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Pressemitteilungen
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Natürlich Strandbad
Die Lokale Agenda 21 Neckarau wirbt mit einem Fest am Strandbad für umwelt- und
klimafreundliche Naherholung
Die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau lädt am Sonntag, dem 15. Mai zum nachhaltigen
Strandbadfest ein. Unter dem Motto "NATÜRlich Strandbad" haben
Umweltverbände, Initiativen und der Nachhaltigkeit verpflichtete Organisationen
mit Unterstützung der Stadt Mannheim ein buntes Programm für Jung und Alt
zusammengestellt.
In der Zeit von 11 bis 17 Uhr gibt es Unterhaltung und Informationen und auch
das Genießen kommt nicht zu kurz. Vor allem Kindern wird ein buntes
Mitmachprogramm geboten.
Um 14 Uhr startet eine naturkundliche Führung in den Waldpark und es finden
Vorträge zum im GreenBuilding-Standard erbauten Gaststättengebäude statt.
Mit dem Fest möchte die Lokale Agenda 21 Neckarau für eine umwelt- und
klimafreundliche Naherholung werben. Ein Faltblatt zeigt die Erholungsmöglichkeiten
auf, die der Waldpark und das Neckarauer Aufeld bieten. Das Naturschutzgebiet
Reißinsel und das Strandbad, beides Teil des Vermächtnisses von Carl und Anna
Reiß, sind im Faltblatt genauso aufgeführt wie Lokale und Biergärten entlang
des Waldparks, die zum Verweilen und Genießen im Grünen einladen.
Die Lokale Agenda wirbt für eine umweltfreundliche Anreise zum Fest und
freut sich über das Angebot der RNV, den Strandbadbus an diesem Tag schon im
Takt des Sommerfahrplans fahren zu lassen.
Die Agenda 21, das weltweite Handlungsprogramm für
eine "nachhaltige Entwicklung", wurde 1992 in Rio de Janeiro von rund
180 Staaten unterzeichnet. Nachhaltig heißt: wirtschaftlich, ökologisch und
sozial verträglich. Oder anders gesagt: nicht das Kapital aufbrauchen, sondern
von den Zinsen leben. Die lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau e.V. setzt sich
dafür ein, dass möglichst viele Bürger an einer nachhaltigen Entwicklung vor
Ort mitarbeiten, vom einzelnen Projekt bis zum Handlungsprogramm für den
Stadtteil Neckarau.
Kurzfassung:
NATÜRlich Strandbad – nachhaltiges Strandbadfest
Sonntag, 15. Mai 2011 von 11 bis 17 Uhr
Angebote:
- Strandbadmusik im Zeitenfluss mit NeKK 99
- Musik mit den Bottled Spirits und Herbie aus der
Neckarstadt
- Kindertheater
- Türkisch-folkloristische Tänze
- viele Aktionen für Kinder
- Rundgang durch Flora und Fauna (14 Uhr) und Vorträge
zum Gaststättengebäude
- Rikscha-Mitfahrten
- Informationen von allen Beteiligten
- Vegetarisches Essensangebot durch die
Strandbad-Gastronomie
- Getränke, Waffeln, Kaffee, Kuchen
Anbieter und Unterstützer:
- Alevitische Gemeinde Mannheim
- Aufeld Kümmerer
- BUND Mannheim
- Förderverein Jugendtreff Neckarau
- Freizeitschule
- GBG Mannheim
- Klimaschutzagentur Mannheim
- MASTRA – Förderverein Mannheimer Strandbad
- NABU Mannheim
- NeKK 99
- Ökostadt Rhein-Neckar
- Rikschaservice Rhein-Neckar
- RNV
- SOS Strandbad
- Strandbadgaststätte
- Umweltforum – Mannheimer Agenda 21
- Verkehrsforum Neckarau mit den Mitgliedern ADFC
Mannheim, VCD Rhein-Neckar und Lokaler Agenda 21 Neckarau
- Stadt Mannheim
Im Anhang das Faltblatt zum Fest und zur Nachhaltigen Naherholung. ○ ○
Agenda-Kino in Neckarau
Die Lokale Agenda 21 Neckarau und das Goethe-Institut
Mannheim bringen Agenda-Kino in den Stadtteil.
Der Dokumentarfilm "Wenn der Golfsrom versiegt"
ist der erste von zwei Filmen, den die Lokale Agenda 21 Neckarau und das
Goethe-Institut Mannheim zeigen.
"Wenn der Golfstrom versiegt"
wird am 17.
Februar um 19 Uhr vorgeführt. Die Dokumentation stellt verschiedene Forscher
vor, die von unterschiedlichen Fachgebieten kommend interessante Ergebnisse zu
den zentralen Fragen des Films erzielten:
Ist mit einem neuerlichen Stopp des Golfstroms
zu rechnen? Falls ja, wann? Was die Folgen davon sein könnten, wird im Film
versucht zu klären. Im Anschluss an die Vorstellung findet eine Nachbesprechung
statt.
Die zweite Filmvorführung wird am 17. März sein.
"Der große Ausverkauf"
behandelt die Privatisierung von Gemeingütern. Der Film
möchte zeigen, was hinter dem abstrakt klingenden Phänomen der Privatisierung
öffentlicher Dienste steckt. Es wird versucht aufzuzeigen, was es für die
Menschen bedeutet, die davon direkt betroffen sind. Auch im Anschluss an diesem Film findet eine Diskussion statt.
Beide Filmabende finden
im Goethe-Institut Mannheim in
der Steubenstraße 44 statt. Der Eintritt ist frei.
17. Februar, 19 Uhr: Wenn der Golfsrom versiegt
17. März,
19 Uhr: Der große Ausverkauf
Die beiden Filme in Neckarau werden im Vorfeld der
diesjährigen Agenda 21-Kinowoche gezeigt, die vom 8. bis 15. April 2011 im
Cinema-Quadrat eine Reihe ausgewählter Filme bietet. Mehr Informationen dazu im
Internet unter agendakino.wordpress.com
Die Filme des Agenda-Kinos hinterfragen die Entwicklung
unserer Gesellschaft und unsere Werte. Sie zeigen die Probleme, die wir sonst
nur aus nüchternen Nachrichtensendungen kennen, in einem anderen Licht. Die
sozialen, ökologischen und ökonomischen Auswirkungen der Globalisierung, die
Problematik einer multikulturellen Gesellschaft oder die Herausforderung, mit
unserer Umwelt in Harmonie zu leben, sind Themen, die Denkanstösse garantieren.
Das Goethe-Institut fördert seit über 50 Jahren die
deutsche Sprache im In- und Ausland und versteht sich als Mittler der
Kulturen. Das Institut in Mannheim besteht seit 30 Jahren. Das Goethe-Institut
in Mannheim und deren Leiter unterstützten sehr früh die Initiativen zur
Lokalen Agenda 21 in Mannheim und im Stadtteil Neckarau.
Die Agenda 21, das weltweite Handlungsprogramm für eine
"nachhaltige Entwicklung", wurde 1992 in Rio de Janeiro von rund 180
Staaten unterzeichnet.
Nachhaltig heißt: wirtschaftlich, ökologisch und sozial
verträglich. Oder anders gesagt: nicht das Kapital aufbrauchen, sondern von den
Zinsen leben.
Die lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau e.V. setzt sich dafür ein, dass möglichst viele Bürger an
einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort mitarbeiten, vom einzelnen Projekt bis
zum Handlungsprogramm für den Stadtteil Neckarau.
Dieter Netter
Gegen Lärmbelästigung für Sicherheit und Umweltschutz
Die Stadt Mannheim ist 1998 der Charta der
Europäischen Städte und Gemeinden auf dem Weg zur Zukunftsbeständigkeit (Charta
von Aalborg) beigetreten und hat sich damit verpflichtet, für ihren
Verantwortungsbereich, die in der Charta genannten Ziele zu verwirklichen. Die
Leitmotive sind, die Lebensqualität zu verbessern und den Umweltschutz
nachhaltig zu fördern. Diese Ziele können u.a. nur dadurch erreicht werden,
wenn auf liebgewordene Bequemlichkeiten verzichtet wird. Aufgrund der
Verpflichtungen aus der Charta hat sich die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau im
Jahre 2000 gegründet, um die Stadt Mannheim bei der Verwirklichung der Vorgaben
zu unterstützen.
So halten wir es z.B. für erforderlich, die Frage
aufzuwerfen, ob ein zentrumsnaher Flugplatz noch mit den Zielen der Charta im
Einklang steht. Es sollen hier drei Punkte angesprochen werden, die im krassen
Gegensatz zu den von der Stadt Mannheim eingegangenen Verpflichtungen zu sehen
sind.
1.
Sicherheit: Seit 2006 haben
sich jährlich Flugunfälle ereignet, z. B. Notlandungen 2006 und 2007 sowie eine
Bruchlandung 2008. 2009 kam es im Frühjahr zum Absturz eines Hubschraubers der
Flugschule auf freiem Feld und im November verpasste ein Kleinflugzeug die
Landebahn und raste in den Schutzwall.
Durch die in
geringer Höhe absolvierten Platzrunden der Flugschulen, sowie die inzwischen
auch von den Verkehrsflugzeugen in letzter Zeit ausgeübte Praxis in geringer
Höhe über Wohngebiete den Flugplatz anzufliegen, ist es nur eine Frage der
Zeit, wann es in den Wohngebieten zu einer „Notlandung“ kommt.
2.
Lärmbelastung: Das Überfliegen der
Wohngebiete in geringer Höhe und den dadurch verursachten Fluglärm, belasten die
Menschen in hohem Maße. In Deutschland leiden etwa 13 Mio. Menschen unter Lärmbelastungen.
Im Gegensatz zum Straßen- und Eisenbahnlärm gibt es keine baulichen
Möglichkeiten den Fluglärm beim Überfliegen der Wohngebiete einzudämmen.
Die
großangelegte Studie des Bremer Mediziners und Epidemiologen Eberhard Greiser,
die im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt wurde, belegt einen starken
Anstieg von gefährlichen Herz- Kreislauferkrankungen und Schlaganfällen durch
den Fluglärm. Dabei reichen bereits 60 Dezibel aus, um diese Krankheiten
hervorzurufen. 60 Dezibel sind etwa vergleichbar mit lebhaften Gesprächen in
einer Kneipe. Maßgebend ist bei diesem niedrigen Lärmniveau, wenn es dauerhaft
stresst. (s. Spiegel Online vom 12.12.2009). Diese Voraussetzung ist durch die
ständigen Platzrunden der Flugschulen gegeben.
3.
Umwelt: Die Umwelt wird
durch den Ausstoß von CO2 durch die Flugzeuge nicht unerheblich
belastet. In der heutigen Zeit, in der die Reduktion von Kohlendioxid zwingend
erforderlich ist, um das Klima zu schützen, sollte diese Umweltbelastung nicht
weiter unterstützt werden.
Eine Studie der Deutschen
Umwelthilfe kommt zu dem Ergebnis, dass durch jede Tonne Kohlendioxid, die
nicht in die Atmosphäre gelangt, Schäden durch den Klimawandel in Höhe von 70€ vermieden
werden.
Wir denken, dass die angeführten Gründe
ausreichend sein dürften, den Flugverkehr der Flugschulen sofort und in
absehbarer Zeit den Flugbetrieb komplett einzustellen. Mit Blick auf die zu
erwartenden EU-Richtlinien, wäre die endgültige Einstellung des Flugbetriebs
2013 der richtige Zeitpunkt.
Rolf Weber
Neubürgertour Neckarau & Innenstadt
Am Sonntag, dem 21. März um 14.30 Uhr
startet das Verkehrsforum Neckarau auf dem Marktplatz seine erste Fahrradtour
für Neubürger in Neckarau. Auf einer ca. 20 km langen Rundfahrt mit vielen
Stopps werden die Teilnehmenden auf eigenen Rädern wichtige Einrichtungen im
Stadtteil anfahren. Bei einem Abstecher in die Innenstadt werden Wege abseits
der Hauptverkehrsstraßen vorgestellt. Je nach Wissensdurst der Mitfahrenden
endet die Tour nach 2 – 3 Stunden mit einer
Schlusseinkehr.
Das Verkehrsforum Neckarau, eine
Arbeitsgemeinschaft des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (
ADFC), der Lokale Agenda 21 Neckarau und des Verkehrsclub Deutschland (VCD)
sowie andere engagierte Bürger will mit diesem Angebot vor allem Bürgerinnen und
Bürgern, die noch nicht lange in Neckarau wohnen, das Radfahren als Alternative
zur Autofahrt im Ort nahebringen. Die öffentlichen Treffen des Verkehrsforums
finden in der Regel am dritten Montag an ungeraden Monaten um 20 Uhr im
Sitzungszimmer der Volkshauses Neckarau (Eingang im Hof) statt.
Die Tour findet bei jedem Wetter statt. Ein
Teilnehmerbeitrag wird nicht erhoben, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weitere Informationen nur bei den Tourenleitern Markus Rebmann (8547540) und Dr.
Gerd Hüttmann (81099318).
Neubürgertour Neckarau
Treff: Sonntag, 21. März,
14.30 Uhr
Marktplatz Neckarau
Zukunft gestalten – Einladung Lokale Agenda 21
Mannheim, im März
2009 – die Hauptversammlung der Lokalen Agenda 21 am 18.03.2009 steht diesmal
unter dem energiegeladenen Thema „Strom“. Als Tagesordnungspunkt 2 erwartet die
Mitglieder ein Vortrag darüber, wie jeder in seinem Haushalt aktiv Strom sparen
kann.
Block 9 – ja oder nein? Atomstrom oder Regenerative
Energien? Die Kernfrage lebhafter Diskussionen um die geeignete
Energieversorgung basiert auf der Tatsache, dass unser Energieverbrauch ständig
steigt. Der beste Strom ist eindeutig der, der erst gar nicht erzeugt wird.
„Und was kann ich dazu beitragen, um den Energieverbrauch zu senken?“. Meist
ist es einfacher als man denkt – und effektiver, als man ahnt. Im Rahmen der
Jahreshauptversammlung der Lokalen Agenda 21 zeigt Oliver
Decken vom Umweltforum: „Strom sparen lohnt sich doppelt –
für Klima und Geldbeutel.“ Wie Sie heimlichen Stromfressern auf die Spur
kommen, welche Elektrogeräte den geringsten Strom verbrauchen oder wie Sie clever
und mit wenig Aufwand viel Energie sparen können – all das bringt Oliver Decken auf den Punkt.
Was erwartet den Besucher noch? Die einzelnen
Arbeitskreise berichten von ihren Aktivitäten. So erfahren Interessierte auch
Genaueres über den aktuellen Stand zum Thema Aufeld. „Zukunft gestalten – heute
bewegen.“ In diesem Sinne lädt die Lokale Agenda alle Mitglieder zur
diesjährigen Jahreshauptversammlung ein. „Was können wir dazu beitragen, dass
wir unsere Umwelt, speziell in unserem Lebensumfeld Neckarau, nachhaltig
erhalten oder gar verbessern?“. Vorschläge, Initiativen und persönliches
Engagement sind willkommen. Nicht nur, dass der direkte Einsatz eines Jeden
wichtig ist, es macht auch Spaß, im Team engagierter Menschen zu arbeiten und
Schritt für Schritt Sinnvolles für sich selbst und nachfolgende Generationen zu
tun. Deshalb:
Die Lokale Agenda 21 freut sich über zahlreiches Erscheinen aller
interessierten Bürgerinnen und Bürger
am
18.03.2009, um 19.30 Uhr im
Konferenzraum im Volkshaus,
Rheingoldstraße 47-49.
Landschaftsschutzgebiet
Aufeld zu Grabe getragen?
Ende September bot sich den
Spaziergängern im Neckarauer Aufeld
ein seltsames Schauspiel. Eine grosse Grube wurde ausgehoben.
vorher:

nachher:

Eine Nachfrage ergab, dass es
sich jedoch, entgegen der Befürchtungen, nicht
um das zukünftige Grab des Aufelds als Landschaftsschutzgebiet handle. Die
Baugenehmigung für eine private Pferdereithalle ist erteilt worden. Und prompt
rollten die Baumaschinen.
Andere, unter Naturschutz und vom
Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten klopfen bereits seit langem bei den
zuständigen Behörden in Stadt und Land an, um einen dauerhaften Aufenthaltsraum
bewilligt zu bekommen. Doch ihnen fehlt der richtige Fürsprecher - trotz 7.300
Unterschriften für Ihr Gebiet. Ihr Begehren wurde dieser Tage wieder einmal
abgewiesen. Begründung hierfür waren, siehe da, die bereits bestehenden Bauten
im Aufeld.
Also: keine grosse Bestattung;
der Naturschutz wird klammheimlich begraben. Aufeld - quo vadis? Wird dich das
gleiche Schicksal wie das einstige Naturdenkmal Blutbuche ereilen? Ein
Sargnagel wurde dieser Tage eingeschlagen.
Beileidsbekundungen bitte an die
Lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau e.V., Arbeitskreis Aufeld, Anita Hirsch-Sanden unter info@neckarau21.de.
Ansprechpartner, Termine und weitere Informationen für Interessierte hier auf
unserer Webseite.
Nächster
Sitzungstermin des AK Aufeld am
Mittwoch, 12.11.08, um 20 Uhr im
Konferenzraum des Volkshauses
Rheingoldstr. 47-49
Bau einer Reithalle
gefährdet das Aufeld
Am 10. Juni
entscheidet der Ausschuss für Umwelt und Technik über den erneuten Bauantrag
für eine Reithalle im Aufeld.
Mannheim-Neckarau, 05.06.08 – Das Neckarauer Aufeld liegt zwischen der Wohnbebauung
Alt-Neckaraus, dem südlichen Niederfeld und dem Rheindamm. Viele Neckarauer
haben dort Gärten, auch eine Kleingartenanlage gibt es. Die Aufeldwege, die das
Gebiet mit seinen Gärten, Pferdekoppeln und Obstwiesen durchziehen, werden rege
von Spaziergängern genutzt. Zahlreiche Untersuchungen belegen den Wert des
Aufelds für die Natur und für die Erholung suchenden Menschen. Kein Wunder,
dass sich die Neckarauer wehrten, als durch das Gebiet eine Umgehungsstraße
gebaut werden sollte. Organisiert vom Verein Lokale Agenda 21 Neckarau
verlangten im Jahr 2000 mehr als 7.500 Menschen mit ihren Unterschriften, dass
das Aufeld geschützt werden soll. Damit lagen sie auf der Linie des Umweltamtes
der Stadt Mannheim, die eine Ausweisung zum Landschaftsschutzgebiet schon
Anfang der neunziger Jahre empfohlen hatte, nachdem zahlreiche Gutachten die
Schutzwürdigkeit immer wieder bestätigen. Dem Auftrag des Gemeinderates, die
Ausweisung vorzunehmen, kommt die Stadtverwaltung leider nur sehr schleppend
nach. Im Vergleich zu anderen Ausweisungsverfahren gleicht die Ausweisung des
Aufelds einer unendlichen Geschichte und man wird den Verdacht nicht los, dass
hier engagierte Bürger ausgebremst werden sollen.
Als wenn das nicht ausreichen würde,
taucht nun zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre ein Hindernis auf. Der
Stadtverwaltung liegt erneut ein Bauantrag für den Bau einer so genannten
Bewegungshalle im Aufeld vor. Die Halle soll dem Training von Pferden dienen,
welche die Kutschen eines örtlichen Bauunternehmers und Kutschenliebhabers
ziehen sollen.
Die Lokale Agenda 21
Mannheim-Neckarau spricht sich gegen die Erteilung einer Baugenehmigung aus. Anita Hirsch-Sanden, Vorstand und Sprecherin des
Arbeitskreises zum Erhalt des Aufelds, begründet das folgendermaßen: „Die
Bebauung widerspricht nicht nur dem Baugesetzbuch, sondern auch dem vorhandenen
Flächennutzungsplan. Der Bau dieser Halle“ ist sie sich sicher, „würde der
schon vorhandenen Splitterbebauung Vorschub leisten und die vom Gemeinderat
beschlossene Schutzgebietsausweisung schleichend unterlaufen. Dass jede weitere
Bebauung der Schutzgebietsausweisung entgegensteht, bestätigte auch schon das
Regierungspräsidium. Außerdem dient die Bewegungshalle nicht der
landwirtschaftlichen Nutzung sondern einem Hobby“, somit läge ihrer Meinung
nach auch keine vom Baugesetz vorgesehene Privilegierung vor.
Daneben stellt die Lokale Agenda
fest, dass der Antragsteller schon seit Jahren Pferde zum Ziehen von Kutschen
hält und diese bisher wohl an anderer Stelle bewegt. Die geplante Halle scheint
also nicht unbedingt notwendig zu sein, zudem nur wenige hundert Meter entfernt
der Reiterverein Hallen zum Bewegen von Pferden hat. Aus den genannten Gründen,
übrigens dieselben wie beim ersten Bauantrag 2005, fordert der Verein den Gemeinderat
auf, den Bauantrag des Antragstellers abzulehnen und die Verwaltung zu
beauftragen, das Aufeld endlich als Landschaftsschutzgebiet auszuweisen, damit
der Entscheid über derartige Bauanträge in Zukunft keine Ermessensfrage mehr
ist.
Lokale Agenda 21 mit neuem Vorstand
Bericht von der Jahreshauptversammlung mit dem Ergebnis der Vorstandswahlen
Mannheim,
im Januar 2008 – Auf der Jahreshauptversammlung am 16. Januar 2008
wählten die Mitglieder der Lokalen Agenda 21 Mannheim Neckarau e. V.
einen neuen Vorstand. Ein Resümee der einzelnen Arbeitskreise zeigte,
dass sich der Einsatz im letzten Jahr gelohnt hat und in Neckarau
einiges in Bewegung gesetzt werden konnte. Hierzu trug das Engagement
der Bürger und der Mitglieder der Lokalen Agenda wesentlich bei. Die
intensive Zusammenarbeit mit Stadt und Vereinen unterstützte den
Fortschritt der Projekte.
Im Rückblick auf das Jahr 2007 kann
das Verkehrsforum zusammen mit dem Arbeitskreis (AK) Kinder auf den
zweiten Umweltpreis der Stadt Mannheim für das Projekt „Zu Fuß zur
Schule“ zurückschauen. Der AK Aufeld lud im März zum
Vogelstimmenspaziergang ein, der wie immer gut besucht war. Nachdem die
Würdigung für das geplante Landschaftsschutzgebiet vorlag und die Stadt
Mannheim einen Verordnungsentwurf erstellt hatte, war der Arbeitskreis
aufgefordert, seine Stellungnahme abzugeben, was er auch gerne tat. Das
Thema Biotopvernetzung ist nach wie vor ein Agendaprojekt. Dazu ist man
noch mit den Friedhöfen Rheinau und Neckarau und mit den Kleingärtnern
im Gespräch. Der AK Eine Welt zeigte sowohl soziales als auch
ökologisches Engagement. So kann das Kinderhaus Tres Soles in Bolivien
auch in diesem Jahr mit Unterstützung rechnen. Die Filmvorführung „Eine
unbequeme Wahrheit“ war hervorragend besucht und gab Anlass zu
anschließendem Meinungsaustausch.
„Woher kommt die Kohle im GKM?“ –
auch dieser Frage ging der Arbeitskreis nach. Der AK Kinder führt das
forstpädagogische Programm, das im letzten Jahr gut angenommen wurde,
dieses Jahr weiter.
Bei der Wahl zum Vorstand gab es einige
Veränderungen. Kathrin Axt, die bisherige Schatzmeisterin, wurde neue
Vorsitzende des Vereins. Dieter Netter, der früher schon einmal dem
Vorstand angehört hatte, wurde zu Ihrem Stellvertreter gewählt. An
dieser Stelle geht der herzliche Dank aller Mitglieder an Bernd
Landmann und Rudolf Höcker, die mit unermüdlichem Engagement die Lokale
Agenda 21 MA-Neckarau sechs Jahre lang angeführt haben.
Axt und
Netter sind sich einig: „Unser Ziel ist es, die Projekte, die für die
Bürgerinnen und Bürger in Neckarau wichtig sind, mit Leidenschaft und
Sachverstand auch in Zukunft voranzubringen. Hierzu zählen auch mehr
Informationsveranstaltungen und die Erstellung eines
Nachhaltigkeitsberichts für Neckarau.“ Um den zahlreichen
Herausforderungen des Stadtteils gerecht zu werden, gehört auch die
Werbung neuer Mitglieder zu den Zielen der Lokalen Agende. Ideen,
Engagement und Sachverstand können so dazu beitragen, dass Neckarau ein
lebenswerter Stadtteil bleibt.
Für den weiteren Vorstand wurde wie folgt gewählt:
Schatzmeisterin: Anita Hirsch-Sanden
Schriftführerin: Regina Baro
Beisitzer: Helmut Arnold, Daniel Bannasch, Hans-Joachim Fenzke, Markus Rebmann, Reinhold Schuster, Gabriele Thirion-Brenneisen
Kassenprüfer: Sybille Walden, Bernd Landmann

Im Bild von links nach rechts:
Markus
Rebmann, Regina Baro, Helmut Arnold, Kathrin Axt, Reinhold Schuster,
Dieter Netter, Daniel Bannasch, Anita Hirsch-Sanden, Gabriele
Thirion-Brenneisen, Hans-Joachim Fenzke
Fragen und Antworten zum Stromanbieterwechsel
Auch der Strom der MVV Energie AG wird zum 1. Januar 2008
teurer. Damit folgt der hiesige Anbieter wenige Wochen später der Linie, die
derzeit die anderen großen Energieversorger beschreiten. Weniger beschäftigt
die Lokale Agenda 21 Neckarau die bevorstehende Preiserhöhung als vielmehr die
Sorge darüber, dass die MVV mit dem geplanten Ausbau des Großkraftwerks umwelt-
und klimapolitisch den falschen Weg einschlägt. „Mit einem neuen Kohleblock
wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien in der Region erschwert, wenn nicht
gar verhindert“, meint Bernd Landmann, Vorstand der Lokalen Agenda 21. Am
Stromwechsel interessierte Bürger sind eingeladen, sich am Samstag, den 3.
November am Stand der Lokalen Agenda 21 Neckarau zu informieren und beraten
lassen. Vor dem REWE-Markt gegenüber der Jakobuskirche in der Rheingoldstraße
stehen die Aktiven der Lokalen Agenda von 10
Uhr bis 13 Uhr
für Fragen und Tipps zur Verfügung.
Bürger, die nicht selbst
vorbeischauen können, finden weitere Informationen zum Umstieg auf Ökostrom im
Internet auf den Seiten der Lokalen Agenda www.neckarau21.de
mit Link zu www.atomausstieg-selber-machen.de
und www.verivox.de
Die
Agenda 21 steht für eine nachhaltige Entwicklung und ist ein weltweites
Handlungsprogramm, das 1992 in Rio de Janeiro von rund 180 Staaten
unterzeichnet wurde. Hierbei steht die Verträglichkeit im Hinblick auf die wirtschaftliche,
ökologische und soziale Entwicklung im Vordergrund. Leitlinie des Vertrags ist
es, „nicht das Kapital aufzubrauchen, sondern von den Zinsen zu leben“, und so
Verantwortung für die nachfolgenden Generationen zu übernehmen. Der Verein
Lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau wurde im Jahr 2000 gegründet und setzt sich
seitdem dafür ein, dass möglichst viele BürgerInnen an einer nachhaltigen
Entwicklung vor Ort mitarbeiten, vom einzelnen Projekt bis zum Handlungsprogramm
für den Stadtteil Neckarau.
Bahnhofsverlegung findet Unterstützung
Viele waren ins Gemeindezentrum St. Jakobus gekommen, wo am Donnerstag,
dem 11. Oktober zu den Planungen für den Neckarauer Bahnhof
informiert wurde.
Unter den zahlreichen Gästen waren auch Mitglieder des
Bezirksbeirates, des Gemeinderates und Günter Stegmüller von
der Gemeinschaft der Selbständigen (GdS). Markus Rebmann vom
Verkehrsclub Deutschland (VCD) referierte für das Verkehrsforum
Neckarau über die Chancen und Risiken einer Verlegung des
geplanten S-Bahnhofs nach Süden.
Die Idee eines Kompaktbahnhofes für Neckarau ist nicht neu, betonte Rebmann:
„schon im Verkehrsgutachten von Prof. Dr. Topp in den Neunziger
Jahren des letzten Jahrhunderts wurde das Zusammenlegen der
Haltestellen von Eisenbahn, Straßenbahn und Bus empfohlen, um
durch kurze Umsteigewege und abgestimmte Fahrpläne die Nutzung der
öffentlichen Verkehrsmittel zu fördern.“
Für den Ausbau des Haltepunktes Neckarau zur S-Bahn-Station ist
bisher indes nur die Erhöhung der Bahnsteige und der Einbau von
Aufzügen vorgesehen. An den zum Teil mehreren Hundert Metern
Abstand zwischen den verschiedenen Haltestellen am Bahnhof und der
Friedrichstraße würde sich nichts ändern.
Das Verkehrsforum Neckarau wirbt intensiv für die Verlegung der
Bahnsteige nach Süden und einen barrierefreien Anschluss an die
Morchfeldunterführung.
Die Vorteile liegen auf der Hand: die künftig barrierefreie
Unterführung ist ein wichtiges Scharnier zwischen dem Neckarauer
Ortskern und dem Gewerbegebiet, bindet das neue Seilwolff-Center
optimal an den S-Bahn-Haltepunkt an und ermöglicht kurze Wege beim
Umstieg auf Stadtbahn sowie Regional- und Stadtbus. Die vorhandene
Unterführung würde dann am Nordende der Bahnsteige
anschließen und Fahrgästen auch aus diesem Bereich kurze
Wege zum Gleis bieten.
Ein Kompaktbahnhof würde nicht nur Neckarau und das Gewerbegebiet
erschließen, sondern auch wichtige Mannheimer Freizeitziele
besser bedienen.
Durch einen optimierten Umstieg von S-Bahn auf die Buslinie 50
kämen Fahrgäste etwa aus Schwetzingen oder Hockenheim bequem
zur SAP-Arena und zum Maimarkt.
Gleich nachdem Markus Rebmann seinen Vortrage beendet hatte, meldete
sich Günter Stegmüller für die GdS zu Wort. Verbunden
mit einer Aufwertung des Ortseinganges und des Seilwolff-Geländes
könne er sich vorstellen, dass es mit dem Kompaktbahnhof für
Pendler interessant werde, in Neckarau aus- oder umzusteigen. Der eine
oder andere würde dann die Gelegenheit zum Einkaufen nutzen,
meinte er.
Der Umbau zum Kompaktbahnhof erfordert natürlich höhere
Investitionen als eine reine Bahnsteigerhöhung. Rebmann stellte
verschiedene Möglichkeiten der Bahnsteigverlegung vor, die rege
diskutiert wurden. Alle Redner waren sich dabei einig: die Optionen
eines Kompaktbahnhofes und deren Kosten müssen vor Planungsbeginn
geprüft und im Gemeinderat entschieden werden. Die Neckarauer
jedenfalls, so das Resümee der Veranstaltung, sind begeistert von
der Idee eines Kompaktbahnhofs. Sie sehen die Verlegung der Bahnsteige
nach Süden als sinnvolle Investition in die Zukunft des Stadtteils.
Das Verkehrsforum Neckarau ist eine Arbeitsgemeinschaft von ADFC,
Lokaler Agenda 21 MA-Neckarau, VCD sowie weiteren interessierten
Bürgern. Das Forum diskutiert über Verkehrsfragen im
Stadtteil und wirbt mit Aktionen für nachhaltige Mobilität.
Das nächste Treffen findet am Montag, dem 19.
November um 20 Uhr im Volkshaus, Rheingoldstraße 47-49, statt.
Bei den PDF-Dateien im Downloadbereich zum Verkehrsforum wird die
Bedeutung der Zusammenlegung der Haltestellen der verschiedenden
Verkehrsträger Bus, Stadtbahn und S-Bahn zu einem Kompaktbahnhof
zusammen mit ergänzenden Informationen zum Bahnhof Neckarau
dargestellt.
Das Laufen
hat sich gelohnt
Umweltpreis
für Lokale Agenda 21 und Verkehrsforum
Auch dieses Jahr
ist die Freude groß bei der Lokalen Agenda 21 Mannheim Neckarau und dem
Verkehrsforum Neckarau. Zum wiederholten Mal ist es beiden gelungen, durch Idee
und Engagement den Umweltpreis der Stadt Mannheim zu gewinnen. Am 12. Juli ab 17 Uhr fand die Preisverleihung in
der Alten Feuerwache statt. Besonders erfreulich: Im Rahmen dieses Wettbewerbs
ging die 500. Bewerbung um den Umweltpreis ein. Ein klares Zeugnis für die
Vielzahl vorbildlicher Aktivitäten der Mannheimer Bürger.
Den dritten Preis und 500
Euro Preisgeld konnten die Vertreter beider Vereine aus den Händen von
Bürgermeister Lothar Quast entgegennehmen. Mit ihrem Projekt „Zu Fuß zur Schule“
schafften sie es – zusammen mit Eltern und Lehrern - 1 200 Grundschulkinder in Neckarau und im Lindenhof zum Laufen zu bringen. Hinter dieser
Aktion verbirgt sich eine gewaltige Leistung des Verkehrsforums und des
Agenda-Arbeitskreises. Vorbildlich vorbereitet durch Infobriefe an Lehrer und
Eltern, Pressemitteilungen und Plakataktionen starteten sie in den bundesweiten
Aktionstag. Laufgemeinschaften wurden gebildet, das Thema wurde in den
Unterricht eingebunden und ein Klassenwettbewerb durchgeführt. Erfreulich auch,
dass die Schülervertreter aus den Siegerklassen der jeweiligen Schulen mit zur
Preisverleihung in der Feuerwache kamen und mithalfen, die Idee von „Zu Fuß zur
Schule“ weiterzutragen.
Das
Preisgeld von 500 Euro übersteigt die Auslagen der beiden Vereine. Das gibt der
Agenda 21 und dem Verkehrsforum wieder Luft für weitere Aktivitäten im Sinne
von Umwelt und Nachhaltigkeit. Sicherlich wird da auch wieder eine Aktion für
Kinder und Jugendliche mit dabei sein. An dieser Stelle noch einmal ein
herzliches Dankeschön an alle Beteiligten und an die Mannheimer Bürger, die mit
konstruktiven Ideen und ihrem Engagement zur Umsetzung des Umweltgedankens
beitragen.
Kleine Verkehrsdetektive unterwegs
Am Dienstag, 12. Juni heißt es in Mannheim-Neckarau „Achtung – die
Verkehrsdetektive sind unterwegs!“ Mit Stoppuhr, Maßband und Fragebogen
ausgerüstet untersuchen Kinder zwischen acht und zwölf Jahren wie sicher und
tauglich Geh- und Radwege, Ampeln und Fußgängerquerungen sind. Sie
beobachten wie andere Verkehrsteilnehmer sich verhalten und testen ihre
eigene Wahrnehmung. Dabei werden alle Sinne eingesetzt. Die Verkehrspolizei
führt mit den Kids Radarkontrollen durch und zeigt ihnen, wie man
Geschwindigkeiten von Autos abschätzen lernt.
Mit dieser Aktion beteiligt sich der ökologisch orientierte Verkehrsclub
Deutschland (VCD) schon seit zwei Jahren am Mannheimer Agenda-Diplom, einer
Veranstaltung des Agenda 21 Büros Mannheim.
Das Verkehrsforum Neckarau freut sich, dass diese Aktion zum Start in die
diesjährige Agenda-Saison erstmals im Stadtteil stattfinden kann. Das Forum
aus ADFC, der Lokalen Agenda 21 Neckarau, dem VCD sowie interessiertern
Bürgern setzt sich für nachhaltige Mobilität ein. In Neckarau ist der
Agenda-Gedanke schon weit verbreitet und es bietet sich für die Kinder mit
dem Baustein "Verkehrsdetektive" eine gute Gelegenheit, den ersten der fünf
erforderlichen Prüfsteine für das Mannheimer Agenda-Diplom zu erwerben.
Treffpunkt der Verkehrsdetektive ist um 16 Uhr in der Wilhelm-Wundt-Bücherei
am August-Bebel-Park, Dauer etwa bis 18 Uhr. Es wird um eine Anmeldung bei
Dieter Konrad, Tel. 06202-25912, e-mail: dieter@konradnet.de gebeten. In
allen Stadtteilbüchereien liegen die neuen Broschüren mit allen weiteren
Aktionen und Informationen zum Agenda-Diplom bereit.
Weitere Informationen auch im auf den Seiten des Agendabüros im Internet
unter www.mannheim.de/agenda21
OB-Kandidaten im Volkshaus Neckarau
Mannheim-Neckarau, 02.05.07 – Eine gute
Gelegenheit, die OB-Kandidaten kennen zu lernen, bietet die
Podiumsdiskussion am Mittwoch, den 23. Mai um 20.00 Uhr im Volkshaus
Neckarau in der Rheingoldstraße 47. Veranstalter ist die Lokale
Agenda 21 in Mannheim-Neckarau, die alle Interessierten herzlich zu
diesem Abend einlädt. Mit dabei sind die drei
Oberbürgermeister-Kandidaten Dr. Peter Kurz (SPD), Wolfgang
Raufelder (Grüne) und Ingo Wellenreuther (CDU, MdB). Daniel
Bannasch, Mitglied des Vorstands der Lokalen Agenda 21, übernimmt
die Moderation. Themenschwerpunkte werden sein: Energie und
Klimaschutz, Nachhaltigkeit in der Kommunalpolitik, Verkehr,
Bürgerbeteiligung, Aufeld und Strandbad. Die Besucher sind
eingeladen, mit den Kandidaten zu diskutieren und so Genaueres
über deren Positionen und Vorstellungen für die Zukunft
Mannheims zu erfahren.
Die Agenda 21 steht für eine nachhaltige
Entwicklung und ist ein weltweites Handlungsprogramm, das 1992 in Rio
de Janeiro von rund 180 Staaten unterzeichnet wurde. Hierbei steht die
Verträglichkeit im Hinblick auf die wirtschaftliche,
ökologische und soziale Entwicklung im Vordergrund. Leitlinie des
Vertrags ist es, „nicht das Kapital aufzubrauchen, sondern von
den Zinsen zu leben“, und so Verantwortung für die
nachfolgenden Generationen zu übernehmen. Der Verein Lokale Agenda
21 Mannheim-Neckarau wurde im Jahr 2000 gegründet und setzt sich
seitdem dafür ein, dass möglichst viele BürgerInnen an
einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort mitarbeiten, vom einzelnen
Projekt bis zum Handlungsprogramm für den Stadtteil Neckarau.
Einladung zum Vogelkonzert
Mannheim-Neckarau, 01.03.06 – Am Sonntag, den 25.
März lädt die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau zu einem
Vogelstimmen-Spaziergang ein. Die Besucher des Wanderkonzerts treffen
sich bereits um 9.00 Uhr, um in den Genuss der frühen Töne zu
kommen. „Ich freue mich, wenn auch dieses Jahr wieder viele
interessierte Vogelkundler zu unserem Vogelstimmen-Spaziergang
kommen.“, wünscht sich Anita Hirsch-Sanden, Leiterin des
Arbeitskreises Aufeld. Um die eifrigen Sänger zu identifizieren,
wird sich Hirsch-Sanden kompetente Verstärkung holen: Arnold
Cullmann vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.
V.) begleitet gerne die Tour des >Hörens und Sehens<. Der
frühe Termin im März wurde bewusst so gewählt, da es so
für >Vogelstimmen-Anfänger< einfacher ist, die
einzelnen Vögel herauszuhören. Zudem sind die Vögel
besser zu erkennen, da die Bäume noch nicht so belaubt sind. Wer
jetzt schon in der Neckarauer Natur unterwegs ist, der wird sicherlich
unter dem einen oder anderen Baum den hingebungsvollen
Sängerproben lauschen können.
Info: 25.03.2007, Treffpunkt ist Ecke Aufeldweg III / Neckarauer Waldweg, 9.00 Uhr.
Skulpturen für den Friedhof Neckarau
Mannheim, November 2006 – Zu einem eher außergewöhnlichen Termin laden die
Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V. und die Freizeitschule Neckarau ein: Neun
Holzskulpturen warten am 12. November von 11.00 bis 12.30 Uhr auf dem
Friedhof Neckarau in aller Stille auf viele interessierte Betrachter.
Rudolf Höcker von der Lokalen Agenda 21 eröffnet die Vernissage,
anschließend erläutert Hartmut Brunnenkant, Leiter des Bildhauerkurses der
Freizeitschule, die einzelnen Werke.
"Gelassenheit" lautete das Thema, unter dem neun Künstler und Künstlerinnen
in der Freizeitschule am Neckarauer Waldweg individuelle Figuren aus
Baumstämmen schufen. In zweijähriger Arbeit entstanden so Skulpturen, die
jede für sich ein Ausdruck des Menschseins darstellt: Offen oder in sich
schauend, den Blick in die Ferne gerichtet oder das Gesicht auf eine Fläche
reduziert und so offen für individuelle Interpretationen – ein Reigen von
Gefühlen, Assoziationen und Persönlichkeiten, der den Betrachter einlädt.
Gerade ein Friedhof ist ein Ort des Innehaltens und Besinnens auf das
Wesentliche. Diese Figuren beleben ein Terrain, das bisher durch Leere
gekennzeichnet war. Vielleicht bilden sie für den einen oder anderen
Trauergast einen Anker, der den Abschied mit tröstenden Gedanken begleiten
lässt.
Die Vernissage findet vor der neuen Trauerhalle des Friedhofs Neckarau an
der Altmühlstraße statt. Neben den handwerklich künstlerischen Arbeiten
erwarten den Besucher wohltuende Cello-Klänge. Regina Trösch, CDU-Stadträtin
und Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Technik, wird die Grüße
der Stadt Mannheim übermitteln. Jeder ist herzlich eingeladen, an diesem
Sonntagmorgen, den Friedhof mit seinen neun neuen Persönlichkeiten in
Augenschein zu nehmen.
Wo drückt der Schuh im Stadtteil
Verkehrsforum Neckarau will Fußwege frei machen
Bild: Aktive des Verkehrsforum am Infostand zum CarSharing
Die Aktion "Zu Fuß zur Schule" war der Startschuss des Verkehrsforums
Neckarau für einen Herbst, in dem das Zufußgehen beworben werden soll. Zum
Schulanfang konnten durch die Aktion an Grundschulen in Neckarau und im
Lindenhof ganze Schulklassen dazu bewegt werden, den Schulweg per Pedes zu
meistern. Viele Kinder liefen begeistert mit und merkten dabei wohl auch,
dass vor allem das Gehen in der Gruppe viel Spaß macht. Das Elterntaxi
konnte in dieser Zeit getrost in der Garage bleiben.
Warum will das Verkehrsforum Neckarau das Gehen fördern? "Nun, Gehen ist
nachweislich gesund, da es dem Bewegungsmangel entgegenwirkt", meint der
Sprecher des Sprecher des Verkehrsforums, Markus Rebmann. Mehr zu Fuß
bewältige Strecken könnten Verkehrsprobleme mildern, die durch allzu viele
im Auto zurückgelegte Kurzstrecken verursacht sind, erklärt er weiter.
Daneben würde der örtliche Einzelhandel profitieren, denn wer laufe zum
Einkaufen schon zum Supermarkt auf der oft zitierten Grünen Wiese?
Mehr zu Fuß gehende Menschen tun nicht nur etwas für ihre Gesundheit, sie
halten damit auch den Stadtteil lebendig.
Um das Gehen im Stadtbezirk attraktiver und angenehmer zu machen will das
Verkehrsforum Hindernisse auflisten und aufnehmen, an welchen Stellen
Unfallgefahren lauern. Alle Neckarauer sind eingeladen mit Ihren Anregungen
und Beschwerden dabei zu helfen. Die Aktiven des Verkehrsforums werden eine
Auflistung machen und Verbesserungsvorschläge erarbeiten. Anschließend
sollen die Vorschläge mit den Kommunalpolitikern und der Verwaltung
besprochen und nach Möglichkeit zeitnah umgesetzt werden.
Ihre Anregungen können die Neckarauer kundtun, indem sie am 20. November zur
Sitzung des Verkehrsforums ins Volkshaus kommen oder an einem Spaziergang
durch den Stadtteil teilnehmen, der am Sonntag, dem 26. November um 14 Uhr
am Rathaus Neckarau beginnt. Vorschläge können aber auch schriftlich
eingereicht werden. Das geht per E-Mail an verkehrsforum-neckarau@web.de
oder per Brief an das Verkehrsforum Neckarau, Postfach 24 07 54, 68177
Mannheim. Vorschläge können auch in den Briefkasten des Volkshauses
eingeworfen werden.
Im Verkehrsforum Neckarau arbeiten der ADFC, die Lokale Agenda 21 Neckarau
und der VCD Neckarau mit dem Ziel zusammen, für mehr umweltfreundliche und
nachhaltige Mobilität im Stadtteil zu werben.
Die Termine:
Öffentliche Sitzung der Aktiven des Verkehrsforums Neckarau:
Montag, 20.November 2006 um 20 Uhr im Besprechungsraum des Volkshauses in
der Rheingoldstraße 47-49.
Spaziergang durch den Stadtteil am Sonntag, dem 26. November. Teilnehmer
treffen sich um 14 Uhr am Rathaus Neckarau.
Autos gemeinsam fahren senkt Kosten
NECKARAU: Verkehrsforum informiert über CarSharing
Kann CarSharing eine sinnvolle Alternative zum eigenen Auto sein?
Informationen dazu gibt es von den Verbänden des Verkehrsforums Neckarau am
Samstag, 14. Oktober, 10 bis 14 Uhr. An der Haltestelle Neckarau-West am
Rheingoldcenter stellen Mitglieder des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), des
Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) und der Lokalen Agenda 21
Neckarau die Möglichkeiten vor.
Nicht nur angesichts der steigenden Kraftstoffpreise suchen immer mehr
Autofahrer nach Alternativen zum eigenen Fahrzeug. Anlässlich des vom
"Klima-Bündnis", einem Zusammenschluss aus europaweit mehr als 1.200
Kommunen und Organisationen, ausgerufenen autofreien Tags am 22. September
hatte das Statistische Bundesamt gemeldet, dass die Preise für den Kauf und
die Unterhaltung von Kraftfahrzeugen von August 2000 bis August 2006 um
17,1 Prozent gestiegen seien, während sich die durchschnittlichen
Verbraucherpreise in dieser Zeit um 10,5 Prozent erhöht hätten.
In dieser Situation könnte CarSharing helfen Kosten fürs Auto zu sparen,
ohne auf Automobilität verzichten zu müssen. Nach Berechnungen der Verbände
lohnt sich CarSharing für Autofahrer, die weniger als 12.000 Kilometer im
Jahr fahren.
Am Informationsstand werden CarSharing-Nutzer anwesend sein und an einem
Fahrzeug von Stadtmobil Rhein-Neckar erklären, wie die CarSharing
funktioniert. Erfahrungen können Interessenten in den nächsten Wochen bis
Weihnachten während der Schnupperzeit bei Stadtmobil machen. In Neckarau
gibt es an zwei Stationen bisher vier Autos unterschiedlicher
Fahrzeugklassen. Eines steht in der Rheingoldstraße gegenüber dem Rathaus
und drei am Sennteichplatz, nicht weit von der Haltestelle Neckarau-West.
Weitere Informationen: www.stadtmobil.de und www.carsharing.de
Die Termine und die Arbeitsergebnisse des Verkehrsforums kann man sich auch
im Internet ansehen. Auf den Seiten der lokalen Agenda 21 MA-Neckarau
(www.neckarau21.de) und des VCD Rhein-Neckar (www.vcd.org/Rhein-Neckar) sind
die aktuellen Informationen zu finden.
Zu Fuß zur Schule – Kinder auf eigene Füße stellen
Mannheim, im September 2006 – Um dem
Bewegungsmangel vieler Kinder entgegenzuwirken, veranstalten das
Verkehrsforum Neckarau und die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V. die
Aktion >Zu Fuß zur Schule<. Insgesamt vier Schulen aus
Neckarau und dem Lindenhof beteiligen sich an diesem Projekt, das
Kindern das Laufen schmackhaft machen soll. Pünktlich zum
Schuljahresbeginn können sich Eltern informieren und Kinder
mitmachen.
"Die Zahl der übergewichtigen Schulanfänger
hat sich in den letzten 10 Jahren in Deutschland verdoppelt. Etwa 14%
der sechsjährigen Mädchen und Jungen sind übergewichtig
und rund 10% der ABC-Schützen haben große Schwierigkeiten,
dreimal nacheinander auf einem Bein zu hüpfen. Die mangelhafte
motorische Leistungsfähigkeit und die Zunahme des
Übergewichtes hängen unmittelbar zusammen.", so der
Fachbereich Gesundheit der Stadt Mannheim. In Zeiten, in denen Spielen
immer öfter sitzend vor den unterschiedlichen Medien stattfindet,
wird ein Ausgleich des Bewegungsmangels dringend notwendig, um die
Gesundheit der Kinder auf Dauer stabil zu halten. Die deutschlandweite
Kampagne >Zu Fuß zur Schule<, die ihre Wurzeln in der
internationalen Aktion >I walk to school< hat, startet offiziell
am 22. September 2006.
Pünktlich zum Schulanfang machen das Verkehrsforum
Neckarau und die Lokale Agenda 21 zusammen mit Lehrern und
Elternbeiräten der Almenhof-, Diesterweg-, Schiller- und
Wilhelm-Wundt-Schule den Schulweg zum Thema. >Starke Kinder auf
eigenen Füßen – Sicher. Gesund. Selbstbewusst.< -
unter diesem Motto erfahren die Kinder, dass Laufen Spaß macht,
ihnen mehr Kontakte zu ihren Schulkameraden bringt und sie sich so fit
machen für den Straßenverkehr. Hier bitten die Veranstalter
auch die Eltern um die entsprechende Unterstützung, indem sie ihre
Sprösslinge zum Laufen motivieren und vielleicht das
>Elterntaxi< in der Garage stehen lassen.
Am Tag der Einschulung, am Samstag, den 23.09.06
können sich die Eltern der Erstklässler im Schulhof
ausführlich über diese Aktion informieren und ihren Wohnort
im Schulwegplan markieren, um Laufgemeinschaften zu fördern.
Für die Kinder der zweiten bis vierten Klassen werden am Freitag,
den 22. September 2006 auf dem Schulweg Stationen aufgestellt. Alle
Schülerinnen und Schüler, die dort vorbeikommen, bekommen
einen Stempel auf den Handrücken, für den sie
anschließend einen kleinen Bonus im Klassenzimmer bekommen. In
der darauffolgenden Woche vom 25. bis 29.06.09 findet ein kleiner
Wettbewerb je Schule statt: Die Klasse mit der höchsten
Zu-Fuß-Quote erhält je einen attraktiven Preis in Form eines
24-Plus-Tickets für einen Klassenausflug, das der VRN für
alle teilnehmenden Schulen zur Verfügung stellt.
Der Großmarkt Mannheim GmbH sponsert mit
Unterstützung ihrer Händler etwa 1.000 Äpfel als gesunde
Belohnung für die Schüler, die sich zu Fuß auf ihren
Schulweg gemacht haben. Der Großmarkt hat sich schon seit Jahren
als Einkaufsquelle für viele Anbieter auf dem Wochenmarkt im
Lindenhof, am Rheingoldcenter und in Neckarau bewährt. So feiert
der Neckarauer Wochenmarkt dieses Jahr sein 25-jähriges
Jubiläum.
Nur ehrenamtliches Engagement hat diese Aktion, die
Kinder wieder in Bewegung bringt, möglich gemacht. Großer
Dank geht auch an die Gmünder Ersatzkasse, die diese Aktion
finanziell unterstützt, sowie das Staatliche Schulamt für die
Stadt Mannheim und den Fachbereich Gesundheit der Stadt Mannheim.
Ehrlichkeit geht am Strandbad baden
Mannheim, 03.06.06 – Das Tauziehen um die Sanierung oder den Neubau
des Strandbades geht weiter. Zwar sah es in der Bezirksbeiratssitzung am
29.03. 2006 so aus, als würde die Firma Eichbaum als Betreiber der
Gastronomie nun bald gemeinsam mit der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau und
der Bürgerinitiative Freunde des Strandbades im gleichen Fahrwasser
schwimmen – doch weit gefehlt.
Grundlage für die Beschlüsse der Lokalen Agenda, die auf der
Bezirksbeiratssitzung vorgelegt wurden, waren der Verweis von Eichbaum auf
„mehrere Gutachten in zahlreichen Ordnern“, in denen die Bausubstanz des
bestehenden Gebäudes gründlich in Augenschein genommen worden sein sollte.
Dass diese Ordner nicht existieren, sondern lediglich nur zwei DIN A4-
Schreiben von zwei Ingenieurbüros vorliegen, hat für neue Turbulenzen
gesorgt. Die Lokale Agenda sieht sich aufs Heftigste getäuscht und zieht
mit sofortiger Wirkung seine Beschlüsse zum vorgestellten
Gastronomiekonzept für das Strandbad zurück. Es gelten nun wieder die
Eckpunktforderungen der Lokalen Agenda als Grundlage für neue
Verhandlungen.
Leitlinie für ein natur- und bürgerfreundliches Strandbad ist der
Stifterwille von Carl Reiß, in dem der Schwerpunkt auf der ökologischen und
sozialen Verträglichkeit liegt. Sowohl die Lokale Agenda als auch die
Strandbad Initiative sehen ihre Aufgabe darin, diesem Gedanken Rechnung zu
tragen. Eine effiziente und offene Zusammenarbeit aller Beteiligten wäre
wünschenswert, um das „Kleinod des Mannheimer Südens“ wieder durch
nachhaltige Entscheidungen zum Strahlen zu bringen.
2. Sponsorenlauf für „Tres Soles“
Unterstützung für Straßenkinderhaus in Bolivien
Am 13. Mai 2006 findet von 12.00-18.00 Uhr der 2. Sponsorenlauf
zugunsten des bolivianischen Straßenkinderhauses „Tres Soles“ statt. Es
geht darum, Spenden für das Kinderhaus zu erlaufen, die dem Projekt direkt
zugute kommen. Den Rahmen für den Lauf bildet das Fest zum 10-jährigen
Jubiläum der Elterninitiative 48er-Spiel- und Sportplatz Mannheim-Almenhof
e.V.
Bereits im vergangenen Jahr wurde ein „Tres Soles“-Sponsorenlauf in
Zusammenarbeit mit dem städtischen Kinderhaus Sentapark im Niederfeld
durchgeführt, bei dem über 4.000 EUR zusammen kamen. „Diesen Erfolg wollen
wir wiederholen und vielleicht sogar noch übertreffen,“ hofft die
Initiatorin des Laufs Andrea Rhein vom Pflegedienst Rheingold.
Bürgerdienstleiter Peter Rosenberger, Stadträtin Gabriele Thirion-
Brenneisen, Stadtrat Wolfgang Raufelder und Bezirksbeirätin Brigitte
Müller-Steim haben bereits ihre Teilnahme zugesagt. Unterstützt wird die
Aktion auch vom Neckarauer Bezirksbeirat Hans-Joachim Fenzke und dem
Vorsitzenden der Lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau e.V. Bernd Landmann.
Jeder, der beim Sponsorenlauf mitmachen will, kann sich
bei Andrea Rhein unter der Nummer 84 14 040 melden. Dort bekommt er
eine Läuferliste, mit der er sich im Vorfeld des Laufs Sponsoren
(Verwandte, Nachbarn, Freunde, Firmen, etc.) sucht, die ihm pro
gelaufener Runde (eine 48er-Meile, ca. 400 m) einen bestimmten Betrag
zahlen (50 Cent, 1 Euro oder mehr). Es kann auch ein Fix- oder
Maximalbetrag festgelegt werden. Sponsoren können nach dem Lauf
den Spendenbetrag entweder bar bezahlen oder auf das „Tres
Soles“-Spendenkonto überweisen (St. Konrad Eine-Welt-Kreis,
Volksbank Rhein-Neckar, Kto.-Nr. 32 48 313, BLZ 670 900 00). Es werden
Spendenquittungen ausgestellt.
Das Kinderhaus Tres Soles wurde von dem Schweizer Stefan
Gurtner gegründet, der seit 1987 in einem kirchlichen Projekt in
La Paz/El Alto arbeitete. Dort war er vom Elend der Kinder so
betroffen, dass er 1989 ein einfaches Haus eröffnete: Tres Soles
(Drei Sonnen) - Heimat für 30-35 Kinder im Alter von 8-19 Jahren.
Für völlig verwahrloste Kinder ohne Hoffnung auf Zukunft
entstand ein Ort der Geborgenheit. 1998 erfolgte der Umzug nach
Quillacollo/Cochabamba. Ziel des Kinderhauses ist, das
Selbstwertgefühl der Kinder zu entwickeln und sie insgesamt so zu
fördern, dass sie später selbstverantwortlich ihr Leben
meistern können. Inzwischen besuchen alle Kinder die
öffentlichen Schulen, erlernen einen Beruf oder bekommen eine
Starthilfe in die Selbständigkeit.
"Wir sind überwältigt von der
Unterstützung, die wir in den vergangenen beiden Jahren aus
Neckarau erfahren haben, vor allem durch den Arbeitskreis Eine Welt der
Lokalen Agenda Mannheim-Neckarau", sagt die Leiterin des
Eine-Welt-Kreises der St. Konrad-Gemeinde in Rheinau-Casterfeld, Magda
Keller, die die Unterstützung für das Kinderhaus mit ihren
Mitstreitern seit Jahren ehrenamtlich organisiert. "So wichtig für
die Finanzierung von Tres Soles Flohmärkte, Einzel-Spenden und
Benefizveranstaltungen sind, suchen wir für eine gesicherte
Finanzierung des Hauses (insgesamt rund 30.000 EUR im Jahr) in den
nächsten Monaten verstärkt auch weitere Dauerspender."
Der Lauf ist ein Kooperationsprojekt mit folgenden AnsprechpartnerInnen:
- Andrea Rhein, Tel: 84 14 040 (von 9 – 16 Uhr) (Initiatorin des Sponsorenlaufs)
- Magda Keller, Tel: 80 61 589 (Katholische Kirchengemeinde St. Konrad)
- Brigitte Müller-Steim, Tel: 82 20 03 (AK Eine Welt Neckarau)
- Daniel Bannasch, Tel: 85 57 93 (Lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau e.V.)
- Elterninitiative 48er-Spiel- und Sportplatz Mannheim-Almenhof e.V.
Wir freuen uns über Anregungen und stehen Ihnen für Rückfragen gerne zur Verfügung.
MetropolSolar Rhein-Neckar
Gründung eines regionalen Netzwerks für Erneuerbare Energien
Am
20. Mai werden Energie-Akteure aus der Region einen Dachverband
für erneuerbare Energien im Rhein-Neckar-Raum gründen: den
Verein “MetropolSolar Rhein-Neckar’. Hauptziel des Vereins
ist die vollständige Umstellung der Energieversorgung auf
erneuerbare Energien.
“Wer die ständig steigenden Preise an den
Tankstellen, die aktuellen Konflikte um Öl- und Gaslieferungen aus
Russland, oder die durch die Menschen verursachten Naturkatastrophen
verfolgt, dem muss eigentlich klar sein, wohin die Reise geht,’
meint Erhard Renz, Initiator der weltgrößten Dachsolaranlage
in Bürstadt und eine der treibenden Kräfte bei der
Gründung des Vereins “MetropolSolar Rhein-Neckar’.
Dass die vollständige Umstellung auf erneuerbare
Energien nur gelingen kann, wenn die Potentiale im Bereich von
Energieeffizienz und Energieeinsparung ausgeschöpft werden, ist
für die Vereinsgründer eine Selbstverständlichkeit. Sie
sind sich einig, dass ein wichtiger Teil der konkreten Verwirklichung
dieser globalen Aufgabe auf lokaler und regionaler Ebene stattfinden
muss. Der Verein will dafür eine regionale Wissens-, Austausch-
und Öffentlichkeitsplattform bereitstellen, bestehende Initiativen
stärken und die Gründung neuer Initiativen für eine
zukunftsfähige Energieversorgung unterstützen.
“Häufig sind ehrenamtliche Akteure der
stärkste Motor der Entwicklung. Es ist an der Zeit, dass sich
gerade auch diese Akteure in der Region stärker vernetzen, damit
die Energiewende ins 2. Solarzeitalter schneller vorankommt.’
meint Stephan Pucher vom BUND-Umweltzentrum in Heidelberg.
Der Verein MetropolSolar Rhein-Neckar will seine Ziele
auch in Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit in der Region
propagieren. “100% Energieversorgung durch erneuerbare Energien
soll ein politisches Ziel werden, das es schrittweise zu verwirklichen
gilt. Das wollen wir mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen,
Vorträgen, Veranstaltungen und Messen, wie wir sie seit Jahren
organisieren, unterstützen’, sagt die Vorsitzende des
Vereins S.U.N., Christine Denz aus Mosbach. Und der
Geschäftsführer des Umweltvereins Ecolog, Guido Dahm aus
Ebertsheim in der Pfalz ergänzt: „Regenerative Energie ist
in der Region genügend vorhanden. Statt Neubau von
Kohlekraftwerken oder Verlängerungen von Atomkraftwerklaufzeiten
in Biblis und Philipsburg setzen wir auf Biomasse, Sonne, Wind und
Geothermie“.
Die Ankündigung der Vereinsgründung kommt
gerade rechtzeitig zum 20. Jahrestag des Reaktorunglücks in
Tschernobyl am 26. April 2006 und dem damit verbundenen “Tag der
Erneuerbaren Energien’ am Samstag, den 29. April 2006, der mit
zahlreichen Veranstaltungen in der Region begangen wird. In Biblis ist
Erhard Renz als Redner bei einer großen Demonstration neben
Hermann Scheer, dem Präsidenten des Weltrates für erneuerbare
Energien, zu hören. Im Raum Grünstadt organisiert Guido Dahm
mit Ecolog mehrere Veranstaltungen. Und auch Stephan Pucher hat in
Heidelberg ein volles Veranstaltungsprogramm im Rahmen des „Tags
der erneuerbaren Energien“ zu bieten.
Unterstützt wird die Vereinsgründung von
weiteren Machern mit großer Projekterfahrung, wie Karl Breiner
und Georg Haas, die gemeinsam zahlreiche erfolgreiche Projekte in der
Verbandsgemeinde Lambrecht umgesetzt haben, oder Clemens Middendorf aus
Römerberg in Speyer, der sich seit Jahren im Rahmen der lokalen
Agenda 21 und auch beruflich für die erneuerbaren Energien
engagiert.
Die Vereinsgründer wollen mit anderen Initiativen
und Verbänden aus dem Rhein-Neckar-Raum kooperieren und laden alle
Interessierten dazu ein, den Verein zu unterstützen. Bei aller
regionalen Verwurzelung soll der Blick über den Tellerrand aber
nicht vergessen werden. “Selbstverständlich suchen wir
Kooperationen mit anderen Initiativen und Verbänden nicht nur im
Rhein-Neckar-Raum, sondern auch außerhalb der Region. Denn viele
wichtige Rahmenbedingungen sind das Ergebnis landes- und
bundespolitischer Entscheidungen.’ meint Daniel Bannasch, Autor
der Veröffentlichung „Neue Energie-Region
Rhein-Neckar“ aus Mannheim und Koordinator der
Vereinsgründung.
Wer die Gründung und die Arbeit des Vereins unterstützen möchte, kann sich an folgende Adresse wenden:
MetropolSolar Rhein-Neckar
c/o ecorema - Daniel Bannasch
Naumannstr. 13
68199 Mannheim
Tel: 06 21/85 57 93
Mail: daniel.bannasch@gmx.de
Frühlingskonzert für Vogelkundler
Mannheim-Neckarau, 07.04.06 – Am Sonntag, den 2. April lud die Lokale
Agenda 21 MA-Neckarau zu einem Vogelstimmen-Spaziergang in das Neckarauer
Aufeld ein. Etwa 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger trafen sich
pünktlich um 9.00 Uhr auf dem Festplatz am Aufeldweg III zu einer Tour des
"Hörens und Sehens".
„Ich bin positiv überrascht, dass so viele Menschen unserer Einladung
gefolgt sind“, freut sich Anita Hirsch-Sanden, Leiterin des Arbeitskreises
Aufeld. „Denn wer weiß schon genau, welche Vögel mit welcher Stimme zu dem
großen Konzert in den Baumkronen beitragen?“ Um die eifrigen Sänger zu
identifizieren, hat sich Hirsch-Sanden kompetente Verstärkung geholt:
Arnold Cullmann und Klaus Fischer vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland e. V.) begleiteten gerne die neugierigen Vogelkundler, die sich
mit offenen Ohren und scharfem Fernglas auf den Weg machten. Amsel,
Buchfink, Kormoran begrüßten die Gruppe gleich voller Elan. Rabenkrähe,
Elster und Girlitz stimmten gleich in das Konzert ein. Um zu demonstrieren,
dass eine Schwalbe noch keinen Sommer – aber einen Frühling – macht,
präsentierte sich die Rauchschwalbe in klaren Tönen. Insgesamt waren 20
unterschiedliche Vogelarten zu hören. „Dies klingt zwar nicht besonders
viel, hängt aber mit der frühen Jahreszeit zusammen, da noch das
Gezwitscher der Zugvögel fehlt“, beantwortete Fischer die Frage eines
Besuchers. Der Zeitpunkt wurde bewusst so gewählt, da es für >Vogelstimmen-
Anfänger< einfacher ist, die einzelnen Vögel herauszuhören. Zudem konnte
man die Vögel besser erkennen, da die Bäume noch nicht so belaubt sind.
Cullmann hob hervor, wie konstruktiv die Zusammenarbeit mit der Lokalen
Agenda 21 sei. In enger Zusammenarbeit können so die gemeinsamen Ziele, die
immer unter dem Gedanken der Nachhaltigkeit stehen, verfolgt werden. Gegen
11.00 Uhr löste sich die sichtlich zufriedene Gruppe auf und ein jeder ging
mit seiner persönlichen Lieblingsmelodie im Ohr seines Weges.
Die nächste Veranstaltung der Lokalen Agenda 21 findet im Mai auf dem 48er
Sportplatzfest statt. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.
Mit Kindern im Fahrradanhänger an die frische Luft
Verkehrsforum berät junge Familien zum praktischen wie umweltfreundlichen Kindertransport in Neckarau
Der Jakobus-Flohmarkt für Kindersachen und Spielzeug am vergangen Samstag in
Neckarau war Anlass für das Verkehrsforum Neckarau mit einem Info-Stand zum
Thema Kinder-Fahrradanhänger präsent zu sein. Junge Familien, die für das
Frühjahr noch ein geeignetes Gefährt zur Mitnahme ihrer Sprösslinge suchen,
konnten bewährte Anhänger in Augenschein nehmen und ihre Kinder auch mal
Probe sitzen lassen. Zahlreiche Eltern ließen sich Details wie Schiebebügel
und ausklappbares drittes Rad erläutern, die sich gerade in Neckarau als
äußerst praktisch erweisen: am Fahrtziel angekommen kann der Anhänger samt
Kind und Picknick-Ausrüstung wie ein Kinderwagen auf die Liegewiesen des
Stollenwörthweihers oder des Strandbades geschoben werden.
Das Verkehrsforum Neckarau mit Aktiven aus ADFC, Lokaler Agenda 21
Mannheim-Neckarau und Verkehrsclub Deutschland versteht sich als offene
Arbeitsgemeinschaft zu Verkehrsfragen vor Ort. Mit verschiedenen Aktionen
möchte sie für nachhaltige Mobiltität werben, um die Verkehrsbelastungen im
Stadtteil zu reduzieren. Zum Thema Kinder-Fahrradanhänger hat sie ein neues
Informationsblatt zusammengestellt, das praktische Tipps und Verweise auf
Tests und weitere Informationsmöglichkeiten enthält. Wer sich nicht selbst
am Stand des Verkehrsforums informieren konnte, kann das Infoblatt unter
der Internet-Adresse der Lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau
www.neckarau21.de/partner21.html abrufen.
Neckarauer Autofahrer steigen um
Einen schönen Erfolg meldet der regionale CarSharing Anbieter Stadtmobil Rhein-Neckar für
Neckarau. Im Jahr 2005 stiegen 24 Autofahrer im Stadtteil auf CarSharing um, was einem
Kundenwachstum von stolzen 32% entspricht. Es bedeutet außerdem, dass die vier in Neckarau
stehenden CarSharing Autos in der Rheingoldstraße und am Sennteichplatz dem Stadtteil bis
zu 40 parkende Privatfahrzeuge ersparen. Denn Untersuchungen zufolge ersetzt ein
CarSharing Auto 6-10 private Pkw.
Damit macht sich bemerkbar, dass sowohl Stadtmobil, als auch das Verkehrsforum Neckarau im
letzten Jahr für CarSharing geworben haben. Das Verkehrsforum, ein Zusammenschluss von
ADFC, VCD, der Lokalen Agenda 21 Neckarau und interessierten Bürgern, hatte im letzen
Herbst mehrere gut besuchte Informationsstände zur ökoeffizienten Dienstleistung
CarSharing angeboten. Das führte insbesondere dazu, dass die von September bis Weihnachten
angebotenen Schnupperwochen von Neckarauern intensiv genutzt wurden.
Das nächste Ziel von Stadtmobil ist nach Angaben des Anbieters der Hundertste Kunde in
Neckarau. Bei anhaltendem Wachstum dürfte dieses Ziel schon in den nächsten Wochen
erreicht werden. In Neckarau wohnen dann etwa 4% der insgesamt 2.500 Kunden von
Stadtmobil Rhein Neckar.
Das Bild zeigt die CarSharing Station "Sennteichplatz" in Neckarau mit den dort stehenden Fahrzeugen.
Weitere informationen unter www.stadtmobil.de/rhein-neckar
und als PDF-Dokument CarSharingRheinNeckar.pdf auf unserer Download-Seite.
Dieter Netter.
Lokale Agenda 21 Neckarau lädt zum Bürgerengagement
Durchweg einstimmig haben die Mitglieder der Lokalen
Agenda 21 MA-Neckarau e. V. am Mittwoch, 15.02.2006 bei der
Jahreshauptversammlung den Vorstand gewählt.
Bestätigt wurden dabei jeweils in geheimer Wahl Bernd Landmann als
Vorsitzender, Rudolf Höcker als Stellvertreter, Kathrin Axt als
Schatzmeisterin und Gabriele Thirion-Brenneisen als
Schriftführerin.
Die Beisitzerinnen und Beisitzer setzen sich zusammen aus Helmut
Arnold, Daniel Bannasch, Hans-Joachim Fenzke, Regina Hassing-Baro,
Anita Hirsch-Sanden, Günther Kirchner und Klaus-Peter Mütsch.
Die Kassenrevision übernehmen Sibylle Walden und Reinhard
Schuster.
Schwerpunkte der Rechenschaftsberichte waren bei dieser
Generalversammlung ganz eindeutig die Themenbereiche der Arbeitskreise
Aufeld und Strandbad.
Anita Hirsch-Sanden schilderte die Geschehnisse, die schließlich
im Beschluss des Gemeinderatsausschusses für Umwelt und Technik
zur Einführung eines Landschaftsschutzgebietes Aufeld
führten. Dies zusammen mit dem Bemühen des
Agenda-Arbeitskreises, mit der Verwaltung der Stadt Mannheim eine
für die Bürger tragbare Satzung des Landschaftsschutzgebietes
zu entwickeln. Die in der Presse vorgetragenen Einwendungen einiger
Stadträte der Mannheimer Liste, die von Enteignung,
Schließung von Vereinslokalen und ähnlichen Horrorszenarien
sprachen, riefen allgemeine Heiterkeit hervor.
Rudolf Höcker hatte als Leiter des Arbeitskreises
Strandbad ausführlich zu berichten:
Nach dem Organisieren von Gesprächen zwischen protestierenden
bürgerschaftlichen Vereinigungen und Stadtverwaltung sowie
möglichen Investoren durch die Lokale Agenda 21 MA-N´au e.
V. sind die festgefahrenen Fronten wieder in Bewegung gekommen. Allem
Anschein nach könnte es bei jetzt endlich auch durch die
Stadtverwaltung anberaumten Gesprächen zur weiteren
Annäherung oder gar Einigung kommen. Die bürgerschaftlichen
Vertreter bedauern jedoch schon im Vorfeld dieser Termine, dass die
angeregte Bündelung der Kompetenzen für das Strandbad in
einem maßgeblichen Dezernat nicht aufgegriffen wurde und
ausschließlich das Gastronomiekonzept zur Entscheidung heran
steht. Zum Beispiel Verkehrsprobleme wurden in den jetzt vorliegenden
Lösungskonzepten gänzlich ausgeklammert.
Eine öffentliche Bürgerversammlung zum Thema
Gastronomiekonzept birgt jedoch trotzdem die Chance auf Einigung
zumindest für diesen Teilbereich.
Eher in Stillen aber trotzdem sehr effektiv arbeiten
bisher die Arbeitskreise "Kinder und Jugend" und "Eine Welt" mit
Kathrin Axt und Daniel Bannasch als Arbeitskreis-Verantwortliche.
Als Kernpunkte der Aktivitäten sollte jedoch das
forstpädagogische Programm für Vorschulkinder sowie die
Vernetzung der Eine Welt-Aktiven in Neckarau nicht unerwähnt
bleiben.
Energiesparprojekte mit Sportvereinen und Förderung
von erneuerbarer Energie stehen zwar auf der "Agenda", konnten jedoch
durch zehrende aktuelle Geschehnisse in der Tagespolitik nicht
realisiert werden.
Deshalb wird die Mitgliederwerbung zunächst mal als wichtigster
Arbeitsschwerpunkt im Jahr 2006 erhoben. Denn nur mit weiteren Aktiven
können die zahlreichen Herausforderungen gemeistert werden. Frau
Barbara Höcker wird der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau e.V. dabei
als Projektgruppenleiterin zur Verfügung stehen.
Stadträte der Mannheimer Liste enttäuschen Aufeldfreunde
Tief enttäuscht von den Stadträten der ML meldet sich der Arbeitskreis zum
Erhalt des Aufelds zu Wort. In dem Arbeitskreis der Lokalen Agenda 21
engagieren sich seit fast 5 Jahren Bürger dafür, das Aufeld in seiner
vorhandenen Struktur zu erhalten. Dabei glaubten sich die Aufeldfreunde um
die Sprecherin Anita Hirsch-Sanden von den Stadträten der ML unterstützt.
Mehrmals hatten diese versichert, sich für ein Landschaftsschutzgebiet
Aufeld einsetzen zu wollen. "Das liegt uns sogar schriftlich vor",
versichert Anita Hirsch-Sanden. Umso betroffener reagierten die
Aufeldschützer als im letzten November das Mitglied der ML im Ausschuss für
Umwelt und Technik, entgegen der Beteuerungen, gegen die Ausweisung stimmte.
Dem Fass den Boden ausgeschlagen hätte allerdings, so Hirsch-Sanden, das
Interview der ML Stadträte Rolf Dieter und Rudo Friedrich, welches in der
Weihnachtsausgabe der Neckarau-Almenhof-Nachrichten abgedruckt war. Darin
täten die Stadträte so, als ob Sie schon seit Urzeiten für die Aufstellung
eines Bebauungsplanes zum Schutz des Aufeldes wären. In dem Interview werde
mit den Ängsten der Grundstückseigner und Aufeldnutzer gespielt, bedauert
der Vorsitzende der Lokalen Agenda Neckarau, Bernd Landmann. Und es würde
wider besseres Wissen versucht, den im Naturschutzgesetz verankerten Begriff
des Landschaftsschutzgebietes zu verunglimpfen: Es wird davon gesprochen,
dass Kleingärten verschwinden müssten und Vereinslokale nicht mehr genutzt
werden dürften, der Begriff Enteignung fällt. Das alles ist falsch und die
ML Stadträte wissen das auch. Wurden doch in den vergangenen Jahrzehnten
etliche Landschaftsschutzgebiete in Mannheim auch mit den Stimmen der ML
ausgewiesen. Solcherart 180 Grad Drehungen von Politikern seien zumindest
erklärungsbedürftig. Gerne wüssten Hirsch-Sanden und Landmann, was die
Wendung der ML verursacht hat. "Als seriöser und verlässlicher
Ansprechpartner mit Sachkenntnis hat sich die ML in diesem Fall nicht
erwiesen", macht Bernd Landmann unmissverständlich klar. "Dieser Stil ist
wenig dazu geeignet, mit Bürgern Lösungen zu erarbeiten".
Faustlos im städtischen Kinderhaus Sentapark
970 Euro Spenden für Anti-Gewalt-Programm
Das Mannheimer Großkraftwerk, John Deere, der Rotary Club Mannheim -
Kurpfalz und Eltern des städtischen Kinderhauses Sentapark haben 2005 für
das Gewaltpräventionsprogramm "Faustlos" insgesamt 970 Euro gespendet.
Ursula Linke, Leiterin des Sentapark, und der Elternbeirat freuen sich,
dass dank der Spenden das Faustlos-Programm ab 2006 in die pädagogische
Arbeit des Kinderhauses aufgenommen werden kann.
Das Kinderhaus Sentapark im Niederfeld will sich mit dem Faustlos -
Programm dafür einsetzen, dass Kinder so früh wie möglich lernen, Konflikte
gewaltfrei zu lösen. Das Programm fördert die Empathiefähigkeit und die
Impulskontrolle von Kindern und den Umgang mit Ärger und Wut. Im November
2005 nahmen bereits zwei Erzieher an einer Fortbildung für die Umsetzung
des Programms teil. Anfang 2006 werden zwei weitere Erzieherinnen an der
Fortbildung teilnehmen. Mit den Spenden wurden außerdem jeweils ein
Materialkoffer für Kindergarten und Hort finanziert.
"Faustlos" wird durch die "Stiftung Bündnis für Kinder - gegen Gewalt"
gefördert. Das Programm kommt aus den USA und wurde im Jahr 1996/1997 zum
ersten Mal in einer Pilotphase in Deutschland erfolgreich erprobt. In
Bayern wird das Projekt mittlerweile in ca. 1000 Kindergärten und Schulen
durchgeführt. Auch im Rhein-Neckar-Raum wurde das Projekt an mehr als 20
Grundschulen umgesetzt. Die Evaluationsergebnisse zeigen eine Verminderung
aggressiven Verhaltens bei Kindern, mit denen Faustlos durchgeführt wurde.
Denn "Faustlos-Kinder" haben ein größeres Verhaltensrepertoire im Umgang
mit Konflikten, ohne zu Mitteln der Gewalt greifen zu müssen.
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