LOKALE AGENDA 21 MA-Neckarau e.V.
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Archiv für Pressemitteilungen und Pressespiegel

Index

Pressemitteilungen
24.11.2005 Zum Geburtstag Landschaftsschutz
31.10.2005 Kommt in das Aufeld jetzt eine Reithalle?
04.10.2005 Hintergrundinformationen zum Verkehrsforum Neckarau
04.10.2005 Hintergrundinformationen zu Stadtmobil Rhein-Neckar und
CarSharing
27.07.2005 Gordischen Verkehrsknoten zerschlagen?
15.07.2005 Kinder laufen für Kinder
04.04.2005 Rheinau: Drei Sonnen leuchten
20.03.2005 Investition am Strandbad
13.03.2005 Aufeld: Von der Fledermaus gebissen
04.11.2004   AK Aufeld der lokalen Agenda 21 Neckarau weiht Sitzbänke im Aufeld ein
01.10.2004   Feststunde zum Gedenken an Carl Reiß
26.08.2004   Handeln nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit am Strandbad gefordert
23.08.2004   Einladung zur Pressekonferenz
05.08.2004   Stadt Mannheim verhökert Vermächtnis von Carl Reiß
05.08.2004   Lokale Agenda 21 MA-Neckarau fordert Stopp der Pläne zum Strandbad
04.08.2004   Verkehrsentwicklungsplan Neckarau auf lange Bank geschoben
03.08.2004   Verkehrsforum Neckarau erhält Umweltpreis
02.08.2004   Einladung zur außerordentliche Vorstandssitzung der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau zum Thema Strandbad und der Bedeutung des Vermächtnisses der Geschwister Reiß für die Bürger der Stadt Mannheim
13.06.2004   Umfrage zur Kommunalwahl: "Haltung zum Aufeld"
30.06.2004   Angeleiteter Lauf auf Trimm-dich-Pfad
25.05.2004   Bänke fürs Aufeld
26.04.2004   1. Forstpädagogischer Rundgang des AK Kinder & Jugend und Förster Pfefferle mit Kindergartengruppe
14.04.2004   Forstpädagogische Spaziergänge der lokalen Agenda Neckarau ausgebucht
23.03.2004   Mit allen Sinnen Natur erleben
08.02.2004   Forstpädagogischer Erkundungsspaziergang für Kinder auf gutem Weg
29.01.2004   Einladung Agenda-AK Eine Welt, 9.2.04, 17.00 - 18.30 Uhr, Volkshaus Neckarau
15.01.2004   VCD lädt zum Treffen des Verkehrsforums Neckarau ein.
26.12.2003   Neckarauer Eine Welt Aktive prüfen Zusammenarbeit
15.09.2003   Lokale Agenda 21 MA-Neckarau will Positionspapier zum Verkehrsentwicklungsplan übergeben
20.08.2003   Studienergebnisse liegen vor: Kinder, Jugend und Agenda 21 in Neckarau
10.07.2003   Umweltpreis für “Agenda im Sport“
16.06.2003   1. Mannheimer Drais-Memoriale
19.05.2003   Lokale Agenda in Neckarau lädt zur öffentlichen Mitgliederversammlung ein: Kinder, Jugend und Agenda 21
18.05.2003   Agenda-Fest am Trimm-dich-Pfad, Sportvereine feiern Neu-Eröffnung
16.03.2003   Neckarauer Bürger diskutieren mit Experten Verkehrsfragen
16.02.2003   Neckarauer Sportvereine übernehmen Patenschaft für den neuen Trimm-dich-Pfad
14.02.2003   Arbeitskreis zum Erhalt des Aufeldes lädt ein zur Veranstaltung "Mobilität in Neckarau 2010"
19.07.2002   Neckarauer Waldsportpfad wird erneuert
06.06.2002   Neckarau agendamobil: Viertes CarSharing-Auto in Neckarau
09.03.2002   Presseerklärung der Agenda 21, Arbeitskreis Erhaltung des Aufeldes zur Sitzung des Ausschusses Umwelt und Technik (AUT) am 9.3.2002
23.02.2002   Agenda im Sport und Neckarauer Vereine trafen sich
09.09.2001   “Ohne ein deutliches Votum der Neckarauer Bürger wird es keine Aufeldquerung geben!“
01.10.2000   Aufruf zur Gründung des Vereins „Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V.“
Pressespiegel
30.12.2005 Bürger nehmen Natur in der Stadt in Schutz (Mannheimer Morgen)
21.10.2005 Neues Konzept am Strandbad (Mannheimer Morgen)
03.08.2005 Endlich an die Arbeit gehen (Mannheimer Morgen)
03.08.2005 Ein Stadtteil will in Zukunft planmäßig fahren (Mannheimer Morgen)
03.08.2005 Kleine Schritte (Mannheimer Morgen)
27.07.2005 Initiativen suchen Konsens am Strandbad (Mannheimer Morgen)
23.07.2005 Vorerst kein neues Lokal (Mannheimer Morgen)
08.07.2005 Wir setzen Konzepte nicht gegen die Öffentlichkeit durch
(Mannheimer Morgen)
05.07.2005 Nahe dran (MM-Leserforum zum Thema "Mannheimer Lido")
09.06.2005
3. Mannheimer Naturschutztag am 03.06.2005 (Presseerklärung
des Umweltforums)
09.06.2005
Wir investieren nur im Konsens mit der Bevölkerung
(Pressemeldung: EICHBAUM)
09.06.2005
Mannheimer Lido" sorgt immer noch für Zündstoff (Mannheimer
Morgen)
20.03.2005 Nachhaltige Freizeitnutzung im Waldpark
26.01.2005
Unter hohem Druck (Mannheimer Morgen, Kommentar von
Thorsten Lanscheid)
16.01.2005 Strandbad-Pläne noch unausgegoren (Mannheimer Morgen)
01.12.2004   Neue Bänke in grüner Oase (Mannheimer Morgen)
10.11.2004   Arbeitskreis weiht Bänke ein (Mannheimer Morgen)
22.10.2004   Diskussion um Strandbad von Misstrauen geprägt, incl. Kommentar (Mannheimer Morgen)
22.10.2004   Am Strandbad schlagen die Wogen hoch (Mannheimer Morgen)
16.09.2004   Strandbadfreunde wollen keine Großgastronomie (Wochenblatt)
10.09.2004   Protest am Strandbad gegen die befürchtete Event-Gastronomie (Neckarau Almenhof Nachrichten)
10.09.2004   Viele Emotionen in der Diskussion um das Strandbad (Neckarau Almenhof Nachrichten)
10.09.2004   Verkehrsforum Neckarau erhält Umweltpreis (Neckarau Almenhof Nachrichten)
10.09.2004   Was wird aus der maroden Strandbad-Gaststätte? (Mannheimer Morgen)
27.08.2004   Agenda legt Beschwerde ein (Mannheimer Morgen)
20.08.2004   Strandbad: Neuer Klärungsbedarf (Mannheimer Morgen)
12.08.2004   In die Freude am Strandbad mischen sich auch Sorgen (Mannheimer Morgen)
12.08.2004   Beschlüsse erst im Herbst (Mannheimer Morgen)
12.08.2004   Protest gegen Event-Gastronomie (Mannheimer Morgen)
12.08.2004   Überrollt Autolawine die Verkehrspläne? (Mannheimer Morgen)
07.08.2004   Natur genießen, ohne bevormundet zu sein (Mannheimer Morgen)
16.07.2004   Zwischen Öko-Rap und Drais-Gedächtnisfahrt (Mannheimer Morgen)
02.07.2004   Eine Nummer zu groß (Mannheimer Morgen)
02.07.2004   Am Lido gibt's wieder Bier und Wurstsalat (Mannheimer Morgen)
18.06.2004   Friedhof soll durch Biotopvernetzung parkähnlicher werden (Neckarau-Almenhof-Nachrichten)
02.06.2004   Bürger stiften Bänke im Aufeld (Mannheimer Morgen)
April 2004   Friedhof bald Biotop mit Skulpturenpark? (Neckarau-Almenhof-Nachrichten)
25.02.2004   Die Agenda Neckarau: Eine Welt mit Vielfalt (Mannheimer Wochenblatt)
11.02.2004   Mit wachen Sinnen durch den Wald (Mannheimer Morgen)
07.01.2004   "Eine Welt"-Initiativen rücken näher zusammen (Mannheimer Morgen)
22.10.2003   Arbeitskreis Aufeld fordert Antworten (Mannheimer Morgen, Artikel zur Ausweisung des Aufeldes als Landschaftsschutzgebiet)
02.07.2003   Nach der Radtour finden Schüler Spaß im Freibad (Mannheimer Morgen, Artikel zur Drais-Memoriale)
27.06.2003   Voll im Trend: Bewegende Lektion in Heimatkunde (Mannheimer Morgen, Artikel zur Drais-Memoriale)
21.06.2003   Mit Drais voll im Trend (Mannheimer Morgen, Artikel zur Drais-Memoriale: Jugendliche auf der Spur des Erfinders)
20.06.2003   Großer Bahnhof für Trimm-Dich-Pfad (Mannheimer Morgen, Artikel zur Einweihung des Trimm-Dich-Pfads)
05.06.2003   Nach der Radtour baden gehen (Mannheimer Morgen, Artikel zur Drais-Memoriale: Schüler betreten Erinnerungs-Neuland)
19.03.2003   Echte Stadtwerbung (Mannheimer Morgen, Kommentar zum Drais-Event)
19.03.2003   Der Mannheimer Edison als leuchtendes Vorbild (Mannheimer Morgen, Artikel zum Drais-Event)


Pressemitteilungen

Zum Geburtstag Landschaftsschutz

Lokale Agenda 21 MA-Neckarau feiert fünfjähriges Bestehen

Vorstand der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau Am 26.10.2000 wurde der Verein Lokale Agenda 21 MA-Neckarau gegründet, der in diesen Tagen seinen fünften Geburtstag feierte. Und beschenkt wurde er auch gleich reichlich: Mitte November beschloss der Ausschuss für Umwelt und Technik des Gemeinderates, das Aufeld als Landschaftsschutzgebiet auszuweisen.

"Nach der Verabschiedung des Verkehrsentwicklungsplanes für Neckarau im Frühsommer ist die Ausweisung des Aufelds zum Landschaftsschutzgebiet nur konsequent", meint die Sprecherin des Arbeitskreises Aufeld der Agenda 21 Neckarau, Anita Hirsch-Sanden. Der Verwaltung habe man bereits für die Erstellung der Schutzgebietsverordnung die Mitarbeit angeboten. Der Arbeitskreis Aufeld hatte im Jahr 2001 über 7.500 Unterschriften für den Erhalt des Aufelds gesammelt und der Verwaltung übergeben. Mit der Einleitung des Unterschutzstellungsverfahren hat die lokale Agenda 21 Neckarau nun ein Ziel erreicht, das sie seit Jahren mit kontinuierlicher Arbeit verfolgt.

Auch die sonstige Bilanz der fünfjährigen Arbeit des Agendavereins kann sich sehen lassen: 2003 wurde vom Arbeitskreis "Agenda im Sport" zusammen mit Neckarauer Sportvereinen die Erneuerung des Trimm-Dich-Pfades im Waldpark angestossen und mit Patenschaften begleitet. Ebenfalls im Jahr 2003 organisierte der Arbeitskreis "Mehr Rad" unter Leitung des zweiten Vorsitzenden Rudolf Höcker die erste Mannheimer Drais-Memoriale. An der Gedenkfahrt zu Ehren des Mannheimer Laufraderfinders, nahmen im Juni 2003 mehrere hundert Schüler teil.

Seit zwei Jahren bietet der Arbeitskreis "Agenda 21 für Kinder und Jugendliche" in Zusammenarbeit mit dem Forstamt einen stark nachgefragten forstpädagogischen Rundgang durch den Waldpark für Kindergartengruppen an. Der jüngste Arbeitskreis "Eine Welt in Neckarau" koordiniert seit Anfang 2004 erfolgreich die Vernetzung von Neckarauer Eine-Welt-Aktiven und unterstützt mehrere Eine-Welt-Projekte bei der Öffentlichkeitsarbeit und Mittelbeschaffung. Daneben arbeitet die Lokale Agenda auch an Projekten wie der Biotopvernetzung und hat einen nachhaltigen Ausflugsführer für Schulen erstellt.

In einigen Bereichen wird mit Partnern kooperiert, wie beispielsweise im Verkehrsforum Neckarau bei der Erstellung des Verkehrsentwicklungsplanes für Neckarau. Dort ist man dankbar für die Anregungen der Fachleute des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs und des umweltbewussten Verkehrsclubs Deutschland. Auch wenn es um die Zukunft des Strandbades geht, hält man engen Kontakt zu den befreundeten Initiativen.

"Pläne für 2006 haben wir schon reichlich. Wir freuen uns immer über neue Mitstreiter, die Engagement und auch eigene Ideen einbringen. Mit unserer Arbeit vor Ort wollen wir einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten. Denn unsere Kinder haben einen Anspruch darauf, mindestens so gute Zukunftschancen zu haben wie wir" sagt Bernd Landmann im Hinblick auf die Leitgedanken der globalen Agenda 21, die an vielen Orten auf der Welt ähnliche Prozesse wie in Neckarau angestoßen haben. Das erfordere nach seinem Verständnis manchmal energisches Vorgehen, vor allem aber den Willen zum Ausgleich, was sicher zum Erfolg der ausgesprochen vielfältigen Arbeit des mit mehreren Preisen geehrten Vereins beitrage.

Kommt in das Aufeld jetzt eine Reithalle?

Die Agenda Mannheim-Neckarau hat erfahren, dass der Bauunternehmer Scheidel auf seinem Grundstück im Aufeldweg III eine Reithalle mit Kutschenparcours und Mitarbeiter-Appartement bauen will.

Die Abstimmung des Gemeinderates über das Aufeld als Landschaftsschutzgebiet wurde durch die Verwaltung gerade wieder von der Tagesordnung genommen und in einen Ausschuss zurück verwiesen. Damit läge es im Ermessen der Bauverwaltung, dieses Bauprojekt mitten im Aufeld zu genehmigen, denn die Bebauungssperre des Landschaftsschutzes ist noch nicht in Kraft.

  1. Wir wollen, dass das Aufeld endlich unter Landschaftsschutz gestellt wird, damit der Entscheid über derartige Bauanträge keine Ermessensfrage mehr ist!
  2. Wir wollen, dass mit einem positiven Baubescheid für die Scheidel-Halle kein Präzedenzfall für die Genehmigung weiterer Bauprojekte im Aufeld geschaffen wird.
  3. Wir wollen, dass die Unterschutzstellung des Aufelds mit diesem oder anderen Bauprojekten nicht schleichend unterlaufen wird.

Wir fordern: Eine derart umstrittene Maßnahme darf nicht am Gemeinderat vorbei entschieden werden!

In diesem Zusammenhang erinnern wir daran, dass die Stadtverwaltung mehrfach in strittigen Fragen zugunsten der Bauunternehmung Diringer & Scheidel, deren Inhaber Herr Scheidel ist, entschieden hat: Unter anderem war es bei einer bis dahin in der Bundesrepublik beispiellosen Aktion möglich, dass gegen alle Widerstände aus der Bevölkerung und einschlägigen Organisationen, das Naturdenkmal Blutbuche in MA-Lindenhof gefällt werden konnte, um ein Bauvorhaben der Firma Diringer & Scheidel durchzuführen. Eine Aktion, die in der gesamten Republik Furore gemacht hat!

Obwohl alle Fraktionen im Gemeinderat beteuern: „Im Aufeld soll alles so bleiben wie es ist“, werden die erforderlichen Maßnahmen hierfür immer noch nicht beschlossen – wofür hauptsächlich die CDU-Gemeinderatsfraktion verantwortlich ist, an deren Votum einschlägige Anträge von SPD und Grünen bisher scheiterten.

Die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V. wird mit allen zu Gebote stehenden Mitteln dafür einstehen, dass dem in mehr als 7.500 Unterschriften zum Ausdruck gebrachten Bürgerwillen entsprochen wird und das Aufeld tatsächlich so erhalten bleibt, wie es jetzt ist.

Hintergrundinformationen zum Verkehrsforum Neckarau

Das Verkehrsforum besteht seit dem Sommer 2003. Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), der lokalen Agenda 21 MA-Neckarau und des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) engagieren sich zusammen mit interessierten Neckarauer Bürgern und Vertretern der Parteien für nachhaltige Mobilität im Stadtteil.

Ziel des Verkehrsforums ist, den von den Bewohnern selbst verursachten Verkehr in Neckarau so zu gestalten, dass niemand in seinem Wunsch nach Mobilität beeinträchtigt wird. Gleichzeitig sollen die Belastungen durch den Autoverkehr aber auch für die Anwohner der stark befahrenen Durchgangsstraßen erträglich bleiben. Das will man durch attraktivere Fußwege, die stärkere Förderung des Radfahrens im Stadtteil und durch einen besseren öffentlichen Nahverkehr erreichen. Eine Forderung des Forums war beispielsweise, an den Wochenenden die Benutzung der Busse und Bahnen innerhalb des Stadtteils kostenlos für die Stadtteilbewohner anzubieten. Eine Idee, die man gerade im Zusammenhang mit der aktuellen Strandbaddiskussion immer noch für geeignet hält, Autofahrer durch einen attraktiveren öffentlichen Personennahverkehr zum Umsteigen zu bewegen. Letztendlich setzt man aber auch auf die Einsicht und Vernunft der BürgerInnen. „Wir denken jedem ist klar, dass nicht alle jeden Weg mit dem Auto zurücklegen können, wenn wir und unsere Kinder gleichzeitig ohne Verkehrslärm und in einer gesunden Umwelt leben wollen“, erklärt Markus Rebmann ruhig.

Das Verkehrsforums tagt regelmäßig öffentlich und die Mitarbeit aller BürgerInnen ist ausdrücklich erwünscht. Die Treffen werden in der Presse angekündigt und sind im Internet unter www.neckarau21.de zu finden.

Hintergrundinformationen zu Stadtmobil Rhein-Neckar und CarSharing

Bereits 2400 Kunden fahren in der Metropolregion Rhein-Neckar CarSharing Autos. Wer keine Lust mehr hat auf TÜV, Parkplatzsuche und teure Reparaturen, wer nicht täglich ein Auto braucht oder eine Alternative zum Zweitwagen sucht, ist bei Stadtmobil gut aufgehoben. Und bei weniger als 12.000 gefahrenen Kilometern kostet CarSharing auch weniger als das eigene Auto.

Seit 13 Jahren gibt es Stadtmobil als Alternative zum eigenen Auto. In Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen und zwölf weiteren Städten im Rhein-Neckar-Raum bietet Stadtmobil an 70 Stellplätzen über 100 Fahrzeuge zur Nutzung an. Davon stehen 40 Autos alleine in 9 Stadtteilen Mannheims, wo sie von fast 800 Autofahrern genutzt werden. Vom Mini bis zum Transporter gibt es für jeden Zweck das richtige Auto. Heute mit dem Smart mit Parkplatzgarantie in die City, morgen mit dem Audi A 3 zum Geschäftstermin und am Wochenende mit dem Kombi zum Großeinkauf – alles ist möglich. Transporter für den Umzug, Kleinbusse, Vans und diverse Cabriolets ergänzen das Angebot.

Weitere Informationen unter www.stadtmobil.de oder telefonisch unter (0621) 4182218

Gordischen Verkehrsknoten zerschlagen?

Lokale Agenda 21 und Verkehrsforum begrüßen die Verabschiedung des Verkehrsentwicklungsplanes für Neckarau

von links nach rechts: Markus Rebmann, Dr. Gerd Hüttmann, Anita Hirsch-Sanden, Bernd Landmann Bild von links nach rechts: Markus Rebmann, Dr. Gerd Hüttmann, Anita Hirsch-Sanden, Bernd Landmann

[27.07.2005] Die Lokale Agenda 21 und das Verkehrsforum Neckarau begrüßen einhellig die Verabschiedung des Verkehrsentwicklungsplanes durch den Gemeinderat am 26. Juli. „Endlich können wir im Interesse der Bürger daran gehen, einige der dringendsten Verkehrsrobleme im Stadtteil zu mildern“, freut sich Bernd Landmann, der Vorsitzende der lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau e.V. Zusammen mit Aktiven des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs ADFC und des Verkehrsclubs Deutschland VCD begleitete die lokale Agenda die Erstellung des Verkehrsentwicklungsplans vom Jahr 2000 an.

In Erinnerung dürfte vor allem die Unterschriftensammlung gegen die damals geplante Aufeldquerung sein. Dagegen hatte die lokale Agenda im Stadtteil 7500 Unterschriften gesammelt, und damit den Startschuss für die bürgerschaftliche Beteiligung an den Planungen gegeben. „Es wurde ein langer Weg mit vielen Gesprächen mit Bürgern, Kommunalpolitikern und Vertretern der Verwaltung,“ erinnert sich Anita Hirsch-Sanden. Aber das Engagement habe sich gelohnt, stellt die Sprecherin des Arbeitskreises Aufeld heute im Rückblick fest.

Die Teilnehmer des Verkehrsforums hatten 2004, wie viele interessierte Bürger, die Offenlage der Pläne intensiv für Kritik und Anregungen genutzt. Um so enttäuschter war man, als erst nach der Offenlage die CDU im Gemeinderat Beratungsbedarf anmeldete. Dadurch wurde die Verabschiedung der Verwaltungsvorlage um ein ganzes Jahr verzögert. „Damit hat man den von Verkehrsbelastungen geplagten Menschen im Stadtteil keinen Dienst erwiesen,“ erklärt Bernd Landman und fährt fort: „Es freut uns besonders, dass mit dem Beschluss des Gemeinderates alle Parteien anerkennen, dass eine Aufeldquerung keine maßgebliche Verkehrsentlastung für den Stadtteil bringt.“ Er lädt die Vertreter aller Parteien im Stadtteil ein, sich beim Verkehrsforum mit zu engagieren. Auch Markus Rebmann betont, dass man eine Verkehrspolitik wolle, die allen Neckarauern mehr Lebensqualität bringt. Er wünscht sich, dass möglichst viele gesellschaftliche Gruppen beim Verkehrsforum mitmachen.

Dr. Gerd Hüttmann vom ADFC weist auf die Aktionen des Verkehrsforums in diesem Jahr hin. Im April waren vor einem Einkaufsmarkt die Möglichkeiten zum Transport von Einkäufen mit dem Fahrrad vorgestellt worden. Im Juni war beim Fest der Elterninitiative am 48er-Platz der Rat der Experten für den Transport von Kindern in Fahrradanhängern gefragt. Und auch die sonstige Werbung für Mobilität ohne Auto kam bei dem Fest gut an. „Mit unserem Engagement zeigen wir„, so Dr. Hüttmann, „dass wir nicht auf die Beschlüsse von Politikern warten, bis wir etwas tun.“ „Und mit Werbung für CarSharing ist für den Herbst schon die nächste Aktion geplant;“ ergänzt Markus Rebmann. „Wir sind otimistisch, dass wir die Dienstleitung CarSharing in Neckarau noch etwas populärer machen können“. Stünden doch im halb so großen Lindenhof mehr CarSharing Fahrzeuge als bei uns am Sennteichplatz und in der Rheingoldstraße.

Gemeinsam freuen sich alle Beteiligten darüber, mit dem Beschluss des Verkehrsentwicklungsplanes in die Ferien gehen zu können. Nach den Ferien wolle man mit frischer Energie an die Umsetztung des Planes gehen und dann auch endlich Verbesserungen für den Verkehr vom und zum Strandbad erarbeiten.

Kinder laufen für Kinder

Sentapark: Kinderhaus-Fest mit Sponsorenlauf

Die Festbesucher, das Publikum, die Dekoration [15.07.2005] Mannheim-Neckarau. Am 15. Juli 2005 feierte das städtische Kinderhaus Sentapark sein Sommerfest. Besonderheit war in diesem Jahr das Motto "Kinder unserer Welt" - vorbereitet mit einem mehrwöchigen Projekt im Kinderhaus. Die Projektergebnisse konnten Eltern, Freunde und Verwandte der Kinder des Kinderhauses Sentapark bestaunen. Als Höhepunkte gab es einen Sponsorenlauf zugunsten des bolivianischen Straßenkinderhauses "Tres Soles", der mehr als 3.500 EUR einbrachte, und den Auftritt der Mannheimer Gruppe Mocabo (www.mocabo.de).

"Kinder unserer Welt" war das Thema mit Schwerpunkt Bolivien und dem bolivianischen Straßenkinderhaus "Tres Soles". Wochenlang hatten die Kinder im Kinderhaus Sentapark Musikinstrumente gebastelt, gekocht, getanzt, gemalt und getrommelt. Die Ergebnisse der engagierten Vorarbeit konnten Familien und Freunde der Kinder beim Sommerfest sehen, hören und schmecken. Kindergartenkinder begrüßten die Besucher des Festes auf spanisch, neben dem "normalen Buffet" wurden bolivianisches Essen und Cocktails aus fair gehandelten Säften angeboten (und die Erlöse für "Tres Soles" gespendet). Im Freigelände spielten die Kinder lateinamerikanische Kinderspiele und eine Ausstellung im Kinderhaus zeigte das Thema Fairer Handel mit den Beispielen Orangensaft, Fußball und Kakao. Photos über die Lebensbedingungen und Essensgewohnheiten von Menschen in anderen Ländern der Welt rundeten die Ausstellung ab.

Beim Sponsorenlauf haben 65 Läufer in 2 Stunden mehr als 3.500 EUR erlaufen. Jeder der mitlaufen wollte, hatte sich im Vorfeld des Laufs Sponsoren gesucht, die einen Pauschalbetrag oder ein Rundengeld für das Kinderhaus "Tres Soles" zusagten. Durch einen 20%igen Zuschuss, den das Missio Kinderhilfswerks bei allen Spenden noch einmal drauflegt, sind damit eineinhalb Monate der Gesamtfinanzierung des Kinderhauses gesichert. Einige Highlights: ein viereinhalbjähriges Kindergartenkind ist 6 Runden (etwa 4,5 km), ein 10-jähriges Mädchen 11 Runden gelaufen. Und auch einige Eltern beteiligten sich - ein Vater hält den Rekord mit 15 Runden.

Die Gruppe Mocabo musiziert Die Gruppe Mocabo - bekannt für spanische und lateinamerikanische Rythmen - war von der Idee des Festes so überzeugt war, dass sie sich bereit erklärt hatte, umsonst zu spielen. Ganz leer ausgegangen sind die Musiker trotzdem nicht: Ein Hut, den die begeisterten Eltern des Kinderhauses herum gehen liessen, war schnell gefüllt. Beendet wurde das Fest gegen 22 Uhr mit Blitz und Donner - perfektes Timing und ein rasanter Abbau: in 5 Minuten waren Tische, Bänke und Schirme verschwunden, dank der hilfreichen Hände unzähliger Eltern und Kinderhausmitarbeiter. Und am Ende des rundum runden Fests waren sich alle einig: "so schön haben wir selten gefeiert."

Der Erfolg des Festes hatte viele Mütter und Väter: Magda Keller von St. Konrad in Rheinau, die die Unterstützung für das Kinderhaus "Tres Soles" seit Jahren unermüdlich organisiert und mit vielen Helferinnen und Helfern die Gesamtfinanzierung (rund 30.000 EUR pro Jahr ) zusammenträgt. Die Initiatorin und Organisatorin des Sponsorenlaufs, Andrea Rhein vom Pflegedienst Rheingold, deren Team unter reger Sponsorenbeteiligung am Lauf teilnahm. Der Arbeitskreis Eine Welt der Lokalen Agenda Mannheim-Neckarau e.V. (www.neckarau21.de) unter Leitung von Daniel Bannasch und Brigitte Müller-Steim, der mit vielen Ideen, Material und praktischen Ratschlägen die Vorbereitungen des Kindergartenteams unterstützte. Denn entscheidend für den Erfolg des Festes war die wochenlange Vorarbeit des Kinderhausteams.

"Nachdem wir nun mit der Fertigstellung des Außengeländes nicht nur ein wunderschönes Haus, sondern auch ein tolles Umfeld haben, waren wir uns im Team des Kinderhauses einig, dass wir den Blick über den Tellerrand nicht vergessen sollten. Mit dem Fest haben wir bewusst eine Brücke zu einem Kinderhaus und einem Land geschlagen, in dem die Lebensbedingungen ungleich schwieriger sind, als bei uns" so Ursula Linke, Leiterin des Kinderhauses Sentapark.

"Wir sind überwältigt von der Unterstützung, die wir mit dem Sponsorenlauf und anderen Aktivitäten in den vergangenen beiden Jahren aus Neckarau erfahren haben," sagt die Leiterin des Eine-Welt-Kreises der St. Konrad-Gemeinde in Rheinau-Casterfeld, Magda Keller. "So wichtig für unsere Finanzierung Flohmärkte, Einzel-Spenden und Benefizveranstaltungen sind, suchen wir für eine gesicherte Finanzierung des Hauses in den nächsten Monaten verstärkt auch weitere Dauerspender. Das würde uns, Stefan Gurtner und seine Schützlinge sehr entlasten."

Das Kinderhaus Tres Soles wurde von dem Schweizer Stefan Gurtner gegründet, der seit 1987 in einem kirchlichen Projekt in La Paz/El Alto arbeitete. Dort war er vom Elend der Kinder so betroffen, dass er 1989 ein einfaches Haus eröffnete: Tres Soles (Drei Sonnen) - Heimat für 30-35 Kinder im Alter von 8-19 Jahren. Für völlig verwahrloste Kinder ohne Hoffnung auf Zukunft entstand ein Ort der Geborgenheit. 1998 erfolgte der Umzug nach Quillacollo/Cochabamba. Ziel des Kinderhauses ist, das Selbstwertgefühl der Kinder zu entwickeln und sie insgesamt so zu fördern, dass sie später selbstverantwortlich ihr Leben meistern können. Inzwischen besuchen alle Kinder die öffentlichen Schulen, erlernen einen Beruf oder bekommen eine Starthilfe in die Selbständigkeit.

Ansprechpartner:
Andrea Rhein, Tel: 01 72/800 70 98 (Initiatorin des Sponsorenlaufs)
Ursula Linke, Tel: 06 21/82 83 623 (Leiterin Kinderhaus Sentapark)
Kathrin Funk-Müldner, Tel: 06 21/82 23 50 (Elternbeirat Kinderhaus Sentapark)
Magda Keller, Tel: 06 21/806 15 89 (Katholische Kirchengemeinde St. Konrad/Eine-Welt-Kreis)
Daniel Bannasch, Tel: 06 21/85 57 93 (Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V.)

Spendenkonto "Tres Soles":
St. Konrad Eine-Welt-Kreis
Volksbank Rhein-Neckar
Kto.-Nr. 32 48 313
BLZ 670 900 00

Rheinau: Drei Sonnen leuchten

Vortrag über bolivianisches Kinderhaus am 4. April

[04.04.2005] Am Montag, 4. April 2005, um 20 Uhr hält Stefan Gurtner einen Vortrag über das bolivianische Kinderhaus "Tres Soles". Der Vortrag findet im Gemeindehaus St. Konrad im Geheugraben in Mannheim- Rheinau statt. Vom Eine-Welt-Kreis der St. Konrad-Gemeinde erfährt das Kinderhaus seit Jahren große Unterstützung - in jüngster Zeit auch aus Neckarau.

Der heute 40-jährige Schweizer Stefan Gurtner gründete 1989 das Kinderhaus "Tres Soles" (Drei Sonnen) in Quillacollo/Cochabamba aus persönlicher Betroffenheit. Gurtners Ziel ist es, derzeit 35 ehemaligen Straßenkindern zwischen 8 und 19 Jahren Heimat und Zukunft zu geben, indem er ihnen hilft, mit anderen zu leben, zu lernen und zu arbeiten. Zuerst werden die Kinder dabei unterstützt ein neues Selbstwertgefühl aufzubauen, bis sie dann zur Schule gehen, einen Beruf lernen oder sogar ein Studium machen können. In Tres Soles wird gegärtnert, geschneidert, gebacken, gefeiert, gelacht und Theater gespielt. Auf diese Weise versuchen die Mitarbeiter von Tres Soles, den Kindern eine neue Lebenssicht zu vermitteln, um die im Straßenleben gemachten Erfahrungen von Misstrauen, Gewalt und Diebstahl schrittweise zu überwinden.

Die gesamte Finanzierung von Tres Soles (ca. 30.000 EUR pro Jahr) erfolgt über Spendengelder, die der seit über 20 Jahren tätige Missio/Eine-Welt- Kreis der katholischen Kirchengemeinde St. Konrad in Mannheim-Rheinau- Casterfeld unter Leitung von Magda Keller zusammenträgt. Diese Summe wird hauptsächlich durch Einzelspenden aus St. Konrad und von Gönnern aus anderen Regionen aufgebracht. Manche Geburts- und Hochzeitstage stehen unter dem Motto Spenden statt Schenken. Hinzu kommen Erlöse aus Flohmärkten und Benefizveranstaltungen. Seit Juli 2003 erhöht das Kindermissionswerk in Aachen alle Spenden um 20%.

Unterstützung erfährt das Kinderhaus "Tres Soles" in jüngster Zeit auch durch den 2004 gegründeten Eine-Welt-Arbeitskreis der Lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau e.V., einer Plattform für Eine-Welt-Aktive. Im Rahmen der Aktivitäten des Arbeitskreises entstanden Kontakte zu Schulen und zu den Pflegediensten Rheingold und Mediavita, die das Kinderhaus mittlerweile durch regelmäßige Spenden unterstützen. Der schuleigene EineWeltLaden (Schulstraße 5) des Johann Sebastian-Bach-Gymnasiums überreichte seinen in letzter Zeit erwirtschafteten Erlös von 420,- € während eines Schulgottesdienstes an das Straßenkinderhaus. Das Gymnasium hat verschiedene Andachten und Unterrichtsprojekte mit Eine-Welt-Themen durchgeführt.

Für eine gesicherte Finanzierung versucht St. Konrad, mehr Dauerspender als bisher zu gewinnen. Aber auch Sachspenden für die Flohmärkte und einzelne Geldspenden sind willkommen und werden benötigt. Weitere Informationen sind in einem Infoblatt zu finden, das mit Unterstützung des Neckarauer Agendavereins entstand (siehe downloads).

Investition am Strandbad

WELDE interessiert - ACTRIS gesprächsbereit

[20.03.2005] WELDE wäre bei vertretbaren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen interessiert, am Strandbad in Neckarau zu investieren und das bestehende Gastronomiegebäude nach Sanierung wieder in Betrieb zu nehmen. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs am 10.03.2005, zu dem die Lokale Agenda 21 MA- Neckarau e. V. auf der Suche nach Alternativen zu dem bislang diskutierten Strandbad-Konzept eingeladen hatte.

Beteiligt waren Mario Heider, Verkaufsleiter und Prokurist der WELDEBRÄU GmbH und Co KG und Vertreter von Initiativen und Vereinen, die sich für eine nachhaltige Lösung am Strandbad einsetzen: die Initiative Freunde des Strandbads, der Förderverein Mannheimer Strandbad e.V. (MASTRA), die BUND- Kreisgruppe Mannheim und das Verkehrsforum Neckarau.

Bisher setzt die Stadtverwaltung beim Strandbadgebäude auf Abriss, ohne dass ein ordentliches Gutachten zur Bausubstanz vorliegt. Die Bedingungen der Stadtverwaltung bei einer vorgegebenen Mindestinvestition von 1 Mio. EUR lassen nach Ansicht von WELDE keine tragbare wirtschaftliche Kalkulation zu. Die hohen Kapitalaufwendungen würden den Druck erzeugen, eine Amortisation durch große Besucherströme zu erreichen.

"Die für die Verhandlungen eigentlich Verantwortlichen in Stadtverwaltung und Politik sollten nach Alternativen suchen und auch WELDE, als regionalen und in der Region verwurzelten Anbieter, wieder als möglichen Vertragspartner in Betracht ziehen“, meint der Vorsitzende des Agendavereins Bernd Landmann. Zwar würden die zur Sprache gebrachten Konzepte der Fa. WELDE noch genug Diskussionsstoff bergen, jedoch habe die geradlinige und offene Informationspolitik Vertrauen geschaffen. WELDE scheine an einem zügigen Fortgang und einer Entwicklung am Strandbad interessiert zu sein.

Auch die ACTRIS AG, als favorisierter Vertragspartner der Stadtverwaltung und Großinvestor, ließ zwischenzeitlich durch Herrn Heilmann gegenüber der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau e.V. erklären, man sei an Gesprächen mit den vor Ort aktiven Initiativen und Vereinen sehr interessiert. Auch die örtlichen Stadträtinnen und Bezirksbeiratssprecher sollten bei den als nichtöffentlich geplanten Gesprächen teilnehmen. Ein Termin wurde vereinbart, Einladung durch die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V. an die Teilnehmer folgt.

Aufeld: Von der Fledermaus gebissen

Arbeitkreis Aufeld der Lokalen Agenda installiert Nistkästen

Anbringen der Nistkästen für Vögel und Fledermäuse

[13.03.2005] Am 2. März, bei strahlendem Sonnenschein und klirrender Kälte, trafen sich die Aktiven des Arbeitskreises Aufeld des Lokale Agenda21 MA-Neckarau e.V. vor Ort. Das Aufeld ist ein unverzichtbarer Lebensraum für viele, u.a. auch für bedrohte Tierarten. Der Arbeitskreis hat es sich zum Ziel gesetzt, dieses wertvolle Biotop zu erhalten und zu verschönern. Eine von vielen Maßnahmen ist das Anbringen von Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse. Mit Leiter und Rolladengurten, die freundlicherweise von der Glaserei Simon zur Verfügung gestellt wurden, ausgerüstet, wurden die ersten „Appartements“ für die Piepmätze aufgehängt. Weitere, vor allem auch für Fledermäuse, sollen folgen.

Fledermäuse sind auch heute noch – völlig zu unrecht – vielen Menschen unheimlich. Wussten Sie schon, dass eine einzige Fledermaus im Verlauf eines Sommers 0,5 bis 1 kg Insekten vertilgen kann? Dies entspricht immerhin der Menge von einer viertel bis halben Million Stechmücken!


AK Aufeld der lokalen Agenda 21 Neckarau weiht Sitzbänke im Aufeld ein

[04.11.2004] Arbeitskreis Aufeld der lokalen Agenda 21 MA-Neckarau lädt zur Einweihung dreier Sitzbänke im Aufeld ein Am Freitag, den 12. November um 15 Uhr übergibt der Arbeitskreis zur Erhaltung des Aufelds der lokalen Agenda 21 MA-Neckarau weitere drei Sitzbänke im Aufeld ihrer Bestimmung.
"Mit den Bänken wollen wir die Menschen zum Verweilen an den schönen Plätzen im Aufeld einladen, sie sollen aber auch Personen die schlechter zu Fuß sind als Rastplätze zum Erholen dienen", erklärt Anita Hirsch-Sanden. Die Sprecherin des Arbeitskreises zum Erhalt des Aufeldes betont, das man mit der Aufstellung der Bänke, das Aufeld mit seiner Naherholungsfunktion noch attraktiver machen möchte.
Seit der Diskussion um den Bau einer Straße durch das Aufeld vor 4 Jahren, versucht der Arbeitskreis den Stadtteilbewohnern noch bewusster zu machen, wie wertvoll das Aufeld für den Stadtteil und seine Bewohner ist. Noch ist man sich der Unterstützung der über 7000 Unterzeichner bewusst, die damals gegen eine Straße und für den Erhalt des Aufelds unterschrieben hatten.
Dass Bänke erneut auch von BürgerInnen gespendet wurden, weist auf die große Unterstützung der Menschen im Stadtteil hin. Die Namen der Spender der Bänke werden am Tag der Einweihung bekannt gegeben und mit Hilfe von an den Bänken anzubringenden Schildchen gewürdigt.
Bürger sind herzlich eingeladen an der Einweihung teilzunehmen. Treffpunkt ist die Ecke Neckarauer Waldweg/Aufeldweg I.

Das nächste Treffen des Arbeitskreises zum Erhalt des Aufeldes findet am 10.11.2004 um 19.30 Uhr statt. Treffpunkt in der Konferenzraum des Volkshauses in der Rheingoldstr. 47 - 49. Bei der Sitzung wird über weitere Vorhaben und Aktivitäten des Arbeitskreises gesprochen. Alle Interessierte sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Alle aktuellen Termine der "Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau e.V." sind auch auf der Homepage des Vereins zu finden. Die Adresse lautet www.neckarau21.de .

Wir bitten darum, die beiden Termine zu veröffentlichen.
PressevertreterInnen sind herzlich eingeladen, an der Übergabe der Bänke an die Bevölkerung teilzunehmen. Eingeladen sind auch die Gemeinderäte und die Bezirksbeiräte des Stadtbezirks.

Feststunde zum Gedenken an Carl Reiß

Die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau gedenkt dem Stifter und Mannheimer Ehrenbürger

[01.10.2004] Am 3.1.1914 verstarb der Finanzmann, Mäzen und Naturfreund Dr. h.c. Carl Reiß. Er hinterließ der Mannheimer Bevölkerung die zwischen Waldpark und Rhein gelegene, nach ihm benannte Reißinsel und stiftete das Reiß Museum. Aus Anlass des 90. Todestages gedenkt der Verein dem Stifter mit einem Festvortrag.

Friedrich Teutsch, Archivoberrat im Ruhestand, stellt am 14. Oktober im Reiß-Engelhorn-Museum in D 5 um 19 Uhr das Leben und Wirken von Carl Reiß vor und versucht die Motivation und die Absicht des Stifters zu beleuchten. Michael Hördt vom Oststadt-Theater wird Texte von und über Reiß wiedergeben. Zu der kostenlosen Feststunde ist die Bevölkerung herzlich eingeladen. Der Agendaverein hält für jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer eine kleine Überraschung aus dem Reißschen Erbe bereit. "Mit dem Festvortrag möchten wir auf die Weitsicht und die Nähe des Stifters zur Agenda 21 aufmerksam machen" erklärt der Vorsitzende der lokalen Agenda 21 Neckarau, Bernd Landmann. Mit seiner Naturliebe und seinem sozialen Anspruch hatte Carl Reiß schon vor 100 Jahren für Mannheim einen Prozess angestoßen, den wir heute, nach der Erdkonferenz in Rio de Janeiro 1992, Agendaprozess nennen würden. Schon in seinem Testament legte der Stifter den Grundstein für das Naturschutzgebiet Reißinsel. Umso mehr seien die Erben in der Pflicht, sich das Vermächtnis in Erinnerung zu rufen und sorgsam damit umzugehen, mahnt Bernd Landmann. "Als Agendaverein würden wir uns freuen, wenn im Jahr 2104 unsere Nachkommen auch unsere Entscheidungen bezüglich dem Erbe als so weitsichtig loben könnten", wünscht er sich.

Wir bitten um die Veröffentlichung des Veranstaltungstermins und würden uns freuen, Vertreter der Medien am 14. Oktober im Reiß-Engelhorn-Museum begrüßen zu dürfen.

Handeln nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit am Strandbad gefordert

Lokale Agenda 21 MA-Neckarau legt Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerde beim Regierungspräsidium ein und fordert Bürgerbeteiligung

[26.08.2004] Wegen ausbleibender Informationen durch die Stadtverwaltung zu den bekannt gewordenen Planungen am Mannheimer Strandbad, hat die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V. Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerde gegen die Verantwortlichen der Stadt Mannheim beim Regierungspräsidium Karlsruhe eingelegt. Die Beschwerde wurde schon vergangene Woche versendet und blieb bisher ohne Reaktion. Auch frühere Anfragen waren ohne Antwort der Verwaltung geblieben.
Nachdem man von dem Vorhaben am Strandbad aus der örtlichen Presse erfuhr, hatte sich der Verein seit Juni bemüht, über den Bezirksbeirat Neckarau und die Gemeinderäte vor Ort an konkrete Informationen zu den Planungen am Strandbad zu gelangen, was misslang. "Als wir auch keine Antwort auf unsere schriftlich an die Verwaltung gestellte Forderung nach Information und Beteiligung bekamen, machten wir uns selbst kundig und ließen uns von einem Anwalt rechtlich beraten", berichtet Bernd Landmann, der erste Vorsitzende des Vereins.
Wegen einem befürchteten Vertragsabschluss mit einem potenziellen Pächter und damit dem Schaffen von Fakten durch die Verwaltung, entschloss sich der Vorstand des Vereins zu der Beschwerde beim Regierungspräsidium.

Die Beschwerden begründet die Lokale Agenda 21 Neckarau mit der Unverträglichkeit der Planungen mit dem Vermächtnis von Carl Reiß. Dieser hatte großen Wert auf Naturschutz und die kostenlose Nutzung seiner Insel zum Zwecke der Erholung für alle Mannheimer gelegt. Gegen beide Prinzipien verstoßen nach Meinung der Lokalen Agenda 21 Neckarau die bisher bekannt gewordenen Planungen der Stadt Mannheim. 550 bis 800 zusätzliche Biergartenplätze in einer Gaststätte bedeuten ohne ein neues Verkehrskonzept mehr Autoverkehr und damit größere Belastungen für die Anwohner der Zufahrtsstraßen und eine höhere Beeinträchtigung der Natur im Waldpark und auf der Reißinsel.
Daneben verstößt die geplante Vermietung von Grillplätzen und Strandkörben, sofern sie in größerem Umfang vorgesehen sind, gegen das Gebot von Reiß, dass die vermachte Insel - wozu das Strandbadgelände gehört - der Bevölkerung kostenlos zur Verfügung zu stellen sei.

Die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau fordert die Verwaltung auf, die Pläne am Strandbad der Bevölkerung vorzustellen und mit ihr zu diskutieren, bevor man mit einem Erbpachtvertrag über 60 Jahre Laufzeit unabänderliche Fakten schaffe. Man könne als Gemeinderat und Verwaltung nicht beschließen, eine Agenda 21 für die Kommune erarbeiten zu wollen und auf der anderen Seite den Teil der Information und Beteiligung der BürgerInnen missachten, erinnert Bernd Landmann an die Selbstverpflichtung der Verwaltung und des Rates. Dasselbe gilt nach den Worten des zweiten Vorsitzenden des Vereins, Rudolf Höcker, auch für den Gedanken der Nachhaltigkeit. Was sei an der Einrichtung eines 550 Plätze Biergartens nachhaltig im Sinne der Agenda 21, fragt er in Richtung Verwaltung. Nachhaltig sei daran nur die Zunahme der Belastungen durch vermehrten Autoverkehr. Das könne der Gemeinderat und die Verwaltung ja kaum als zukunftsfähig im Sinne der Agenda 21 verkaufen, beschwert er sich über das widersprüchliche Handeln der Stadtspitze. Der Vorstand der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau jedenfalls wolle zusammen mit allen interessierten BürgerInnen darauf achten, dass bei dem gewünschten zukünftigen Gaststättenbetrieb, die Agenda 21 am Strandbad keine Worthülse bleibt, sondern von der Verwaltung umgesetzt wird, betont Bernd Landmann und lädt damit unter Hinweis auf die Initiative "Freunde des Strandbads" alle Bürger zum Mitmachen ein.
Weitere Informationen auch unter www.strandbad-mannheim.de.

Einladung zur Pressekonferenz

[23.08.2004] Die bisher bekannt gewordenen Details der Planungen der Stadtverwaltung zum Mannheimer Strandbad und dem dortigen Gaststättengebäude werfen eine Reihe von Fragen auf, die von der Verwaltung noch nicht hinreichend beantwortet worden sind.

Da seitens der Verwaltung erklärt wurde, die Öffentlichkeit erst zu informieren, wenn der Vertrag mit der Fa. Eichbaum Brauerei AG zustande gekommen sei, sahen sich die Kreisgruppe des BUND Mannheim und die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V. gezwungen, initiativ zu werden.

Über die Gründe und die eingeleiteten Maßnahmen des BUND Mannheim und der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau e.V. möchten wir Sie informieren. Der Vorstand des BUND, Herr Arnold Cullmann, und der Vorsitzende der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau e.V., Herr Bernd Landmann, werden die Sachlage erläutern und stehen für Fragen zur Verfügung. Auch die Bürgerinitiative "Freunde des Strandbades", vertreten durch Herrn Karl-Ludwig Walzel, wird ihre Forderungen konkretisieren.

Die Pressekonferenz findet statt
am Donnerstag, dem 26. August 2004,
um 14 Uhr
im Cafe/Bistro Zapatto, Willy-Brandt-Platz 17, 68161 Mannheim

Das "Zapatto" befindet sich am Ende des Westflügels des Hauptbahnhofs Mannheim. Der Eingang ist im Erdgeschoss, die Pressekonferenz findet im Obergeschoss des Bistros statt.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Stadt Mannheim verhökert Vermächtnis von Carl Reiß

[05.08.2004] Am 04.08.2004, hatten wir interessierte BürgerInnen zum Vortrag des Stadtarchivars im Ruhestand Friedrich Teutsch ins Volkshaus geladen. Heute wissen wir, dass die verantwortlichen Amtsträger der Stadt Mannheim das Vermächtnis von Carl Reiß sträflich missachten.
Wie Herr Teutsch in seinem Vortrag in der überfüllten Volkshaus-Gaststätte in Neckarau darlegte, hat Carl Reiß ganz deutlich in seinem Vermächtnis festgelegt, dass das von ihm zur Verfügung gestellte Gelände, dazu zählt auch das Gebiet des Strandbades, jedermann (und –frau) kostenlos zur Verfügung zu stellen ist. Es sollte naturbelassen bleiben und dürfte nur in ganz genau bezeichneten Ausnahmefällen anderweitig genutzt werden.

Die Eichbaum Brauerei AG ist als solcher Ausnahmefall jedoch nicht genannt. Schon gar nicht, dass diese Brauerei oder ein von ihr verpflichteter Pächter ein für die Allgemeinheit gestiftetes Gelände zur massenhaften Nutzung von Biergartenplätzen, zu vermietenden Grillplätzen und Strandkörben sowie zur Durchführung von "Events" nutzen darf.

Bereits vor knapp 100 Jahren war für Carl Reiß klar, dass er die Natur schützen und den Mannheimer Bürgern ein kostenloses Refugium zur Erholung bieten wollte. Die Besucher der Veranstaltung mit Friedrich Teutsch nehmen dessen Aufforderung ernst, die Stadt Mannheim an deren Verpflichtung nach Anerkennung des Vermächtnisses Reiß zu erinnern. Ob die Verantwortlichen wach geküsst oder denn eher geschüttelt werden müssen, wird die Zukunft weisen..

Überhaupt scheint der Umgang mit Vermächtnissen durch die Stadt Mannheim im Argen zu liegen. Herr Teutsch hat diesbezüglich einen Bürgerausschuß oder adäquate Einrichtung angeregt, welche regelmäßig auf die Einhaltung der durch Vermächtnisse eingegangener Verpflichtungen achtet...

Nach Beendigung des Vortrages im Rahmen des öffentlichen Teils der Vorstandssitzung der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau e.V. wurde auf Drängen der Versammlung eine Resolution erarbeitet, die zu veröffentlichen ist:

Lokale Agenda 21 MA-Neckarau fordert Stopp der Pläne zum Strandbad

[05.08.2004] Aus Anlass des geplanten Vertragsabschlusses zwischen der Stadt Mannheim und der Brauerei Eichbaum, die Gastronomie am Strandbad betreffend, verabschiedete der Vorstand der Lokalen Agenda 21 am 4.8.2004 die folgende Forderungen:

  • Die Bürgerschaft soll über die Pläne für die Gastronomie am Strandbad informiert und zu ihren Wünschen gehört werden. Vorher soll der beabsichtigte Erbpachtvertrag mit der Brauerei Eichbaum von der Verwaltung nicht unterzeichnet werden
  • Die Verwaltung soll eine rechtliche Prüfung vornehmen, ob der angestrebte Erbpachtvertrag und die geplante Gastronomie am Strandbad mit dem Text des Vermächtnisses und dem mündlich geäußerten Willen des Stifters Reiß in Einklang steht. Die Ergebnisse dieser Prüfung sollen der Bevölkerung vorgestellt werden.

Begründung

Im Rahmen einer außerordentlichen öffentlichen Vorstandssitzung am 4.8.2004 stellte Herr Stadtarchivar im Ruhestand Friedrich Teutsch das schriftlich vorliegende Vermächtnis von Consul Carl Reiß vor und ergänzte es um die von Reiß mündlich getätigten Willensbekundungen.

Mit den nun bekannten Details des Vermächtnisses kommt der Vorstand der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau und kamen auch die anwesenden BürgerInnen zu dem Schluss, dass der geplante Vertrag aus verschiedenen Gründen dem Vermächtnis von Carl Reiß zuwider handelt:

  • Gegen den explizit ausgesprochenen Willen des Stifters, dem Naturschutz (Umweltschutz) auf dem vermachten Gelände höchste Priorität einzuräumen, wird mit dem beabsichtigten Vertrag verstoßen. Durch die beabsichtigte größere Bewirtschaftung entstehen direkt mehr Belastungen für die Natur und Umwelt, die auch vermeidbar wären. Durch zusätzlichen Autoverkehr nehmen Lärm und Belastungen durch Autoabgase definitiv zu. Andere Umweltbelastungen kommen dazu. Auch in Anbetracht der Tatsache, dass die Stadt Mannheim der Europäischen Union die Reißinsel als FFH Gebiet gemeldet hat, ist dies nicht hinnehmbar.
  • Die durch den mit der Firma Eichbaum geplante Vertrag zunehmende Kommerzialisierung ist weder durch eine Stelle im Vermächtnis noch durch mündliche Aussagen von Reiß in irgendeiner Form gedeckt. Im Gegenteil, auch dies widerspricht dem expliziten Wunsch des Stifters, das Gelände zum Nutzen der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Es widerspricht auch dem sozialen Gedanken, der hinter der Schenkung von Carl Reiß steht.
Auf Grund der dargelegten Argumente behält sich der Verein Lokale Agenda 21 MA-Neckarau vor, eine eigene rechtliche Bewertung der Kompatibilität von beabsichtigten Vertrag und dem Vermächtnis von Reiß vornehmen zu lassen.

Der Agendaverein erinnert die Verwaltung daran, dass die Stadt 1998 die Charta von Aalborg unterschrieb. Dort heißt es zum Thema Bürgerbeteiligung: "Wir werden dafür Sorge tragen, dass alle Bürger und interessierten Gruppen Zugang zu Informationen erhalten und es ihnen möglich ist, an den lokalen Entscheidungsprozessen mitzuwirken." Der Agendaverein fordert die Stadtverwaltung auf, sich an den diesbezügliche Auftrag des Gemeinderates zu halten und für eine Bürgerbeteiligung, wie sie beispielsweise auch bei der Verkehrsentwicklungsplanung funktioniert, zu sorgen.
Wir werden Sie weiterhin auf dem Laufenden halten.

Verkehrsentwicklungsplan Neckarau auf lange Bank geschoben

Verkehrsforum kritisiert die Verzögerung des Verkehrsentwicklungsplans durch die CDU
Bezug: Bericht im Mannheimer Morgen vom 19.7.04, "Beschlüsse erst im Herbst"

[04.08.2004] Irritiert und verärgert reagieren die Teilnehmer des Verkehrsforums Neckarau auf das Verhalten der CDU-Gemeinderatsfraktion, den von der Verwaltung vorgelegten Verkehrsentwicklungsplan Neckarau erst im Herbst abstimmen zu wollen. "Wir sehen noch Beratungsbedarf", begründete der scheidende Fraktionsvorsitzende, Dr. Sven-Joachim Otto, dieses Vorgehen.
Damit blockiert die CDU unvermittelt die Umsetzung des Verkehrsentwicklungsplans, der in den letzten Jahre mit viel Geld und unter großer Bürgerbeteiligung erarbeitet wurde. Dies ist umso ärgerlicher, da beim Verkehrsforum auch CDU Mitglieder mitgearbeitet haben, beklagt Dr. Gerd Hüttmann vom ADFC. Auffallend zurückhaltend dagegen wäre die Beteiligung der CDU Stadträte vor Ort gewesen, die öffentlich immer nur bekundeten, das Ergebnis und die Vorschläge des Gutachters abwarten zu wollen. Das liegt ohne Kommentierung durch die CDU allerdings seit letztem Herbst vor.

Mit der Verschiebung auf die lange Bank irritiert die CDU Fachleute der Verwaltung und die Bürger gleichermaßen. Die Verwaltung, die bewusst ein intensives und mit Bürgerversammlungen, Bezirksbeiratssitzungen und Offenlage der Entwürfe arbeitsintensives Diskussionsverfahren mit den Bürgern vor Ort wählte, werden so frustriert. Und man verprellt, wie schon bei der Entscheidung zur Umgestaltung des Alten Messplatzes in der Neckarstadt, die zahlreichen BürgerInnen in Neckarau, die in das Verfahren seit Jahren ehrenamtlich und mit viel Engagement als Verkehrsteilnehmer vor Ort, ihr "Expertenwissen" einbringen. Dafür erhielt das Verkehrsforum jüngst noch einen Umweltpreis der Stadt Mannheim.

Die Äußerung der Stadträtin und Neckarauer CDU Vorsitzenden Gabriele Egler-Huck: "Wir wollen uns schon noch einmal Gedanken beispielsweise über den Fahrrad-Verkehr machen.", ruft beim Verkehrsforum nur ungläubiges Kopfschütteln hervor. "Warum erst jetzt? Änderungswünsche der CDU könnten doch in der vorliegenden Beschluss-Vorlage schon berücksichtigt sein" meint der Vorsitzende der lokalen Agenda 21 Neckarau, Bernd Landmann. " In Neckarau haben neben dem Verkehrsforum auch betroffene Bürger und die gesellschaftlich relevanten Gruppen ihre Wünsche geäußert und ihre Kritik angebracht. Nur die Vertreter der CDU im Stadtrat, die genau für diese Arbeit gewählt wurden, hat dazu noch keine Zeit gefunden und meldet Beratungsbedarf an", kritisiert Dieter Netter, Neckarauer Bezirksbeirat und Mitglied des VCD. Damit kritisiert man harsch, dass die Zeit seit letztem Herbst nicht genutzt wurde. Auch im Wahlkampf wurde öffentlich thematisch keine Stellungnahme von CDU Seite abgebeben, so dass man hier im Verkehrsforum durchaus auch Angst vorm Wähler sieht und das Wort Wahlbetrug fällt.

Auch und besonders bezieht man das auf die wieder ins Spiel gebrachte Straße durch das Neckarauer Aufeld "Die CDU nimmt die Bürger vor Ort mit ihrer Meinung nicht ernst", kommentiert der Sprecher des VCD Neckarau, Markus Rebmann. Kaum ist neu gewählt würden 7500 Unterschriften zum Erhalt des Aufeldes ignoriert. Noch 1999 hatte Dr. Otto vor Ort öffentlich erklärt, dass man nicht gegen den Willen der Bürger vor Ort die Aufeldquerung durchsetze. So gesehen, erlaube man sich danach zu fragen, wen oder wessen Interessen die CDU mit der Befürwortung einer Aufeldquerung eigentlich vertritt. Jedenfalls erfüllt man nicht die offensichtlichen Wünsche der Bürger. Die Frage stelle sich auch gerade deswegen, weil weder der Verkehrsgutachter Professor Hupfer noch die Fachleute der Verwaltung der Stadt Mannheim eine Aufeldquerung empfehlen, da sie wenig Vorteile bei deutlichen Nachteilen und unerwünschten Verlagerungseffekten mit sich brächte. Und bei diesen Betrachtungen sind die Auswirkungen einer von CDU Mandatsträgern immer wieder gewünschten Altriper Autobahnquerung nicht einmal berücksichtigt.
Sollte zutreffen, was unter Mitgliedern des Gemeinderates und Funktionsträgern vor Ort schon lange vermutet wird, dass nämlich der CDU-Antrag zur Aufstellung eines Verkehrsentwicklungsplanes Neckarau im Jahre 1999 in erster Linie die Aufeldquerung legitimieren sollte, frägt man sich. Wenn das zutrifft heißt das, den Bürger an der Nase herumführen! Die CDU Mannheim und in Neckarau sollten sich hierzu nun deutlich erklären, verlangt man in Neckarau.

Verkehrsforum Neckarau erhält Umweltpreis

[03.08.2004] Mitarbeit am Verkehrsentwicklungsplan Neckarau wird belohnt. Große Freude löste beim Verkehrsforum Neckarau der Gewinn eines Umweltpreises der Stadt Mannheim aus. Für die bürgerschaftliche Mitarbeit am Verkehrsentwicklungsplan Mannheim erhielten am 15. Juli das Verkehrsforum aus der Hand von Umweltbürgermeister Quast die Urkunde und das Preisgeld von 300 Euro. "Das ist für uns neue Motivation, auch in der Umsetzungsphase weiter zu machen" freut sich mit Markus Rebmann, der VCD Vertreter des Forums.

Das Verkehrsforum besteht seit dem Sommer 2003. Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), der lokalen Agenda 21 MA-Neckarau und des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) engagieren sich mit interessierten Neckarauer BürgerInnen und Vertretern der Parteien für nachhaltige Mobilität im Stadtteil. Zusammen wurden Vorschläge für die Verbesserung der Verkehrssituation in Neckarau erarbeitet, die der städtischen Verkehrsplanung immer wieder zur Überprüfung auf Machbarkeit vorgelegt wurden. Als Grundlage dienten das von der Stadt in Auftrag gegebene Verkehrsgutachten und die eigenen Erfahrungen als Verkehrsteilnehmer mit Ortskenntnis. Die Analysen und Anregungen des Gutachters Professor Hupfer aus Kaiserslautern wurden dabei anhand dieser Erfahrungen und Kenntnisse kritisch bewertet und oft durch eigene Ideen ergänzt.

Ziele des Verkehrsforums, deren MitarbeiterInnen sich regelmäßig treffen, ist den von den Bewohnern selbst verursachten Verkehr in Neckarau so zu gestalten, dass niemand in seinem Wunsch nach Mobilität beeinträchtigt wird. Gleichzeitig sollen die Belastungen durch den Autoverkehr aber auch für die Anwohner der stark befahrenen Durchgangsstraßen erträglich bleiben. Das will man durch attraktivere Fußwege, die stärkere Förderung des Radfahrens im Stadtteil und durch einen besseren öffentlichen Nahverkehr erreichen. Eine Forderung des Forums war beispielsweise, an den Wochenenden die Benutzung der Busse und Bahnen innerhalb des Stadtteils kostenlos für die Stadtteilbewohner anzubieten. Eine Idee, die man gerade im Zusammenhang mit der aktuellen Strandbaddiskussion immer noch für geeignet hält, Autofahrer durch einen attraktiveren öffentlichen Personennahverkehr zum Umsteigen zu bewegen.
Letztendlich setzt man aber auch auf die Einsicht und die Vernunft der BürgerInnen. "Wir denken jedem ist klar, dass nicht alle jeden Weg mit dem Auto zurücklegen können, wenn wir und unsere Kinder gleichzeitig ohne Verkehrslärm und in einer gesunden Umwelt leben wollen", erklärt Markus Rebmann ruhig. Das Verkehrsforums tagt öffentlich und die Mitarbeit aller BürgerInnen ist ausdrücklich erwünscht. Die Treffen am 20.9., 18.10 und am 15.11.2004 beginnen jeweils um 20 Uhr im Volkshaus Neckarau, Rheingoldstraße 47-49. Wir würden uns freuen, wenn Sie den aktuellen Termin veröffentlichen würden und auch die weiteren Treffen in den Veranstaltungskalendern Ihrer Zeitungen platzierten.

Einladung zur außerordentliche Vorstandssitzung der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau zum Thema Strandbad und der Bedeutung des Vermächtnisses der Geschwister Reiß für die Bürger der Stadt Mannheim

[02.08.2004] Am Mittwoch, den 4. August trifft sich um 19 Uhr Volkshaus Neckarau (Rheingoldstraße 47-49) der Vorstand der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau zu einer Sondersitzung. Die 9 Vorstände um den Vorsitzenden Bernd Landmann und seinen Stellvertreter Rudolf Höcker wollen sich ein genaueres Bild über die Planungen der Stadtverwaltung zur neuen Bewirtschaftung der Strandbadgaststätte machen.
Dazu gehört auch, sich über das Vermächtnis der Geschwister Reiß, welches auch das Gelände des Neckarauer Strandbades umfasst, zu informieren. Dafür konnte man Herrn Stadtarchivar im Ruhestand Friedrich Teutsch gewinnen, der gerne für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung stehen will. Thema seines Referates wird das Vermächtnis der Geschwister Reiß für die Bürger der Stadt Mannheim sein. Seine geschichtliche Betrachtung will Friedrich Teutsch auch vor den Hintergrund der aktuellen Strandbadplanung stellen. Wegen den Bedenken des Vereins, dass schon über die Sommerferien von der Verwaltung am Strandbad Fakten geschaffen werden sollen, ist die Vorstandssitzung ausnahmsweise öffentlich. Gerne sähe man, wenn viele interessierte BürgerInnen teilnehmen würden. Im Gegensatz zur Verwaltung und zu Teilen der Parteien im Gemeinderat will die Agenda 21 einen breiten Diskurs in der Bevölkerung zur Zukunft des Strandbades, und dazu gehört nach den Regeln der Bürgerbeteiligung auch Information der Menschen im Stadtteil.

Die Agenda 21, das weltweite Handlungsprogramm für eine "nachhaltige Entwicklung", wurde 1992 in Rio de Janeiro von rund 180 Staaten unterzeichnet. Nachhaltig heißt: wirtschaftlich, ökologisch und sozial verträglich. Oder anders gesagt: nicht das Kapital aufbrauchen, sondern von den Zinsen leben. Die lokale Agenda Mannheim-Neckarau setzt sich dafür ein, dass möglichst viele BürgerInnen an einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort mitarbeiten, vom einzelnen Projekt bis zum Handlungsprogramm für den Stadtteil Neckarau.
Auch die Stadt Mannheim hat sich mit der Unterzeichnung der Charta von Aalbourg in Dänemark im Jahr 1998 verpflichtet, die Agenda 21 unter der Beteiligung der BürgerInnen umzusetzen.

Angeleiteter Lauf auf Trimm-dich-Pfad

Anleitung auf Trimm-dich-Pfad

[30.06.2004] Der Arbeitskreis Agenda 21 im Sport und die Neckarauer Sportvereine in der lokalen Agenda 21 laden alle Freizeitsportlerinnen und -sportler und NutzerInnen des 2003 neu gestalteten Neckarauer "Trimm-dich-Pfades" ein, den Parcours am Samstag, den 24. Juli unter Anleitung des Diplom Sportlehrers Jürgen Kugler zu durchlaufen. Gestartet wird um 10 Uhr auf dem Parkplatz am Franzosenweg vor dem Damm.

Jürgen Kugler vom Sportkreis Mannheim, der die Übungen an den drei Stationen des Trimm-dich-Pfades im letzen Jahr zusammengestellt hat, wird bei der sportlichen "Begehung" die Übungen erklären und demonstrieren.

Vor einem Jahr war der neu konzipierte und neu angelegte Trimm-dich-Pfad zur sportlichen Nutzung freigegeben worden.

Mit Unterstützung des Sportkreises Mannheim, dem zuständigen Forstamt in Weinheim und den Ämtern für Sport und Grünflächen der Stadt Mannheim war das Vorhaben schnell umgesetzt worden. Das vorbildliche Engagement der Neckarauer Sportvereine in der Agenda 21 - sie haben die Patenschaften für die Pflege der Stationen und Laufstrecken übernommen - war im letzen Jahr mit einem Umweltpreis der Stadt Mannheim bedacht worden.

Die Agenda 21 ist das weltweite Handlungsprogramm für eine "nachhaltige Entwicklung". Es wurde 1992 in Rio de Janeiro von rund 180 Staaten vereinbart. Nachhaltig bedeutet, dass wir in Zukunft in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt so leben sollen, dass nicht länger das "Kapital" der Natur aufgebraucht wird, sondern wir von den Zinsen leben. Daneben soll weltweit ein sozialer Ausgleich stattfinden und somit auch die Armen der Welt die Chance auf ein besseres Leben erhalten. Die lokale Agenda Mannheim-Neckarau setzt sich dafür ein, dass möglichst viele BürgerInnen an einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort mitarbeiten, vom einzelnen Projekt bis zum Handlungsprogramm für den Stadtteil Neckarau.

Wir bitten um die Veröffentlichung der Einladung.
Wir würden uns freuen Vertreter der Medien bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

Umfrage zur Kommunalwahl: "Haltung zum Aufeld"

[13.06.2004] Zur Kommunalwahl in Mannheim haben wir vom Arbeitskreis Aufeld eine kleine Umfrage unter den Kandidaten der südlichen Stadtteile gestartet, bezüglich ihrer Haltung zum Aufeld. Sehr bewußt haben wir keinen riesigen Fragenkatalog entworfen, sondern drei klare Fragen formuliert und um deren Beantwortung gebeten:

  • Welche Bedeutung hat für Sie das Aufeld?
  • Welche Position werden Sie im Falle Ihrer Wahl bezüglich des Aufeldes einnehmen?
  • Werden Sie sich für den Erhalt und für die Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet einsetzen?
Hier das Ergebnis: Alle Kandidaten, die geantwortet haben, halten das Aufeld für erhaltenswert und heben die Bedeutung als Naherholungsgebiet und die Klimaschutzfunktion hervor. Für die Unterschutzstellung durch Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet sprachen sich eindeutig 14 KandidatInnen aus.

Hier die Antworten im Einzelnen:

Name Partei geantwortet hält Aufeld
für erhaltenswert
befürwortet Ausweisung
als Landschaftsschutzgebiet
Dieter Netter Grüne ja ja ja
Gabriele Thirion-Brenneisen Grüne ja ja ja
Martin Helmling Grüne ja ja ja
Petra Seidelmann Grüne ja ja ja
Uwe Moravec Grüne ja ja ja
Hans-Joachim Fenzke SPD ja ja ja
Karin Steffan SPD ja ja ja
Dr. Heidrun Kämper SPD ja ja ja
Irmtraud Kochte SPD ja ja ja
Kurt Kubinski SPD ja ja ja
Dr. Frank Mentrup SPD ja ja ja
Dr. Horst Wagenblaß SPD ja ja ja
Marianne Bade SPD ja ja ja
Dr. Jörg Schmidt SPD ja ja sieht Diskussionsbedarf
Dr. Rudolf Friedrich ML ja ja ja
Günter Herbert ML keine Antwort auf unseren Brief
Michael Himmelsbach ML keine Antwort auf unseren Brief
Jutta Limbach ML keine Antwort auf unseren Brief
Claudia Meixner ML keine Antwort auf unseren Brief
Prof. Dr. Achim Weizel ML keine Antwort auf unseren Brief
Florian Berg FDP ja ja kann er sich vorstellen
Thomas Kauer FDP ja ja kann er sich vorstellen
Volker Beisel FDP keine Antwort auf unseren Brief
Dr. Karl-Theodor Eisele FDP keine Antwort auf unseren Brief
Wolf Engelen FDP keine Antwort auf unseren Brief
Dr. Stefanie Schmidt CDU ja ja keine Aussage
Gabriele Egler-Huck CDU ja ja keine Aussage
Paul Buchert CDU keine Antwort auf unseren Brief
Peter Hofmann CDU keine Antwort auf unseren Brief
Prof. Dr. Norbert Loos CDU keine Antwort auf unseren Brief
Jürgen Nohe CDU keine Antwort auf unseren Brief
Michael Schwarz CDU keine Antwort auf unseren Brief
Martina Sturm CDU keine Antwort auf unseren Brief
Carsten Südmersen CDU keine Antwort auf unseren Brief
Heinz Waibel CDU keine Antwort auf unseren Brief
PD Dr. Adelheid Weiss CDU keine Antwort auf unseren Brief

Ich denke, ich brauche das Ergebnis nicht weiter kommentieren, sondern jede/jeder soll ihre/seine eigenen Schlüsse daraus ziehen. Auf den einen oder anderen Brief können wir vielleicht noch persönlich eingehen, wenn das Wahlergebnis feststeht und wir wissen, wer in der nächsten Legislaturperiode die entsprechenden Entscheidungen zu treffen hat. Unser Einsatz für ein Landschaftsschutzgebiet Aufeld geht weiter!
Anita Hirsch-Sanden
Arbeitskreis Aufeld

Bänke fürs Aufeld

Probesitzen auf den neuen Bänken [25.05.2004] Am Dienstag, den 25. Mai um 15 Uhr weiht der Arbeitskreis zur Erhaltung des Aufelds der lokalen Agenda 21 MA-Neckarau drei Sitzbänke im Aufeld ein. "Mit den Bänken wollen wir die Menschen zum Verweilen an den schönen Plätzen im Aufeld einladen, sie sollen aber auch Personen die schlechter zu Fuß sind als Rastplätze zum Erholen dienen", erklärt Anita Hirsch-Sanden. Die Sprecherin des Arbeitskreises zum Erhalt des Aufeldes betont, das man mit der Aufstellung der Bänke, das Aufeld mit seiner Naherholungsfunktion noch attraktiver machen möchte.

Seit der Diskussion um den Bau einer Straße durch das Aufeld vor drei Jahren, arbeitet der Arbeitskreis daran, den Stadtteilbewohnern noch bewusster zu machen, wie wertvoll das Aufeld für den Stadtteil und seine Bewohner ist. Noch ist man sich der Unterstützung von über 7000 Unterzeichnern bewusst, die damals für die Aufwertung des Aufelds zum Landschaftsschutzgebiet unterschrieben hatten.

Dass die drei neuen Bänke von BürgerInnen gespendet wurden, weist ebenfalls auf noch große Unterstützung im Stadtteil hin und stolz berichten MitarbeiterInnen des Arbeitskreises, dass schon Spender für weitere Bänke gefunden seien. Die Namen der Spender der nun zu übergebenden Bänke werden am Tag der Einweihung bekannt gegeben und mit Hilfe von an den Bänken anzubringenden Schildchen gewürdigt.

Zusammen mit den Fachleuten aus der Verwaltung, die für die Standorte und die Aufstellung gesorgt haben, werden die Bänke im Beisein von Stadtteilpolitikern den Naherholungssuchenden von der lokalen Agenda 21 übergeben. Bürger sind eingeladen teilzunehmen. Treffpunkt am 25.5. um 15 Uhr ist der Aufeldweg III am Ende zum Neckarauer Waldweg an den Kuppelhäusern.

1. Forstpädagogischer Rundgang des AK Kinder & Jugend und Förster Pfefferle mit Kindergartengruppe

Natur spielerisch erfahren

Zwei Kinder zeigen den gesammelten Beerlauch, von dem Förster Walter Pfefferle erklärt, dass er essbar ist und kurz vor der Blüte stünde Die Kinder spielen Baum sein; die einzelnen Schichten innerhalb eines Baumstammes werden erklärt und symbolisch dargestellt [26.04.2004] Erster Forstpädagogischer Rundgang des Vereins Lokale Agenda 21 MA-Neckarau bei schönstem Frühlingswetter ein voller Erfolg. Am 21. April fand bei schönstem Frühlingswetter der erste forstpädagogische Rundgang des Neckarauer Agendavereins mit Kindern des Sankt Jakobus Kindergartens statt. Die Kinder im Vorschulalter wurden von der Leiterin, Frau Neugebauer und zwei weiteren Erzieherinnen begleitet.

Die Begrüßung am Startpunkt vor dem Rheindamm am Franzosenweg nahm der Vorsitzende Bernd Landmann vor, der das Wort aber schnell an Förster Walter Pfefferle weiter gab. Und schon ging's ab in den Waldpark. An mit Beerlauch bedeckten Flächen gab es die ersten Erklärungen vom Fachmann. Und weiter ging es durch den Waldpark. Unter vielen anderen Erklärungen zu den Phänomenen im Wald wurde an einer lichten Stelle ein Kirschbäumchen gepflanzt.

Tierattrappen galt es im Wald zu entdecken und beim Baumspiel lernten die Kinder wie der Stamm eines Baumes aufgebaut ist, und was die Funktionen der einzelnen Schichten sind. Auch einige Feinde der Bäume lernten sie kennen. Vom Wildverbiss wurde erzählt und vom Borkenkäfer, und begeistert hörten die Kinder zu. Besonders angetan hat es den Kindern aber - wie könnte es anders sein - der Hund, den der Förster mitgebracht hatte. Er erhielt an diesem Tag sicher mehr als die gewöhnlichen Streicheleinheiten.

Zum Schluss galt es noch, Gegenstände des Waldes zu ertasten. Die Aufgabe wurde von den Kindern mit viel Vergnügen gemeistert. So waren denn auch die teilnehmenden Erwachsenen, einige Mitglieder des Arbeitskreises Kinder und Jugend des Agendavereins, sowie die mitgekommenen Erzieherinnen anderer Einrichtungen mit dem Rundgang und dessen Ergebnis vollauf zufrieden. Der Verein ist sich sicher, dass auch die nächsten fünf Rundgänge in diesem Jahr den Kindern gefallen werden. Er wird versuchen, das Forstpädagogische Programm im kommenden Jahr auszubauen, um dem großen Bedarf gerecht zu werden.

Es bleibt zu hoffen, dass Förster Walter Pfefferle trotz Verwaltungsreform im Forstbereich dem Waldpark und Neckarau für solche Aufgaben weiterhin zur Verfügung stehen wird.

Bilder:
Förster mit Kids am Startpunkt: Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der lokalen Agenda 21 MA-Neckarau, Herr Bernd Landmann, übernimmt Förster Walter Pfefferle die Führung des forstpädagogischen Rundgangs.
2 Kinder mit Beerlauch: Zwei Kinder zeigen den gesammelten Beerlauch, von dem Förster Walter Pfefferle erklärt, dass er essbar ist und kurz vor der Blüte stünde.
Erwachsene Begleiter des Rundgangs: Journalistin; Erzieherinnen von Kindergärten und Mitarbeiterinnen des Arbeitskreises Kinder und Jugend in der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau.
Förster und Mädchen an Tastkiste: In der Tastkiste waren Rinde, Moos, Holz und auch ein Teil eines Gehörns zu ertasten.
Förster und Junge an Tastkiste: In der Tastkiste waren Rinde, Moos, Holz und auch ein Teil eines Gehörns zu ertasten.
Förster zeigt Kindern Dachs Attrappe
Förster zeigt Kindern Reh-Attrappe
Förster zeigt Kindern eine Raupe: Förster Walter Pfefferle zeigt Kindern eine Raupe und erklärt, dass daraus ein Schmetterling wird.
Förster gräbt Loch zum Einpflanzen eines jungen Baumes
Förster und Kinder pflanzen Baum: Förster Walter Pfefferle hat einen jungen Kirschbaum in den Waldboden eingesetzt und erklärt, warum er das gerade an dieser Stelle tut.
Förster legt Zaun um Sprössling: Förster Walter Pfefferle legt um das frisch gepflanzte Kirschbäumchen einen Zaun gegen Wildverbiss. Er erklärt, dass junge Bäume bei den Rehen als Delikatesse gelten.
Förster zeigt Kindern jungen Trieb
Förster und Kinder beim erklärenden Herumstreifen durchs Unterholz
Förster im Konder und Erwachenen unterwegs: Auf dem Weg durch den Wald.
Förster mit Kindern beim Baumspiel: Die Kinder spielen Baum sein; mit den Händen transportieren Sie - wie das auch eine Teil des Baumstammes tut - Wasser und Nährstoffen von unten durch den Stamm nach oben.
Förster mit Kindern beim Baumspiel 2: Die Kinder spielen Baum sein; mit den Händen transportieren Sie - wie das auch eine Teil des Baumstammes tut - Wasser und Nährstoffen von unten durch den Stamm nach oben.
Förster mit Kindern beim Baumspiel 3: Die Kinder spielen Baum sein; die einzelnen Schichten innerhalb eines Baumstammes werden erklärt und symbolisch dargestellt.
"Borkenkäfer" Walter Pfefferle greift den "Stamm des Kinderbaums" an: Die Kinder spielen die unterschiedlichen Schichten eines Baumstamms, der vom Borkenkäfer, dargestellt von Förster Walter Pfefferle, angegriffen wird. Die "Rindenkinder" wehren den bösen Käfer ab.

Forstpädagogische Spaziergänge der lokalen Agenda Neckarau ausgebucht.

Erster von 5 Rundgängen am 21. April

[14.04.2004]Mit allen Sinnen Natur erleben.

Nachfrage nach dem forstpädagogischen Spaziergang der lokalen Agenda übersteigt das Angebot. Alle Rundgänge in 2003 ausgebucht. Mannheim, 14.4.2004. Schon vor dem Start am 21. April sind alle angebotenen forstpädagogischen Rundgänge für Vorschulkinder des Neckarauer Agendavereins durch Kindergärten ausgebucht. Die insgesamt 6, von April bis Oktober angebotenen Spaziergänge, werden von Förster Walter Pfefferle gemeinsam mit dem Arbeitskreis "Agenda 21 für Kinder und Jugendliche" durchgeführt. Das Projekt will bei Kindern Neugier wecken und sie die Natur spielerisch erfahren lassen. Während eines zweistündigen Streifzuges durch den Waldpark wird die Natur in den verschiedenen Jahreszeiten mit allen Sinnen erkundet.

Die Kinder bekommen die Aufgabe, mit offenen Augen durch den Wald zu gehen, sich Interessantes anzuschauen und zu merken oder mitzunehmen. Die gesammelten Waldschätze werden später während einer Rast besprochen.

Das Naturerlebnis wird mit Hilfe von Spielen unterstützt. Damit sollen Vertrauenserfahrungen gemacht und der Orientierungs-, Tast- und Geruchssinn geübt werden. Beispielswiese sollen die Kinder mit Ihren Körpern einen Baum darstellen und verschiedene Naturobjekte mittels Tast- und Geruchssinn bestimmen.

Es ist geplant, die Rundgänge auch im nächsten Jahr wieder für Kindergartengruppen anzubieten. Deswegen sind ErzieherInnen und Pädagogen, die sich den Rundgang für ihre betreuten Kinder im Vorschulalter ansehen wollen, herzlich zur Teilnahme eingeladen. Sie können sich bei Frau Stefanie Ochotta nähere Informationen besorgen und sich anmelden. Telefon (0621) 855132, E-Mail: info@neckarau21.de.

Im Zusammenhang mit den forstpädagogischen Rundgängen stehen die Neckarauer Agenda-Aktiven den gegenwärtigen Überlegungen um die Zusammenlegung von Forsten im Zuge einer Verwaltungsreform kritisch gegenüber. Sie befürchten, dass im Zuge der Reform Förster Walter Pfefferle die Zuständigkeit für ein anderes Revier erhält. Damit ginge nicht nur die mehrjährige und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Förster verloren, sondern die Durchführung von Agendaprojekten würde konkret gefährdet. Schon bei der Erneuerung des Waldsportpfades und den Patenschaften Neckarauer Sportvereine für denselben hatte Förster Pfefferle eine wichtige Rolle gespielt. Deshalb appelliert Bernd Landmann an die Politik, sich dafür einzusetzen, dass Förster Pfefferle dem Waldpark und den Neckarauern erhalten bleibt.

Der erste Erkundungsrundgang startet am 21. April um 10 Uhr. Treffpunkt ist der Parkplatz vorm Rheindamm an den Kleingärten am Franzosenweg. Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen am Rundgang teilzunehmen und darüber zu berichten. Die restlichen Rundgänge in 2004 starten am gleichen Ort und zur gleichen Zeit am: 12. Mai, 23. Juni, 21. Juli, 22. September und 27. Oktober.

Mit allen Sinnen Natur erleben

[23.03.2004] Die forstpädagogischen Rundgänge für Vorschulkinder des Neckarauer Agendavereins starten am 21. April 2004. Zusammen mit Förster Walter Pfefferle bietet der Arbeitskreis "Agenda 21 für Kinder und Jugendliche" der Lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau ein forstpädagogisches Programm für Vorschulkinder an. Der erste Erkundungsrundgang startet am 21. April um 10 Uhr. Treffpunkt ist der Parkplatz vorm Rheindamm an den Kleingärten am Franzosenweg.

Das Projekt will bei Kindern Neugier wecken und sie die Natur spielerisch erfahren lassen. Während eines zweistündigen Streifzuges durch den Waldpark bis zur Reisinsel wird die Natur in den verschiedenen Jahreszeiten mit allen Sinnen erkundet. Die Kinder bekommen die Aufgabe, mit offenen Augen durch den Wald zu gehen und sich Auffallendes oder Interessantes anzuschauen und zu merken, oder mitzunehmen. Die gesammelten Waldschätze werden später während einer Rast besprochen.

Das Naturerlebnis wird mit Hilfe verschiedener Spiele unterstützt. Damit sollen Vertrauenserfahrungen gemacht und der Orientierungs-, Tast- und Geruchssinn geübt werden. Beispielswiese sollen die Kinder mit Ihren Körpern einen Baum darstellen und verschiedene Naturobjekte mittels Tast- und Geruchssinn bestimmen. Die Anzahl der teilnehmenden Kinder ist pro Rundgang auf 15 begrenzt. Es wird um verbindliche Anmeldungen bis drei Wochen vor den Terminen gebeten. Die Anmeldungen erfolgen beim Vereinsvorsitzenden der Lokalen Agenda 21 Neckarau, Bernd Landmann. Telefon (0621) 81 83 18, E-Mail: info@neckarau21.de.

Weitere Termine für Erkundungsgänge in diesem Jahr, die jeweils mittwochs zwischen 10 und 12 Uhr stattfinden: 12. Mai, 23. Juni, 18. Juni, 21. Juli, 22. September und 27. Oktober. Die Termine im April und Mai sind schon vergeben. Für die restlichen sind alle interessierten Kindergärten herzlich zur Teilnahme eingeladen. Zur Vorbereitung des forstpädagogischen Programms hatten Ende 2003 und im Januar 2004 zwei Multiplikatoren-Treffen mit Förster Pfefferle im Waldpark statt gefunden. Dabei wurde für die Zielgruppe ein maßgeschneidertes Programm zusammen gestellt. Der Vorsitzende des Vereins und Sprecher des Arbeitskreises Kinder und Jugend in der Lokalen Agenda 21, Bernd Landmann, lobt ausdrücklich das Engagement von Förster Pfefferle vom Forstamt Weinheim. "Aber auch Jürgen Herrmann vom BUND und Oliver Decken vom Umweltzentrum und einige engagierte Eltern haben zum Gelingen des Projektes beigetragen", bedankt er sich für den gesamten Verein.

Der gegenwärtigen Diskussion um die Zusammenlegung von Forsten im Zuge einer Verwaltungsreform stehen die Neckarauer Agenda-Aktiven kritisch gegenüber. Sie befürchten, dass im Zuge der "Reform" der Förster die Zuständigkeit für ein anderes Revier erhält. Damit ginge nicht nur die mehrjährige und konstruktive Zusammenarbeit mit Förster Walter Pfefferle verloren, sondern die Durchführung von Agendaprojekten würde konkret gefährdet. Denn schon bei der Erneuerung des Waldsportpfades und den Patenschaften Neckarauer Sportvereine für denselben hatte Förster Pfefferle eine wichtige Rolle gespielt. Deshalb appelliert Bernd Landmann an die Politik, sich dafür einzusetzen, dass Förster Pfefferle dem Waldpark und den Neckarauern erhalten bleibt.

Forstpädagogischer Erkundungsspaziergang für Kinder auf gutem Weg

Kind soll mit verbundenen Augen Bäume ertasten und später berichten Tastkiste mit Naturmaterialien, welche die Kinder blind ertasten sollen Tierattrappen: Förster Walter Pfefferle mit Tierattrappen, die für die am forstpädagogischen Erkundungssparziergang teilnehmenden Kinder im Wald aufgestellt werden können [08.02.2004]Der forstpädagogische Erkundungsspaziergang für Kinder, der ab dem Frühjahr im Waldpark von der lokalen Agenda 21 MA-Neckarau angeboten werden soll, nimmt Formen an. Zur Detailplanung treffen sich die Mitglieder des Arbeitskreises am 18. Februar um 19 Uhr im Konferenzraum des Volkshauses in der Rheingoldstraße 47-49. Während zweier Spaziergänge des Arbeitskreises im Waldpark, waren zusammen mit Förster Walter Pfefferle, Oliver Decken vom Mannheimer Umweltzentrum und Jürgen Herrmann BUND, einzelne mögliche Stationen des Rundganges vorgestellt worden. Mit dem forstpädagogischen Rundgang sollen Kindern die Veränderungen in der Natur im Wechsel der Jahreszeiten nahe gebracht werden. Dabei sollen die verschiedenen Sinne zur Wahrnehmung dieser Veränderungen angesprochen werden. Einen Baum mit dem Tastsinn zu erkunden, einen Vogel am Gesang zu erkennen oder den Beerlauch zu riechen, sind Beispiele dafür, wie Kinder lernen sollen, mit allen Sinnen zu erkunden. Zur Mitarbeit am Programm sind insbesondere Eltern, ErzieherInnen und Pädagogen, aber auch alle anderen interessierte Personen herzlich eingeladen.

Dieter Netter

Einladung Agenda-AK Eine Welt, 9.2.04, 17.00 - 18.30 Uhr, Volkshaus Neckarau

Arbeitskreis Eine Welt der Lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau

[29.01.2004]Liebe Teilnehmer und Interessierte,

wir möchten Sie herzlich zum nächsten Treffen des neu gegründeten AK Eine Welt in der Agenda 21 Neckarau einladen:

    9. Februar 2004
    17.00-18.30 Uhr
    Volkshaus Neckarau (Sitzungsraum)
    Eingang durch den Hof!
Bei unserem ersten Treffen stand die Vorstellung der Teilnehmer mit ihren Projekten und Ideen für die Zukunft im Mittelpunkt. Die Gründung des Arbeitskreises wurde beschlossen (Moderation zunächst: Brigitte Müller-Steim, Daniel Bannasch).

Dem Wunsch "im Bereich Eine Welt etwas zu bewegen", stehen knappe zeitliche und finanzielle Mittel gegenüber. Damit wir uns und andere nicht überfordern, Spaß und Erfolg haben, schlagen wir daher vor bei unserem nächsten (evtl. den nächsten beiden) Treffen zunächst die Ausgestaltung der Zusammenarbeit zu klären:

    Was wollen wir mit dem Arbeitskreis erreichen? Was sind die Ziele?
    Wo wollen wir Mitte/Ende des Jahres 2004 mit dem Arbeitskreis stehen?
    Was betrachten wir als Erfolg?
    Wo soll der Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegen?
Daniel Bannasch
Brigitte Müller-Steim
(Koordinatoren des Arbeitskreises)

VCD lädt zum Treffen des Verkehrsforums Neckarau ein.

Bürger wollen bei der Verkehrsplanung mitreden.

[15.01.2004] Am Montag, dem 19. Januar 2004 treffen sich um 20 Uhr die Teilnehmer des Verkehrsforums Neckarau im Bistro "Blues line" in der Steubenstraße 76-78.
Das Forum entstand im letzten Jahr aus der Zusammenarbeit mehrerer Neckarauer Vereine, die in einer Gemeinschaftsaktion mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern des Stadtteils die Erstellung des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) in Neckarau kritisch und mit Anregungen begleitet hatten. Trotz allen, wohl auch in den leeren städtischen Kassen begründeten Verzögerungen bei der abschließenden Planung und der bald folgenden Umsetzen des VEP wollen der Neckarauer ADFC, der VCD und die Lokale Agenda 21 Neckarau auch im neuen Jahr darauf achten, dass bei den Maßnahmen zur Umsetzung es Verkehrsentwicklungsplanes die Stärkung des sogenannte Umweltverbundes angemessen berücksichtigt wird. Denn nach Meinung der Teilnehmer verhindert nur vermehrtes zu Fuß Gehen, Radfahren und verstärkte Nutzung von Bussen und Bahnen ein weiteres Anwachsen des Autoverkehrs, den letztendlich niemand vor der eigenen Haustür haben möchte.

Alle Menschen, denen die Gestaltung des Verkehrsgeschehens in diesem Sinne am Herzen liegt, sind herzlich zur Mitarbeit eingeladen.
Weitere Treffen des Verkehrsforums, die ebenfalls abends um 20 Uhr im Bistro "Blues line" in der Steubenstraße 76−78 stattfinden sind:
Montag, 15. März,
Montag, 17. Mai,
Montag, 19. Juli,
Montag, 20. September und
Montag, 15. November.

Die Termine und die Arbeitsergebnisse des Verkehrsforums kann man sich auch im Internet ansehen. Auf den Seiten der lokalen Agenda 21 MA-Neckarau und des VCD Rhein-Neckar (E-Mail: VCD_Neckarau@web.de) sind die aktuellen Informationen zu finden.

Dieter Netter

Neckarauer Eine Welt Aktive prüfen Zusammenarbeit

[26.12.2003] Am Montag, den 12. Januar treffen sich um 17 Uhr verschiedene Neckarauer Eine Welt Aktive beim Verein lokale Agenda 21 MA-Neckarau. Es wird über eine bessere Vernetzung der Neckarauer Gruppen gesprochen und überlegt werden, ob man gemeinsam Eine-Welt-Projekte vorantreiben will. Ideen dazu gibt es schon. Der Leiter des Goethe-Institutes Inter Nationes, Günther Kippfmüller, wird ein Marketingkonzept für fair gehandelte Produkte - insbesondere Fairkaffee - vorstellen. Daniel Bannasch, Mitglied des Vorstandes des Agendavereins und Organisator des Treffens, wird die Idee eines Neckarauer Eine-Welt-Festes präsentieren und Gabi Thirion-Brenneisen schließlich, die als Leiterin des AK Agenda 21 im Sport, zusammen mit Sportvereinen schon den Waldsportpfad mit erneuert hat, will die Besucher über die Kampagne "Saubere Kleidung im Sport" informieren. Dabei geht es um bessere Arbeitsbedingungen und gerechte Bezahlung bei der Herstellung von Sportkleidung in Entwicklungsländern.
Für weitere Ideen sind die teilnehmenden Aktiven aus der Bürgerschaft, aus Vereinen, Schulen und der Kirchen offen und wünschen sich, dass viele an Entwicklungsarbeit interessierte Menschen vorbei schauen und mit diskutieren.

Das Treffen findet im Volkshaus Neckarau statt.

Mit freundlichen Grüßen
Dieter Netter

Lokale Agenda 21 MA-Neckarau will Positionspapier zum Verkehrsentwicklungsplan übergeben

[15.09.2003]Wie der Verein lokale Agenda 21 MA-Neckarau meldet, soll während der Bürgerversammlung zum Verkehrsentwicklungsplan Neckarau am kommenden Donnerstag, ein Positionspapier von Neckarauer Vereinen und Bürgern übergeben werden. Seit dem Frühjahr hatten sich Neckarauer Mitglieder des VCD (Verkehrsclub Deutschland) des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub), der lokalen Agenda 21 und BürgerInnen aus dem Stadtteil in mehreren Sitzungen getroffen, um ihre Anregungen und Forderungen für den Verkehrsentwicklungsplan zusammen zu tragen.

Am ersten September hatten die Mitglieder der drei Vereine in einer gemeinsamen Sitzung das Positionspapier einstimmig mit ihrem Votum versehen. Ohne Autofahren zu verteufeln fordern die Vereine vor allem die Stärkung des sogenannten Umweltverbundes, das heißt zu Fuß gehen, Fahrrad fahren und die Benutzung von Bussen und Bahnen. Autofahren wollen sie dagegen nur in der Form von Carsharing fördern, also der gemeinsamen Nutzung eines Fahrzeuges durch mehrere Personen.

Am Donnerstag, dem 18. September um 19 Uhr findet im Volkshaus Neckarau in der Rheingoldstraße die Bürgerversammlung zum Verkehrsentwicklungsplan statt. An dem Abend wird der Abschlussbericht des Ingenieurbüros vorgestellt, das den Verkehr im Stadtteil analysiert und Vorschläge ausgearbeitet hat.

Die Lokale Agenda 21 Mannheim Neckarau ist im Beschluss des Gemeinderates zur Verkehrsentwicklungsplanung für Neckarau explizit genannt und repräsentiert die Beteiligung der Bürgerschaft. Die Vereine und die Bürger, die das Positionspapier erarbeitet haben, sehen dieses als Ausdruck eines Teils des Bürgerwillens.

Der Verein wünscht sich, dass viele Neckarauer am Donnerstag zur Bürgerversammlung kommen, sich informieren, mitdiskutieren und damit den Bürgerwillen den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung noch deutlicher mitteilen.

Mit freundlichen Grüßen
Dieter Netter

Studienergebnisse liegen vor:
Kinder, Jugend und Agenda 21 in Neckarau

Annette Wilczek legt Ergebnisse der Bestandsaufnahme “Kinder, Jugend und Agenda 21” in Neckarau vor. Die Erhebung zeigt, dass die Agenda 21 in Neckarauer Kindergärten und Schulen schon jetzt eine wichtige Rolle spielt.

[20.08.2003] Die vom Mannheimer Umweltforum finanzierte Untersuchung förderte eine Vielzahl von Projekten aus den unterschiedlichsten Bereichen zu Tage. Von “Natur” über “Verkehr” und “Wirtschaft” bis hin zu “Energie” und “Eine Welt”.“Die Ergebnisse bieten einen hervorragenden Ausgangspunkt für die Arbeit im Bereich “Kinder, Jugend und Agenda 21 im Stadtteil”, lobt Bernd Landmann, Vorsitzender des lokalen Agenda-Vereins.
Als nächsten Schritt will der lokale Agendaverein nun interessierte Personen einladen, die auf Basis der Ergebnisse überlegen was sich darauf aufbauen lässt. Zusammengefunden hatte man sich bei der Veranstaltung der lokalen Agenda 21, bei der Anette Wilczek die Ergebnisse der Bestandsaufnahme vorab den Vereinsmitgliedern und den eingeladenen Vertretern der Neckarauer Kindergärten und Schulen vorstellte und kommentierte. Während der Veranstaltung hatten sich die VertreterInnen der Kindergärten und Schulen eine bessere Vernetzung und einen besseren Informationsfluss untereinander gewünscht.
Der lokale Agendaverein sieht seine nächste Aufgabe darin, diesem Wunsch nachzukommen.
“Wir wünschen uns natürlich viele neue Interessierte, die bereit sind die schon bestehende Aktivitäten zu koordinieren und neue Projekte zu überlegen. Damit könne man Eltern und Kindern, Erzieherinnen und Lehrern die Möglichkeit zum Austausch bieten” und neue Projekte in Gang zu bringen, sagt Bernd Landmann weiter. “Kinder und Jugendliche werden ausdrücklich als eine der wichtigsten Gruppen für die Agenda 21 genannt. Sie sollen mit ihren Fähigkeiten, Interessen und Ansichten aktiv an Entscheidungsprozessen beteiligt werden.”

Die Agenda 21 ist ein weltweites Handlungsprogramm für eine “nachhaltige Entwicklung”, das 1992 in Rio de Janeiro von rund 180 Staaten unterzeichnet wurde. Nachhaltig heißt: wirtschaftlich, ökologisch und sozial verträglich. Oder anders gesagt: nicht das Kapital aufbrauchen, sondern sozusagen von den Zinsen und Erträgen der Erde leben. Die lokale Agenda Mannheim-Neckarau setzt sich dafür ein, dass möglichst viele BürgerInnen an einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort mitarbeiten, vom einzelnen Projekt bis zum Handlungsprogramm für den Stadtteil Neckarau.

Ansprechpartner:
Bernd Landmann, Vorsitzender der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau (Tel. 81 83 18) Dort kann die Studie auch per Mail bezogen werden: bernd.landmann@online.de oder unter: www.neckarau21.de

Umweltpreis für “Agenda im Sport“

Am 10. Juli 2003 erhielt der Arbeitskreis “Agenda im Sport“ der Lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau den Umweltpreis der Stadt Mannheim. "Damit wird das tolle Engagement von 8 Neckarauer Sportvereinen für die Erneuerung und Pflege des Waldsportpfads anerkannt," freut sich Gabriele Thirion-Brenneisen, die Sprecherin des Arbeitskreises.
Für die Lokale Agenda Mannheim-Neckarau ist es bereits die zweite Auszeichnung. Im letzten Jahr wurde der Einsatz zum Erhalt des Naherholungsgebietes Aufeld mit einem Umweltpreis gewürdigt.

[10.07.2003] Im Frühjahr 2002 begann die Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitskreis “Agenda 21 im Sport“ und Neckarauer Sportvereinen: Mit Unterstützung des Sportkreises Mannheim, dem zuständigen Forstamt in Weinheim und den Ämtern für Sport und Grünflächen der Stadt Mannheim konnte das erste gemeinsame Projekt - die Erneuerung des Waldsportpfads - am 15. Juni 2003 mit einem großen Fest eingeweiht werden.

Für weitere Projekte gibt es im Arbeitskreis schon Ideen: Ökocheck im Sportverein - der gleichzeitig Umwelt und Vereinskasse schont - und die Beteiligung an "Fit for Fair" - einer Kampagne für “saubere“ Sportkleidung, die zwar in Billiglohnländern, aber zu fairen Bedingungen und Löhnen hergestellt wird.

Schon am kommenden Sonntag ist der Arbeitskreis wieder aktiv. Bei “Sport und Spiel am Wasserturm” werden Informationen zur Agenda 21 im Sport und für Kinder einfache Sport- und Spielgeräte angeboten.

Die Agenda 21 ist ein weltweites Handlungsprogramm für eine “nachhaltige Entwicklung”, das 1992 in Rio de Janeiro von rund 180 Staaten unterzeichnet wurde. Nachhaltig heißt: wirtschaftlich, ökologisch und sozial verträglich. Oder anders gesagt: nicht das Kapital aufbrauchen, sondern von den Zinsen leben. Die lokale Agenda Mannheim-Neckarau setzt sich dafür ein, dass möglichst viele BürgerInnen an einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort mitarbeiten, vom einzelnen Projekt bis zum Handlungsprogramm für den eigenen Stadtteil.

Ansprechpartnerin:
Gabriele Thirion-Brenneisen, Sprecherin der AK Agenda 21 im Sport, Tel: 06 21 / 85 36 76

1. Mannheimer Drais-Memoriale

[16.06.2003] Donnerstag, 26.06.2003; ab Uhr 09.00 – Uhr ca. 12.30
Erste bekannte Nachfahrt der historischen Strecke MA (Schloß, Ehrenhof) zur heutigen MA-Rheinau/Nord (Konrad-Duden-Schule, Hof) durch den badischen Forstbeamten Carl Friedrich Freiherr Drais von Sauerbronn (29.4.1785 – 10.12.1851, Karlsruhe) am 12.06.1817:
Schloß - Bismarckstr. - Reichskanzler-Müller-Str. - Neckarauer Übergang – Neckarauer Str.- Friedrichstr.- Marktplatz Neckarau – Friedrichstr. – Casterfeldstr. – Karlsplatz – Konrad-Duden-Schule

Drais-Lauffahrad

Anlaß:

  • Lfd. Aufstellung eines Verkehrentwicklungplanes (VEP) für den Stadtbezirk MA-Neckarau
    Wir sind als Verein der Nachhaltigkeit verpflichtet i. S. der Lokalen Agenda 21, der Mannheim 1998 mit der europaweiten Charta von Aalbourg beigetreten ist.
    Wir möchten mit diesem Event öffentlichkeitswirksam für mehr umweltfreundlichen, kostengünstigen Radverkehr werben im innerörtlichen Kurzstreckenbereich von Neckarau und allgemein. Es gilt den Radanteil am Verkehrsaufkommen zu erhöhen.
    Mit über einer Stückzahl von über einer Milliarde ist das Fahrrad das erfolgreichste Mobilitätsmittel überhaupt. Es ist aber auch immer noch ein Verkehrsmittel mit einem unausgeschöpften Nutzungspotential vor allem im Kurzstreckenbereich!
  • Lokales Geschichtsverständnis wecken, indem wir auf die historische Erfindung der Laufmaschine, des späteren Fahrrades, aufmerksam machen. Carl Friedrich Freiherr Drais von Sauerbronn fuhr erstmals diese fast identische Strecke von M 1,8 aus am 12.06.1817 (nicht wie oft geschrieben: 12.07.1817!!).

Wie sich bis jetzt zeigte, wäre diese Streckennachfahrt von Drais die erste überhaupt! Das Stadtarchiv Mannheim bescheinigte uns, daß wir mit dieser Fahrt „erinnerungskulturelles Neuland betreten.“ Es gab zwar in der Vergangenheit verschiedene Draisaktivitäten, nicht jedoch eine solche Streckennachfahrt. Das hat uns selbst überrascht.

Schirmherr:

OB Gerhard Widder (jedoch verhindert wegen MVV-Aufsichtsratsitzung), vertreten durch Kultur- und schuldezernent Dr. Peter Kurz am Zielort

Teilnehmer:

12 verschiedene Schulen aus dem Bereich dieser Strecke (Karl-Friedrich-Gymnasium,, Diesterweg-Grundschule, Almenhof-Grundschule, Schillerschule, Wilhelm-Wundt-Grund-/Realschule mit 7 (!) Klassen, Moll-Gymnasium, Joh.-Seb.-Bach-Gymnasium, Freie Waldorf-Schule, Konrad-Duden-Schule, Grund-und Förderschule Rheinau, Pfingsbergschule, also von der Grundschule bis Gymnasium, darunter alle Neckarauer Schulen!).
Insgesamt werden 491 Schüler aus 22 Klassen mit ihren Lehrern am Corso teilnehmen.
Ganze Schulklassen der Rheinauer Grund- und Förderschule werden die ankommenden Corso-Teilnehmer in Rheinau-Nord jubelnd begrüßen „Die Rektoren und Lehrer der teilnehmenden Schulen haben hier eine bemerkenswerte thematische Offenheit gezeigt. Die Zusagen erfolgten oft spontan. Das hat uns sehr angenehm überrascht“, so AK-Leiter Rudolf Höcker.
17 Schulen entlang der Draisstrecke wurden angeschrieben.
(Es handelt sich nebenbei um die erste Schultyp übergreifende Veranstaltung dieser Art im Stadtbezirk Neckarau u. darüber hinaus.)

Ein Student des Institutes für Sport der Universität Mannheim wird die erste von insgesamt 6 Laufmaschinen steuern. Weiterhin beteiligen sich mit ihren Laufmaschinen Kurt Maurer aus MA-Sandhofen und Jürgen Gehrige aus Heddesheim. Eine siebenköpfige Gruppe aus Ungarn mit drei Laufmaschinen reist eigens aus Ungarn für die Memoriale an! Insgesamt beteiligen sich damit 6 „Draisinenreiter“ mit ihren Replikaten von Laufmaschinen.

Die Mannheimer Fachhochschule für Technik und Gestaltung wird eine Studentengruppe mit 2 Testfahrräder auf die Memoriale entsenden, welches mit Dehnungsmeßstreifen versehen ist, die mit einem Laptop auf dem Rücken des Fahrradfahrers verbunden sind. Damit werden Spannungszustände im Radrahmen während des Fahrens gemessen.

Ein Fahrrad aus dem aktuellen Produktangebot von Mercedes-Benz der hiesigen Niederlassung Mannheim wird mit einem Fahrer den Corso begleiten.
Damit soll symbolisch die entwicklungsmäßige Verbindungslinie von der Laufmaschine zum späteren Beginn der Automobilgeschichte in Mannheim angedeutet werden.
Carl Benz in Mannheim war später der erste Unternehmer, der Straßenfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren anbieten konnte. Seinen elektrisch gezündeten Viertaktmotor baute er 1885 in ein Dreirad, welches von einem Fahrrad abgeleitet war. Am 02. Juli 1886 fand damit die erste Ausfahrt auf dem Friedrichsring in Mannheim statt.
Vom 7.- 9. August 2003 findet wieder eine Bertha Benz–Fahrt von Mannheim nach Pforzheim statt unter dem Motto „115 Jahre Frau am Steuer“. Damit wird an die Pionierin gedacht, die 1888 erstmals die Strecke über Wiesloch nach Pforzheim fuhr und auf dem Rückweg auch an Neckarau vorbei kam!

Seitens der Polizei Mannheim werden vier Beamte des Einsatzzuges als Radstreifen im Corso mitfahren.

Ihre Beteiligung haben außerdem zugesagt:
  • Willi Altig aus Mannheim, mehrfacher DM im Radrennsport
  • Karl Ziegler aus Mannheim, Ex-Bundestrainer im Radrennsport

Das Nationaltheater Mannheim stellt aus Ihrem Fundes Kleidungstücke aus der Biedermeierzeit für einige Teilnehmer bereit und beteiligt sich mit einer Gruppe.

Ein Transporter des Neckarauer Fahrradhauses „Radsport Schmidt“ begleitet am Schluß den Corso. Inhaber Karl Schmidt wird evtl. Schnellreparaturen durchführen, bzw. sein Transporter dient als Auflesefahrzeug für liegengebliebene Radfahrer.

fahrendeTeilnehmeranzahl:

< 650!

Streckelänge:

Schloß-Neckarauer Marktplatz = 4,7 km
Marktplatz – Konrad-Duden-Schule = 3,5 km (insgesamt 8,2 km)

Marktplatz Neckarau:

Auf Anregung durch den GDS-Vorsitzenden Günter Stegmüller in die Strecke als Zwischenstation aufgenommen. Dies dient dem Stadtteilmarketing von Neckarau.
Die GDS wird einen Stand aufstellen und den ankommenden „Draisler“ eine Getränkeerfrischung bieten. Eintreffen des Corsos ab ca. Uhr 10.00.
Die Neckarauer Bevölkerung wird hier herzlich als Zuschauer eingeladen!
„Es wird für kurze Zeit eng werden auf dem Platz, da darf kein Kfz sich darauf befinden. Wir können da keine Garantie für evtl. Lackschäden geben für die oftmals ordnungswidrig parkenden Autos“, so Höcker. „Also an dem Morgen erst gar nicht auf den Platz fahren!“

Streckensicherung:

Polizeieskorte

Konrad-Duden-Schule (Hof):

In derem heutigem Geländebereich erfolgte 1817 der Fahrtwendepunkt, um nach Mannheim zurück zu fahren. Sie ist der Endpunkt der Fahrt.
Die Schüler erhalten dort Getränke und einen Kleinverzehr.
Jede Klasse und Gruppierung wird eigens mit der oder den Laufmaschinen fotografiert. Alle deren Mitglieder erhalten später einen kostenlosen Fotoabzug hiervon.

Danach:

„After Drais: Spiel und Spaß im Parkschwimmbad Rheinau“

Ein Programmangebot mit Volleyball, Aqua-Tauziehen und Torwandschießen in Zusammenarbeit von Förderverein Freibad Rheinau und dem Gemeinnützigem Verein Rheinau.
Das Schwimmbad liegt unmittelbar neben der Konrad-Duden-Schule.
Die Rheinauer lassen es sich nicht nehmen, an diesem besonderen Tag so für ihren Stadtteil und Schwimmbad zu werben. „Wir wollen in angenehmer Erinnerung bleiben“, so die Vereinsvorsitzenden Siegfried Knoblauch, 1. Vorsitzender des Gemeinnützigen Vereins Rheinau und Konstantin Groß, 1.Vorsitzender des Fördervereins Freibad Rheinau.
Ein Programmangebot, was gut ankommt: 227 Schüler mit ihren Lehrern wollen daran teilnehmen!
Mit so vielen Teilnehmern hatten die Anbieter im Vorfeld gar nicht gerechnet.
(Eine Berichterstattung hierzu erfolgt durch die Rheinauer Vereine selbst)

Die Rückfahrt erfolgt nach eigenem Ermessen klassenweise selbst.

Zeitpunkt der Veranstaltung:

Der 26.06.03 ist kein klassischer Erinnerungstermin: Weder ein Geburts- oder Todestag, auch kein Ersttagtermin.
Der 12.06. konnte nicht vorgesehen werden, da Pfingstferien in Baden-Württemberg sind.
Der bisherige Ersttermin 12.7., wie er irrtümlicherweise immer wieder angegeben wird, liegt zu nahe am Beginn der Sommerferien.
Somit hätte diese Drais-Memoriale in diesem Umfang nicht stattfinden können.
Der Termin ist daher ein Zeitkompromiß. Wichtig für uns war, daß der Event überhaupt zum erstenmal stattfindet. Bis 2017 oder 2051 wollten wir nicht warten. Der 150. Todestag am 10.12.2001 ging leider ereignis- u. kommentarlos im Erfindungsort Mannheim vorüber.
Jetzt hat sich mit den Mitgliedern des Arbeitskreises eine Gruppierung ergeben, welche derzeit die Zeit und Laufmaschine aufbringen können und sie sinnvoll zum Werbe- u. Imageanlaß nehmen (VEP Neckarau s.o.), sie einzusetzen. Es ist wenig wahrscheinlich, daß dieser Arbeitskreis 2017 zum 200. Jubiläum noch existiert.

Rudolf Höcker, Leiter des AK „Mehr Rad“

Lokale Agenda in Neckarau lädt zur öffentlichen Mitgliederversammlung ein: Kinder, Jugend und Agenda 21

[19.05.2003 Mittwoch, 4. Juni, 19. 00 Uhr, Volkshaus Neckarau (Rheingoldstraße 47-49)]Am Mittwoch, den 4. Juni, um 19 Uhr lädt die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V. alle Interessierten ins Volkshaus ein. Präsentiert wird eine Bestandsaufnahme zum Thema „Kinder, Jugend und Agenda 21“ in Neckarau, die gemeinsam mit dem Mannheimer Umweltforum durchgeführt wurde.

Nach der Vorstellung der in Neckarauer Schulen und Kindergärten durchgeführten Projekte soll das weitere Vorgehen diskutiert werden. „Wir wünschen uns, dass Neckarauer in einem „Arbeitskreis Kinder, Jugend und Agenda 21“ zusammen finden, die bestehende Aktivitäten koordinieren und neue Projekte entwickeln. Der Arbeitskreis soll Eltern und Kindern, Erzieherinnen und Lehrern die Möglichkeit zum Austausch bieten“, erläutert Bernd Landmann, der Vorsitzende des lokalen Agenda-Vereins. „Mit nachhaltigem Denken kann man nicht früh genug anfangen“, meint er weiter, und nennt Kinder und Jugendliche ausdrücklich als eine der wichtigsten Gruppen für die Agenda 21.

Die Agenda 21, das weltweite Handlungsprogramm für eine „nachhaltige Entwicklung“, wurde 1992 in Rio de Janeiro von rund 180 Staaten unterzeichnet. Nachhaltig heißt: wirtschaftlich, ökologisch und sozial verträglich. Oder anders gesagt: nicht das Kapital aufbrauchen, sondern von den Zinsen leben. Die lokale Agenda Mannheim-Neckarau setzt sich dafür ein, dass möglichst viele BürgerInnen an einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort mitarbeiten, vom einzelnen Projekt bis zum Handlungsprogramm für den Stadtteil Neckarau.

Ansprechpartner:
Bernd Landmann, Vorsitzender der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau (Tel. 81  83 18)
Annette Wilczek, Mitarbeiterin des Umweltforums (Tel. 1 56 56 43)

Wir bitten um die Veröffentlichung der Einladung und um die Aufnahme in den Terminkalender Ihrer Zeitung.
Wir würden uns freuen Vertreter der Medien bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Netter

Agenda-Fest am Trimm-dich-Pfad

[18.05.2003 Sportvereine feiern Neu-Eröffnung, Sonntag, 15. Juni 2003, Beginn: 11.00 Uhr] Am Sonntag, den 15. Juni um 11 Uhr laden die Neckarauer Sportvereine in der Agenda 21 mit Essen, Trinken und Attraktionen zum Mitfeiern im Kiesteichweg vor dem Rheindamm ein. Dank der Zusammenarbeit engagierter Partner kann der runderneuerte Trimm-dich-Pfad im Waldpark jetzt mit einem großen Fest neu eröffnet werden.

Gefeiert wird mit einem Programm, das für jeden etwas bereit hält:
neben reichlich Essen und Trinken im Grünen gibt es den Auftritt einer Aerobic-Gruppe, Schnupperbootsfahrten an der Silberpappel, Führungen durch den Trimm-dich-Pfad, ein Streitfußballfeld, einen Schminktisch für Kinder und für Leute, die den Dreh raus haben, einen "Kenterrollensimulator“. Um 12.30 Uhr startet eine Waldrallye für Kinder und Jugendliche und bei gutem Wetter sind eine Fahrrad-Rikscha und ein Solar-Eis-Mobil unterwegs.

Gleich bei der Gründung des Vereins "Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V." im Herbst 2000 begann der Arbeitskreis „Agenda im Sport“ mit seiner Arbeit. Bei einem Treffen mit Neckarauer Sportvereinen war man sich über das erste gemeinsame Projekt schnell einig: der Waldsportpfad sollte erneuert werden - die alten Holzgeräte waren zum Teil marode oder entsprachen nicht mehr den Anforderungen der modernen Sportmedizin.

Mit Unterstützung der Partner Sportkreis Mannheim, dem zuständigen Forstamt in Weinheim und den Ämtern für Sport und Grünflächen der Stadt Mannheim konnte das Vorhaben schnell umgesetzt werden. Vorbildlich ist das Engagement der Neckarauer Sportvereine in der Agenda 21: sie haben nicht nur die Patenschaften für die Pflege der Stationen und Laufstrecken übernommen, sondern organisieren auch das Einweihungsfest.

Für weitere Projekt gibt es im AK Agenda im Sport bereits Überlegungen: Ökocheck im Sportverein - der gleichzeitig Umwelt und Vereinskasse schont - und die Beteiligung an "Fit for Fair" - einer Kampagne für „saubere“ Sportkleidung, die zwar in Billiglohnländern, aber zu fairen Bedingungen und Löhnen hergestellt wird.

Die Agenda 21 ist das weltweite Handlungsprogramm für eine „nachhaltige Entwicklung“, das 1992 in Rio de Janeiro von rund 180 Staaten vereinbart wurde. Nachhaltig bedeutet, dass die Menschen in Zukunft weltweit in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt so leben sollen, dass nicht länger das „Kapital“ aufgebraucht und damit die Umwelt nach und nach zerstört wird, sondern die Menschheit von den Zinsen lebt. Außerdem soll weltweit ein sozialer Ausgleich stattfinden und somit sollen auch die Armen auf jedem Ort der Welt die Chance auf ein besseres Leben erhalten. Die lokale Agenda Mannheim-Neckarau setzt sich dafür ein, dass möglichst viele BürgerInnen an einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort mitarbeiten, vom einzelnen Projekt bis zum Handlungsprogramm für den Stadtteil Neckarau.

Wir bitten um die Veröffentlichung der Einladung und um die Aufnahme in den Terminkalender Ihrer Zeitung.
Wir würden uns freuen Vertreter der Medien bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Netter

Neckarauer Bürger diskutieren mit Experten Verkehrsfragen

[16.03.2003] Den Fragen Neckarauer BürgerInnen zum Verkehr im Stadtteil stellten sich am 13. März Experten, die auf Einladung des Arbeitskreises Aufeld des lokalen Agendavereins in den gut besetzten Kolpingsaal des St. Jakobus Gemeindehauses gekommen waren.

Frau Gisela Stete, Verkehrsplanerin aus Darmstadt, zeigte in ihrem Eingangsreferat auf, dass trotz allen Vorurteilen immer noch viele Wege in einem Stadtteil, zu Fuß und mit dem Fahrrad getätigt werden. Das gilt insbesondere für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Sie verwies auf Untersuchungen die belegten, dass für die gesunde Entwicklung von Kindern das zu Fuß gehen außerordentlich wichtig sei. Das gelte für das Schulen der Motorik und den Aufbau der Muskeln und des Skeletts bis hin zu den höheren intellektuellen Leistungen. So gäbe es Studien, die einen Zusammenhang zwischen Rechenschwäche und Bewegungsmangel feststellten.

Die Expertin Stete sieht die Vorteile des zu Fuß Gehens und des Rad Fahrens in der Schnelligkeit auf kurze Entfernungen, der hohen Flexibilität, der hohen Erlebnis- und insbesondere beim Gehen der hohen Aufenthaltsqualität, natürlich immer unter der Voraussetzung, dass der Straßenraum das entsprechend attraktiv ermöglicht. Nur zu Fuß macht man einen Schaufensterbummel und trifft Menschen, mit denen man ein kurzes Schwätzchen hält. So warb sie denn auch für gute Gehwege mit ausreichend Platz für die Fußgänger und stellte eine Liste mit Mindestmaßen vor, die Gehwege nach den Erkenntnissen der Verkehrwissenschaft haben sollten.

Claudia Braun, Geschäftsführerin der in Mannheim ansässigen "Stadtmobil Rhein-Neckar GmbH" erläuterte anschließend die Vorzüge von Carsharing, also der gemeinsamen Nutzung von Autos. So würde jedes von Menschen gemeinsam genutzte Fahrzeug sechs bis sieben Parkplätze frei halten, die andernfalls mit eigenen Autos zugeparkt wären. Sie warb mit den im Vergleich zum eigenen Fahrzeug niedrigeren Kosten bei einer Fahrleistung von unter 10.000 Kilometern im Jahr und verwies auf den Vorzug, dass man sich beim Carsharing um nichts kümmern muss. Die Wartung und alles was sonst rund ums Auto nötig ist übernimmt Stadtmobil. Besonders erwähnte sie die hohen Anschaffungskosten bei einem Privatfahrzeug, was bei Carsharing in dieser Höhe nicht anfalle.

Felix Berschin, Nahverkehrsberater aus Heidelberg und Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg des Verkehrsclub Deutschland (VCD) gab Anregungen für einen besseren Öffentlichen Personennahverkehr, also Busse und Bahnen. Er griff die Idee eines Citybusses auf, der das Angebot im Stadtteil vielleicht verbessern könne. Andere Vorschläge waren die Einführung eines Kurzstrecken- und eines so genannten Bürgertickets. Beide bürgten ein großes Potenzial für Busse und Bahnen und könnten eine Entlastung von Autoverkehr bewirken. Ein Kurzstreckenticket würde dafür sorgen, dass man nicht für eine Strecke bis Mannheim Schönau zahlen müsse, wenn man nur zwei Stationen fahren wolle und ein Bürgerticket bürge für alle BürgerInnen die Chance auf ein preisgünstiges Jahresticket. Das gäbe es derzeit mit dem Maxx-Ticket, dem Semester-Ticket oder dem Jobticket nur für bestimmte Nutzergruppen, was eigentlich ungerecht und nicht einzusehen wäre.

Aus den anschließenden Fragen der BürgerInnen ließ sich erschließen, dass zugeparkte Gehwege im Stadtteil ein besonderes Problem darstellen. Unverständnis wurde besonders darüber geäußert, dass das Zuparken von Gehwegen auch in Straßen geschieht, in denen die Fahrbahnen eigentlich breit genug zum Parken seien. Auch die Stadtverwaltung wurde kritisiert, weil sie diese Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung, die ja mit dem Verbot des Gehwegparkens den Schutz der Fußgänger gewährleisten soll, offensichtlich toleriere.

Nach der intensiv geführten Diskussion bedankte sich der Moderator des Abends, Dr. Gerd Hüttmann, bei seinen Gästen und verabschiedete sie mit der Bitte, auch weiterhin so engagiert die Aufstellung des Verkehrsentwicklungsplanes zu begleiten. Dr. Hüttmann, seines Zeichens Vorstandssprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) in Mannheim und selbst aktiv im “Arbeitskreis Fahrrad? des Neckarauer Agendavereins, verwies alle Interessierte auf das nächste Treffen des AK Aufeld am 9. April um 19:30 Uhr im Volkshaus. Alle aktuellen Termine des Lokalen Agenda 21 Vereins Neckarau seien ansonsten auch auf der neu eingerichteten Homepage zu finden. Die Adresse lautet www.neckarau21.de
Viele Grüße
Dieter Netter

Neckarauer Sportvereine übernehmen Patenschaft für den neuen Trimm-dich-Pfad

[16.02.2003] Am 13. Februar trafen sich Vertreter Neckarauer Sportvereine mit den Akteuren der "Agenda 21 im Sport", einem Arbeitskreis des Lokalen Agenda 21 Vereins. Unter der Leitung von Gabi Thirion-Brenneisen, der Sprecherin des Arbeitskreises, wurde die Erneuerung des Trimm-dich-Pfades besprochen.

Der Diplomsportlehrer des Sportkreises Mannheim, Jürgen Kugler, stellte die neuen Tafeln für den Waldsportpfad vor und erläuterte die Übungen an den geplanten Dehn- und Kräftigungsstationen. Insgesamt wird der erneuerte Trimm-dich-Pfad aus den Laufstrecken zwischen den Stationen und aus 11, den neuesten Erkenntnissen der Sportmedizin entsprechenden, Übungen bestehen.

Förster Walter Pfefferle berichtete vom Fortgang der Erneuerungsarbeiten und gab sich optimistisch, dass der Pfad bis Anfang Mai fertiggestellt sein könne, obwohl derzeit die Finanzierung des nötigen Personals noch nicht ganz sicher wäre.

Ansonsten scheint derzeit die Finanzierung durch Zusagen der Stadt Mannheim, des Forstamtes Weinheim, eines Sponsoren und aller teilnehmenden Vereine gesichert.

Den Höhepunkt des Abends bildete die Unterzeichnung der Patenschaftserklärung der Vereine. Mit ihrer Unterschrift verpflichten sie sich dazu, das Forstamt bei der Instandhaltung der Wege und der Sportgeräte aktiv zu unterstützen. Sie helfen mit ihren Mitgliedern bei Instandhaltungsarbeiten und melden vor allem Schäden an Wegen oder Sportgeräten ans Forstamt.

Beim nächsten Treffen der „Agenda 21 im Sport" mit den Vereinen am 3. April soll das Einweihungsfest geplant werden. Als vorläufiger Termin für die Eröffnungsfeier ist der 25. Mai angedacht. Gastgeber der vorbereitenden Sitzung am 3.4. ist der TSV Neckarau am Kiesteichweg 9. Die Sitzung wird um 19:30 Uhr beginnen.

Wir bitten um die Veröffentlichung des Berichtes und um die Aufnahme des Termins des nächsten Treffens in den Terminkalender.
Wir würden uns freuen, Sie am 3. April begrüßen zu dürfen.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Netter

Arbeitskreis zum Erhalt des Aufeldes lädt ein zur Veranstaltung "Mobilität in Neckarau 2010"

[14.02.2003] Am Donnerstag den 13. März lädt der Arbeitskreis Aufeld des lokalen Agendavereins zur Veranstaltung "Mobilität in Neckarau 2010" ein. Die Veranstaltung findet im Kolpingsaal des Gemeindehauses St. Jakobus in der Rheingoldstraße 9 statt. Referenten des Abends sind Gisela Stete vom Büro Stete Planung - Büro für Stadt- und Verkehrsplanung in Darmstadt, Claudia Braun von der Mannheimer Carsharing Organisation "Stadtmobil Rhein-Neckar" und Felix

Berschin von der NAHVERKEHRSBERATUNG SÜDWEST in Heidelberg. Herr Berschin ist auch Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg des VCD (Verkehrsclub Deutschland) und durch seine Stellungnahme gegen den ICE Bypass bekannt.

Die Verkehrsfachleute werden an diesem Abend in kurzen Referaten Möglichkeiten erläutern, wie die Mobilität in Neckarau verbessert werden kann. Dabei soll das Potenzial des sogenannten Umweltverbundes beleuchtet werden: wie lassen sich zu Fuß gehen, Rad fahren sowie Bus und Bahn in Neckarau verbessern und welche Möglichkeiten bietet Carsharing zur Verbesserung der Verkehrssituation. Die Fachleute beantworten nach den Referaten die Fragen der Besucher.

Laut Anita Hirsch-Sanden, der Sprecherin des Arbeitkreises, ist die Veranstaltung als Begleitung des Verkehrsentwicklungsplanes Neckarau gedacht, der momentan von der Stadtverwaltung erarbeitet wird. In diesem Plan werde festgelegt, wie die unterschiedlichen Verkehrsarten und die Verkehrsflächen in den nächsten Jahren ausgestaltet werden. Der Arbeitskreis des Neckarauer Agendavereins, der durch die Unterschriftensammlung für den Erhalt des Aufeldes bekannt wurde, will mit der Veranstaltung nicht nur interessierte Bürger informieren, sondern auch ermöglichen sich bei der Planung aktiv einzubringen.

Bernd Landmann, der Vorsitzende des Vereins lokale Agenda 21 MA-Neckarau betont, dass sich der Arbeitskreis zum Erhalt des Aufeldes über eine rege Beteiligung der Bürgerschaft freuen würde, denn: "Demokratie lebt vom mitmachen".

Wir bitten um die Veröffentlichung der Einladung und um die Aufnahme in den Terminkalender.
Wir würden uns freuen, Sie am 13. März begrüßen zu dürfen.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Netter

Neckarauer Waldsportpfad wird erneuert

[19.07.2002] Einen schönen Erfolg hat der Verein lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau zu vermelden. Aufgrund einer Initiative seines Arbeitskreises Agenda 21 im Sport wird der Neckarauer Trimm-Dich-Pfad erneuert. Diese erfreuliche Nachricht überbrachten Bernd von Aschwege, Abteilungsleiter im Amt für Straßenbetrieb und Grünflächen der Stadt Mannheim und Walter Pfefferle vom Forstamt Weinheim den Vertretern Neckarauer Sportvereine und Kommunalpo-litikern. Die Anwesenden waren der Einladung des Arbeitskreises Agenda 21 im Sport gefolgt und hatten sich am 11. Juli bei der Post-Sport-Gemeinschaft im Kiesteichweg eingefunden. Besonders erfreut zeigten sich die Vertreter der Sportvereine darüber, dass auch die Finanzie-rung schon sicher ist. Im September will man nun bei einer gemeinsamen Begehung des jetzi-gen Trimm-Dich-Pfades die neue Konzeption vor Ort durchzusprechen. Gabi Thirion-Brenneisen, die Sprecherin des Agendaarbeitskreises hofft nun, dass der erneuerte Waldsportpfad schon im nächsten Frühjahr den Freizeitsportlern übergeben werden kann. Zu diesem Anlass ist geplant, zusammen mit den Sportvereinen ein Einweihungsfest zu machen. „Das wäre großartig“, freut sich Gabi Thirion-Brenneisen. „Das wird vielleicht der Anlass, dass noch mehr Sportvereine bei uns mitmachen“, bringt sie ihre Hoffnung zum Ausdruck.
gez. Dieter Netter

Neckarau agendamobil: Viertes CarSharing-Auto in Neckarau

[06.06.2002} Waldpark, Geschäfte, Sportanlagen, in Neckarau lässt sich alles gut zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Verkehr erreichen. Wer deshalb nur ab und zu ein Auto braucht, dem bietet „Stadtmobil“ eine interessante Alternative zum eigenen Auto.

Seit Ende Mai bietet Stadtmobil mit einem Daihatsu Cuore in Neckarau sein viertes Fahrzeug zur Nutzung an. Möglich wurde die Erweiterung durch neue NutzerInnen von Carsharing. Schon seit 1998 steht ein Teilauto in der Neckarauerer Rheingoldstraße, ein Jahr später kam ein zweites am Sennteichplatz hinzu. Dort stehen mittlerweile drei Fahrzeuge. Ein Kleinwagen und ein Kombi wurden Ende Mail um einen Mini ergänzt. Werden andere Modelle gewünscht, kann auf den übrigen Fuhrpark zurückgegriffen werden. Weitere Fahrzeuge stehen entlang der Linie 7 an der Diesterwegschule, am Bahnhof und an der Kunsthalle.

Nutzer von CarSharing schlagen sich nicht mit Reparaturen, TÜV oder Ähnlichem herum, das erledigt Stadtmobil für sie. Und wer unter 500 km im Monat mit dem Auto fährt, spürt schnell den Vorteil von CarSharing im Geldbeutel. Das Angebot nehmen mittlerweile 80 Neckarauer in Anspruch - Tendenz steigend. Im gesamten Rhein-Neckar-Raum nutzen rund 2000 Kunden die 100 CarSharing-Fahrzeuge.

Wie funktioniert CarSharing?

Über Internet oder Telefon können Kunden rund um die Uhr ein Fahrzeug reservieren, sei es für die kurze Einkaufsfahrt oder für den mehrwöchigen Urlaub. Mit einer Chipkarte wird das gebuchte Auto geöffnet und los geht’s. Voraussetzung ist der Abschluss eines Rahmennutzungsvertrages, und wer ein Halbjahres- oder Jahresticket für Bus und Bahn hat kann CarSharing im „VRN-Tarif“ zu günstigeren Einstiegskonditionen nutzen. Abgerechnet werden die gebuchte Zeit und die gefahrenen Kilometer. Darin sind dann vom Benzin über die Versicherung bis zur Wartung und Pflege alle Kosten enthalten.

Was hat CarSharing mit der Lokalen Agenda 21 in Neckarau zu tun?

Die Agenda 21 ist ein weltweites Handlungsprogramm, das 1992 in Rio de Janeiro verabschiedet wurde. Hauptziel ist eine "zukunftsfähige" oder "nachhaltige Entwicklung". Beim Erreichen dieses Ziels wurde den Kommunen eine tragende Rolle zugewiesen. Da auch die städtische Mobilität in der Agenda 21 eine Rolle spielt sollen ökologisch verträglichen Fortbewegungsarten, insbesondere dem Zufußgehen, Radfahren und dem öffentlichen Nahverkehr Vorrang eingeräumt, und der Verbund dieser Verkehrsarten in den Mittelpunkt der Planungen gestellt werden. Der Verein Lokale Agenda 21 MA-Neckarau wirbt für die Umsetzung der Prinzipien der Agenda 21 in Neckarau.

CarSharing stellt als Ergänzung der ökologisch verträglicheren Fortbewegungsarten einen wichtigen Baustein dieser zukunftsfähigen Mobilität dar. Wer CarSharing nutzt, hat ein Auto nur dann, wenn er es braucht - es steht aber nicht herum, wenn er es nicht benötigt. Das führt unter anderem dazu, dass ein CarSharing-Auto im Schnitt 7 Privat-PKW ersetzt. Damit wird in Neckarau viel Platz frei für andere, schönere Nutzungen.

Mehr Infos zu Stadtmobil erhalten Interessierte im Internet unter www.stadtmobil.de und telefonisch unter (0621) 4 18 22 18.
Zur Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau e.V. gibt gern deren Vorsitzender Bernd Landmann Tel. 81 83 18 Auskunft.
gez. Dieter Netter

Presseerklärung der Agenda 21, Arbeitskreis Erhaltung des Aufeldes zur Sitzung des Ausschusses Umwelt und Technik (AUT) am 9.3.2002

[09.03.2002] Befürworter einer Aufeldquerung argumentieren nur mit der Entlastung des Ortskerns von Neckarau. Welche Interessen verfolgen diejenigen, die auf eigene Faust bereits eine „für die Kleingärten verträgliche“ Trassenführung planen und die Kosten für den Straßenbau ermitteln? Warum werden die wahren Interessen nicht genannt?

Verantwortungsvolle Kommunalpolitik löst (Verkehrs-)Probleme heute nicht mehr durch weiteren Verbrauch von (Umwelt-)Ressourcen, sie schöpft zumindest vorher alle anderen Möglichkeiten aus. Dies ist nicht „Ideologie in der Verkehrspolitik“, sondern Verantwortung für die Zukunft. Die Kommunalpolitiker sind 1992 der Charta von Aalborg beigetreten, die solches Handeln zum Grundsatz macht. Sie haben ein Freiraumsicherungskonzept und ein Stadtentwicklungskonzept beschlossen. Warum handeln die Kommunalpolitiker nicht danach?

Die Aufeldquerung würde unbestreitbar eine zahlenmäßige Entlastung für den Ortskern bringen. Warum wird nur von der erzielbaren Entlastung geredet, nicht aber von den negativen Folgen für Neckarau? Die Entlastung wird bezahlt mit zusätzlichem Verkehr, höherer Belastung für die Steubenstrasse, Staus im Bereich Rheingoldcenter, einer zweiten Schneise im Stil der Neckarauer Straße künftiger Besiedelung des Aufeldes mit Gewerbe und Wohnungen und damit weiterer Bodenversiegelung, zusätzlichem Verkehr, Zerstörung der Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen Zerstörung des Naherholungsgebietes

Mehr als 7.500 Bürger haben in Neckarau ihr Votum für den Erhalt des Aufeldes und gegen die Straße abgegeben. Der AK für den Erhalt des Aufeldes in der Agenda 21, übergibt am 19.3.2002 die Unterschriften an die Verwaltung. Der AK erwartet von den Kommunalpolitikern, dass sie dieses Votum respektieren.

Bisher ist dies nicht erkennbar.

Auf Antrag aller Parteien soll ein Verkehrsplan für Neckarau, erstellt werden.. Ein weiteres Gutachten sieht u.a. eine umfangreiche Untersuchung des Ziel- und Quellverkehrs im Morchfeld vor. Warum ist es dort, wo die Dinge doch klar liegen, für eine Planung notwendig zu wissen, woher die Autos kommen und wohin sie wollen, im Kern von Neckarau aber nicht?

Eine nochmalige Überprüfung der Aussage bezüglich des Autoverkehrs in Neckarau wird nicht als notwendig erachtet Stattdessen wird immer wieder vereinfachend widergegeben, die Agenda 21 habe als Alternative nur eine Querung durch die Rottfeldstraße. Warum wird nicht mit gleicher Intensität geprüft, welche Entlastungen sich aus der Summe der Vorschläge der Agenda 21 ergeben würden?

Die Agenda 21 fordert von Verwaltung und Gutachtern eine vorbehaltlose Prüfung aller genannten Vorschläge.

Arbeitskreis für die Erhaltung des Aufeldes in der Agenda 21 Mannheim-Neckarau e.V.

Agenda im Sport und Neckarauer Vereine trafen sich

[23.02.2002] Am Donnerstag, 21. Februar 2002 trafen sich mehrere Teilnehmer zu einer Informationsveranstaltung über Agenda 21 und Agenda im Sport Anwesend waren die Vorsitzende des Sportkreises und des Schwimmvereins Edda Geisler, die Vorsitzenden der Sportvereine Tennisclub Schwar-Weiß, Post SG, Radsport Chio, VfL Neckarau, TV 1884, Rainer Hildenbrandt von der Kanu-Gesellschaft Neckarau, Frau Pich vom Agenda Büro der Stadt Mannheim, Daniel Bannasch vom Agenda Büro der Stadt Ludwigshafen, Bernd Landmann Agendaverein Neckarau und dessen Arbeitskreis Agenda im Sport, Gabriele Thirion-Brenneisen, Dieter Netter und Horst Kallsbach. Dieser Infomationsaustausch war sehr interessant und aufschlußreich. Gerade die Mitglieder in den Vereinen stellen ein riesengroßes Potential um der Verwirklichung von Agenda 21 in unserem Stadtteil und in unserer Stadt näher zu kommen. Bessere Zusammenarbeit unter den Vereinen wurde als Ziel genannt. Familienwochende, Kombikarte, Umweltseiten in der Vereinszeitung wurden näher betrachtet. Die Vereine hatten starkes Interesse an einer Wiederinstandsetzung des Trimm-Dich-Pfades; es wurde sogar darüber nachgedacht, daß Neckarauer Sportvereine jeweils eine Patenschaften für ein Trimm-Dich-Gerät übernehmen könnten. Der Arbeitskreis Agenda im Sport wird Gespräche mit den zuständigen Ämtern aufnehmen um ein solches Projekt zu realisieren. Es wurde vereinbart sich wieder zu treffen und die Zusammenarbeit zu verstärken.
Dieter Netter
Gabriele Thirion-Brenneisen
23. Februar 2002

“Ohne ein deutliches Votum der Neckarauer Bürger wird es keine Aufeldquerung geben!“

[09.09.2001] Diese deutlichen Worte sprach Dr. Sven Joachim OTTO, Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat, bei einer öffentlichen Fraktionssitzung im Frühjahr im Gemeindesaal der St. Jakobus Kirchengemeinde in Neckarau. Dies wohl auch angesichts deutlich zu verspürender mehrheitlicher Ablehnung gegen ein solches Projekt.

Inzwischen wurden mehrere öffentliche Veranstaltungen zum Thema durchgeführt. Unter anderem in der Halle des Volkshauses mit Vertretern der GdS und IG der Neckarauer Vereine sowie der SPD und Grüne. Letztere Parteien beziehen jetzt schon deutlich Stellung gegen die Aufeldquerung, aber auch die Bürgerinnen und Bürger haben sich ohne Frage deutlich mehrheitlich gegen ein solches Projekt ausgesprochen.

Dies nicht nur bei Versammlungen und Sitzungen, sondern auch auf der Straße, wenn Mitglieder des AK Aufeldquerung für Unterschriften gegen die Aufeldquerung bitten. Innerhalb kürzester Zeit und trotz „Sommerpause“ wurden bereits knapp 5.000 Unterschriften für den Erhalt des Aufeldes gesammelt. Auch öffentliche Befürworter des umstrittenen Verkehrskonzeptes haben sich mittlerweile dem Wunsch zum Schutz des Aufeldes angeschlossen. Dies wohl durch den Druck der öffentlichen Meinung.

Obwohl eine Entscheidung näher rückt, ist im September dieses Jahres doch noch nicht mit einem Beschluss des Gemeinderates zu rechnen. Deshalb hat sich der AK Aufeldquerung der Lokalen Agenda 21 MA – Neckarau entschlossen, die Unterschriftenaktion noch bis zum 31.10.2001 zu verlängern.

Bei dieser Gelegenheit bitten wir alle, die Unterschriftenlisten gesammelt haben, diese an den bekannten Adressen abzugeben.

Unser besonderer Dank gilt allen Sammlerinnen und Sammlern sowie den Neckarauer Gewerbetreibenden und Ladeninhabern, die unsere Listen ausgelegt haben. Dies gerade auch in den von der Verkehrsentwicklung besonders betroffenen Bereichen Friedrichstraße und Rheingoldstraße.

Dieses entgegengebrachte Vertrauen ist der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau auch gleichzeitig Verpflichtung, zu einer Entlastung des Neckarauer Ortskernes mit alternativen Konzepten beizutragen. Diese mit zu entwickeln und der Stadtverwaltung vorzuschlagen ist ebenfalls Aufgabe des AK Aufeldquerung und es sind schon einige interessante Ideen vorgetragen worden.

Alle daran interessierten Neckarauer/innen sind herzlich zum Mitmachen eingeladen. Das nächste Treffen des Arbeitskreises Aufeldquerung findet statt am Donnerstag, 13.09.2001, 19.30 Uhr, in der Gaststätte "Sudpfännchen" des Leistungszentrum für Kegelsport (zwischen Freizeitschule und Rheingoldhalle) Rheingoldstraße 211
gez. Bernd Landmann

Aufruf zur Gründung des Vereins „Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V.“

[01.10.2000] 1998 trat die Stadt Mannheim der „Charta der Europäischen Städte und Gemeinden auf dem Weg zur Zukunftsbeständigkeit (Charta von Aalborg)“ aus dem Jahre 1994 bei. Diese Charta war das Folgeergebnis der UN-Konferenz („Erdgipfel“) von Rio de Janeiro im Jahre 1992. 178 Staaten beschlossen dort die Agenda 21, ein Zukunftsprogramm für das 21. Jahrhundert in dem „die dringlichsten Fragen von heute angesprochen, während gleichzeitig versucht wird, die Welt auf die Herausforderungen des nächsten Jahrtausends vorzubereiten.“ Zentrales Leitmotiv der Agenda 21 ist die nachhaltige Entwicklung.

Mannheim und viele andere Städte und Gemeinden verpflichteten sich mit der Unterzeichnung der “Charta von Aalborg“ eine eigene „Lokale Agenda 21“ aufzustellen, welche den Umweltschutz als integrierten Bestandteil jeder Entwicklung betrachtet, bei der die Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen mit der langfristigen Sicherung unserer materiellen Lebensqualität in Einklang gebracht werden soll im dem Zieldreieck:
Umweltverträglichkeit/ Sozialverträglichkeit/ Wirtschaftlichkeit. Ziel ist die Erarbeitung und Umsetzung eines Handlungsprogrammes für eine zukunftsbeständige Gemeinde.
Hierbei wird auf bereits vorhandenen und durchgeführten Einzelansätzen aufgebaut. Zudem hat sich Mannheim verpflichtet, die Lokale Agenda 21 im Dialog mit Bürgern, Stadtverwaltung, Gewerbe-, Wirtschaftsorganisationen, Vereinen, Parteien und anderen zu entwickeln. Denn nur mit ihnen lässt sich dieses notwendige Ziel umsetzen.
Um dieses Zukunftsprogramm gebündelt in dem Mannheimer Stadtbezirk Neckarau mit seinen Stadtteilen Neckarau, Almenhof, Niederfeld und Casterfeld-Nord voran zu treiben, ist beabsichtigt, den Verein „Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V.“ zu gründen. Die Unterzeichner appellieren an alle dort ansässigen, zukunftsorientierten, verantwortungsbewußten Bürger, Firmen, Vereine, Verbände, Einrichtungen und Kirchen diesem Verein beizutreten.

Die Gründungsversammlung findet statt:
Donnerstag, 26.10.2000 Uhr 19.30 vhs am markt, Friedrichstr. 13a, 68199 MA-Neckarau (Marktplatz)
Weitere Infos:
Rudolf Höcker, Tel. 0621/82 42 75, Fax 8 28 05 35 und
Agenda 21 – Büro der Stadt Mannheim, Tel. 0621/293-7499, Fax 293-9704,
Internet: www.mannheim.de/agenda21/, eMail: agenda21@mannheim.de
UnterstützerInnen:
Daniel Bannasch, Prof. Dr. Josef Bugl, Akademie für Technologiefolgenabschätzung in Stuttgart, Gabriele Egler (Stadträtin CDU), Dr. Rudo Friedrich (Stadtrat ML), Großkraftwerk Mannheim AG, Rudolf Höcker (Bezirksbeirat CDU), Dr. Gerd Hüttmann (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club), Kleingartenverein Mallau, Bernd Landmann, Markthaus MA- Neckarau, Manuel Metzmaier (Bezirksbeirat SPD), Moll-Gymnasium, Klaus-Peter Mütsch (Architekt), Dieter Netter (Bezirksbeirat Grüne), Tobias Seiberlich, Carl Duisberg-Gesellschaft, Petra Seidelmann (Stadträtin Grüne), Karin Steffan (Stadträtin SPD), Gabriele Thirion-Brenneisen, Helmut Wetzel (Stadtrat SPD), Agenda 21-Büro der Stadt Mannheim, (Sozial-)Dezernat III und (Bau-)Dezernat IV der Stadt Mannheim

Pressespiegel


Bürger nehmen Natur in der Stadt in Schutz

NECKARAU/LINDENHOF: Massives Engagement für Aufeld, Strandbad und Rheinpromenade

[30.12.2005 Mannheimer Morgen] Wenn es um das Erhalten der Natur geht, engagieren sich die Mannheimer gern. Das zeigte sich in den zurück liegenden zwölf Monaten besonders in Neckarau und auf dem Lindenhof. Die Aufmerksamkeit galt dem Aufeld, dem Strandbad und der Rheinpromenade.

Die frohe Botschaft kam vor gut einem Monat aus dem Gemeinderat. Der Ausschuss für Umwelt und Technik beauftragte die Stadtverwaltung, ein Verfahren einzuleiten, an dessen Ende das Aufeld zum förmlichen Landschaftschutzgebiet erklärt werden kann. Begrüßt wurde die Entscheidung vor allem von den Umweltverbänden, die sich für den Grünzug bereits stark gemacht hatten, als eine Straße zum neu gebauten Niederfeld im Gespräch war. Davon sah die Stadt zwar ab, doch die Befürchtung, das Aufeld könnte bebaut werden, blieb nach wie vor.

Zu heftigen Auseinandersetzungen führten Planungen am Strandbad. Nachdem die Stadt der Pächterin der dortigen Gaststätte gekündigt hatte, einigte sie sich mit der Eichbaum-Brauerei auf ein neues Konzept. Dagegen liefen Mitglieder der Lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau und ein eigens gebildeter Strandbad-Verein Sturm. Sie befürchteten eine abgehobene Event-Gastronomie. Schließlich lenkten Stadt und Brauerei ein. Die Stadt muss nun ein neues Konzept erarbeiten, das auf eine positive Resonanz der Neckarauer stößt. Denn die Brauerei erklärte, nichts gegen den Willen der Bürger zu unternehmen.

Auf dem Lindenhof beschwerten sich einige Bewohner massiv gegen das wilde Grillen an der Rheinpromenade, doch die Begeisterung der Stadtverwaltung, dort etwas zu unternehmen, hielt sich in engen Grenzen. Also schalteten die Bürger, denen vor allem der hinterlassene Unrat und der versengte Boden ein Dorn im Auge waren, den Bezirksbeirat ein. Nach einer heftigen Diskussion in einer öffentlichen Sitzung sprachen sich die Stadtteilpolitiker mehrheitlich dafür aus, dass das Grillen entlang der Rheinpromenade unterbunden wird und die Stadt dafür nach einem Ersatzareal Ausschau halten soll. jan

Neues Konzept am Strandbad

NECKARAU: Eichbaum geht auf zahlreiche Vorschläge ein

[21.10.2005 Mannheimer Morgen] Die zum Teil hitzige Diskussion über die Zukunft des Strandbades führte dazu, dass der künftige Betreiber der Strandbadgaststätte, die Eichbaum Brauereien AG, ihr ursprüngliches Konzept geändert hat. Genaueres erfuhren die Bezirksbeiräte in der öffentlichen Sitzung zwar nicht, allerdings hatte vor einigen Wochen der Verkaufsdirektor der Eichbaum-Brauereien, Rainer Heilmann, erklärt: "Wir investieren nur im Konsens mit der Bevölkerung."

Das Thema stand auf der Tagesordnung der Bezirksbeirats-Sitzung, wurde aber wieder abgesetzt. Obertbürgermeister Gerhard Widder ließ die Stadtteilpolitiker wissen, dass die Brauerei sich entschlossen habe, ein modifiziertes Betreiberkonzept vorzulegen. Es Berücksichtige weitgehend die von den verschiedenen Initiativen gemachten Einwürfe. Wie berichtet, wandten sich sowohl der Bezirksbeirat als auch die Lokale Agenda 21 Mannheim Neckarau gegen eine mögliche "Event-Gastronomie" und sprachen sich für eine volkstümliche Bewirtschaftung aus.

Was davon im Detail verwirklicht wird, sollen die Bezirksbeiräte in einer Sondersitzung erfahren. Das Konzept sei der Stadt erst nach der Sommerpause vorgelegt worden und müsse erst geprüft werden. Danach beginnen die Verhandlungen mit dem Unternehmen über die Realisierbarkeit. Von der Stadt verlangen die Bezirksbeiräte eine Lösung des Verkehrsproblems zu dem dann bewirtschafteten Strandbad. jan

Endlich an die Arbeit gehen

Forum und LA 21 begrüßen den Verkehrsentwicklungsplan

[03.08.2005 Mannheimer Morgen] Die Lokale Agenda 21 und das Verkehrsforum Neckarau begrüßen einhellig die Verabschiedung des Verkehrsentwicklungsplanes durch den Gemeinderat. "Endlich können wir im Interesse der Bürger daran gehen, einige der dringendsten Verkehrsprobleme im Stadtteil zu mildern", freut sich Bernd Landmann, der Vorsitzende der lokalen Agenda 21 -Neckarau, in einer Mitteilung.

Das Verkehrsforum hatte 2004, wie viele interessierte Bürger, die Offenlage der Pläne intensiv für Kritik und Anregungen genutzt. Um so enttäuschter war man, als erst nach der Offenlage die CDU im Gemeinderat Beratungsbedarf anmeldete. Dadurch wurde die Verabschiedung der Verwaltungsvorlage um ein ganzes Jahr verzögert. "Damit hat man den von Verkehrsbelastungen geplagten Menschen im Stadtteil keinen Dienst erwiesen," erklärt Bernd Landmann und fährt fort: "Es freut uns besonders, dass mit dem Beschluss des Gemeinderates alle Parteien anerkennen, dass eine Aufeldquerung keine maßgebliche Verkehrsentlastung für den Stadtteil bringt." Er lädt die Vertreter aller Parteien im Stadtteil ein, sich beim Verkehrsforum mit zu engagieren.

Dr. Gerd Hüttmann vom ADFC weist auf die Aktionen des Verkehrsforums in diesem Jahr hin. Im April waren vor einem Einkaufsmarkt die Möglichkeiten zum Transport von Einkäufen mit dem Fahrrad vorgestellt worden. Im Juni war beim Fest der Elterninitiative am 48er-Platz der Rat der Experten für den Transport von Kindern in Fahrradanhängern gefragt. Und auch die sonstige Werbung für Mobilität ohne Auto kam bei dem Fest gut an. "Mit unserem Engagement zeigen wir", so Hüttmann, "dass wir nicht auf die Beschlüsse von Politikern warten, bis wir etwas tun." lang

Ein Stadtteil will in Zukunft planmäßig fahren

NECKARAU: Verkehrsentwicklungsplan vom Gemeinderat verabschiedet / Bürger und Initiativen werten Zustimmung als Erfolg

[03.08.2005 Mannheimer Morgen, von dem Redaktionsmitglied Thorsten Langscheid] Neckarau hat einen Verkehrsentwicklungsplan (VEP). Einmütig verabschiedete der Gemeinderat dieser Tage das Papier, das viele Vorschläge zur Verbesserung der Situation in dem südlichen Stadtteil enthält, über das lange gestritten wurde und das jetzt als eine Arbeitsgrundlage für die Verkehrsplanung der kommenden Jahre dienen kann.

Mit dem Beschluss des Ausschusses für Umwelt und Technik (AUT) des Gemeinderats sind allerdings die einzelnen Maßnahmen und Vorschläge des VEP noch keineswegs beschlossene Sache, ausdrücklich behielt sich die CDU im Ratsausschuss vor, über die Einzelmaßnahmen noch einmal gesondert - und gegebenenfalls auch ablehnend - abstimmen zu wollen, wenn sie denn zur Realisierung anstehen. Ungeachtet dessen werten die Initiativen und Einzelpersonen, die an dem Plan mitgewirkt haben, den Ratsbeschluss als Erfolg, sehen in dem zumindest grundsätzlichen Ja der Kommunalpolitik die Wertschätzung ihrer jahrelangen und ehrenamtlichen Arbeit.

Die wichtigste Botschaft des Plans ist wohl die, dass eine neue Straße durch das Aufeld zur Entlastung des Neckarauer Ortskerns von niemandem mehr angestrebt wird. Zu gering wären die Effekte für Friedrich- und Rheingoldstraße, zu groß der Schaden, den ein solches Verkehrsprojekt anrichten würde.

Doch auch in anderen, von den Bürgern in vielen Mannheimer Stadtteilen diskutierten Themen, gibt der VEP den Neckarauern lediglich eine den jetzigen Zustand untermauernde Lösungsmöglichkeit an die Hand. Stichwort Anwohnerparken. Wie in der Neckarstadt sind auch in Neckarau sowieso viel zu wenig Parkplätze vorhanden, so dass sie bereits jetzt für die Anwohner bei weitem nicht ausreichen - die Ausweisung von Anwohnerparkzonen würde also nichts bringen, heißt es in dem Papier.

Bei anderen Themen lässt der Plan die finanzielle Schwäche der Stadtverwaltung erkennen. So wird eine Herabstufung von Casterfeld- und Neckarauer Straße vom Status Bundesstraße von der Stadt hauptsächlich deswegen abgelehnt, weil das Land Zuschüsse für den Unterhalt der Hauptachsen bezahlt. Der Bürgerwunsch, den Durchgangsverkehr von Süden bereits am Dannstadter Knoten zweispurig auf den Rhein-Neckar-Schnellweg umzuleiten, wird vom Rathaus daher abschlägig beschieden.

Kein Geld ist auch für die Realisierung der vorgeschlagenen und, im Falle Bahnhof Neckarau schon seit mindestens zehn Jahren diskutierten Kompaktbahnhöfe nicht vorhanden. So werden die Bürger wohl noch ein paar Jahre darauf warten müssen, zwischen Bussen und Bahnen der RNV-Verkehrsbetriebe, BRN-Bussen und S-Bahn an der Friedrichstraße oder am Neckarauer Übergang bequem umsteigen zu können. Immerhin steht die - mit Ausnahme der großen Einfallstraßen - flächendeckende Einführung von Tempo 30 im Stadtteil weit oben auf der Vorschlagsliste des Verkehrsentwicklungsplans.

Kleine Schritte

[03.08.2005 Mannheimer Morgen, von Thorsten Langscheid]Eine Buslinie nach Altrip ist nicht zu realisieren, die Kompaktbahnhöfe bleiben in weiter Ferne, Anwohner-Parken ist kein Thema mehr, ein günstiges Stadtteil-Ticket Sache des Verkehrsverbunds, die Querverbindung Rheingoldplatz-Friedrichstraße auch in Zukunft ein Ärgernis per se, wichtige Teilbereiche des Vororts (Donaustraße, Strandbad) gar nicht Gegenstand der Diskussion - nein, ein großer Wurf ist der Verkehrsentwicklungsplan Neckarau auch nach nahezu fünfjähriger Detailarbeit nicht.

Doch nutzlos ist der Plan dabei ganz und gar nicht. Die Bürger haben sich nämlich ganz konkret vor Ort Gedanken gemacht, wie bestimmte Verkehrsprobleme gelöst oder zumindest gemildert werden können. Zum Beispiel kann man jetzt schon bei relativ niedrigen Kosten eine zweite Fahrspur an der Stau-Stelle Floßwörthstraße-Mallau-Straße aufmarkieren, statt bis zum St. Nimmerleinstag darauf zu warten, dass Geld für eine zusätzliche Anschlussstelle an den Rhein-Neckar-Schnellweg da ist.

Teile der diskutierten Parkraum-Konzeption können ebenfalls schnell und billig umgesetzt werden: so könnte ein Kurzparker-Ticket zu einem günstigen Preis im Neckarauer Ortskern durchaus etwas bringen und den Einzelhandelskunden dazu verhelfen, doch noch eine Lücke zu finden, wo normalerweise immer alles zugeparkt ist. Aufwändige Umbauten verbieten sich hier sowieso, da auf dem Seilwolff-Gelände ja jede Menge Parkplätze entstehen sollen.

Die genannten Beispiel sind nur ein kleiner Teil dessen, was den großen Plan für Neckarau ausmacht. Das Gemeinschaftswerk ist deshalb eines ganz gewiss: Ein Riesenerfolg der kleinen Schritte.

Initiativen suchen Konsens am Strandbad

NECKARAU: Eichbaum investiert nur im Einklang mit Bürgern

[27.07.2005 Mannheimer Morgen, von dem Redaktionsmitglied Jan Cerny]Die Gemüter haben sich am Strandbad weitgehend beruhigt. Bei einer Besichtigung des Areals, zu der die SPD eingeladen hatte, herrschte entspannte Atmosphäre. Das war nicht immer so. Noch vor wenigen Monaten lagen Stadt und Neckarauer Initiativen im Clinch über das künftige Aussehen des Strandbades. Mit einem entscheidenden Satz trug der Verkaufsdirektor der Eichbaum-Brauereien AG, Rainer Heilmann, dazu bei, dass sich die Wogen der Erregung gelegt haben: "Wir investieren nur im Konsens mit der Bevölkerung."

Zugleich kündigte der Manager an, den bisherigen Vertragsentwurf mit der Stadt nicht zu unterschreiben. Allerdings benötige die Eichbaum AG spätestens bis 2005 eine "konsensgestützte Aussage". Beim jüngsten Rundgang vor Ort bekräftigte Heilmann gegenüber dem "MM", dass die Eichbaum-Brauereien bereit seien, auf Grund des Konsenses ein Alternativkonzept für die Strandbad-Gastronomie zu entwerfen, das bis zur Saison 2007 umgesetzt werden könnte.

Als Vorgriff auf die künftige Bewirtschaftung richtete die Eichbaum AG eine Grundversorgung ein. So finden Spaziergänger und Sonnenbadende am Strandbad einen Kiosk mit zahlreichen Tischen beziehungsweise Bänken zum Verweilen. Diese "Interimsgastronomie" wird auch im nächsten Jahr das Bild prägen.

Unklar ist, was mit dem Gaststättengebäude passieren soll. Nach Vorstellungen der Initiative "Freunde des Strandbades" soll es auf jeden Fall erhalten bleiben. Karl-Ludwig Walzel, Sprecher der Initiative, kann sich vorstellen, dass der obere Teil ersetzt werden muss, weil er in einem besonders schlechten Zustand sei, der untere Teil müsse aber unbedingt erhalten bleiben. Auf jeden Fall brauche die Bevölkerung wieder die Terrasse: "Da saß man abends bei einem Weizenbier und betrachtete den Sonnenuntergang auf der gegenüberliegenden Rheinseite über Ludwigshafen", erinnert er sich. Eines Tages aber war die Terrasse geschlossen, war es mit der Romantik aus und so sei es zu der Gründung der Initiative gekommen.

Für eine "Gastronomie im bezahlbaren Rahmen" sprach sich vor Ort Bernd Landmann, Vorsitzender der Lokalen Agenda Mannheim-Neckarau aus: "Wir wünschen uns eine einfache Bewirtschaftung gegebenenfalls in einem einfachen Gebäude, auf jeden Fall keine Event-Gastronomie", betonte Landmann. Auf einen weiteren Aspekt wies ein Mitstreiter hin als er meinte: "Aber bitte kein Konzept, das mehr Verkehr erzeugt." Die Anwohner entlang der Rheingoldstraße und des Neckarauer Waldwegs seien bereits jetzt durch die Fahrzeugbewegungen spät in der Nacht geplagt.

Die SPD-Stadträte Elke Stegmeier, Helen Heberer, Karin Steffan, Dr. Jörg Schmid und Ralf Eisenhauer sammelten die Anregungen und Vorstellung der örtlichen Initiativen und Anwohner. "Wir müssen uns aber noch vor den Etatberatungen klar werden, was wir wollen", betonte Elke Stegmeier. Es sei ja nicht auszuschließen, dass bei der Neugestaltung des Strandbades Geld benötigt werde, das im städtischen Haushalt eingestellt sein müsse.

Vorerst kein neues Lokal

Überlegung am Strandbad

[23.07.2005 Mannheimer Morgen] Am Strandbad wird ein neues Konzept gesucht. Wie berichtet, hatte die Stadt vor einem knappen Jahr zusammen mit den Eichbaum-Brauereien eine Vorstellung entwickelt, wie denn das Areal künftig aussehen und vor allem, wie es bewirtschaftet werden soll. Das stieß in Neckarau auf heftigen Widerstand. Vor allem die Initiativen Lokale Agenda Mannheim-Neckarau und "Freunde des Strandbades" fürchteten eine "Event-Gastronomie", in deren Mittelpunkt eine teuere Gaststätte steht. Der volkstümliche Charakter der Strandbades ginge verloren. Daraufhin stoppte die Brauerei die Pläne. Verkaufsdirektor Rainer Heilmann erklärte: "Wir investieren nur im Konsens mit der Bevölkerung." Mit Interesse verfolgte Heilmann die Diskussion bei einem Rundgang mit den Bürgern, zu dem der Neckarauer SPD-Ortsverein eingeladen hatte. Dabei vernahm er den Wunsch nach einer einfachen, volkstümlichen Bewirtschaftung und die Ablehnung einer großartigen "Event-Gastronomie". Die Saison 2007 will die Eichbaum AG am Strandbad eröffnen. In diesem und im nächsten Jahr stellt sie eine "Grundversorgung" bereit in Form von einem Kiosk und mehreren Tischen beziehungsweise Bänken. Unklar ist noch, was von dem Gebäude, das jahrzehntelang als Strandbad-Gaststätte diente, erhalten werden kann. Nach dem Wunsch der Initiative Freunde des Strandbades würde zumindest der untere Teil, also das Erdgeschoss, renoviert aber im ursprünglichen Aussehen erhalten bleiben, das Obergeschoss könnte ersetzt werden. jan

"Wir setzen Konzepte nicht gegen die Öffentlichkeit durch"

Lokale Agenda bemüht sich um einvernehmliche Lösung für das Strandbad

Biergarten am Strandbad - ein Provisorium?

[08.07.2005 Neckarau-Almenhof-Nachrichten] Die Eichbaum AG wird den mit der Stadt Mannheim ausgehandelten Vertragsentwurf als Investor und Betreiber der Strandbad-Gaststätte vorläufig nicht unterschreiben. Man wolle nur im Konsens mit der Bevölkerung investieren.

Diese Aussage machte der Verkaufsdirektor von Eichbaum, Rainer Heilmann, in einer Sitzung mit Vertretern von Gemeinderat, Bezirksbeirat, Strandbadinitiative, BUND Mannheim, Verkehrsforum Neckarau und Stadtverwaltung Mannheim, zu der die Lokale Agenda 21 Neckarau eingeladen hatte. Die Eichbaum AG hatte das Gespräch mit den Bürgern vor Ort gesucht, da Befürchtungen hinsichtlich der Aktionen und der geplanten 800 Sitzplätze im Biergarten aufgekommen waren. Heilmann erläuterte, dass aufgrund der Anforderungen seitens der Stadt Mannheim (bzgl. Investitionssumme, Pflege der Grillwiese, Toilettenreinigung u. a.) Eichbaum im Gegenzug eine langfristige Investitionssicherung in Form der Bestellung eines Erbbaurechtes für die Dauer von 60 Jahren im Bereich der bisherigen Gaststätte anstrebte.

Als Brauerei sei man in erster Linie am Getränkeabsatz interessiert. Dies könne auch mit einem Kiosk oder einer anderen gastronomischen Form am Strandbad geschehen. Bedauerlich sei, so Heilmann, dass die Stadt die 2003 mit Eichbaum ausgehandelten Eckpunkte mit der Bevölkerung nicht hinreichend erörtert habe. Als im Herbst bei der Bezirksbeiratssitzung massive Vorbehalte bei der lokalen Öffentlichkeit, deutlich wurden, zog Eichbaum sich aus der öffentlichen Diskussion zunächst zurück (die NAN berichtete).

"Eichbaum möchte seine Investitionen am Strandbad nicht gegen die Öffentlichkeit durchsetzen, sondern im Konsens agieren", so Heilmann. Der bisherige Vertragsentwurf werde daher nicht unterschrieben; man sei aber für eine neue, Vertragsgestaltung bereit. Dafür erwartet Eichbaum spätestens bis Ende 2005 eine einvernehmliche Aussage, um zur Strandbad-Saison 2007 eröffnen zu können. Für die Sommersaison 2006 werde wieder eine Interimsgastronomie eingerichtet. Die Teilnehmer der Versammlung wollen sich nun bis zur Sommerpause auf eine Gastronomieform verständigen, die für die Strandbadanlage geeignet ist. Dann haben Gemeinderat und Stadtverwaltung im Herbst 2005 noch Zeit, entsprechende, Beschlüsse neu zu fassen.

Die geplante Erörterung der mit der Gastronomie verbundenen Verkehrsfragen wurde auf die nächste Sitzung vor der Sommerpause vertagt. Zu diesem Thema haben sich neben der Lokalen Agenda auch das Verkehrsforum, BUND Mannheim und der ADFC für einen vorrangigen saisonalen Umweltverbund (ÖPNV, Fahrrad- und Fußgängerverkehr) an Sonn- und Feiertagen während der Saison ausgesprochen, sprich: Die Zufahrt zum Strandbad mit privaten PKW soll an diesen Tagen ab dem Damm gesperrt werden - mit Ausnahme von Behinderten mit einem "G" im Ausweis. Durch die B-Linie bis an die Rheingoldhalle und den Shuttle-Busverkehr sei das Strandbad gut erreichbar. Der Autofahrer müsste lediglich für einige Stunden in seiner, Freizeit auf die Nutzung des Pkw verzichten, argumentieren die Befürworter. In zahlreichen Touristengebieten des In- und Auslandes werde diese Form des "sanften Tourismus" bereits praktiziert.

Nahe dran

Zum Thema: "Mannheimer Lido"

[05.07.2005 MM-Leserforum] Schon der Begriff spottet jeder Beschreibung. Ein jämmerlicher Zustand in einer Stadt, mitten in einer Metropol-Region Europas gelegen, die im Jahr 2007 zum Stadtjubiläum Mühe haben wird, diese Schmuddelecke zu verbergen. Und da sind Politiker angetreten, die sich zu weltbewegenden Aussagen durchringen, wie: "Eine für alle Beteiligten befriedigende Lösung wird es kaum geben." Mannheim kann stolz sein auf ein Bürgerengagement, vertreten von der Agenda 21, die Bürgerinitiative Strandbad, das Umweltforum usw., die sehr nahe an einer Lösung dran sind, die sowohl attraktiv als auch umsetzbar und sogar - das dürfte die Stadträte wundern - wirtschaftlich ist. Doch die Kommunalpolitiker fragen ja gar nicht nach Lösungen. Statt Konzepte aufzugreifen und durchzurechnen, wie es jedermann tut, der mit beschränkten Haushaltsmitteln auskommen muss - und das sind wir alle als Privatleute und als Unternehmer – wird wieder eine Chance verschenkt. Es wird detailverliebt weiterdiskutiert, ganz so, als gäbe es das Strandbadproblem erst seit heute. Liebe Stadträte, die Bürger wollen von Ihnen wissen, wann was angepackt wird.
Gunther Kirchner

3. Mannheimer Naturschutztag am 03.06.2005

Natur und Freizeit im Waldpark

[09.06.2005 Presseerklärung des Umweltforums] Das Umweltforum begrüßt die von der Stadt Mannheim und dem Land geplanten Maßnahmen zur ökologischen Belebung des Waldparks. Die Sicherung insbesondere des Naturschutzgebietes "Bei der Silberpappel" gegen den ruinösen Erholungsdruck seien höchst dringlich, um der Zerstörung des Gebietes Einhalt zu gebieten. Kontrovers wurden beim 3. Mannheimer Naturschutztag am vergangenen Freitag die Perspektiven des Strandbades diskutiert.

In seinem Einführungsreferat stellte Oliver Decken vom Umweltforum die Bedeutung des Waldparks für Natur und Erholung im Mannheim dar. Die beiden Naturschutzgebiete "Reißinsel" und "Bei der Silberpappel" mit einer Gesamtfläche von etwa 108 Hektar sind unentbehrliche Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen. Der 167 Hektar große Waldpark, zu dem auch das Strandbad zählt, lädt unzählige Mannheimer zum Spazierengehen, Radfahren oder Joggen ein. "Im Großen und Ganzen geht das gut", erklärte Decken: "Sorgen bereiten uns die Übergriffe auf das schmale Naturschutzgebiet 'Bei der Silberpappel', das bereits stark beschädigt ist".

Ulrich Mahler vom Regierungspräsidium Karlsruhe ging auf die geplante Ausweisung des Waldparks als sog. FFH-Gebiet ein. Dabei handelt es sich um eine europaweit geltende Schutzkategorie, die im Waldpark dem Hirschkäfer und Heldbock zugute kommt. Diese beiden selten gewordenen Käferarten brauchen zum Überleben lebende und abgestorbene Eichen, weshalb Totholz im Waldpark nicht gefällt werden darf.

Alexander Reusch und Thomas Kilian von der Stadt Mannheim stellten die von der Stadt und dem Land geplanten Maßnahmen vor. So sollen u.a. der quer durch den Waldpark verlaufende "Schlauchgraben" renaturiert sowie das Naturschutzgebiet "Bei der Silberpappel" gegen naturschädigendes Betreten geschützt werden. Arnold Cullmann vom BUND freute sich, dass die Vorschläge der Umweltverbände nach zwanzig Jahren nun endlich realisiert werden.

Vom Autoverkehr gehen starke Belastungen im Waldpark aus. Walter Simon vom Büro für Umweltplanung plädierte für den Vorrang des Umweltverbundes – also von Bussen und Bahnen, dem Radverkehr sowie Fußgänger. Bei der künftigen Gastronomie im Strandbad sollte gezielt für eine umweltfreundliche Anreise geworben werden. Motto: "Wer ohne das Auto kommt, trinkt günstiger".

Bernd Landmann, Vorsitzender der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau e.V., schilderte die neueste Entwicklung: Die Bürgerinitiative Freunde des Strandbads, der Förderverein Freunde des Strandbads MASTRA e.V., die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau, der BUND, und das Verkehrsforum Neckarau haben sich in Bezug auf ihre Forderungen zum Gastronomiekonzept am Strandbad weitgehend geeinigt. Wenn es die Stadt nicht von sich aus leisten könne, dann sollte ein Investorenmodell auf einer möglichst geringer finanzieller Belastung für den Investor fußen. Dies würde den Druck in Form hoher Besucherzahlen vermeiden und die Erbpacht als Übereignung des Grundstückes an einen Investor als Sicherheit vermeiden. Außerdem könnte auf einen Biergarten gänzlich verzichtet werden.

Mittlerweile unstrittig ist, dass der Stelzenbau des Gastronomiegebäudes samt darüber betonierter Decke in der Bausubstanz weiter verwendet werden können. Darauf, so empfehlen die beteiligten bürgerschaftlichen Gruppierungen, könne in kostengünstiger, einfacher, leichter Bauweise ein Gastronomiegebäude errichtet werden, welches sich zum saisonalen Betrieb besonders eignet, falls eine Modernisierung des bestehenden Gebäudes zu aufwendig wäre. Durchaus vorstellbar sei auch, auf der Promenade vor dem Gastronomiegebäude 4-5 Brauereigarnituren aufzustellen, für einen aus dem Erdgeschoss heraus betriebenen Kioskbetrieb.

Nicht vorstellbar seien jedoch die Beleuchtung von Parkplatz und Wegen, hier müsse der Naturschutz im Vordergrund stehen. Im Vorfeld des Naturschutztages fanden auf Einladung der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau Gespräche mit den genannten Gruppierungen und den Brauereien WELDE und EICHBAUM statt. Beide sind nach wie vor an einem Engagement am Strandbad interessiert.

Während die Bürgerinitiative Freunde des Strandbads und MASTRA nach geeigneten Wegen sucht, den öffentlichen Nahverkehr ans Strandbad, möglicherweise durch Parkraumbewirtschaftung, zu fördern, gehen die Empfehlungen der Lokalen Agenda 21 Neckarau, des BUND, des Verkehrsforums Neckarau und des Umweltforums weiter. Die letztgenannten Gruppierungen bitten die Fraktionen im Gemeinderat um Prüfung eines saisonalen Umweltverbundes an den Wochenenden. Dies könnte im Rahmen eines Modellversuches über zwei Saisons von jeweils max. 40 Tagen durchgeführt werden. Auch Eichbaum würde dies nicht als Hindernis für eine Investition in der geschilderten Größenordnung sehen.

In der Diskussion mit den Stadträten Regina Trösch (CDU), Dr. Frank Mentrup (SPD), Wolfgang Raufelder (Grüne), Rolf Dieter (ML) und Volker Beisel (FDP) ging es um die Perspektiven für den Waldpark und das Strandbad. Einhellig begrüßten alle Stadträte die aktuelle Planungspause als Chance für ein nachhaltiges Konzept. Strittig waren die Punkte Parkraumbewirtschaftung, Umweltverbund und das Betreibermodell. So müsse die Einhaltung der Spielregeln z.B. beim Grillen überwacht werden. Hier plädierten Rolf Dieter und Volker Beisel für die Beauftragung des künftigen Gastronomiebetreiber, während Dr. Frank Mentrup und Wolfgang Raufelder die Stadt und den Kommunalen Ordnungsdienst in der Pflicht sahen.

Wir investieren nur im Konsens mit der Bevölkerung

[09.06.2005 Pressemeldung - von EICHBAUM freigegeben] Die Eichbaum Brauereien AG werden den mit der Stadt Mannheim ausgehandelten Vertragsentwurf zur Bestellung eines Erbbaurechtes und vorgesehenen Investition von ca. 1 Million Euro am Strandbad Neckarau vorläufig nicht unterschreiben. Man wolle nur im Konsens mit der Bevölkerung investieren.

Diese Aussage machte der Verkaufsdirektor von Eichbaum, Rainer Heilmann, in einer Sitzung am 12.4.05 mit zahlreichen Vertretern von Gemeinderat, Bezirksbeirat Neckarau, Strandbadinitiative, BUND Mannheim, Verkehrsforum Neckarau und Stadtverwaltung Mannheim, zu der die Lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau e.V. eingeladen hatte.

Die Eichbaum AG hatte das Gespräch mit der interessierten Bürgerschaft vor Ort gesucht. Die bisher bekannt gewordenen Details ließen bei zahlreichen Bürgern die Befürchtung aufkommen, dass mit bis 800 zusätzlichen geplanten Sitzplätzen und Aktionen der Charakter des Strandbads grundsätzlich verändert und kommerzialisiert werden solle.

Heilmann erläuterte, dass auf Grund der zahlreichen Anforderungen seitens der Stadt Mannheim (bzgl. Investitionssumme, Pflege der Grillwiese, Toilettenreinigung u.a.) Eichbaum im Gegenzug eine sehr langfristige Investitionssicherung in Form der Bestellung eines Erbbaurechtes für die Dauer von 60 Jahren im Flächenbereich der bisherigen Gaststätte anstrebte.

Sein Haus wäre bei geringeren Anforderungen auch mit kürzeren Laufzeiten zufrieden. Als Brauerei sei man in erster Linie am Getränkeabsatz interessiert. Dies könne auch mit einem Kiosk oder einer anderen gastronomischen Form am Strandbad geschehen. Die Relation von Investitionssumme und Vertragslaufzeit müsse aber gewährleistet sei.

Man bedauere, dass die Stadt die 2003 mit Eichbaum ausgehandelten Eckpunkte mit der Bevölkerung nicht hinreichend erörtert habe. Als im letzten Sommer/Herbst massive Vorbehalte bei der lokalen Öffentlichkeit deutlich wurden, zog Eichbaum sich aus der öffentlichen Diskussionsbeteiligung zunächst zurück.

„Eichbaum möchte seine Investitionen am Strandbad nicht gegen die Öffentlichkeit durchsetzen, sondern im Konsens mit der Bevölkerung investieren“, so Heilmann. Der bisherige Vertragsentwurf werde daher von Eichbaum nicht unterschrieben; man sei aber für jegliche neue Vertragsgestaltung bereit. Heilmann erklärte weiter, dass Eichbaum spätestens bis Ende 2005 eine konsensgestützte Aussage benötige, um zur Strandbad-Saison 2007 eröffnen zu können. Die Zwischenzeit benötige man intern zur Kalkulation, Bauphase und Pächterfindung. Für die Sommersaison 2006 werde wieder eine Interimsgastronomie eingerichtet.

Die Teilnehmer der Versammlung wollen sich nun bis zur Sommerpause auf eine Gastronomieform verständigen, welche ihrer Auffassung nach für die Strandbadanlage geeignet ist. Dann haben Gemeinderat und Stadtverwaltung im Herbst 2005 noch Zeit, sich mit dem Thema ebenfalls näher zu beschäftigen und entsprechende Beschlüsse neu zu fassen. Die geplante Erörterung der mit der Gastronomie zusammenhängenden Verkehrsfragen wurde auf die nächsten Sitzungen vertagt, zu denen der Versammlungsleiter Rudolf Höcker, LA 21 MA-Neckarau, noch vor der Sommerpause einladen wird.

Mittlerweile haben sich neben der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau e.V. auch das Verkehrsforum Neckarau, BUND Mannheim und der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) für einen vorrangigen saisonalen Umweltverbund (ÖPNV, Fahrrad- und Fußgängerverkehr) an Sonn- und Feiertagen während der Saison ausgesprochen. Die Zufahrt zum Strandbad mit privaten PKW solle an diesen Tagen ab dem Damm gesperrt werden – mit Ausnahme von Behinderten mit einem „G“ im Ausweis. Durch die B-Linie bis an die Rheingoldhalle und den Shuttle-Busverkehr sei das Strandbad gut erreichbar. Das vielfältige Tarifangebot für Familien, Jugendliche, Schüler, Studenten und Senioren sei sozial. Der einzelne Autofahrer müsste lediglich für einige Stunden in seiner Freizeit auf die Nutzung des Pkw verzichten.

Dies sei nach der Analyse der Situation und der gesetzlichen Umweltvorgaben der einzig gangbare Weg, die seit Jahren bestehenden Fehlentwicklungen wieder rückgängig zu machen. In zahlreichen Touristengebieten des In- und Auslandes werde diese Form des „sanften Tourismus“ bereits praktiziert. Dabei handle es sich im Jahr um maximal 40 Tage. Selbst der ADAC begrüße in seinem aktuellen Leitfaden für Verkehrsplaner Absperrungen auf Zeit als gangbaren Weg zwischen dem Recht auf Mobilität und verkehrsethischen Pflicht gegenüber der Umwelt.

Die Strandbadinitiative „Freunde des Strandbades hingegen sprach sich eher für einen verstärkten ÖPNV-Einsatz aus.

Mannheimer Lido" sorgt immer noch für Zündstoff

Naturschutztag in der Freizeitschule am Neckarauer Waldweg: Strandbad-Streit schwelt weiter

[09.06.2005 Mannheimer Morgen] Ein viel diskutiertes Thema weit über den Neckarauer Stadtteil hinaus bleibt die zukünftige Konzeption des Waldparks. Besonders im Brennpunkt steht die geplante Ansiedlung einer Gastronomie am Strandbad, um der seit einigen Jahren zu beobachtenden Verwahrlosung des Geländes am "Mannheimer Lido" endlich Herr zu werden. Nachdem die Stadtverwaltung mit einem 60 Jahre alten Pachtvertrag der Eichbaum AG ein Modell vorlegen wollte, das sich allerdings weitgehend an den Interessen der Bürgerschaft vorbei orientiert hatte und von dieser auch lautstark abgelehnt wurde, gilt es nun wieder über weitere alternative Lösungsmöglichkeiten ins Gespräch zu kommen.

Dieser Zielsetzung verschrieb sich auch der dritte Mannheimer Naturschutztag in der Neckarauer Freizeitschule, wo Experten, Politiker und Vertreter der Lokalen Agenda Mannheim Neckarau beziehungsweise des Umweltforums gemeinsam mit Bürgern des Stadtteils diskutierten. Klar bleibe, "dass wir eine einfache Gastronomie im Sinne eines Bistros zu Gunsten der angedachten Eventgastronomie mit ihren Folgen für Natur und Verkehr favorisieren", betonte Bernd Landmann von der Lokalen Agenda.

Ein Konzept, das immerhin geschlossen von allen Interessengruppen getragen werde. Schon zuvor hatten diverse Fachvorträge die Naturschutzproblematik und die Konsequenzen verschiedener Gestaltungsmodelle sowie Konzeptionsmöglichkeiten für das Strandbad im Waldpark näher beleuchtet. Walter Simon vom Büro für Umweltplanung lieferte neben der Einschätzung der Verträglichkeit der geplanten Gastronomie mit den europäischen Richtlinien zum Naturschutz auch konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Situation.

Die Parkplatzproblematik steht hier im Mittelpunkt. Während CDU-Stadträtin Regina Trösch in den anschließenden Stellungnahmen der Gemeinderatsfraktionen zumindest in der Entscheidungsvertagung einen klaren Fortschritt sah, blieb der Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion Dr. Frank Mentrup skeptisch: "Eine für alle Beteiligten befriedigende Lösung wird es kaum geben".

Grünen-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Raufelder wies dagegen auf die kleinklimatische Funktion des Naturschutzgebietes hin. Eine Vernetzung mit dem angrenzenden Aufeld könne zudem den Besucherdruck mindern. Den Standpunkt seiner Fraktion unterstrich FDP-Stadtrat Volker Beisel: "Mit uns wird es weder Parkplatzgebühren noch weitere einschränkende Maßnahmen geben." Eine ordnende Hand müsse in jedem Fall am Strandbad her, forderte dagegen Mannheimer Liste-Stadtrat Rolf Dieter: "Wenn nicht eine Gastronomie, wer macht es dann?" Die Stadt könne so etwas in jedem Fall nicht finanzieren. jba

Nachhaltige Freizeitnutzung im Waldpark

Aktuelle Studie zum Strandbad

Strandbad in bedenklichem Zustand

[20.03.2005 Lindenhof Aktuell 2/05] (Haka)-Umgestaltung des Strandbadbereiches, ungelöste Parkplatzproblematik vor allem bei einer möglichen Erweiterung des dortigen Gaststättenbetriebes, zunehmende Belastung der ausgewiesenen Schutzgebiete - es gibt viele Diskussionsansätze, um die Nutzungsmöglichkeiten im Bereich des gesamten Waldparkgebietes im Sinne der Erholungssuchenden (und des Consuls Carl Reiß) zu optimieren. Dipl.-Ing. Walter Simon aus einem Ingenieurbüro für Umweltplanung hat nun im Auftrag des Mannheimer Umweltforums (Agenda 21) eine Studie erstellt. Das erarbeitete Konzept unterstreicht die Bedeutung des Waldparks für Mensch und Natur in ganz Mannheim, erklärt die Ursachen für eingetretene Fehlentwicklungen und bietet schließlich Lösungen zur Verbesserung der inzwischen ziemlich verfahrenen Situation an.

Niemand will das gesamte Waldparkgebiet der Freizeitnutzung entziehen, aber speziell die umstrittenen Veränderungen im gastronomischen Angebot des Strandbadbereiches hätten weit reichende Folgen. So würde z.B. das Verkehrsaufkommen vor allem in den Sommermonaten bis nach Neckarau hinein stark anwachsen. Der Parkplatz am Strandbad soll und darf trotzdem nicht erweitert werden - auch nicht durch Aufstockung, wie »findige« Planer im Vorfeld schon mal angedeutet hatten. Stattdessen schlägt die Studie vor, Gebühren für die nicht ausgebauten Parkplätze zu erheben und im Gegenzug das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs attraktiver zu gestalten. Temporär einsetzbare Informations-Einrichtungen sollen rechtzeitig darauf hinweisen, dass der Parkplatz wegen Überfüllung nicht mehr angefahren werden sollte.

Kein Abriss, stattdessen eine Sanierung der Strandbad-Gaststätte. Zusammen mit dem Rückbau versiegelter Flächen wird damit eine umweltschonende, gleichzeitig kostengünstigere Umgestaltung empfohlen. Der Pachtvertrag mit dem zukünftigen Betreiber der Strandbadgaststätte sollte eindeutig und umfassend die Umweltverträglichkeit sämtlicher Nutzungskonzepte berücksichtigen. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, denn die entsprechenden Richtlinien sind ja längst definiert (und auch bekannt!). Die Studie empfiehlt bei der Bewirtung auch eine preisliche Bevorzugung der Nahverkehrnutzereinzuführen, die dann über die Fahrkarten abgerechnet werden könnte.

Der Schutzzaun um das Naturschutzgebiet »bei der Silberpappel« sollte wiederhergestellt werden und gleichzeitig werden die dort inzwischen zahlreich vorhandenen, illegalen Trampelpfade unbegehbar gemacht. Auch der Schutzzaun am Rheinufer (hinter dem Campingplatz) müsste dringend repariert werden - im übrigen schlägt Herr Simon in seiner Studie vor, zumindest mittelfristig den Campingplatz am Rande der Reißinsel aufzulösen. Schließlich sieht man es als erforderlich an, die Nutzung des Grillplatzes besser zu kontrollieren, um den Missbrauch einzudämmen.

Die Studie soll als wesentlicher Beitrag des Umweltforums zur Versachlichung der Diskussion um die Neugestaltung des Strandbadbereiches wahrgenommen werden. Sie überzeugt durch die Aktualisierung und Straffung der Informationen und weckt somit hoffentlich verstärkt das Interesse der Mitbürger und findet die verdiente Beachtung bei den geforderten Entscheidungsträgern!

Die komplette Studie sowie weitergehende Infos bekommen Sie über Oliver Decken, Umweltforum Mannheimer Agenda 21, Käfertaler Straße 162, Tel. 331774, über das Internet: www.umweltforum-mannheim.de.

Unter hohem Druck

Kommentar von Thorsten Lanscheid

[26.01.2005 Mannheimer Morgen] Verriegelt und verrammelt.
Wann öffnet die Strandbadgaststätte wieder ihre Pforten?

Das Strandbad muss so schnell wie möglich wieder als volkstümliche Naherholungsstätte für alle Mannheimer zugänglich werden - daran darf es nicht den leisesten Hauch eines Zweifels geben. Und wenn die Mannheimer Traditionsbrauerei Eichbaum dann dort ihr Bier anbietet, umso besser. Zu befürchten steht allerdings, dass die von den Bierbrauern geplanten Investitionen von immerhin rund einer Million Euro sowie die verhältnismäßig hohen monatlichen Pachtzinsen (immerhin rund 1175 Euro) einen derart hohen wirtschaftlichen Druck erzeugen, dass von einem gemütlichen Saisongeschäft mit Wurstsalat und Weizenbier ganz schnell keine Rede mehr sein wird.

Das Eichbaum-Konzept sieht fürs Strandbad vielmehr von vornherein einen stark Event-bezogenen ganzjährigen Gastro-Betrieb vor, in dem eine Veranstaltung die andere jagen wird. Das wäre natürlich gut fürs Geschäft, aber leider schädlich für die empfindliche grüne Lunge Mannheims. Und genau deshalb wurden früheren Pächtern der Strandbadgaststätte von der Stadt derartige Events zu Recht untersagt. Und warum das Rathaus weder ein vernünftiges Verkehrs- noch ein tragfähiges Nutzungskonzept fürs Strandbad vorlegt, bleibt seit vielen Jahren ein Geheimnis.

Strandbad-Pläne noch unausgegoren

Eichbaum-Biergarten auch in der Saison 2005 als Provisorium / Verbände legen Ökogutachten vor

[16.01.2005 Mannheimer Morgen] Eventgastronomie oder volkstümliche Naherhohlung? Am Strandbad scheiden sich weiterhin die Geister. Jetzt gibt ein Gutachten des Umweltforums neuen Zündstoff (Bild: Tröster).

(Von unserem Redaktionsmitglied Thorsten Langscheid) Der provisorische Strandbad-Biergarten wird wie in der vergangenen Saison auch im Sommer 2005 in Betrieb sein. Dies kündigte Rolf-Martin-Kögel, Chef des Rathaus-Fachbereichs Liegenschaften, auf "MM"-Anfrage an. Die im vergangenen Jahr heftig umstrittene Dauer-Vermietung der leer stehenden Traditions-Gaststätte per Erbbau-Vertrag an die Eichbaum-Brauerei, so Kögel weiter, sei zwar "fertig ausgehandelt, aber noch nicht unterschrieben". Wann es zum formalen Abschluss kommen wird, ließ Kögel offen.

Das Umweltforum Mannheimer Agenda 21 legte inzwischen eine Studie vor, die dringend ein "übergreifendes Nutzungskonzept" für das gesamte Strandbad empfiehlt. "Wir müssen über das Gastronomie-Konzept ebenso reden wie über die Zukunft des Campingplatzes, die Entsiegelung der Beton-Promenade und den Autoverkehr", fasst Oliver Decken, Geschäftsführer des Forums, die von Umweltplaner Walter Simon (Mosbach) angefertigte Untersuchung zusammen.

Die Pläne der Eichbaum-Brauerei sind es, welche die Kritiker auf den Plan rufen. Ob Lokale Agenda 21, der Förderverein Mannheimer Strandbad (Mastra), Initiative "SOS Strandbad" oder Bund für Umwelt und Naturschutz (Bund), alle sind sich einig in der Forderung: "Eine Strandbad-Gaststätte ja, aber keine Groß-Gastronomie mit Massen-Events." Genau darauf würden die Pläne der Eichbaum allerdings hinauslaufen, befürchten die Akteure vor Ort. Statt volkstümlich mit Schnitzel, Wurstsalat und Weizenbier wollen die Bierbrauer ein Café-Restaurant im mediterranen Stil mit vollem Speise- und Getränke-Angebot im Strandbadgebäude, einen Biergarten mit etwa 800 Sitzplätzen, eine "Aktionsfläche" für Sommerfeste und Beach-Volleyball-Veranstaltungen sowie einen auch öffentlich zugänglichen Grillplatz einrichten. Auf Nachfrage des "MM" antwortete Eichbaum gestern leider nicht.

Eine Verringerung oder Beeinträchtigung der vorhandenen Erholungsflächen, gar eine "schleichende Privatisierung des Strandbades" befürchten die Initiative SOS Strandbad und der Verein Mastra, massive Umweltprobleme sehen die Vertreter von Bund und Agenda 21. Arnold Cullmann, Sprecher des Umweltverbands: "Die Parkplätze reichen nicht aus, der Besucherdruck auf das Strandbad wird weiter zunehmen und Erholungssuchende vertreiben." Ganz zu schweigen von dem enormen Zuwachs an Autoverkehr, den ein Lokal mit 800 und mehr Sitzplätzen anzieht. Bernd Landmann von der Neckarauer Agenda 21: "Das hat auch Folgen für die Anwohner an den Zufahrtsstraßen!" Derzeit sind 250 Parkplätze am Strandbad vorhanden - an guten Tagen zu wenig für den Besucherandrang.

Die Naturschutzgebiete Reißinsel und Silberpappel sowie der unter Landschaftsschutz stehende Waldpark hätten unter der geplanten Großgastronomie stark zu leiden, fürchtet Cullmann, seine Mitstreiter Barbara Straube (Mastra) und Lutz Walzel (SOS Strandbad) wollen generell den volkstümlichen Charakter der Naherholungseinrichtung erhalten. Dabei müsse die Stadt auch den Stifterwillen von Carl Reiß berücksichtigen: "Das Strandbad sollte zur 400-Jahrfeier 2007 wieder zu einem Schmuckstück der Stadt, zum Mannheimer Lido, werden!", fordern sie.

Dass sie mit ihrer Auffassung, die Stadt dürfe die Gaststätte auf Grund der Bestimmungen im Reiß'schen Testament von 1911 gar nicht an Dritte verpachten, auch bei der Kommunalaufsicht des Karlsruher Regierungspräsidiums kein Gehör fanden, damit halten Bernd Landmann und die Strandbadfreunde nicht hinterm Berg. Trotz der Abfuhr aus Karlsruhe halten sie die dauerhafte Verpachtung - immerhin auf 60 Jahre - an die Brauerei für eine Privatisierung und damit für einen Bruch mit dem Willen von Carl und Anna Reiß.


Neue Bänke in grüner Oase

NECKARAU: Arbeitskreis Aufeld findet freigiebige Spender

Präsentation neuer Bänke [01.12.2004 Mannheimer Morgen]Zur offiziellen Übergabe der drei neuen Bänke Ecke Neckarauer Waldweg/Aufeldweg I, IV und V durch den Arbeitskreis Aufeld der Lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau an die Bevölkerung waren nicht nur die Arbeitskreismitglieder Anita Hirsch-Sanden, Helmut Arnold, Karl Remenyi, Willi Ristau, Wolf Weber, Iris Schmidt und Regina Hassing-Baro gekommen, sondern auch die SPD-Bezirksbeiräte Rosemarie Rehberger und der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Matthias Kohler, die Stadträtinnen Karin Steffan (SPD) und Gabriele Thirion-Brenneisen (Grüne) und Peter Hennrich vom Favhbereich für Straßenbetrieb und Grünflächen.

"Damit haben wir es noch einmal geschafft, dass hier Bänke vor allem für die älteren Menschen zum Ausruhen aufgestellt werden," freute sich Anita Hirsch-Sanden. Sie dankte vor allem Stadträtin Karin Steffan, die eine der Bänke gespendet hat. Die beiden anderen Bänke haben der Arbeitskreis und ein anonymer Spender gestiftet. Anita Hirsch-Sanden dankte auch dem Fachbereich für Straßenbetrieb und Grünflächen: "Die Zusammenarbeit hat wunderbar geklappt."

Damit habe der Arbeitskreis insgesamt sechs Bänke aufgestellt. Ursprünglich seien zwar neun Bänke geplant gewesen. Doch sei eine solche Aktion wegen der Kosten (350 Euro für die Prämiumbänke der Stadt und 60 bis 350 Euro für die Aufstellung) in Zukunft so nicht mehr möglich. Deshalb werde dieses Projekt vorerst abgeschlossen. Doch der Arbeitskreis, der 2001 wegen der geplanten Aufeldquerung gegründet wurde, werde sich weiter dafür einsetzen, dass das Aufeld als Freizeit-, Erholungs- und als Spielmöglichkeit für Kinder sowie Frischluftschneise erhalten bleibt. Dabei werde der Arbeitskreis von der SPD und den Grünen unterstützt, während die CDU nur diskutiere. Nachdem ihr Antrag, das Aufeld als Landschaftsschutzgebiet auszuweisen, von der Mehrheit im gemeinderätlichen Ausschuss für Technik und Umwelt abgeschmettert worden sei und sowie wegen der "vielen Vermutungen und Gerüchte" blicke der Arbeitskreis sorgenvoll in die Zukunft.

Stadträtin Steffan dankte dem "sehr aktiven Arbeitskreis". Sie hofft, dass viele Neckarauer Gärtner die Aufstellung der Bänke für Erholungssuchende als Anregung aufnehmen, etwas für das Aufeld zu tun, um weitere Ecken zu verschönern. "Wir wollen das Aufeld erhalten, die SPD hat im Rahmen der Verkehrsentwicklung eindeutige Position bezogen," sagte die Stadträtin. Sie werde das Thema, das Au-feld als Landschaftsschutzgebiet auszuweisen, neu aufgreifen. Die Stadträtin ist "optimistisch, dass sich dafür durch eine Koalition der Vernunft eine Mehrheit finden lässt". Nach Informationen von Stadträtin Thirion-Brenneisen ist die Altriper Brücke endgültig vom Tisch. "Danach besteht kein Grund mehr, die Aufeldquerung zu fordern. Die Brücke war der eigentliche Grund für die Querung. Nachdem diese nicht gebaut wird, ist auch die Aufeldquerung vom Tisch," meinte sie. -ost-

Arbeitskreis weiht Bänke eint

[22.10.2004 Mannheimer Morgen] Der Arbeitskreis zur Erhaltung des Aufelds der lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau lädt zur Einweihung von drei Sitzbänken im Aufeld ein. Am Freitag, 12. November, 15 Uhr, übergibt er die Orte zum Ausruhen ihrer Bestimmung.

"Mit den Bänken wollen wir die Menschen zum Verweilen an den schönen Plätzen im Aufeld einladen, sie sollen aber auch Personen, die schlechter zu Fuß sind als Rastplätze zum Erholen dienen", erklärt Anita Hirsch-Sanden. Die Sprecherin des Arbeitskreises betont, dass man mit der Aufstellung der Bänke das Aufeld mit seiner Naherholungsfunktion noch attraktiver machen möchte.

Seit der Diskussion um den Bau einer Straße durch das Aufeld vor vier Jahren versucht der Arbeitskreis den Stadtteilbewohnern noch bewusster zu machen, wie wertvoll das Aufeld für den Stadtteil und seine Bewohner ist. Damals hatten 7000 Menschen gegen eine Straße und für den Erhalt des Aufelds unterschrieben. Alle interessierten Bürger sind zu der Bankeinweihung eingeladen.

Treffpunkt ist an der Ecke Neckarauer Waldweg/Aufeldweg I. Das nächste Treffen des Arbeitskreises findet am Mittwoch, 10. November, um 19.30 Uhr, statt. Treffpunkt ist der Konferenzraum des Volkshauses in der Rheingoldstraße 47-49. Bei der Sitzung wird über weitere Vorhaben und Aktivitäten gesprochen. Alle interessierten Bürger sind eingeladen.
baum

Diskussion um Strandbad von Misstrauen geprägt

Neckarau: Bezirksbeirat und engagierte Bürgerkreise plädieren für eine größere Beteiligung bei den Planungen
Von Redaktionsmitglied Jan Cerny

[22.10.2004 Mannheimer Morgen] Wenn in diesen Tagen die Rede auf das Strandbad kommt, gehen die Wogen hoch. So auch bei der öffentlichen Bezirksbeiratssitzung im Neckarauer Volkshaus, die turbulenter kaum hätte sein können.
Ungeduldige Neckarauer, die mit ihrem lautstarken Unmut die Diskussion begleiteten und ein Eichbaum-Manager, der schließlich mitten in der Debatte die von Bürgermeister Rolf Schmidt geleitete Sitzung verließ, drohten die Informationsveranstaltung zu sprengen.
Neben den Bezirksbeiräten, acht Stadträten, zwei Vertretern der Firma Eichbaum-Brauereien, acht Vertretern der Stadtverwaltung fanden auch rund 60 Neckarauer, unter ihnen Mitglieder der Lokalen Agenda 21 und der Bürgerinitiative "Freunde des Strandbades", den Weg in den Saal.

Wie bereits mehrfach berichtet, hatte die Stadt mit dem Unternehmen Eichbaum einen Investor gefunden, der sich der Gastronomie am Strandbad annimmt. "Da besteht ein erheblicher Renovierungsbedarf", erläuterte zu Beginn der Sitzung der Leiter des Fachbereichs Liegenschaften, Rolf-Martin Kögel. Die geschätzten Investitionen würden sich im siebenstelligen Bereich bewegen. Geld, das die Stadt nicht habe und deshalb nach einem Investor Ausschau gehalten hatte.
Von drei Interessenten sei die Eichbaum der vorgegebenen Konzeption am nächsten gewesen. Dabei habe die Stadt Vorgaben formuliert, die auch den Belangen des Naturschutzes und des Vermächtnisses von Carl Reiss Rechnung tragen. Das Gelände, das der Eichbaum für 60 Jahre in Erbbaupacht überlassen werde, entspreche genau der Fläche, auf der das heutige Gebäude steht mitsamt der Fläche auf der sich ehemals eine Minigolfanlage befand.

Das unterstrich auch Rainer Heilmann, Verkaufsdirektor der Eichbaum-Brauereien AG. Nach seinen Worten haben Gutachten ergeben, dass das 80 Jahre alte Gebäude der Strandbad-Gaststätte irreparabel ist und deshalb abgerissen werden muss. Heilmann nachdrücklich:
"Daran geht kein Weg vorbei." An dessen Stelle soll ein neues Gebäude entstehen, das auch gegen regelmäßigem Hochwasser stand hält. Aus den von Heilmann vorgestellten Skizzen konnten die Besucher schließen, dass das neue Gebäude ähnlich aussehen soll, wie das bestehende. Im unteren Bereich werde ein Kiosk eingerichtet mit den üblichen Würstchen, Getränken und Eis, im oberen Bereich ein Restaurant mit gut bürgerlicher Küche.

Die turbulente Diskussion entzündete sich denn auch weniger an der neuen Gaststätte als vielmehr an den mutmaßlichen Begleitumständen.
"Wir haben nichts gegen die Gastronomie", erklärte der Vorsitzende der Lokalen Agenda 21, Bernd Landmann. Die Neckarauer mutmaßen indes, dass mit der renovierten Gaststätte auch Großereignisse wie Sommerfeste, Grillfeste und sportliche Veranstaltungen am Strandbad Einzug halten. Dabei berief sich Landmann auf eine städtische Beschlussvorlage für den Gemeinderat, in der tatsächlich solche Veranstaltungen erwähnt werden. Weitere Beiträge von den Neckarauern drehten sich um den zu erwartenden Anstieg des Verkehrs zum Strandbad.

Zwar versuchten Bürgermeister Schmidt und Eichbaum-Verkaufsdirektor Heilmann die Befürchtungen, das Strandbad werde zum "größten Biergarten der Nation" umgestaltet zu zerstreuen, stießen aber immer wieder auf eine Mauer des Misstrauens. Die Wogen gingen hoch.
Einzelne Bürger ergriffen das Wort, während andere am Sprechen waren.
Von diesem Fahrwasser ließ sich auch Rainer Heilmann mitreißen. Immer wieder musste Sitzungsleiter Schmidt die "wilden Diskutanten" zur Ordnung rufen. Und als auch der Eichbaum-Manager um Geduld gebeten wurde, bis ihm das Wort erteilt wird, packte dieser seine Unterlagen und verließ den Saal. Die Eichbaum sei bereit, die Verhandlungen im nächsten Jahr wieder fortzusetzen, ließ er im Weggehen wissen, bis dahin sollen die Neckarauer mit der Stadt "ihre Probleme" klären. Die Eichbaum werde nicht gegen den bürgerschaftlichen Willen bauen.

MANNHEIM SÜD
Kommentar: Missverständnisse
von Jan Cerny

Mit den Neckarauern ist nicht gut Kirschen essen. Das liegt daran, dass sie genau beobachten, was in ihrem Umfeld geschieht. Werden sie im Vorfeld eingebunden wie beim Verkehrsentwicklungsplan, so kommt man mit den engagierten Kreisen ausgezeichnet aus. Geschieht aber etwas Bedeutendes ohne öffentliche Beteiligung, wie die Planungen für das Strandbad, so werden sie misstrauisch. Dabei ist das Konzept, das die Stadt und die Eichbaum vorgelegt haben, gar nicht so schlecht. Es könnte, einmal umgesetzt, das tatsächlich verkommene Strandbad aufwerten. Dass Vertragsverhandlungen nicht auf dem offenen Markt behandelt werden ist klar. Über das Vorhaben selbst hätte man aber zuvor mit den Bürgern sprechen sollen. Das Strandbad ist schließlich nicht irgendein städtisches Gelände, es ist eine Institution, an deren Schicksal die Mannheimer großes Interesse haben. So wie es bislang gelaufen ist, brauchen sich die Handelnden nicht zu wundern, dass es zu Missverständnissen und Misstrauen gekommen ist.

Am Strandbad schlagen die Wogen hoch

Hitzige Debatte im Neckarauer Bezirksbeirat über die Planungen am "Mannheimer Lido"
Von Redaktionsmitglied Jan Cerny

[22.10.2004 Mannheimer Morgen] Geprägt vom Misstrauen der engagierten Neckarauer Bürger entspann sich in der öffentlichen Sitzung des Bezirksbeirates im Volkshaus Neckarau eine hitzige Debatte über das Vorhaben der Eichbaum-Brauereien am Strandbad. Die Stadtverwaltung und das Unternehmen wollten über das Vorhaben am "Mannheimer Lido" informieren, vor allem aber Gerüchte über das Ausmaß des künftigen Betriebes ausräumen. Im Laufe des Abends wurde deutlich, dass sich die Stadt und die Eichbaum Brauerei AG weitgehend darüber einig sind, was am Strandbad geschehen soll. Ein Vertrag sei aber, so versicherte Bürgermeister Rolf Schmidt, der die Sitzung leitete, noch nicht unterschrieben.

Sowohl die Vertreter der Stadtverwaltung als auch Eichbaum-Verkaufsdirektor Rainer Heilmann mühten sich zu erklären, dass sich am ursprünglichen Charakter des Strandbades kaum etwas ändert. Aus den Erläuterungen von Rolf-Martin Kögel, des Fachbereichsleiters Liegenschaften, und des Eichbaum-Verkaufsdirektors ging hervor, dass die Stadt der Brauerei das Grundstück, auf dem die Gaststätte steht, sowie das benachbarte Gelände der ehemaligen Minigolfanlage der Brauerei für 60 Jahre in Erbbaupacht überlassen will. Das alte Gebäude sei marode und werde abgerissen.

Die Brauerei will ein neues Gebäude von ähnlicher Größe erstellen. Es soll im Erdgeschoss einen Kiosk und im Obergeschoss ein Restaurant beherbergen. Dazu komme ein Biergarten. Die Gastronomie werde das ganze Jahr hindurch betrieben. Heilmann betonte, dass es sich um ein grobes Konzept handele, das je nach Erfahrungen und Bedarf konkretere Formen annehme. Die Investition wird auf einen Betrag im "siebenstelligen Bereich" geschätzt.

Die Neckarauer Bürger, darunter Mitglieder der Lokalen Agenda 21 sowie "Freunde des Strandbades" befürchten, dass nach der Renovierung auf dem Gelände festliche Großereignisse stattfinden. Zudem erwarten sie ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Wiederholten Beteuerungen seitens der Stadt, dass sich am Charakter des Strandbades kaum etwas ändert, misstrauten sie.

Im Laufe der heftigen Diskussion stellte Verkaufsdirektor Heilmann klar, dass die Brauerei nicht gegen den Willen der Bürger bauen werde. Bevor er verärgert über den Verlauf der Debatte den Saal unvermittelt verließ, forderte er die Stadt und die Neckarauer auf, sich darüber zu einigen, was sie wollen und etwaige Verkehrsprobleme zu lösen, bis dahin ruhen die Planungen.

Strandbadfreunde wollen keine Großgastronomie

Neckarau: Gemeinsam gegen Eichbaum-Pläne

[16.09.2004 Wochenblatt] Jetzt machen sie gemeinsam mobil gegen die geplante Großgastronomie draußen am Strandbad: die Lokale Agenda 21 Neckarau, die "Freunde des Strandbades" und der Bund.
Bernd Landmann von der "Agenda" brachte kürzlich bei einer Pressekonferenz im Hauptbahnhof stellvertretend für alle Mitstreiter seinen Unwillen zum Ausdruck: "Wir fühlen uns von der Stadt Mannheim schlichtweg verschaukelt. Die verantwortlichen Stellen haben mit gezinkten Karten gespielt, uns im Unklaren darüber gelassen, wie es am Strandbad weitergehen soll. Wir sind beileibe nicht gegen einen gastronomischen Betrieb. Aber der sollte flächenmäßig nicht über den bisherigen Rahmen hinausgehen. Landmann befürchtet, dass die Eichbaum-Brauereien, die von Oberbürgermeister Gerhard Widder den Zuschlag für eine langjährige Pachtung erhielten, eine gigantische Gaststätte mit einer Außenbestuhlung für mehr als 800 Leute aus dem Boden stampfen möchte.

Strandbad-Freund Karl-Ludwig Walzel: "Dadurch würden noch mehr Liegeflächen auf dem Rasen verschwinden. Außerdem gäbe es ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, noch mehr Parkplätze müssten geschaffen werden. Für das Naturschutzgebiet Reiß-Insel wäre das Gift, und ganz gewiss nicht im Sinne des Strandbad-Stifters Carl Reiß. "Der ehemalige Dr. Friedrich Teutsch sieht das ähnlich: "Herr Reiß hat in seinem Testament ausdrücklich festgelegt, dass die Reiß-Insel von öffentlicher Hand betreut wird und für die Allgemeinheit zugänglich sein muss." Damals im Jahre 1911 sei auch noch kein wie auch immer gearteter Gastronomiebetrieb vorgesehen gewesen; der wurde erst 1927 gegründet. Baumaßnahmen, die eine Veränderung der Landschaftsstruktur nach sich zögen, hat sich Carl Reiß strikt verbeten. Wörtlich heißt es in seinem notariell beglaubigten Testament: "Die (Fasanen)Insel ist möglichst in dem jetzigen Zustand zu erhalten und der öffentlichen, allgemeinen Benützung unentgeltlich zu übergeben. Die Insel soll auf ewige Zeiten erhalten blieben und den Einwohnern meiner Vaterstadt zur Erholung dienen. Die Insel soll immer in einem Zustand erhalten werden, welcher dieser Bestimmung in zweckmäßiger Weise entspricht."

Andererseits sind Walzel, Landmann & Co. auch traurig. Traurig darüber, dass die Stadt ihrer Ansicht nach mit den Vermächtnissen ihrer Ehrenbürger nicht sehr pfleglich umgeht. Denn weite Teile der Strandbad-Anlage sind in einem verwahrlosten, ja sogar gefährlichen Zustand. "Die Stadt gibt lieber Geld für zweifelhafte Renommierobjekte aus", so ein "Agenda"-Vertreter. "Herrn Widder scheint eine Totalprivatisierung sehr gelegen zu sein. Aber da lassen wir uns nicht gefallen! Wir wollen bei den Planungen berücksichtigt werden, wie das die von der Stadt mitunterzeichnete Charta von Aalborg vorschreibt!"

Wer sich informieren will, sollte sonntags um 14 Uhr und donnerstags um 19 Uhr zum Strandbad hinausfahren. In Nähe des Campingplatzes sind dort Vertreter der genannten Organisationen zugegen. Bei schlechtem Wetter finden die Treffen im Kegelzentrum bei der Rheingoldhalle statt. (wer)

Protest am Strandbad gegen die befürchtete Event-Gastronomie

Protest am Strandbad gegen die befürchtete Event-Gastronomie[10.09.2004 Neckarau Almenhof Nachrichten] Die Neckarauer Bürger sind aufgeschreckt und machen sich Sorgen um ihr Lieblings-Naherholungsgebiet, das Strandbad, seit in den Medien über das Konzept des neuen Investors Eichbaum berichtet wurde, das angeblich neben einer ganzjährigen Bewirtschaftung der Gaststätte auch ca. 800 Biergartenplätze und Events vorsieht.

Wurde anfangs das Engagement für eine Ankurbelung des maroden Gaststättenbetriebs überwiegend begrüßt, so sehen doch viele Gruppierungen das Vorhaben mit zunehmender Skepsis. Vor allem werden zu wenig Informationen im Vorfeld und fehlende Bürgerbeteiligung angeprangert; der Neckarauer Bezirksbeirat forderte daher zur Erarbeitung von Lösungsvorschlägen eine interne Sondersitzung, die inzwischen stattfand. Die neu gegründete Bürgerinitiative „Freunde des Strandbads“, die Grünen und die Umweltorganisation „BUND“ machten ihrem Unmut in Protestaktionen vor Ort Luft. „Skandal“ oder „Keine Event-Gastronomie am Strandbad“ war auf den an der Gaststätte angebrachten Transparenten zu lesen. Die Umweltschützer und die Bürgerinitiative, die auf dem Lindenhof eine Unterschriftensammlung startete und einen offenen Brief an die Verwaltung schrieb, haben dabei neben einer breiten Bürgerbeteiligung und Eindämmung des Verkehrsaufkommens vor allem ein umweltverträgliches Gastronomiekonzept im Auge, das Reduzierung von Spiel- und Liegeflächen, eine „schleichende Privatisierung“ des Erbes von Konsul Reiß sowie zusätzliche Belastungen von Anwohnern ausschließt.

Die Neckarauer SPD begrüßt grundsätzlich das Investitionsvorhaben und setzt auf eine „offene und ehrliche Diskussion über die Nutzung der Strandbad-Gastronomie“. Dabei wünscht sie auch die Einrichtung von zusätzlichen Grillstationen und die Erhaltung des Gaststättengebäudes.

Als entscheidendes Kriterium sehen die Sozialdemokraten eine attraktivere Gestaltung des öffentlichen Nahverkehrs und eine Parkraumbewirtschaftung bzw. strenge Kontrolle für den Individualverkehr.

In ähnliche Richtung gehen die Überlegungen der Neckarauer CDU, die in dem Konzept der Eichbaum-Brauerei eine Aufwertung des Strandbads und die Verkehrsproblematik „als „Herausforderung“ sieht, der man sich stellen müsse. Sie erinnert dabei an die 30er und 40er Jahre, als an Spitzentagen bis zu 40.000 Besucher das Strandbad (per pedes oder Drahtesel) ansteuerten. Anstatt das Projekt im Vorfeld „kaputt zu reden“, soll es nun die Verwaltung richten und „ein umfassendes Konzept mit konkreten Lösungsvorschlägen“ vorlegen. In einem Antrag im Gemeinderat fordert die CDU eine Optimierung und Attraktivierung des ÖPNV, um auch ohne Auto ins Strandbad zu gelangen.

Die Fraktion der Grünen bat Oberbürgermeister Widder in einem Schreiben, den Beschluss des Wirtschafts- und Grundstückausschusses zur Strandbadgaststätte zurückzunehmen, da das Konzept „dem Willen der Bürger zuwiderlaufe“ und den Umweltschutz missachte. Außerdem solle die Bevölkerung vor Vertragsabschluss in den Entscheidungsprozeß einbezogen werden. Noch einen Schritt weiter geht die lokale Agenda 21, bei der in einer öffentlichen Vorstandssitzung im überfüllten Volkshaus Stadtarchivar a.D. Friedrich Teutsch über das Vermächtnis von Carl Reiß referierte. Dieser hatte vor mehr als 100 Jahren der Stadt das Gebiet der damaligen Fasaneninsel übereignet, unter der ausdrücklichen Bedingung, dass „der Charakter des Waldes so bleiben soll, wie Gott ihn erschaffen hat“, und dass er „Erholungsstätte für die Mannheimer“ sein solle, „in der man die Natur genießen kann“. Der Erholungsbereich solle den Bürgern und vor allem der Jugend unentgeltlich zur Verfügung stehen. Die anschließende Diskussion mündete schließlich in einer von der Versammlung geforderten Resolution, in der festgestellt wird, dass das Vorhaben am Standbad dem Willen des Stifters, dem Naturschutz höchste Priorität einzuräumen, zuwider laufe. Außerdem widerspreche die mit der Investition einher gehende zunehmende Kommerzialisierung dem sozialen Gedanken der Stiftung. Wegen weiterhin ausbleibender Informationen durch die Stadtverwaltung zu den Planungen am Strandbad hat die Lokale Agenda vor drei Wochen Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerde gegen die Verantwortlichen der Stadt beim Regierungspräsidium Karlsruhe eingelegt. Sie begründet diesen Schritt mit der Unverträglichkeit der Planungen mit dem Vermächtnis von Carl Reiß.

Viele Emotionen in der Diskussion um das Strandbad

[10.09.2004 Neckarau Almenhof Nachrichten, Kommentar von Claudia Meixner] Seit in den Medien über das Konzept des neuen Investors Eichbaum am Strandbad gemutmaßt wurde, machen sich die Neckarauer Sorgen um das beliebte Naherholungsgebiet. Das liegt zu einem gut Teil daran, dass ausführliche Informationen von Seiten der Stadt bisher ausblieben. Doch diese gibt es noch nicht, so lange nicht feststeht, was der Investor Eichbaum letztlich macht, welche Größenordnungen zur Debatte stehen und ob er angesichts der vielen Vorbehalte überhaupt noch an dem Projekt interessiert ist. Ein echtes Dilemma und eine schwierige Situation für alle Beteiligten. Leidtragende sind aber vor allem die Bürger, bei denen mit Stimmungsmache vieler Gruppierungen Ängste und Ressentiments erzeugt werden, die niemandem nützen. Dabei wird auch immer wieder der Stifter Carl Reiß zitiert, der in seinem Vermächtnis vor allem auf die Naturbelassenheit des Waldes und die – für alle unentgeltliche – Erholungsstätte Wert legte. Legt man so strenge Maßstäbe an, dann hätte die Stadt bereits mit dem Bau des Strandbades in den 20er Jahren und später mit dem Gaststättengebäude sowie auch mit der Anlage des Campingplatzes gegen die Intention des Stifters verstoßen, doch diese Annehmlichkeiten wollte bisher kaum jemand missen. Und noch etwas: wenn man Carl Reiß für die Beachtung des Naturschutzes bemüht, sollte man auch die seit Jahren zunehmende Zerstörung der Wiese und ihrer Kleinlebewesen durch wildes - und eigentlich verbotenes – Grillen an Sommertagen einbeziehen.Es wäre für alle von Nutzen, mehr auf Kooperation als auf Konfrontation zu setzen und das Gespräch mit Stadt und Investor auf der Grundlage von Fakten zu suchen anstatt zu ideologisieren. Denn: was wäre die Alternative, wenn der Investor frustriert aussteigt? Wahrscheinlich der unaufhaltsame Verfall des Gebäudes und der Einzug der Willkür am Strandbad. Das wäre sicher nicht im Sinne von Carl Reiß.

Verkehrsforum Neckarau erhält Umweltpreis

[10.09.2004 Neckarau Almenhof Nachrichten] Große Freude löste beim Verkehrsforum Neckarau der Gewinn eines Umweltpreises der Stadt Mannheim aus. Für die bürgerschaftliche Mitarbeit am Verkehrsentwicklungsplan Mannheim erhielt das Verkehrsforum aus der Hand von Umweltbürgermeister Quast die Urkunde und das Preisgeld von 300 Euro. „Das ist für uns neue Motivation, auch in der Umsetzungsphase weiter zu machen“ freut sich Markus Rebmann, der VCD Vertreter des Forums. Das Verkehrsforum besteht seit dem Sommer 2003. Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrrad- Clubs (ADFC), der lokalen Agenda 21 Neckarau und des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) engagieren sich mit interessierten Neckrauer Bürgerinnen und Vertretern der Parteien für nachhaltige Mobilität im Stadtteil. Zusammen wurden Vorschläge für die Verbesserung der Verkehrssituation in Neckgrau erarbeitet, die der städtischen Verkehrsplanung immer wieder zur Überprüfung auf Machbarkeit vorgelegt wurden. Als Grundlage dienten das von der Stadt in Auftrag gegebene Verkehrsgutachten und die eigenen Erfahrungen als Verkehrsteilnehmer mit Ortskenntnis. Ziele des Verkehrsforums, deren Mitarbeiterinnen sich regelmäßig treffen, ist den von den Bewohnern selbst verursachten Verkehr in Neckarau so zu gestalten, dass niemand in seinem Wunsch nach Mobilität beeinträchtigt wird. Gleichzeitig sollen die Belastungen durch den Autoverkehr aber auch für die Anwohner der stark befahrenen Durchgangsstraßen erträglich bleiben. Das will man durch attraktivere Fußwege, die stärkere Förderung des Radfahrens im Stadtteil und durch einen besseren öffentlichen Nahverkehr erreichen. Eine Forderung des Forums war z.B. an den Wochenenden die Benutzung der Busse und Bahnen innerhalb des Stadtteils kostenlos für die Stadtteilbewohner anzubieten. Eine Idee, die man gerade im Zusammenhang mit der aktuellen Strandbaddiskussion immer noch für geeignet hält, Autofahrer durch einen attraktiveren öffentlichen Personennahverkehr zum Umsteigen zu bewegen. Letztlich setzt man aber auch auf die Einsicht und die Vernunft der BürgerInnen.

Was wird aus der maroden Strandbad-Gaststätte?

Mannheim: Bürgerinitiativen laufen Sturm gegen angebliche "Event Gastronomie"-Pläne der Stadt

[10.09.2004 Mannheimer Morgen] Gegen die Pläne der Stadt Mannheim, die marode Strandbad-Gaststätte an die Eichbaum-Brauerei zu verpachten und, wie die Gegner befürchten, in eine "Event-Gastronomie" zu verwandeln, laufen Bürger in Neckarau Sturm. Vor allem das damit verbundene erhöhte Verkehrsaufkommen in dem Landschaftsschutzgebiet geht ihnen gegen den Strich. Noch mehr aber, dass die Stadt ihre Pläne nicht offen legt und die Bürger an den Entscheidungen beteiligt. Weil die Verwaltung nicht über ihre Pläne informiert, hat die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau kürzlich Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerde beim Regierungspräsidium Karlsruhe eingelegt. Der Beschwerdeführer befürchtet, dass durch einen Vertragsabschluss mit der Eichbaum-Brauerei Fakten geschaffen werden sollen. "Als wir auch keine Antwort auf unsere schriftlich an die Verwaltung gestellte Forderung nach Information und Beteiligung bekamen, machten wir uns selbst kundig und ließen uns von einem Anwalt beraten", sagt Bernd Landmann, Vorsitzender des Vereins.

Im Juli gründete sich die Bürgerinitiative "Freunde des Strandbads". Sie sammelte jeden Sonntag unter den Besuchern des Strandbads Protestunterschriften gegen die Pläne der Stadt. "Schon jetzt herrscht hier an heißen Sommertagen das Chaos", meint Michael Lapp, Sprecher der Bürgerinitiative. "350 Biergartenplätze wie bisher sind ausreichend." Die Stadt hingegen wolle 800 Plätze schaffen, was mit einer erhöhten Zahl an Parkplätzen und Autoverkehr in dem sensiblen Landschaftsschutzgebiet, zwischen zwei Naturschutzgebieten gelegen, verbunden wäre. Darin und in der vorgesehenen Vermietung von Grillplätzen und Strandkörben sehen die Gegner einen Verstoß gegen den testamentarischen Willen des Konsuls Carl Reiß, der der Stadt seinerzeit das Gelände vermacht hat. In dem Vermächtnis heißt es, dass die Fasaneninsel bei Neckarau "auf ewige Zeiten erhalten bleiben soll und den Einwohnern meiner Vaterstadt zur Erholung dienen soll". Ferner legte Reiß fest, dass die Insel "möglichst in dem jetzigen Zustand zu erhalten ist und der öffentlichen, allgemeinen Benützung unentgeltlich zu übergeben" ist.

Die Grünen haben den Oberbürgermeister deswegen inzwischen aufgefordert, den Beschluss des Wirtschafts- und Grundstücksausschusses zur Strandbad-Gaststätte zurückzunehmen, weil er gegen den Willen der Bürger verstoße. Stattdessen solle der Gemeinderat über die Zukunft der Gaststätte entscheiden. Auch die Eichbaum-Brauerei als angehender Investor und Betreiber will nichts gegen den Willen der Bürger unternehmen. "Wenn niemand eine Strandbad-Gastronomie haben will, werden wir auch keine machen", sagt Eichbaum-Verkaufsdirektor Rainer Heilmann. Eichbaum habe noch nicht einmal einen Konzessionsantrag gestellt. Von einer "Event-Gastronomie" in großem Stile könne den Planungen nach auch keine Rede sein. Der zuständige Bürgermeister Rolf Schmidt nennt die Befürchtungen der Gegner "an den Haaren herbeigezogen". Er sagt: "Es gibt nichts anderes als bisher, es gibt keine größere Fläche für die Gaststätte als bisher. Es wird Angst geschürt." Lediglich der Platz der kaum benutzten Minigolf-Anlage werde zur Gartenwirtschaft, Grillen solle kontrolliert angeboten werden. "Alles in geordneten Bahnen", betont Rolf Schmidt. Den Bezirksbeirat Neckarau habe er in nicht öffentlicher Sitzung über die Pläne informiert, auch darüber, dass keine Vergrößerung der Gastronomie geplant sei, sagt Schmidt. Der Parkplatz könne schon allein deswegen nicht erweitert werden, weil dafür keine Mittel zur Verfügung stehen würden. Das Grillen stelle er sich wie im Luisenpark vor, und ein Verstoß gegen den letzten Willen des Erblassers Carl Reiss sei daher auch nicht zu erkennen. Allerdings: Auch der Bezirksbeirat bemängelte in der Sitzung, von der Verwaltung nicht vorher über die Pläne informiert und an den Entscheidungen beteiligt worden zu sein. (huf)

Agenda legt Beschwerde ein

Streit um Strandbad-Pläne

[27.08.2004 Mannheimer Morgen] Der Streit um das Strandbad reißt nicht ab. Auf Grund der bekannt gewordenen Pläne und wegen ausbleibender Informationen von Seiten der Stadt, hat die "Lokale Agenda 21 MA-Neckarau" Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerde beim Regierungspräsidium Karlsruhe eingelegt.

"Wir haben viel gefragt und wenig Antworten bekommen", sagt der Vorsitzende der Initiative Bernd Landmann. Erst aus der Presse habe man Hinweise auf die Installierung einer Event-Gastronomie mit zusätzlichen 550 bis 800 Biergartenplätzen erhalten, so Landmann weiter. "Die Planungen sind aber unverträglich mit dem Vermächtnis von Carl Reiß." Dieser habe in seinem Testament großen Wert auf den Naturschutz und auf die kostenlose Nutzung der Insel durch die Mannheimer Bürger gelegt. Um einem Vertragsabschluss mit der Eichbaumbrauerei, die als möglicher Pächter im Gespräch ist, und den damit geschaffenen Fakten zuvorzukommen, habe man sich zu der Beschwerde entschieden.

Unterstützt wird die Lokale Agenda von der Mannheimer Kreisgruppe des BUND und der Bürgerinitiative "Freunde des Strandbads". Karl-Ludwig Walzel als Vertreter der Initiative zeigte sich insbesondere über das Verhalten der Stadt enttäuscht. Aus diesem Grund habe man auch die Offenlegung der Pläne und eine Beteiligung der Bürger gefordert. Alle Beteiligten machten außerdem deutlich, dass man nicht grundsätzlich gegen eine Bewirtschaftung des Strandbades sei. "Wir wollen erreichen, dass die bestehenden Gastronomiekapazitäten nicht noch weiter ausgebaut werden", so Landmann.

Arnold Cullmann, vom BUND wies darauf hin, dass eine Umsetzung der Pläne zu wesentlich mehr Verkehr führen, und der schon jetzt knappe Parkraum nicht mehr ausreichen würde. Außerdem würden durch den Lärm nicht nur die Anwohner, sondern auch die benachbarten Naturschutzgebiete beeinträchtigt
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Strandbad: Neuer Klärungsbedarf

[20.08.2004 Mannheimer Morgen] In einem Brief an Oberbürgermeister Gerhard Widder bittet Stadtrat Wolfgang Raufelder den Beschluss des Wirtschafts- und Grundstückausschusses zur Strandbadgaststätte in Neckarau zurückzunehmen.

"Die vorgesehene Umgestaltung des Strandbades widerspricht dem Willen der Bürger und bringt zahlreiche Probleme in den Bereichen Umwelt, Verkehr und Lärm mit sich", macht Raufelder seine Einwände geltend.

Nach Ansicht der Grünen im Gemeinderat soll die Bevölkerung in den Entscheidungsprozess mit einbezogen werden. "Die Beratung zu den Aktivitäten um einen Vertragsabschluss bezüglich des Strandbades zwischen der Eichbaum-Brauerei und der Stadt Mannheim sollte in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung, der Politik und den Fachbehörden vorbereitet werden", so die Grünen.

Nach Ansicht der Partei ist auch die Rechtsstellung des Grundstücks im Zusammenhang mit dem Vermächtnis von Carl Reiß sehr umstritten. "Nach einer Beurteilung durch die Verwaltung sollte eine weitere Anhörung im Gemeinderat erfolgen, an deren Ende dann der Gemeinderat entscheidet", so Raufelder.
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In die Freude am Strandbad mischen sich auch Sorgen

NECKARAU: Initiative und Parteien fordern ausführliche Informationen über Bewirtschaftung und Verkehrskonzept

[12.08.2004 Mannheimer Morgen] Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny
"Wir brauchen keine Miesmacherei, sondern eine ausführliche Information darüber, was am Strandbad passiert": Stadtrat Helmut Wetzel (SPD) macht sich Sorgen über die Zukunft des bei den Mannheimern so beliebten Naherholungsgebietes. Nicht nur er. Seitdem bekannt wurde, dass die Eichbaum-Brauerei die Gastronomie am "Mannheimer Lido" übernehmen soll und dort auch einen ganzjährigen Betrieb mit Sonderveranstaltungen auf die Beine stellen will, mischen sich in die Freude darüber, dass endlich etwas geschieht, auch Befürchtungen. Sie betreffen vor allem die begleitenden Umstände: Massenandrang und übermäßiges Verkehrsaufkommen. Der ganze Bezirksbeirat einigte sich darauf, dass die nächste öffentliche Sitzung am 20. Oktober allein dem Thema Strandbad gewidmet werden soll.

Immerhin: Rundweg abgelehnt wird das Vorhaben der Brauerei nicht. Vor wenigen Tagen formierte sich die Bürgerinitiative "Freunde des Strandbads" unter der Ägide der Neckarauer Bürger Michael Lapp und André Polosek. Auch sie betonen: "Grundsätzlich begrüßt die Initiative das Interesse von Eichbaum an der Bewirtschaftung der Strandbad-Gaststätte". Allerdings befürchten die Initiatoren, die inzwischen im Stadtteil zahlreiche Unterschriften gesammelt haben, "dass mit der Neuverpachtung, dem Aufstellen von kostenpflichtigen Strandkörben und der Ausweitung des Gastronomiebetriebes auf 800 Plätze eine schleichende Privatisierung des von Konsul Reiß für die Mannheimer Bürger gestifteten Areals in Gang gesetzt wird". Ihr Vorgehen zielt auf eine umfassende Information und Bürgerbeteiligung bei der Neukonzeption. Zudem wollen sie das Verkehrsaufkommen reduziert sehen und setzen sich für den Erhalt des Restaurant-Gebäude im Stil des Bauhauses ein.

Bei der Neckarauer CDU stößt das Treiben der Initiative keineswegs auf Gegenliebe. Stadträtin Gabriele Egler-Huck und Bezirksbeiratssprecher Wolfgang Taubert erwarten von der Investition der Eichbaum-Brauerei eine Aufwertung des Strandbades. "Dass große Besucherzahlen immer Herausforderungen mit sich bringen, ist nichts neues, sondern eine Aufgabe, der man sich stellen muss", erklären sie. Taubert erinnert daran, dass vor und nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu 40 000 Besucher an sonnigen Sonntagen das Strandbad aufsuchten. Dazu hätten die einmalige Lage, zwei Restaurants und zahlreicher Verkaufsstände entlang der Front zum Rhein beigetragen.

Im Hinblick auf das Verkehrsaufkommen erwartet die Stadträtin von der Stadtverwaltung ein umfassendes Konzept mit konkreten Vorschlägen, denn "schließlich dürfen die Anwohner in der Rheingoldstraße und im Neckarauer Waldweg sowie die umliegenden Vereine nicht weiter belastet werden". Einen entsprechenden Antrag hat sie im Gemeinderat gestellt. Darin fordert sie vor allem eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs.

In eine ähnliche Richtung zielen die Bemühungen der SPD. Die Gemeinderatsfraktion unter der Leitung von Dr. Frank Mentrup traf sich am Mittwoch mit interessierten Bürgern vor Ort und sammelte erst einmal Anregungen. Demnächst soll ein weiteres Treffen mit Vertretern der Stadt und der Eichbaum-Brauerei stattfinden. Dann soll das Konzept vorgestellt werden. Für Stadtrat Wetzel steht fest, dass nur eine familiengerechte Gastronomie mit Ganzjahresbetrieb Sinn macht und wirtschaftlich sein kann. Ein verbesserter Betrieb mit einem Pendelbus zwischen dem Rheingold-Center und Strandbad könne für Verkehrsentlastung sorgen.

Beschlüsse erst im Herbst

VEP Neckarau muss warten

[12.08.2004 Mannheimer Morgen] Der Verkehrsentwicklungsplan (VEP) für Neckarau wird vor der Sommerpause nicht mehr im Gemeinderat abgestimmt. Die CDU-Fraktion kann dem seit 1999 mit großer Bürgerbeteiligung und mit Hilfe von Verkehrsexperten erstellten Plan für die Lenkung der Verkehrsströme im Stadtteil doch noch nicht zustimmen: "Wir sehen noch Beratungsbedarf", erklärte der scheidende Fraktionsvorsitzende Dr. Sven-Joachim Otto auf "MM"-Anfrage.

Über den Plan - der zahlreiche Einzelvorschläge zur Lösung oder Milderung von Verkehrsproblemen in Neckarau enthält - hätte jetzt im Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) sowie am 27. Juli im Plenum des Gemeinderats abgestimmt werden sollen. "Wir möchten, dass sich der neue Gemeinderat im Herbst mit dem Thema noch einmal befasst", begründete CDU-Fraktionsgeschäftsführer Oliver Althausen auf Anfrage die Verschiebung. Und: "Wir werden sicher noch einige Änderungsanträge dazu einbringen."

Die Beschlussvorlage, so Althausen weiter, enthalte konkrete Vorgaben, "die in dieser Form noch nicht verabredet waren". Die Christdemokraten wollen unter anderem den Nasen und Kaps zur Geschwindigkeitsreduzierung nicht vorbehaltlos zustimmen und die von der Stadtverwaltung zunächst vorgeschlagene Vorplanung für eine zukünftige Aufeldquerung nicht aufgeben.

Auch die CDU-Stadträtin Astrid Egler-Huck weist auf einige Knackpunkte in der Vorlage hin: "Wir wollen uns schon noch einmal Gedanken beispielsweise über den Fahrrad-Verkehr machen." Es sei zu bedenken, ob man wirklich Bürgersteige für die Benutzung durch Radfahrer öffnen solle. Unstrittig seien indes Punkte wie die Verkehrsentlastung in der Floßwörthstraße oder ein Tempolimit auf den Hauptachsen in Neckarau. Ein besonders wichtiges Thema, nämlich die Verkehrsproblematik am Strandbad, sei in dem Katalog überhaupt nicht enthalten. Egler-Huck: "Das gehört für unsere Vorstellungen aber da unbedingt hinein!" lang

Protest gegen Event-Gastronomie

Freunde des Strandbades und Grüne üben heftige Kritik

[12.08.2004 Mannheimer Morgen] "Zuerst Verwahrlosung, dann Abriss - so nicht. Wir fordern Pflege und Betrieb des historischen Hauses" prangt in Großbuchstaben auf einem Transparent. "Skandal" heißt es auf einem anderen Plakat. Die Botschaft lautet: Keine Event-Gastronomie in dem Traditionsbad am Rheinufer. Vertreter der "Freunde des Strandbades", der Grünen und der Umweltorganisation BUND trafen sich gestern zu einer Protestaktion - weitere sollen folgen.

Wie berichtet, hat die Stadt Mannheim die Strandbad-Gastronomie an die Eichbaum-Brauerei vergeben. Neben einem ganzjährig betriebenen Restaurant soll ein Biergarten mit 800 Plätzen entstehen. Diese Ankündigung bringt nicht nur Grünen-stadtrat Wolfgang Raufelder auf die Palme. Schon bei den 310 Plätzen der alten Strandbadgaststätte hätten die Parkplätze nicht ausgereicht und die Autos wild im Naturschutzgebiet geparkt. In einem Brief an Oberbürgermeister Widder werden nicht nur Park- und Verkehrssituation kritisiert: "Die erweiterte Gastronomie verringert die Fläche für die Erholungssuchenden, die sich unabhängig von den gastronomischen Angeboten am Strandbad aufhalten wollen" - denn der Biergarten soll im Bereich der Minigolfanlage etabliert werden, wo derzeit Lufthungrige unter Bäumen Ruhe suchen, weil es auf der Grillwiese meist turbulent und laut zugeht.

Bezirksbeiräte wie Hans-Joachim Fenzke (SPD) und Dieter Netter (Grüne), die sich zu der Protestaktion eingefunden hatten, waren vor allem sauer, weil vor den Vertragsverhandlungen mit der Brauerei weder Bezirksbeiräte noch Stadträte eingeschaltet wurden. Die Sondersitzung komme, wenn alles gelaufen ist, schimpften Kritiker.

Die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau fordert ebenfalls, Bürger an dem Strandbadkonzept zu beteiligen. Außerdem liegt ihr am Herzen, dass das "einzigartige" Gastronomiegebäude im Bauhausstil restauriert statt abgerissen wird.

Am nächsten Sonntag planen die Strandbad-Freunde erneut eine Protestaktion - mit Info-Stand ab 14 Uhr vor Ort. wam

Überrollt Autolawine die Verkehrspläne?

NECKARAU: Stadträte im Ausschuss beschäftigen sich demnächst mit dem Maßnahmenkatalog

[12.08.2004 Mannheimer Morgen] Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny
Selten ist ein Verkehrsentwicklungsplan so ausgiebig in einem Stadtteil diskutiert worden wie in Neckarau. Die Ergebnisse der zahlreichen Gespräche und Debatten bei mehreren Veranstaltungen mit erstaunlicher Beteiligung sind in Vorschläge eingeflossen, die am kommenden Dienstag den Stadträten im Ausschuss für Umwelt und Technik vorliegen werden. Eigentlich hätte es nach einer derart guten Vorbereitung nur ein formaler Akt sein können, die Maßnahmen für Verbesserung des Verkehrsflusses und für das Miteinander von Fahrzeug, Fahrrad und Fußgänger abzusegnen.

Die Situation in Neckarau hat sich indes seit den ersten Überlegungen zu dem Plan geändert. Der Stadt ist es gelungen, mit der Eichbaum-Brauerei einen Pächter für die Wirtschaft am Strandbad zu finden. Der Brauerei gelang es wiederum, die Stadt zu etwas zu bewegen, wozu sie bislang nicht bereit war: Die Genehmigung eines Bewirtungsbetriebes für mehrere Hundert Gäste. Damit steigt aber das Verkehrsaufkommen in Richtung Strandbad beträchtlich, erste kritische Stimmen sind in Neckarau bereits laut geworden. Bei den Beratungen im Ausschuss dürfte es auch darum gehen, wie die Situation am Strandbad den Verkehrsentwicklungsplan tangiert.

Dennoch ist nicht damit zu rechnen, dass der Plan neu konzipiert werden muss. Wenn die Stadträte am Dienstag die Maßnahmen beschließen, so heißt es noch nicht, dass sie bereits in den nächsten Monaten umgesetzt werden. Der Verkehrsentwicklungsplan dient als eine Richtschur für künftiges Handeln. Die darin enthaltenen Vorschläge werden "unter Finanzierungsvorbehalt künftiger Hauhaltsjahre" beschlossen.

Was das konkret bedeutet, erfährt derzeit die Interessengemeinschaft der Neckarauer Vereine mit ihrem Vorschlag, den Marktplatz umzugestalten. Zwar heißt es in den Empfehlungen des Verkehrsentwicklungsplanes noch, die Entscheidung über die Art der Umgestaltung solle "der weiteren Diskussion vor Ort" vorbehalten bleiben. Doch dort weiß man auch, dass die Stadt derzeit kein Geld für die Umgestaltung des Marktplatzes hat, also hat die Interessengemeinschaft selbst die Initiative ergriffen und, wie berichtet, eine Spendenaktion in der Hoffnung gestartet, zumindest einen Großteil der Finanzierung selbst aufzubringen.

Mehr als 100 Vorschläge trugen engagierte Neckarauer zum Verkehrsentwicklungsplan bei. Nicht alle mochte das Baudezernat von Bürgermeister Lothar Quast berücksichtigen, zumal etliche, wie die Gestaltung der Gärten im Aufeld, gar nicht in seine Zuständigkeit fallen. An den meisten Stellen ist der örtliche Sachverstand indessen sehr fruchtbar gewesen, wie der Bürgermeister bei einer öffentlichen Veranstaltung hervorhob. Eine entscheidende Grundlage lieferte aber auch ein Gutachten, das die Stadt beim Planungsbüro Hupfer und Partner, Kaiserslautern, in Auftrag gab.

Natur genießen, ohne bevormundet zu sein

Die Geschichte des Strandbades beginnt mit einer großherzigen Stiftung des Consuls Carl Reiß

[07.08.2004 Mannheimer Morgen] Am Strandbad in Neckarau bahnt sich Ärger an. Um der dahin siechenden Bewirtschaftung am "Mannheimer Lido" einen neuen Impuls zu geben, will die Stadt die Gaststätte mitsamt einem Areal für die Bewirtung der Eichbaum-Brauerei auf Jahrzehnte hinaus in Erbpacht überlassen. Zwar ist noch nicht im einzelnen bekannt, was die Bierbrauer mit dem Gelände vorhaben, ob sie die Gaststätte sanieren oder eine neue bauen, wie sie die Freiluft-Bewirtung ausdehnen wollen, und ob sie dort überhaupt Großereignisse (Events) planen, dennoch wächst das Misstrauen in Neckarau bis zur Ablehnung. Immer wieder wird in den verschiedenen Gremien in Neckarau der Wunsch nach einer ausführlichen Information deutlich hörbar.

Und da sowohl die Stadt als auch die Eichbaum bislang mit Informationen geizten, ließ sich die Lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau in einer öffentlichen Veranstaltung vom Stadtarchivar a.D. Friedrich Teutsch erklären, was es mit dem Vermächtnis von Carl Reiß auf sich hat, der vor mehr als 100 Jahren die Fasaneninsel -sie sollte später nach ihm Reißinsel genannt werden - der Stadt überlassen hat. Der Geschichtsforscher Teutsch, der sich mit de Stiftung eingehend befasst hat, kommt zu dem Schluss, dass der im Testament festgehaltene und auch mündlich geäußerter Wille von Consul Carl Reiß vor allem zwei wichtige Punkte umfasste: Der Charakter des Waldes sollte erhalten bleiben, kein Baum der Axt zum Opfer fallen und der Mannheimer Bevölkerung sollte eine Erholungsstätte geboten werden, in der sie "die Natur genießen kann, ohne von der Polizei bevormundet zu werden", wie die Neue Mannheimer Zeitung nach einem Rundgang von Carl Reiß mit dem Bürgerausschuss festgehalten hatte.

Und noch etwas habe der Consul verfügt, betonte Teutsch: Wenn die Stadt das Gelände etwa für einen Neubau oder eine Erweiterung von Hafenanlagen benötigen sollte, so müsse sie für Ersatz von parkähnlichem Erholungsareal, ähnlich wie auf der Reißinsel innerhalb der Stadtgrenzen sorgen. Keine einfache Forderung in der heutigen Stadt, die wesentlich dichter bebaut ist als an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.

Das Gebiet auf dem sich heute das Strandbad ausdehnt war ein Teil der Stiftung. Ob es im Sinne von Consul Reiß ist, lässt sich nicht mehr feststellen. Tatsache ist, dass die Stadt bereits in der Mitte der 20-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts beschloss, einen Teil der geschützten Natur auf der Reißinsel abzutrennen und dort einen Erholungsbereich anzulegen. Das Strandbad erfreute sich bald einer großen Beliebtheit. Zumindest blieb es im Sinne von Carl Reiß ohne Einschränkungen und kostenlos zugänglich. jan

Zwischen Öko-Rap und Drais-Gedächtnisfahrt

20 Jahre Umweltpreis: Ansporn zu erstaunlichen Höchstleistungen / 7000 Euro Prämiengelder

[16.07.2004 Mannheimer Morgen] Von unserem Redaktionsmitglied Thorsten Langscheid
Erstaunlich, zu welchen Höchstleistungen der Umweltpreis von Abfallbeseitigungsgesellschaft (ABG) und Stadtverwaltung auch im 20. Jahr seines Bestehens anspornt. Bürgermeister Lothar Quast (SPD), begrüßte gestern Abend im Foyer des Collini-Centers weit über 150 Gäste: Teilnehmer, Preisträger, Angehörige und Vertreter von Gemeinderat und Stadtverwaltung beklatschten eben diese Höchstleistungen, die vom kreativen Müllprojekt mit Kleinkindern bis hin zum Recyclingkonzept der US-Truppen und vom Öko-Rap bis zum S-Bahn-Fahrplan im Scheckkartenformat reichen.

33 Gruppen, Initiativen, Schulklassen und Kinderhäuserreichten in diesem Jahr ihre Beiträge ein, immerhin lockten Preisgelder von insgesamt 7000 Euro - ein Betrag, den sich Stadt und ABG teilen und der mit der Euro-Umstellung von 10000 Mark auf 7000 Euro aufgestockt wurde. Insgesamt sechs Kategorien von Preisen hatte die Jury um Bürgermeister Quast gebildet, der Hauptpreis (600 Euro) gingen an das Umweltprojekt des Johann-Peter-Hebel-Heims am Kuhbuckel. Die Preise zwei bis fünf gingen an die Umweltgruppe derRheinau-Schule (500 Euro), das Kerschensteiner-Kinderhaus (400 Euro), den Angelsportverein Sandhofen (350 Euro) und die Lokale Agenda 21 in Neckarau, die zusammen mit den Verkehrsclubs ADFC und VCD 300 Euro erhielt.

Die Vielfalt der Arbeiten der Hauptpreisträger zeigt die weite Spanne ökologischen Engagements, das der Preis, der alljährlich ausgelobt wird, belohnen will. Da leisten die Verkehrs-Fachleute in Neckarau einen wertvollen Beitrag bei der Aufstellung des Verkehrsentwicklungsplans, unterstützen politische Gremien und Fachbehörden ehrenamtlich mit Vorschlägen, Hilfestellungen und Hinweisen, während dieSandhofener Angler ganz selbstverständlich seit Jahren bei der Sauberhaltung "ihres" Wilhelmswörth-Weihers anpacken. Die Kerschensteiner-Kinder lernen in ihrer Waldgruppe die Bedeutung der Forsten kennen, die Rheinauer Umweltgruppe legt tatkräftig Hand an bei der Rettung bedrohter Pflanzen im Rheinauer Wald und die Jugendlichen im Hebel-Heim setzen sich in ihrer "Lernwirkstatt" für den Umweltschutz ein. Dabei bewirken sie etwas für andere und lernen selbst etwas dabei - erstaunlich und absolut preiswürdig.

Bei vielen der Preisträger in den übrigen Kategorien steht der Wald im Mittelpunkt der Ideen, doch die Jury wählte auch Projekte wie zum Beispiel die Drais-Memoriale im vergangenen Sommer, das bereits erwähnte Fahrplankärtchen für die S-Bahn, das reißenden Absatz fand oder eher politische Beiträge wie die Mannheimer Umweltbilanz 2004 der Lokalen Agenda 21 aus. Mit dem Lieferservice City Biker ist außerdem auch ein kommerzieller Bewerber unter den Ausgezeichneten. Für Musik sorgte ein Saxofon-Quartett der städtischen Musikschule. © Mannheimer Morgen - 16.07.2004

Eine Nummer zu groß

[02.07.2004 Mannheimer Morgen, Kommentar von Thorsten Langenscheid] Ein provisorischer Biergarten am Strandbad und große Pläne für einen familienfreundlichen Ganzjahresbetrieb ab der kommenden Saison – das könnten doch gute nachrichten aus dem Neckarauer Rheinbogen sein.

Wenn da nicht die beiden empfindlichen Naturschutzgebiete Reiß-Insel und Silberpappel sowie das nicht minder empfindliche Landschaftsschutzgebiet wären, wenn da nicht eine Zufahrtsstraße und ein Parkplatz mitten im Wald, und wenn da nicht ein Wochenend-Freizeitverkehr wäre, der sowieso schon groß genug ist. Vor allem die Autoverkehr ist es, die dem Süden zu schaffen machen. Diese Erkenntnis ist nicht neu, sondern wurde bereits vor über 10 Jahre von dem Gutachter Georg Bellemann gewonnen, der eine Untersuchung über die Probleme des sogenannten Verkehrs- und Besucherdruck auf die Reißinsel und das Strandbad anfertigte. Denn am Strandbad war schon immer ordentlich was los, die Mannheimer kamen auch früher schon in hellen Scharen aus der Stadt ins Naherholungsgebiet. Tonnenweiseweise Wurstsalat, so wissen die alten Strandbader noch aus Kindertagen, wurde vor dem krieg in der Gaststätte angemacht. Heute schier unvorstellbar: Kein Mensch kam damals mit dem Auto, niemand warf Plastiktüten oder Aluminiumdosen in den Wald, niemand zündete Grillfeuer an. Auch wenn die Besucherzahlen längst wesentlich niedriger sind als in den alten Zeiten: Für ein verträgliches Miteinader von Mensch und Natur sind die neuen Strandbad-Aktivitäten immer noch eine Nummer zu groß. Das weiß auch die Stadtverwaltung, hat sie doch den Neckarauer Rheinbogen als besonders schützenswertes Gebiet bei der EU in Brüssel gemeldet. Schade, daß der Umweltschutz im Rathaus mal wieder auf der Strecke bleibt.

Am Lido gibt's wieder Bier und Wurstsalat

Gastro-Provisorium bis September / "Journal"-Betreiber übernimmt Strandbad-Gaststätte

[02.07.2004 Mannheimer Morgen, Thorsten Langenscheid] Bier und Wurstsalat am Strandbad - seit gestern geht's am Neckarauer Lido wieder rund - allerdings vorerst nur mit provisorischen Holztischen und Bänken für 350 Gäste. Den Ausschank unter freiem Himmel organisiert Pächter Hennes Reiß ("Café Journal") in zwei Containern, die er neben das alte Gaststättengebäude stellte. Im Winter soll das Gemäuer dann einer Verjüngungskur - Sanierung oder Abriss und Neubau - unterzogen werden.

"Ich find' das wunderbar hier draußen", freut sich Schülerin Bianca Batzler, die gestern Nachmittag zum ersten Mal aus Frankenthal ans Strandbad kam. Klassenkamerad Thorsten Edinger, der eigens aus Ludwigshafen "riwwer" gemacht hatte, stimmt zu: "Ich geh' hier sogar gerne im Rhein schwimmen." Offiziell ist das am Strandbad und überhaupt am Fluss zwar nicht erlaubt, aber die Freizeiteinrichtung im grünen Süden der Stadt ist auch über siebzig Jahre nach der Eröffnung ungebrochen beliebt bei den Mannheimern.

Die Saison 2004 dauert nach der bisherigen Planung von Hennes Reiß bis Ende September: "Mal sehen, wie es läuft", deutet er seine flexible Strategie an. Je nach Wetterlage und Publikumsinteresse will der Gastronomie-Profi bereits in diesem Sommer mit einem kleinen Veranstaltungsprogramm locken. Mediterran soll's am Neckarauer Lido jedenfalls in Zukunft weitergehen, binnen drei Jahren, so sieht es der Erbpachtvertrag der Stadt mit der Eichbaum-Brauerei vor, will die Bier-Firma gut 1,2 Millionen Euro in den sommerlichen Traditions-Treff stecken und ein ganzjährig bewirtschaftetes Restaurant (im Sommer täglich, im Winter an den Wochenenden geöffnet) bauen. Unklar ist derzeit noch, ob die gesamte Betonkonstruktion abgerissen wird, oder ob die Pfeiler stehen bleiben können. Dann würden lediglich die Aufbauten plattgemacht und neu errichtet werden.

Hennes Reiß - übrigens nicht verwandt mit dem Stifter des Strandbades, Carl Reiß - will sich genausowenig wie Eichbaum-Verkaufsdirektor Rainer Heilmann jetzt schon in die Karten schauen lassen. Nur soviel wurde bisher bekannt: Die Gäste sollen sich in Strandkörben räkeln und an einer Grillstation ihre Fleischvorräte ergänzen können. Strandbadfesten, Musik- und Beach-Volleyball-Veranstaltungen sollen bald zum festen Programm gehören.

Dies und der Umstand, dass offenbar bis zu 800 Sitzplätze für den Biergarten genehmigt wurden, ruft in Neckarau nicht nur Freude hervor. Bezirksbeirat Rudolf Höcker (CDU) sowie seine Mitstreiter von der Lokalen Agenda 21 sehen die Entwicklungen mit Sorge. Das Gastronomiekonzept übe eine Sogwirkung auf den Autoverkehr aus: "Es ist erkennbar, dass dies früher oder später problematisch wird", so Höcker. Alle Bemühungen, die Verkehrsprobleme in Neckarau zu lösen, würden damit zunichte gemacht. Höcker: "Das ist Hüh-Hott-Politik!"

"Wir fragen uns, wozu die Stadt Mannheim die Agenda-21-Fahne hochhält?" reagiert auch der Bund für Umwelt und Naturschutz (Bund) in Person von Arnold Cullmann auf die Strandbad-Neuigkeiten. Die erweiterte Gastronomie werde sich insgesamt negativ auf die Natur- und Landschaftsschutzgebiete rund um das Strandbad auswirken: Es sei schwer vorstellbar, dass der Stifter von Reißinsel und Strandbad, Carl Reiß, "die vorliegenden Planungen mit den absehbaren Folgen für seine Fasaneninsel gutheißen würde", schreibt Cullmann in einem Brief an den Oberbürgermeister.

Friedhof soll durch Biotopvernetzung parkähnlicher werden

Zweiter Ortstermin zur Erstellung eines Grün- und Pflegeplanes

[18.06.2004 Neckarau-Almenhof-Nachrichten] Im Rahmen der geplanten Einbeziehung des Neckarauer Friedhofs in die Biotopvernetzung fand auf initiative des bezirkbeirates und stellvertretenden Vorsitzenden der Lokalen agenda 21, Rudolf Höcker, ein weiteres Treffen mit Vertretern der Unteren Naturschutzbehörde, der Grünleitplanung, des liegenschaftamtes, des Gartenvereins Mallau sowie Friedhofsgärtner Morasch und Architekt Klaus-Peter Mütsch statt.

Als Erweiterung der Konzeption soll der gerade entstehende Tierfriedhof an der Donaustraße in die Biotopvernetzung integriert werden. Gerald Schwemmle von der Grünleitplanung der Stadt regte an das Areal sobald wie möglich komplett einzugrünen und damit ökologisch aufzuwerten. Er schlug vor, an zwei Seiten als Begrenzung eine mindestens 6 m breite Hecke zu pflanzen, um den Biotopcharakter zu verstärken. Außerdem sollte die Begräbnisfläche für insgesamt 1200 Tiere in den noch ungenutzten Bereichen als wiese gestaltet werden. Die Kosten dieser Maßnahme sowie die Pflege für drei Jahre übernehme die Stadt, kündigte Schwemmle zur großen Überraschung des Tierschutzvereinsgeschäftsführers Herbert rückert an. Er versicherte, daß das Gestaltungskonzept der Biotopvernetzung sich grundsätzlich mit den Überlegungen des Tierschutzvereins decke, der allerdings als Betreiber die Kosten zu tragen habe. So komme die unerwartete Finanzspritze Stadt sehr gelegen. Der Vorstand des Tierschutzvereins müsse allerdings die letzte Entscheidung treffen.

An Hand eines Luftbildes folgte die Bestandsaufnahme der Bepflanzung auf dem Friedhof. Im vorderen Bereich hat dieser durch viel Bäume Parkcharakter. Dieser könnte nach Ansicht von Gerald Schwemmle und Thomas Kilian auch im hinteren Bereich im Sinne der Biotopvernetzung durch Großbaumpflanzungen verstärkt werden. Heimische Laubbäume seien dabei unbedingt zu bevorzugen, da der Nadelbaumbestand auf dem Friedhof bereits überproportional sei und nach Aussage des gartenvereinsvorsitzenden Peter Meier vielfach parasitäre Schäden aufweise.

So war die spontane Vorschlagsliste der Experten recht umfangreich: wünschenswert wäre die Verbreiterung der Hecken entlang der Zaungrenze, um Buschbrütern und anderen Tieren Unterschlupf zu gewähren; für Insekten soll die Wiesenfläche ausgeweitet und zumindest im hinteren Bereich nur zweimal jährlich gemäht werden. Sogar eine teichanlage könnte man sich vorstellen. Desweiteren wären von der Südsonne beschienene Trockensteinmauern geeignet, Kleinreptilien anzusiedeln, sowie lose Lesesteinhaufen auf den Wiesen für Bruträume.

Ganz anders zeigt sich die Geländestruktur des benachbarten Gartenvereins Mallau; dort herrscht große Pflanzenvielfalt, außerdem gibt es viele Nistkästen sowie Teiche mit Schilf.

Als Ergänzung schlägt Höcker vor, zeitweise nicht verpachtete Gärten mit Trockensteinmauern zu bestücken; Kilian rät , geschreddertes Holz aufgehäuft an sonnigen Stellen zu plazieren.
Zur Konkretisierung der Maßnahmen zur Biotopvernetzung sollen die gesammelten Vorschläge in einen Lageplan des EB Friedhöfe eingezeichnet und beim nächsten Ortstermin erörtert werden. cm

Bürger stiften Bänke im Aufeld

Neckarau: Arbeitskreis der Lokalen Agenda initiiert Aktion

[02.06.2004 Mannheimer Morgen] "Mit den Bänken wollen wir die Menschen zum Verweilen an den schönen Plätzen im Aufeld einladen, sie sollen aber auch Personen, die schlechter zu Fuß sind, als Rastplätze zum Erholen dienen", erklärte Anita Hirsch-Sanden. Die Sprecherin des Arbeitskreises zum Erhalt des Aufeldes der lokalen Agenda 21 MA-Neckarau betont, dass man mit der Aufstellung der Bänke das Aufeld mit seiner Naherholungsfunktion noch attraktiver machen möchte. Gleich drei Sitzbänke weihte der Arbeitskreis ein.

Seit der Diskussion um den Bau einer Straße durch das Aufeld vor drei Jahren arbeiten die Mitglieder daran, den Neckarauern zu erklären, wie wertvoll das Aufeld für den Stadtteil und seine Bewohner sei. Dabei hat der Arbeitskreis schon zu Beginn seines Engagements eine breite Unterstützung erfahren. Bei einem Unterschriftenaktion zum Erhalt des Aufeldes sammelte er über 7000 Signaturen von Menschen, die sich zugleich für die Aufwertung des grünen Areals zum Landschaftsschutzgebiet aussprachen.

Anita Hirsch-Sanden dankte den Spendern Helmut Wetzel, Familie Arnold und der Stadt Mannheim: "Dass zwei Bänke von Bürgern gespendet wurden, weist ebenfalls auf noch große Unterstützung im Stadtteil hin". Stolz berichten Mitarbeiter des Arbeitskreises, dass schon Spender für weitere Bänke gefunden seien.

Friedhof bald Biotop mit Skulpturenpark?

[April 2004 Neckarau-Almenhof-Nachrichten] Auf Initative des Neckarauer Bezirksbeirates und stellvertretenden Vorsitzenden der Lokalen Agenda 21, Rudolf Höcker, fand auf dem Neckarauer Friehof ein Treffen von Vertretern des Gemeinderates, des städtischen Eigenbetriebes friedhöfe, der Unteren Naturschutzbehörde, des FB Städtebau, des Kleingartenvereins Mallau, des Stadtökologischen Lehrpfades, der Blumengärtnerei Stelzel, des Steinmetzbetriebes Siegmann sowie der freizeitschule statt.

Themen waren die Einbeziehung des Friedhofgeländes und des angrenzenden Geländes des GV Mallau in das von der Stadt beschlossene System der Biotopvernetzung zur Erhaltung naturnaher Landschaftselemente sowie biotypischer Tier- und Pflanzenarten. Außerdem soll eine Aufwertung des Kulturbereiches Friedhof durch das Aufstellen von Holzskulpturen erfolgen.

Höcker, Initiator und Motor der Initiative, rannte mit diesem Plänen beim benachbarten GV Mallau offene Türen ein, betreibt dieser doch mit seinen 202 Gärten umweltfreundliches Gärtnern und kümmert sich um zusätzliche Nistkästen für die dort angesiedelten Vögel.

Der Leiter des FB Friedhöfe, Wolfgang Schwöbel, wies auf den Parkcharakter des Friedhofes hin, der von vielen Mitarbeitern der umliegenden Firmen in den Pausen zur Erholung genutzt werde. Angesichts der wirtschaftlichen Lage der Stadt sah er allerdings die Finanzierung des angestrebten ganzheitlichen Grun- und Pflegeplanes skeptisch. Mittel für spezielle Nistkästen wären jedoch im Bereich des Möglichen. Herr Kampf vom Steinmetzbetrieb Siegmann sagte die bereitstellung von Bruchsteinen für die anvisierten Natursteinmauern zu, Gärtnermeister Bernd Stelzer signalisierte Spendenmöglichkeiten, und die Lokale Agenda stellte einen Betrag von 500 € zur Verfügung. Außerdem sollen weitere potentielle Spender direkt angesprochen werden, so daß man im Hinblick auf eine Umsetzung des Projektes zuversichtlich sein könne, so die Meinung aller anwesenden.

Nach dem Willen der Initiatoren soll der Friedhof mehr sein sein als nur eine Begräbnistätte. Die Grünflächen durch Kunstobjekte gestalterisch aufgewertet werden. Gedacht ist an die Aufstellung von Skulpturen aus Baumhölzern, die von den Hobbykünstlern der Bildhauergruppe der Freizeitschule unter der Leitung von Hartmut Brunnenkant gefertigt werden sollen.
Als Standorte sind das Umfeld der neuen Trauerhalle sowie das Feld der Kriegstoten im Gespräch. Die Skulpturen sollen - gegenständlich bis abstrakt, doch für die Besucher nachvollziehbar sein - unterschiedliche Menschen darstellen, die auf die Endlichkeit des Lebens hinweisen. Auch das Material Holz ist Sinnbild des Werdens und Vergehens.

Eine Umsetzung des gesamten Projektes ist bis Ende 2005 angestrebt.
"Wenn dies vollendet ist, wird der Neckarauer Friedhof einzigartig sein: Er wäre Begräbnistätte, gewolltes Biotop und gestalteter Skulpturenpark", so Initiator Höcker in seinem Fazit.

Die Agenda Neckarau: Eine Welt mit Vielfalt

Mannheim: Neu gegründeter Arbeitskreis "Eine Welt in Neckarau" stößt auf großes öffentliches Interesse

[25.02.2004 Mannheimer Wochenblatt] Im Rahmen der lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau e.V. wurde Anfang 2004 ein neuer Arbeitskreis gegründet: "Eine Welt in Neckarau". Ziel des Arbeitskreises ist die Vernetzung der zahlreichen Neckarauer Eine-Welt-Aktiven und die gemeinsame Durchführung neuer Projekte. Und das kommt an: Bereits bei den ersten Treffen haben sich zahlreiche Vertreter der Eine-Welt-Aktivitäten in den Kirchgemeinden Matthäus, Jakobus und St. Konrad sowie Neckarauer Bürger und Lehrer nahezu aller weiterführenden Schulen des Stadtteils engagiert beteiligt.

Bernd Landmann, Vorsitzender des Neckarauer Agenda-Vereins, freut sich über den regen Zulauf: "Wir laden alle Interessierten ein, sich bei dem Agenda-Arbeitskreis mit ihren Ideen und ihrem Engagement einzubringen."

Möglich ist vieles. Schon die laufenden Aktivitäten lassen ein breites Handlungsspektrum erkennen: So pflegt die Matthäusgemeinde Zwillingspartnerschaften mit Gemeinden in Polen, Japan und Südafrika, in der Jakobusgemeinde gibt es seit Jahren eine lebendige Zusammenarbeit mit Partnern in Lateinamerika und Magda Keller von der St. Konrad-Gemeinde im Casterfeld kämpft um die Finanzen zum Erhalt eines Straßenkinderhauses in Bolivien. Im Weltladen des Bachgymnasiums und allen Kirchengemeinden werden fair gehandelten Produkte verkauft. Das stadtweite Mannheimer Eine-Welt-Forum plant sogar einen speziellen Mannheimer Fairkaffee, der auch in Neckarauer Geschäften vermarktet werden könnte. Gabriele Thirion-Brenneisen stellte die Kampagne "Saubere Kleidung im Sport" vor, bei der es um bessere Arbeitsbedingungen und gerechte Bezahlung bei der Herstellung von Sportkleidung in Entwicklungsländern geht. Daniel Bannasch, der gemeinsam mit Brigitte Müller-Steim den Arbeitskreis Eine Welt koordiniert, präsentierte die Idee eines Neckarauer Welt-Festes. Am Moll-Gymnasium kann man den brasilianischen Kampftanz Capoeria trainieren und es gab dort schon Gelegenheit, auf Liegestühlen unter Palmen fair gehandelte Cocktails zu schlürfen.

Beim Leiter des Goethe-Institutes und Mitglied des Eine-Welt-Forums, Günter Kipfmüller, trifft sich nun am 25. März um 17.00 Uhr in der Steubenstraße eine Projektgruppe des Arbeitskreises "Eine Welt in Neckarau". Sie will einen Austausch zwischen Neckarauer Schulen, Studenten des Goethe-Instituts aus weit über 100 Nationen und anderen internationalen Einrichtungen und Projekten in Gang bringen, bei dem das Thema "Eine Welt" durch persönliche Kontakte und Berichte erlebbar wird, ein Ziel, das auch das Eine-Welt-Forum im Projekt "Globales Lernen in Mannheim" verfolgt. Außerdem ist angedacht, Unterrichtsmaterialien, die den Zusammenhang zwischen unserem Lebensstil und weltweiten Entwicklungen in einfacher und anschaulicher Form vermitteln, bereitzustellen.

Agenda 21 – dieses Schlagwort steht für ein weltweites Handlungsprogramm für eine nachhaltige, das heißt eine wirtschaftlich, ökologisch und sozial verträgliche Entwicklung. Rund 180 Staaten unterzeichneten 1992 das Programm in Rio de Janeiro. Die lokale Agenda Mannheim-Neckarau setzt sich dafür ein, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger vor Ort an einer solchen Entwicklung mitarbeiten, vom einzelnen Projekt bis zum Handlungsprogramm für den Stadtteil Neckarau. Dazu gab und gibt es Aktionen mit vielen Partnern, wie zum Beispiel die Unterschriftensammlung des Arbeitskreises zum Erhalt des Aufelds und das Engagement für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung in Neckarau, die gemeinschaftliche Erneuerung des Waldsportpfades als Projekt des Arbeitskreises "Agenda im Sport", Fahrraddemo und Drais-Memoriale des Arbeitskreises "Mehr Rad" und als jüngste Projekte die Naturerlebnisangebote des Arbeitskreises "Kinder und Jugend", die Pläne zu Biotopvernetzung und Skulpturenaufstellung am Neckarauer Friedhof und ein Führer mit "nachhaltigen Ausflügen" für Schulen.

Info: Weitere Treffen des Arbeitskreises "Eine Welt", die voraussichtlich im Volkshaus Neckarau stattfinden, sind am Dienstag, 27. April, Donnerstag, 1. Juli, Dienstag, 21. September, Donnerstag, 18. November, jeweils von 17 bis 18.30 Uhr. Ansprechpartner sind Daniel Bannasch, Telefon 855793 und Brigitte Müller-Steim, Telefon 822003. Internet: www.neckarau21.de.

Mit wachen Sinnen durch den Wald

[11.02.2004 Mannheimer Morgen] Der forstpädagogische Erkundungsspaziergang für Kinder, der ab dem Frühjahr im Waldpark von der lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau angeboten werden soll, nimmt Formen an. Zur Detailplanung treffen sich die Mitglieder des Arbeitskreises am 18. Februar um 19 Uhr im Konferenzraum des Volkshauses, Rheingoldstraße 47-49. Während zweier Spaziergänge des Arbeitskreises im Waldpark zusammen mit Förster Walter Pfefferle, Oliver Decken vom Mannheimer Umweltzentrum und Jürgen Herrmann (BUND) wurden, einzelne mögliche Stationen des Rundganges vorgestellt worden. Mit dem forstpädagogischen Rundgang will der Agendaverein Kindern die Veränderungen in der Natur im Wechsel der Jahreszeiten nahe bringen. Dabei sollen die verschiedenen Sinne angesprochen werden. Einen Baum mit dem Tastsinn zu erkunden, einen Vogel am Gesang zu erkennen oder den Beerlauch zu riechen, sind Beispiele dafür. Der Verein lädt Eltern, Erzieher, Pädagogen, und andere interessierte Personen zur Mitarbeit ein.

"Eine Welt"-Initiativen rücken näher zusammen

[07.01.2004 Mannheimer Morgen] NECKARAU: Beim öffentlichen Treffen im Volkhaus sollen Projekte abgestimmt werden Am Montag, 12. Januar, treffen sich um 17 Uhr mehrere Neckarauer Eine-Welt-Aktive beim Verein Lokale Agenda 21 MA-Neckarau. Die Mitglieder und ihre Gäste werden darüber beraten, wie die Arbeit der Neckarauer Gruppen besser vernetzt werden kann und überlegen zugleich, ob sie gemeinsam Eine-Welt-Projekte vorantreiben wollen. Ideen dazu gibt es schon. Der Leiter des Goethe-Institutes Inter Nationes, Günther Kipfmüller, wird ein Marketingkonzept für fair gehandelte Produkte - insbesondere Fairkaffee - vorstellen. Daniel Bannasch, Mitglied des Vorstandes des Agendavereins und Organisator des Treffens, wird die Idee eines Neckarauer Eine-Welt-Festes präsentieren und Gabi Thirion-Brenneisen schließlich, die als Leiterin des AK Agenda 21 im Sport zusammen mit Sportvereinen schon den Waldsportpfad mit erneuert hat, will die Besucher über die Kampagne "Saubere Kleidung im Sport" informieren. Dabei geht es um bessere Arbeitsbedingungen und gerechte Bezahlung bei der Herstellung von Sportkleidung in Entwicklungsländern. Für weitere Ideen sind die teilnehmenden Aktiven aus der Bürgerschaft, aus Vereinen, Schulen und der Kirchen offen und wünschen sich, dass viele an Entwicklungsarbeit interessierte Menschen vorbei schauen und mit diskutieren. Das Treffen findet im Volkshaus Neckarau statt. Alle aktuellen Termine der "Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau e.V." sind auch auf der Homepage des Vereins zu finden. Die Adresse lautet www.neckarau21.de.

Arbeitskreis Aufeld fordert Antworten

[22.10.2003 Mannheimer Morgen] Einen Stapel Unterlagen brachte Anita Hirsch-Sanden, Sprecherin des Arbeitskreises Aufeld in der Lokalen Agenda 21 Neckarau, zur Bezirksbeiratssitzung ins Volkshaus mit. "Unser Anliegen ist noch immer die Ausweisung des Aufeldes als Landschaftsschutzgebiet", meldete sich die Sprecherin zu Wort. Für Oberbürgermeister Gerhard Widder hatte die Gruppe einige Fragen zusammengestellt, die Anita Hirsch-Sanden dem Sitzungsleiter Carsten Südmersen überreichte: "Wir wünschen uns deren Beantwortung."

Der Arbeitskreis hatte allein von Frühjahr bis Sommer 2001 insgesamt 7500 Unterschriften für den Erhalt des Aufeldes gesammelt. Die Mitglieder wollen nun vom Stadtoberhaupt wissen, was sich seit der übergabe der Unterschriften im Frühjahr 2002 getan hat. Zudem fordern die Mitglieder, dass die Stadt ihnen Vor- und Nachteile anderer Möglichkeiten - neben der Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet - zum Erhalt des Aufeldes aufzeigt. Welche Veränderungen unter derzeitigen gesetzlichen Bedingungen realisierbar wären, die in einem Landschaftsschutzgebiet nicht möglich sind, interessiert den Arbeitskreis ebenfalls.

Nach der Radtour finden Schüler Spaß im Freibad

Rheinau: Förderverein bereitet Sport und Spiele für Teilnehmer des Draismemorials

[02.07.2003 Mannheimer Morgen] "Der Empfang war fantastisch, das war ja wie bei der Tour de France": Rudolf Höcker, Leiter des Arbeitskreises "Mehr Rad" in der Lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau war begeistert. Zusammen mit seinen Mitstreitern organisierte er das Drais-memorial, bei dem rund 600 Schüler von der Innenstadt nach Rheinau radelten (wir berichteten). Höcker freute sich über den Spalier und die laute Begrüßung, die die Rheinauer Schüler den Ankommenden bereiteten. Sein Dank galt dem Förderverein des Rheinauer Freibades und dem Gemeinnützigen Verein Rheinau, die für die Teilnehmer der Tour einen unterhaltsamen Nachmittag bei Sport und Spiel im Wasser und auf den Wiesen des idyllisch gelegenen Bades vorbereitet hatten.

"After Drais: Sport und Spiel im Freibad Rheinau" hieß die Veranstaltung, die Stadtrat Paul Buchert mit Helfern aus mehreren Rheinauer Vereinen organisiert hatte. So war denn auch die Begeisterung der Schüler nach der Tour durch die heiße Stadt groß. Rund 120 Jugendliche aus fünf Schulen, so Bucherts Schätzung, suchten Abkühlung in den Fluten des Freibades, das für sie an diesem Nachmittag kostenlos offen stand. Danach galt es, bei den vorbereiten Disziplinen sportliche Fitness zu beweisen.

Zwar hatten sich die Schulen im Vorfeld für eine der vier vorbereiteten Sportarten - Torwandschießen, Ringtennis, Pendelstaffel im Schwimmerbecken und Tauziehen im Wasser - angemeldet, es zeigte sich indes, dass die Schüler gerne mehr als nur eine der Attraktionen ausprobieren wollten. Als ein besonderer Hit erwies sich das Tauziehen. Bei der jungen Sportart Ringtennis mussten sich die Schüler erst einüben. Wie es geht, zeigte ihnen Sigrid Rosenberger von der TG Rheinau, ehemals deutsche Meisterin im 400 Meter Staffellauf. Eduard Weiser hatte an der Torwand eine Überraschung parat. Für die besonders erfolgreichen Schützen hatte er als Preise fünf Fußbälle mitgebracht, eine Spende des SC Pfingstberg-Hochstätt.

Am Schwimmerbecken betreute Philipp Genazino die Schüler bei der Pendelstaffel. Als nach dem Ende des Wettbewerbs Die Jugendlichen immer noch nicht genug hatten, organisierte er spontan und zur Freude der Schüler ein Wettschwimmen. Eingebunden in die Organisation war auch Herbert Gulde, wie Genanzino von der Mannheimer Rudergesellschaft Rheinau. Bucherts Dank galt unter anderem auch dem Rheinauer Gewerbeverein, der mit einer Spende dafür sorgte, dass die Organisatoren des Spielfestes an alle Schüler eine Kleinigkeit in Form von Süßigkeiten oder aufblasbaren Bällen verteilen konnten.

"Wir wollen vor allem zeigen, was für ein prächtiges Freibad in einer Parklandschaft wir hier haben, das ist leider in der Stadt nicht so gut bekannt", erläuterte Buchert. Vor einem Jahr initiierte er einen Protest gegen die geplante Schließung der Anlage. Kurz darauf entstand der Förderverein mit dem Vorsitzenden Konstantin Groß an der Spitze.

Voll im Trend: Bewegende Lektion in Heimatkunde

Drais-Memoriale 2003: Über 600 Jugendliche radeln auf historischer Linie/Erfinder-Denkmal bald am Karlsplatz

[27.06.2003 Mannheimer Morgen]"Suuuper!!" - Rudolf Höcker, Dr. Gerd Hüttmann und Professor Dr. Hans-Erhard Lessing strahlen gestern Mittag um die Wette: Die erste Drais-Memoriale mit gut 650 Teilnehmern auf Fahrrädern ist unfallfrei und ohne nennenswerte Pannen im Hof der Konrad-Duden-Schule auf der Rheinau - dem Wendepunkt des historischen Laufmaschinenritts im Sommer 1817 - angekommen.
Seit Monaten bereitete das fahrradbegeisterte Trio die Gedächtnistour für den wohl bedeutendsten Sohn der Stadt, Karl Drais (1785-1851), Erfinder des Fahrrads und damit des modernen Individualverkehrs, Urahn des Trendsports und Wegbereiter des Automobils, vor.
Allerbestes Hochsommerwetter und ein blendend gelauntes Teilnehmerfeld vom 84-jährigen Ex-rad-Bundestrainer Karl Ziegler bis zu den Drittkläßlern der Wilhelm-Wundt-Grundschule waren der Lohn für alle Mühen der Macher, die sich im Verein Lokale Agenda 21 in Neckarau zusammenfanden.
Von ihrer Idee, dem Fahrrad-Freiherrn zu Ehren eine Gedächtnis-Tour mitten durch die Stadt zu veranstalten, waren viele spontan begeistert:: 22 Klassen aus 13 Schulen zwischen dem Karl-Friedrich-Gymnasium und der Konrad-Duden Schule, Draisinenreiter aus Budapest, Fahrrad-Forscher der Fachhochschule für Technik und Gestaltung , Hochschulsportler der Universität, der Gemeinschaft der Selbständigen in Neckarau, die gemeinnützigen Vereine Rheinau und Pfingstberg-Hochstätt sowie der Förderverein des Freibads Rheinau machten bei der imageträchtigen Radtour mit, als Sponsoren beteiligten sich HM Interdrink, Rixius und die Rheinauer Gaststätte Eintracht. Die Pannenhelfer Dieter Brucker und Karl Schmidt hatten praktisch nichts zu tun.

Polizeibeamte auf dem Fahrrad eskortierten den Drais-Tross, der sich im gemächlichen Laufmaschinentempo (etwa 10 km/h über die Bismarck- und Reichskanzler-Müller-Straße, Neckarauer- und Casterfeldstr. auf den Spuren des Erfinders bewegte. Eine bewegende Lektion in Heimatkunde, die Lehrern und Schülern sichtbar Spaß machte. Nicht nur daß klassenweise Fahrräder instandgesetzt und geputzt wurden, die Jugendlichen bemalten Drais-T-Shirts und bastelten Pappschilder für ihre Räder, beschäftigten sich im Unterricht mit dem Thema Drais.
Den Vogel schossen Schüler des Bach-Gymnasiums ab, die sich auf einräder schwangen und wacker bis Rheinau Balance hielten.

Dort warteten schon klassenweise Kinder aus Rheinau-, Pfingstberg- und Dudenschule, jubelten den Drais-Radlern zu und beklatschten Stadtrat Paul-Buchert, der ankündigte, daß das Rheinauer Drais-Denkmal - gesponsert von der Rheinauer Baufirma Achaz und gestaltet von Thomas Hanich - in den nächsten Monaten am Karlsplatz aufgestellt wird. Nach einem grußwort von Schulbürgermeister Dr. Peter Kurz stürzte sich das gros der radler in die kühlen Fluten des rheinauer Parkschwimmbades, wo "After Drais" angesagt war.
Thorsten Langscheid

Nachtrag:
Die Strecke Schloß Mannheim-Neckarau-Casterfeld-Rheinau/Nord entsprach der epochemachenden Radfahrt vom 12.06.1817 durch Carl Freiherr von Drais. Das Drais-Denkmal wurde in MA-Rheinau/Nord, Wachenburgstr./Karlsplatz/Verkehrsinsel, dem damaligen Wendepunkt der epochemachenden Radfahrt, am 11.10.2003 offiziell eingeweiht.
Die Idee hierzu entstand aus der Planung zur ersten Drais-Memoriale

Mit Drais voll im Trend
Radeln zur Erinnerung: Jugendliche auf der Spur des Erfinders

[21.06.2003 Mannheimer Morgen] Richtig rund geht's am Donnerstag, 26.Juni, auf der historischen Linie Schloß-Karlsplatz. Gut und gerne 650 jugendliche Fahrradfahrer treten an diesem Tag für den Urahn des Trendsports, den Mannheimer Erfinder Karl Drais, nach Kräften in die Pedale. Mit der ersten Mannheimer Drais-Memoriale fahren die Veranstalter vom Verein Lokale Agenda 21 MA-Neckarau mitten hinein in "erinnerungskulturelles Neuland", wie das Stadtarchiv den drei Machern Rudolf Höcker, Dr. Gerd Hüttmann und Professor Dr. Hans-Erhard Lessing bescheinigte.

Noch nie ehrte die Stadt ihren wohl genialsten Sohn mit einer derart umfassenden Veranstaltung. Zur Erinnerung an Drais erste Ausfahrt mit der hölzernen Laufmaschine vor nunmehr 186 Jahren - am 12. Juni 1817 - gehen jetzt die Bürger in eigener Regie auf die Straße. Der 150. Todestag des Ingenieurs am 10. Dezember 2001 verstrich, ohne dass das offizielle Mannheim Notiz von dem Ereignis genommen hätte.

Schüler und Lehrer, Studenten sowie Laufmaschinen-Liebhaber aus der Region und aus Ungarn beteiligen sich jetzt an der Veranstaltung, die sogar das Unternehmen Mercedes-Benz auf den Plan rief. Die Mannheimer Niederlassung des Autobauers schickt ein Fahrrad aus ihrem aktuellen Produktkatalog mit auf die Strecke, um die historische Verbindung von Draisens zündender Erfindung und der späteren Entwicklung des Automobils durch den Mannheimer Carl Benz zu dokumentieren.

Die Radstars Willi Altig und Karl Ziegler fahren mit, das Nationaltheater öffnet seinen Fundus und stellt Kostüme aus der Biedermeierzeit für einige Teilnehmer, Studenten der Fachhochschule für Technik und Gestaltung begleiten den Tross mit zwei wissenschaftlichen Testfahrrädern und die Polizei eskortiert das Ganze mit ihren Beamten von der Fahrradstreife.

Kultur- und Schulbürgermeister Dr. Peter Kurz eilt den Draislern, die einen Zwischenstopp am Neckarauer Marktplatz einlegen, voraus zum Zielort der Erinnerungsfahrt, dem Hof der Konrad-Dudenschule im Casterfeld. Hier werden Erinnerungsfotos geschossen und die Radler mit Speisen und Getränken verköstigt. Und nach der 8,2-Kilometer langen Radtour geht es erst richtig rund: Im nahegelegenen Parkschwimmbad Rheinau steigt "After Drais - Spiel und Spaß" mit Volleyball und Torwandschießen, Aqua-Tauziehen und vielen weiteren kurzweiligen Aktivitäten. Hinter der feucht-fröhlichen Sommeraktion stehen der Gemeinützige Verein und der Förderverein Freibad des südlichen Stadtteils. Von den rund 650 Drais-Erinnerungsfahrern haben sich bereits 230 fest für's Schwimmbad angemeldet.

Großer Bahnhof für Trimm-Dich-Pfad
NECKARAU: Lokale Agenda feiert umfassende Renovierung mit einem zünftigen Fest

[20.06.2003 Artikel von Frank Linden, Mannheimer Morgen] Mit einem zünftigen Fest feierte der Verein Lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau den restaurierten Trimm-Dich-Pfad im Waldpark. Vor allem Sportvereine trugen zu dem abwechslungsreichen Programm bei. So bot der Kanusportverein Neckarau Schnupperbootsfahrten an der Silberpapel. Besonders bei den Kindern kamen Rundfahrten mit Rikschas an. Viele Gäste absolvierten die Stationen des neuen Pfades, unter ihnen auch Bürgerdienstleiter Peter Rosenberger. Begutachtet haben die Arbeit an den Stationen auch die Stadträte Petra Fenske-Weise (SPD) und Wolfgang Raufelder (Grüne).

Vor mittlerweile fast zehn Jahren verabschiedeten in Rio de Janeiro 178 Staaten ein Zukunftsprogramm für das 21. Jahrhundert. Ziel dieses Programms ist eine nachhaltige und zukunftsbeständige Entwicklung, welche die drei Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales gleichrangig berücksichtigt. Eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der Agenda 21 spielen die Städte und Gemeinden, die für alle Bereiche ein tragfähiges Handlungsprogramm entwickeln sollten. In Neckarau geht man mit gutem Beispiel voran. Denn die "lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau e. V." setzt sich seit Jahren für die Belange des Stadtteils und deren Bewohner ein.

Eines der Projekte, die der Verein vor ein paar Monaten in Angriff genommen hatte, war der alte Waldsportpfad, der 1971 eröffnet worden war. Nach einem Treffen mit Neckarauer Sportvereinen war man sich über dieses Projekt schnell einig geworden. Die Anlage sollte erneuert und die alten Holzgeräte, die nicht mehr den Anforderungen der modernen Sportmedizin genügten, modernisiert beziehungsweise durch neue ausgetauscht werden. Gleichzeitig stand natürlich die Nachhaltigkeit im Mittelpunkt, und das bedeutet, dass keine neue Schneise durch den Wald geschlagen werden sollte, sondern der alte Weg musste wieder genutzt werden.

Bei der Einweihung des neuen Trimm-Dich-Pfades vor ein paar Tagen trafen sich alle, die am Projekt beteiligt waren und tatkräftig mitgewirkt hatten, wieder. Walter Pfefferle vom Forstamt Weinheim, Bernd von Aschwege (Amt für Straßenbetrieb und Grünflächen), Gabriele Thirion-Brenneisen (Leiterin des Arbeitskreises "Agenda im Sport"), Gerda Brand (Leiterin des Fachbereichs Sport und Freizeit), Edda Geisler (Vorsitzende des Sportkreises Mannheim), und Jürgen Kugler (Sportwissenschaftler) hatten alle gleichermaßen am Projekt mitgewirkt und einen hohen Anteil am Erfolg.

Sportwissenschaftler Kugler, der bei Umsetzung beratend mitgewirkt hatte, informierte im Gespräch über den Aufbau des neuen Trimm-Dich-Pfades. "Gleich am Anfang befindet sich eine Aufwärmstation. Danach kommt eine etwa 800 Meter lange Laufstrecke zum gemütlichen Einlaufen. Danach kommen eine Dehnstation und eine 500 Meter lange Laufstrecke. Am Ende haben wir noch einmal eine Kräftigungsstation eingebaut."

Neben den Personen, die direkt am Projekt beteiligt waren, hatten sich auch Neckarauer Sportvereine (VfL Neckarau, TSV Neckarau, KSC Neckarau, Kanu-Gesellschaft, TC-SW Neckarau, Schwimmverein, Post-SG) bereit erklärt, die Patenschaft für den Trimm-Dich-Pfad zu übernehmen. In Zukunft wollen sie gemeinsam für den Erhalt des 2,3 km langen Rundkurses einsetzen.

Nach der Radtour baden gehen
Drais-Memoriale: Schüler betreten Erinnerungs-Neuland

[05.06.2003, Mannheimer Morgen] Geschichtsunterricht kann auch Spaß machen: Am Donnerstag, 26. Juni, überzeugen sich gut 650 Schüler im Süden der Stadt persönlich von der Richtigkeit dieser Behauptung. Gemeinsam radeln die Jugendlichen an diesem Tag nämlich auf den Spuren des Freiherrn und Erfinders Karl von Drais auf der historischen ersten gut acht Kilometer langen Laufmaschinen-Strecke zwischen dem Schloss und dem Karlsplatz auf der Rheinau. Im Juni 1817, also vor genau 196 Jahren, testete der Ingenieur sein - nach damaligen Maßstäben - High-Tech-Fahrzeug im harten Straßeneinsatz.

Auf die spaßige Idee, aus der trockenen Lokalgeschichte ein Marketing-Event für die ganze Stadt zu machen, kamen drei Männer vom Verein Lokale Agenda 21 in Neckarau: Professor Dr. Hans-Erhard Lessing, Dr. Gerd Hüttmann und Rudolf Höcker, Letzterer der Leiter des Agenda-Arbeitskreises Radverkehr, brachten alle an einen Tisch: Gewerbe- und gemeinnützige Vereine, Schulen, städtische Behörden. "Herausgekommen ist dabei ein Schritt auf 'erinnerungskulturelles Neuland'" wie Höcker strahlend eine Mitteilung des Stadtarchivs zitiert, nach dessen Recherchen noch nie in Mannheim eine Nachfahrt der Drais-Strecke organisiert worden ist.

Damit auch wirklich kein Auge trocken bleibt, gibt's nach der Tour eine feuchtfröhliche "After-Drais-Party" im Parkschwimmbad Rheinau, auf die Beine gestellt von gemeinnützigem Verein und Schwimmbad-Förderverein des Stadtteils. Weit über 200 Schüler und Lehrer haben sich dafür bereits angemeldet.

Schirmherr der Memoriale ist Oberbürgermeister Gerhard Widder, den Kulturdezernent Dr. Peter Kurz im Hof der Konrad-Duden-Schule vertritt. Hier - am historischen Wendepunkt von Drais' Ausfahrt - endet die Tour der Jugendlichen. Getränke und Snacks werden gereicht, Erinnerungsfotos geschossen. Mit von der Partie ist die Polizei mit ihren Fahrradstreifen, Laufmaschinenreiter aus Ungarn, Heddesheim und Sandhofen sowie die Mannheimer Radveteranen Willi Altig und Karl Ziegler. lang

Echte Stadtwerbung

[19.03.2003, Kommentar von Thorsten Langscheid, Mannheimer Morgen] Das ist endlich einmal positive Mannheim-Werbung! Karl Drais, Urvater des Fahrrads, steht mit seiner genialen Erfindung ebenbürtig mit Carl Benz für unsere Stadt. Die Initiative der drei Neckarauer Drais-Event-Macher Höcker, Hüttmann und Lessing kann deshalb gar nicht hoch genug bewertet werden: Sie tun etwas für die positive Außendarstellung Mannheims, sie stärken mit ihrer Begeisterung, die viele zum Mitmachen bewegt, das "Wir-Gefühl" und sorgen obendrein dafür, dass sich nicht nur die "Offiziellen", sondern vor allem auch junge Leute und Jugendliche für das trendige Fahrradprojekt interessieren. Da sage noch einer, mit Heimatkunde könne man keinen Hund hinter dem Ofen hervorlocken: Eine Drais-Gedächtnis- Tour auf dem Fahrrad quer durch die Stadt, das dürfte eine Form von Geschichts-Unterricht sein, der bei den Schülern, die mitmachen, ein Leben lang hängen bleibt.

Das Projekt Drais-Event zeigt auch, welche Ergebnisse die Agenda-21- Arbeit bringen kann: Verkehrspolitische Interessen, heimatkundliche Neugier und der Spaß am Freizeitsport Radfahren bringt hier die Akteure der verschiedensten Couleur zusammen. Wenn am Ende alle an einem Strang ziehen, dann kann das Drais-Projekt nur noch ein großer Erfolg werden.

Kleine Anmerkung am Rande: Während in der Innenstadt die Gemeinderats- Politiker noch um einen Standort für ein - längst überfälliges - Drais- Denkmal zanken, machen die Bürger im Stadtteil Nägel mit Köpfen und stellen - als Höhepunkt des Drais-Events - einen Gedenkstein am historischen Wendepunkt der Laufrad-Fahrt auf. Schön, dass es auch noch solche positiven Nachrichten zu vermelden gibt!

Der Mannheimer Edison als leuchtendes Vorbild

[19.03.2003, Artikel von Thorsten Langscheid, Mannheimer Morgen] Karl- Drais-Event 2003: Radelnde Massenbewegung zwischen Schloss und Stengelhof erinnert an den Vater des Individualverkehrs

Er gilt als Vater des Individualverkehrs und Urahn des Trendsports -152 Jahre nach seinem Tod feiern die Mannheimer erstmals mit einer Massenbewegung ihren genialen Erfinder Karl Drais: Hunderte von Radlern stellen den historische Ritt des Freiherrn auf der Laufmaschine vom Schloss zum Stengelhof am Donnerstag, 26. Juni, nach.

Drei Neckarauer stecken als treibende Kraft hinter der neuen Drais- Begeisterung: Rudolf Höcker, Dr. Gerd Hüttmann und Professor Dr. Hans- Erhard Lessing wollen dem vor allem in jüngerer Zeit häufig verkannten Urheber der technischen Basis-Innovation, ohne die der individuelle Verkehr von heute undenkbar ist, ein neues, angemessenes Podest errichten. Das Laufgerät des Technik-Professors wurde weltweit in hunderten Millionen von Fahr- und Motorrädern nachgebaut und zählt damit zu den am häufigsten vom Band gelaufenen Maschinen überhaupt. Der Freiherr war kein verschrobener Tüftler, sondern ein Vertreter des High Tech im frühen 19. Jahrhundert, so das Fazit des Fahrrad-Trios Höcker, Hüttmann und Lessing.

Mit dieser Kernaussage machten sich die drei Männer daran, ein Karl-Drais- Event zu planen und fanden vor allem bei den Schuldirektoren entlang der historischen Laufmaschinen-Strecke Mannheim - Rheinau Bündnispartner. Vom Karl-Friedrich-Gymnasium in der Oststadt bis zur Konrad-Dudenschule im Casterfeld (dem Umkehrpunkt des Freiherrn bei seiner ersten Testfahrt) machen gut 15 Schulen mit. Sie schicken ihre Schüler auf die große Heimatkunde- und Stadtgeschichte-Tour, die um neun Uhr im Ehrenhof des Schlosses abgeht und bis zur Mittagszeit auf der Rheinau angekommen sein soll, zusammen mit den Laufmaschinen-Reitern des Universitäts-Instituts für Sport (IfS).

Vor allem dort, in dem jungen, südlichen Stadtteil stießen die "Draisologen" auf erfreuliches Geschichtsbewusstsein. Gewerbeverein, Heimatverein und Gemeinnütziger Verein zeigten sich begeistert von der Idee und haben ein großes Drais-Treffen angesetzt, um alle Aktivitäten für den großen Tag abzustimmen. Ein Gedenkstein zu Ehren des Erfinders soll an der Ecke von Wachenheimer- und Kronenburgstraße errichtet, vielleicht sogar ein Laufmaschinen-Denkmal an den Rheinauer Ortseingang in der Relaisstraße gestellt werden. Und, so kündigt Siegfried Knoblauch, Chef des gemeinnützigen Vereins im Stadtteil an, womöglich kann man die Drais-Tour der Schüler am Wochenende für Erwachsene wiederholen.

Das Karl-Drais-Trio will mit seiner Initiative natürlich mehr erreichen, als nur einen spaßigen Fahrradcorso. CDU-Bezirksbeirat Höcker und ADFC- Vorsitzender Hüttmann haben vor allem die Verkehrspolitik in ihrem Stadtteil im Visier, der Verkehrshistoriker Lessing steuert das profunde geschichtliche Fachwissen und so manches neue Ergebnis seiner Forschungen bei. Alle drei fanden sich im Verein Lokale Agenda 21 MA-Neckarau zu dem gemeinsamen Projekt zusammen.

So werden die teilnehmenden Schulen Unterrichtsmaterial über den Erfinder erhalten, demnächst erscheint - aus der Feder Hans-Erhard Lessings - eine neue, umfassende Biografie des Erfinders, der um der political correctness Willen in den Jahren des Vormärz auf seinen Adelstitel verzichtete. Neben dem Laufrad und der Eisenbahndraisine entwickelte Drais noch eine ganze Reihe anderer Erfindungen - zum Beispiel einen vierrädrigen Lauf-Wagen mit dem er beim Wiener Kongress 1815 und am Hof des russischen Zaren Alexander Aufsehen erregte, eine Schreibmaschine oder eine holzsparende Heizung.

"Karl Drais - ein badischer Edison" lautet der Titel eines Vortrages, den Professor Dr. Hans-Erhard Lessing am Freitag, 21. März um 19.30 Uhr im Saal des Trafohauses Keplerstraße hält. Anmeldungen unter der Telefonnummer 0621/81 09 93 18


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