgruppenleiterin zur Verfügung stehen.

Stadträte der Mannheimer Liste enttäuschen Aufeldfreunde

Blick auf die Grillwiese beim Strandbad Tief enttäuscht von den Stadträten der ML meldet sich der Arbeitskreis zum Erhalt des Aufelds zu Wort. In dem Arbeitskreis der Lokalen Agenda 21 engagieren sich seit fast 5 Jahren Bürger dafür, das Aufeld in seiner vorhandenen Struktur zu erhalten. Dabei glaubten sich die Aufeldfreunde um die Sprecherin Anita Hirsch-Sanden von den Stadträten der ML unterstützt.

Mehrmals hatten diese versichert, sich für ein Landschaftsschutzgebiet Aufeld einsetzen zu wollen. "Das liegt uns sogar schriftlich vor", versichert Anita Hirsch-Sanden. Umso betroffener reagierten die Aufeldschützer als im letzten November das Mitglied der ML im Ausschuss für Umwelt und Technik, entgegen der Beteuerungen, gegen die Ausweisung stimmte.

Dem Fass den Boden ausgeschlagen hätte allerdings, so Hirsch-Sanden, das Interview der ML Stadträte Rolf Dieter und Rudo Friedrich, welches in der Weihnachtsausgabe der Neckarau-Almenhof-Nachrichten abgedruckt war. Darin täten die Stadträte so, als ob Sie schon seit Urzeiten für die Aufstellung eines Bebauungsplanes zum Schutz des Aufeldes wären. In dem Interview werde mit den Ängsten der Grundstückseigner und Aufeldnutzer gespielt, bedauert der Vorsitzende der Lokalen Agenda Neckarau, Bernd Landmann. Und es würde wider besseres Wissen versucht, den im Naturschutzgesetz verankerten Begriff des Landschaftsschutzgebietes zu verunglimpfen: Es wird davon gesprochen, dass Kleingärten verschwinden müssten und Vereinslokale nicht mehr genutzt werden dürften, der Begriff Enteignung fällt. Das alles ist falsch und die ML Stadträte wissen das auch. Wurden doch in den vergangenen Jahrzehnten etliche Landschaftsschutzgebiete in Mannheim auch mit den Stimmen der ML ausgewiesen. Solcherart 180 Grad Drehungen von Politikern seien zumindest erklärungsbedürftig. Gerne wüssten Hirsch-Sanden und Landmann, was die Wendung der ML verursacht hat. "Als seriöser und verlässlicher Ansprechpartner mit Sachkenntnis hat sich die ML in diesem Fall nicht erwiesen", macht Bernd Landmann unmissverständlich klar. "Dieser Stil ist wenig dazu geeignet, mit Bürgern Lösungen zu erarbeiten".

Faustlos im städtischen Kinderhaus Sentapark

970 Euro Spenden für Anti-Gewalt-Programm

Das Mannheimer Großkraftwerk, John Deere, der Rotary Club Mannheim - Kurpfalz und Eltern des städtischen Kinderhauses Sentapark haben 2005 für das Gewaltpräventionsprogramm "Faustlos" insgesamt 970 Euro gespendet. Ursula Linke, Leiterin des Sentapark, und der Elternbeirat freuen sich, dass dank der Spenden das Faustlos-Programm ab 2006 in die pädagogische Arbeit des Kinderhauses aufgenommen werden kann.

Das Kinderhaus Sentapark im Niederfeld will sich mit dem Faustlos - Programm dafür einsetzen, dass Kinder so früh wie möglich lernen, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Das Programm fördert die Empathiefähigkeit und die Impulskontrolle von Kindern und den Umgang mit Ärger und Wut. Im November 2005 nahmen bereits zwei Erzieher an einer Fortbildung für die Umsetzung des Programms teil. Anfang 2006 werden zwei weitere Erzieherinnen an der Fortbildung teilnehmen. Mit den Spenden wurden außerdem jeweils ein Materialkoffer für Kindergarten und Hort finanziert.

"Faustlos" wird durch die "Stiftung Bündnis für Kinder - gegen Gewalt" gefördert. Das Programm kommt aus den USA und wurde im Jahr 1996/1997 zum ersten Mal in einer Pilotphase in Deutschland erfolgreich erprobt. In Bayern wird das Projekt mittlerweile in ca. 1000 Kindergärten und Schulen durchgeführt. Auch im Rhein-Neckar-Raum wurde das Projekt an mehr als 20 Grundschulen umgesetzt. Die Evaluationsergebnisse zeigen eine Verminderung aggressiven Verhaltens bei Kindern, mit denen Faustlos durchgeführt wurde. Denn "Faustlos-Kinder" haben ein größeres Verhaltensrepertoire im Umgang mit Konflikten, ohne zu Mitteln der Gewalt greifen zu müssen.


[top]

 
LOKALE AGENDA 21 MA-Neckarau e.V.
Download
Links
Impressum
Webmaster
 
Aktuelles Agenda Arbeitskreise Projekte Partner Kalender Presse Kontakt