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Archiv für Pressemitteilungen und Pressespiegel
Index
| Pressemitteilungen |
| 24.11.2005 |
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Zum Geburtstag Landschaftsschutz |
| 31.10.2005 |
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Kommt in das Aufeld jetzt eine Reithalle? |
| 04.10.2005 |
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Hintergrundinformationen zum Verkehrsforum Neckarau |
| 04.10.2005 |
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Hintergrundinformationen zu Stadtmobil Rhein-Neckar und
CarSharing |
| 27.07.2005 |
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Gordischen Verkehrsknoten zerschlagen? |
| 15.07.2005 |
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Kinder laufen für Kinder |
| 04.04.2005 |
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Rheinau: Drei Sonnen leuchten |
| 20.03.2005 |
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Investition am Strandbad |
| 13.03.2005 |
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Aufeld: Von der Fledermaus gebissen |
| 04.11.2004 |
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AK Aufeld der lokalen Agenda 21 Neckarau weiht Sitzbänke im Aufeld ein
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| 01.10.2004 |
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Feststunde zum Gedenken an Carl Reiß
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| 26.08.2004 |
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Handeln nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit am Strandbad gefordert
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| 23.08.2004 |
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Einladung zur Pressekonferenz
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| 05.08.2004 |
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Stadt Mannheim verhökert Vermächtnis von Carl Reiß
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| 05.08.2004 |
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Lokale Agenda 21 MA-Neckarau fordert Stopp der Pläne zum Strandbad
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| 04.08.2004 |
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Verkehrsentwicklungsplan Neckarau auf lange Bank geschoben
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| 03.08.2004 |
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Verkehrsforum Neckarau erhält Umweltpreis
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| 02.08.2004 |
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Einladung zur außerordentliche Vorstandssitzung der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau zum Thema Strandbad
und der Bedeutung des Vermächtnisses der Geschwister Reiß für die Bürger der Stadt Mannheim
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| 13.06.2004 |
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Umfrage zur Kommunalwahl: "Haltung zum Aufeld"
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| 30.06.2004 |
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Angeleiteter Lauf auf Trimm-dich-Pfad
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| 25.05.2004 |
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Bänke fürs Aufeld
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| 26.04.2004 |
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1. Forstpädagogischer Rundgang des AK Kinder & Jugend und Förster Pfefferle mit Kindergartengruppe
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| 14.04.2004 |
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Forstpädagogische Spaziergänge der lokalen Agenda Neckarau ausgebucht
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| 23.03.2004 |
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Mit allen Sinnen Natur erleben
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| 08.02.2004 |
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Forstpädagogischer Erkundungsspaziergang für Kinder auf gutem Weg
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| 29.01.2004 |
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Einladung Agenda-AK Eine Welt, 9.2.04, 17.00 - 18.30 Uhr, Volkshaus Neckarau
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| 15.01.2004 |
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VCD lädt zum Treffen des Verkehrsforums Neckarau ein.
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| 26.12.2003 |
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Neckarauer Eine Welt Aktive prüfen Zusammenarbeit
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| 15.09.2003 |
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Lokale Agenda 21 MA-Neckarau will Positionspapier zum Verkehrsentwicklungsplan übergeben
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| 20.08.2003 |
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Studienergebnisse liegen vor: Kinder, Jugend und Agenda 21 in Neckarau
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| 10.07.2003 |
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Umweltpreis für “Agenda im Sport“
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| 16.06.2003 |
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1. Mannheimer Drais-Memoriale
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| 19.05.2003 |
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Lokale Agenda in Neckarau lädt zur öffentlichen Mitgliederversammlung ein: Kinder, Jugend und Agenda 21
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| 18.05.2003 |
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Agenda-Fest am Trimm-dich-Pfad, Sportvereine feiern Neu-Eröffnung
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| 16.03.2003 |
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Neckarauer Bürger diskutieren mit Experten Verkehrsfragen
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| 16.02.2003 |
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Neckarauer Sportvereine übernehmen Patenschaft für den neuen Trimm-dich-Pfad
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| 14.02.2003 |
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Arbeitskreis zum Erhalt des Aufeldes lädt ein zur Veranstaltung "Mobilität in Neckarau 2010"
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| 19.07.2002 |
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Neckarauer Waldsportpfad wird erneuert
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| 06.06.2002 |
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Neckarau agendamobil: Viertes CarSharing-Auto in Neckarau
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| 09.03.2002 |
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Presseerklärung der Agenda
21, Arbeitskreis Erhaltung des Aufeldes zur Sitzung des Ausschusses
Umwelt und Technik (AUT) am 9.3.2002
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| 23.02.2002 |
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Agenda im Sport und Neckarauer Vereine trafen sich
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| 09.09.2001 |
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“Ohne ein deutliches Votum der Neckarauer Bürger wird es keine Aufeldquerung geben!“
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| 01.10.2000 |
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Aufruf zur Gründung des Vereins „Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V.“
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| Pressespiegel |
| 30.12.2005 |
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Bürger nehmen Natur in der Stadt in Schutz (Mannheimer Morgen) |
| 21.10.2005 |
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Neues Konzept am Strandbad (Mannheimer Morgen) |
| 03.08.2005 |
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Endlich an die Arbeit gehen (Mannheimer Morgen) |
| 03.08.2005 |
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Ein Stadtteil will in Zukunft planmäßig fahren (Mannheimer Morgen) |
| 03.08.2005 |
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Kleine Schritte (Mannheimer Morgen) |
| 27.07.2005 |
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Initiativen suchen Konsens am Strandbad (Mannheimer Morgen) |
| 23.07.2005 |
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Vorerst kein neues Lokal (Mannheimer Morgen) |
| 08.07.2005 |
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Wir setzen Konzepte nicht gegen die Öffentlichkeit durch
(Mannheimer Morgen) |
| 05.07.2005 |
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Nahe dran (MM-Leserforum zum Thema "Mannheimer Lido") |
09.06.2005
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3. Mannheimer Naturschutztag am 03.06.2005 (Presseerklärung
des Umweltforums) |
09.06.2005
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Wir investieren nur im Konsens mit der Bevölkerung
(Pressemeldung: EICHBAUM) |
09.06.2005
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Mannheimer Lido" sorgt immer noch für Zündstoff (Mannheimer
Morgen) |
| 20.03.2005 |
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Nachhaltige Freizeitnutzung im Waldpark |
26.01.2005
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Unter hohem Druck (Mannheimer Morgen, Kommentar von
Thorsten Lanscheid) |
| 16.01.2005 |
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Strandbad-Pläne noch unausgegoren (Mannheimer Morgen) |
| 01.12.2004 |
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Neue Bänke in grüner Oase (Mannheimer Morgen)
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| 10.11.2004 |
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Arbeitskreis weiht Bänke ein (Mannheimer Morgen)
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| 22.10.2004 |
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Diskussion um Strandbad von Misstrauen geprägt, incl. Kommentar (Mannheimer Morgen)
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| 22.10.2004 |
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Am Strandbad schlagen die Wogen hoch (Mannheimer Morgen)
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| 16.09.2004 |
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Strandbadfreunde wollen keine Großgastronomie (Wochenblatt)
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| 10.09.2004 |
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Protest am Strandbad gegen die befürchtete Event-Gastronomie (Neckarau Almenhof Nachrichten)
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| 10.09.2004 |
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Viele Emotionen in der Diskussion um das Strandbad (Neckarau Almenhof Nachrichten)
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| 10.09.2004 |
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Verkehrsforum Neckarau erhält Umweltpreis (Neckarau Almenhof Nachrichten)
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| 10.09.2004 |
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Was wird aus der maroden Strandbad-Gaststätte? (Mannheimer Morgen)
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| 27.08.2004 |
|
Agenda legt Beschwerde ein (Mannheimer Morgen)
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| 20.08.2004 |
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Strandbad: Neuer Klärungsbedarf (Mannheimer Morgen)
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| 12.08.2004 |
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In die Freude am Strandbad mischen sich auch Sorgen (Mannheimer Morgen)
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| 12.08.2004 |
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Beschlüsse erst im Herbst (Mannheimer Morgen)
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| 12.08.2004 |
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Protest gegen Event-Gastronomie (Mannheimer Morgen)
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| 12.08.2004 |
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Überrollt Autolawine die Verkehrspläne? (Mannheimer Morgen)
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| 07.08.2004 |
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Natur genießen, ohne bevormundet zu sein (Mannheimer Morgen)
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| 16.07.2004 |
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Zwischen Öko-Rap und Drais-Gedächtnisfahrt (Mannheimer Morgen)
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| 02.07.2004 |
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Eine Nummer zu groß (Mannheimer Morgen)
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| 02.07.2004 |
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Am Lido gibt's wieder Bier und Wurstsalat (Mannheimer Morgen)
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| 18.06.2004 |
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Friedhof soll durch Biotopvernetzung parkähnlicher werden (Neckarau-Almenhof-Nachrichten)
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| 02.06.2004 |
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Bürger stiften Bänke im Aufeld (Mannheimer Morgen)
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| April 2004 |
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Friedhof bald Biotop mit Skulpturenpark? (Neckarau-Almenhof-Nachrichten)
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| 25.02.2004 |
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Die Agenda Neckarau: Eine Welt mit Vielfalt (Mannheimer Wochenblatt)
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| 11.02.2004 |
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Mit wachen Sinnen durch den Wald (Mannheimer Morgen)
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| 07.01.2004 |
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"Eine Welt"-Initiativen rücken näher zusammen (Mannheimer Morgen)
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| 22.10.2003 |
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Arbeitskreis Aufeld fordert Antworten (Mannheimer Morgen, Artikel zur Ausweisung des Aufeldes als Landschaftsschutzgebiet)
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| 02.07.2003 |
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Nach der Radtour finden Schüler Spaß im Freibad (Mannheimer Morgen, Artikel zur Drais-Memoriale)
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| 27.06.2003 |
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Voll im Trend: Bewegende Lektion in Heimatkunde (Mannheimer Morgen, Artikel zur Drais-Memoriale)
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| 21.06.2003 |
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Mit Drais voll im Trend (Mannheimer Morgen, Artikel zur Drais-Memoriale: Jugendliche auf der Spur des Erfinders)
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| 20.06.2003 |
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Großer Bahnhof für Trimm-Dich-Pfad (Mannheimer Morgen, Artikel zur Einweihung des Trimm-Dich-Pfads)
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| 05.06.2003 |
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Nach der Radtour baden gehen (Mannheimer Morgen, Artikel zur Drais-Memoriale: Schüler betreten Erinnerungs-Neuland)
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| 19.03.2003 |
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Echte Stadtwerbung (Mannheimer Morgen, Kommentar zum Drais-Event)
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| 19.03.2003 |
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Der Mannheimer Edison als leuchtendes Vorbild (Mannheimer Morgen, Artikel zum Drais-Event)
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Pressemitteilungen
Zum Geburtstag Landschaftsschutz
Lokale Agenda 21 MA-Neckarau feiert fünfjähriges Bestehen
Am 26.10.2000 wurde der Verein Lokale Agenda 21 MA-Neckarau gegründet, der
in diesen Tagen seinen fünften Geburtstag feierte. Und beschenkt wurde er
auch gleich reichlich: Mitte November beschloss der Ausschuss für Umwelt
und Technik des Gemeinderates, das Aufeld als Landschaftsschutzgebiet
auszuweisen.
"Nach der Verabschiedung des Verkehrsentwicklungsplanes für Neckarau im
Frühsommer ist die Ausweisung des Aufelds zum Landschaftsschutzgebiet nur
konsequent", meint die Sprecherin des Arbeitskreises Aufeld der Agenda 21
Neckarau, Anita Hirsch-Sanden. Der Verwaltung habe man bereits für die
Erstellung der Schutzgebietsverordnung die Mitarbeit angeboten. Der
Arbeitskreis Aufeld hatte im Jahr 2001 über 7.500 Unterschriften für den
Erhalt des Aufelds gesammelt und der Verwaltung übergeben. Mit der
Einleitung des Unterschutzstellungsverfahren hat die lokale Agenda 21
Neckarau nun ein Ziel erreicht, das sie seit Jahren mit kontinuierlicher
Arbeit verfolgt.
Auch die sonstige Bilanz der fünfjährigen Arbeit des Agendavereins kann
sich sehen lassen: 2003 wurde vom Arbeitskreis "Agenda im Sport" zusammen
mit Neckarauer Sportvereinen die Erneuerung des Trimm-Dich-Pfades im
Waldpark angestossen und mit Patenschaften begleitet. Ebenfalls im Jahr
2003 organisierte der Arbeitskreis "Mehr Rad" unter Leitung des zweiten
Vorsitzenden Rudolf Höcker die erste Mannheimer Drais-Memoriale. An der
Gedenkfahrt zu Ehren des Mannheimer Laufraderfinders, nahmen im Juni 2003
mehrere hundert Schüler teil.
Seit zwei Jahren bietet der Arbeitskreis "Agenda 21 für Kinder und
Jugendliche" in Zusammenarbeit mit dem Forstamt einen stark nachgefragten
forstpädagogischen Rundgang durch den Waldpark für Kindergartengruppen an.
Der jüngste Arbeitskreis "Eine Welt in Neckarau" koordiniert seit Anfang
2004 erfolgreich die Vernetzung von Neckarauer Eine-Welt-Aktiven und
unterstützt mehrere Eine-Welt-Projekte bei der Öffentlichkeitsarbeit und
Mittelbeschaffung. Daneben arbeitet die Lokale Agenda auch an Projekten wie
der Biotopvernetzung und hat einen nachhaltigen Ausflugsführer für Schulen
erstellt.
In einigen Bereichen wird mit Partnern kooperiert, wie beispielsweise im
Verkehrsforum Neckarau bei der Erstellung des Verkehrsentwicklungsplanes
für Neckarau. Dort ist man dankbar für die Anregungen der Fachleute des
Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs und des umweltbewussten Verkehrsclubs
Deutschland. Auch wenn es um die Zukunft des Strandbades geht, hält man
engen Kontakt zu den befreundeten Initiativen.
"Pläne für 2006 haben wir schon reichlich. Wir freuen uns immer über neue
Mitstreiter, die Engagement und auch eigene Ideen einbringen. Mit unserer
Arbeit vor Ort wollen wir einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung
leisten. Denn unsere Kinder haben einen Anspruch darauf, mindestens so gute
Zukunftschancen zu haben wie wir" sagt Bernd Landmann im Hinblick auf die
Leitgedanken der globalen Agenda 21, die an vielen Orten auf der Welt
ähnliche Prozesse wie in Neckarau angestoßen haben. Das erfordere nach
seinem Verständnis manchmal energisches Vorgehen, vor allem aber den Willen
zum Ausgleich, was sicher zum Erfolg der ausgesprochen vielfältigen Arbeit
des mit mehreren Preisen geehrten Vereins beitrage.
Kommt in das Aufeld jetzt eine Reithalle?
Die Agenda Mannheim-Neckarau hat erfahren, dass der Bauunternehmer Scheidel
auf seinem Grundstück im Aufeldweg III eine Reithalle mit Kutschenparcours
und Mitarbeiter-Appartement bauen will.
Die Abstimmung des Gemeinderates über das Aufeld als
Landschaftsschutzgebiet wurde durch die Verwaltung gerade wieder von der
Tagesordnung genommen und in einen Ausschuss zurück verwiesen. Damit läge
es im Ermessen der Bauverwaltung, dieses Bauprojekt mitten im Aufeld zu
genehmigen, denn die Bebauungssperre des Landschaftsschutzes ist noch nicht
in Kraft.
- Wir wollen, dass das Aufeld endlich unter Landschaftsschutz
gestellt wird, damit der Entscheid über derartige Bauanträge
keine Ermessensfrage mehr ist!
- Wir wollen, dass mit einem positiven Baubescheid für die
Scheidel-Halle kein Präzedenzfall für die Genehmigung
weiterer Bauprojekte im Aufeld geschaffen wird.
- Wir wollen, dass die Unterschutzstellung des Aufelds mit diesem oder anderen Bauprojekten nicht schleichend unterlaufen wird.
Wir fordern: Eine derart umstrittene Maßnahme darf nicht am Gemeinderat vorbei entschieden werden!
In diesem Zusammenhang erinnern wir daran, dass die Stadtverwaltung
mehrfach in strittigen Fragen zugunsten der Bauunternehmung Diringer &
Scheidel, deren Inhaber Herr Scheidel ist, entschieden hat: Unter anderem
war es bei einer bis dahin in der Bundesrepublik beispiellosen Aktion
möglich, dass gegen alle Widerstände aus der Bevölkerung und einschlägigen
Organisationen, das Naturdenkmal Blutbuche in MA-Lindenhof gefällt werden
konnte, um ein Bauvorhaben der Firma Diringer & Scheidel durchzuführen.
Eine Aktion, die in der gesamten Republik Furore gemacht hat!
Obwohl alle Fraktionen im Gemeinderat beteuern: „Im Aufeld soll alles so
bleiben wie es ist“, werden die erforderlichen Maßnahmen hierfür immer noch
nicht beschlossen – wofür hauptsächlich die CDU-Gemeinderatsfraktion
verantwortlich ist, an deren Votum einschlägige Anträge von SPD und Grünen
bisher scheiterten.
Die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V. wird mit allen zu Gebote stehenden
Mitteln dafür einstehen, dass dem in mehr als 7.500 Unterschriften zum
Ausdruck gebrachten Bürgerwillen entsprochen wird und das Aufeld
tatsächlich so erhalten bleibt, wie es jetzt ist.
Hintergrundinformationen zum Verkehrsforum Neckarau
Das Verkehrsforum besteht seit dem Sommer 2003. Mitglieder des Allgemeinen
Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), der lokalen Agenda 21 MA-Neckarau und des
Verkehrsclubs Deutschland (VCD) engagieren sich zusammen mit interessierten
Neckarauer Bürgern und Vertretern der Parteien für nachhaltige Mobilität im
Stadtteil.
Ziel des Verkehrsforums ist, den von den Bewohnern selbst verursachten
Verkehr in Neckarau so zu gestalten, dass niemand in seinem Wunsch nach
Mobilität beeinträchtigt wird. Gleichzeitig sollen die Belastungen durch den
Autoverkehr aber auch für die Anwohner der stark befahrenen
Durchgangsstraßen erträglich bleiben. Das will man durch attraktivere
Fußwege, die stärkere Förderung des Radfahrens im Stadtteil und durch einen
besseren öffentlichen Nahverkehr erreichen. Eine Forderung des Forums war
beispielsweise, an den Wochenenden die Benutzung der Busse und Bahnen
innerhalb des Stadtteils kostenlos für die Stadtteilbewohner anzubieten.
Eine Idee, die man gerade im Zusammenhang mit der aktuellen
Strandbaddiskussion immer noch für geeignet hält, Autofahrer durch einen
attraktiveren öffentlichen Personennahverkehr zum Umsteigen zu bewegen.
Letztendlich setzt man aber auch auf die Einsicht und Vernunft der
BürgerInnen. „Wir denken jedem ist klar, dass nicht alle jeden Weg mit dem
Auto zurücklegen können, wenn wir und unsere Kinder gleichzeitig ohne
Verkehrslärm und in einer gesunden Umwelt leben wollen“, erklärt Markus
Rebmann ruhig.
Das Verkehrsforums tagt regelmäßig öffentlich und die Mitarbeit aller
BürgerInnen ist ausdrücklich erwünscht. Die Treffen werden in der Presse
angekündigt und sind im Internet unter www.neckarau21.de zu finden.
Hintergrundinformationen zu Stadtmobil Rhein-Neckar und CarSharing
Bereits 2400 Kunden fahren in der Metropolregion Rhein-Neckar CarSharing
Autos. Wer keine Lust mehr hat auf TÜV, Parkplatzsuche und teure
Reparaturen, wer nicht täglich ein Auto braucht oder eine Alternative zum
Zweitwagen sucht, ist bei Stadtmobil gut aufgehoben. Und bei weniger als
12.000 gefahrenen Kilometern kostet CarSharing auch weniger als das eigene
Auto.
Seit 13 Jahren gibt es Stadtmobil als Alternative zum eigenen Auto. In
Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen und zwölf weiteren Städten im
Rhein-Neckar-Raum bietet Stadtmobil an 70 Stellplätzen über 100 Fahrzeuge
zur Nutzung an. Davon stehen 40 Autos alleine in 9 Stadtteilen Mannheims, wo
sie von fast 800 Autofahrern genutzt werden. Vom Mini bis zum Transporter
gibt es für jeden Zweck das richtige Auto. Heute mit dem Smart mit
Parkplatzgarantie in die City, morgen mit dem Audi A 3 zum Geschäftstermin
und am Wochenende mit dem Kombi zum Großeinkauf – alles ist möglich.
Transporter für den Umzug, Kleinbusse, Vans und diverse Cabriolets ergänzen
das Angebot.
Weitere Informationen unter www.stadtmobil.de oder telefonisch unter (0621) 4182218
Gordischen Verkehrsknoten zerschlagen?
Lokale Agenda 21 und Verkehrsforum begrüßen die Verabschiedung des
Verkehrsentwicklungsplanes für Neckarau
Bild von links nach rechts: Markus Rebmann, Dr. Gerd Hüttmann, Anita Hirsch-Sanden, Bernd Landmann
[27.07.2005] Die Lokale Agenda 21 und das Verkehrsforum Neckarau begrüßen einhellig
die Verabschiedung des Verkehrsentwicklungsplanes durch den
Gemeinderat am 26. Juli. „Endlich können wir im Interesse der Bürger
daran gehen, einige der dringendsten Verkehrsrobleme im Stadtteil zu
mildern“, freut sich Bernd Landmann, der Vorsitzende der lokalen
Agenda 21 Mannheim-Neckarau e.V. Zusammen mit Aktiven des Allgemeinen
Deutschen Fahrrad Clubs ADFC und des Verkehrsclubs Deutschland VCD
begleitete die lokale Agenda die Erstellung des
Verkehrsentwicklungsplans vom Jahr 2000 an.
In Erinnerung dürfte vor allem die Unterschriftensammlung gegen die
damals geplante Aufeldquerung sein. Dagegen hatte die lokale Agenda im
Stadtteil 7500 Unterschriften gesammelt, und damit den Startschuss für
die bürgerschaftliche Beteiligung an den Planungen gegeben. „Es wurde
ein langer Weg mit vielen Gesprächen mit Bürgern, Kommunalpolitikern
und Vertretern der Verwaltung,“ erinnert sich Anita Hirsch-Sanden.
Aber das Engagement habe sich gelohnt, stellt die Sprecherin des
Arbeitskreises Aufeld heute im Rückblick fest.
Die Teilnehmer des Verkehrsforums hatten 2004, wie viele interessierte
Bürger, die Offenlage der Pläne intensiv für Kritik und Anregungen
genutzt. Um so enttäuschter war man, als erst nach der Offenlage die
CDU im Gemeinderat Beratungsbedarf anmeldete. Dadurch wurde die
Verabschiedung der Verwaltungsvorlage um ein ganzes Jahr verzögert.
„Damit hat man den von Verkehrsbelastungen geplagten Menschen im
Stadtteil keinen Dienst erwiesen,“ erklärt Bernd Landman und fährt
fort: „Es freut uns besonders, dass mit dem Beschluss des
Gemeinderates alle Parteien anerkennen, dass eine Aufeldquerung keine
maßgebliche Verkehrsentlastung für den Stadtteil bringt.“ Er lädt die
Vertreter aller Parteien im Stadtteil ein, sich beim Verkehrsforum mit
zu engagieren. Auch Markus Rebmann betont, dass man eine
Verkehrspolitik wolle, die allen Neckarauern mehr Lebensqualität
bringt. Er wünscht sich, dass möglichst viele gesellschaftliche
Gruppen beim Verkehrsforum mitmachen.
Dr. Gerd Hüttmann vom ADFC weist auf die Aktionen des Verkehrsforums
in diesem Jahr hin. Im April waren vor einem Einkaufsmarkt die
Möglichkeiten zum Transport von Einkäufen mit dem Fahrrad vorgestellt
worden. Im Juni war beim Fest der Elterninitiative am 48er-Platz der
Rat der Experten für den Transport von Kindern in Fahrradanhängern
gefragt. Und auch die sonstige Werbung für Mobilität ohne Auto kam bei
dem Fest gut an. „Mit unserem Engagement zeigen wir„, so Dr. Hüttmann,
„dass wir nicht auf die Beschlüsse von Politikern warten, bis wir
etwas tun.“ „Und mit Werbung für CarSharing ist für den Herbst schon
die nächste Aktion geplant;“ ergänzt Markus Rebmann. „Wir sind
otimistisch, dass wir die Dienstleitung CarSharing in Neckarau noch
etwas populärer machen können“. Stünden doch im halb so großen
Lindenhof mehr CarSharing Fahrzeuge als bei uns am Sennteichplatz und
in der Rheingoldstraße.
Gemeinsam freuen sich alle Beteiligten darüber, mit dem Beschluss des
Verkehrsentwicklungsplanes in die Ferien gehen zu können. Nach den
Ferien wolle man mit frischer Energie an die Umsetztung des Planes
gehen und dann auch endlich Verbesserungen für den Verkehr vom und zum
Strandbad erarbeiten.
Kinder laufen für Kinder
Sentapark: Kinderhaus-Fest mit Sponsorenlauf
[15.07.2005] Mannheim-Neckarau. Am 15. Juli 2005 feierte das städtische Kinderhaus
Sentapark sein Sommerfest. Besonderheit war in diesem Jahr das Motto
"Kinder unserer Welt" - vorbereitet mit einem mehrwöchigen Projekt im
Kinderhaus. Die Projektergebnisse konnten Eltern, Freunde und Verwandte
der Kinder des Kinderhauses Sentapark bestaunen. Als Höhepunkte gab es
einen Sponsorenlauf zugunsten des bolivianischen Straßenkinderhauses
"Tres Soles", der mehr als 3.500 EUR einbrachte, und den Auftritt der
Mannheimer Gruppe Mocabo (www.mocabo.de).
"Kinder unserer Welt" war das Thema mit Schwerpunkt Bolivien und dem
bolivianischen Straßenkinderhaus "Tres Soles". Wochenlang hatten die
Kinder im Kinderhaus Sentapark Musikinstrumente gebastelt, gekocht,
getanzt, gemalt und getrommelt. Die Ergebnisse der engagierten
Vorarbeit konnten Familien und Freunde der Kinder beim Sommerfest
sehen, hören und schmecken. Kindergartenkinder begrüßten die Besucher
des Festes auf spanisch, neben dem "normalen Buffet" wurden
bolivianisches Essen und Cocktails aus fair gehandelten Säften
angeboten (und die Erlöse für "Tres Soles" gespendet). Im Freigelände
spielten die Kinder lateinamerikanische Kinderspiele und eine
Ausstellung im Kinderhaus zeigte das Thema Fairer Handel mit den
Beispielen Orangensaft, Fußball und Kakao. Photos über die
Lebensbedingungen und Essensgewohnheiten von Menschen in anderen
Ländern der Welt rundeten die Ausstellung ab.
Beim Sponsorenlauf haben 65 Läufer in 2 Stunden mehr als 3.500 EUR
erlaufen. Jeder der mitlaufen wollte, hatte sich im Vorfeld des Laufs
Sponsoren gesucht, die einen Pauschalbetrag oder ein Rundengeld für das
Kinderhaus "Tres Soles" zusagten. Durch einen 20%igen Zuschuss, den das
Missio Kinderhilfswerks bei allen Spenden noch einmal drauflegt, sind
damit eineinhalb Monate der Gesamtfinanzierung des Kinderhauses
gesichert. Einige Highlights: ein viereinhalbjähriges Kindergartenkind
ist 6 Runden (etwa 4,5 km), ein 10-jähriges Mädchen 11 Runden gelaufen.
Und auch einige Eltern beteiligten sich - ein Vater hält den Rekord mit
15 Runden.
Die Gruppe Mocabo - bekannt für spanische und lateinamerikanische
Rythmen - war von der Idee des Festes so überzeugt war, dass sie sich
bereit erklärt hatte, umsonst zu spielen. Ganz leer ausgegangen sind
die Musiker trotzdem nicht: Ein Hut, den die begeisterten Eltern des
Kinderhauses herum gehen liessen, war schnell gefüllt. Beendet wurde
das Fest gegen 22 Uhr mit Blitz und Donner - perfektes Timing und ein
rasanter Abbau: in 5 Minuten waren Tische, Bänke und Schirme
verschwunden, dank der hilfreichen Hände unzähliger Eltern und
Kinderhausmitarbeiter. Und am Ende des rundum runden Fests waren sich
alle einig: "so schön haben wir selten gefeiert."
Der Erfolg des Festes hatte viele Mütter und Väter: Magda Keller von
St. Konrad in Rheinau, die die Unterstützung für das Kinderhaus "Tres
Soles" seit Jahren unermüdlich organisiert und mit vielen Helferinnen
und Helfern die Gesamtfinanzierung (rund 30.000 EUR pro Jahr )
zusammenträgt. Die Initiatorin und Organisatorin des Sponsorenlaufs,
Andrea Rhein vom Pflegedienst Rheingold, deren Team unter reger
Sponsorenbeteiligung am Lauf teilnahm. Der Arbeitskreis Eine Welt der
Lokalen Agenda Mannheim-Neckarau e.V. (www.neckarau21.de) unter Leitung
von Daniel Bannasch und Brigitte Müller-Steim, der mit vielen Ideen,
Material und praktischen Ratschlägen die Vorbereitungen des
Kindergartenteams unterstützte. Denn entscheidend für den Erfolg des
Festes war die wochenlange Vorarbeit des Kinderhausteams.
"Nachdem wir nun mit der Fertigstellung des Außengeländes nicht nur
ein wunderschönes Haus, sondern auch ein tolles Umfeld haben, waren wir
uns im Team des Kinderhauses einig, dass wir den Blick über den
Tellerrand nicht vergessen sollten. Mit dem Fest haben wir bewusst eine
Brücke zu einem Kinderhaus und einem Land geschlagen, in dem die
Lebensbedingungen ungleich schwieriger sind, als bei uns" so Ursula
Linke, Leiterin des Kinderhauses Sentapark.
"Wir sind überwältigt von der Unterstützung, die wir mit dem
Sponsorenlauf und anderen Aktivitäten in den vergangenen beiden Jahren
aus Neckarau erfahren haben," sagt die Leiterin des Eine-Welt-Kreises
der St. Konrad-Gemeinde in Rheinau-Casterfeld, Magda Keller. "So
wichtig für unsere Finanzierung Flohmärkte, Einzel-Spenden und
Benefizveranstaltungen sind, suchen wir für eine gesicherte
Finanzierung des Hauses in den nächsten Monaten verstärkt auch weitere
Dauerspender. Das würde uns, Stefan Gurtner und seine Schützlinge sehr
entlasten."
Das Kinderhaus Tres Soles wurde von dem Schweizer Stefan Gurtner
gegründet, der seit 1987 in einem kirchlichen Projekt in La Paz/El Alto
arbeitete. Dort war er vom Elend der Kinder so betroffen, dass er 1989
ein einfaches Haus eröffnete: Tres Soles (Drei Sonnen) - Heimat für
30-35 Kinder im Alter von 8-19 Jahren. Für völlig verwahrloste Kinder
ohne Hoffnung auf Zukunft entstand ein Ort der Geborgenheit. 1998
erfolgte der Umzug nach Quillacollo/Cochabamba. Ziel des Kinderhauses
ist, das Selbstwertgefühl der Kinder zu entwickeln und sie insgesamt so
zu fördern, dass sie später selbstverantwortlich ihr Leben meistern
können. Inzwischen besuchen alle Kinder die öffentlichen Schulen,
erlernen einen Beruf oder bekommen eine Starthilfe in die
Selbständigkeit.
Ansprechpartner:
Andrea Rhein, Tel: 01 72/800 70 98 (Initiatorin des Sponsorenlaufs)
Ursula Linke, Tel: 06 21/82 83 623 (Leiterin Kinderhaus Sentapark)
Kathrin Funk-Müldner, Tel: 06 21/82 23 50 (Elternbeirat Kinderhaus Sentapark)
Magda Keller, Tel: 06 21/806 15 89 (Katholische Kirchengemeinde St. Konrad/Eine-Welt-Kreis)
Daniel Bannasch, Tel: 06 21/85 57 93 (Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V.)
Spendenkonto "Tres Soles":
St. Konrad Eine-Welt-Kreis
Volksbank Rhein-Neckar
Kto.-Nr. 32 48 313
BLZ 670 900 00
Rheinau: Drei Sonnen leuchten
Vortrag über bolivianisches Kinderhaus am 4. April
[04.04.2005] Am Montag, 4. April 2005, um 20 Uhr hält Stefan
Gurtner einen Vortrag über das bolivianische Kinderhaus "Tres Soles". Der
Vortrag findet im Gemeindehaus St. Konrad im Geheugraben in Mannheim-
Rheinau statt. Vom Eine-Welt-Kreis der St. Konrad-Gemeinde erfährt das
Kinderhaus seit Jahren große Unterstützung - in jüngster Zeit auch aus
Neckarau.
Der heute 40-jährige Schweizer Stefan Gurtner gründete 1989 das Kinderhaus
"Tres Soles" (Drei Sonnen) in Quillacollo/Cochabamba aus persönlicher
Betroffenheit. Gurtners Ziel ist es, derzeit 35 ehemaligen Straßenkindern
zwischen 8 und 19 Jahren Heimat und Zukunft zu geben, indem er ihnen hilft,
mit anderen zu leben, zu lernen und zu arbeiten. Zuerst werden die Kinder
dabei unterstützt ein neues Selbstwertgefühl aufzubauen, bis sie dann zur
Schule gehen, einen Beruf lernen oder sogar ein Studium machen können. In
Tres Soles wird gegärtnert, geschneidert, gebacken, gefeiert, gelacht und
Theater gespielt. Auf diese Weise versuchen die Mitarbeiter von Tres Soles,
den Kindern eine neue Lebenssicht zu vermitteln, um die im Straßenleben
gemachten Erfahrungen von Misstrauen, Gewalt und Diebstahl schrittweise zu
überwinden.
Die gesamte Finanzierung von Tres Soles (ca. 30.000 EUR pro Jahr) erfolgt
über Spendengelder, die der seit über 20 Jahren tätige Missio/Eine-Welt-
Kreis der katholischen Kirchengemeinde St. Konrad in Mannheim-Rheinau-
Casterfeld unter Leitung von Magda Keller zusammenträgt. Diese Summe wird
hauptsächlich durch Einzelspenden aus St. Konrad und von Gönnern aus
anderen Regionen aufgebracht. Manche Geburts- und Hochzeitstage stehen
unter dem Motto Spenden statt Schenken. Hinzu kommen Erlöse aus Flohmärkten
und Benefizveranstaltungen. Seit Juli 2003 erhöht das Kindermissionswerk in
Aachen alle Spenden um 20%.
Unterstützung erfährt das Kinderhaus "Tres Soles" in jüngster Zeit auch
durch den 2004 gegründeten Eine-Welt-Arbeitskreis der Lokalen Agenda 21
Mannheim-Neckarau e.V., einer Plattform für Eine-Welt-Aktive. Im Rahmen der
Aktivitäten des Arbeitskreises entstanden Kontakte zu Schulen und zu den
Pflegediensten Rheingold und Mediavita, die das Kinderhaus mittlerweile
durch regelmäßige Spenden unterstützen. Der schuleigene EineWeltLaden
(Schulstraße 5) des Johann Sebastian-Bach-Gymnasiums überreichte seinen in
letzter Zeit erwirtschafteten Erlös von 420,- € während eines
Schulgottesdienstes an das Straßenkinderhaus. Das Gymnasium hat
verschiedene Andachten und Unterrichtsprojekte mit Eine-Welt-Themen
durchgeführt.
Für eine gesicherte Finanzierung versucht St. Konrad, mehr Dauerspender als
bisher zu gewinnen. Aber auch Sachspenden für die Flohmärkte und einzelne
Geldspenden sind willkommen und werden benötigt. Weitere Informationen sind
in einem Infoblatt zu finden, das mit Unterstützung des Neckarauer
Agendavereins entstand (siehe downloads).
Investition am Strandbad
WELDE interessiert - ACTRIS gesprächsbereit
[20.03.2005] WELDE wäre bei vertretbaren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
interessiert, am Strandbad in Neckarau zu investieren und das bestehende
Gastronomiegebäude nach Sanierung wieder in Betrieb zu nehmen. Das ist das
Ergebnis eines Gesprächs am 10.03.2005, zu dem die Lokale Agenda 21 MA-
Neckarau e. V. auf der Suche nach Alternativen zu dem bislang diskutierten
Strandbad-Konzept eingeladen hatte.
Beteiligt waren Mario Heider, Verkaufsleiter und Prokurist der WELDEBRÄU
GmbH und Co KG und Vertreter von Initiativen und Vereinen, die sich für
eine nachhaltige Lösung am Strandbad einsetzen: die Initiative Freunde des
Strandbads, der Förderverein Mannheimer Strandbad e.V. (MASTRA), die BUND-
Kreisgruppe Mannheim und das Verkehrsforum Neckarau.
Bisher setzt die Stadtverwaltung beim Strandbadgebäude auf Abriss, ohne
dass ein ordentliches Gutachten zur Bausubstanz vorliegt. Die Bedingungen
der Stadtverwaltung bei einer vorgegebenen Mindestinvestition von 1 Mio.
EUR lassen nach Ansicht von WELDE keine tragbare wirtschaftliche
Kalkulation zu. Die hohen Kapitalaufwendungen würden den Druck erzeugen,
eine Amortisation durch große Besucherströme zu erreichen.
"Die für die Verhandlungen eigentlich Verantwortlichen in Stadtverwaltung
und Politik sollten nach Alternativen suchen und auch WELDE, als regionalen
und in der Region verwurzelten Anbieter, wieder als möglichen
Vertragspartner in Betracht ziehen“, meint der Vorsitzende des
Agendavereins Bernd Landmann. Zwar würden die zur Sprache gebrachten
Konzepte der Fa. WELDE noch genug Diskussionsstoff bergen, jedoch habe die
geradlinige und offene Informationspolitik Vertrauen geschaffen. WELDE
scheine an einem zügigen Fortgang und einer Entwicklung am Strandbad
interessiert zu sein.
Auch die ACTRIS AG, als favorisierter Vertragspartner der Stadtverwaltung
und Großinvestor, ließ zwischenzeitlich durch Herrn Heilmann gegenüber der
Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau e.V. erklären, man sei an Gesprächen mit den
vor Ort aktiven Initiativen und Vereinen sehr interessiert. Auch die
örtlichen Stadträtinnen und Bezirksbeiratssprecher sollten bei den als
nichtöffentlich geplanten Gesprächen teilnehmen. Ein Termin wurde
vereinbart, Einladung durch die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V. an die
Teilnehmer folgt.
Aufeld: Von der Fledermaus gebissen
Arbeitkreis Aufeld der Lokalen Agenda installiert Nistkästen
[13.03.2005] Am 2. März, bei strahlendem Sonnenschein und klirrender Kälte, trafen sich
die Aktiven des Arbeitskreises Aufeld des Lokale Agenda21 MA-Neckarau e.V.
vor Ort. Das Aufeld ist ein unverzichtbarer Lebensraum für viele, u.a. auch
für bedrohte Tierarten. Der Arbeitskreis hat es sich zum Ziel gesetzt,
dieses wertvolle Biotop zu erhalten und zu verschönern. Eine von vielen
Maßnahmen ist das Anbringen von Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse. Mit
Leiter und Rolladengurten, die freundlicherweise von der Glaserei Simon zur
Verfügung gestellt wurden, ausgerüstet, wurden die ersten „Appartements“
für die Piepmätze aufgehängt. Weitere, vor allem auch für Fledermäuse,
sollen folgen.
Fledermäuse sind auch heute noch – völlig zu unrecht – vielen Menschen
unheimlich. Wussten Sie schon, dass eine einzige Fledermaus im Verlauf
eines Sommers 0,5 bis 1 kg Insekten vertilgen kann? Dies entspricht
immerhin der Menge von einer viertel bis halben Million Stechmücken!
AK Aufeld der lokalen Agenda 21 Neckarau weiht Sitzbänke im Aufeld ein
[04.11.2004] Arbeitskreis Aufeld der lokalen
Agenda 21 MA-Neckarau lädt zur Einweihung dreier Sitzbänke im
Aufeld ein Am Freitag, den 12. November um 15 Uhr übergibt der
Arbeitskreis zur Erhaltung des Aufelds der lokalen Agenda 21
MA-Neckarau weitere drei Sitzbänke im Aufeld ihrer Bestimmung.
"Mit den Bänken wollen wir die Menschen zum Verweilen an den
schönen Plätzen im Aufeld einladen, sie sollen aber auch
Personen die schlechter zu Fuß sind als Rastplätze zum
Erholen dienen", erklärt Anita Hirsch-Sanden. Die Sprecherin des
Arbeitskreises zum Erhalt des Aufeldes betont, das man mit der
Aufstellung der Bänke, das Aufeld mit seiner Naherholungsfunktion
noch attraktiver machen möchte.
Seit der Diskussion um den Bau einer Straße durch das Aufeld vor
4 Jahren, versucht der Arbeitskreis den Stadtteilbewohnern noch
bewusster zu machen, wie wertvoll das Aufeld für den Stadtteil und
seine Bewohner ist. Noch ist man sich der Unterstützung der
über 7000 Unterzeichner bewusst, die damals gegen eine
Straße und für den Erhalt des Aufelds unterschrieben hatten.
Dass Bänke erneut auch von BürgerInnen gespendet wurden,
weist auf die große Unterstützung der Menschen im Stadtteil
hin. Die Namen der Spender der Bänke werden am Tag der Einweihung
bekannt gegeben und mit Hilfe von an den Bänken anzubringenden
Schildchen gewürdigt.
Bürger sind herzlich eingeladen an der Einweihung teilzunehmen. Treffpunkt ist die Ecke Neckarauer Waldweg/Aufeldweg I.
Das nächste Treffen des Arbeitskreises zum Erhalt
des Aufeldes findet am 10.11.2004 um 19.30 Uhr statt. Treffpunkt in der
Konferenzraum des Volkshauses in der Rheingoldstr. 47 - 49. Bei der
Sitzung wird über weitere Vorhaben und Aktivitäten des
Arbeitskreises gesprochen. Alle Interessierte sind herzlich zur
Teilnahme eingeladen.
Alle aktuellen Termine der "Lokalen Agenda 21
MA-Neckarau e.V." sind auch auf der Homepage des Vereins zu finden. Die
Adresse lautet www.neckarau21.de .
Wir bitten darum, die beiden Termine zu veröffentlichen.
PressevertreterInnen sind herzlich eingeladen, an der Übergabe der
Bänke an die Bevölkerung teilzunehmen. Eingeladen sind auch
die Gemeinderäte und die Bezirksbeiräte des Stadtbezirks.
Feststunde zum Gedenken an Carl Reiß
Die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau gedenkt dem Stifter und
Mannheimer Ehrenbürger
[01.10.2004] Am 3.1.1914 verstarb der Finanzmann, Mäzen und Naturfreund Dr.
h.c. Carl Reiß. Er hinterließ der Mannheimer Bevölkerung die
zwischen Waldpark und Rhein gelegene, nach ihm benannte Reißinsel
und stiftete das Reiß Museum.
Aus Anlass des 90. Todestages gedenkt der Verein dem Stifter mit
einem Festvortrag.
Friedrich Teutsch, Archivoberrat im Ruhestand, stellt am 14.
Oktober im Reiß-Engelhorn-Museum in D 5 um 19 Uhr das Leben und
Wirken von Carl Reiß vor und versucht die Motivation und die
Absicht des Stifters zu beleuchten. Michael Hördt vom
Oststadt-Theater wird Texte von und über Reiß wiedergeben.
Zu der kostenlosen Feststunde ist die Bevölkerung herzlich
eingeladen. Der Agendaverein hält für jede Teilnehmerin und jeden
Teilnehmer eine kleine Überraschung aus dem Reißschen Erbe bereit.
"Mit dem Festvortrag möchten wir auf die Weitsicht und die Nähe
des Stifters zur Agenda 21 aufmerksam machen" erklärt der
Vorsitzende der lokalen Agenda 21 Neckarau, Bernd Landmann.
Mit seiner Naturliebe und seinem sozialen Anspruch hatte Carl Reiß
schon vor 100 Jahren für Mannheim einen Prozess angestoßen, den
wir heute, nach der Erdkonferenz in Rio de Janeiro 1992,
Agendaprozess nennen würden. Schon in seinem Testament legte der
Stifter den Grundstein für das Naturschutzgebiet Reißinsel. Umso
mehr seien die Erben in der Pflicht, sich das Vermächtnis in
Erinnerung zu rufen und sorgsam damit umzugehen, mahnt Bernd
Landmann. "Als Agendaverein würden wir uns freuen, wenn im Jahr
2104 unsere Nachkommen auch unsere Entscheidungen bezüglich dem
Erbe als so weitsichtig loben könnten", wünscht er sich.
Wir bitten um die Veröffentlichung des Veranstaltungstermins und
würden uns freuen, Vertreter der Medien am 14. Oktober im
Reiß-Engelhorn-Museum begrüßen zu dürfen.
Handeln nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit am Strandbad gefordert
Lokale Agenda 21 MA-Neckarau legt Dienst- und
Fachaufsichtsbeschwerde beim Regierungspräsidium ein und fordert
Bürgerbeteiligung
[26.08.2004] Wegen ausbleibender Informationen durch die Stadtverwaltung zu den
bekannt gewordenen Planungen am Mannheimer Strandbad, hat die
Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V. Dienst- und
Fachaufsichtsbeschwerde gegen die Verantwortlichen der Stadt
Mannheim beim Regierungspräsidium Karlsruhe eingelegt. Die
Beschwerde wurde schon vergangene Woche versendet und blieb bisher
ohne Reaktion. Auch frühere Anfragen waren ohne Antwort der
Verwaltung geblieben.
Nachdem man von dem Vorhaben am Strandbad aus der örtlichen Presse
erfuhr, hatte sich der Verein seit Juni bemüht, über den
Bezirksbeirat Neckarau und die Gemeinderäte vor Ort an konkrete
Informationen zu den Planungen am Strandbad zu gelangen, was
misslang. "Als wir auch keine Antwort auf unsere schriftlich an
die Verwaltung gestellte Forderung nach Information und
Beteiligung bekamen, machten wir uns selbst kundig und ließen uns
von einem Anwalt rechtlich beraten", berichtet Bernd Landmann, der
erste Vorsitzende des Vereins.
Wegen einem befürchteten Vertragsabschluss mit einem potenziellen
Pächter und damit dem Schaffen von Fakten durch die Verwaltung,
entschloss sich der Vorstand des Vereins zu der Beschwerde beim
Regierungspräsidium.
Die Beschwerden begründet die Lokale Agenda 21 Neckarau mit der
Unverträglichkeit der Planungen mit dem Vermächtnis von Carl Reiß.
Dieser hatte großen Wert auf Naturschutz und die kostenlose
Nutzung seiner Insel zum Zwecke der Erholung für alle Mannheimer
gelegt. Gegen beide Prinzipien verstoßen nach Meinung der Lokalen
Agenda 21 Neckarau die bisher bekannt gewordenen Planungen der
Stadt Mannheim. 550 bis 800 zusätzliche Biergartenplätze in einer
Gaststätte bedeuten ohne ein neues Verkehrskonzept mehr
Autoverkehr und damit größere Belastungen für die Anwohner der
Zufahrtsstraßen und eine höhere Beeinträchtigung der Natur im
Waldpark und auf der Reißinsel.
Daneben verstößt die geplante Vermietung von Grillplätzen und
Strandkörben, sofern sie in größerem Umfang vorgesehen sind, gegen
das Gebot von Reiß, dass die vermachte Insel - wozu das
Strandbadgelände gehört - der Bevölkerung kostenlos zur Verfügung
zu stellen sei.
Die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau fordert die Verwaltung auf, die
Pläne am Strandbad der Bevölkerung vorzustellen und mit ihr zu
diskutieren, bevor man mit einem Erbpachtvertrag über 60 Jahre
Laufzeit unabänderliche Fakten schaffe. Man könne als Gemeinderat
und Verwaltung nicht beschließen, eine Agenda 21 für die Kommune
erarbeiten zu wollen und auf der anderen Seite den Teil der
Information und Beteiligung der BürgerInnen missachten, erinnert
Bernd Landmann an die Selbstverpflichtung der Verwaltung und des
Rates. Dasselbe gilt nach den Worten des zweiten Vorsitzenden des
Vereins, Rudolf Höcker, auch für den Gedanken der Nachhaltigkeit.
Was sei an der Einrichtung eines 550 Plätze Biergartens nachhaltig
im Sinne der Agenda 21, fragt er in Richtung Verwaltung.
Nachhaltig sei daran nur die Zunahme der Belastungen durch
vermehrten Autoverkehr. Das könne der Gemeinderat und die
Verwaltung ja kaum als zukunftsfähig im Sinne der Agenda 21
verkaufen, beschwert er sich über das widersprüchliche Handeln
der Stadtspitze. Der Vorstand der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau
jedenfalls wolle zusammen mit allen interessierten BürgerInnen
darauf achten, dass bei dem gewünschten zukünftigen
Gaststättenbetrieb, die Agenda 21 am Strandbad keine Worthülse
bleibt, sondern von der Verwaltung umgesetzt wird, betont Bernd
Landmann und lädt damit unter Hinweis auf die Initiative "Freunde
des Strandbads" alle Bürger zum Mitmachen ein.
Weitere Informationen auch unter www.strandbad-mannheim.de.
Einladung zur Pressekonferenz
[23.08.2004] Die bisher bekannt gewordenen
Details der Planungen der Stadtverwaltung zum Mannheimer Strandbad und
dem dortigen Gaststättengebäude werfen eine Reihe von Fragen
auf, die von der Verwaltung noch nicht hinreichend beantwortet worden
sind.
Da seitens der Verwaltung erklärt wurde, die
Öffentlichkeit erst zu informieren, wenn der Vertrag mit der Fa.
Eichbaum Brauerei AG zustande gekommen sei, sahen sich die Kreisgruppe
des BUND Mannheim und die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V. gezwungen,
initiativ zu werden.
Über die Gründe und die eingeleiteten
Maßnahmen des BUND Mannheim und der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau
e.V. möchten wir Sie informieren. Der Vorstand des BUND, Herr
Arnold Cullmann, und der Vorsitzende der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau
e.V., Herr Bernd Landmann, werden die Sachlage erläutern und
stehen für Fragen zur Verfügung. Auch die
Bürgerinitiative "Freunde des Strandbades", vertreten durch Herrn
Karl-Ludwig Walzel, wird ihre Forderungen konkretisieren.
Die Pressekonferenz findet statt
am Donnerstag, dem 26. August 2004,
um 14 Uhr
im Cafe/Bistro Zapatto, Willy-Brandt-Platz 17, 68161 Mannheim
Das "Zapatto" befindet sich am Ende des Westflügels
des Hauptbahnhofs Mannheim. Der Eingang ist im Erdgeschoss, die
Pressekonferenz findet im Obergeschoss des Bistros statt.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Stadt Mannheim verhökert Vermächtnis von Carl Reiß
[05.08.2004]
Am 04.08.2004, hatten wir interessierte BürgerInnen zum Vortrag
des Stadtarchivars im Ruhestand Friedrich Teutsch ins Volkshaus geladen.
Heute wissen wir, dass die verantwortlichen Amtsträger der Stadt Mannheim
das Vermächtnis von Carl Reiß sträflich missachten.
Wie Herr Teutsch in seinem Vortrag in der überfüllten Volkshaus-Gaststätte
in Neckarau darlegte, hat Carl Reiß ganz deutlich in seinem Vermächtnis
festgelegt, dass das von ihm zur Verfügung gestellte Gelände, dazu zählt
auch das Gebiet des Strandbades, jedermann (und –frau) kostenlos zur
Verfügung zu stellen ist. Es sollte naturbelassen bleiben und dürfte nur in
ganz genau bezeichneten Ausnahmefällen anderweitig genutzt werden.
Die Eichbaum Brauerei AG ist als solcher Ausnahmefall jedoch nicht genannt.
Schon gar nicht, dass diese Brauerei oder ein von ihr verpflichteter
Pächter ein für die Allgemeinheit gestiftetes Gelände zur massenhaften
Nutzung von Biergartenplätzen, zu vermietenden Grillplätzen und
Strandkörben sowie zur Durchführung von "Events" nutzen darf.
Bereits vor knapp 100 Jahren war für Carl Reiß klar, dass er die Natur
schützen und den Mannheimer Bürgern ein kostenloses Refugium zur Erholung
bieten wollte. Die Besucher der Veranstaltung mit Friedrich Teutsch nehmen dessen
Aufforderung ernst, die Stadt Mannheim an deren Verpflichtung nach
Anerkennung des Vermächtnisses Reiß zu erinnern.
Ob die Verantwortlichen wach geküsst oder denn eher geschüttelt werden
müssen, wird die Zukunft weisen..
Überhaupt scheint der Umgang mit Vermächtnissen durch die Stadt Mannheim im
Argen zu liegen. Herr Teutsch hat diesbezüglich einen Bürgerausschuß oder
adäquate Einrichtung angeregt, welche regelmäßig auf die Einhaltung der
durch Vermächtnisse eingegangener Verpflichtungen achtet...
Nach Beendigung des Vortrages im Rahmen des öffentlichen Teils der
Vorstandssitzung der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau e.V. wurde auf Drängen
der Versammlung eine Resolution erarbeitet, die zu veröffentlichen ist:
Lokale Agenda 21 MA-Neckarau fordert Stopp der Pläne zum Strandbad
[05.08.2004]
Aus Anlass des geplanten Vertragsabschlusses zwischen der Stadt Mannheim
und der Brauerei Eichbaum, die Gastronomie am Strandbad betreffend,
verabschiedete der Vorstand der Lokalen Agenda 21 am 4.8.2004 die folgende
Forderungen:
- Die Bürgerschaft soll über die Pläne für die Gastronomie am Strandbad
informiert und zu ihren Wünschen gehört werden. Vorher soll der
beabsichtigte Erbpachtvertrag mit der Brauerei Eichbaum von der Verwaltung
nicht unterzeichnet werden
- Die Verwaltung soll eine rechtliche Prüfung vornehmen, ob der
angestrebte Erbpachtvertrag und die geplante Gastronomie am Strandbad mit
dem Text des Vermächtnisses und dem mündlich geäußerten Willen des Stifters
Reiß in Einklang steht. Die Ergebnisse dieser Prüfung sollen der
Bevölkerung vorgestellt werden.
Begründung
Im Rahmen einer außerordentlichen öffentlichen Vorstandssitzung am 4.8.2004
stellte Herr Stadtarchivar im Ruhestand Friedrich Teutsch das schriftlich
vorliegende Vermächtnis von Consul Carl Reiß vor und ergänzte es um die von
Reiß mündlich getätigten Willensbekundungen.
Mit den nun bekannten Details des Vermächtnisses kommt der Vorstand der
Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau und kamen auch die anwesenden BürgerInnen zu
dem Schluss, dass der geplante Vertrag aus verschiedenen Gründen dem
Vermächtnis von Carl Reiß zuwider handelt:
- Gegen den explizit ausgesprochenen Willen des Stifters, dem Naturschutz
(Umweltschutz) auf dem vermachten Gelände höchste Priorität einzuräumen,
wird mit dem beabsichtigten Vertrag verstoßen. Durch die beabsichtigte
größere Bewirtschaftung entstehen direkt mehr Belastungen für die Natur und
Umwelt, die auch vermeidbar wären. Durch zusätzlichen Autoverkehr nehmen
Lärm und Belastungen durch Autoabgase definitiv zu. Andere
Umweltbelastungen kommen dazu. Auch in Anbetracht der Tatsache, dass die
Stadt Mannheim der Europäischen Union die Reißinsel als FFH Gebiet gemeldet
hat, ist dies nicht hinnehmbar.
- Die durch den mit der Firma Eichbaum geplante Vertrag zunehmende
Kommerzialisierung ist weder durch eine Stelle im Vermächtnis noch durch
mündliche Aussagen von Reiß in irgendeiner Form gedeckt. Im Gegenteil, auch
dies widerspricht dem expliziten Wunsch des Stifters, das Gelände zum
Nutzen der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Es widerspricht auch dem
sozialen Gedanken, der hinter der Schenkung von Carl Reiß steht.
Auf Grund der dargelegten Argumente behält sich der Verein Lokale Agenda 21
MA-Neckarau vor, eine eigene rechtliche Bewertung der Kompatibilität von
beabsichtigten Vertrag und dem Vermächtnis von Reiß vornehmen zu lassen.
Der Agendaverein erinnert die Verwaltung daran, dass die Stadt 1998 die
Charta von Aalborg unterschrieb. Dort heißt es zum Thema Bürgerbeteiligung:
"Wir werden dafür Sorge tragen, dass alle Bürger und interessierten Gruppen
Zugang zu Informationen erhalten und es ihnen möglich ist, an den lokalen
Entscheidungsprozessen mitzuwirken." Der Agendaverein fordert die
Stadtverwaltung auf, sich an den diesbezügliche Auftrag des Gemeinderates
zu halten und für eine Bürgerbeteiligung, wie sie beispielsweise auch bei
der Verkehrsentwicklungsplanung funktioniert, zu sorgen.
Wir werden Sie weiterhin auf dem Laufenden halten.
Verkehrsentwicklungsplan Neckarau auf lange Bank geschoben
Verkehrsforum kritisiert die Verzögerung des Verkehrsentwicklungsplans durch die CDU
Bezug: Bericht im Mannheimer Morgen vom 19.7.04, "Beschlüsse erst im Herbst"
[04.08.2004]
Irritiert und verärgert reagieren die Teilnehmer des
Verkehrsforums Neckarau auf das Verhalten der
CDU-Gemeinderatsfraktion, den von der Verwaltung vorgelegten
Verkehrsentwicklungsplan Neckarau erst im Herbst abstimmen zu
wollen. "Wir sehen noch Beratungsbedarf", begründete der
scheidende Fraktionsvorsitzende, Dr. Sven-Joachim Otto, dieses
Vorgehen.
Damit blockiert die CDU unvermittelt die Umsetzung des
Verkehrsentwicklungsplans, der in den letzten Jahre mit viel Geld
und unter großer Bürgerbeteiligung erarbeitet wurde. Dies ist umso
ärgerlicher, da beim Verkehrsforum auch CDU Mitglieder
mitgearbeitet haben, beklagt Dr. Gerd Hüttmann vom ADFC.
Auffallend zurückhaltend dagegen wäre die Beteiligung der CDU
Stadträte vor Ort gewesen, die öffentlich immer nur bekundeten,
das Ergebnis und die Vorschläge des Gutachters abwarten zu wollen.
Das liegt ohne Kommentierung durch die CDU allerdings seit letztem
Herbst vor.
Mit der Verschiebung auf die lange Bank irritiert die CDU
Fachleute der Verwaltung und die Bürger gleichermaßen. Die
Verwaltung, die bewusst ein intensives und mit
Bürgerversammlungen, Bezirksbeiratssitzungen und Offenlage der
Entwürfe arbeitsintensives Diskussionsverfahren mit den Bürgern
vor Ort wählte, werden so frustriert. Und man verprellt, wie schon
bei der Entscheidung zur Umgestaltung des Alten Messplatzes in der
Neckarstadt, die zahlreichen BürgerInnen in Neckarau, die in das
Verfahren seit Jahren ehrenamtlich und mit viel Engagement als
Verkehrsteilnehmer vor Ort, ihr "Expertenwissen" einbringen. Dafür
erhielt das Verkehrsforum jüngst noch einen Umweltpreis der Stadt
Mannheim.
Die Äußerung der Stadträtin und Neckarauer CDU Vorsitzenden
Gabriele Egler-Huck: "Wir wollen uns schon noch einmal Gedanken
beispielsweise über den Fahrrad-Verkehr machen.", ruft beim
Verkehrsforum nur ungläubiges Kopfschütteln hervor. "Warum erst
jetzt? Änderungswünsche der CDU könnten doch in der vorliegenden
Beschluss-Vorlage schon berücksichtigt sein" meint der Vorsitzende
der lokalen Agenda 21 Neckarau, Bernd Landmann. " In Neckarau
haben neben dem Verkehrsforum auch betroffene Bürger und die
gesellschaftlich relevanten Gruppen ihre Wünsche geäußert und ihre
Kritik angebracht. Nur die Vertreter der CDU im Stadtrat, die
genau für diese Arbeit gewählt wurden, hat dazu noch keine Zeit
gefunden und meldet Beratungsbedarf an", kritisiert Dieter Netter,
Neckarauer Bezirksbeirat und Mitglied des VCD. Damit kritisiert
man harsch, dass die Zeit seit letztem Herbst nicht genutzt wurde.
Auch im Wahlkampf wurde öffentlich thematisch keine Stellungnahme
von CDU Seite abgebeben, so dass man hier im Verkehrsforum
durchaus auch Angst vorm Wähler sieht und das Wort Wahlbetrug
fällt.
Auch und besonders bezieht man das auf die wieder ins Spiel
gebrachte Straße durch das Neckarauer Aufeld "Die CDU nimmt die
Bürger vor Ort mit ihrer Meinung nicht ernst", kommentiert der
Sprecher des VCD Neckarau, Markus Rebmann. Kaum ist neu gewählt
würden 7500 Unterschriften zum Erhalt des Aufeldes ignoriert. Noch
1999 hatte Dr. Otto vor Ort öffentlich erklärt, dass man nicht
gegen den Willen der Bürger vor Ort die Aufeldquerung durchsetze.
So gesehen, erlaube man sich danach zu fragen, wen oder wessen
Interessen die CDU mit der Befürwortung einer Aufeldquerung
eigentlich vertritt. Jedenfalls erfüllt man nicht die
offensichtlichen Wünsche der Bürger. Die Frage stelle sich auch
gerade deswegen, weil weder der Verkehrsgutachter Professor Hupfer
noch die Fachleute der Verwaltung der Stadt Mannheim eine
Aufeldquerung empfehlen, da sie wenig Vorteile bei deutlichen
Nachteilen und unerwünschten Verlagerungseffekten mit sich
brächte. Und bei diesen Betrachtungen sind die Auswirkungen einer
von CDU Mandatsträgern immer wieder gewünschten Altriper
Autobahnquerung nicht einmal berücksichtigt.
Sollte zutreffen, was unter Mitgliedern des Gemeinderates und
Funktionsträgern vor Ort schon lange vermutet wird, dass nämlich
der CDU-Antrag zur Aufstellung eines Verkehrsentwicklungsplanes
Neckarau im Jahre 1999 in erster Linie die Aufeldquerung
legitimieren sollte, frägt man sich. Wenn das zutrifft heißt das,
den Bürger an der Nase herumführen!
Die CDU Mannheim und in Neckarau sollten sich hierzu nun deutlich
erklären, verlangt man in Neckarau.
Verkehrsforum Neckarau erhält Umweltpreis
[03.08.2004] Mitarbeit am Verkehrsentwicklungsplan Neckarau wird belohnt.
Große Freude löste beim Verkehrsforum Neckarau der Gewinn eines
Umweltpreises der Stadt Mannheim aus. Für die bürgerschaftliche
Mitarbeit am Verkehrsentwicklungsplan Mannheim erhielten am 15.
Juli das Verkehrsforum aus der Hand von Umweltbürgermeister Quast
die Urkunde und das Preisgeld von 300 Euro. "Das ist für uns neue
Motivation, auch in der Umsetzungsphase weiter zu machen" freut
sich mit Markus Rebmann, der VCD Vertreter des Forums.
Das Verkehrsforum besteht seit dem Sommer 2003. Mitglieder des
Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), der lokalen Agenda 21
MA-Neckarau und des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) engagieren
sich mit interessierten Neckarauer BürgerInnen und Vertretern der
Parteien für nachhaltige Mobilität im Stadtteil. Zusammen wurden
Vorschläge für die Verbesserung der Verkehrssituation in Neckarau
erarbeitet, die der städtischen Verkehrsplanung immer wieder zur
Überprüfung auf Machbarkeit vorgelegt wurden. Als Grundlage
dienten das von der Stadt in Auftrag gegebene Verkehrsgutachten
und die eigenen Erfahrungen als Verkehrsteilnehmer mit
Ortskenntnis. Die Analysen und Anregungen des Gutachters Professor
Hupfer aus Kaiserslautern wurden dabei anhand dieser Erfahrungen
und Kenntnisse kritisch bewertet und oft durch eigene Ideen
ergänzt.
Ziele des Verkehrsforums, deren MitarbeiterInnen sich regelmäßig
treffen, ist den von den Bewohnern selbst verursachten Verkehr in
Neckarau so zu gestalten, dass niemand in seinem Wunsch nach
Mobilität beeinträchtigt wird. Gleichzeitig sollen die Belastungen
durch den Autoverkehr aber auch für die Anwohner der stark
befahrenen Durchgangsstraßen erträglich bleiben. Das will man
durch attraktivere Fußwege, die stärkere Förderung des Radfahrens
im Stadtteil und durch einen besseren öffentlichen Nahverkehr
erreichen. Eine Forderung des Forums war beispielsweise, an den
Wochenenden die Benutzung der Busse und Bahnen innerhalb des
Stadtteils kostenlos für die Stadtteilbewohner anzubieten. Eine
Idee, die man gerade im Zusammenhang mit der aktuellen
Strandbaddiskussion immer noch für geeignet hält, Autofahrer durch
einen attraktiveren öffentlichen Personennahverkehr zum Umsteigen
zu bewegen.
Letztendlich setzt man aber auch auf die Einsicht und die Vernunft
der BürgerInnen. "Wir denken jedem ist klar, dass nicht alle jeden
Weg mit dem Auto zurücklegen können, wenn wir und unsere Kinder
gleichzeitig ohne Verkehrslärm und in einer gesunden Umwelt leben
wollen", erklärt Markus Rebmann ruhig.
Das Verkehrsforums tagt öffentlich und die Mitarbeit aller
BürgerInnen ist ausdrücklich erwünscht. Die Treffen am 20.9.,
18.10 und am 15.11.2004 beginnen jeweils um 20 Uhr im Volkshaus
Neckarau, Rheingoldstraße 47-49.
Wir würden uns freuen, wenn Sie den aktuellen Termin
veröffentlichen würden und auch die weiteren Treffen in den
Veranstaltungskalendern Ihrer Zeitungen platzierten.
Einladung zur außerordentliche Vorstandssitzung der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau zum Thema Strandbad
und der Bedeutung des Vermächtnisses der Geschwister Reiß für die Bürger der Stadt Mannheim
[02.08.2004] Am Mittwoch, den 4. August trifft sich um 19 Uhr Volkshaus Neckarau
(Rheingoldstraße 47-49) der Vorstand der Lokalen Agenda 21
MA-Neckarau zu einer Sondersitzung. Die 9 Vorstände um den
Vorsitzenden Bernd Landmann und seinen Stellvertreter Rudolf
Höcker wollen sich ein genaueres Bild über die Planungen der
Stadtverwaltung zur neuen Bewirtschaftung der Strandbadgaststätte
machen.
Dazu gehört auch, sich über das Vermächtnis der Geschwister Reiß,
welches auch das Gelände des Neckarauer Strandbades umfasst, zu
informieren. Dafür konnte man Herrn Stadtarchivar im Ruhestand
Friedrich Teutsch gewinnen, der gerne für die Beantwortung von
Fragen zur Verfügung stehen will. Thema seines Referates wird das
Vermächtnis der Geschwister Reiß für die Bürger der Stadt Mannheim
sein. Seine geschichtliche Betrachtung will Friedrich Teutsch
auch vor den Hintergrund der aktuellen Strandbadplanung stellen.
Wegen den Bedenken des Vereins, dass schon über die Sommerferien
von der Verwaltung am Strandbad Fakten geschaffen werden sollen,
ist die Vorstandssitzung ausnahmsweise öffentlich. Gerne sähe man,
wenn viele interessierte BürgerInnen teilnehmen würden.
Im Gegensatz zur Verwaltung und zu Teilen der Parteien im
Gemeinderat will die Agenda 21 einen breiten Diskurs in der
Bevölkerung zur Zukunft des Strandbades, und dazu gehört nach den
Regeln der Bürgerbeteiligung auch Information der Menschen im
Stadtteil.
Die Agenda 21, das weltweite Handlungsprogramm für eine
"nachhaltige Entwicklung", wurde 1992 in Rio de Janeiro von rund
180 Staaten unterzeichnet. Nachhaltig heißt: wirtschaftlich,
ökologisch und sozial verträglich. Oder anders gesagt: nicht das
Kapital aufbrauchen, sondern von den Zinsen leben. Die lokale
Agenda Mannheim-Neckarau setzt sich dafür ein, dass möglichst
viele BürgerInnen an einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort
mitarbeiten, vom einzelnen Projekt bis zum Handlungsprogramm für
den Stadtteil Neckarau.
Auch die Stadt Mannheim hat sich mit der Unterzeichnung der Charta
von Aalbourg in Dänemark im Jahr 1998 verpflichtet, die Agenda 21
unter der Beteiligung der BürgerInnen umzusetzen.
Angeleiteter Lauf auf Trimm-dich-Pfad
[30.06.2004] Der Arbeitskreis Agenda 21 im Sport
und die Neckarauer Sportvereine in der lokalen Agenda 21 laden alle
Freizeitsportlerinnen und -sportler und NutzerInnen des 2003 neu
gestalteten Neckarauer "Trimm-dich-Pfades" ein, den Parcours am
Samstag, den 24. Juli unter Anleitung des Diplom Sportlehrers
Jürgen Kugler zu durchlaufen. Gestartet wird um 10 Uhr auf dem
Parkplatz am Franzosenweg vor dem Damm.
Jürgen Kugler vom Sportkreis Mannheim, der die
Übungen an den drei Stationen des Trimm-dich-Pfades im letzen Jahr
zusammengestellt hat, wird bei der sportlichen "Begehung" die
Übungen erklären und demonstrieren.
Vor einem Jahr war der neu konzipierte und neu angelegte Trimm-dich-Pfad zur sportlichen Nutzung freigegeben worden.
Mit Unterstützung des Sportkreises Mannheim, dem
zuständigen Forstamt in Weinheim und den Ämtern für
Sport und Grünflächen der Stadt Mannheim war das Vorhaben
schnell umgesetzt worden. Das vorbildliche Engagement der Neckarauer
Sportvereine in der Agenda 21 - sie haben die Patenschaften für
die Pflege der Stationen und Laufstrecken übernommen - war im
letzen Jahr mit einem Umweltpreis der Stadt Mannheim bedacht worden.
Die Agenda 21 ist das weltweite Handlungsprogramm
für eine "nachhaltige Entwicklung". Es wurde 1992 in Rio de
Janeiro von rund 180 Staaten vereinbart. Nachhaltig bedeutet, dass wir
in Zukunft in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt so leben sollen, dass
nicht länger das "Kapital" der Natur aufgebraucht wird, sondern
wir von den Zinsen leben. Daneben soll weltweit ein sozialer Ausgleich
stattfinden und somit auch die Armen der Welt die Chance auf ein
besseres Leben erhalten. Die lokale Agenda Mannheim-Neckarau setzt sich
dafür ein, dass möglichst viele BürgerInnen an einer
nachhaltigen Entwicklung vor Ort mitarbeiten, vom einzelnen Projekt bis
zum Handlungsprogramm für den Stadtteil Neckarau.
Wir bitten um die Veröffentlichung der Einladung.
Wir würden uns freuen Vertreter der Medien bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.
Umfrage zur Kommunalwahl: "Haltung zum Aufeld"
[13.06.2004]
Zur Kommunalwahl in Mannheim haben wir vom Arbeitskreis Aufeld eine kleine
Umfrage unter den Kandidaten der südlichen Stadtteile gestartet, bezüglich
ihrer Haltung zum Aufeld. Sehr bewußt haben wir keinen riesigen
Fragenkatalog entworfen, sondern drei klare Fragen formuliert und um deren
Beantwortung gebeten:
- Welche Bedeutung hat für Sie das Aufeld?
- Welche Position werden Sie im Falle Ihrer Wahl bezüglich des Aufeldes einnehmen?
- Werden Sie sich für den Erhalt und für die Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet einsetzen?
Hier das Ergebnis: Alle Kandidaten, die geantwortet haben, halten das Aufeld für erhaltenswert
und heben die Bedeutung als Naherholungsgebiet und die Klimaschutzfunktion
hervor. Für die Unterschutzstellung durch Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet
sprachen sich eindeutig 14 KandidatInnen aus.
Hier die Antworten im Einzelnen:
| Name |
Partei |
geantwortet |
hält Aufeld
für erhaltenswert |
befürwortet Ausweisung
als Landschaftsschutzgebiet |
| Dieter Netter |
Grüne |
ja |
ja |
ja |
| Gabriele Thirion-Brenneisen |
Grüne |
ja |
ja |
ja |
| Martin Helmling |
Grüne |
ja |
ja |
ja |
| Petra Seidelmann |
Grüne |
ja |
ja |
ja |
| Uwe Moravec |
Grüne |
ja |
ja |
ja |
| Hans-Joachim Fenzke |
SPD |
ja |
ja |
ja |
| Karin Steffan |
SPD |
ja |
ja |
ja |
| Dr. Heidrun Kämper |
SPD |
ja |
ja |
ja |
| Irmtraud Kochte |
SPD |
ja |
ja |
ja |
| Kurt Kubinski |
SPD |
ja |
ja |
ja |
| Dr. Frank Mentrup |
SPD |
ja |
ja |
ja |
| Dr. Horst Wagenblaß |
SPD |
ja |
ja |
ja |
| Marianne Bade |
SPD |
ja |
ja |
ja |
| Dr. Jörg Schmidt |
SPD |
ja |
ja |
sieht Diskussionsbedarf |
| Dr. Rudolf Friedrich |
ML |
ja |
ja |
ja |
| Günter Herbert |
ML |
keine Antwort auf unseren Brief |
| Michael Himmelsbach |
ML |
keine Antwort auf unseren Brief |
| Jutta Limbach |
ML |
keine Antwort auf unseren Brief |
| Claudia Meixner |
ML |
keine Antwort auf unseren Brief |
| Prof. Dr. Achim Weizel |
ML |
keine Antwort auf unseren Brief |
| Florian Berg |
FDP |
ja |
ja |
kann er sich vorstellen |
| Thomas Kauer |
FDP |
ja |
ja |
kann er sich vorstellen |
| Volker Beisel |
FDP |
keine Antwort auf unseren Brief |
| Dr. Karl-Theodor Eisele |
FDP |
keine Antwort auf unseren Brief |
| Wolf Engelen |
FDP |
keine Antwort auf unseren Brief |
| Dr. Stefanie Schmidt |
CDU |
ja |
ja |
keine Aussage |
| Gabriele Egler-Huck |
CDU |
ja |
ja |
keine Aussage |
| Paul Buchert |
CDU |
keine Antwort auf unseren Brief |
| Peter Hofmann |
CDU |
keine Antwort auf unseren Brief |
| Prof. Dr. Norbert Loos |
CDU |
keine Antwort auf unseren Brief |
| Jürgen Nohe |
CDU |
keine Antwort auf unseren Brief |
| Michael Schwarz |
CDU |
keine Antwort auf unseren Brief |
| Martina Sturm |
CDU |
keine Antwort auf unseren Brief |
| Carsten Südmersen |
CDU |
keine Antwort auf unseren Brief |
| Heinz Waibel |
CDU |
keine Antwort auf unseren Brief |
| PD Dr. Adelheid Weiss |
CDU |
keine Antwort auf unseren Brief |
Ich denke, ich brauche das Ergebnis nicht weiter kommentieren, sondern
jede/jeder soll ihre/seine eigenen Schlüsse daraus ziehen. Auf den einen
oder anderen Brief können wir vielleicht noch persönlich eingehen, wenn das
Wahlergebnis feststeht und wir wissen, wer in der nächsten
Legislaturperiode die entsprechenden Entscheidungen zu treffen hat.
Unser Einsatz für ein Landschaftsschutzgebiet Aufeld geht weiter!
Anita Hirsch-Sanden
Arbeitskreis Aufeld
Bänke fürs Aufeld
[25.05.2004] Am Dienstag, den 25. Mai um 15 Uhr weiht der Arbeitskreis zur
Erhaltung des Aufelds der lokalen Agenda 21 MA-Neckarau drei
Sitzbänke im Aufeld ein. "Mit den Bänken wollen wir die Menschen zum Verweilen an den
schönen Plätzen im Aufeld einladen, sie sollen aber auch Personen
die schlechter zu Fuß sind als Rastplätze zum Erholen dienen",
erklärt Anita Hirsch-Sanden. Die Sprecherin des Arbeitskreises
zum Erhalt des Aufeldes betont, das man mit der Aufstellung der
Bänke, das Aufeld mit seiner Naherholungsfunktion noch attraktiver
machen möchte.
Seit der Diskussion um den Bau einer Straße durch das Aufeld vor
drei Jahren, arbeitet der Arbeitskreis daran, den
Stadtteilbewohnern noch bewusster zu machen, wie wertvoll das
Aufeld für den Stadtteil und seine Bewohner ist. Noch ist man sich
der Unterstützung von über 7000 Unterzeichnern bewusst, die damals
für die Aufwertung des Aufelds zum Landschaftsschutzgebiet
unterschrieben hatten.
Dass die drei neuen Bänke von BürgerInnen gespendet wurden, weist
ebenfalls auf noch große Unterstützung im Stadtteil hin und stolz
berichten MitarbeiterInnen des Arbeitskreises, dass schon Spender
für weitere Bänke gefunden seien. Die Namen der Spender der nun zu
übergebenden Bänke werden am Tag der Einweihung bekannt gegeben
und mit Hilfe von an den Bänken anzubringenden Schildchen
gewürdigt.
Zusammen mit den Fachleuten aus der Verwaltung, die für die
Standorte und die Aufstellung gesorgt haben, werden die Bänke im
Beisein von Stadtteilpolitikern den Naherholungssuchenden von der
lokalen Agenda 21 übergeben. Bürger sind eingeladen teilzunehmen.
Treffpunkt am 25.5. um 15 Uhr ist der Aufeldweg III am Ende zum
Neckarauer Waldweg an den Kuppelhäusern.
1. Forstpädagogischer Rundgang des AK Kinder & Jugend und Förster Pfefferle mit Kindergartengruppe
Natur spielerisch erfahren
[26.04.2004] Erster Forstpädagogischer Rundgang des Vereins Lokale Agenda 21
MA-Neckarau bei schönstem Frühlingswetter ein voller Erfolg.
Am 21. April fand bei schönstem Frühlingswetter der erste
forstpädagogische Rundgang des Neckarauer Agendavereins mit
Kindern des Sankt Jakobus Kindergartens statt. Die Kinder im
Vorschulalter wurden von der Leiterin, Frau Neugebauer und zwei
weiteren Erzieherinnen begleitet.
Die Begrüßung am Startpunkt vor dem Rheindamm am Franzosenweg nahm
der Vorsitzende Bernd Landmann vor, der das Wort aber schnell an
Förster Walter Pfefferle weiter gab. Und schon ging's ab in den
Waldpark. An mit Beerlauch bedeckten Flächen gab es die ersten
Erklärungen vom Fachmann. Und weiter ging es durch den Waldpark.
Unter vielen anderen Erklärungen zu den Phänomenen im Wald wurde
an einer lichten Stelle ein Kirschbäumchen gepflanzt.
Tierattrappen galt es im Wald zu entdecken und beim Baumspiel
lernten die Kinder wie der Stamm eines Baumes aufgebaut ist, und
was die Funktionen der einzelnen Schichten sind. Auch einige
Feinde der Bäume lernten sie kennen. Vom Wildverbiss wurde
erzählt und vom Borkenkäfer, und begeistert hörten die Kinder zu.
Besonders angetan hat es den Kindern aber - wie könnte es anders
sein - der Hund, den der Förster mitgebracht hatte. Er erhielt an
diesem Tag sicher mehr als die gewöhnlichen Streicheleinheiten.
Zum Schluss galt es noch, Gegenstände des Waldes zu ertasten. Die
Aufgabe wurde von den Kindern mit viel Vergnügen gemeistert. So
waren denn auch die teilnehmenden Erwachsenen, einige Mitglieder
des Arbeitskreises Kinder und Jugend des Agendavereins, sowie die
mitgekommenen Erzieherinnen anderer Einrichtungen mit dem
Rundgang und dessen Ergebnis vollauf zufrieden. Der Verein ist
sich sicher, dass auch die nächsten fünf Rundgänge in diesem Jahr
den Kindern gefallen werden. Er wird versuchen, das
Forstpädagogische Programm im kommenden Jahr auszubauen, um dem
großen Bedarf gerecht zu werden.
Es bleibt zu hoffen, dass Förster Walter Pfefferle trotz
Verwaltungsreform im Forstbereich dem Waldpark und Neckarau für
solche Aufgaben weiterhin zur Verfügung stehen wird.
Bilder:
Förster mit Kids am Startpunkt:
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der lokalen Agenda
21 MA-Neckarau, Herr Bernd Landmann, übernimmt Förster Walter
Pfefferle die Führung des forstpädagogischen Rundgangs.
2 Kinder mit Beerlauch:
Zwei Kinder zeigen den gesammelten Beerlauch, von dem Förster
Walter Pfefferle erklärt, dass er essbar ist und kurz vor der
Blüte stünde.
Erwachsene Begleiter des Rundgangs:
Journalistin; Erzieherinnen von Kindergärten und Mitarbeiterinnen
des Arbeitskreises Kinder und Jugend in der Lokalen Agenda 21
MA-Neckarau.
Förster und Mädchen an Tastkiste: In der Tastkiste waren Rinde, Moos, Holz und auch ein Teil eines Gehörns zu ertasten.
Förster und Junge an Tastkiste: In der Tastkiste waren Rinde, Moos, Holz und auch ein Teil eines Gehörns zu ertasten.
Förster zeigt Kindern Dachs Attrappe
Förster zeigt Kindern Reh-Attrappe
Förster zeigt Kindern eine Raupe: Förster Walter Pfefferle zeigt Kindern eine Raupe und erklärt, dass daraus ein Schmetterling wird.
Förster gräbt Loch zum Einpflanzen eines jungen Baumes
Förster und Kinder pflanzen Baum:
Förster Walter Pfefferle hat einen jungen Kirschbaum in den
Waldboden eingesetzt und erklärt, warum er das gerade an dieser
Stelle tut.
Förster legt Zaun um Sprössling:
Förster Walter Pfefferle legt um das frisch gepflanzte
Kirschbäumchen einen Zaun gegen Wildverbiss. Er erklärt, dass
junge Bäume bei den Rehen als Delikatesse gelten.
Förster zeigt Kindern jungen Trieb
Förster und Kinder beim erklärenden Herumstreifen durchs Unterholz
Förster im Konder und Erwachenen unterwegs: Auf dem Weg durch den Wald.
Förster mit Kindern beim Baumspiel:
Die Kinder spielen Baum sein; mit den Händen transportieren Sie -
wie das auch eine Teil des Baumstammes tut - Wasser und
Nährstoffen von unten durch den Stamm nach oben.
Förster mit Kindern beim Baumspiel 2:
Die Kinder spielen Baum sein; mit den Händen transportieren Sie -
wie das auch eine Teil des Baumstammes tut - Wasser und
Nährstoffen von unten durch den Stamm nach oben.
Förster mit Kindern beim Baumspiel 3:
Die Kinder spielen Baum sein; die einzelnen Schichten innerhalb eines
Baumstammes werden erklärt und symbolisch dargestellt.
"Borkenkäfer" Walter Pfefferle greift den "Stamm des Kinderbaums" an:
Die Kinder spielen die unterschiedlichen Schichten eines Baumstamms,
der vom Borkenkäfer, dargestellt von Förster Walter
Pfefferle, angegriffen wird. Die "Rindenkinder" wehren den bösen
Käfer ab.
Forstpädagogische Spaziergänge der lokalen Agenda Neckarau ausgebucht.
Erster von 5 Rundgängen am 21. April
[14.04.2004]Mit allen Sinnen Natur erleben.
Nachfrage nach dem forstpädagogischen Spaziergang der lokalen
Agenda übersteigt das Angebot. Alle Rundgänge in 2003 ausgebucht.
Mannheim, 14.4.2004. Schon vor dem Start am 21. April sind alle
angebotenen forstpädagogischen Rundgänge für Vorschulkinder des
Neckarauer Agendavereins durch Kindergärten ausgebucht. Die
insgesamt 6, von April bis Oktober angebotenen Spaziergänge,
werden von Förster Walter Pfefferle gemeinsam mit dem Arbeitskreis
"Agenda 21 für Kinder und Jugendliche" durchgeführt. Das Projekt
will bei Kindern Neugier wecken und sie die Natur spielerisch
erfahren lassen. Während eines zweistündigen Streifzuges durch den
Waldpark wird die Natur in den verschiedenen Jahreszeiten mit
allen Sinnen erkundet.
Die Kinder bekommen die Aufgabe, mit offenen Augen durch den Wald
zu gehen, sich Interessantes anzuschauen und zu merken oder
mitzunehmen. Die gesammelten Waldschätze werden später während
einer Rast besprochen.
Das Naturerlebnis wird mit Hilfe von Spielen unterstützt. Damit
sollen Vertrauenserfahrungen gemacht und der Orientierungs-,
Tast- und Geruchssinn geübt werden. Beispielswiese sollen die
Kinder mit Ihren Körpern einen Baum darstellen und verschiedene
Naturobjekte mittels Tast- und Geruchssinn bestimmen.
Es ist geplant, die Rundgänge auch im nächsten Jahr wieder für
Kindergartengruppen anzubieten. Deswegen sind ErzieherInnen und
Pädagogen, die sich den Rundgang für ihre betreuten Kinder im
Vorschulalter ansehen wollen, herzlich zur Teilnahme eingeladen.
Sie können sich bei Frau Stefanie Ochotta nähere Informationen
besorgen und sich anmelden. Telefon (0621) 855132, E-Mail:
info@neckarau21.de.
Im Zusammenhang mit den forstpädagogischen Rundgängen stehen die
Neckarauer Agenda-Aktiven den gegenwärtigen Überlegungen um die
Zusammenlegung von Forsten im Zuge einer Verwaltungsreform
kritisch gegenüber. Sie befürchten, dass im Zuge der Reform
Förster Walter Pfefferle die Zuständigkeit für ein anderes Revier
erhält. Damit ginge nicht nur die mehrjährige und konstruktive
Zusammenarbeit mit dem Förster verloren, sondern die Durchführung
von Agendaprojekten würde konkret gefährdet. Schon bei der
Erneuerung des Waldsportpfades und den Patenschaften Neckarauer
Sportvereine für denselben hatte Förster Pfefferle eine wichtige
Rolle gespielt. Deshalb appelliert Bernd Landmann an die Politik,
sich dafür einzusetzen, dass Förster Pfefferle dem Waldpark und
den Neckarauern erhalten bleibt.
Der erste Erkundungsrundgang startet am 21. April um 10 Uhr.
Treffpunkt ist der Parkplatz vorm Rheindamm an den Kleingärten am
Franzosenweg. Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen am
Rundgang teilzunehmen und darüber zu berichten.
Die restlichen Rundgänge in 2004 starten am gleichen Ort und zur
gleichen Zeit am: 12. Mai, 23. Juni, 21. Juli, 22. September und
27. Oktober.
Mit allen Sinnen Natur erleben
[23.03.2004] Die forstpädagogischen Rundgänge für Vorschulkinder des Neckarauer
Agendavereins starten am 21. April 2004.
Zusammen mit Förster Walter Pfefferle bietet der Arbeitskreis
"Agenda 21 für Kinder und Jugendliche" der Lokalen Agenda 21
Mannheim-Neckarau ein forstpädagogisches Programm für
Vorschulkinder an. Der erste Erkundungsrundgang startet am 21.
April um 10 Uhr. Treffpunkt ist der Parkplatz vorm Rheindamm an
den Kleingärten am Franzosenweg.
Das Projekt will bei Kindern Neugier wecken und sie die Natur
spielerisch erfahren lassen. Während eines zweistündigen
Streifzuges durch den Waldpark bis zur Reisinsel wird die Natur in
den verschiedenen Jahreszeiten mit allen Sinnen erkundet.
Die Kinder bekommen die Aufgabe, mit offenen Augen durch den Wald
zu gehen und sich Auffallendes oder Interessantes anzuschauen und
zu merken, oder mitzunehmen. Die gesammelten Waldschätze werden
später während einer Rast besprochen.
Das Naturerlebnis wird mit Hilfe verschiedener Spiele unterstützt.
Damit sollen Vertrauenserfahrungen gemacht und der Orientierungs-,
Tast- und Geruchssinn geübt werden. Beispielswiese sollen die
Kinder mit Ihren Körpern einen Baum darstellen und verschiedene
Naturobjekte mittels Tast- und Geruchssinn bestimmen.
Die Anzahl der teilnehmenden Kinder ist pro Rundgang auf 15
begrenzt. Es wird um verbindliche Anmeldungen bis drei Wochen vor
den Terminen gebeten. Die Anmeldungen erfolgen beim
Vereinsvorsitzenden der Lokalen Agenda 21 Neckarau, Bernd
Landmann. Telefon (0621) 81 83 18, E-Mail: info@neckarau21.de.
Weitere Termine für Erkundungsgänge in diesem Jahr, die jeweils
mittwochs zwischen 10 und 12 Uhr stattfinden: 12. Mai, 23. Juni,
18. Juni, 21. Juli, 22. September und 27. Oktober. Die Termine im
April und Mai sind schon vergeben. Für die restlichen sind alle
interessierten Kindergärten herzlich zur Teilnahme eingeladen.
Zur Vorbereitung des forstpädagogischen Programms hatten Ende 2003
und im Januar 2004 zwei Multiplikatoren-Treffen mit Förster
Pfefferle im Waldpark statt gefunden. Dabei wurde für die
Zielgruppe ein maßgeschneidertes Programm zusammen gestellt. Der
Vorsitzende des Vereins und Sprecher des Arbeitskreises Kinder und
Jugend in der Lokalen Agenda 21, Bernd Landmann, lobt ausdrücklich
das Engagement von Förster Pfefferle vom Forstamt Weinheim. "Aber
auch Jürgen Herrmann vom BUND und Oliver Decken vom Umweltzentrum
und einige engagierte Eltern haben zum Gelingen des Projektes
beigetragen", bedankt er sich für den gesamten Verein.
Der gegenwärtigen Diskussion um die Zusammenlegung von Forsten im
Zuge einer Verwaltungsreform stehen die Neckarauer Agenda-Aktiven
kritisch gegenüber. Sie befürchten, dass im Zuge der "Reform" der
Förster die Zuständigkeit für ein anderes Revier erhält. Damit
ginge nicht nur die mehrjährige und konstruktive Zusammenarbeit
mit Förster Walter Pfefferle verloren, sondern die Durchführung
von Agendaprojekten würde konkret gefährdet. Denn schon bei der
Erneuerung des Waldsportpfades und den Patenschaften Neckarauer
Sportvereine für denselben hatte Förster Pfefferle eine wichtige
Rolle gespielt. Deshalb appelliert Bernd Landmann an die Politik,
sich dafür einzusetzen, dass Förster Pfefferle dem Waldpark und
den Neckarauern erhalten bleibt.
Forstpädagogischer Erkundungsspaziergang für Kinder auf gutem Weg
[08.02.2004]Der forstpädagogische Erkundungsspaziergang für Kinder, der ab dem
Frühjahr im Waldpark von der lokalen Agenda 21 MA-Neckarau
angeboten werden soll, nimmt Formen an. Zur Detailplanung treffen
sich die Mitglieder des Arbeitskreises am 18. Februar um 19 Uhr
im Konferenzraum des Volkshauses in der Rheingoldstraße 47-49.
Während zweier Spaziergänge des Arbeitskreises im Waldpark, waren
zusammen mit Förster Walter Pfefferle, Oliver Decken vom
Mannheimer Umweltzentrum und Jürgen Herrmann BUND, einzelne
mögliche Stationen des Rundganges vorgestellt worden.
Mit dem forstpädagogischen Rundgang sollen Kindern die
Veränderungen in der Natur im Wechsel der Jahreszeiten nahe
gebracht werden. Dabei sollen die verschiedenen Sinne zur
Wahrnehmung dieser Veränderungen angesprochen werden. Einen Baum
mit dem Tastsinn zu erkunden, einen Vogel am Gesang zu erkennen
oder den Beerlauch zu riechen, sind Beispiele dafür, wie Kinder
lernen sollen, mit allen Sinnen zu erkunden.
Zur Mitarbeit am Programm sind insbesondere Eltern, ErzieherInnen
und Pädagogen, aber auch alle anderen interessierte Personen
herzlich eingeladen.
Dieter Netter
Einladung Agenda-AK Eine Welt, 9.2.04, 17.00 - 18.30 Uhr, Volkshaus Neckarau
Arbeitskreis Eine Welt der Lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau
[29.01.2004]Liebe Teilnehmer und Interessierte,
wir möchten Sie herzlich zum nächsten Treffen
des neu gegründeten AK Eine Welt in der Agenda 21 Neckarau
einladen:
9. Februar 2004
17.00-18.30 Uhr
Volkshaus Neckarau (Sitzungsraum)
Eingang durch den Hof!
Bei unserem ersten Treffen stand die Vorstellung der Teilnehmer mit
ihren Projekten und Ideen für die Zukunft im Mittelpunkt. Die
Gründung des Arbeitskreises wurde beschlossen (Moderation
zunächst: Brigitte Müller-Steim, Daniel Bannasch).
Dem Wunsch "im Bereich Eine Welt etwas zu bewegen",
stehen knappe zeitliche und finanzielle Mittel gegenüber. Damit
wir uns und andere nicht überfordern, Spaß und Erfolg haben,
schlagen wir daher vor bei unserem nächsten (evtl. den
nächsten beiden) Treffen zunächst die Ausgestaltung der
Zusammenarbeit zu klären:
Was wollen wir mit dem Arbeitskreis erreichen? Was sind die Ziele?
Wo wollen wir Mitte/Ende des Jahres 2004 mit dem Arbeitskreis stehen?
Was betrachten wir als Erfolg?
Wo soll der Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegen?
Daniel Bannasch
Brigitte Müller-Steim
(Koordinatoren des Arbeitskreises)
VCD lädt zum Treffen des Verkehrsforums Neckarau ein.
Bürger wollen bei der Verkehrsplanung mitreden.
[15.01.2004] Am Montag, dem 19. Januar 2004 treffen sich um 20 Uhr die
Teilnehmer des Verkehrsforums Neckarau im Bistro "Blues line" in
der Steubenstraße 76-78.
Das Forum entstand im letzten Jahr aus der Zusammenarbeit mehrerer
Neckarauer Vereine, die in einer Gemeinschaftsaktion mit
interessierten Bürgerinnen und Bürgern des Stadtteils die
Erstellung des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) in Neckarau
kritisch und mit Anregungen begleitet hatten.
Trotz allen, wohl auch in den leeren städtischen Kassen
begründeten Verzögerungen bei der abschließenden Planung und der
bald folgenden Umsetzen des VEP wollen der Neckarauer ADFC, der
VCD und die Lokale Agenda 21 Neckarau auch im neuen Jahr darauf
achten, dass bei den Maßnahmen zur Umsetzung es
Verkehrsentwicklungsplanes die Stärkung des sogenannte
Umweltverbundes angemessen berücksichtigt wird. Denn nach Meinung
der Teilnehmer verhindert nur vermehrtes zu Fuß Gehen, Radfahren
und verstärkte Nutzung von Bussen und Bahnen ein weiteres
Anwachsen des Autoverkehrs, den letztendlich niemand vor der
eigenen Haustür haben möchte.
Alle Menschen, denen die Gestaltung des Verkehrsgeschehens in
diesem Sinne am Herzen liegt, sind herzlich zur Mitarbeit
eingeladen.
Weitere Treffen des Verkehrsforums, die ebenfalls abends um 20 Uhr
im Bistro "Blues line" in der Steubenstraße 76−78 stattfinden
sind:
Montag, 15. März,
Montag, 17. Mai,
Montag, 19. Juli,
Montag, 20. September und
Montag, 15. November.
Die Termine und die Arbeitsergebnisse des Verkehrsforums kann man
sich auch im Internet ansehen. Auf den Seiten der lokalen Agenda 21 MA-Neckarau
und des VCD Rhein-Neckar
(E-Mail: VCD_Neckarau@web.de) sind die aktuellen Informationen zu finden.
Dieter Netter
Neckarauer Eine Welt Aktive prüfen Zusammenarbeit
[26.12.2003] Am Montag, den 12. Januar treffen sich um 17 Uhr verschiedene
Neckarauer Eine Welt Aktive beim Verein lokale Agenda 21
MA-Neckarau. Es wird über eine bessere Vernetzung der Neckarauer
Gruppen gesprochen und überlegt werden, ob man gemeinsam
Eine-Welt-Projekte vorantreiben will. Ideen dazu gibt es schon.
Der Leiter des Goethe-Institutes Inter Nationes, Günther
Kippfmüller, wird ein Marketingkonzept für fair gehandelte
Produkte - insbesondere Fairkaffee - vorstellen. Daniel Bannasch,
Mitglied des Vorstandes des Agendavereins und Organisator des
Treffens, wird die Idee eines Neckarauer Eine-Welt-Festes
präsentieren und Gabi Thirion-Brenneisen schließlich, die als
Leiterin des AK Agenda 21 im Sport, zusammen mit Sportvereinen
schon den Waldsportpfad mit erneuert hat, will die Besucher über
die Kampagne "Saubere Kleidung im Sport" informieren. Dabei geht
es um bessere Arbeitsbedingungen und gerechte Bezahlung bei der
Herstellung von Sportkleidung in Entwicklungsländern.
Für weitere Ideen sind die teilnehmenden Aktiven aus der
Bürgerschaft, aus Vereinen, Schulen und der Kirchen offen und
wünschen sich, dass viele an Entwicklungsarbeit interessierte
Menschen vorbei schauen und mit diskutieren.
Das Treffen findet im Volkshaus Neckarau statt.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Netter
Lokale Agenda 21 MA-Neckarau will Positionspapier zum Verkehrsentwicklungsplan übergeben
[15.09.2003]Wie der Verein lokale Agenda 21
MA-Neckarau meldet, soll während der Bürgerversammlung zum
Verkehrsentwicklungsplan Neckarau am kommenden Donnerstag, ein
Positionspapier von Neckarauer Vereinen und Bürgern übergeben
werden. Seit dem Frühjahr hatten sich Neckarauer Mitglieder des
VCD (Verkehrsclub Deutschland) des ADFC (Allgemeiner Deutscher
Fahrradclub), der lokalen Agenda 21 und BürgerInnen aus dem
Stadtteil in mehreren Sitzungen getroffen, um ihre Anregungen und
Forderungen für den Verkehrsentwicklungsplan zusammen zu tragen.
Am ersten September hatten die Mitglieder der drei
Vereine in einer gemeinsamen Sitzung das Positionspapier einstimmig mit
ihrem Votum versehen. Ohne Autofahren zu verteufeln fordern die Vereine
vor allem die Stärkung des sogenannten Umweltverbundes, das
heißt zu Fuß gehen, Fahrrad fahren und die Benutzung von
Bussen und Bahnen. Autofahren wollen sie dagegen nur in der Form von
Carsharing fördern, also der gemeinsamen Nutzung eines Fahrzeuges
durch mehrere Personen.
Am Donnerstag, dem 18. September um 19 Uhr findet im
Volkshaus Neckarau in der Rheingoldstraße die
Bürgerversammlung zum Verkehrsentwicklungsplan statt. An dem Abend
wird der Abschlussbericht des Ingenieurbüros vorgestellt, das den
Verkehr im Stadtteil analysiert und Vorschläge ausgearbeitet hat.
Die Lokale Agenda 21 Mannheim Neckarau ist im Beschluss
des Gemeinderates zur Verkehrsentwicklungsplanung für Neckarau
explizit genannt und repräsentiert die Beteiligung der
Bürgerschaft. Die Vereine und die Bürger, die das
Positionspapier erarbeitet haben, sehen dieses als Ausdruck eines Teils
des Bürgerwillens.
Der Verein wünscht sich, dass viele Neckarauer am
Donnerstag zur Bürgerversammlung kommen, sich informieren,
mitdiskutieren und damit den Bürgerwillen den Verantwortlichen in
Politik und Verwaltung noch deutlicher mitteilen.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Netter
Studienergebnisse liegen vor:
Kinder, Jugend und Agenda 21 in Neckarau
Annette Wilczek legt Ergebnisse der Bestandsaufnahme
“Kinder, Jugend und Agenda 21” in Neckarau vor. Die
Erhebung zeigt, dass die Agenda 21 in Neckarauer Kindergärten und
Schulen schon jetzt eine wichtige Rolle spielt.
[20.08.2003] Die vom Mannheimer Umweltforum
finanzierte Untersuchung förderte eine Vielzahl von Projekten aus
den unterschiedlichsten Bereichen zu Tage. Von “Natur”
über “Verkehr” und “Wirtschaft” bis hin zu
“Energie” und “Eine Welt”.“Die Ergebnisse
bieten einen hervorragenden Ausgangspunkt für die Arbeit im
Bereich “Kinder, Jugend und Agenda 21 im Stadtteil”, lobt
Bernd Landmann, Vorsitzender des lokalen Agenda-Vereins.
Als nächsten Schritt will der lokale Agendaverein nun
interessierte Personen einladen, die auf Basis der Ergebnisse
überlegen was sich darauf aufbauen lässt. Zusammengefunden
hatte man sich bei der Veranstaltung der lokalen Agenda 21, bei der
Anette Wilczek die Ergebnisse der Bestandsaufnahme vorab den
Vereinsmitgliedern und den eingeladenen Vertretern der Neckarauer
Kindergärten und Schulen vorstellte und kommentierte. Während
der Veranstaltung hatten sich die VertreterInnen der Kindergärten
und Schulen eine bessere Vernetzung und einen besseren
Informationsfluss untereinander gewünscht.
Der lokale Agendaverein sieht seine nächste Aufgabe darin, diesem Wunsch nachzukommen.
“Wir wünschen uns natürlich viele neue Interessierte,
die bereit sind die schon bestehende Aktivitäten zu koordinieren
und neue Projekte zu überlegen. Damit könne man Eltern und
Kindern, Erzieherinnen und Lehrern die Möglichkeit zum Austausch
bieten” und neue Projekte in Gang zu bringen, sagt Bernd Landmann
weiter. “Kinder und Jugendliche werden ausdrücklich als eine
der wichtigsten Gruppen für die Agenda 21 genannt. Sie sollen mit
ihren Fähigkeiten, Interessen und Ansichten aktiv an
Entscheidungsprozessen beteiligt werden.”
Die Agenda 21 ist ein weltweites Handlungsprogramm
für eine “nachhaltige Entwicklung”, das 1992 in Rio de
Janeiro von rund 180 Staaten unterzeichnet wurde. Nachhaltig
heißt: wirtschaftlich, ökologisch und sozial
verträglich. Oder anders gesagt: nicht das Kapital aufbrauchen,
sondern sozusagen von den Zinsen und Erträgen der Erde leben. Die
lokale Agenda Mannheim-Neckarau setzt sich dafür ein, dass
möglichst viele BürgerInnen an einer nachhaltigen Entwicklung
vor Ort mitarbeiten, vom einzelnen Projekt bis zum Handlungsprogramm
für den Stadtteil Neckarau.
Ansprechpartner:
Bernd Landmann, Vorsitzender der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau (Tel. 81
83 18) Dort kann die Studie auch per Mail bezogen werden:
bernd.landmann@online.de oder unter: www.neckarau21.de
Umweltpreis für “Agenda im Sport“
Am 10. Juli 2003 erhielt der Arbeitskreis
“Agenda im Sport“ der Lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau
den Umweltpreis der Stadt Mannheim. "Damit wird das tolle Engagement
von 8 Neckarauer Sportvereinen für die Erneuerung und Pflege des
Waldsportpfads anerkannt," freut sich Gabriele Thirion-Brenneisen, die
Sprecherin des Arbeitskreises.
Für die Lokale Agenda Mannheim-Neckarau ist es bereits die zweite
Auszeichnung. Im letzten Jahr wurde der Einsatz zum Erhalt des
Naherholungsgebietes Aufeld mit einem Umweltpreis gewürdigt.
[10.07.2003] Im Frühjahr 2002 begann die
Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitskreis “Agenda 21 im
Sport“ und Neckarauer Sportvereinen: Mit Unterstützung des
Sportkreises Mannheim, dem zuständigen Forstamt in Weinheim und
den Ämtern für Sport und Grünflächen der Stadt
Mannheim konnte das erste gemeinsame Projekt - die Erneuerung des
Waldsportpfads - am 15. Juni 2003 mit einem großen Fest
eingeweiht werden.
Für weitere Projekte gibt es im Arbeitskreis schon
Ideen: Ökocheck im Sportverein - der gleichzeitig Umwelt und
Vereinskasse schont - und die Beteiligung an "Fit for Fair" - einer
Kampagne für “saubere“ Sportkleidung, die zwar in
Billiglohnländern, aber zu fairen Bedingungen und Löhnen
hergestellt wird.
Schon am kommenden Sonntag ist der Arbeitskreis wieder
aktiv. Bei “Sport und Spiel am Wasserturm” werden
Informationen zur Agenda 21 im Sport und für Kinder einfache
Sport- und Spielgeräte angeboten.
Die Agenda 21 ist ein weltweites Handlungsprogramm
für eine “nachhaltige Entwicklung”, das 1992 in Rio de
Janeiro von rund 180 Staaten unterzeichnet wurde. Nachhaltig
heißt: wirtschaftlich, ökologisch und sozial
verträglich. Oder anders gesagt: nicht das Kapital aufbrauchen,
sondern von den Zinsen leben. Die lokale Agenda Mannheim-Neckarau setzt
sich dafür ein, dass möglichst viele BürgerInnen an
einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort mitarbeiten, vom einzelnen
Projekt bis zum Handlungsprogramm für den eigenen Stadtteil.
Ansprechpartnerin:
Gabriele Thirion-Brenneisen, Sprecherin der AK Agenda 21 im Sport, Tel: 06 21 / 85 36 76
1. Mannheimer Drais-Memoriale
[16.06.2003] Donnerstag, 26.06.2003; ab Uhr 09.00 – Uhr ca. 12.30
Erste bekannte Nachfahrt der historischen Strecke MA (Schloß,
Ehrenhof) zur heutigen MA-Rheinau/Nord (Konrad-Duden-Schule, Hof) durch
den badischen Forstbeamten Carl Friedrich Freiherr Drais von Sauerbronn
(29.4.1785 – 10.12.1851, Karlsruhe) am 12.06.1817:
Schloß - Bismarckstr. - Reichskanzler-Müller-Str. -
Neckarauer Übergang – Neckarauer Str.- Friedrichstr.-
Marktplatz Neckarau – Friedrichstr. – Casterfeldstr.
– Karlsplatz – Konrad-Duden-Schule
Anlaß:
- Lfd. Aufstellung eines Verkehrentwicklungplanes (VEP) für den Stadtbezirk MA-Neckarau
Wir sind als Verein der Nachhaltigkeit verpflichtet i. S. der Lokalen
Agenda 21, der Mannheim 1998 mit der europaweiten Charta von Aalbourg
beigetreten ist.
Wir möchten mit diesem Event öffentlichkeitswirksam für
mehr umweltfreundlichen, kostengünstigen Radverkehr werben im
innerörtlichen Kurzstreckenbereich von Neckarau und allgemein. Es
gilt den Radanteil am Verkehrsaufkommen zu erhöhen.
Mit über einer Stückzahl von über einer Milliarde ist
das Fahrrad das erfolgreichste Mobilitätsmittel überhaupt. Es
ist aber auch immer noch ein Verkehrsmittel mit einem
unausgeschöpften Nutzungspotential vor allem im
Kurzstreckenbereich!
- Lokales Geschichtsverständnis wecken, indem wir
auf die historische Erfindung der Laufmaschine, des späteren
Fahrrades, aufmerksam machen. Carl Friedrich Freiherr Drais von
Sauerbronn fuhr erstmals diese fast identische Strecke von M 1,8 aus am
12.06.1817 (nicht wie oft geschrieben: 12.07.1817!!).
Wie sich bis jetzt zeigte, wäre diese
Streckennachfahrt von Drais die erste überhaupt! Das Stadtarchiv
Mannheim bescheinigte uns, daß wir mit dieser Fahrt „erinnerungskulturelles Neuland betreten.“
Es gab zwar in der Vergangenheit verschiedene Draisaktivitäten,
nicht jedoch eine solche Streckennachfahrt. Das hat uns selbst
überrascht.
Schirmherr:
OB Gerhard Widder (jedoch verhindert wegen MVV-Aufsichtsratsitzung),
vertreten durch Kultur- und schuldezernent Dr. Peter Kurz am Zielort
Teilnehmer:
12 verschiedene Schulen aus dem Bereich dieser
Strecke (Karl-Friedrich-Gymnasium,, Diesterweg-Grundschule,
Almenhof-Grundschule, Schillerschule, Wilhelm-Wundt-Grund-/Realschule
mit 7 (!) Klassen, Moll-Gymnasium, Joh.-Seb.-Bach-Gymnasium, Freie
Waldorf-Schule, Konrad-Duden-Schule, Grund-und Förderschule
Rheinau, Pfingsbergschule, also von der Grundschule bis Gymnasium,
darunter alle Neckarauer Schulen!).
Insgesamt werden 491 Schüler aus 22 Klassen mit ihren Lehrern am Corso teilnehmen.
Ganze Schulklassen der Rheinauer Grund- und Förderschule werden
die ankommenden Corso-Teilnehmer in Rheinau-Nord jubelnd
begrüßen „Die Rektoren und Lehrer der teilnehmenden
Schulen haben hier eine bemerkenswerte thematische Offenheit gezeigt.
Die Zusagen erfolgten oft spontan. Das hat uns sehr angenehm
überrascht“, so AK-Leiter Rudolf Höcker.
17 Schulen entlang der Draisstrecke wurden angeschrieben.
(Es handelt sich nebenbei um die erste Schultyp übergreifende Veranstaltung dieser Art im Stadtbezirk Neckarau u. darüber hinaus.)
Ein Student des Institutes für Sport der Universität Mannheim
wird die erste von insgesamt 6 Laufmaschinen steuern. Weiterhin
beteiligen sich mit ihren Laufmaschinen Kurt Maurer aus MA-Sandhofen
und Jürgen Gehrige aus Heddesheim. Eine siebenköpfige Gruppe
aus Ungarn mit drei Laufmaschinen reist eigens aus Ungarn für die
Memoriale an! Insgesamt beteiligen sich damit 6
„Draisinenreiter“ mit ihren Replikaten von Laufmaschinen.
Die Mannheimer Fachhochschule für Technik und Gestaltung
wird eine Studentengruppe mit 2 Testfahrräder auf die Memoriale
entsenden, welches mit Dehnungsmeßstreifen versehen ist, die mit
einem Laptop auf dem Rücken des Fahrradfahrers verbunden sind.
Damit werden Spannungszustände im Radrahmen während des
Fahrens gemessen.
Ein Fahrrad aus dem aktuellen Produktangebot von Mercedes-Benz der hiesigen Niederlassung Mannheim wird mit einem Fahrer den Corso begleiten.
Damit soll symbolisch die entwicklungsmäßige
Verbindungslinie von der Laufmaschine zum späteren Beginn der
Automobilgeschichte in Mannheim angedeutet werden.
Carl Benz in Mannheim war später der erste Unternehmer, der
Straßenfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren anbieten konnte. Seinen
elektrisch gezündeten Viertaktmotor baute er 1885 in ein Dreirad,
welches von einem Fahrrad abgeleitet war. Am 02. Juli 1886 fand damit
die erste Ausfahrt auf dem Friedrichsring in Mannheim statt.
Vom 7.- 9. August 2003 findet wieder eine Bertha Benz–Fahrt von
Mannheim nach Pforzheim statt unter dem Motto „115 Jahre Frau am
Steuer“. Damit wird an die Pionierin gedacht, die 1888 erstmals
die Strecke über Wiesloch nach Pforzheim fuhr und auf dem Rückweg auch an Neckarau vorbei kam!
Seitens der Polizei Mannheim werden vier Beamte des Einsatzzuges als Radstreifen im Corso mitfahren.
Ihre Beteiligung haben außerdem zugesagt:
- Willi Altig aus Mannheim, mehrfacher DM im Radrennsport
- Karl Ziegler aus Mannheim, Ex-Bundestrainer im Radrennsport
Das Nationaltheater Mannheim stellt aus Ihrem Fundes
Kleidungstücke aus der Biedermeierzeit für einige Teilnehmer
bereit und beteiligt sich mit einer Gruppe.
Ein Transporter des Neckarauer Fahrradhauses „Radsport
Schmidt“ begleitet am Schluß den Corso. Inhaber Karl
Schmidt wird evtl. Schnellreparaturen durchführen, bzw. sein
Transporter dient als Auflesefahrzeug für liegengebliebene Radfahrer.
fahrendeTeilnehmeranzahl:
< 650!
Streckelänge:
Schloß-Neckarauer Marktplatz = 4,7 km
Marktplatz – Konrad-Duden-Schule = 3,5 km (insgesamt 8,2 km)
Marktplatz Neckarau:
Auf Anregung durch den GDS-Vorsitzenden Günter
Stegmüller in die Strecke als Zwischenstation aufgenommen. Dies
dient dem Stadtteilmarketing von Neckarau.
Die GDS wird einen Stand aufstellen und den ankommenden
„Draisler“ eine Getränkeerfrischung bieten. Eintreffen
des Corsos ab ca. Uhr 10.00.
Die Neckarauer Bevölkerung wird hier herzlich als Zuschauer eingeladen!
„Es wird für kurze Zeit eng werden auf dem Platz, da darf
kein Kfz sich darauf befinden. Wir können da keine Garantie
für evtl. Lackschäden geben für die oftmals
ordnungswidrig parkenden Autos“, so Höcker. „Also an
dem Morgen erst gar nicht auf den Platz fahren!“
Streckensicherung:
Polizeieskorte
Konrad-Duden-Schule (Hof):
In derem heutigem Geländebereich erfolgte 1817 der
Fahrtwendepunkt, um nach Mannheim zurück zu fahren. Sie ist der
Endpunkt der Fahrt.
Die Schüler erhalten dort Getränke und einen Kleinverzehr.
Jede Klasse und Gruppierung wird eigens mit der oder den Laufmaschinen
fotografiert. Alle deren Mitglieder erhalten später einen
kostenlosen Fotoabzug hiervon.
Danach:
„After Drais: Spiel und Spaß im Parkschwimmbad Rheinau“
Ein Programmangebot mit Volleyball, Aqua-Tauziehen und
Torwandschießen in Zusammenarbeit von Förderverein Freibad
Rheinau und dem Gemeinnützigem Verein Rheinau.
Das Schwimmbad liegt unmittelbar neben der Konrad-Duden-Schule.
Die Rheinauer lassen es sich nicht nehmen, an diesem besonderen Tag so
für ihren Stadtteil und Schwimmbad zu werben. „Wir wollen in
angenehmer Erinnerung bleiben“, so die Vereinsvorsitzenden
Siegfried Knoblauch, 1. Vorsitzender des Gemeinnützigen Vereins
Rheinau und Konstantin Groß, 1.Vorsitzender des
Fördervereins Freibad Rheinau.
Ein Programmangebot, was gut ankommt: 227 Schüler mit ihren Lehrern wollen daran teilnehmen!
Mit so vielen Teilnehmern hatten die Anbieter im Vorfeld gar nicht gerechnet.
(Eine Berichterstattung hierzu erfolgt durch die Rheinauer Vereine selbst)
Die Rückfahrt erfolgt nach eigenem Ermessen klassenweise selbst.
Zeitpunkt der Veranstaltung:
Der 26.06.03 ist kein klassischer Erinnerungstermin: Weder ein Geburts- oder Todestag, auch kein Ersttagtermin.
Der 12.06. konnte nicht vorgesehen werden, da Pfingstferien in Baden-Württemberg sind.
Der bisherige Ersttermin 12.7., wie er irrtümlicherweise immer
wieder angegeben wird, liegt zu nahe am Beginn der Sommerferien.
Somit hätte diese Drais-Memoriale in diesem Umfang nicht stattfinden können.
Der Termin ist daher ein Zeitkompromiß. Wichtig für uns war,
daß der Event überhaupt zum erstenmal stattfindet. Bis 2017
oder 2051 wollten wir nicht warten. Der 150. Todestag am 10.12.2001
ging leider ereignis- u. kommentarlos im Erfindungsort Mannheim
vorüber.
Jetzt hat sich mit den Mitgliedern des Arbeitskreises eine Gruppierung
ergeben, welche derzeit die Zeit und Laufmaschine aufbringen
können und sie sinnvoll zum Werbe- u. Imageanlaß nehmen (VEP
Neckarau s.o.), sie einzusetzen. Es ist wenig wahrscheinlich, daß
dieser Arbeitskreis 2017 zum 200. Jubiläum noch existiert.
Rudolf Höcker, Leiter des AK „Mehr Rad“
Lokale Agenda in Neckarau lädt zur öffentlichen Mitgliederversammlung ein: Kinder, Jugend und Agenda 21
[19.05.2003 Mittwoch, 4. Juni, 19. 00 Uhr, Volkshaus Neckarau (Rheingoldstraße 47-49)]Am
Mittwoch, den 4. Juni, um 19 Uhr lädt die Lokale Agenda 21
MA-Neckarau e.V. alle Interessierten ins Volkshaus ein.
Präsentiert wird eine Bestandsaufnahme zum Thema „Kinder,
Jugend und Agenda 21“ in Neckarau, die gemeinsam mit dem
Mannheimer Umweltforum durchgeführt wurde.
Nach der Vorstellung der in Neckarauer Schulen und
Kindergärten durchgeführten Projekte soll das weitere
Vorgehen diskutiert werden. „Wir wünschen uns, dass
Neckarauer in einem „Arbeitskreis Kinder, Jugend und Agenda
21“ zusammen finden, die bestehende Aktivitäten koordinieren
und neue Projekte entwickeln. Der Arbeitskreis soll Eltern und Kindern,
Erzieherinnen und Lehrern die Möglichkeit zum Austausch
bieten“, erläutert Bernd Landmann, der Vorsitzende des
lokalen Agenda-Vereins. „Mit nachhaltigem Denken kann man nicht
früh genug anfangen“, meint er weiter, und nennt Kinder und
Jugendliche ausdrücklich als eine der wichtigsten Gruppen für
die Agenda 21.
Die Agenda 21, das weltweite Handlungsprogramm für
eine „nachhaltige Entwicklung“, wurde 1992 in Rio de
Janeiro von rund 180 Staaten unterzeichnet. Nachhaltig heißt:
wirtschaftlich, ökologisch und sozial verträglich. Oder
anders gesagt: nicht das Kapital aufbrauchen, sondern von den Zinsen
leben. Die lokale Agenda Mannheim-Neckarau setzt sich dafür ein,
dass möglichst viele BürgerInnen an einer nachhaltigen
Entwicklung vor Ort mitarbeiten, vom einzelnen Projekt bis zum
Handlungsprogramm für den Stadtteil Neckarau.
Ansprechpartner:
Bernd Landmann, Vorsitzender der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau (Tel. 81 83 18)
Annette Wilczek, Mitarbeiterin des Umweltforums (Tel. 1 56 56 43)
Wir bitten um die Veröffentlichung der Einladung und um die Aufnahme in den Terminkalender Ihrer Zeitung.
Wir würden uns freuen Vertreter der Medien bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Netter
Agenda-Fest am Trimm-dich-Pfad
[18.05.2003 Sportvereine feiern Neu-Eröffnung, Sonntag, 15. Juni 2003, Beginn: 11.00 Uhr]
Am Sonntag, den 15. Juni um 11 Uhr laden die Neckarauer Sportvereine in
der Agenda 21 mit Essen, Trinken und Attraktionen zum Mitfeiern im
Kiesteichweg vor dem Rheindamm ein. Dank der Zusammenarbeit engagierter
Partner kann der runderneuerte Trimm-dich-Pfad im Waldpark jetzt mit
einem großen Fest neu eröffnet werden.
Gefeiert wird mit einem Programm, das für jeden etwas bereit hält:
neben reichlich Essen und Trinken im Grünen gibt es den Auftritt
einer Aerobic-Gruppe, Schnupperbootsfahrten an der Silberpappel,
Führungen durch den Trimm-dich-Pfad, ein Streitfußballfeld,
einen Schminktisch für Kinder und für Leute, die den Dreh
raus haben, einen "Kenterrollensimulator“. Um 12.30 Uhr startet
eine Waldrallye für Kinder und Jugendliche und bei gutem Wetter
sind eine Fahrrad-Rikscha und ein Solar-Eis-Mobil unterwegs.
Gleich bei der Gründung des Vereins "Lokale Agenda
21 MA-Neckarau e.V." im Herbst 2000 begann der Arbeitskreis
„Agenda im Sport“ mit seiner Arbeit. Bei einem Treffen mit
Neckarauer Sportvereinen war man sich über das erste gemeinsame
Projekt schnell einig: der Waldsportpfad sollte erneuert werden - die
alten Holzgeräte waren zum Teil marode oder entsprachen nicht mehr
den Anforderungen der modernen Sportmedizin.
Mit Unterstützung der Partner Sportkreis Mannheim,
dem zuständigen Forstamt in Weinheim und den Ämtern für
Sport und Grünflächen der Stadt Mannheim konnte das Vorhaben
schnell umgesetzt werden. Vorbildlich ist das Engagement der Neckarauer
Sportvereine in der Agenda 21: sie haben nicht nur die Patenschaften
für die Pflege der Stationen und Laufstrecken übernommen,
sondern organisieren auch das Einweihungsfest.
Für weitere Projekt gibt es im AK Agenda im Sport
bereits Überlegungen: Ökocheck im Sportverein - der
gleichzeitig Umwelt und Vereinskasse schont - und die Beteiligung an
"Fit for Fair" - einer Kampagne für „saubere“
Sportkleidung, die zwar in Billiglohnländern, aber zu fairen
Bedingungen und Löhnen hergestellt wird.
Die Agenda 21 ist das weltweite Handlungsprogramm
für eine „nachhaltige Entwicklung“, das 1992 in Rio de
Janeiro von rund 180 Staaten vereinbart wurde. Nachhaltig bedeutet,
dass die Menschen in Zukunft weltweit in den Bereichen Wirtschaft,
Umwelt so leben sollen, dass nicht länger das
„Kapital“ aufgebraucht und damit die Umwelt nach und nach
zerstört wird, sondern die Menschheit von den Zinsen lebt.
Außerdem soll weltweit ein sozialer Ausgleich stattfinden und
somit sollen auch die Armen auf jedem Ort der Welt die Chance auf ein
besseres Leben erhalten. Die lokale Agenda Mannheim-Neckarau setzt sich
dafür ein, dass möglichst viele BürgerInnen an einer
nachhaltigen Entwicklung vor Ort mitarbeiten, vom einzelnen Projekt bis
zum Handlungsprogramm für den Stadtteil Neckarau.
Wir bitten um die Veröffentlichung der Einladung und um die Aufnahme in den Terminkalender Ihrer Zeitung.
Wir würden uns freuen Vertreter der Medien bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Netter
Neckarauer Bürger diskutieren mit Experten Verkehrsfragen
[16.03.2003] Den Fragen Neckarauer BürgerInnen
zum Verkehr im Stadtteil stellten sich am 13. März Experten, die
auf Einladung des Arbeitskreises Aufeld des lokalen Agendavereins in
den gut besetzten Kolpingsaal des St. Jakobus Gemeindehauses gekommen
waren.
Frau Gisela Stete, Verkehrsplanerin aus Darmstadt,
zeigte in ihrem Eingangsreferat auf, dass trotz allen Vorurteilen immer
noch viele Wege in einem Stadtteil, zu Fuß und mit dem Fahrrad
getätigt werden. Das gilt insbesondere für Kinder,
Jugendliche und ältere Menschen. Sie verwies auf Untersuchungen
die belegten, dass für die gesunde Entwicklung von Kindern das zu
Fuß gehen außerordentlich wichtig sei. Das gelte für
das Schulen der Motorik und den Aufbau der Muskeln und des Skeletts bis
hin zu den höheren intellektuellen Leistungen. So gäbe es
Studien, die einen Zusammenhang zwischen Rechenschwäche und
Bewegungsmangel feststellten.
Die Expertin Stete sieht die Vorteile des zu Fuß
Gehens und des Rad Fahrens in der Schnelligkeit auf kurze Entfernungen,
der hohen Flexibilität, der hohen Erlebnis- und insbesondere beim
Gehen der hohen Aufenthaltsqualität, natürlich immer unter
der Voraussetzung, dass der Straßenraum das entsprechend
attraktiv ermöglicht. Nur zu Fuß macht man einen
Schaufensterbummel und trifft Menschen, mit denen man ein kurzes
Schwätzchen hält. So warb sie denn auch für gute Gehwege
mit ausreichend Platz für die Fußgänger und stellte
eine Liste mit Mindestmaßen vor, die Gehwege nach den
Erkenntnissen der Verkehrwissenschaft haben sollten.
Claudia Braun, Geschäftsführerin der in
Mannheim ansässigen "Stadtmobil Rhein-Neckar GmbH" erläuterte
anschließend die Vorzüge von Carsharing, also der
gemeinsamen Nutzung von Autos. So würde jedes von Menschen
gemeinsam genutzte Fahrzeug sechs bis sieben Parkplätze frei
halten, die andernfalls mit eigenen Autos zugeparkt wären. Sie
warb mit den im Vergleich zum eigenen Fahrzeug niedrigeren Kosten bei
einer Fahrleistung von unter 10.000 Kilometern im Jahr und verwies auf
den Vorzug, dass man sich beim Carsharing um nichts kümmern muss.
Die Wartung und alles was sonst rund ums Auto nötig ist
übernimmt Stadtmobil. Besonders erwähnte sie die hohen
Anschaffungskosten bei einem Privatfahrzeug, was bei Carsharing in
dieser Höhe nicht anfalle.
Felix Berschin, Nahverkehrsberater aus Heidelberg und
Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg des
Verkehrsclub Deutschland (VCD) gab Anregungen für einen besseren
Öffentlichen Personennahverkehr, also Busse und Bahnen. Er griff
die Idee eines Citybusses auf, der das Angebot im Stadtteil vielleicht
verbessern könne. Andere Vorschläge waren die Einführung
eines Kurzstrecken- und eines so genannten Bürgertickets. Beide
bürgten ein großes Potenzial für Busse und Bahnen und
könnten eine Entlastung von Autoverkehr bewirken. Ein
Kurzstreckenticket würde dafür sorgen, dass man nicht
für eine Strecke bis Mannheim Schönau zahlen müsse, wenn
man nur zwei Stationen fahren wolle und ein Bürgerticket
bürge für alle BürgerInnen die Chance auf ein
preisgünstiges Jahresticket. Das gäbe es derzeit mit dem
Maxx-Ticket, dem Semester-Ticket oder dem Jobticket nur für
bestimmte Nutzergruppen, was eigentlich ungerecht und nicht einzusehen
wäre.
Aus den anschließenden Fragen der BürgerInnen
ließ sich erschließen, dass zugeparkte Gehwege im Stadtteil
ein besonderes Problem darstellen. Unverständnis wurde besonders
darüber geäußert, dass das Zuparken von Gehwegen auch
in Straßen geschieht, in denen die Fahrbahnen eigentlich breit
genug zum Parken seien. Auch die Stadtverwaltung wurde kritisiert, weil
sie diese Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung,
die ja mit dem Verbot des Gehwegparkens den Schutz der
Fußgänger gewährleisten soll, offensichtlich toleriere.
Nach der intensiv geführten Diskussion bedankte
sich der Moderator des Abends, Dr. Gerd Hüttmann, bei seinen
Gästen und verabschiedete sie mit der Bitte, auch weiterhin so
engagiert die Aufstellung des Verkehrsentwicklungsplanes zu begleiten.
Dr. Hüttmann, seines Zeichens Vorstandssprecher des Allgemeinen
Deutschen Fahrradclubs (ADFC) in Mannheim und selbst aktiv im
“Arbeitskreis Fahrrad? des Neckarauer Agendavereins, verwies alle
Interessierte auf das nächste Treffen des AK Aufeld am 9. April um
19:30 Uhr im Volkshaus. Alle aktuellen Termine des Lokalen Agenda 21
Vereins Neckarau seien ansonsten auch auf der neu eingerichteten
Homepage zu finden. Die Adresse lautet www.neckarau21.de
Viele Grüße
Dieter Netter
Neckarauer Sportvereine übernehmen Patenschaft für den neuen Trimm-dich-Pfad
[16.02.2003] Am 13. Februar trafen sich Vertreter
Neckarauer Sportvereine mit den Akteuren der "Agenda 21 im Sport",
einem Arbeitskreis des Lokalen Agenda 21 Vereins. Unter der Leitung von
Gabi Thirion-Brenneisen, der Sprecherin des Arbeitskreises, wurde die
Erneuerung des Trimm-dich-Pfades besprochen.
Der Diplomsportlehrer des Sportkreises Mannheim,
Jürgen Kugler, stellte die neuen Tafeln für den Waldsportpfad
vor und erläuterte die Übungen an den geplanten Dehn- und
Kräftigungsstationen. Insgesamt wird der erneuerte Trimm-dich-Pfad
aus den Laufstrecken zwischen den Stationen und aus 11, den neuesten
Erkenntnissen der Sportmedizin entsprechenden, Übungen bestehen.
Förster Walter Pfefferle berichtete vom Fortgang
der Erneuerungsarbeiten und gab sich optimistisch, dass der Pfad bis
Anfang Mai fertiggestellt sein könne, obwohl derzeit die
Finanzierung des nötigen Personals noch nicht ganz sicher
wäre.
Ansonsten scheint derzeit die Finanzierung durch Zusagen
der Stadt Mannheim, des Forstamtes Weinheim, eines Sponsoren und aller
teilnehmenden Vereine gesichert.
Den Höhepunkt des Abends bildete die Unterzeichnung
der Patenschaftserklärung der Vereine. Mit ihrer Unterschrift
verpflichten sie sich dazu, das Forstamt bei der Instandhaltung der
Wege und der Sportgeräte aktiv zu unterstützen. Sie helfen
mit ihren Mitgliedern bei Instandhaltungsarbeiten und melden vor allem
Schäden an Wegen oder Sportgeräten ans Forstamt.
Beim nächsten Treffen der „Agenda 21 im
Sport" mit den Vereinen am 3. April soll das Einweihungsfest geplant
werden. Als vorläufiger Termin für die Eröffnungsfeier
ist der 25. Mai angedacht. Gastgeber der vorbereitenden Sitzung am 3.4.
ist der TSV Neckarau am Kiesteichweg 9. Die Sitzung wird um 19:30 Uhr
beginnen.
Wir bitten um die Veröffentlichung des Berichtes
und um die Aufnahme des Termins des nächsten Treffens in den
Terminkalender.
Wir würden uns freuen, Sie am 3. April begrüßen zu dürfen.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Netter
Arbeitskreis zum Erhalt des Aufeldes lädt ein zur Veranstaltung "Mobilität in Neckarau 2010"
[14.02.2003] Am Donnerstag den 13. März
lädt der Arbeitskreis Aufeld des lokalen Agendavereins zur
Veranstaltung "Mobilität in Neckarau 2010" ein. Die Veranstaltung
findet im Kolpingsaal des Gemeindehauses St. Jakobus in der
Rheingoldstraße 9 statt. Referenten des Abends sind Gisela Stete
vom Büro Stete Planung - Büro für Stadt- und
Verkehrsplanung in Darmstadt, Claudia Braun von der Mannheimer
Carsharing Organisation "Stadtmobil Rhein-Neckar" und Felix
Berschin von der NAHVERKEHRSBERATUNG SÜDWEST in
Heidelberg. Herr Berschin ist auch Vorsitzender des Landesverbandes
Baden-Württemberg des VCD (Verkehrsclub Deutschland) und durch
seine Stellungnahme gegen den ICE Bypass bekannt.
Die Verkehrsfachleute werden an diesem Abend in kurzen
Referaten Möglichkeiten erläutern, wie die Mobilität in
Neckarau verbessert werden kann. Dabei soll das Potenzial des
sogenannten Umweltverbundes beleuchtet werden: wie lassen sich zu
Fuß gehen, Rad fahren sowie Bus und Bahn in Neckarau verbessern
und welche Möglichkeiten bietet Carsharing zur Verbesserung der
Verkehrssituation. Die Fachleute beantworten nach den Referaten die
Fragen der Besucher.
Laut Anita Hirsch-Sanden, der Sprecherin des
Arbeitkreises, ist die Veranstaltung als Begleitung des
Verkehrsentwicklungsplanes Neckarau gedacht, der momentan von der
Stadtverwaltung erarbeitet wird. In diesem Plan werde festgelegt, wie
die unterschiedlichen Verkehrsarten und die Verkehrsflächen in den
nächsten Jahren ausgestaltet werden. Der Arbeitskreis des
Neckarauer Agendavereins, der durch die Unterschriftensammlung für
den Erhalt des Aufeldes bekannt wurde, will mit der Veranstaltung nicht
nur interessierte Bürger informieren, sondern auch
ermöglichen sich bei der Planung aktiv einzubringen.
Bernd Landmann, der Vorsitzende des Vereins lokale
Agenda 21 MA-Neckarau betont, dass sich der Arbeitskreis zum Erhalt des
Aufeldes über eine rege Beteiligung der Bürgerschaft freuen
würde, denn: "Demokratie lebt vom mitmachen".
Wir bitten um die Veröffentlichung der Einladung und um die Aufnahme in den Terminkalender.
Wir würden uns freuen, Sie am 13. März begrüßen zu dürfen.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Netter
Neckarauer Waldsportpfad wird erneuert
[19.07.2002] Einen schönen Erfolg hat der Verein lokale Agenda 21
Mannheim-Neckarau zu vermelden. Aufgrund einer Initiative seines
Arbeitskreises Agenda 21 im Sport wird der Neckarauer
Trimm-Dich-Pfad erneuert. Diese erfreuliche Nachricht überbrachten
Bernd von Aschwege, Abteilungsleiter im Amt für Straßenbetrieb und
Grünflächen der Stadt Mannheim und Walter Pfefferle vom Forstamt
Weinheim den Vertretern Neckarauer Sportvereine und
Kommunalpo-litikern. Die Anwesenden waren der Einladung des
Arbeitskreises Agenda 21 im Sport gefolgt und hatten sich am 11.
Juli bei der Post-Sport-Gemeinschaft im Kiesteichweg eingefunden.
Besonders erfreut zeigten sich die Vertreter der Sportvereine
darüber, dass auch die Finanzie-rung schon sicher ist. Im
September will man nun bei einer gemeinsamen Begehung des
jetzi-gen Trimm-Dich-Pfades die neue Konzeption vor Ort
durchzusprechen. Gabi Thirion-Brenneisen, die Sprecherin des
Agendaarbeitskreises hofft nun, dass der erneuerte Waldsportpfad
schon im nächsten Frühjahr den Freizeitsportlern übergeben werden
kann. Zu diesem Anlass ist geplant, zusammen mit den Sportvereinen
ein Einweihungsfest zu machen. „Das wäre großartig“, freut sich
Gabi Thirion-Brenneisen. „Das wird vielleicht der Anlass, dass
noch mehr Sportvereine bei uns mitmachen“, bringt sie ihre
Hoffnung zum Ausdruck.
gez. Dieter Netter
Neckarau agendamobil: Viertes CarSharing-Auto in Neckarau
[06.06.2002}
Waldpark, Geschäfte, Sportanlagen, in Neckarau lässt sich alles
gut zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Verkehr
erreichen. Wer deshalb nur ab und zu ein Auto braucht, dem bietet
„Stadtmobil“ eine interessante Alternative zum eigenen Auto.
Seit Ende Mai bietet Stadtmobil mit einem Daihatsu Cuore in
Neckarau sein viertes Fahrzeug zur Nutzung an. Möglich wurde die
Erweiterung durch neue NutzerInnen von Carsharing.
Schon seit 1998 steht ein Teilauto in der Neckarauerer
Rheingoldstraße, ein Jahr später kam ein zweites am Sennteichplatz
hinzu. Dort stehen mittlerweile drei Fahrzeuge. Ein Kleinwagen
und ein Kombi wurden Ende Mail um einen Mini ergänzt. Werden
andere Modelle gewünscht, kann auf den übrigen Fuhrpark
zurückgegriffen werden. Weitere Fahrzeuge stehen entlang der Linie
7 an der Diesterwegschule, am Bahnhof und an der Kunsthalle.
Nutzer von CarSharing schlagen sich nicht mit Reparaturen, TÜV
oder Ähnlichem herum, das erledigt Stadtmobil für sie. Und wer
unter 500 km im Monat mit dem Auto fährt, spürt schnell den
Vorteil von CarSharing im Geldbeutel. Das Angebot nehmen
mittlerweile 80 Neckarauer in Anspruch - Tendenz steigend. Im
gesamten Rhein-Neckar-Raum nutzen rund 2000 Kunden die 100
CarSharing-Fahrzeuge.
Wie funktioniert CarSharing?
Über Internet oder Telefon können Kunden rund um die Uhr ein
Fahrzeug reservieren, sei es für die kurze Einkaufsfahrt oder für
den mehrwöchigen Urlaub. Mit einer Chipkarte wird das gebuchte
Auto geöffnet und los geht’s. Voraussetzung ist der Abschluss
eines Rahmennutzungsvertrages, und wer ein Halbjahres- oder
Jahresticket für Bus und Bahn hat kann CarSharing im „VRN-Tarif“
zu günstigeren Einstiegskonditionen nutzen. Abgerechnet werden die
gebuchte Zeit und die gefahrenen Kilometer. Darin sind dann vom
Benzin über die Versicherung bis zur Wartung und Pflege alle
Kosten enthalten.
Was hat CarSharing mit der Lokalen Agenda 21 in Neckarau zu tun?
Die Agenda 21 ist ein weltweites Handlungsprogramm, das 1992 in
Rio de Janeiro verabschiedet wurde. Hauptziel ist eine
"zukunftsfähige" oder "nachhaltige Entwicklung". Beim Erreichen
dieses Ziels wurde den Kommunen eine tragende Rolle zugewiesen.
Da auch die städtische Mobilität in der Agenda 21 eine Rolle
spielt sollen ökologisch verträglichen Fortbewegungsarten,
insbesondere dem Zufußgehen, Radfahren und dem öffentlichen
Nahverkehr Vorrang eingeräumt, und der Verbund dieser
Verkehrsarten in den Mittelpunkt der Planungen gestellt werden.
Der Verein Lokale Agenda 21 MA-Neckarau wirbt für die Umsetzung
der Prinzipien der Agenda 21 in Neckarau.
CarSharing stellt als Ergänzung der ökologisch verträglicheren
Fortbewegungsarten einen wichtigen Baustein dieser zukunftsfähigen
Mobilität dar. Wer CarSharing nutzt, hat ein Auto nur dann, wenn
er es braucht - es steht aber nicht herum, wenn er es nicht
benötigt. Das führt unter anderem dazu, dass ein CarSharing-Auto
im Schnitt 7 Privat-PKW ersetzt. Damit wird in Neckarau viel Platz
frei für andere, schönere Nutzungen.
Mehr Infos zu Stadtmobil erhalten Interessierte im Internet unter
www.stadtmobil.de und telefonisch unter (0621) 4 18 22 18.
Zur Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau e.V. gibt gern deren
Vorsitzender Bernd Landmann Tel. 81 83 18 Auskunft.
gez. Dieter Netter
Presseerklärung
der Agenda 21, Arbeitskreis Erhaltung des Aufeldes
zur Sitzung des Ausschusses Umwelt und Technik (AUT) am 9.3.2002
[09.03.2002]
Befürworter einer Aufeldquerung argumentieren nur mit der
Entlastung des Ortskerns von Neckarau.
Welche Interessen verfolgen diejenigen, die auf eigene Faust
bereits eine „für die Kleingärten verträgliche“ Trassenführung
planen und die Kosten für den Straßenbau ermitteln?
Warum werden die wahren Interessen nicht genannt?
Verantwortungsvolle Kommunalpolitik löst (Verkehrs-)Probleme heute
nicht mehr durch weiteren Verbrauch von (Umwelt-)Ressourcen, sie
schöpft zumindest vorher alle anderen Möglichkeiten aus.
Dies ist nicht „Ideologie in der Verkehrspolitik“, sondern
Verantwortung für die Zukunft.
Die Kommunalpolitiker sind 1992 der Charta von Aalborg
beigetreten, die solches Handeln zum Grundsatz macht. Sie haben
ein Freiraumsicherungskonzept und ein Stadtentwicklungskonzept
beschlossen.
Warum handeln die Kommunalpolitiker nicht danach?
Die Aufeldquerung würde unbestreitbar eine zahlenmäßige Entlastung
für den Ortskern bringen.
Warum wird nur von der erzielbaren Entlastung geredet,
nicht aber von den negativen Folgen für Neckarau?
Die Entlastung wird bezahlt mit
zusätzlichem Verkehr, höherer Belastung für die Steubenstrasse,
Staus im Bereich Rheingoldcenter,
einer zweiten Schneise im Stil der Neckarauer Straße
künftiger Besiedelung des Aufeldes mit Gewerbe und Wohnungen und
damit
weiterer Bodenversiegelung, zusätzlichem Verkehr,
Zerstörung der Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen
Zerstörung des Naherholungsgebietes
Mehr als 7.500 Bürger haben in Neckarau ihr Votum für den Erhalt
des Aufeldes und gegen die Straße abgegeben.
Der AK für den Erhalt des Aufeldes in der Agenda 21, übergibt am
19.3.2002 die Unterschriften an die Verwaltung.
Der AK erwartet von den Kommunalpolitikern, dass sie dieses Votum
respektieren.
Bisher ist dies nicht erkennbar.
Auf Antrag aller Parteien soll ein Verkehrsplan für Neckarau,
erstellt werden.. Ein weiteres Gutachten sieht u.a. eine
umfangreiche Untersuchung des Ziel- und Quellverkehrs im Morchfeld
vor.
Warum ist es dort, wo die Dinge doch klar liegen, für eine Planung
notwendig zu wissen, woher die Autos kommen und wohin sie wollen,
im Kern von Neckarau aber nicht?
Eine nochmalige Überprüfung der Aussage bezüglich des Autoverkehrs
in Neckarau wird nicht als notwendig erachtet Stattdessen wird
immer wieder vereinfachend widergegeben, die Agenda 21 habe als
Alternative nur eine Querung durch die Rottfeldstraße.
Warum wird nicht mit gleicher Intensität geprüft, welche
Entlastungen sich aus der Summe der Vorschläge der Agenda 21
ergeben würden?
Die Agenda 21 fordert von Verwaltung und Gutachtern eine
vorbehaltlose Prüfung aller genannten Vorschläge.
Arbeitskreis für die Erhaltung des Aufeldes in der Agenda 21
Mannheim-Neckarau e.V.
Agenda im Sport und Neckarauer Vereine trafen sich
[23.02.2002] Am Donnerstag, 21. Februar 2002 trafen sich mehrere Teilnehmer zu
einer Informationsveranstaltung über Agenda 21 und Agenda im Sport
Anwesend waren die Vorsitzende des Sportkreises und des
Schwimmvereins Edda Geisler, die Vorsitzenden der Sportvereine
Tennisclub Schwar-Weiß, Post SG, Radsport Chio, VfL Neckarau, TV
1884, Rainer Hildenbrandt von der Kanu-Gesellschaft Neckarau, Frau
Pich vom Agenda Büro der Stadt Mannheim, Daniel Bannasch vom
Agenda Büro der Stadt Ludwigshafen, Bernd Landmann Agendaverein
Neckarau und dessen Arbeitskreis Agenda im Sport, Gabriele
Thirion-Brenneisen, Dieter Netter und Horst Kallsbach.
Dieser Infomationsaustausch war sehr interessant und
aufschlußreich. Gerade die Mitglieder in den Vereinen stellen ein
riesengroßes Potential um der Verwirklichung von Agenda 21 in
unserem Stadtteil und in unserer Stadt näher zu kommen.
Bessere Zusammenarbeit unter den Vereinen wurde als Ziel genannt.
Familienwochende, Kombikarte, Umweltseiten in der Vereinszeitung
wurden näher betrachtet. Die Vereine hatten starkes Interesse an
einer Wiederinstandsetzung des Trimm-Dich-Pfades; es wurde sogar
darüber nachgedacht, daß Neckarauer Sportvereine jeweils eine
Patenschaften für ein Trimm-Dich-Gerät übernehmen könnten.
Der Arbeitskreis Agenda im Sport wird Gespräche mit den
zuständigen Ämtern aufnehmen um ein solches Projekt zu
realisieren. Es wurde vereinbart sich wieder zu treffen und die
Zusammenarbeit zu verstärken.
Dieter Netter
Gabriele Thirion-Brenneisen
23. Februar 2002
“Ohne ein deutliches Votum der Neckarauer Bürger wird es keine
Aufeldquerung geben!“
[09.09.2001]
Diese deutlichen Worte sprach Dr. Sven Joachim OTTO,
Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat, bei einer öffentlichen
Fraktionssitzung im Frühjahr im Gemeindesaal der St. Jakobus
Kirchengemeinde in Neckarau. Dies wohl auch angesichts deutlich zu
verspürender mehrheitlicher Ablehnung gegen ein solches Projekt.
Inzwischen wurden mehrere öffentliche Veranstaltungen zum Thema
durchgeführt. Unter anderem in der Halle des Volkshauses mit
Vertretern der GdS und IG der Neckarauer Vereine sowie der SPD und
Grüne. Letztere Parteien beziehen jetzt schon deutlich Stellung
gegen die Aufeldquerung, aber auch die Bürgerinnen und Bürger
haben sich ohne Frage deutlich mehrheitlich gegen ein solches
Projekt ausgesprochen.
Dies nicht nur bei Versammlungen und Sitzungen, sondern auch auf
der Straße, wenn Mitglieder des AK Aufeldquerung für
Unterschriften gegen die Aufeldquerung bitten.
Innerhalb kürzester Zeit und trotz „Sommerpause“ wurden bereits
knapp 5.000 Unterschriften für den Erhalt des Aufeldes gesammelt.
Auch öffentliche Befürworter des umstrittenen Verkehrskonzeptes
haben sich mittlerweile dem Wunsch zum Schutz des Aufeldes
angeschlossen. Dies wohl durch den Druck der öffentlichen Meinung.
Obwohl eine Entscheidung näher rückt, ist im September dieses
Jahres doch noch nicht mit einem Beschluss des Gemeinderates zu
rechnen.
Deshalb hat sich der AK Aufeldquerung der Lokalen Agenda 21 MA –
Neckarau entschlossen, die Unterschriftenaktion noch bis zum
31.10.2001 zu verlängern.
Bei dieser Gelegenheit bitten wir alle, die Unterschriftenlisten
gesammelt haben, diese an den bekannten Adressen abzugeben.
Unser besonderer Dank gilt allen Sammlerinnen und Sammlern sowie
den Neckarauer Gewerbetreibenden und Ladeninhabern, die unsere
Listen ausgelegt haben.
Dies gerade auch in den von der Verkehrsentwicklung besonders
betroffenen Bereichen Friedrichstraße und Rheingoldstraße.
Dieses entgegengebrachte Vertrauen ist der Lokalen Agenda 21
MA-Neckarau auch gleichzeitig Verpflichtung, zu einer Entlastung
des Neckarauer Ortskernes mit alternativen Konzepten beizutragen.
Diese mit zu entwickeln und der Stadtverwaltung vorzuschlagen ist
ebenfalls Aufgabe des AK Aufeldquerung und es sind schon einige
interessante Ideen vorgetragen worden.
Alle daran interessierten Neckarauer/innen sind herzlich zum
Mitmachen eingeladen.
Das nächste Treffen des Arbeitskreises Aufeldquerung findet statt
am Donnerstag, 13.09.2001, 19.30 Uhr, in der
Gaststätte "Sudpfännchen" des Leistungszentrum für Kegelsport
(zwischen Freizeitschule und Rheingoldhalle)
Rheingoldstraße 211
gez.
Bernd Landmann
Aufruf zur Gründung des Vereins „Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V.“
[01.10.2000]
1998 trat die Stadt Mannheim der „Charta der Europäischen Städte
und Gemeinden auf dem Weg zur Zukunftsbeständigkeit (Charta von
Aalborg)“ aus dem Jahre 1994 bei. Diese Charta war das
Folgeergebnis der UN-Konferenz („Erdgipfel“) von Rio de Janeiro
im Jahre 1992. 178 Staaten beschlossen dort die Agenda 21, ein
Zukunftsprogramm für das 21. Jahrhundert in dem „die
dringlichsten Fragen von heute angesprochen, während gleichzeitig
versucht wird, die Welt auf die Herausforderungen des nächsten
Jahrtausends vorzubereiten.“ Zentrales Leitmotiv der Agenda 21
ist die nachhaltige Entwicklung.
Mannheim und viele andere Städte und Gemeinden verpflichteten
sich mit der Unterzeichnung der “Charta von Aalborg“ eine eigene
„Lokale Agenda 21“ aufzustellen, welche den Umweltschutz als
integrierten Bestandteil jeder Entwicklung betrachtet, bei der die
Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen
mit der langfristigen Sicherung unserer materiellen Lebensqualität
in Einklang gebracht werden soll im dem Zieldreieck:
Umweltverträglichkeit/ Sozialverträglichkeit/ Wirtschaftlichkeit.
Ziel ist die Erarbeitung und Umsetzung eines Handlungsprogrammes
für eine zukunftsbeständige Gemeinde.
Hierbei wird auf bereits vorhandenen und durchgeführten
Einzelansätzen aufgebaut. Zudem hat sich Mannheim verpflichtet,
die Lokale Agenda 21 im Dialog mit Bürgern, Stadtverwaltung,
Gewerbe-, Wirtschaftsorganisationen, Vereinen, Parteien und
anderen zu entwickeln. Denn nur mit ihnen lässt sich dieses
notwendige Ziel umsetzen.
Um dieses Zukunftsprogramm gebündelt in dem Mannheimer Stadtbezirk
Neckarau mit seinen Stadtteilen Neckarau, Almenhof, Niederfeld und
Casterfeld-Nord voran zu treiben, ist beabsichtigt, den Verein
„Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V.“ zu gründen. Die Unterzeichner
appellieren an alle dort ansässigen, zukunftsorientierten,
verantwortungsbewußten Bürger, Firmen, Vereine, Verbände,
Einrichtungen und Kirchen diesem Verein beizutreten.
Die Gründungsversammlung findet statt:
Donnerstag, 26.10.2000
Uhr 19.30
vhs am markt, Friedrichstr. 13a, 68199 MA-Neckarau (Marktplatz)
Weitere Infos:
Rudolf Höcker, Tel. 0621/82 42 75, Fax 8 28 05 35 und
Agenda 21 – Büro der Stadt Mannheim, Tel. 0621/293-7499, Fax 293-9704,
Internet: www.mannheim.de/agenda21/, eMail: agenda21@mannheim.de
UnterstützerInnen:
Daniel Bannasch, Prof. Dr. Josef Bugl, Akademie für
Technologiefolgenabschätzung in Stuttgart, Gabriele Egler
(Stadträtin CDU), Dr. Rudo Friedrich (Stadtrat ML), Großkraftwerk
Mannheim AG, Rudolf Höcker (Bezirksbeirat CDU), Dr. Gerd Hüttmann
(Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club), Kleingartenverein Mallau,
Bernd Landmann, Markthaus MA- Neckarau, Manuel Metzmaier
(Bezirksbeirat SPD), Moll-Gymnasium, Klaus-Peter Mütsch
(Architekt), Dieter Netter (Bezirksbeirat Grüne), Tobias
Seiberlich, Carl Duisberg-Gesellschaft, Petra Seidelmann
(Stadträtin Grüne), Karin Steffan (Stadträtin SPD), Gabriele
Thirion-Brenneisen, Helmut Wetzel (Stadtrat SPD), Agenda 21-Büro
der Stadt Mannheim, (Sozial-)Dezernat III und (Bau-)Dezernat IV
der Stadt Mannheim
Pressespiegel
Bürger nehmen Natur in der Stadt in Schutz
NECKARAU/LINDENHOF: Massives Engagement für Aufeld, Strandbad und Rheinpromenade
[30.12.2005 Mannheimer Morgen] Wenn es um das
Erhalten der Natur geht, engagieren sich die Mannheimer gern. Das
zeigte sich in den zurück liegenden zwölf Monaten besonders
in Neckarau und auf dem Lindenhof. Die Aufmerksamkeit galt dem Aufeld,
dem Strandbad und der Rheinpromenade.
Die frohe Botschaft kam vor gut einem Monat aus dem
Gemeinderat. Der Ausschuss für Umwelt und Technik beauftragte die
Stadtverwaltung, ein Verfahren einzuleiten, an dessen Ende das Aufeld
zum förmlichen Landschaftschutzgebiet erklärt werden kann.
Begrüßt wurde die Entscheidung vor allem von den
Umweltverbänden, die sich für den Grünzug bereits stark
gemacht hatten, als eine Straße zum neu gebauten Niederfeld im
Gespräch war. Davon sah die Stadt zwar ab, doch die
Befürchtung, das Aufeld könnte bebaut werden, blieb nach wie
vor.
Zu heftigen Auseinandersetzungen führten Planungen
am Strandbad. Nachdem die Stadt der Pächterin der dortigen
Gaststätte gekündigt hatte, einigte sie sich mit der
Eichbaum-Brauerei auf ein neues Konzept. Dagegen liefen Mitglieder der
Lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau und ein eigens gebildeter
Strandbad-Verein Sturm. Sie befürchteten eine abgehobene
Event-Gastronomie. Schließlich lenkten Stadt und Brauerei ein.
Die Stadt muss nun ein neues Konzept erarbeiten, das auf eine positive
Resonanz der Neckarauer stößt. Denn die Brauerei
erklärte, nichts gegen den Willen der Bürger zu unternehmen.
Auf dem Lindenhof beschwerten sich einige Bewohner
massiv gegen das wilde Grillen an der Rheinpromenade, doch die
Begeisterung der Stadtverwaltung, dort etwas zu unternehmen, hielt sich
in engen Grenzen. Also schalteten die Bürger, denen vor allem der
hinterlassene Unrat und der versengte Boden ein Dorn im Auge waren, den
Bezirksbeirat ein. Nach einer heftigen Diskussion in einer
öffentlichen Sitzung sprachen sich die Stadtteilpolitiker
mehrheitlich dafür aus, dass das Grillen entlang der
Rheinpromenade unterbunden wird und die Stadt dafür nach einem
Ersatzareal Ausschau halten soll. jan
Neues Konzept am Strandbad
NECKARAU: Eichbaum geht auf zahlreiche Vorschläge ein
[21.10.2005 Mannheimer Morgen] Die zum Teil
hitzige Diskussion über die Zukunft des Strandbades führte
dazu, dass der künftige Betreiber der Strandbadgaststätte,
die Eichbaum Brauereien AG, ihr ursprüngliches Konzept
geändert hat. Genaueres erfuhren die Bezirksbeiräte in der
öffentlichen Sitzung zwar nicht, allerdings hatte vor einigen
Wochen der Verkaufsdirektor der Eichbaum-Brauereien, Rainer Heilmann,
erklärt: "Wir investieren nur im Konsens mit der
Bevölkerung."
Das Thema stand auf der Tagesordnung der
Bezirksbeirats-Sitzung, wurde aber wieder abgesetzt.
Obertbürgermeister Gerhard Widder ließ die
Stadtteilpolitiker wissen, dass die Brauerei sich entschlossen habe,
ein modifiziertes Betreiberkonzept vorzulegen. Es Berücksichtige
weitgehend die von den verschiedenen Initiativen gemachten
Einwürfe. Wie berichtet, wandten sich sowohl der Bezirksbeirat als
auch die Lokale Agenda 21 Mannheim Neckarau gegen eine mögliche
"Event-Gastronomie" und sprachen sich für eine volkstümliche
Bewirtschaftung aus.
Was davon im Detail verwirklicht wird, sollen die
Bezirksbeiräte in einer Sondersitzung erfahren. Das Konzept sei
der Stadt erst nach der Sommerpause vorgelegt worden und müsse
erst geprüft werden. Danach beginnen die Verhandlungen mit dem
Unternehmen über die Realisierbarkeit. Von der Stadt verlangen die
Bezirksbeiräte eine Lösung des Verkehrsproblems zu dem dann
bewirtschafteten Strandbad. jan
Endlich an die Arbeit gehen
Forum und LA 21 begrüßen den Verkehrsentwicklungsplan
[03.08.2005 Mannheimer Morgen] Die Lokale Agenda 21
und das Verkehrsforum Neckarau begrüßen einhellig die
Verabschiedung des Verkehrsentwicklungsplanes durch den Gemeinderat.
"Endlich können wir im Interesse der Bürger daran gehen,
einige der dringendsten Verkehrsprobleme im Stadtteil zu mildern",
freut sich Bernd Landmann, der Vorsitzende der lokalen Agenda 21
-Neckarau, in einer Mitteilung.
Das Verkehrsforum hatte 2004, wie viele interessierte
Bürger, die Offenlage der Pläne intensiv für Kritik und
Anregungen genutzt. Um so enttäuschter war man, als erst nach der
Offenlage die CDU im Gemeinderat Beratungsbedarf anmeldete. Dadurch
wurde die Verabschiedung der Verwaltungsvorlage um ein ganzes Jahr
verzögert. "Damit hat man den von Verkehrsbelastungen geplagten
Menschen im Stadtteil keinen Dienst erwiesen," erklärt Bernd
Landmann und fährt fort: "Es freut uns besonders, dass mit dem
Beschluss des Gemeinderates alle Parteien anerkennen, dass eine
Aufeldquerung keine maßgebliche Verkehrsentlastung für den
Stadtteil bringt." Er lädt die Vertreter aller Parteien im
Stadtteil ein, sich beim Verkehrsforum mit zu engagieren.
Dr. Gerd Hüttmann vom ADFC weist auf die Aktionen
des Verkehrsforums in diesem Jahr hin. Im April waren vor einem
Einkaufsmarkt die Möglichkeiten zum Transport von Einkäufen
mit dem Fahrrad vorgestellt worden. Im Juni war beim Fest der
Elterninitiative am 48er-Platz der Rat der Experten für den
Transport von Kindern in Fahrradanhängern gefragt. Und auch die
sonstige Werbung für Mobilität ohne Auto kam bei dem Fest gut
an. "Mit unserem Engagement zeigen wir", so Hüttmann, "dass wir
nicht auf die Beschlüsse von Politikern warten, bis wir etwas
tun." lang
Ein Stadtteil will in Zukunft planmäßig fahren
NECKARAU: Verkehrsentwicklungsplan vom Gemeinderat verabschiedet / Bürger und Initiativen werten Zustimmung als Erfolg
[03.08.2005 Mannheimer Morgen, von dem Redaktionsmitglied Thorsten Langscheid]
Neckarau hat einen Verkehrsentwicklungsplan (VEP). Einmütig
verabschiedete der Gemeinderat dieser Tage das Papier, das viele
Vorschläge zur Verbesserung der Situation in dem südlichen
Stadtteil enthält, über das lange gestritten wurde und das
jetzt als eine Arbeitsgrundlage für die Verkehrsplanung der
kommenden Jahre dienen kann.
Mit dem Beschluss des Ausschusses für Umwelt und
Technik (AUT) des Gemeinderats sind allerdings die einzelnen
Maßnahmen und Vorschläge des VEP noch keineswegs
beschlossene Sache, ausdrücklich behielt sich die CDU im
Ratsausschuss vor, über die Einzelmaßnahmen noch einmal
gesondert - und gegebenenfalls auch ablehnend - abstimmen zu wollen,
wenn sie denn zur Realisierung anstehen. Ungeachtet dessen werten die
Initiativen und Einzelpersonen, die an dem Plan mitgewirkt haben, den
Ratsbeschluss als Erfolg, sehen in dem zumindest grundsätzlichen
Ja der Kommunalpolitik die Wertschätzung ihrer jahrelangen und
ehrenamtlichen Arbeit.
Die wichtigste Botschaft des Plans ist wohl die, dass
eine neue Straße durch das Aufeld zur Entlastung des Neckarauer
Ortskerns von niemandem mehr angestrebt wird. Zu gering wären die
Effekte für Friedrich- und Rheingoldstraße, zu groß
der Schaden, den ein solches Verkehrsprojekt anrichten würde.
Doch auch in anderen, von den Bürgern in vielen
Mannheimer Stadtteilen diskutierten Themen, gibt der VEP den
Neckarauern lediglich eine den jetzigen Zustand untermauernde
Lösungsmöglichkeit an die Hand. Stichwort Anwohnerparken. Wie
in der Neckarstadt sind auch in Neckarau sowieso viel zu wenig
Parkplätze vorhanden, so dass sie bereits jetzt für die
Anwohner bei weitem nicht ausreichen - die Ausweisung von
Anwohnerparkzonen würde also nichts bringen, heißt es in dem
Papier.
Bei anderen Themen lässt der Plan die finanzielle
Schwäche der Stadtverwaltung erkennen. So wird eine Herabstufung
von Casterfeld- und Neckarauer Straße vom Status
Bundesstraße von der Stadt hauptsächlich deswegen abgelehnt,
weil das Land Zuschüsse für den Unterhalt der Hauptachsen
bezahlt. Der Bürgerwunsch, den Durchgangsverkehr von Süden
bereits am Dannstadter Knoten zweispurig auf den
Rhein-Neckar-Schnellweg umzuleiten, wird vom Rathaus daher
abschlägig beschieden.
Kein Geld ist auch für die Realisierung der
vorgeschlagenen und, im Falle Bahnhof Neckarau schon seit mindestens
zehn Jahren diskutierten Kompaktbahnhöfe nicht vorhanden. So
werden die Bürger wohl noch ein paar Jahre darauf warten
müssen, zwischen Bussen und Bahnen der RNV-Verkehrsbetriebe,
BRN-Bussen und S-Bahn an der Friedrichstraße oder am Neckarauer
Übergang bequem umsteigen zu können. Immerhin steht die - mit
Ausnahme der großen Einfallstraßen - flächendeckende
Einführung von Tempo 30 im Stadtteil weit oben auf der
Vorschlagsliste des Verkehrsentwicklungsplans.
Kleine Schritte
[03.08.2005 Mannheimer Morgen, von Thorsten Langscheid]Eine
Buslinie nach Altrip ist nicht zu realisieren, die Kompaktbahnhöfe
bleiben in weiter Ferne, Anwohner-Parken ist kein Thema mehr, ein
günstiges Stadtteil-Ticket Sache des Verkehrsverbunds, die
Querverbindung Rheingoldplatz-Friedrichstraße auch in Zukunft ein
Ärgernis per se, wichtige Teilbereiche des Vororts
(Donaustraße, Strandbad) gar nicht Gegenstand der Diskussion -
nein, ein großer Wurf ist der Verkehrsentwicklungsplan Neckarau
auch nach nahezu fünfjähriger Detailarbeit nicht.
Doch nutzlos ist der Plan dabei ganz und gar nicht. Die
Bürger haben sich nämlich ganz konkret vor Ort Gedanken
gemacht, wie bestimmte Verkehrsprobleme gelöst oder zumindest
gemildert werden können. Zum Beispiel kann man jetzt schon bei
relativ niedrigen Kosten eine zweite Fahrspur an der Stau-Stelle
Floßwörthstraße-Mallau-Straße aufmarkieren,
statt bis zum St. Nimmerleinstag darauf zu warten, dass Geld für
eine zusätzliche Anschlussstelle an den Rhein-Neckar-Schnellweg da
ist.
Teile der diskutierten Parkraum-Konzeption können
ebenfalls schnell und billig umgesetzt werden: so könnte ein
Kurzparker-Ticket zu einem günstigen Preis im Neckarauer Ortskern
durchaus etwas bringen und den Einzelhandelskunden dazu verhelfen, doch
noch eine Lücke zu finden, wo normalerweise immer alles zugeparkt
ist. Aufwändige Umbauten verbieten sich hier sowieso, da auf dem
Seilwolff-Gelände ja jede Menge Parkplätze entstehen sollen.
Die genannten Beispiel sind nur ein kleiner Teil dessen,
was den großen Plan für Neckarau ausmacht. Das
Gemeinschaftswerk ist deshalb eines ganz gewiss: Ein Riesenerfolg der
kleinen Schritte.
Initiativen suchen Konsens am Strandbad
NECKARAU: Eichbaum investiert nur im Einklang mit Bürgern
[27.07.2005 Mannheimer Morgen, von dem Redaktionsmitglied Jan Cerny]Die
Gemüter haben sich am Strandbad weitgehend beruhigt. Bei einer
Besichtigung des Areals, zu der die SPD eingeladen hatte, herrschte
entspannte Atmosphäre. Das war nicht immer so. Noch vor wenigen
Monaten lagen Stadt und Neckarauer Initiativen im Clinch über das
künftige Aussehen des Strandbades. Mit einem entscheidenden Satz
trug der Verkaufsdirektor der Eichbaum-Brauereien AG, Rainer Heilmann,
dazu bei, dass sich die Wogen der Erregung gelegt haben: "Wir
investieren nur im Konsens mit der Bevölkerung."
Zugleich kündigte der Manager an, den bisherigen Vertragsentwurf
mit der Stadt nicht zu unterschreiben. Allerdings benötige die
Eichbaum AG spätestens bis 2005 eine "konsensgestützte
Aussage". Beim jüngsten Rundgang vor Ort bekräftigte Heilmann
gegenüber dem "MM", dass die Eichbaum-Brauereien bereit seien, auf
Grund des Konsenses ein Alternativkonzept für die
Strandbad-Gastronomie zu entwerfen, das bis zur Saison 2007 umgesetzt
werden könnte.
Als Vorgriff auf die künftige Bewirtschaftung richtete die
Eichbaum AG eine Grundversorgung ein. So finden Spaziergänger und
Sonnenbadende am Strandbad einen Kiosk mit zahlreichen Tischen
beziehungsweise Bänken zum Verweilen. Diese "Interimsgastronomie"
wird auch im nächsten Jahr das Bild prägen.
Unklar ist, was mit dem Gaststättengebäude passieren soll.
Nach Vorstellungen der Initiative "Freunde des Strandbades" soll es auf
jeden Fall erhalten bleiben. Karl-Ludwig Walzel, Sprecher der
Initiative, kann sich vorstellen, dass der obere Teil ersetzt werden
muss, weil er in einem besonders schlechten Zustand sei, der untere
Teil müsse aber unbedingt erhalten bleiben. Auf jeden Fall brauche
die Bevölkerung wieder die Terrasse: "Da saß man abends bei
einem Weizenbier und betrachtete den Sonnenuntergang auf der
gegenüberliegenden Rheinseite über Ludwigshafen", erinnert er
sich. Eines Tages aber war die Terrasse geschlossen, war es mit der
Romantik aus und so sei es zu der Gründung der Initiative
gekommen.
Für eine "Gastronomie im bezahlbaren Rahmen" sprach sich vor Ort
Bernd Landmann, Vorsitzender der Lokalen Agenda Mannheim-Neckarau aus:
"Wir wünschen uns eine einfache Bewirtschaftung gegebenenfalls in
einem einfachen Gebäude, auf jeden Fall keine Event-Gastronomie",
betonte Landmann. Auf einen weiteren Aspekt wies ein Mitstreiter hin
als er meinte: "Aber bitte kein Konzept, das mehr Verkehr erzeugt." Die
Anwohner entlang der Rheingoldstraße und des Neckarauer Waldwegs
seien bereits jetzt durch die Fahrzeugbewegungen spät in der Nacht
geplagt.
Die SPD-Stadträte Elke Stegmeier, Helen Heberer, Karin Steffan,
Dr. Jörg Schmid und Ralf Eisenhauer sammelten die Anregungen und
Vorstellung der örtlichen Initiativen und Anwohner. "Wir
müssen uns aber noch vor den Etatberatungen klar werden, was wir
wollen", betonte Elke Stegmeier. Es sei ja nicht auszuschließen,
dass bei der Neugestaltung des Strandbades Geld benötigt werde,
das im städtischen Haushalt eingestellt sein müsse.
Vorerst kein neues Lokal
Überlegung am Strandbad
[23.07.2005 Mannheimer Morgen] Am Strandbad wird ein
neues Konzept gesucht. Wie berichtet, hatte die Stadt vor einem knappen
Jahr zusammen mit den Eichbaum-Brauereien eine Vorstellung entwickelt,
wie denn das Areal künftig aussehen und vor allem, wie es
bewirtschaftet werden soll. Das stieß in Neckarau auf heftigen
Widerstand. Vor allem die Initiativen Lokale Agenda Mannheim-Neckarau
und "Freunde des Strandbades" fürchteten eine "Event-Gastronomie",
in deren Mittelpunkt eine teuere Gaststätte steht. Der
volkstümliche Charakter der Strandbades ginge verloren. Daraufhin
stoppte die Brauerei die Pläne. Verkaufsdirektor Rainer Heilmann
erklärte: "Wir investieren nur im Konsens mit der
Bevölkerung." Mit Interesse verfolgte Heilmann die Diskussion bei
einem Rundgang mit den Bürgern, zu dem der Neckarauer
SPD-Ortsverein eingeladen hatte. Dabei vernahm er den Wunsch nach einer
einfachen, volkstümlichen Bewirtschaftung und die Ablehnung einer
großartigen "Event-Gastronomie". Die Saison 2007 will die
Eichbaum AG am Strandbad eröffnen. In diesem und im nächsten
Jahr stellt sie eine "Grundversorgung" bereit in Form von einem Kiosk
und mehreren Tischen beziehungsweise Bänken. Unklar ist noch, was
von dem Gebäude, das
jahrzehntelang als Strandbad-Gaststätte diente, erhalten werden
kann. Nach dem Wunsch der Initiative Freunde des Strandbades würde
zumindest der untere Teil, also das Erdgeschoss, renoviert aber im
ursprünglichen Aussehen erhalten bleiben, das Obergeschoss
könnte ersetzt werden. jan
"Wir setzen Konzepte nicht gegen die Öffentlichkeit durch"
Lokale Agenda bemüht sich um einvernehmliche Lösung für das Strandbad
Biergarten am Strandbad - ein Provisorium?
[08.07.2005 Neckarau-Almenhof-Nachrichten] Die
Eichbaum AG wird den mit der Stadt Mannheim ausgehandelten
Vertragsentwurf als Investor und Betreiber der
Strandbad-Gaststätte vorläufig nicht unterschreiben. Man
wolle nur im Konsens mit der Bevölkerung investieren.
Diese Aussage machte der Verkaufsdirektor von Eichbaum,
Rainer Heilmann, in einer Sitzung mit Vertretern von Gemeinderat,
Bezirksbeirat, Strandbadinitiative, BUND Mannheim, Verkehrsforum
Neckarau und Stadtverwaltung Mannheim, zu der die Lokale Agenda 21
Neckarau eingeladen hatte. Die Eichbaum AG hatte das Gespräch mit
den Bürgern vor Ort gesucht, da Befürchtungen hinsichtlich
der Aktionen und der geplanten 800 Sitzplätze im Biergarten
aufgekommen waren. Heilmann erläuterte, dass aufgrund der
Anforderungen seitens der Stadt Mannheim (bzgl. Investitionssumme,
Pflege der Grillwiese, Toilettenreinigung u. a.) Eichbaum im Gegenzug
eine langfristige Investitionssicherung in Form der Bestellung eines
Erbbaurechtes für die Dauer von 60 Jahren im Bereich der
bisherigen Gaststätte anstrebte.
Als Brauerei sei man in erster Linie am
Getränkeabsatz interessiert. Dies könne auch mit einem Kiosk
oder einer anderen gastronomischen Form am Strandbad geschehen.
Bedauerlich sei, so Heilmann, dass die Stadt die 2003 mit Eichbaum
ausgehandelten Eckpunkte mit der Bevölkerung nicht hinreichend
erörtert habe. Als im Herbst bei der Bezirksbeiratssitzung massive
Vorbehalte bei der lokalen Öffentlichkeit, deutlich wurden, zog
Eichbaum sich aus der öffentlichen Diskussion zunächst
zurück (die NAN berichtete).
"Eichbaum möchte seine Investitionen am Strandbad
nicht gegen die Öffentlichkeit durchsetzen, sondern im Konsens
agieren", so Heilmann. Der bisherige Vertragsentwurf werde daher nicht
unterschrieben; man sei aber für eine neue, Vertragsgestaltung
bereit. Dafür erwartet Eichbaum spätestens bis Ende 2005 eine
einvernehmliche Aussage, um zur Strandbad-Saison 2007 eröffnen zu
können. Für die Sommersaison 2006 werde wieder eine
Interimsgastronomie eingerichtet. Die Teilnehmer der Versammlung wollen
sich nun bis zur Sommerpause auf eine Gastronomieform
verständigen, die für die Strandbadanlage geeignet ist. Dann
haben Gemeinderat und Stadtverwaltung im Herbst 2005 noch Zeit,
entsprechende, Beschlüsse neu zu fassen.
Die geplante Erörterung der mit der Gastronomie
verbundenen Verkehrsfragen wurde auf die nächste Sitzung vor der
Sommerpause vertagt. Zu diesem Thema haben sich neben der Lokalen
Agenda auch das Verkehrsforum, BUND Mannheim und der ADFC für
einen vorrangigen saisonalen Umweltverbund (ÖPNV, Fahrrad- und
Fußgängerverkehr) an Sonn- und Feiertagen während der
Saison ausgesprochen, sprich: Die Zufahrt zum Strandbad mit privaten
PKW soll an diesen Tagen ab dem Damm gesperrt werden - mit Ausnahme von
Behinderten mit einem "G" im Ausweis. Durch die B-Linie bis an die
Rheingoldhalle und den Shuttle-Busverkehr sei das Strandbad gut
erreichbar. Der Autofahrer müsste lediglich für einige
Stunden in seiner, Freizeit auf die Nutzung des Pkw verzichten,
argumentieren die Befürworter. In zahlreichen Touristengebieten
des In- und Auslandes werde diese Form des "sanften Tourismus" bereits
praktiziert.
Nahe dran
Zum Thema: "Mannheimer Lido"
[05.07.2005 MM-Leserforum]
Schon der Begriff spottet jeder Beschreibung. Ein jämmerlicher Zustand in
einer Stadt, mitten in einer Metropol-Region Europas gelegen, die im Jahr
2007 zum Stadtjubiläum Mühe haben wird, diese Schmuddelecke zu verbergen.
Und da sind Politiker angetreten, die sich zu weltbewegenden Aussagen
durchringen, wie: "Eine für alle Beteiligten befriedigende Lösung wird es
kaum geben." Mannheim kann stolz sein auf ein Bürgerengagement, vertreten
von der Agenda 21, die Bürgerinitiative Strandbad, das Umweltforum usw.,
die sehr nahe an einer Lösung dran sind, die sowohl attraktiv als auch
umsetzbar und sogar - das dürfte die Stadträte wundern - wirtschaftlich
ist. Doch die Kommunalpolitiker fragen ja gar nicht nach Lösungen. Statt
Konzepte aufzugreifen und durchzurechnen, wie es jedermann tut, der mit
beschränkten Haushaltsmitteln auskommen muss - und das sind wir alle als
Privatleute und als Unternehmer – wird wieder eine Chance verschenkt. Es
wird detailverliebt weiterdiskutiert, ganz so, als gäbe es das
Strandbadproblem erst seit heute. Liebe Stadträte, die Bürger wollen von
Ihnen wissen, wann was angepackt wird.
Gunther Kirchner
3. Mannheimer Naturschutztag am 03.06.2005
Natur und Freizeit im Waldpark
[09.06.2005 Presseerklärung des Umweltforums]
Das Umweltforum begrüßt die von der Stadt Mannheim und dem
Land geplanten Maßnahmen zur ökologischen Belebung des
Waldparks. Die Sicherung insbesondere des Naturschutzgebietes "Bei der
Silberpappel" gegen den ruinösen Erholungsdruck seien höchst
dringlich, um der Zerstörung des Gebietes Einhalt zu gebieten.
Kontrovers wurden beim 3. Mannheimer Naturschutztag am vergangenen
Freitag die Perspektiven des Strandbades diskutiert.
In seinem Einführungsreferat stellte Oliver Decken vom Umweltforum
die Bedeutung des Waldparks für Natur und Erholung im Mannheim
dar. Die beiden Naturschutzgebiete "Reißinsel" und "Bei der
Silberpappel" mit einer Gesamtfläche von etwa 108 Hektar sind
unentbehrliche Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen. Der
167 Hektar große Waldpark, zu dem auch das Strandbad zählt,
lädt unzählige Mannheimer zum Spazierengehen, Radfahren oder
Joggen ein. "Im Großen und Ganzen geht das gut", erklärte
Decken: "Sorgen bereiten uns die Übergriffe auf das schmale
Naturschutzgebiet 'Bei der Silberpappel', das bereits stark
beschädigt ist".
Ulrich Mahler vom Regierungspräsidium Karlsruhe ging auf die
geplante Ausweisung des Waldparks als sog. FFH-Gebiet ein. Dabei
handelt es sich um eine europaweit geltende Schutzkategorie, die im
Waldpark dem Hirschkäfer und Heldbock zugute kommt. Diese beiden
selten gewordenen Käferarten brauchen zum Überleben lebende
und abgestorbene Eichen, weshalb Totholz im Waldpark nicht gefällt
werden darf.
Alexander Reusch und Thomas Kilian von der Stadt Mannheim stellten die
von der Stadt und dem Land geplanten Maßnahmen vor. So sollen
u.a. der quer durch den Waldpark verlaufende "Schlauchgraben"
renaturiert sowie das Naturschutzgebiet "Bei der Silberpappel" gegen
naturschädigendes Betreten geschützt werden. Arnold Cullmann
vom BUND freute sich, dass die Vorschläge der Umweltverbände
nach zwanzig Jahren nun endlich realisiert werden.
Vom Autoverkehr gehen starke Belastungen im Waldpark aus. Walter Simon
vom Büro für Umweltplanung plädierte für den
Vorrang des Umweltverbundes – also von Bussen und Bahnen, dem
Radverkehr sowie Fußgänger. Bei der künftigen
Gastronomie im Strandbad sollte gezielt für eine umweltfreundliche
Anreise geworben werden. Motto: "Wer ohne das Auto kommt, trinkt
günstiger".
Bernd Landmann, Vorsitzender der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau e.V.,
schilderte die neueste Entwicklung: Die Bürgerinitiative Freunde
des Strandbads, der Förderverein Freunde des Strandbads MASTRA
e.V., die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau, der BUND, und das Verkehrsforum
Neckarau haben sich in Bezug auf ihre Forderungen zum
Gastronomiekonzept am Strandbad weitgehend geeinigt. Wenn es die Stadt
nicht von sich aus leisten könne, dann sollte ein Investorenmodell
auf einer möglichst geringer finanzieller Belastung für den
Investor fußen. Dies würde den Druck in Form hoher
Besucherzahlen vermeiden und die Erbpacht als Übereignung des
Grundstückes an einen Investor als Sicherheit vermeiden.
Außerdem könnte auf einen Biergarten gänzlich
verzichtet werden.
Mittlerweile unstrittig ist, dass der Stelzenbau des
Gastronomiegebäudes samt darüber betonierter Decke in der
Bausubstanz weiter verwendet werden können. Darauf, so empfehlen
die beteiligten bürgerschaftlichen Gruppierungen, könne in
kostengünstiger, einfacher, leichter Bauweise ein
Gastronomiegebäude errichtet werden, welches sich zum saisonalen
Betrieb besonders eignet, falls eine Modernisierung des bestehenden
Gebäudes zu aufwendig wäre. Durchaus vorstellbar sei auch,
auf der Promenade vor dem Gastronomiegebäude 4-5
Brauereigarnituren aufzustellen, für einen aus dem Erdgeschoss
heraus betriebenen Kioskbetrieb.
Nicht vorstellbar seien jedoch die Beleuchtung von Parkplatz und Wegen,
hier müsse der Naturschutz im Vordergrund stehen. Im Vorfeld des
Naturschutztages fanden auf Einladung der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau
Gespräche mit den genannten Gruppierungen und den Brauereien WELDE
und EICHBAUM statt. Beide sind nach wie vor an einem Engagement am
Strandbad interessiert.
Während die Bürgerinitiative Freunde des Strandbads und
MASTRA nach geeigneten Wegen sucht, den öffentlichen Nahverkehr
ans Strandbad, möglicherweise durch Parkraumbewirtschaftung, zu
fördern, gehen die Empfehlungen der Lokalen Agenda 21 Neckarau,
des BUND, des Verkehrsforums Neckarau und des Umweltforums weiter. Die
letztgenannten Gruppierungen bitten die Fraktionen im Gemeinderat um
Prüfung eines saisonalen Umweltverbundes an den Wochenenden. Dies
könnte im Rahmen eines Modellversuches über zwei Saisons von
jeweils max. 40 Tagen durchgeführt werden. Auch Eichbaum
würde dies nicht als Hindernis für eine Investition in der
geschilderten Größenordnung sehen.
In der Diskussion mit den Stadträten Regina Trösch (CDU), Dr.
Frank Mentrup (SPD), Wolfgang Raufelder (Grüne), Rolf Dieter (ML)
und Volker Beisel (FDP) ging es um die Perspektiven für den
Waldpark und das Strandbad. Einhellig begrüßten alle
Stadträte die aktuelle Planungspause als Chance für ein
nachhaltiges Konzept. Strittig waren die Punkte
Parkraumbewirtschaftung, Umweltverbund und das Betreibermodell. So
müsse die Einhaltung der Spielregeln z.B. beim Grillen
überwacht werden. Hier plädierten Rolf Dieter und Volker
Beisel für die Beauftragung des künftigen
Gastronomiebetreiber, während Dr. Frank Mentrup und Wolfgang
Raufelder die Stadt und den Kommunalen Ordnungsdienst in der Pflicht
sahen.
Wir investieren nur im Konsens mit der Bevölkerung
[09.06.2005 Pressemeldung - von EICHBAUM freigegeben] Die Eichbaum Brauereien AG werden den mit der Stadt Mannheim ausgehandelten
Vertragsentwurf zur Bestellung eines Erbbaurechtes und vorgesehenen
Investition von ca. 1 Million Euro am Strandbad Neckarau vorläufig nicht
unterschreiben. Man wolle nur im Konsens mit der Bevölkerung investieren.
Diese Aussage machte der Verkaufsdirektor von Eichbaum, Rainer Heilmann, in
einer Sitzung am 12.4.05 mit zahlreichen Vertretern von Gemeinderat,
Bezirksbeirat Neckarau, Strandbadinitiative, BUND Mannheim, Verkehrsforum
Neckarau und Stadtverwaltung Mannheim, zu der die Lokale Agenda 21
Mannheim-Neckarau e.V. eingeladen hatte.
Die Eichbaum AG hatte das Gespräch mit der interessierten Bürgerschaft vor
Ort gesucht. Die bisher bekannt gewordenen Details ließen bei zahlreichen
Bürgern die Befürchtung aufkommen, dass mit bis 800 zusätzlichen geplanten
Sitzplätzen und Aktionen der Charakter des Strandbads grundsätzlich
verändert und kommerzialisiert werden solle.
Heilmann erläuterte, dass auf Grund der zahlreichen Anforderungen seitens
der Stadt Mannheim (bzgl. Investitionssumme, Pflege der Grillwiese,
Toilettenreinigung u.a.) Eichbaum im Gegenzug eine sehr langfristige
Investitionssicherung in Form der Bestellung eines Erbbaurechtes für die
Dauer von 60 Jahren im Flächenbereich der bisherigen Gaststätte anstrebte.
Sein Haus wäre bei geringeren Anforderungen auch mit kürzeren Laufzeiten
zufrieden. Als Brauerei sei man in erster Linie am Getränkeabsatz
interessiert. Dies könne auch mit einem Kiosk oder einer anderen
gastronomischen Form am Strandbad geschehen. Die Relation von
Investitionssumme und Vertragslaufzeit müsse aber gewährleistet sei.
Man bedauere, dass die Stadt die 2003 mit Eichbaum ausgehandelten Eckpunkte
mit der Bevölkerung nicht hinreichend erörtert habe. Als im letzten
Sommer/Herbst massive Vorbehalte bei der lokalen Öffentlichkeit deutlich
wurden, zog Eichbaum sich aus der öffentlichen Diskussionsbeteiligung
zunächst zurück.
„Eichbaum möchte seine Investitionen am Strandbad nicht gegen die
Öffentlichkeit durchsetzen, sondern im Konsens mit der Bevölkerung
investieren“, so Heilmann. Der bisherige Vertragsentwurf werde daher von
Eichbaum nicht unterschrieben; man sei aber für jegliche neue
Vertragsgestaltung bereit. Heilmann erklärte weiter, dass Eichbaum
spätestens bis Ende 2005 eine konsensgestützte Aussage benötige, um zur
Strandbad-Saison 2007 eröffnen zu können. Die Zwischenzeit benötige man
intern zur Kalkulation, Bauphase und Pächterfindung. Für die Sommersaison
2006 werde wieder eine Interimsgastronomie eingerichtet.
Die Teilnehmer der Versammlung wollen sich nun bis zur Sommerpause auf eine
Gastronomieform verständigen, welche ihrer Auffassung nach für die
Strandbadanlage geeignet ist. Dann haben Gemeinderat und Stadtverwaltung im
Herbst 2005 noch Zeit, sich mit dem Thema ebenfalls näher zu beschäftigen
und entsprechende Beschlüsse neu zu fassen. Die geplante Erörterung der mit
der Gastronomie zusammenhängenden Verkehrsfragen wurde auf die nächsten
Sitzungen vertagt, zu denen der Versammlungsleiter Rudolf Höcker, LA 21 MA-Neckarau,
noch vor der Sommerpause einladen wird.
Mittlerweile haben sich neben der Lokalen Agenda 21 MA-Neckarau e.V. auch
das Verkehrsforum Neckarau, BUND Mannheim und der Allgemeine Deutsche
Fahrradclub (ADFC) für einen vorrangigen saisonalen Umweltverbund (ÖPNV,
Fahrrad- und Fußgängerverkehr) an Sonn- und Feiertagen während der Saison
ausgesprochen. Die Zufahrt zum Strandbad mit privaten PKW solle an diesen
Tagen ab dem Damm gesperrt werden – mit Ausnahme von Behinderten mit einem
„G“ im Ausweis. Durch die B-Linie bis an die Rheingoldhalle und den
Shuttle-Busverkehr sei das Strandbad gut erreichbar. Das vielfältige
Tarifangebot für Familien, Jugendliche, Schüler, Studenten und Senioren sei
sozial. Der einzelne Autofahrer müsste lediglich für einige Stunden in
seiner Freizeit auf die Nutzung des Pkw verzichten.
Dies sei nach der Analyse der Situation und der gesetzlichen Umweltvorgaben
der einzig gangbare Weg, die seit Jahren bestehenden Fehlentwicklungen
wieder rückgängig zu machen. In zahlreichen Touristengebieten des In- und
Auslandes werde diese Form des „sanften Tourismus“ bereits praktiziert.
Dabei handle es sich im Jahr um maximal 40 Tage. Selbst der ADAC begrüße in
seinem aktuellen Leitfaden für Verkehrsplaner Absperrungen auf Zeit als
gangbaren Weg zwischen dem Recht auf Mobilität und verkehrsethischen
Pflicht gegenüber der Umwelt.
Die Strandbadinitiative „Freunde des Strandbades hingegen sprach sich eher
für einen verstärkten ÖPNV-Einsatz aus.
Mannheimer Lido" sorgt immer noch für Zündstoff
Naturschutztag in der Freizeitschule am Neckarauer Waldweg: Strandbad-Streit schwelt weiter
[09.06.2005 Mannheimer Morgen] Ein viel
diskutiertes Thema weit über den Neckarauer Stadtteil hinaus
bleibt die zukünftige Konzeption des Waldparks. Besonders im
Brennpunkt steht die geplante Ansiedlung einer Gastronomie am
Strandbad, um der seit einigen Jahren zu beobachtenden Verwahrlosung
des Geländes am "Mannheimer Lido" endlich Herr zu werden. Nachdem
die Stadtverwaltung mit einem 60 Jahre alten Pachtvertrag der Eichbaum
AG ein Modell vorlegen wollte, das sich allerdings weitgehend an den
Interessen der Bürgerschaft vorbei orientiert hatte und von dieser
auch lautstark abgelehnt wurde, gilt es nun wieder über weitere
alternative Lösungsmöglichkeiten ins Gespräch zu kommen.
Dieser Zielsetzung verschrieb sich auch der dritte
Mannheimer Naturschutztag in der Neckarauer Freizeitschule, wo
Experten, Politiker und Vertreter der Lokalen Agenda Mannheim Neckarau
beziehungsweise des Umweltforums gemeinsam mit Bürgern des
Stadtteils diskutierten. Klar bleibe, "dass wir eine einfache
Gastronomie im Sinne eines Bistros zu Gunsten der angedachten
Eventgastronomie mit ihren Folgen für Natur und Verkehr
favorisieren", betonte Bernd Landmann von der Lokalen Agenda.
Ein Konzept, das immerhin geschlossen von allen
Interessengruppen getragen werde. Schon zuvor hatten diverse
Fachvorträge die Naturschutzproblematik und die Konsequenzen
verschiedener Gestaltungsmodelle sowie Konzeptionsmöglichkeiten
für das Strandbad im Waldpark näher beleuchtet. Walter Simon
vom Büro für Umweltplanung lieferte neben der
Einschätzung der Verträglichkeit der geplanten Gastronomie
mit den europäischen Richtlinien zum Naturschutz auch konkrete
Vorschläge zur Verbesserung der Situation.
Die Parkplatzproblematik steht hier im Mittelpunkt.
Während CDU-Stadträtin Regina Trösch in den
anschließenden Stellungnahmen der Gemeinderatsfraktionen
zumindest in der Entscheidungsvertagung einen klaren Fortschritt sah,
blieb der Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion Dr. Frank Mentrup
skeptisch: "Eine für alle Beteiligten befriedigende Lösung
wird es kaum geben".
Grünen-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Raufelder
wies dagegen auf die kleinklimatische Funktion des Naturschutzgebietes
hin. Eine Vernetzung mit dem angrenzenden Aufeld könne zudem den
Besucherdruck mindern. Den Standpunkt seiner Fraktion unterstrich
FDP-Stadtrat Volker Beisel: "Mit uns wird es weder
Parkplatzgebühren noch weitere einschränkende Maßnahmen
geben." Eine ordnende Hand müsse in jedem Fall am Strandbad her,
forderte dagegen Mannheimer Liste-Stadtrat Rolf Dieter: "Wenn nicht
eine Gastronomie, wer macht es dann?" Die Stadt könne so etwas in
jedem Fall nicht finanzieren. jba
Nachhaltige Freizeitnutzung im Waldpark
Aktuelle Studie zum Strandbad
[20.03.2005 Lindenhof Aktuell 2/05]
(Haka)-Umgestaltung des Strandbadbereiches, ungelöste
Parkplatzproblematik vor allem bei einer möglichen Erweiterung des
dortigen Gaststättenbetriebes, zunehmende Belastung der
ausgewiesenen Schutzgebiete - es gibt viele Diskussionsansätze, um
die Nutzungsmöglichkeiten im Bereich des gesamten Waldparkgebietes
im Sinne der Erholungssuchenden (und des Consuls Carl Reiß) zu
optimieren. Dipl.-Ing. Walter Simon aus einem Ingenieurbüro
für Umweltplanung hat nun im Auftrag des Mannheimer Umweltforums
(Agenda 21) eine Studie erstellt. Das erarbeitete Konzept unterstreicht
die Bedeutung des Waldparks für Mensch und Natur in ganz Mannheim,
erklärt die Ursachen für eingetretene Fehlentwicklungen und
bietet schließlich Lösungen zur Verbesserung der inzwischen
ziemlich verfahrenen Situation an.
Niemand will das gesamte Waldparkgebiet der
Freizeitnutzung entziehen, aber speziell die umstrittenen
Veränderungen im gastronomischen Angebot des Strandbadbereiches
hätten weit reichende Folgen. So würde z.B. das
Verkehrsaufkommen vor allem in den Sommermonaten bis nach Neckarau
hinein stark anwachsen. Der Parkplatz am Strandbad soll und darf
trotzdem nicht erweitert werden - auch nicht durch Aufstockung, wie
»findige« Planer im Vorfeld schon mal angedeutet hatten.
Stattdessen schlägt die Studie vor, Gebühren für die
nicht ausgebauten Parkplätze zu erheben und im Gegenzug das
Angebot des öffentlichen Nahverkehrs attraktiver zu gestalten.
Temporär einsetzbare Informations-Einrichtungen sollen rechtzeitig
darauf hinweisen, dass der Parkplatz wegen Überfüllung nicht
mehr angefahren werden sollte.
Kein Abriss, stattdessen eine Sanierung der
Strandbad-Gaststätte. Zusammen mit dem Rückbau versiegelter
Flächen wird damit eine umweltschonende, gleichzeitig
kostengünstigere Umgestaltung empfohlen. Der Pachtvertrag mit dem
zukünftigen Betreiber der Strandbadgaststätte sollte
eindeutig und umfassend die Umweltverträglichkeit sämtlicher
Nutzungskonzepte berücksichtigen. Eigentlich eine
Selbstverständlichkeit, denn die entsprechenden Richtlinien sind
ja längst definiert (und auch bekannt!). Die Studie empfiehlt bei
der Bewirtung auch eine preisliche Bevorzugung der
Nahverkehrnutzereinzuführen, die dann über die Fahrkarten
abgerechnet werden könnte.
Der Schutzzaun um das Naturschutzgebiet »bei der
Silberpappel« sollte wiederhergestellt werden und gleichzeitig
werden die dort inzwischen zahlreich vorhandenen, illegalen
Trampelpfade unbegehbar gemacht. Auch der Schutzzaun am Rheinufer
(hinter dem Campingplatz) müsste dringend repariert werden - im
übrigen schlägt Herr Simon in seiner Studie vor, zumindest
mittelfristig den Campingplatz am Rande der Reißinsel
aufzulösen. Schließlich sieht man es als erforderlich an,
die Nutzung des Grillplatzes besser zu kontrollieren, um den Missbrauch
einzudämmen.
Die Studie soll als wesentlicher Beitrag des
Umweltforums zur Versachlichung der Diskussion um die Neugestaltung des
Strandbadbereiches wahrgenommen werden. Sie überzeugt durch die
Aktualisierung und Straffung der Informationen und weckt somit
hoffentlich verstärkt das Interesse der Mitbürger und findet
die verdiente Beachtung bei den geforderten Entscheidungsträgern!
Die komplette Studie sowie weitergehende Infos bekommen
Sie über Oliver Decken, Umweltforum Mannheimer Agenda 21,
Käfertaler Straße 162, Tel. 331774, über das Internet: www.umweltforum-mannheim.de.
Unter hohem Druck
Kommentar von Thorsten Lanscheid
[26.01.2005 Mannheimer Morgen] Verriegelt und verrammelt.
Wann öffnet die Strandbadgaststätte wieder ihre Pforten?
Das Strandbad muss so schnell wie möglich wieder
als volkstümliche Naherholungsstätte für alle Mannheimer
zugänglich werden - daran darf es nicht den leisesten Hauch eines
Zweifels geben. Und wenn die Mannheimer Traditionsbrauerei Eichbaum
dann dort ihr Bier anbietet, umso besser. Zu befürchten steht
allerdings, dass die von den Bierbrauern geplanten Investitionen von
immerhin rund einer Million Euro sowie die
verhältnismäßig hohen monatlichen Pachtzinsen (immerhin
rund 1175 Euro) einen derart hohen wirtschaftlichen Druck erzeugen,
dass von einem gemütlichen Saisongeschäft mit Wurstsalat und
Weizenbier ganz schnell keine Rede mehr sein wird.
Das Eichbaum-Konzept sieht fürs Strandbad vielmehr
von vornherein einen stark Event-bezogenen ganzjährigen
Gastro-Betrieb vor, in dem eine Veranstaltung die andere jagen wird.
Das wäre natürlich gut fürs Geschäft, aber leider
schädlich für die empfindliche grüne Lunge Mannheims.
Und genau deshalb wurden früheren Pächtern der
Strandbadgaststätte von der Stadt derartige Events zu Recht
untersagt. Und warum das Rathaus weder ein vernünftiges Verkehrs-
noch ein tragfähiges Nutzungskonzept fürs Strandbad vorlegt,
bleibt seit vielen Jahren ein Geheimnis.
Strandbad-Pläne noch unausgegoren
Eichbaum-Biergarten auch in der Saison 2005 als Provisorium / Verbände legen Ökogutachten vor
[16.01.2005 Mannheimer Morgen] Eventgastronomie oder volkstümliche Naherhohlung?
Am Strandbad scheiden sich weiterhin die Geister.
Jetzt gibt ein Gutachten des Umweltforums neuen Zündstoff (Bild: Tröster).
(Von unserem Redaktionsmitglied Thorsten Langscheid)
Der provisorische Strandbad-Biergarten wird wie in der vergangenen
Saison auch im Sommer 2005 in Betrieb sein. Dies kündigte
Rolf-Martin-Kögel, Chef des Rathaus-Fachbereichs Liegenschaften,
auf "MM"-Anfrage an. Die im vergangenen Jahr heftig umstrittene
Dauer-Vermietung der leer stehenden Traditions-Gaststätte per
Erbbau-Vertrag an die Eichbaum-Brauerei, so Kögel weiter, sei zwar
"fertig ausgehandelt, aber noch nicht unterschrieben". Wann es zum
formalen Abschluss kommen wird, ließ Kögel offen.
Das Umweltforum Mannheimer Agenda 21 legte inzwischen
eine Studie vor, die dringend ein "übergreifendes Nutzungskonzept"
für das gesamte Strandbad empfiehlt. "Wir müssen über
das Gastronomie-Konzept ebenso reden wie über die Zukunft des
Campingplatzes, die Entsiegelung der Beton-Promenade und den
Autoverkehr", fasst Oliver Decken, Geschäftsführer des
Forums, die von Umweltplaner Walter Simon (Mosbach) angefertigte
Untersuchung zusammen.
Die Pläne der Eichbaum-Brauerei sind es, welche die
Kritiker auf den Plan rufen. Ob Lokale Agenda 21, der Förderverein
Mannheimer Strandbad (Mastra), Initiative "SOS Strandbad" oder Bund
für Umwelt und Naturschutz (Bund), alle sind sich einig in der
Forderung: "Eine Strandbad-Gaststätte ja, aber keine
Groß-Gastronomie mit Massen-Events." Genau darauf würden die
Pläne der Eichbaum allerdings hinauslaufen, befürchten die
Akteure vor Ort. Statt volkstümlich mit Schnitzel, Wurstsalat und
Weizenbier wollen die Bierbrauer ein Café-Restaurant im
mediterranen Stil mit vollem Speise- und Getränke-Angebot im
Strandbadgebäude, einen Biergarten mit etwa 800 Sitzplätzen,
eine "Aktionsfläche" für Sommerfeste und
Beach-Volleyball-Veranstaltungen sowie einen auch öffentlich
zugänglichen Grillplatz einrichten. Auf Nachfrage des "MM"
antwortete Eichbaum gestern leider nicht.
Eine Verringerung oder Beeinträchtigung der
vorhandenen Erholungsflächen, gar eine "schleichende
Privatisierung des Strandbades" befürchten die Initiative SOS
Strandbad und der Verein Mastra, massive Umweltprobleme sehen die
Vertreter von Bund und Agenda 21. Arnold Cullmann, Sprecher des
Umweltverbands: "Die Parkplätze reichen nicht aus, der
Besucherdruck auf das Strandbad wird weiter zunehmen und
Erholungssuchende vertreiben." Ganz zu schweigen von dem enormen
Zuwachs an Autoverkehr, den ein Lokal mit 800 und mehr Sitzplätzen
anzieht. Bernd Landmann von der Neckarauer Agenda 21: "Das hat auch
Folgen für die Anwohner an den Zufahrtsstraßen!" Derzeit
sind 250 Parkplätze am Strandbad vorhanden - an guten Tagen zu
wenig für den Besucherandrang.
Die Naturschutzgebiete Reißinsel und Silberpappel
sowie der unter Landschaftsschutz stehende Waldpark hätten unter
der geplanten Großgastronomie stark zu leiden, fürchtet
Cullmann, seine Mitstreiter Barbara Straube (Mastra) und Lutz Walzel
(SOS Strandbad) wollen generell den volkstümlichen Charakter der
Naherholungseinrichtung erhalten. Dabei müsse die Stadt auch den
Stifterwillen von Carl Reiß berücksichtigen: "Das Strandbad
sollte zur 400-Jahrfeier 2007 wieder zu einem Schmuckstück der
Stadt, zum Mannheimer Lido, werden!", fordern sie.
Dass sie mit ihrer Auffassung, die Stadt dürfe die
Gaststätte auf Grund der Bestimmungen im Reiß'schen
Testament von 1911 gar nicht an Dritte verpachten, auch bei der
Kommunalaufsicht des Karlsruher Regierungspräsidiums kein
Gehör fanden, damit halten Bernd Landmann und die Strandbadfreunde
nicht hinterm Berg. Trotz der Abfuhr aus Karlsruhe halten sie die
dauerhafte Verpachtung - immerhin auf 60 Jahre - an die Brauerei
für eine Privatisierung und damit für einen Bruch mit dem
Willen von Carl und Anna Reiß.
Neue Bänke in grüner Oase
NECKARAU: Arbeitskreis Aufeld findet freigiebige Spender
[01.12.2004 Mannheimer Morgen]Zur offiziellen
Übergabe der drei neuen Bänke Ecke Neckarauer
Waldweg/Aufeldweg I, IV und V durch den Arbeitskreis Aufeld der Lokalen
Agenda 21 Mannheim-Neckarau an die Bevölkerung waren nicht nur die
Arbeitskreismitglieder Anita Hirsch-Sanden, Helmut Arnold, Karl
Remenyi, Willi Ristau, Wolf Weber, Iris Schmidt und Regina Hassing-Baro
gekommen, sondern auch die SPD-Bezirksbeiräte Rosemarie Rehberger
und der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Matthias Kohler, die
Stadträtinnen Karin Steffan (SPD) und Gabriele Thirion-Brenneisen
(Grüne) und Peter Hennrich vom Favhbereich für
Straßenbetrieb und Grünflächen.
"Damit haben wir es noch einmal geschafft, dass hier
Bänke vor allem für die älteren Menschen zum Ausruhen
aufgestellt werden," freute sich Anita Hirsch-Sanden. Sie dankte vor
allem Stadträtin Karin Steffan, die eine der Bänke gespendet
hat. Die beiden anderen Bänke haben der Arbeitskreis und ein
anonymer Spender gestiftet. Anita Hirsch-Sanden dankte auch dem
Fachbereich für Straßenbetrieb und Grünflächen:
"Die Zusammenarbeit hat wunderbar geklappt."
Damit habe der Arbeitskreis insgesamt sechs Bänke
aufgestellt. Ursprünglich seien zwar neun Bänke geplant
gewesen. Doch sei eine solche Aktion wegen der Kosten (350 Euro
für die Prämiumbänke der Stadt und 60 bis 350 Euro
für die Aufstellung) in Zukunft so nicht mehr möglich.
Deshalb werde dieses Projekt vorerst abgeschlossen. Doch der
Arbeitskreis, der 2001 wegen der geplanten Aufeldquerung gegründet
wurde, werde sich weiter dafür einsetzen, dass das Aufeld als
Freizeit-, Erholungs- und als Spielmöglichkeit für Kinder
sowie Frischluftschneise erhalten bleibt. Dabei werde der Arbeitskreis
von der SPD und den Grünen unterstützt, während die CDU
nur diskutiere. Nachdem ihr Antrag, das Aufeld als
Landschaftsschutzgebiet auszuweisen, von der Mehrheit im
gemeinderätlichen Ausschuss für Technik und Umwelt
abgeschmettert worden sei und sowie wegen der "vielen Vermutungen und
Gerüchte" blicke der Arbeitskreis sorgenvoll in die Zukunft.
Stadträtin Steffan dankte dem "sehr aktiven
Arbeitskreis". Sie hofft, dass viele Neckarauer Gärtner die
Aufstellung der Bänke für Erholungssuchende als Anregung
aufnehmen, etwas für das Aufeld zu tun, um weitere Ecken zu
verschönern. "Wir wollen das Aufeld erhalten, die SPD hat im
Rahmen der Verkehrsentwicklung eindeutige Position bezogen," sagte die
Stadträtin. Sie werde das Thema, das Au-feld als
Landschaftsschutzgebiet auszuweisen, neu aufgreifen. Die
Stadträtin ist "optimistisch, dass sich dafür durch eine
Koalition der Vernunft eine Mehrheit finden lässt". Nach
Informationen von Stadträtin Thirion-Brenneisen ist die Altriper
Brücke endgültig vom Tisch. "Danach besteht kein Grund mehr,
die Aufeldquerung zu fordern. Die Brücke war der eigentliche Grund
für die Querung. Nachdem diese nicht gebaut wird, ist auch die
Aufeldquerung vom Tisch," meinte sie. -ost-
Arbeitskreis weiht Bänke eint
[22.10.2004 Mannheimer Morgen] Der Arbeitskreis
zur Erhaltung des Aufelds der lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau
lädt zur Einweihung von drei Sitzbänken im Aufeld ein. Am
Freitag, 12. November, 15 Uhr, übergibt er die Orte zum Ausruhen
ihrer Bestimmung.
"Mit den Bänken wollen wir die Menschen zum
Verweilen an den schönen Plätzen im Aufeld einladen, sie
sollen aber auch Personen, die schlechter zu Fuß sind als
Rastplätze zum Erholen dienen", erklärt Anita Hirsch-Sanden.
Die Sprecherin des Arbeitskreises betont, dass man mit der Aufstellung
der Bänke das Aufeld mit seiner Naherholungsfunktion noch
attraktiver machen möchte.
Seit der Diskussion um den Bau einer Straße durch
das Aufeld vor vier Jahren versucht der Arbeitskreis den
Stadtteilbewohnern noch bewusster zu machen, wie wertvoll das Aufeld
für den Stadtteil und seine Bewohner ist. Damals hatten 7000
Menschen gegen eine Straße und für den Erhalt des Aufelds
unterschrieben. Alle interessierten Bürger sind zu der
Bankeinweihung eingeladen.
Treffpunkt ist an der Ecke Neckarauer Waldweg/Aufeldweg
I. Das nächste Treffen des Arbeitskreises findet am Mittwoch, 10.
November, um 19.30 Uhr, statt. Treffpunkt ist der Konferenzraum des
Volkshauses in der Rheingoldstraße 47-49. Bei der Sitzung wird
über weitere Vorhaben und Aktivitäten gesprochen. Alle
interessierten Bürger sind eingeladen.
baum
Diskussion um Strandbad von Misstrauen geprägt
Neckarau: Bezirksbeirat und engagierte
Bürgerkreise plädieren für eine größere
Beteiligung bei den Planungen
Von Redaktionsmitglied Jan Cerny
[22.10.2004 Mannheimer Morgen] Wenn in diesen
Tagen die Rede auf das Strandbad kommt, gehen die Wogen hoch. So auch
bei der öffentlichen Bezirksbeiratssitzung im Neckarauer
Volkshaus, die turbulenter kaum hätte sein können.
Ungeduldige Neckarauer, die mit ihrem lautstarken Unmut die Diskussion
begleiteten und ein Eichbaum-Manager, der schließlich mitten in
der Debatte die von Bürgermeister Rolf Schmidt geleitete Sitzung
verließ, drohten die Informationsveranstaltung zu sprengen.
Neben den Bezirksbeiräten, acht Stadträten, zwei Vertretern
der Firma Eichbaum-Brauereien, acht Vertretern der Stadtverwaltung
fanden auch rund 60 Neckarauer, unter ihnen Mitglieder der Lokalen
Agenda 21 und der Bürgerinitiative "Freunde des Strandbades", den
Weg in den Saal.
Wie bereits mehrfach berichtet, hatte die Stadt mit dem
Unternehmen Eichbaum einen Investor gefunden, der sich der Gastronomie
am Strandbad annimmt. "Da besteht ein erheblicher Renovierungsbedarf",
erläuterte zu Beginn der Sitzung der Leiter des Fachbereichs
Liegenschaften, Rolf-Martin Kögel. Die geschätzten
Investitionen würden sich im siebenstelligen Bereich bewegen.
Geld, das die Stadt nicht habe und deshalb nach einem Investor Ausschau
gehalten hatte.
Von drei Interessenten sei die Eichbaum der vorgegebenen Konzeption am
nächsten gewesen. Dabei habe die Stadt Vorgaben formuliert, die
auch den Belangen des Naturschutzes und des Vermächtnisses von
Carl Reiss Rechnung tragen. Das Gelände, das der Eichbaum für
60 Jahre in Erbbaupacht überlassen werde, entspreche genau der
Fläche, auf der das heutige Gebäude steht mitsamt der
Fläche auf der sich ehemals eine Minigolfanlage befand.
Das unterstrich auch Rainer Heilmann, Verkaufsdirektor
der Eichbaum-Brauereien AG. Nach seinen Worten haben Gutachten ergeben,
dass das 80 Jahre alte Gebäude der Strandbad-Gaststätte
irreparabel ist und deshalb abgerissen werden muss. Heilmann
nachdrücklich:
"Daran geht kein Weg vorbei." An dessen Stelle soll ein neues
Gebäude entstehen, das auch gegen regelmäßigem
Hochwasser stand hält. Aus den von Heilmann vorgestellten Skizzen
konnten die Besucher schließen, dass das neue Gebäude
ähnlich aussehen soll, wie das bestehende. Im unteren Bereich
werde ein Kiosk eingerichtet mit den üblichen Würstchen,
Getränken und Eis, im oberen Bereich ein Restaurant mit gut
bürgerlicher Küche.
Die turbulente Diskussion entzündete sich denn auch
weniger an der neuen Gaststätte als vielmehr an den
mutmaßlichen Begleitumständen.
"Wir haben nichts gegen die Gastronomie", erklärte der Vorsitzende
der Lokalen Agenda 21, Bernd Landmann. Die Neckarauer mutmaßen
indes, dass mit der renovierten Gaststätte auch
Großereignisse wie Sommerfeste, Grillfeste und sportliche
Veranstaltungen am Strandbad Einzug halten. Dabei berief sich Landmann
auf eine städtische Beschlussvorlage für den Gemeinderat, in
der tatsächlich solche Veranstaltungen erwähnt werden.
Weitere Beiträge von den Neckarauern drehten sich um den zu
erwartenden Anstieg des Verkehrs zum Strandbad.
Zwar versuchten Bürgermeister Schmidt und
Eichbaum-Verkaufsdirektor Heilmann die Befürchtungen, das
Strandbad werde zum "größten Biergarten der Nation"
umgestaltet zu zerstreuen, stießen aber immer wieder auf eine
Mauer des Misstrauens. Die Wogen gingen hoch.
Einzelne Bürger ergriffen das Wort, während andere am Sprechen waren.
Von diesem Fahrwasser ließ sich auch Rainer Heilmann
mitreißen. Immer wieder musste Sitzungsleiter Schmidt die "wilden
Diskutanten" zur Ordnung rufen. Und als auch der Eichbaum-Manager um
Geduld gebeten wurde, bis ihm das Wort erteilt wird, packte dieser
seine Unterlagen und verließ den Saal. Die Eichbaum sei bereit,
die Verhandlungen im nächsten Jahr wieder fortzusetzen, ließ
er im Weggehen wissen, bis dahin sollen die Neckarauer mit der Stadt
"ihre Probleme" klären. Die Eichbaum werde nicht gegen den
bürgerschaftlichen Willen bauen.
MANNHEIM SÜD
Kommentar: Missverständnisse
von Jan Cerny
Mit den Neckarauern ist nicht gut Kirschen essen. Das
liegt daran, dass sie genau beobachten, was in ihrem Umfeld geschieht.
Werden sie im Vorfeld eingebunden wie beim Verkehrsentwicklungsplan, so
kommt man mit den engagierten Kreisen ausgezeichnet aus. Geschieht aber
etwas Bedeutendes ohne öffentliche Beteiligung, wie die Planungen
für das Strandbad, so werden sie misstrauisch. Dabei ist das
Konzept, das die Stadt und die Eichbaum vorgelegt haben, gar nicht so
schlecht. Es könnte, einmal umgesetzt, das tatsächlich
verkommene Strandbad aufwerten. Dass Vertragsverhandlungen nicht auf
dem offenen Markt behandelt werden ist klar. Über das Vorhaben
selbst hätte man aber zuvor mit den Bürgern sprechen sollen.
Das Strandbad ist schließlich nicht irgendein städtisches
Gelände, es ist eine Institution, an deren Schicksal die
Mannheimer großes Interesse haben. So wie es bislang gelaufen
ist, brauchen sich die Handelnden nicht zu wundern, dass es zu
Missverständnissen und Misstrauen gekommen ist.
Am Strandbad schlagen die Wogen hoch
Hitzige Debatte im Neckarauer Bezirksbeirat über die Planungen am "Mannheimer Lido"
Von Redaktionsmitglied Jan Cerny
[22.10.2004 Mannheimer Morgen] Geprägt vom
Misstrauen der engagierten Neckarauer Bürger entspann sich in der
öffentlichen Sitzung des Bezirksbeirates im Volkshaus Neckarau
eine hitzige Debatte über das Vorhaben der Eichbaum-Brauereien am
Strandbad. Die Stadtverwaltung und das Unternehmen wollten über
das Vorhaben am "Mannheimer Lido" informieren, vor allem aber
Gerüchte über das Ausmaß des künftigen Betriebes
ausräumen. Im Laufe des Abends wurde deutlich, dass sich die Stadt
und die Eichbaum Brauerei AG weitgehend darüber einig sind, was am
Strandbad geschehen soll. Ein Vertrag sei aber, so versicherte
Bürgermeister Rolf Schmidt, der die Sitzung leitete, noch nicht
unterschrieben.
Sowohl die Vertreter der Stadtverwaltung als auch
Eichbaum-Verkaufsdirektor Rainer Heilmann mühten sich zu
erklären, dass sich am ursprünglichen Charakter des
Strandbades kaum etwas ändert. Aus den Erläuterungen von
Rolf-Martin Kögel, des Fachbereichsleiters Liegenschaften, und des
Eichbaum-Verkaufsdirektors ging hervor, dass die Stadt der Brauerei das
Grundstück, auf dem die Gaststätte steht, sowie das
benachbarte Gelände der ehemaligen Minigolfanlage der Brauerei
für 60 Jahre in Erbbaupacht überlassen will. Das alte
Gebäude sei marode und werde abgerissen.
Die Brauerei will ein neues Gebäude von
ähnlicher Größe erstellen. Es soll im Erdgeschoss einen
Kiosk und im Obergeschoss ein Restaurant beherbergen. Dazu komme ein
Biergarten. Die Gastronomie werde das ganze Jahr hindurch betrieben.
Heilmann betonte, dass es sich um ein grobes Konzept handele, das je
nach Erfahrungen und Bedarf konkretere Formen annehme. Die Investition
wird auf einen Betrag im "siebenstelligen Bereich" geschätzt.
Die Neckarauer Bürger, darunter Mitglieder der
Lokalen Agenda 21 sowie "Freunde des Strandbades" befürchten, dass
nach der Renovierung auf dem Gelände festliche
Großereignisse stattfinden. Zudem erwarten sie ein erhöhtes
Verkehrsaufkommen. Wiederholten Beteuerungen seitens der Stadt, dass
sich am Charakter des Strandbades kaum etwas ändert, misstrauten
sie.
Im Laufe der heftigen Diskussion stellte
Verkaufsdirektor Heilmann klar, dass die Brauerei nicht gegen den
Willen der Bürger bauen werde. Bevor er verärgert über
den Verlauf der Debatte den Saal unvermittelt verließ, forderte
er die Stadt und die Neckarauer auf, sich darüber zu einigen, was
sie wollen und etwaige Verkehrsprobleme zu lösen, bis dahin ruhen
die Planungen.
Strandbadfreunde wollen keine Großgastronomie
Neckarau: Gemeinsam gegen Eichbaum-Pläne
[16.09.2004 Wochenblatt] Jetzt machen sie gemeinsam mobil gegen
die geplante Großgastronomie draußen am Strandbad: die Lokale Agenda 21
Neckarau, die "Freunde des Strandbades" und der Bund.
Bernd Landmann von der "Agenda" brachte kürzlich bei einer Pressekonferenz
im Hauptbahnhof stellvertretend für alle Mitstreiter seinen Unwillen zum
Ausdruck: "Wir fühlen uns von der Stadt Mannheim schlichtweg verschaukelt.
Die verantwortlichen Stellen haben mit gezinkten Karten gespielt, uns im
Unklaren darüber gelassen, wie es am Strandbad weitergehen soll. Wir sind
beileibe nicht gegen einen gastronomischen Betrieb. Aber der sollte
flächenmäßig nicht über den bisherigen Rahmen hinausgehen. Landmann
befürchtet, dass die Eichbaum-Brauereien, die von Oberbürgermeister Gerhard
Widder den Zuschlag für eine langjährige Pachtung erhielten, eine
gigantische Gaststätte mit einer Außenbestuhlung für mehr als 800 Leute aus
dem Boden stampfen möchte.
Strandbad-Freund Karl-Ludwig Walzel: "Dadurch würden noch mehr Liegeflächen
auf dem Rasen verschwinden. Außerdem gäbe es ein erhöhtes
Verkehrsaufkommen, noch mehr Parkplätze müssten geschaffen werden. Für das
Naturschutzgebiet Reiß-Insel wäre das Gift, und ganz gewiss nicht im Sinne
des Strandbad-Stifters Carl Reiß. "Der ehemalige Dr. Friedrich Teutsch
sieht das ähnlich: "Herr Reiß hat in seinem Testament ausdrücklich
festgelegt, dass die Reiß-Insel von öffentlicher Hand betreut wird und für
die Allgemeinheit zugänglich sein muss." Damals im Jahre 1911 sei auch noch
kein wie auch immer gearteter Gastronomiebetrieb vorgesehen gewesen; der
wurde erst 1927 gegründet. Baumaßnahmen, die eine Veränderung der
Landschaftsstruktur nach sich zögen, hat sich Carl Reiß strikt verbeten.
Wörtlich heißt es in seinem notariell beglaubigten Testament: "Die
(Fasanen)Insel ist möglichst in dem jetzigen Zustand zu erhalten und der
öffentlichen, allgemeinen Benützung unentgeltlich zu übergeben. Die Insel
soll auf ewige Zeiten erhalten blieben und den Einwohnern meiner Vaterstadt
zur Erholung dienen. Die Insel soll immer in einem Zustand erhalten werden,
welcher dieser Bestimmung in zweckmäßiger Weise entspricht."
Andererseits sind Walzel, Landmann & Co. auch traurig. Traurig darüber,
dass die Stadt ihrer Ansicht nach mit den Vermächtnissen ihrer Ehrenbürger
nicht sehr pfleglich umgeht. Denn weite Teile der Strandbad-Anlage sind in
einem verwahrlosten, ja sogar gefährlichen Zustand. "Die Stadt gibt lieber
Geld für zweifelhafte Renommierobjekte aus", so ein "Agenda"-Vertreter.
"Herrn Widder scheint eine Totalprivatisierung sehr gelegen zu sein. Aber
da lassen wir uns nicht gefallen! Wir wollen bei den Planungen
berücksichtigt werden, wie das die von der Stadt mitunterzeichnete Charta
von Aalborg vorschreibt!"
Wer sich informieren will, sollte sonntags um 14 Uhr und donnerstags um 19
Uhr zum Strandbad hinausfahren.
In Nähe des Campingplatzes sind dort Vertreter der genannten Organisationen
zugegen. Bei schlechtem Wetter finden die Treffen im Kegelzentrum bei der
Rheingoldhalle statt. (wer)
Protest am Strandbad gegen die befürchtete Event-Gastronomie
[10.09.2004 Neckarau Almenhof Nachrichten]
Die Neckarauer Bürger sind aufgeschreckt und machen sich Sorgen um
ihr Lieblings-Naherholungsgebiet, das Strandbad, seit in den Medien
über das Konzept des neuen Investors Eichbaum berichtet wurde, das
angeblich neben einer ganzjährigen Bewirtschaftung der
Gaststätte auch ca. 800 Biergartenplätze und Events vorsieht.
Wurde anfangs das Engagement für eine Ankurbelung
des maroden Gaststättenbetriebs überwiegend
begrüßt, so sehen doch viele Gruppierungen das Vorhaben mit
zunehmender Skepsis. Vor allem werden zu wenig Informationen im Vorfeld
und fehlende Bürgerbeteiligung angeprangert; der Neckarauer
Bezirksbeirat forderte daher zur Erarbeitung von
Lösungsvorschlägen eine interne Sondersitzung, die inzwischen
stattfand. Die neu gegründete Bürgerinitiative „Freunde
des Strandbads“, die Grünen und die Umweltorganisation
„BUND“ machten ihrem Unmut in Protestaktionen vor Ort Luft.
„Skandal“ oder „Keine Event-Gastronomie am
Strandbad“ war auf den an der Gaststätte angebrachten
Transparenten zu lesen. Die Umweltschützer und die
Bürgerinitiative, die auf dem Lindenhof eine
Unterschriftensammlung startete und einen offenen Brief an die
Verwaltung schrieb, haben dabei neben einer breiten
Bürgerbeteiligung und Eindämmung des Verkehrsaufkommens vor
allem ein umweltverträgliches Gastronomiekonzept im Auge, das
Reduzierung von Spiel- und Liegeflächen, eine „schleichende
Privatisierung“ des Erbes von Konsul Reiß sowie
zusätzliche Belastungen von Anwohnern ausschließt.
Die Neckarauer SPD begrüßt grundsätzlich
das Investitionsvorhaben und setzt auf eine „offene und ehrliche
Diskussion über die Nutzung der Strandbad-Gastronomie“.
Dabei wünscht sie auch die Einrichtung von zusätzlichen
Grillstationen und die Erhaltung des Gaststättengebäudes.
Als entscheidendes Kriterium sehen die Sozialdemokraten
eine attraktivere Gestaltung des öffentlichen Nahverkehrs und eine
Parkraumbewirtschaftung bzw. strenge Kontrolle für den
Individualverkehr.
In ähnliche Richtung gehen die Überlegungen
der Neckarauer CDU, die in dem Konzept der Eichbaum-Brauerei eine
Aufwertung des Strandbads und die Verkehrsproblematik „als
„Herausforderung“ sieht, der man sich stellen müsse.
Sie erinnert dabei an die 30er und 40er Jahre, als an Spitzentagen bis
zu 40.000 Besucher das Strandbad (per pedes oder Drahtesel)
ansteuerten. Anstatt das Projekt im Vorfeld „kaputt zu
reden“, soll es nun die Verwaltung richten und „ein
umfassendes Konzept mit konkreten Lösungsvorschlägen“
vorlegen. In einem Antrag im Gemeinderat fordert die CDU eine
Optimierung und Attraktivierung des ÖPNV, um auch ohne Auto ins
Strandbad zu gelangen.
Die Fraktion der Grünen bat Oberbürgermeister
Widder in einem Schreiben, den Beschluss des Wirtschafts- und
Grundstückausschusses zur Strandbadgaststätte
zurückzunehmen, da das Konzept „dem Willen der Bürger
zuwiderlaufe“ und den Umweltschutz missachte. Außerdem
solle die Bevölkerung vor Vertragsabschluss in den
Entscheidungsprozeß einbezogen werden. Noch einen Schritt weiter
geht die lokale Agenda 21, bei der in einer öffentlichen
Vorstandssitzung im überfüllten Volkshaus Stadtarchivar a.D.
Friedrich Teutsch über das Vermächtnis von Carl Reiß
referierte. Dieser hatte vor mehr als 100 Jahren der Stadt das Gebiet
der damaligen Fasaneninsel übereignet, unter der
ausdrücklichen Bedingung, dass „der Charakter des Waldes so
bleiben soll, wie Gott ihn erschaffen hat“, und dass er
„Erholungsstätte für die Mannheimer“ sein solle,
„in der man die Natur genießen kann“. Der
Erholungsbereich solle den Bürgern und vor allem der Jugend
unentgeltlich zur Verfügung stehen. Die anschließende
Diskussion mündete schließlich in einer von der Versammlung
geforderten Resolution, in der festgestellt wird, dass das Vorhaben am
Standbad dem Willen des Stifters, dem Naturschutz höchste
Priorität einzuräumen, zuwider laufe. Außerdem
widerspreche die mit der Investition einher gehende zunehmende
Kommerzialisierung dem sozialen Gedanken der Stiftung. Wegen weiterhin
ausbleibender Informationen durch die Stadtverwaltung zu den Planungen
am Strandbad hat die Lokale Agenda vor drei Wochen Dienst- und
Fachaufsichtsbeschwerde gegen die Verantwortlichen der Stadt beim
Regierungspräsidium Karlsruhe eingelegt. Sie begründet diesen
Schritt mit der Unverträglichkeit der Planungen mit dem
Vermächtnis von Carl Reiß.
Viele Emotionen in der Diskussion um das Strandbad
[10.09.2004 Neckarau Almenhof Nachrichten, Kommentar von Claudia Meixner]
Seit in den Medien über das Konzept des neuen Investors Eichbaum
am Strandbad gemutmaßt wurde, machen sich die Neckarauer Sorgen
um das beliebte Naherholungsgebiet. Das liegt zu einem gut Teil daran,
dass ausführliche Informationen von Seiten der Stadt bisher
ausblieben. Doch diese gibt es noch nicht, so lange nicht feststeht,
was der Investor Eichbaum letztlich macht, welche
Größenordnungen zur Debatte stehen und ob er angesichts der
vielen Vorbehalte überhaupt noch an dem Projekt interessiert ist.
Ein echtes Dilemma und eine schwierige Situation für alle
Beteiligten. Leidtragende sind aber vor allem die Bürger, bei
denen mit Stimmungsmache vieler Gruppierungen Ängste und
Ressentiments erzeugt werden, die niemandem nützen. Dabei wird
auch immer wieder der Stifter Carl Reiß zitiert, der in seinem
Vermächtnis vor allem auf die Naturbelassenheit des Waldes und die
– für alle unentgeltliche – Erholungsstätte Wert
legte. Legt man so strenge Maßstäbe an, dann hätte die
Stadt bereits mit dem Bau des Strandbades in den 20er Jahren und
später mit dem Gaststättengebäude sowie auch mit der
Anlage des Campingplatzes gegen die Intention des Stifters
verstoßen, doch diese Annehmlichkeiten wollte bisher kaum jemand
missen. Und noch etwas: wenn man Carl Reiß für die Beachtung
des Naturschutzes bemüht, sollte man auch die seit Jahren
zunehmende Zerstörung der Wiese und ihrer Kleinlebewesen durch
wildes - und eigentlich verbotenes – Grillen an Sommertagen
einbeziehen.Es wäre für alle von Nutzen, mehr auf Kooperation
als auf Konfrontation zu setzen und das Gespräch mit Stadt und
Investor auf der Grundlage von Fakten zu suchen anstatt zu
ideologisieren. Denn: was wäre die Alternative, wenn der Investor
frustriert aussteigt? Wahrscheinlich der unaufhaltsame Verfall des
Gebäudes und der Einzug der Willkür am Strandbad. Das
wäre sicher nicht im Sinne von Carl Reiß.
Verkehrsforum Neckarau erhält Umweltpreis
[10.09.2004 Neckarau Almenhof Nachrichten]
Große Freude löste beim Verkehrsforum Neckarau der Gewinn
eines Umweltpreises der Stadt Mannheim aus. Für die
bürgerschaftliche Mitarbeit am Verkehrsentwicklungsplan Mannheim
erhielt das Verkehrsforum aus der Hand von Umweltbürgermeister
Quast die Urkunde und das Preisgeld von 300 Euro. „Das ist
für uns neue Motivation, auch in der Umsetzungsphase weiter zu
machen“ freut sich Markus Rebmann, der VCD Vertreter des Forums.
Das Verkehrsforum besteht seit dem Sommer 2003. Mitglieder des
Allgemeinen Deutschen Fahrrad- Clubs (ADFC), der lokalen Agenda 21
Neckarau und des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) engagieren sich mit
interessierten Neckrauer Bürgerinnen und Vertretern der Parteien
für nachhaltige Mobilität im Stadtteil. Zusammen wurden
Vorschläge für die Verbesserung der Verkehrssituation in
Neckgrau erarbeitet, die der städtischen Verkehrsplanung immer
wieder zur Überprüfung auf Machbarkeit vorgelegt wurden. Als
Grundlage dienten das von der Stadt in Auftrag gegebene
Verkehrsgutachten und die eigenen Erfahrungen als Verkehrsteilnehmer
mit Ortskenntnis. Ziele des Verkehrsforums, deren Mitarbeiterinnen sich
regelmäßig treffen, ist den von den Bewohnern selbst
verursachten Verkehr in Neckarau so zu gestalten, dass niemand in
seinem Wunsch nach Mobilität beeinträchtigt wird.
Gleichzeitig sollen die Belastungen durch den Autoverkehr aber auch
für die Anwohner der stark befahrenen Durchgangsstraßen
erträglich bleiben. Das will man durch attraktivere Fußwege,
die stärkere Förderung des Radfahrens im Stadtteil und durch
einen besseren öffentlichen Nahverkehr erreichen. Eine Forderung
des Forums war z.B. an den Wochenenden die Benutzung der Busse und
Bahnen innerhalb des Stadtteils kostenlos für die
Stadtteilbewohner anzubieten. Eine Idee, die man gerade im Zusammenhang
mit der aktuellen Strandbaddiskussion immer noch für geeignet
hält, Autofahrer durch einen attraktiveren öffentlichen
Personennahverkehr zum Umsteigen zu bewegen. Letztlich setzt man aber
auch auf die Einsicht und die Vernunft der BürgerInnen.
Was wird aus der maroden Strandbad-Gaststätte?
Mannheim: Bürgerinitiativen laufen Sturm gegen angebliche
"Event Gastronomie"-Pläne der Stadt
[10.09.2004 Mannheimer Morgen] Gegen die Pläne der Stadt
Mannheim, die marode Strandbad-Gaststätte an die Eichbaum-Brauerei zu
verpachten und, wie die Gegner befürchten, in eine "Event-Gastronomie" zu
verwandeln, laufen Bürger in Neckarau Sturm. Vor allem das damit verbundene
erhöhte Verkehrsaufkommen in dem Landschaftsschutzgebiet geht ihnen gegen
den Strich. Noch mehr aber, dass die Stadt ihre Pläne nicht offen legt und
die Bürger an den Entscheidungen beteiligt. Weil die Verwaltung nicht über
ihre Pläne informiert, hat die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau kürzlich
Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerde beim Regierungspräsidium Karlsruhe
eingelegt. Der Beschwerdeführer befürchtet, dass durch einen
Vertragsabschluss mit der Eichbaum-Brauerei Fakten geschaffen werden
sollen. "Als wir auch keine Antwort auf unsere schriftlich an die
Verwaltung gestellte Forderung nach Information und Beteiligung bekamen,
machten wir uns selbst kundig und ließen uns von einem Anwalt beraten",
sagt Bernd Landmann, Vorsitzender des Vereins.
Im Juli gründete sich die
Bürgerinitiative "Freunde des Strandbads". Sie sammelte jeden Sonntag unter
den Besuchern des Strandbads Protestunterschriften gegen die Pläne der
Stadt. "Schon jetzt herrscht hier an heißen Sommertagen das Chaos", meint
Michael Lapp, Sprecher der Bürgerinitiative. "350 Biergartenplätze wie
bisher sind ausreichend." Die Stadt hingegen wolle 800 Plätze schaffen, was
mit einer erhöhten Zahl an Parkplätzen und Autoverkehr in dem sensiblen
Landschaftsschutzgebiet, zwischen zwei Naturschutzgebieten gelegen,
verbunden wäre. Darin und in der vorgesehenen Vermietung von Grillplätzen
und Strandkörben sehen die Gegner einen Verstoß gegen den testamentarischen
Willen des Konsuls Carl Reiß, der der Stadt seinerzeit das Gelände vermacht
hat. In dem Vermächtnis heißt es, dass die Fasaneninsel bei Neckarau "auf
ewige Zeiten erhalten bleiben soll und den Einwohnern meiner Vaterstadt zur
Erholung dienen soll". Ferner legte Reiß fest, dass die Insel "möglichst in
dem jetzigen Zustand zu erhalten ist und der öffentlichen, allgemeinen
Benützung unentgeltlich zu übergeben" ist.
Die Grünen haben den
Oberbürgermeister deswegen inzwischen aufgefordert, den Beschluss des
Wirtschafts- und Grundstücksausschusses zur Strandbad-Gaststätte
zurückzunehmen, weil er gegen den Willen der Bürger verstoße. Stattdessen
solle der Gemeinderat über die Zukunft der Gaststätte entscheiden. Auch die
Eichbaum-Brauerei als angehender Investor und Betreiber will nichts gegen
den Willen der Bürger unternehmen. "Wenn niemand eine Strandbad-Gastronomie
haben will, werden wir auch keine machen", sagt Eichbaum-Verkaufsdirektor
Rainer Heilmann. Eichbaum habe noch nicht einmal einen Konzessionsantrag
gestellt. Von einer "Event-Gastronomie" in großem Stile könne den Planungen
nach auch keine Rede sein. Der zuständige Bürgermeister Rolf Schmidt nennt
die Befürchtungen der Gegner "an den Haaren herbeigezogen". Er sagt: "Es
gibt nichts anderes als bisher, es gibt keine größere Fläche für die
Gaststätte als bisher. Es wird Angst geschürt." Lediglich der Platz der
kaum benutzten Minigolf-Anlage werde zur Gartenwirtschaft, Grillen solle
kontrolliert angeboten werden. "Alles in geordneten Bahnen", betont Rolf
Schmidt. Den Bezirksbeirat Neckarau habe er in nicht öffentlicher Sitzung
über die Pläne informiert, auch darüber, dass keine Vergrößerung der
Gastronomie geplant sei, sagt Schmidt. Der Parkplatz könne schon allein
deswegen nicht erweitert werden, weil dafür keine Mittel zur Verfügung
stehen würden. Das Grillen stelle er sich wie im Luisenpark vor, und ein
Verstoß gegen den letzten Willen des Erblassers Carl Reiss sei daher auch
nicht zu erkennen. Allerdings: Auch der Bezirksbeirat bemängelte in der
Sitzung, von der Verwaltung nicht vorher über die Pläne informiert und an
den Entscheidungen beteiligt worden zu sein. (huf)
Agenda legt Beschwerde ein
Streit um Strandbad-Pläne
[27.08.2004 Mannheimer Morgen] Der Streit um das
Strandbad reißt nicht ab. Auf Grund der bekannt gewordenen
Pläne und wegen ausbleibender Informationen von Seiten der Stadt,
hat die "Lokale Agenda 21 MA-Neckarau" Dienst- und
Fachaufsichtsbeschwerde beim Regierungspräsidium Karlsruhe
eingelegt.
"Wir haben viel gefragt und wenig Antworten bekommen",
sagt der Vorsitzende der Initiative Bernd Landmann. Erst aus der Presse
habe man Hinweise auf die Installierung einer Event-Gastronomie mit
zusätzlichen 550 bis 800 Biergartenplätzen erhalten, so
Landmann weiter. "Die Planungen sind aber unverträglich mit dem
Vermächtnis von Carl Reiß." Dieser habe in seinem Testament
großen Wert auf den Naturschutz und auf die kostenlose Nutzung
der Insel durch die Mannheimer Bürger gelegt. Um einem
Vertragsabschluss mit der Eichbaumbrauerei, die als möglicher
Pächter im Gespräch ist, und den damit geschaffenen Fakten
zuvorzukommen, habe man sich zu der Beschwerde entschieden.
Unterstützt wird die Lokale Agenda von der
Mannheimer Kreisgruppe des BUND und der Bürgerinitiative "Freunde
des Strandbads". Karl-Ludwig Walzel als Vertreter der Initiative zeigte
sich insbesondere über das Verhalten der Stadt enttäuscht.
Aus diesem Grund habe man auch die Offenlegung der Pläne und eine
Beteiligung der Bürger gefordert. Alle Beteiligten machten
außerdem deutlich, dass man nicht grundsätzlich gegen eine
Bewirtschaftung des Strandbades sei. "Wir wollen erreichen, dass die
bestehenden Gastronomiekapazitäten nicht noch weiter ausgebaut
werden", so Landmann.
Arnold Cullmann, vom BUND wies darauf hin, dass eine
Umsetzung der Pläne zu wesentlich mehr Verkehr führen, und
der schon jetzt knappe Parkraum nicht mehr ausreichen würde.
Außerdem würden durch den Lärm nicht nur die Anwohner,
sondern auch die benachbarten Naturschutzgebiete beeinträchtigt
td
Strandbad: Neuer Klärungsbedarf
[20.08.2004 Mannheimer Morgen] In einem Brief an
Oberbürgermeister Gerhard Widder bittet Stadtrat Wolfgang
Raufelder den Beschluss des Wirtschafts- und Grundstückausschusses
zur Strandbadgaststätte in Neckarau zurückzunehmen.
"Die vorgesehene Umgestaltung des Strandbades
widerspricht dem Willen der Bürger und bringt zahlreiche Probleme
in den Bereichen Umwelt, Verkehr und Lärm mit sich", macht
Raufelder seine Einwände geltend.
Nach Ansicht der Grünen im Gemeinderat soll die
Bevölkerung in den Entscheidungsprozess mit einbezogen werden.
"Die Beratung zu den Aktivitäten um einen Vertragsabschluss
bezüglich des Strandbades zwischen der Eichbaum-Brauerei und der
Stadt Mannheim sollte in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung, der
Politik und den Fachbehörden vorbereitet werden", so die
Grünen.
Nach Ansicht der Partei ist auch die Rechtsstellung des
Grundstücks im Zusammenhang mit dem Vermächtnis von Carl
Reiß sehr umstritten. "Nach einer Beurteilung durch die
Verwaltung sollte eine weitere Anhörung im Gemeinderat erfolgen,
an deren Ende dann der Gemeinderat entscheidet", so Raufelder.
fl
In die Freude am Strandbad mischen sich auch Sorgen
NECKARAU: Initiative und Parteien fordern ausführliche Informationen über Bewirtschaftung und Verkehrskonzept
[12.08.2004 Mannheimer Morgen] Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny
"Wir brauchen keine Miesmacherei, sondern eine ausführliche
Information darüber, was am Strandbad passiert": Stadtrat Helmut
Wetzel (SPD) macht sich Sorgen über die Zukunft des bei den
Mannheimern so beliebten Naherholungsgebietes. Nicht nur er. Seitdem
bekannt wurde, dass die Eichbaum-Brauerei die Gastronomie am
"Mannheimer Lido" übernehmen soll und dort auch einen
ganzjährigen Betrieb mit Sonderveranstaltungen auf die Beine
stellen will, mischen sich in die Freude darüber, dass endlich
etwas geschieht, auch Befürchtungen. Sie betreffen vor allem die
begleitenden Umstände: Massenandrang und
übermäßiges Verkehrsaufkommen. Der ganze Bezirksbeirat
einigte sich darauf, dass die nächste öffentliche Sitzung am
20. Oktober allein dem Thema Strandbad gewidmet werden soll.
Immerhin: Rundweg abgelehnt wird das Vorhaben der
Brauerei nicht. Vor wenigen Tagen formierte sich die
Bürgerinitiative "Freunde des Strandbads" unter der Ägide der
Neckarauer Bürger Michael Lapp und André Polosek. Auch sie
betonen: "Grundsätzlich begrüßt die Initiative das
Interesse von Eichbaum an der Bewirtschaftung der
Strandbad-Gaststätte". Allerdings befürchten die Initiatoren,
die inzwischen im Stadtteil zahlreiche Unterschriften gesammelt haben,
"dass mit der Neuverpachtung, dem Aufstellen von kostenpflichtigen
Strandkörben und der Ausweitung des Gastronomiebetriebes auf 800
Plätze eine schleichende Privatisierung des von Konsul Reiß
für die Mannheimer Bürger gestifteten Areals in Gang gesetzt
wird". Ihr Vorgehen zielt auf eine umfassende Information und
Bürgerbeteiligung bei der Neukonzeption. Zudem wollen sie das
Verkehrsaufkommen reduziert sehen und setzen sich für den Erhalt
des Restaurant-Gebäude im Stil des Bauhauses ein.
Bei der Neckarauer CDU stößt das Treiben der
Initiative keineswegs auf Gegenliebe. Stadträtin Gabriele
Egler-Huck und Bezirksbeiratssprecher Wolfgang Taubert erwarten von der
Investition der Eichbaum-Brauerei eine Aufwertung des Strandbades.
"Dass große Besucherzahlen immer Herausforderungen mit sich
bringen, ist nichts neues, sondern eine Aufgabe, der man sich stellen
muss", erklären sie. Taubert erinnert daran, dass vor und nach dem
Zweiten Weltkrieg bis zu 40 000 Besucher an sonnigen Sonntagen das
Strandbad aufsuchten. Dazu hätten die einmalige Lage, zwei
Restaurants und zahlreicher Verkaufsstände entlang der Front zum
Rhein beigetragen.
Im Hinblick auf das Verkehrsaufkommen erwartet die
Stadträtin von der Stadtverwaltung ein umfassendes Konzept mit
konkreten Vorschlägen, denn "schließlich dürfen die
Anwohner in der Rheingoldstraße und im Neckarauer Waldweg sowie
die umliegenden Vereine nicht weiter belastet werden". Einen
entsprechenden Antrag hat sie im Gemeinderat gestellt. Darin fordert
sie vor allem eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs.
In eine ähnliche Richtung zielen die
Bemühungen der SPD. Die Gemeinderatsfraktion unter der Leitung von
Dr. Frank Mentrup traf sich am Mittwoch mit interessierten Bürgern
vor Ort und sammelte erst einmal Anregungen. Demnächst soll ein
weiteres Treffen mit Vertretern der Stadt und der Eichbaum-Brauerei
stattfinden. Dann soll das Konzept vorgestellt werden. Für
Stadtrat Wetzel steht fest, dass nur eine familiengerechte Gastronomie
mit Ganzjahresbetrieb Sinn macht und wirtschaftlich sein kann. Ein
verbesserter Betrieb mit einem Pendelbus zwischen dem Rheingold-Center
und Strandbad könne für Verkehrsentlastung sorgen.
Beschlüsse erst im Herbst
VEP Neckarau muss warten
[12.08.2004 Mannheimer Morgen] Der
Verkehrsentwicklungsplan (VEP) für Neckarau wird vor der
Sommerpause nicht mehr im Gemeinderat abgestimmt. Die CDU-Fraktion kann
dem seit 1999 mit großer Bürgerbeteiligung und mit Hilfe von
Verkehrsexperten erstellten Plan für die Lenkung der
Verkehrsströme im Stadtteil doch noch nicht zustimmen: "Wir sehen
noch Beratungsbedarf", erklärte der scheidende
Fraktionsvorsitzende Dr. Sven-Joachim Otto auf "MM"-Anfrage.
Über den Plan - der zahlreiche
Einzelvorschläge zur Lösung oder Milderung von
Verkehrsproblemen in Neckarau enthält - hätte jetzt im
Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) sowie am 27. Juli im Plenum
des Gemeinderats abgestimmt werden sollen. "Wir möchten, dass sich
der neue Gemeinderat im Herbst mit dem Thema noch einmal befasst",
begründete CDU-Fraktionsgeschäftsführer Oliver Althausen
auf Anfrage die Verschiebung. Und: "Wir werden sicher noch einige
Änderungsanträge dazu einbringen."
Die Beschlussvorlage, so Althausen weiter, enthalte
konkrete Vorgaben, "die in dieser Form noch nicht verabredet waren".
Die Christdemokraten wollen unter anderem den Nasen und Kaps zur
Geschwindigkeitsreduzierung nicht vorbehaltlos zustimmen und die von
der Stadtverwaltung zunächst vorgeschlagene Vorplanung für
eine zukünftige Aufeldquerung nicht aufgeben.
Auch die CDU-Stadträtin Astrid Egler-Huck weist auf
einige Knackpunkte in der Vorlage hin: "Wir wollen uns schon noch
einmal Gedanken beispielsweise über den Fahrrad-Verkehr machen."
Es sei zu bedenken, ob man wirklich Bürgersteige für die
Benutzung durch Radfahrer öffnen solle. Unstrittig seien indes
Punkte wie die Verkehrsentlastung in der
Floßwörthstraße oder ein Tempolimit auf den
Hauptachsen in Neckarau. Ein besonders wichtiges Thema, nämlich
die Verkehrsproblematik am Strandbad, sei in dem Katalog überhaupt
nicht enthalten. Egler-Huck: "Das gehört für unsere
Vorstellungen aber da unbedingt hinein!" lang
Protest gegen Event-Gastronomie
Freunde des Strandbades und Grüne üben heftige Kritik
[12.08.2004 Mannheimer Morgen] "Zuerst
Verwahrlosung, dann Abriss - so nicht. Wir fordern Pflege und Betrieb
des historischen Hauses" prangt in Großbuchstaben auf einem
Transparent. "Skandal" heißt es auf einem anderen Plakat. Die
Botschaft lautet: Keine Event-Gastronomie in dem Traditionsbad am
Rheinufer. Vertreter der "Freunde des Strandbades", der Grünen und
der Umweltorganisation BUND trafen sich gestern zu einer Protestaktion
- weitere sollen folgen.
Wie berichtet, hat die Stadt Mannheim die
Strandbad-Gastronomie an die Eichbaum-Brauerei vergeben. Neben einem
ganzjährig betriebenen Restaurant soll ein Biergarten mit 800
Plätzen entstehen. Diese Ankündigung bringt nicht nur
Grünen-stadtrat Wolfgang Raufelder auf die Palme. Schon bei den
310 Plätzen der alten Strandbadgaststätte hätten die
Parkplätze nicht ausgereicht und die Autos wild im
Naturschutzgebiet geparkt. In einem Brief an Oberbürgermeister
Widder werden nicht nur Park- und Verkehrssituation kritisiert: "Die
erweiterte Gastronomie verringert die Fläche für die
Erholungssuchenden, die sich unabhängig von den gastronomischen
Angeboten am Strandbad aufhalten wollen" - denn der Biergarten soll im
Bereich der Minigolfanlage etabliert werden, wo derzeit Lufthungrige
unter Bäumen Ruhe suchen, weil es auf der Grillwiese meist
turbulent und laut zugeht.
Bezirksbeiräte wie Hans-Joachim Fenzke (SPD) und
Dieter Netter (Grüne), die sich zu der Protestaktion eingefunden
hatten, waren vor allem sauer, weil vor den Vertragsverhandlungen mit
der Brauerei weder Bezirksbeiräte noch Stadträte
eingeschaltet wurden. Die Sondersitzung komme, wenn alles gelaufen ist,
schimpften Kritiker.
Die Lokale Agenda 21 MA-Neckarau fordert ebenfalls,
Bürger an dem Strandbadkonzept zu beteiligen. Außerdem liegt
ihr am Herzen, dass das "einzigartige" Gastronomiegebäude im
Bauhausstil restauriert statt abgerissen wird.
Am nächsten Sonntag planen die Strandbad-Freunde erneut eine Protestaktion - mit Info-Stand ab 14 Uhr vor Ort. wam
Überrollt Autolawine die Verkehrspläne?
NECKARAU: Stadträte im Ausschuss beschäftigen sich demnächst mit dem Maßnahmenkatalog
[12.08.2004 Mannheimer Morgen] Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny
Selten ist ein Verkehrsentwicklungsplan so ausgiebig in einem Stadtteil
diskutiert worden wie in Neckarau. Die Ergebnisse der zahlreichen
Gespräche und Debatten bei mehreren Veranstaltungen mit
erstaunlicher Beteiligung sind in Vorschläge eingeflossen, die am
kommenden Dienstag den Stadträten im Ausschuss für Umwelt und
Technik vorliegen werden. Eigentlich hätte es nach einer derart
guten Vorbereitung nur ein formaler Akt sein können, die
Maßnahmen für Verbesserung des Verkehrsflusses und für
das Miteinander von Fahrzeug, Fahrrad und Fußgänger
abzusegnen.
Die Situation in Neckarau hat sich indes seit den ersten
Überlegungen zu dem Plan geändert. Der Stadt ist es gelungen,
mit der Eichbaum-Brauerei einen Pächter für die Wirtschaft am
Strandbad zu finden. Der Brauerei gelang es wiederum, die Stadt zu
etwas zu bewegen, wozu sie bislang nicht bereit war: Die Genehmigung
eines Bewirtungsbetriebes für mehrere Hundert Gäste. Damit
steigt aber das Verkehrsaufkommen in Richtung Strandbad
beträchtlich, erste kritische Stimmen sind in Neckarau bereits
laut geworden. Bei den Beratungen im Ausschuss dürfte es auch
darum gehen, wie die Situation am Strandbad den
Verkehrsentwicklungsplan tangiert.
Dennoch ist nicht damit zu rechnen, dass der Plan neu
konzipiert werden muss. Wenn die Stadträte am Dienstag die
Maßnahmen beschließen, so heißt es noch nicht, dass
sie bereits in den nächsten Monaten umgesetzt werden. Der
Verkehrsentwicklungsplan dient als eine Richtschur für
künftiges Handeln. Die darin enthaltenen Vorschläge werden
"unter Finanzierungsvorbehalt künftiger Hauhaltsjahre"
beschlossen.
Was das konkret bedeutet, erfährt derzeit die
Interessengemeinschaft der Neckarauer Vereine mit ihrem Vorschlag, den
Marktplatz umzugestalten. Zwar heißt es in den Empfehlungen des
Verkehrsentwicklungsplanes noch, die Entscheidung über die Art der
Umgestaltung solle "der weiteren Diskussion vor Ort" vorbehalten
bleiben. Doch dort weiß man auch, dass die Stadt derzeit kein
Geld für die Umgestaltung des Marktplatzes hat, also hat die
Interessengemeinschaft selbst die Initiative ergriffen und, wie
berichtet, eine Spendenaktion in der Hoffnung gestartet, zumindest
einen Großteil der Finanzierung selbst aufzubringen.
Mehr als 100 Vorschläge trugen engagierte
Neckarauer zum Verkehrsentwicklungsplan bei. Nicht alle mochte das
Baudezernat von Bürgermeister Lothar Quast berücksichtigen,
zumal etliche, wie die Gestaltung der Gärten im Aufeld, gar nicht
in seine Zuständigkeit fallen. An den meisten Stellen ist der
örtliche Sachverstand indessen sehr fruchtbar gewesen, wie der
Bürgermeister bei einer öffentlichen Veranstaltung hervorhob.
Eine entscheidende Grundlage lieferte aber auch ein Gutachten, das die
Stadt beim Planungsbüro Hupfer und Partner, Kaiserslautern, in
Auftrag gab.
Natur genießen, ohne bevormundet zu sein
Die Geschichte des Strandbades beginnt mit einer großherzigen Stiftung des Consuls Carl Reiß
[07.08.2004 Mannheimer Morgen] Am Strandbad in
Neckarau bahnt sich Ärger an. Um der dahin siechenden
Bewirtschaftung am "Mannheimer Lido" einen neuen Impuls zu geben, will
die Stadt die Gaststätte mitsamt einem Areal für die
Bewirtung der Eichbaum-Brauerei auf Jahrzehnte hinaus in Erbpacht
überlassen. Zwar ist noch nicht im einzelnen bekannt, was die
Bierbrauer mit dem Gelände vorhaben, ob sie die Gaststätte
sanieren oder eine neue bauen, wie sie die Freiluft-Bewirtung ausdehnen
wollen, und ob sie dort überhaupt Großereignisse (Events)
planen, dennoch wächst das Misstrauen in Neckarau bis zur
Ablehnung. Immer wieder wird in den verschiedenen Gremien in Neckarau
der Wunsch nach einer ausführlichen Information deutlich
hörbar.
Und da sowohl die Stadt als auch die Eichbaum bislang
mit Informationen geizten, ließ sich die Lokale Agenda 21
Mannheim-Neckarau in einer öffentlichen Veranstaltung vom
Stadtarchivar a.D. Friedrich Teutsch erklären, was es mit dem
Vermächtnis von Carl Reiß auf sich hat, der vor mehr als 100
Jahren die Fasaneninsel -sie sollte später nach ihm
Reißinsel genannt werden - der Stadt überlassen hat. Der
Geschichtsforscher Teutsch, der sich mit de Stiftung eingehend befasst
hat, kommt zu dem Schluss, dass der im Testament festgehaltene und auch
mündlich geäußerter Wille von Consul Carl Reiß
vor allem zwei wichtige Punkte umfasste: Der Charakter des Waldes
sollte erhalten bleiben, kein Baum der Axt zum Opfer fallen und der
Mannheimer Bevölkerung sollte eine Erholungsstätte geboten
werden, in der sie "die Natur genießen kann, ohne von der Polizei
bevormundet zu werden", wie die Neue Mannheimer Zeitung nach einem
Rundgang von Carl Reiß mit dem Bürgerausschuss festgehalten
hatte.
Und noch etwas habe der Consul verfügt, betonte
Teutsch: Wenn die Stadt das Gelände etwa für einen Neubau
oder eine Erweiterung von Hafenanlagen benötigen sollte, so
müsse sie für Ersatz von parkähnlichem Erholungsareal,
ähnlich wie auf der Reißinsel innerhalb der Stadtgrenzen
sorgen. Keine einfache Forderung in der heutigen Stadt, die wesentlich
dichter bebaut ist als an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.
Das Gebiet auf dem sich heute das Strandbad ausdehnt war
ein Teil der Stiftung. Ob es im Sinne von Consul Reiß ist,
lässt sich nicht mehr feststellen. Tatsache ist, dass die Stadt
bereits in der Mitte der 20-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts
beschloss, einen Teil der geschützten Natur auf der
Reißinsel abzutrennen und dort einen Erholungsbereich anzulegen.
Das Strandbad erfreute sich bald einer großen Beliebtheit.
Zumindest blieb es im Sinne von Carl Reiß ohne
Einschränkungen und kostenlos zugänglich. jan
Zwischen Öko-Rap und Drais-Gedächtnisfahrt
20 Jahre Umweltpreis: Ansporn zu erstaunlichen Höchstleistungen / 7000 Euro Prämiengelder
[16.07.2004 Mannheimer Morgen] Von unserem Redaktionsmitglied Thorsten Langscheid
Erstaunlich, zu welchen Höchstleistungen der Umweltpreis von
Abfallbeseitigungsgesellschaft (ABG) und Stadtverwaltung auch im 20.
Jahr seines Bestehens anspornt. Bürgermeister Lothar Quast (SPD),
begrüßte gestern Abend im Foyer des Collini-Centers weit
über 150 Gäste: Teilnehmer, Preisträger, Angehörige
und Vertreter von Gemeinderat und Stadtverwaltung beklatschten eben
diese Höchstleistungen, die vom kreativen Müllprojekt mit
Kleinkindern bis hin zum Recyclingkonzept der US-Truppen und vom
Öko-Rap bis zum S-Bahn-Fahrplan im Scheckkartenformat reichen.
33 Gruppen, Initiativen, Schulklassen und
Kinderhäuserreichten in diesem Jahr ihre Beiträge ein,
immerhin lockten Preisgelder von insgesamt 7000 Euro - ein Betrag, den
sich Stadt und ABG teilen und der mit der Euro-Umstellung von 10000
Mark auf 7000 Euro aufgestockt wurde. Insgesamt sechs Kategorien von
Preisen hatte die Jury um Bürgermeister Quast gebildet, der
Hauptpreis (600 Euro) gingen an das Umweltprojekt des
Johann-Peter-Hebel-Heims am Kuhbuckel. Die Preise zwei bis fünf
gingen an die Umweltgruppe derRheinau-Schule (500 Euro), das
Kerschensteiner-Kinderhaus (400 Euro), den Angelsportverein Sandhofen
(350 Euro) und die Lokale Agenda 21 in Neckarau, die zusammen mit den
Verkehrsclubs ADFC und VCD 300 Euro erhielt.
Die Vielfalt der Arbeiten der Hauptpreisträger
zeigt die weite Spanne ökologischen Engagements, das der Preis,
der alljährlich ausgelobt wird, belohnen will. Da leisten die
Verkehrs-Fachleute in Neckarau einen wertvollen Beitrag bei der
Aufstellung des Verkehrsentwicklungsplans, unterstützen politische
Gremien und Fachbehörden ehrenamtlich mit Vorschlägen,
Hilfestellungen und Hinweisen, während dieSandhofener Angler ganz
selbstverständlich seit Jahren bei der Sauberhaltung "ihres"
Wilhelmswörth-Weihers anpacken. Die Kerschensteiner-Kinder lernen
in ihrer Waldgruppe die Bedeutung der Forsten kennen, die Rheinauer
Umweltgruppe legt tatkräftig Hand an bei der Rettung bedrohter
Pflanzen im Rheinauer Wald und die Jugendlichen im Hebel-Heim setzen
sich in ihrer "Lernwirkstatt" für den Umweltschutz ein. Dabei
bewirken sie etwas für andere und lernen selbst etwas dabei -
erstaunlich und absolut preiswürdig.
Bei vielen der Preisträger in den übrigen
Kategorien steht der Wald im Mittelpunkt der Ideen, doch die Jury
wählte auch Projekte wie zum Beispiel die Drais-Memoriale im
vergangenen Sommer, das bereits erwähnte Fahrplankärtchen
für die S-Bahn, das reißenden Absatz fand oder eher
politische Beiträge wie die Mannheimer Umweltbilanz 2004 der
Lokalen Agenda 21 aus. Mit dem Lieferservice City Biker ist
außerdem auch ein kommerzieller Bewerber unter den
Ausgezeichneten. Für Musik sorgte ein Saxofon-Quartett der
städtischen Musikschule. © Mannheimer Morgen - 16.07.2004
Eine Nummer zu groß
[02.07.2004 Mannheimer Morgen, Kommentar von Thorsten Langenscheid]
Ein provisorischer Biergarten am Strandbad und große Pläne
für einen familienfreundlichen Ganzjahresbetrieb ab der kommenden
Saison – das könnten doch gute nachrichten aus dem
Neckarauer
Rheinbogen sein.
Wenn da nicht die beiden empfindlichen
Naturschutzgebiete Reiß-Insel und Silberpappel sowie das nicht
minder empfindliche Landschaftsschutzgebiet wären, wenn da nicht
eine Zufahrtsstraße und ein Parkplatz mitten im Wald, und wenn da
nicht ein Wochenend-Freizeitverkehr wäre, der sowieso schon
groß genug ist. Vor allem die Autoverkehr ist es, die dem
Süden zu schaffen machen. Diese Erkenntnis ist nicht neu, sondern
wurde bereits vor über 10 Jahre von dem Gutachter Georg Bellemann
gewonnen, der eine Untersuchung über die Probleme des sogenannten
Verkehrs- und Besucherdruck auf die Reißinsel und das Strandbad
anfertigte.
Denn am Strandbad war schon immer ordentlich was los, die Mannheimer
kamen auch früher schon in hellen Scharen aus der Stadt ins
Naherholungsgebiet. Tonnenweiseweise Wurstsalat, so wissen die alten
Strandbader noch aus Kindertagen, wurde vor dem krieg in der
Gaststätte angemacht. Heute schier unvorstellbar: Kein Mensch kam
damals mit dem Auto, niemand warf Plastiktüten oder Aluminiumdosen
in den Wald, niemand zündete Grillfeuer an.
Auch wenn die Besucherzahlen längst wesentlich niedriger sind als
in den alten Zeiten: Für ein verträgliches Miteinader von
Mensch und Natur sind die neuen Strandbad-Aktivitäten immer noch
eine Nummer zu groß. Das weiß auch die Stadtverwaltung, hat
sie doch den Neckarauer Rheinbogen als besonders schützenswertes
Gebiet bei der EU in Brüssel gemeldet. Schade, daß der
Umweltschutz im Rathaus mal wieder auf der Strecke bleibt.
Am Lido gibt's wieder Bier und Wurstsalat
Gastro-Provisorium bis September / "Journal"-Betreiber übernimmt Strandbad-Gaststätte
[02.07.2004 Mannheimer Morgen, Thorsten Langenscheid]
Bier und Wurstsalat am Strandbad - seit gestern geht's am Neckarauer
Lido wieder rund - allerdings vorerst nur mit provisorischen
Holztischen und Bänken für 350 Gäste. Den Ausschank
unter freiem Himmel organisiert Pächter Hennes Reiß
("Café Journal") in zwei Containern, die er neben das alte
Gaststättengebäude stellte. Im Winter soll das Gemäuer
dann einer Verjüngungskur - Sanierung oder Abriss und Neubau -
unterzogen werden.
"Ich find' das wunderbar hier draußen", freut sich
Schülerin Bianca Batzler, die gestern Nachmittag zum ersten Mal
aus Frankenthal ans Strandbad kam. Klassenkamerad Thorsten Edinger, der
eigens aus Ludwigshafen "riwwer" gemacht hatte, stimmt zu: "Ich geh'
hier sogar gerne im Rhein schwimmen." Offiziell ist das am Strandbad
und überhaupt am Fluss zwar nicht erlaubt, aber die
Freizeiteinrichtung im grünen Süden der Stadt ist auch
über siebzig Jahre nach der Eröffnung ungebrochen beliebt bei
den Mannheimern.
Die Saison 2004 dauert nach der bisherigen Planung von
Hennes Reiß bis Ende September: "Mal sehen, wie es läuft",
deutet er seine flexible Strategie an. Je nach Wetterlage und
Publikumsinteresse will der Gastronomie-Profi bereits in diesem Sommer
mit einem kleinen Veranstaltungsprogramm locken. Mediterran soll's am
Neckarauer Lido jedenfalls in Zukunft weitergehen, binnen drei Jahren,
so sieht es der Erbpachtvertrag der Stadt mit der Eichbaum-Brauerei
vor, will die Bier-Firma gut 1,2 Millionen Euro in den sommerlichen
Traditions-Treff stecken und ein ganzjährig bewirtschaftetes
Restaurant (im Sommer täglich, im Winter an den Wochenenden
geöffnet) bauen. Unklar ist derzeit noch, ob die gesamte
Betonkonstruktion abgerissen wird, oder ob die Pfeiler stehen bleiben
können. Dann würden lediglich die Aufbauten plattgemacht und
neu errichtet werden.
Hennes Reiß - übrigens nicht verwandt mit dem
Stifter des Strandbades, Carl Reiß - will sich genausowenig wie
Eichbaum-Verkaufsdirektor Rainer Heilmann jetzt schon in die Karten
schauen lassen. Nur soviel wurde bisher bekannt: Die Gäste sollen
sich in Strandkörben räkeln und an einer Grillstation ihre
Fleischvorräte ergänzen können. Strandbadfesten, Musik-
und Beach-Volleyball-Veranstaltungen sollen bald zum festen Programm
gehören.
Dies und der Umstand, dass offenbar bis zu 800
Sitzplätze für den Biergarten genehmigt wurden, ruft in
Neckarau nicht nur Freude hervor. Bezirksbeirat Rudolf Höcker
(CDU) sowie seine Mitstreiter von der Lokalen Agenda 21 sehen die
Entwicklungen mit Sorge. Das Gastronomiekonzept übe eine
Sogwirkung auf den Autoverkehr aus: "Es ist erkennbar, dass dies
früher oder später problematisch wird", so Höcker. Alle
Bemühungen, die Verkehrsprobleme in Neckarau zu lösen,
würden damit zunichte gemacht. Höcker: "Das ist
Hüh-Hott-Politik!"
"Wir fragen uns, wozu die Stadt Mannheim die
Agenda-21-Fahne hochhält?" reagiert auch der Bund für Umwelt
und Naturschutz (Bund) in Person von Arnold Cullmann auf die
Strandbad-Neuigkeiten. Die erweiterte Gastronomie werde sich insgesamt
negativ auf die Natur- und Landschaftsschutzgebiete rund um das
Strandbad auswirken: Es sei schwer vorstellbar, dass der Stifter von
Reißinsel und Strandbad, Carl Reiß, "die vorliegenden
Planungen mit den absehbaren Folgen für seine Fasaneninsel
gutheißen würde", schreibt Cullmann in einem Brief an den
Oberbürgermeister.
Friedhof soll durch Biotopvernetzung parkähnlicher werden
Zweiter Ortstermin zur Erstellung eines Grün- und Pflegeplanes
[18.06.2004 Neckarau-Almenhof-Nachrichten] Im
Rahmen der geplanten Einbeziehung des Neckarauer Friedhofs in die
Biotopvernetzung fand auf initiative des bezirkbeirates und
stellvertretenden Vorsitzenden der Lokalen agenda 21, Rudolf
Höcker, ein weiteres Treffen mit Vertretern der Unteren
Naturschutzbehörde, der Grünleitplanung, des
liegenschaftamtes, des Gartenvereins Mallau sowie Friedhofsgärtner
Morasch und Architekt Klaus-Peter Mütsch statt.
Als Erweiterung der Konzeption soll der gerade
entstehende Tierfriedhof an der Donaustraße in die
Biotopvernetzung integriert werden. Gerald Schwemmle von der
Grünleitplanung der Stadt regte an das Areal sobald wie
möglich komplett einzugrünen und damit ökologisch
aufzuwerten. Er schlug vor, an zwei Seiten als Begrenzung eine
mindestens 6 m breite Hecke zu pflanzen, um den Biotopcharakter zu
verstärken. Außerdem sollte die Begräbnisfläche
für insgesamt 1200 Tiere in den noch ungenutzten Bereichen als
wiese gestaltet werden. Die Kosten dieser Maßnahme sowie die
Pflege für drei Jahre übernehme die Stadt, kündigte
Schwemmle zur großen Überraschung des
Tierschutzvereinsgeschäftsführers Herbert rückert an. Er
versicherte, daß das Gestaltungskonzept der Biotopvernetzung sich
grundsätzlich mit den Überlegungen des Tierschutzvereins
decke, der allerdings als Betreiber die Kosten zu tragen habe. So komme
die unerwartete Finanzspritze Stadt sehr gelegen. Der Vorstand des
Tierschutzvereins müsse allerdings die letzte Entscheidung
treffen.
An Hand eines Luftbildes folgte die Bestandsaufnahme der
Bepflanzung auf dem Friedhof. Im vorderen Bereich hat dieser durch viel
Bäume Parkcharakter. Dieser könnte nach Ansicht von Gerald
Schwemmle und Thomas Kilian auch im hinteren Bereich im Sinne der
Biotopvernetzung durch Großbaumpflanzungen verstärkt werden.
Heimische Laubbäume seien dabei unbedingt zu bevorzugen, da der
Nadelbaumbestand auf dem Friedhof bereits überproportional sei und
nach Aussage des gartenvereinsvorsitzenden Peter Meier vielfach
parasitäre Schäden aufweise.
So war die spontane Vorschlagsliste der Experten recht
umfangreich: wünschenswert wäre die Verbreiterung der Hecken
entlang der Zaungrenze, um Buschbrütern und anderen Tieren
Unterschlupf zu gewähren; für Insekten soll die
Wiesenfläche ausgeweitet und zumindest im hinteren Bereich nur
zweimal jährlich gemäht werden. Sogar eine teichanlage
könnte man sich vorstellen. Desweiteren wären von der
Südsonne beschienene Trockensteinmauern geeignet, Kleinreptilien
anzusiedeln, sowie lose Lesesteinhaufen auf den Wiesen für
Bruträume.
Ganz anders zeigt sich die Geländestruktur des
benachbarten Gartenvereins Mallau; dort herrscht große
Pflanzenvielfalt, außerdem gibt es viele Nistkästen sowie
Teiche mit Schilf.
Als Ergänzung schlägt Höcker vor,
zeitweise nicht verpachtete Gärten mit Trockensteinmauern zu
bestücken; Kilian rät , geschreddertes Holz aufgehäuft
an sonnigen Stellen zu plazieren.
Zur Konkretisierung der Maßnahmen zur Biotopvernetzung sollen die
gesammelten Vorschläge in einen Lageplan des EB Friedhöfe
eingezeichnet und beim nächsten Ortstermin erörtert werden.
cm
Bürger stiften Bänke im Aufeld
Neckarau: Arbeitskreis der Lokalen Agenda initiiert Aktion
[02.06.2004 Mannheimer Morgen]
"Mit den Bänken wollen wir die Menschen zum Verweilen an den
schönen Plätzen im Aufeld einladen, sie sollen aber auch
Personen, die schlechter zu Fuß sind, als Rastplätze zum
Erholen dienen", erklärte Anita Hirsch-Sanden. Die Sprecherin
des Arbeitskreises zum Erhalt des Aufeldes der lokalen Agenda
21 MA-Neckarau betont, dass man mit der Aufstellung der Bänke
das Aufeld mit seiner Naherholungsfunktion noch attraktiver
machen möchte. Gleich drei Sitzbänke weihte der Arbeitskreis
ein.
Seit der Diskussion um den Bau einer Straße durch das Aufeld
vor drei Jahren arbeiten die Mitglieder daran, den Neckarauern
zu erklären, wie wertvoll das Aufeld für den Stadtteil und
seine Bewohner sei. Dabei hat der Arbeitskreis schon zu Beginn
seines Engagements eine breite Unterstützung erfahren. Bei
einem Unterschriftenaktion zum Erhalt des Aufeldes sammelte er
über 7000 Signaturen von Menschen, die sich zugleich für die
Aufwertung des grünen Areals zum Landschaftsschutzgebiet
aussprachen.
Anita Hirsch-Sanden dankte den Spendern Helmut Wetzel, Familie
Arnold und der Stadt Mannheim: "Dass zwei Bänke von Bürgern
gespendet wurden, weist ebenfalls auf noch große Unterstützung
im Stadtteil hin". Stolz berichten Mitarbeiter des
Arbeitskreises, dass schon Spender für weitere Bänke gefunden
seien.
Friedhof bald Biotop mit Skulpturenpark?
[April 2004 Neckarau-Almenhof-Nachrichten] Auf
Initative des Neckarauer Bezirksbeirates und stellvertretenden
Vorsitzenden der Lokalen Agenda 21, Rudolf Höcker, fand auf dem
Neckarauer Friehof ein Treffen von Vertretern des Gemeinderates, des
städtischen Eigenbetriebes friedhöfe, der Unteren
Naturschutzbehörde, des FB Städtebau, des Kleingartenvereins
Mallau, des Stadtökologischen Lehrpfades, der Blumengärtnerei
Stelzel, des Steinmetzbetriebes Siegmann sowie der freizeitschule
statt.
Themen waren die Einbeziehung des Friedhofgeländes
und des angrenzenden Geländes des GV Mallau in das von der Stadt
beschlossene System der Biotopvernetzung zur Erhaltung naturnaher
Landschaftselemente sowie biotypischer Tier- und Pflanzenarten.
Außerdem soll eine Aufwertung des Kulturbereiches Friedhof durch
das Aufstellen von Holzskulpturen erfolgen.
Höcker, Initiator und Motor der Initiative, rannte
mit diesem Plänen beim benachbarten GV Mallau offene Türen
ein, betreibt dieser doch mit seinen 202 Gärten umweltfreundliches
Gärtnern und kümmert sich um zusätzliche Nistkästen
für die dort angesiedelten Vögel.
Der Leiter des FB Friedhöfe, Wolfgang
Schwöbel, wies auf den Parkcharakter des Friedhofes hin, der von
vielen Mitarbeitern der umliegenden Firmen in den Pausen zur Erholung
genutzt werde. Angesichts der wirtschaftlichen Lage der Stadt sah er
allerdings die Finanzierung des angestrebten ganzheitlichen Grun- und
Pflegeplanes skeptisch. Mittel für spezielle Nistkästen
wären jedoch im Bereich des Möglichen. Herr Kampf vom
Steinmetzbetrieb Siegmann sagte die bereitstellung von Bruchsteinen
für die anvisierten Natursteinmauern zu, Gärtnermeister Bernd
Stelzer signalisierte Spendenmöglichkeiten, und die Lokale Agenda
stellte einen Betrag von 500 € zur Verfügung. Außerdem
sollen weitere potentielle Spender direkt angesprochen werden, so
daß man im Hinblick auf eine Umsetzung des Projektes
zuversichtlich sein könne, so die Meinung aller anwesenden.
Nach dem Willen der Initiatoren soll der Friedhof mehr
sein sein als nur eine Begräbnistätte. Die
Grünflächen durch Kunstobjekte gestalterisch aufgewertet
werden. Gedacht ist an die Aufstellung von Skulpturen aus
Baumhölzern, die von den Hobbykünstlern der Bildhauergruppe
der Freizeitschule unter der Leitung von Hartmut Brunnenkant gefertigt
werden sollen.
Als Standorte sind das Umfeld der neuen Trauerhalle sowie das Feld der
Kriegstoten im Gespräch. Die Skulpturen sollen -
gegenständlich bis abstrakt, doch für die Besucher
nachvollziehbar sein - unterschiedliche Menschen darstellen, die auf
die Endlichkeit des Lebens hinweisen. Auch das Material Holz ist
Sinnbild des Werdens und Vergehens.
Eine Umsetzung des gesamten Projektes ist bis Ende 2005 angestrebt.
"Wenn dies vollendet ist, wird der Neckarauer Friedhof einzigartig
sein: Er wäre Begräbnistätte, gewolltes Biotop und
gestalteter Skulpturenpark", so Initiator Höcker in seinem Fazit.
Die Agenda Neckarau: Eine Welt mit Vielfalt
Mannheim: Neu gegründeter Arbeitskreis "Eine Welt in Neckarau"
stößt auf großes öffentliches Interesse
[25.02.2004 Mannheimer Wochenblatt]
Im Rahmen der lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau e.V. wurde
Anfang 2004 ein neuer Arbeitskreis gegründet: "Eine Welt in
Neckarau". Ziel des Arbeitskreises ist die Vernetzung der
zahlreichen Neckarauer Eine-Welt-Aktiven und die gemeinsame
Durchführung neuer Projekte. Und das kommt an: Bereits bei den
ersten Treffen haben sich zahlreiche Vertreter der
Eine-Welt-Aktivitäten in den Kirchgemeinden Matthäus, Jakobus und
St. Konrad sowie Neckarauer Bürger und Lehrer nahezu aller
weiterführenden Schulen des Stadtteils engagiert beteiligt.
Bernd Landmann, Vorsitzender des Neckarauer Agenda-Vereins, freut
sich über den regen Zulauf: "Wir laden alle Interessierten ein,
sich bei dem Agenda-Arbeitskreis mit ihren Ideen und ihrem
Engagement einzubringen."
Möglich ist vieles. Schon die laufenden Aktivitäten lassen ein
breites Handlungsspektrum erkennen: So pflegt die Matthäusgemeinde
Zwillingspartnerschaften mit Gemeinden in Polen, Japan und
Südafrika, in der Jakobusgemeinde gibt es seit Jahren eine
lebendige Zusammenarbeit mit Partnern in Lateinamerika und Magda
Keller von der St. Konrad-Gemeinde im Casterfeld kämpft um die
Finanzen zum Erhalt eines Straßenkinderhauses in Bolivien. Im
Weltladen des Bachgymnasiums und allen Kirchengemeinden werden
fair gehandelten Produkte verkauft. Das stadtweite Mannheimer
Eine-Welt-Forum plant sogar einen speziellen Mannheimer
Fairkaffee, der auch in Neckarauer Geschäften vermarktet werden
könnte. Gabriele Thirion-Brenneisen stellte die Kampagne "Saubere
Kleidung im Sport" vor, bei der es um bessere Arbeitsbedingungen
und gerechte Bezahlung bei der Herstellung von Sportkleidung in
Entwicklungsländern geht. Daniel Bannasch, der gemeinsam mit
Brigitte Müller-Steim den Arbeitskreis Eine Welt koordiniert,
präsentierte die Idee eines Neckarauer Welt-Festes. Am
Moll-Gymnasium kann man den brasilianischen Kampftanz Capoeria
trainieren und es gab dort schon Gelegenheit, auf Liegestühlen
unter Palmen fair gehandelte Cocktails zu schlürfen.
Beim Leiter des Goethe-Institutes und Mitglied des
Eine-Welt-Forums, Günter Kipfmüller, trifft sich nun am 25. März
um 17.00 Uhr in der Steubenstraße eine Projektgruppe des
Arbeitskreises "Eine Welt in Neckarau". Sie will einen Austausch
zwischen Neckarauer Schulen, Studenten des Goethe-Instituts aus
weit über 100 Nationen und anderen internationalen Einrichtungen
und Projekten in Gang bringen, bei dem das Thema "Eine Welt" durch
persönliche Kontakte und Berichte erlebbar wird, ein Ziel, das
auch das Eine-Welt-Forum im Projekt "Globales Lernen in Mannheim"
verfolgt. Außerdem ist angedacht, Unterrichtsmaterialien, die den
Zusammenhang zwischen unserem Lebensstil und weltweiten
Entwicklungen in einfacher und anschaulicher Form vermitteln,
bereitzustellen.
Agenda 21 – dieses Schlagwort steht für ein weltweites
Handlungsprogramm für eine nachhaltige, das heißt eine
wirtschaftlich, ökologisch und sozial verträgliche Entwicklung.
Rund 180 Staaten unterzeichneten 1992 das Programm in Rio de
Janeiro.
Die lokale Agenda Mannheim-Neckarau setzt sich dafür ein, dass
möglichst viele Bürgerinnen und Bürger vor Ort an einer solchen
Entwicklung mitarbeiten, vom einzelnen Projekt bis zum
Handlungsprogramm für den Stadtteil Neckarau. Dazu gab und gibt es
Aktionen mit vielen Partnern, wie zum Beispiel die
Unterschriftensammlung des Arbeitskreises zum Erhalt des Aufelds
und das Engagement für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung in
Neckarau, die gemeinschaftliche Erneuerung des Waldsportpfades als
Projekt des Arbeitskreises "Agenda im Sport", Fahrraddemo und
Drais-Memoriale des Arbeitskreises "Mehr Rad" und als jüngste
Projekte die Naturerlebnisangebote des Arbeitskreises "Kinder und
Jugend", die Pläne zu Biotopvernetzung und Skulpturenaufstellung
am Neckarauer Friedhof und ein Führer mit "nachhaltigen Ausflügen"
für Schulen.
Info: Weitere Treffen des Arbeitskreises "Eine Welt", die
voraussichtlich im Volkshaus Neckarau stattfinden, sind am
Dienstag, 27. April, Donnerstag, 1. Juli, Dienstag, 21. September,
Donnerstag, 18. November, jeweils von 17 bis 18.30 Uhr.
Ansprechpartner sind Daniel Bannasch, Telefon 855793 und Brigitte
Müller-Steim, Telefon 822003. Internet: www.neckarau21.de.
Mit wachen Sinnen durch den Wald
[11.02.2004 Mannheimer Morgen]
Der forstpädagogische Erkundungsspaziergang für Kinder, der ab dem
Frühjahr im Waldpark von der lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau
angeboten werden soll, nimmt Formen an. Zur Detailplanung treffen
sich die Mitglieder des Arbeitskreises am 18. Februar um 19 Uhr im
Konferenzraum des Volkshauses, Rheingoldstraße 47-49. Während
zweier Spaziergänge des Arbeitskreises im Waldpark zusammen mit Förster
Walter Pfefferle, Oliver Decken vom Mannheimer Umweltzentrum und
Jürgen Herrmann (BUND) wurden, einzelne mögliche Stationen des
Rundganges vorgestellt worden. Mit dem forstpädagogischen Rundgang
will der Agendaverein Kindern die Veränderungen in der Natur im
Wechsel der Jahreszeiten nahe bringen. Dabei sollen die
verschiedenen Sinne angesprochen werden. Einen Baum mit dem Tastsinn zu
erkunden, einen Vogel am Gesang zu erkennen oder den Beerlauch zu riechen,
sind Beispiele dafür. Der Verein lädt Eltern, Erzieher, Pädagogen, und
andere interessierte Personen zur Mitarbeit ein.
"Eine Welt"-Initiativen rücken näher zusammen
[07.01.2004 Mannheimer Morgen]
NECKARAU: Beim öffentlichen Treffen im Volkhaus sollen Projekte abgestimmt
werden Am Montag, 12. Januar, treffen sich um 17 Uhr mehrere Neckarauer
Eine-Welt-Aktive beim Verein Lokale Agenda 21 MA-Neckarau. Die
Mitglieder und ihre Gäste werden darüber beraten, wie die Arbeit der
Neckarauer Gruppen besser vernetzt werden kann und überlegen zugleich, ob
sie gemeinsam Eine-Welt-Projekte vorantreiben wollen. Ideen dazu gibt es
schon. Der Leiter des Goethe-Institutes Inter Nationes, Günther Kipfmüller,
wird ein Marketingkonzept für fair gehandelte Produkte - insbesondere
Fairkaffee - vorstellen. Daniel Bannasch, Mitglied des Vorstandes des
Agendavereins und Organisator des Treffens, wird die Idee eines Neckarauer
Eine-Welt-Festes präsentieren und Gabi Thirion-Brenneisen schließlich, die
als Leiterin des AK Agenda 21 im Sport zusammen mit Sportvereinen schon den
Waldsportpfad mit erneuert hat, will die Besucher über die Kampagne
"Saubere Kleidung im Sport" informieren. Dabei geht es um bessere
Arbeitsbedingungen und gerechte Bezahlung bei der Herstellung von
Sportkleidung in Entwicklungsländern. Für weitere Ideen sind die
teilnehmenden Aktiven aus der Bürgerschaft, aus Vereinen, Schulen und der
Kirchen offen und wünschen sich, dass viele an Entwicklungsarbeit
interessierte Menschen vorbei schauen und mit diskutieren. Das Treffen
findet im Volkshaus Neckarau statt. Alle aktuellen Termine der "Lokalen
Agenda 21 MA-Neckarau e.V." sind auch auf der Homepage des Vereins zu
finden. Die Adresse lautet www.neckarau21.de.
Arbeitskreis Aufeld fordert Antworten
[22.10.2003 Mannheimer Morgen]
Einen Stapel Unterlagen brachte Anita Hirsch-Sanden, Sprecherin des
Arbeitskreises Aufeld in der Lokalen Agenda 21 Neckarau, zur
Bezirksbeiratssitzung ins Volkshaus mit. "Unser Anliegen ist noch immer die
Ausweisung des Aufeldes als Landschaftsschutzgebiet", meldete sich die
Sprecherin zu Wort. Für Oberbürgermeister Gerhard Widder hatte die Gruppe
einige Fragen zusammengestellt, die Anita Hirsch-Sanden dem Sitzungsleiter
Carsten Südmersen überreichte: "Wir wünschen uns deren Beantwortung."
Der Arbeitskreis hatte allein von Frühjahr bis Sommer 2001
insgesamt 7500 Unterschriften für den Erhalt des Aufeldes gesammelt. Die
Mitglieder wollen nun vom Stadtoberhaupt wissen, was sich seit der übergabe
der Unterschriften im Frühjahr 2002 getan hat. Zudem fordern die
Mitglieder, dass die Stadt ihnen Vor- und Nachteile anderer Möglichkeiten -
neben der Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet - zum Erhalt des Aufeldes
aufzeigt. Welche Veränderungen unter derzeitigen gesetzlichen Bedingungen
realisierbar wären, die in einem Landschaftsschutzgebiet nicht möglich
sind, interessiert den Arbeitskreis ebenfalls.
Nach der Radtour finden Schüler Spaß im Freibad
Rheinau: Förderverein bereitet Sport und Spiele für Teilnehmer des Draismemorials
[02.07.2003 Mannheimer Morgen]
"Der Empfang war fantastisch, das war ja wie bei der Tour de France":
Rudolf Höcker, Leiter des Arbeitskreises "Mehr Rad" in der Lokalen Agenda
21 Mannheim-Neckarau war begeistert. Zusammen mit seinen Mitstreitern
organisierte er das Drais-memorial, bei dem rund 600 Schüler von der
Innenstadt nach Rheinau radelten (wir berichteten). Höcker freute sich über
den Spalier und die laute Begrüßung, die die Rheinauer Schüler den
Ankommenden bereiteten. Sein Dank galt dem Förderverein des Rheinauer
Freibades und dem Gemeinnützigen Verein Rheinau, die für die Teilnehmer der
Tour einen unterhaltsamen Nachmittag bei Sport und Spiel im Wasser und auf
den Wiesen des idyllisch gelegenen Bades vorbereitet hatten.
"After Drais: Sport und Spiel im Freibad Rheinau" hieß die Veranstaltung,
die Stadtrat Paul Buchert mit Helfern aus mehreren Rheinauer Vereinen
organisiert hatte. So war denn auch die Begeisterung der Schüler nach der
Tour durch die heiße Stadt groß. Rund 120 Jugendliche aus fünf Schulen, so
Bucherts Schätzung, suchten Abkühlung in den Fluten des Freibades, das für
sie an diesem Nachmittag kostenlos offen stand. Danach galt es, bei den
vorbereiten Disziplinen sportliche Fitness zu beweisen.
Zwar hatten sich die Schulen im Vorfeld für eine der vier vorbereiteten
Sportarten - Torwandschießen, Ringtennis, Pendelstaffel im Schwimmerbecken
und Tauziehen im Wasser - angemeldet, es zeigte sich indes, dass die
Schüler gerne mehr als nur eine der Attraktionen ausprobieren wollten. Als
ein besonderer Hit erwies sich das Tauziehen. Bei der jungen Sportart
Ringtennis mussten sich die Schüler erst einüben. Wie es geht, zeigte ihnen
Sigrid Rosenberger von der TG Rheinau, ehemals deutsche Meisterin im 400
Meter Staffellauf. Eduard Weiser hatte an der Torwand eine Überraschung
parat. Für die besonders erfolgreichen Schützen hatte er als Preise fünf
Fußbälle mitgebracht, eine Spende des SC Pfingstberg-Hochstätt.
Am Schwimmerbecken betreute Philipp Genazino die Schüler bei der
Pendelstaffel. Als nach dem Ende des Wettbewerbs Die Jugendlichen immer
noch nicht genug hatten, organisierte er spontan und zur Freude der Schüler
ein Wettschwimmen. Eingebunden in die Organisation war auch Herbert Gulde,
wie Genanzino von der Mannheimer Rudergesellschaft Rheinau. Bucherts Dank
galt unter anderem auch dem Rheinauer Gewerbeverein, der mit einer Spende
dafür sorgte, dass die Organisatoren des Spielfestes an alle Schüler eine
Kleinigkeit in Form von Süßigkeiten oder aufblasbaren Bällen verteilen
konnten.
"Wir wollen vor allem zeigen, was für ein prächtiges Freibad in einer
Parklandschaft wir hier haben, das ist leider in der Stadt nicht so gut
bekannt", erläuterte Buchert. Vor einem Jahr initiierte er einen Protest
gegen die geplante Schließung der Anlage. Kurz darauf entstand der
Förderverein mit dem Vorsitzenden Konstantin Groß an der Spitze.
Voll im Trend: Bewegende Lektion in Heimatkunde
Drais-Memoriale 2003: Über 600 Jugendliche radeln auf historischer Linie/Erfinder-Denkmal bald am Karlsplatz
[27.06.2003 Mannheimer Morgen]"Suuuper!!" -
Rudolf Höcker, Dr. Gerd Hüttmann und Professor Dr.
Hans-Erhard Lessing strahlen gestern Mittag um die Wette: Die erste
Drais-Memoriale mit gut 650 Teilnehmern auf Fahrrädern ist
unfallfrei und ohne nennenswerte Pannen im Hof der Konrad-Duden-Schule
auf der Rheinau - dem Wendepunkt des historischen Laufmaschinenritts im
Sommer 1817 - angekommen.
Seit Monaten bereitete das fahrradbegeisterte Trio die
Gedächtnistour für den wohl bedeutendsten Sohn der Stadt,
Karl Drais (1785-1851), Erfinder des Fahrrads und damit des modernen
Individualverkehrs, Urahn des Trendsports und Wegbereiter des
Automobils, vor.
Allerbestes Hochsommerwetter und ein blendend gelauntes Teilnehmerfeld
vom 84-jährigen Ex-rad-Bundestrainer Karl Ziegler bis zu den
Drittkläßlern der Wilhelm-Wundt-Grundschule waren der Lohn
für alle Mühen der Macher, die sich im Verein Lokale Agenda
21 in Neckarau zusammenfanden.
Von ihrer Idee, dem Fahrrad-Freiherrn zu Ehren eine
Gedächtnis-Tour mitten durch die Stadt zu veranstalten, waren
viele spontan begeistert:: 22 Klassen aus 13 Schulen zwischen dem
Karl-Friedrich-Gymnasium und der Konrad-Duden Schule, Draisinenreiter
aus Budapest, Fahrrad-Forscher der Fachhochschule für Technik und
Gestaltung , Hochschulsportler der Universität, der Gemeinschaft
der Selbständigen in Neckarau, die gemeinnützigen Vereine
Rheinau und Pfingstberg-Hochstätt sowie der Förderverein des
Freibads Rheinau machten bei der imageträchtigen Radtour mit, als
Sponsoren beteiligten sich HM Interdrink, Rixius und die Rheinauer
Gaststätte Eintracht. Die Pannenhelfer Dieter Brucker und Karl
Schmidt hatten praktisch nichts zu tun.
Polizeibeamte auf dem Fahrrad eskortierten den
Drais-Tross, der sich im gemächlichen Laufmaschinentempo (etwa 10
km/h über die Bismarck- und
Reichskanzler-Müller-Straße, Neckarauer- und Casterfeldstr.
auf den Spuren des Erfinders bewegte. Eine bewegende Lektion in
Heimatkunde, die Lehrern und Schülern sichtbar Spaß machte.
Nicht nur daß klassenweise Fahrräder instandgesetzt und
geputzt wurden, die Jugendlichen bemalten Drais-T-Shirts und bastelten
Pappschilder für ihre Räder, beschäftigten sich im
Unterricht mit dem Thema Drais.
Den Vogel schossen Schüler des Bach-Gymnasiums ab, die sich auf
einräder schwangen und wacker bis Rheinau Balance hielten.
Dort warteten schon klassenweise Kinder aus Rheinau-,
Pfingstberg- und Dudenschule, jubelten den Drais-Radlern zu und
beklatschten Stadtrat Paul-Buchert, der ankündigte, daß das
Rheinauer Drais-Denkmal - gesponsert von der Rheinauer Baufirma Achaz
und gestaltet von Thomas Hanich - in den nächsten Monaten am
Karlsplatz aufgestellt wird. Nach einem grußwort von
Schulbürgermeister Dr. Peter Kurz stürzte sich das gros der
radler in die kühlen Fluten des rheinauer Parkschwimmbades, wo
"After Drais" angesagt war.
Thorsten Langscheid
Nachtrag:
Die Strecke Schloß Mannheim-Neckarau-Casterfeld-Rheinau/Nord
entsprach der epochemachenden Radfahrt vom 12.06.1817 durch Carl
Freiherr von Drais. Das Drais-Denkmal wurde in MA-Rheinau/Nord,
Wachenburgstr./Karlsplatz/Verkehrsinsel, dem damaligen Wendepunkt der
epochemachenden Radfahrt, am 11.10.2003 offiziell eingeweiht.
Die Idee hierzu entstand aus der Planung zur ersten Drais-Memoriale
Mit Drais voll im Trend
Radeln zur Erinnerung: Jugendliche auf der Spur des Erfinders
[21.06.2003 Mannheimer Morgen] Richtig rund geht's am Donnerstag,
26.Juni, auf der historischen Linie Schloß-Karlsplatz. Gut und gerne 650
jugendliche Fahrradfahrer treten an diesem Tag für den Urahn des
Trendsports, den Mannheimer Erfinder Karl Drais, nach Kräften in die
Pedale. Mit der ersten Mannheimer Drais-Memoriale fahren die Veranstalter
vom Verein Lokale Agenda 21 MA-Neckarau mitten hinein in
"erinnerungskulturelles Neuland", wie das Stadtarchiv den drei Machern
Rudolf Höcker, Dr. Gerd Hüttmann und Professor Dr. Hans-Erhard Lessing
bescheinigte.
Noch nie ehrte die Stadt ihren wohl genialsten Sohn mit einer derart
umfassenden Veranstaltung. Zur Erinnerung an Drais erste Ausfahrt mit der
hölzernen Laufmaschine vor nunmehr 186 Jahren - am 12. Juni 1817 - gehen
jetzt die Bürger in eigener Regie auf die Straße. Der 150. Todestag des
Ingenieurs am 10. Dezember 2001 verstrich, ohne dass das offizielle
Mannheim Notiz von dem Ereignis genommen hätte.
Schüler und Lehrer, Studenten sowie Laufmaschinen-Liebhaber aus der
Region und aus Ungarn beteiligen sich jetzt an der Veranstaltung, die sogar
das Unternehmen Mercedes-Benz auf den Plan rief. Die Mannheimer
Niederlassung des Autobauers schickt ein Fahrrad aus ihrem aktuellen
Produktkatalog mit auf die Strecke, um die historische Verbindung von
Draisens zündender Erfindung und der späteren Entwicklung des Automobils
durch den Mannheimer Carl Benz zu dokumentieren.
Die Radstars Willi Altig und Karl Ziegler fahren mit, das
Nationaltheater öffnet seinen Fundus und stellt Kostüme aus der
Biedermeierzeit für einige Teilnehmer, Studenten der Fachhochschule für
Technik und Gestaltung begleiten den Tross mit zwei wissenschaftlichen
Testfahrrädern und die Polizei eskortiert das Ganze mit ihren Beamten von
der Fahrradstreife.
Kultur- und Schulbürgermeister Dr. Peter Kurz eilt den Draislern, die
einen Zwischenstopp am Neckarauer Marktplatz einlegen, voraus zum Zielort
der Erinnerungsfahrt, dem Hof der Konrad-Dudenschule im Casterfeld. Hier
werden Erinnerungsfotos geschossen und die Radler mit Speisen und Getränken
verköstigt. Und nach der 8,2-Kilometer langen Radtour geht es erst richtig
rund: Im nahegelegenen Parkschwimmbad Rheinau steigt "After Drais - Spiel
und Spaß" mit Volleyball und Torwandschießen, Aqua-Tauziehen und vielen
weiteren kurzweiligen Aktivitäten. Hinter der feucht-fröhlichen
Sommeraktion stehen der Gemeinützige Verein und der Förderverein Freibad
des südlichen Stadtteils. Von den rund 650 Drais-Erinnerungsfahrern haben
sich bereits 230 fest für's Schwimmbad angemeldet.
Großer Bahnhof für Trimm-Dich-Pfad
NECKARAU: Lokale Agenda feiert umfassende Renovierung mit einem zünftigen Fest
[20.06.2003 Artikel von Frank Linden, Mannheimer Morgen]
Mit einem zünftigen Fest feierte der Verein Lokale Agenda 21
Mannheim-Neckarau den restaurierten Trimm-Dich-Pfad im Waldpark. Vor
allem Sportvereine trugen zu dem abwechslungsreichen Programm bei. So
bot der Kanusportverein Neckarau Schnupperbootsfahrten an der
Silberpapel. Besonders bei den Kindern kamen Rundfahrten mit Rikschas
an. Viele Gäste absolvierten die Stationen des neuen Pfades, unter
ihnen auch Bürgerdienstleiter Peter Rosenberger. Begutachtet haben die
Arbeit an den Stationen auch die Stadträte Petra Fenske-Weise (SPD)
und Wolfgang Raufelder (Grüne).
Vor mittlerweile fast zehn Jahren verabschiedeten in Rio de
Janeiro 178 Staaten ein Zukunftsprogramm für das 21. Jahrhundert. Ziel
dieses Programms ist eine nachhaltige und zukunftsbeständige
Entwicklung, welche die drei Dimensionen Ökologie, Ökonomie und
Soziales gleichrangig berücksichtigt. Eine wichtige Rolle bei der
Umsetzung der Agenda 21 spielen die Städte und Gemeinden, die für alle
Bereiche ein tragfähiges Handlungsprogramm entwickeln sollten. In
Neckarau geht man mit gutem Beispiel voran. Denn die "lokale Agenda 21
Mannheim-Neckarau e. V." setzt sich seit Jahren für die Belange des
Stadtteils und deren Bewohner ein.
Eines der Projekte, die der Verein vor ein paar Monaten in
Angriff genommen hatte, war der alte Waldsportpfad, der 1971 eröffnet
worden war. Nach einem Treffen mit Neckarauer Sportvereinen war man
sich über dieses Projekt schnell einig geworden. Die Anlage sollte
erneuert und die alten Holzgeräte, die nicht mehr den Anforderungen
der modernen Sportmedizin genügten, modernisiert beziehungsweise durch
neue ausgetauscht werden. Gleichzeitig stand natürlich die
Nachhaltigkeit im Mittelpunkt, und das bedeutet, dass keine neue
Schneise durch den Wald geschlagen werden sollte, sondern der alte Weg
musste wieder genutzt werden.
Bei der Einweihung des neuen Trimm-Dich-Pfades vor ein paar
Tagen trafen sich alle, die am Projekt beteiligt waren und tatkräftig
mitgewirkt hatten, wieder. Walter Pfefferle vom Forstamt Weinheim,
Bernd von Aschwege (Amt für Straßenbetrieb und Grünflächen), Gabriele
Thirion-Brenneisen (Leiterin des Arbeitskreises "Agenda im Sport"),
Gerda Brand (Leiterin des Fachbereichs Sport und Freizeit), Edda
Geisler (Vorsitzende des Sportkreises Mannheim), und Jürgen Kugler
(Sportwissenschaftler) hatten alle gleichermaßen am Projekt mitgewirkt
und einen hohen Anteil am Erfolg.
Sportwissenschaftler Kugler, der bei Umsetzung beratend
mitgewirkt hatte, informierte im Gespräch über den Aufbau des neuen
Trimm-Dich-Pfades. "Gleich am Anfang befindet sich eine
Aufwärmstation. Danach kommt eine etwa 800 Meter lange Laufstrecke zum
gemütlichen Einlaufen. Danach kommen eine Dehnstation und eine 500
Meter lange Laufstrecke. Am Ende haben wir noch einmal eine
Kräftigungsstation eingebaut."
Neben den Personen, die direkt am Projekt beteiligt waren,
hatten sich auch Neckarauer Sportvereine (VfL Neckarau, TSV Neckarau,
KSC Neckarau, Kanu-Gesellschaft, TC-SW Neckarau, Schwimmverein,
Post-SG) bereit erklärt, die Patenschaft für den Trimm-Dich-Pfad zu
übernehmen. In Zukunft wollen sie gemeinsam für den Erhalt des 2,3 km
langen Rundkurses einsetzen.
Nach der Radtour baden gehen
Drais-Memoriale: Schüler betreten Erinnerungs-Neuland
[05.06.2003, Mannheimer Morgen]
Geschichtsunterricht kann auch Spaß machen: Am Donnerstag, 26.
Juni, überzeugen sich gut 650 Schüler im Süden der Stadt
persönlich von der Richtigkeit dieser Behauptung. Gemeinsam radeln
die Jugendlichen an diesem Tag nämlich auf den Spuren des
Freiherrn und Erfinders Karl von Drais auf der historischen ersten gut
acht Kilometer langen Laufmaschinen-Strecke zwischen dem Schloss und
dem Karlsplatz auf der Rheinau. Im Juni 1817, also vor genau 196
Jahren, testete der Ingenieur sein - nach damaligen
Maßstäben - High-Tech-Fahrzeug im harten
Straßeneinsatz.
Auf die spaßige Idee, aus der trockenen
Lokalgeschichte ein Marketing-Event für die ganze Stadt zu machen,
kamen drei Männer vom Verein Lokale Agenda 21 in Neckarau:
Professor Dr. Hans-Erhard Lessing, Dr. Gerd Hüttmann und Rudolf
Höcker, Letzterer der Leiter des Agenda-Arbeitskreises Radverkehr,
brachten alle an einen Tisch: Gewerbe- und gemeinnützige Vereine,
Schulen, städtische Behörden. "Herausgekommen ist dabei ein
Schritt auf 'erinnerungskulturelles Neuland'" wie Höcker strahlend
eine Mitteilung des Stadtarchivs zitiert, nach dessen Recherchen noch
nie in Mannheim eine Nachfahrt der Drais-Strecke organisiert worden
ist.
Damit auch wirklich kein Auge trocken bleibt, gibt's
nach der Tour eine feuchtfröhliche "After-Drais-Party" im
Parkschwimmbad Rheinau, auf die Beine gestellt von gemeinnützigem
Verein und Schwimmbad-Förderverein des Stadtteils. Weit über
200 Schüler und Lehrer haben sich dafür bereits angemeldet.
Schirmherr der Memoriale ist Oberbürgermeister
Gerhard Widder, den Kulturdezernent Dr. Peter Kurz im Hof der
Konrad-Duden-Schule vertritt. Hier - am historischen Wendepunkt von
Drais' Ausfahrt - endet die Tour der Jugendlichen. Getränke und
Snacks werden gereicht, Erinnerungsfotos geschossen. Mit von der Partie
ist die Polizei mit ihren Fahrradstreifen, Laufmaschinenreiter aus
Ungarn, Heddesheim und Sandhofen sowie die Mannheimer Radveteranen
Willi Altig und Karl Ziegler. lang
Echte Stadtwerbung
[19.03.2003, Kommentar von Thorsten Langscheid, Mannheimer Morgen] Das ist
endlich einmal positive Mannheim-Werbung! Karl Drais, Urvater des
Fahrrads, steht mit seiner genialen Erfindung ebenbürtig mit Carl Benz
für unsere Stadt. Die Initiative der drei Neckarauer Drais-Event-Macher
Höcker, Hüttmann und Lessing kann deshalb gar nicht hoch genug
bewertet werden: Sie tun etwas für die positive Außendarstellung Mannheims,
sie stärken mit ihrer Begeisterung, die viele zum Mitmachen bewegt, das
"Wir-Gefühl" und sorgen obendrein dafür, dass sich nicht nur die
"Offiziellen", sondern vor allem auch junge Leute und Jugendliche für das
trendige Fahrradprojekt interessieren. Da sage noch einer, mit Heimatkunde
könne man keinen Hund hinter dem Ofen hervorlocken: Eine Drais-Gedächtnis-
Tour auf dem Fahrrad quer durch die Stadt, das dürfte eine Form von
Geschichts-Unterricht sein, der bei den Schülern, die mitmachen, ein Leben
lang hängen bleibt.
Das Projekt Drais-Event zeigt auch, welche Ergebnisse die Agenda-21-
Arbeit bringen kann: Verkehrspolitische Interessen, heimatkundliche
Neugier und der Spaß am Freizeitsport Radfahren bringt hier die Akteure der
verschiedensten Couleur zusammen. Wenn am Ende alle an einem Strang ziehen,
dann kann das Drais-Projekt nur noch ein großer Erfolg werden.
Kleine Anmerkung am Rande: Während in der Innenstadt die Gemeinderats-
Politiker noch um einen Standort für ein - längst überfälliges - Drais-
Denkmal zanken, machen die Bürger im Stadtteil Nägel mit Köpfen und stellen
- als Höhepunkt des Drais-Events - einen Gedenkstein am historischen
Wendepunkt der Laufrad-Fahrt auf. Schön, dass es auch noch solche positiven
Nachrichten zu vermelden gibt!
Der Mannheimer Edison als leuchtendes Vorbild
[19.03.2003, Artikel von Thorsten Langscheid, Mannheimer Morgen] Karl-
Drais-Event 2003: Radelnde Massenbewegung zwischen Schloss und Stengelhof
erinnert an den Vater des Individualverkehrs
Er gilt als Vater des Individualverkehrs und Urahn des Trendsports -152
Jahre nach seinem Tod feiern die Mannheimer erstmals mit einer
Massenbewegung ihren genialen Erfinder Karl Drais: Hunderte von Radlern
stellen den historische Ritt des Freiherrn auf der Laufmaschine vom Schloss
zum Stengelhof am Donnerstag, 26. Juni, nach.
Drei Neckarauer stecken als treibende Kraft hinter der neuen Drais-
Begeisterung: Rudolf Höcker, Dr. Gerd Hüttmann und Professor Dr. Hans-
Erhard Lessing wollen dem vor allem in jüngerer Zeit häufig verkannten
Urheber der technischen Basis-Innovation, ohne die der individuelle Verkehr
von heute undenkbar ist, ein neues, angemessenes Podest errichten. Das
Laufgerät des Technik-Professors wurde weltweit in hunderten Millionen von
Fahr- und Motorrädern nachgebaut und zählt damit zu den am häufigsten vom
Band gelaufenen Maschinen überhaupt. Der Freiherr war kein verschrobener
Tüftler, sondern ein Vertreter des High Tech im frühen 19. Jahrhundert, so
das Fazit des Fahrrad-Trios Höcker, Hüttmann und Lessing.
Mit dieser Kernaussage machten sich die drei Männer daran, ein Karl-Drais-
Event zu planen und fanden vor allem bei den Schuldirektoren entlang der
historischen Laufmaschinen-Strecke Mannheim - Rheinau Bündnispartner. Vom
Karl-Friedrich-Gymnasium in der Oststadt bis zur Konrad-Dudenschule im
Casterfeld (dem Umkehrpunkt des Freiherrn bei seiner ersten Testfahrt)
machen gut 15 Schulen mit. Sie schicken ihre Schüler auf die große
Heimatkunde- und Stadtgeschichte-Tour, die um neun Uhr im Ehrenhof des
Schlosses abgeht und bis zur Mittagszeit auf der Rheinau angekommen sein
soll, zusammen mit den Laufmaschinen-Reitern des Universitäts-Instituts für
Sport (IfS).
Vor allem dort, in dem jungen, südlichen Stadtteil stießen die
"Draisologen" auf erfreuliches Geschichtsbewusstsein. Gewerbeverein,
Heimatverein und Gemeinnütziger Verein zeigten sich begeistert von der Idee
und haben ein großes Drais-Treffen angesetzt, um alle Aktivitäten für den
großen Tag abzustimmen. Ein Gedenkstein zu Ehren des Erfinders soll an der
Ecke von Wachenheimer- und Kronenburgstraße errichtet, vielleicht sogar ein
Laufmaschinen-Denkmal an den Rheinauer Ortseingang in der Relaisstraße
gestellt werden. Und, so kündigt Siegfried Knoblauch, Chef des
gemeinnützigen Vereins im Stadtteil an, womöglich kann man die Drais-Tour
der Schüler am Wochenende für Erwachsene wiederholen.
Das Karl-Drais-Trio will mit seiner Initiative natürlich mehr erreichen,
als nur einen spaßigen Fahrradcorso. CDU-Bezirksbeirat Höcker und ADFC-
Vorsitzender Hüttmann haben vor allem die Verkehrspolitik in ihrem
Stadtteil im Visier, der Verkehrshistoriker Lessing steuert das profunde
geschichtliche Fachwissen und so manches neue Ergebnis seiner Forschungen
bei. Alle drei fanden sich im Verein Lokale Agenda 21 MA-Neckarau
zu dem gemeinsamen Projekt zusammen.
So werden die teilnehmenden Schulen Unterrichtsmaterial über den Erfinder
erhalten, demnächst erscheint - aus der Feder Hans-Erhard Lessings - eine
neue, umfassende Biografie des Erfinders, der um der political correctness
Willen in den Jahren des Vormärz auf seinen Adelstitel verzichtete. Neben
dem Laufrad und der Eisenbahndraisine entwickelte Drais noch eine ganze
Reihe anderer Erfindungen - zum Beispiel einen vierrädrigen Lauf-Wagen mit
dem er beim Wiener Kongress 1815 und am Hof des russischen Zaren Alexander
Aufsehen erregte, eine Schreibmaschine oder eine holzsparende Heizung.
"Karl Drais - ein badischer Edison" lautet der Titel eines Vortrages, den
Professor Dr. Hans-Erhard Lessing am Freitag, 21. März um 19.30 Uhr im Saal
des Trafohauses Keplerstraße hält. Anmeldungen unter der Telefonnummer
0621/81 09 93 18
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